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DE2948334A1 - Lichtbestaendige titandioxidpigmentzusammensetzung - Google Patents

Lichtbestaendige titandioxidpigmentzusammensetzung

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Publication number
DE2948334A1
DE2948334A1 DE19792948334 DE2948334A DE2948334A1 DE 2948334 A1 DE2948334 A1 DE 2948334A1 DE 19792948334 DE19792948334 DE 19792948334 DE 2948334 A DE2948334 A DE 2948334A DE 2948334 A1 DE2948334 A1 DE 2948334A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
tio
composition
tiop
rutile
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19792948334
Other languages
English (en)
Inventor
Howard Wayne Jacobson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE2948334A1 publication Critical patent/DE2948334A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/36Compounds of titanium
    • C09C1/3607Titanium dioxide
    • C09C1/3653Treatment with inorganic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/80Particles consisting of a mixture of two or more inorganic phases
    • C01P2004/82Particles consisting of a mixture of two or more inorganic phases two phases having the same anion, e.g. both oxidic phases
    • C01P2004/84Particles consisting of a mixture of two or more inorganic phases two phases having the same anion, e.g. both oxidic phases one phase coated with the other
    • C01P2004/86Thin layer coatings, i.e. the coating thickness being less than 0.1 time the particle radius
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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    • C01P2006/60Optical properties, e.g. expressed in CIELAB-values
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

DR.-ING.WALTER ABITZ :' ' Mo»*~." 30' November 1979 DR. DIETER F. MORF 3 \Z^Z^^l.nJ DIPL.-PHYS. M. GRITSCHNEDER Patentanwälte FlenxenaueritraCe BB
Telefon 08 38 89
Telegramm·: Chemlndus München
Telex: (0) B 23008
CH 1013
E. I. DU PONT DE NEMOURS AND COMPANY, Wilmington, Delaware, V.St.A.
Lichtbeständige Titandioxidpigmentzusammensetzung
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Die Erfindung betrifft generell Titandioxidplgment und insbesondere ein Titandioxidpigment, welches ein Oxid oder
Oxide von Antimon oder Aluminium enthält und eine verbes serte Lichtbeständigkeit besitzt. >
Titandioxidpigment wird in der Industrie in großem Umfang als trUbmachendes Pigment in Anstrichmitteln und Papierbe-Schichtungen und als Mattierungsmittel fUr eine Vielzahl von Fasern verwendet. Um die Pigment!erungseigenschaften, welche speziell fUr den vorgesehenen Endgebrauch des TiOp-Pigments zugeschnitten sind, zu schaffen oder zu verstärken, wird das Pigment üblicherweise mit anderen Substanzen beschichtet oder vermischt.
Eine hocherwUnschte Eigenschaft für ein - insbesondere im Freien anzuwendendes - Anstrichmittel ist die Dauerhaftigkeit oder Beständigkeit gegenüber den Wettereinflüssen und der "Kreidung". Um Dauerhaftigkeit bei Anstrichmitteln zu erzielen, wurde das Titandioxidpigment mit einem oder mehreren hydratislerten Oxiden (insbesondere Siliciumdioxid) beschichtet. Bei anderen Methoden zur Erhöhung der Lichtbeständigkeit von TiO2-Pigmenten wurden geringe Mengen mehrwertigen Metalle in das Kristallgitter des TiO2 eingebaut. Bei einem typischen, in der DE-PS 25 45 243 beschriebenen Verfahren werden Metallionen einer Verbindung aus der Gruppe Cu, Mn, V, Nb, Ta, Mo, W und Sb auf Titandioxid appliziert, und das erhaltene Titandioxid wird bei Temperaturen von 500 bis 10000C während 0,1 bis 10 Std. hitzebehandelt. Nach der Hitzebehandlung können auch Kup-
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fer-, Magnesium- und/oder Vanadiumionen aufgebracht werden. Gemäss dieser Lehre vermindern die speziellen Metalle die Fehlelektronenkonzentration in der Pigmentoberfläche bei Bestrahlung mit Licht und erhöhen daher die Stabilität des erhaltenen Pigments gegenüber der Lichteinwirkung. Die genannte Patentschrift lehrt ferner, daß die Verwendung von geringerwertigen Metallionen (wie Aluminium oder Zink) in derselben Weise genau den gegenteiligen Effekt haben würde, indem die Defektelektronenkonzentration erhöht und dadurch die Lichtempfindlichkeit des Pigments gesteigert werden würden.
Obwohl das nach dem vorgenannten Verfahren behandelte g Pigment bei Anstrichmittelanwendungen eine höhere Lichtbeständigkeit als unbehandeltes TiOp aufweisen mag, haben diese Pigmente bei Anwendungen, bei welchen das Pigment in Abwesenheit von Sauerstoff (z.B. in Papierschichtstoffen) lichtbeständig sein muss, eine starke Tendenz zur Grauverfärbung. Ferner haben die meisten aus dem vorgenannten Verfahren hervorgehenden Pigmente Farbzusätze und sind daher für ein weisses Pigment erfordernde Anwendungen unvorteilhaft.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine weisse TiO2-PIgmentzusammensetzung geschaffen, welche eine erhöhte Lichtbeständigkeit in Gegenwart oder Abwesenheit von Sauerstoff oder Feuchtigkeit besitzt.
Die Erfindung schafft eine Pigmentzusammensetzung, welche das RÖntgenbeugungsdiagramm von Rutil besitzt und im wesentlichen aus 92 bis 99 Gew.-# TiOp, 0,05 bis 2 Gew.-% AIgO, und 0,1 bis 6 Gew.-96 Antimonoxid, berechnet als SbpO,, besteht, wobei das AIpO* und Antimonoxid in fester
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Lösung (als Mischkristall) mit dem TiO2 vorliegen oder das Antimonoxid in fester Lösung mit TiOp oder in Form von AlSbO^ oder einer Kombination der genannten Möglichkeiten vorliegt, wobei sämtliche Gewichtsangaben auf das Gewicht der gesamten Pigmentzusammensetzung bezogen sind.
Der Ausdruck "im wesentlichen bestehend aus" bedeutet, dass nicht nur die angegebenen Bestandteile, sondern auch die angegebenen Bestandteile plus geringere Mengen von zusätzlichen, unspezifizierten Substanzen gemeint sind, deren Gegenwart die wirksamen Eigenschaften der ausdrücklich angegebenen Bestandteile nicht beeinträchtigen würde. Das Antimonoxid kann in Form von Sb2O*, Sb2O^, Sb2O,- oder Gemischen davon vorliegen. Die Pigmentzusammensetzung zeigt eine verbesserte Lichtbeständigkeit in z.B. Anstrichmitteln, bei denen die Gegenwart von Sauerstoff oder Feuchtigkeit Instabilität hervorrufen kann, und in z.B. Papierschichtstoffen und Kunststoffen, bei denen eine Grauverfärbung in Abwesenheit von Sauerstoff erfolgen kann.
Die Pigmentzusammensetzung ist durch ein Röntgenbeugungsdiagramm charakterisiert, welches hauptsächlich Rutilstruktur mit höchstens Spurenanteilen von anderen Strukturen aufweist. Da die Verbindung AlSbO^ dieselbe Struktur wie Rutil aufweist, wird angenommen, dass sich das in der Pigmentzusammensetzung vorliegende Al2O, und Antimonoxid bei den zur Herstellung der Zusammensetzung angewendeten Temperaturen zu AlSbO^ vereinigen. Dies wird dadurch bestätigt, dass Antimonoxid und AIgO, in* Abwesenheit von TiO2 unter denselben Reaktionsbedingungen AlSbO^ bilden.
Um die optimale Kombination der gewünschten Eigenschaften in der Pigmentzusammensetzung sicherzustellen, wendet man vorzugsweise ein Gewichtsverhältnis des Antimonoxids (be-
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rechnet als Sb2O,) zum AIpO, von 0,5:1-3:1 an. Da AlSbO^ vermutlich den grössten Beitrag zur Eigenschaftsverbesserung leistet, genügen geringere Mengen von Antimonoxid nicht, um mit dem in oder auf dem TiOp-Pigment vorliegenden AIpO, zu reagieren. Grössere Mengen an Antimonoxid führen zu keiner spürbaren Verbesserung der Eigenschaften und können bei einem hohen überschuss zu einer Vergilbung der Pigmentzusammensetzung führen. Sb20,-Anteile innerhalb des erfindungsgemässen Bereiches gehen mit dem TiOp eine feste Lösung ein oder reagieren mit Aluminiumoxid und beeinträchtigen die erwünschte Weissheit nicht. Die am meisten bevorzugte Pigmentzusammensetzung besteht im wesentlichen aus 97 Gew.-96 TiO2, 1 Gew.-% Al2O, und 2 Gew. -% Antimonoxid, bezogen auf das Gewicht der Pigmentzusammensetzung.
Erfindungsgemäss wird ferner ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer TiO2-Pigmentzusammensetzung geschaffen, bei der das TiOp-Pigment mit einem Metallhydroxid oder Metalloxid kontaktiert und das erhaltene Pigment erhitzt wird. Die Verbesserungen bestehen in der Verwendung eines TiO2-Pigments der Rutil-Struktur mit 0,05 bis 2 Gew.-96 eingebautem Al2O,, der Aufbringung von Sb(OH),, Sb(OH)5I Antimonoxychloriden, Sb2O, oder Sb2O5 auf die Oberfläche des TiOp-Pigments und Hitzebehandlung des resultierenden Pigments.
Man erhält das aluminiumoxidhaltige TiO2 nach dem Dampfphasenverfahren zur Herstellung von TiO2 (wie in der US-PS 25 59 638 beschrieben), wobei ein titanhaltiges Erz zuerst bei erhöhten Temperaturen chloriert und dann in Gegenwart kleiner, geregelter Anteile von Aluminiumchlorid einer Oxidation unterworfen wird. Die maximal zugesetzte Menge an Aluminiumchlorid beträgt etwa 2 Gew.-96, da sich grössere Mengen nicht mit dem TiO2 vereinigen. Vor-
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zugsweise wird etwa 1 Gew.-96 AluminiumchlorId zugesetzt, da dieser Anteil ausreicht, um zu gewährleisten, dass das gebildete TiO2 Rutil ist. Das nach dem Dampfphasenverfahren erzeugte TiO2 ist ein wirtschaftlich vorteilhaftes Produkt, da es die mit dem Aufbringen eines Aluminiumoxidüberzugs auf das Pigment verbundenen Kosten Überflüssig macht. Weitere Vorteile werden erzielt, weil das Aluminiumoxid innerhalb der Grenzen des Pigmentpartikels enthalten ist. Bei Behandlung mit Antimonverbindungen und Erhitzen befindet sich somit auch das resultierende AlSbO^ oder die resultierende feste Lösung AlJO-z/liOp/SbJO^ innerhalb der Grenzen des Pigmentpartikels. Aufgrund dieser Ausbildung wird die Dauerhaftigkeit der Pigmentteilchen bei dem anschliessenden Mahlen, welches gewöhnlich für den Endgebrauch erforderlich ist, nicht beeinträchtigt. Demgegenüber werden herkömmliche überzüge auf TiOg-Pigmenten, welche die Dauerhaftigkeit verbessern, durch das Mahlen beschädigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Pigmentzusammensetzung eine gleichmässige Oberfläche und Porosität aufweist, wodurch ein festes (konsistentes) Produkt für den Endgebrauch erzielt und der Glanz beim Endgebrauch verstärkt werden.
Die Antimonhydroxide oder -oxide können auf das TiO2-Pigment vor oder während der Hitzebehandlung nach mehreren Methoden aufgebracht werden. Die Hydroxide werden zweckmässig nach einem herkömmlichen Fällverfahren appliziert. Typischerweise wird die entsprechende Antimonverbindung, d.h. SbCl, oder SbCl5, in einer wässrigen Aufschlämmung von TiOg-Pigment aufgelöst oder dispergiert, wonach man den pH-Wert der Aufschlämmung erhöht, um die Verbindung als das entsprechende Hydroxid oder teilweise neutralisierte Produkte, d.h. Sb(OH)3, Sb(OH)5 oder Antimonoxychloride, auf die Pigmentoberfläche auszufällen.,Typischerweise erhöht man
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den pH-Wert auf etwa 7. Die Aufschlämmung des aluminiumoxidhaltigen TiOp-Pigments enthält vorzugsweise 10 bis 70 Gew.-96 Pigment, damit gewährleistet ist, dass das aluminiumoxidhaltige TiOp-Pigraent vollständig durch die Antimonverbindung kontaktiert wird. Die Menge der Antimonverbindung sollte zweckmässig 0,1 bis 6 Gew.-96, bezogen auf das Gewicht des TiO2 und berechnet als Antimonoxid, betragen. Die Temperatur der Hydrolysereaktion ist nicht besonders kritisch und kann im Bereich von Raumtemperatur bis 1000C liegen. Um das Antimonhydroxid in der wirksamsten Weise zu bilden, beträgt die Temperatur des Hydrolysebereichs jedoch vorzugsweise 70 bis 900C.
Nach dem Kontakt des Antimonhydroxids mit den TiOp-Pigmentteilchen kann man den derart behandelten Feststoff in beliebiger zweckmässiger Weise, wie durch Filtration, vom wässrigen Reaktionsmedium isolieren. Anschliessend erhitzt man das behandelte Pigment 1 Minute bis mehrere Stunden, vorzugsweise 10 bis 60 Minuten, auf eine Temperatur von 300 bis 6500C, um die Bildung von AlSbO^ und/oder festen Lösungen mit TiOp sicherzustellen. Erfindungsgemäss wurde gefunden, dass eine Temperatur von mindestens 3000C notwendig ist, um eine endgültige Pigmentzusammensetzung mit der gewünschten Dauerhaftigkeit (gemessen an der Säurelöslichkeit der Pigmentzusammensetzung) zu bilden. Der Zeitraum, während dessen das hydroxidbeschlchtete aluminiumoxidhaltige TiOp-Pigment erhitzt wird, kann innerhalb eines breiten Bereichs liegen,, und natürlich ist bei der unteren Temperaturgrenze mehr Zeit als bei der oberen Temperaturgrenze zu empfehlen. Im Temperaturbereich von 300 bis 65O0C wird eine halbe Stunde empfohlen, während bei so hohen Temperaturen wie 65O0C bei einer so kurzen Zeit wie 1 Minute erfolgreich gearbeitet werden kann. Bei Temperaturen von
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650 bis 15000C sind lediglich 5 bis 200 Sekunden Hitzebehandlung erforderlich. Eine längere Behandlung bei diesen Temperaturen ist nicht empfehlenswert, da das Pigment sintern kann.
Die erfindungsgemässen Pigmentzusaminensetzungen können auch dadurch hergestellt werden, dass man gleichzeitig das Antimonhydroxid oder -oxid auf das TiOp aufbringt und erhitzt. Nach einer Methode vermischt man das aluminiumoxidhaltige TiOp-Pigment gründlich mit einer anorganischen Antimonverbindung (wie SbCl, oder SbCl5) in Gegenwart von Wasserdampf bei einer Temperatur von 300 bis 650°C* Dieser Vorgang kann zweckmässig in einer routierenden Calciniervorrichtung durchgeführt werden. Wenn das Pigment als solches teilweise feucht ist, braucht man keinen weiteren Dampf zuzusetzen. Auf diese Weise bildet sich das Antimonhydroxid rasch durch Reaktion der Antimonverbindung mit dem Dampf, und das erhaltene Hydroxid reagiert mit dem im Pigment vorliegenden Aluminiumoxid bei den erhöhten Temperaturen.
Nach einer Variante der vorgenannten Methode kann man das aluminiumoxidhaltige TiOg-Pigment mit dem Antimonoxid bei Temperaturen von 300 bis 65O0C trocken vermischen und hitzebehandeln, um die erfindungsgemässe Pigmentzusammensetzung herzustellen. Dabei kann man zweckmässig die vorgenannte routierende Calciniervorrichtung anwenden.
Nach einer Alternativmethode, bei der das Stäuben auf ein minimales Ausmass herabgesetzt wird, kombiniert man das Pigment und Antimohoxid in Form einer Aufschlämmung. Somit kann man ein aluminiumoxidhaltiges TiOg-Pigment in Form einer 50- bis 70gewichtsprozentigen wässrigen
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Aufschlämmung mit einer 20- bis 50gewichtsprozentigen wässrigen Antimonoxidaufschlämmung vermischen, um ein gemischtes Teilchenmaterial der gewünschten Zusammensetzung zu erzeugen, welches zur Bildung eines dauerhaften Pigments filtriert und hitzebehandelt werden kann.
Die erfindungsgemässe Pigmentzusammensetzung kann auch auf grosstechnischer kontinuierlicher Basis in Verbindung mit dem Dampfphasenoxidationsprozess zur Bildung von TiOp hergestellt werden."Bei diesem Verfahren wird das aluminiumoxidhaltige TiOp-Pigment in einem Reaktor bei Temperaturen von etwa 15000C erzeugt. Das TiOg gelangt aus dem Reaktor in einen Abzugsschenkel, wo es abgekühlt wird. Zur Bildung der erfindungsgemässen Zusammensetzung wird eine 20- bis 50gewichtsprozentige wässrige Antimonoxidaufschlämmung in den Abzugsschenkel an einer Stelle eingespeist, wo die Temperatur des Pigments oberhalb 65O°C (insbesondere bei etwa 1100 bis 13000C) liegt. Das Pigment und Antimonoxid durchströmen den Abzugsschenkel und werden dadurch für 5 bis 200 Sekunden (vorzugsweise 5 bis 30 Sekunden) Temperaturen von mehr als 65O°C unterworfen, wodurch die erfindungsgemässe Zusammensetzung gebildet wird.
Obwohl die Erfindung nicht an irgend eine spezielle Theorie oder Erläuterung gebunden ist, wird angenommen, dass das Antimonhydroxid oder -oxid mit dem im TiOp-Pigment vorhandenen Aluminiumoxid von der Oberfläche bis zum Kern reagiert und zumeist mit etwa 50 % des vorliegenden AIpO, unter Bildung von AlSbO^ reagiert, wobei der Rest eine feste Lösung mit TiOp eingeht. Wenn mehr Antimonoxid vorhanden ist als mit dem Aluminiumoxid reagieren und eine feste Lösung mit dem TiO2 eingehen kann, kann das überschüssige Antimonoxid, welches vermutlich in Form
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von SbgO^ vorliegt, zu einer Vergilbung der Pigmentzusammensetzung führen. Das AlSbO. ist vermutlich besonders wirksam, da es mit Rutil-TiO2 isostrukturell ist und hinsichtlich der Einwirkung von Licht, Säuren und Basen eine sehr stabile Verbindung darstellt.
Die erfindungsgemässe Pigmentzusammensetzung kann in derselben Weise wie ein herkömmliches Pigment verarbeitet und eingesetzt werden. Bei der Pigment-Endverarbeitung entspricht es der herkömmlichen Praxis, das Pigment mit Aluminiumoxid-hydrat zu behandeln, um die Dispergierbarkeit zu erhöhen, und das behandelte Pigment bis zur Erzielung der gewünschten Desaggregation zu zerkleinern. Diese Behandlungsweisen werden aus denselben Gründen auch für die erfindungsgemässen Pigmentzusammensetzungen bevorzugt. Jedoch sind diese Behandlungen für die Praxis der Erfindung nicht ausschlaggebend und beeinflussen die Lichtbeständigkeit der Pigmentzusammensetzungen nicht wesentlich.
In den nachfolgenden Beispielen werden die hergestellten Pigmente in üblicher Weise auf eine Vielzahl von Eigenschaften getestet, wie nachstehend exakt beschrieben ist.
Die Bestimmung der Säurelöslichkeit (eine herkömmliche Methode zur Vorhersage der Pigmentdauerhaftigkeit) der gemäss den nachstehenden Beispielen hergestellten TlO2-Pigmentzusammensetzungen erfolgt dadurch, dass man eine vorbestimmte Menge des zu prüfenden Pigments in Schwefelsäure digeriert und spektrophotometrisch mit einer analog behandelten TiOg-Standardprobe vergleicht. Die spektrophotometrische Standardkurve wird wie folgt aufgestellt: Eine Standardlösung wird hergestellt, indem man 15 g Ammoniumsulfat und 1,0118 g TiO2 (enthaltend 98,83 Gew.-9t
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TiO2) in 20 ml Schwefelsäure (66° Be) löst und mit Wasser auf 800 ml verdünnt. 80 ml der 66° Be-Schwefelsäurelösung v/erden dann zu dieser Lösung gegeben. Man lässt die resultierende Lösung auf Raumtemperatur abkühlen und verdünnt dann mit Wasser auf 1 Ltr. Die Lösung, welche 0,001 g TiO2 pro ml enthält, wird vor dem Gebrauch eine Woche stehen gelassen.
Proben von 2, 4, 6 und 8 ml der vorgenannten Standardlösung werden jeweils mit 10 ml 30#igem Wasserstoffperoxid vermischt und mit 10biger Schwefelsäure auf 100 ml verdünnt. Nach 1-stündigem Stehen werden die Absorptionswerte dieser Lösungen mit Hilfe eines Beckman-Spektrometers Modell DK, DU oder B bei 400 nm unter Verwendung von 10 mm-Zellen gegen eine Bezugslösung bestimmt, welche durch Verdünnen von 10 ml 30 96igem Wasserstoffperoxid mit 10 #iger Schwefelsäure auf 100 ml hergestellt wurde. Für diese Proben wird eine Auftragung der Titanperoxidkonzentration in mg/1 gegen die optische Dichte angefertigt.
Um die Säurelöslichkeit der zu testenden Pigmente zu bestimmen, gibt man 0,2 g des Pigments unter Rühren zu 10 ml Schwefelsäure (66° Be) bei 1750C Das Pigment wird 1 Stunde bei 1750C digeriert. Nach dem Digerieren wird die Probe abgeschreckt, indem man sie auf aus destilliertem Wasser erzeugte Eisstückchen giesst. Man verdünnt die Probe mit Wasser auf 100 ml und filtriert. 10 ml des Filtrats werden dann mit 2 ml 30 96igem Wasserstoffperoxid vermischt und mit 10 #iger Schwefelsäure auf 25 ml verdünnt. Nach 1 Stunde wird der Absorptionswert der Probe gegen eine Bezugsprobe bestimmt, welche durch Verdünnen von 2 ml 30%igem Wasserstoffperoxid mit 10biger Schwefelsäure auf 25 ml hergestellt wurde.
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Die Konzentration an löslichem TiOp wird anhand der in der vorgenannten Weise aufgestellten spektrophotometrischen Standardkurve aus der gemessenen optischen Dichte und dem Prozentanteil an löslichem TiOp bestimmt.
Der Glanz wird in folgender Weise bestimmt. Eine Ausgangszusammensetzung oder Pigmentpaste wird hergestellt, indem man 387 g des zu testenden TlOp-Pigments manuell mit 149|6 g eines Alkydharzes (Handelsprodukt "Syntex" 3145 von Celanese Coatings Co., 60 % N.V.), 9,4 g Butanol und 79 g eines handelsüblichen aromatischen Lösungsmittels (Handelsprodukt "Xylol" der Esso Standard Oil) vermischt. Man gibt das Gemisch dann in einen Behälter, stellt diesen in eine mit einer Sandmahlscheibe ausgestattete Vorrichtung und fügt 700 g Sand bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 500 Upm hinzu. Nach der Zugabe des gesamten Sandes fährt man mit dem Mahlen 5 Minuten bei 2750 Upm fort. Die Pigmentpaste wird vom Sand durch Filtration durch grobe und feine Siebe isoliert.
Die Pigmentpaste wird verarbeitet, indem man 100 g der Pigmentpaste mit 1,4 g eines handelsüblichen aromatischen Lösungsmittels ("Xylol"), 71,8 g Alkydharz ("Syntex" 3145), 38,5 g eines 55 % Feststoffe aufweisenden vernetzenden Melaminharzes (Handelsprodukt "Cymel" 248-8 von American Cyanamid), 12 g Schwerbenzin (Naphtha) und 1 g Butanol vermischt. Das resultierende Gemisch stellt das fertige Anstrichmittel dar. Um das Anstrichmittel für das Sprühen zu präparieren, versetzt man eine gegebene Gewichtsmenge des Anstrichmittels derart mit weiterem "Xylol", dass 50 ml innerhalb von 16 Sekunden durch einen Viskositätsbecher 10 F fliessen.
Das erhaltene Anstrichmittel wird so auf ein Aluminium-
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blech aufgesprüht, dass dieses visuell verdeckt wird, d.h. bis zu einer Fllmdicke von etwa 0,0305 mm (etwa 1,2 mils). Die flüchtigen Anteile werden vom Blech verdampft (flashed) oder man lässt das Blech 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit die flüchtigen Komponenten abdampfen können. Anschliessend wird das Aluminiumblech 45 Minuten bei 149°C eingebrannt.
Die Aluminiumbleche werden abkühlen gelassen und dann auf ein Glanzmessgerät gegeben, welches in einem Winkel von eingestellt wird. Der Glanz wird direkt vom Glanzmessgerät abgelesen.
Die Lichtempfindlichkeit des Pigments, gemessen am Grad der Graufärbung, wird dadurch bestimmt, dass man das Pigment während einer gegebenen Zeitspanne intensiver UV-Strahlung unterwirft und dann visuell das Ausmass bestimmt, mit welchem sich das Pigment relativ zu einem Standardgrau verfärbt hat. Zur Herstellung des zu testenden Pigments werden 0,5 g des Pigments mit 2,5 g basischem Carbonat von weissem Blei vermischt und auf eine reine Farbplatte übertragen. Zu dem Gemisch auf der Platte gibt man 0,75 ml Glycerin und reibt mit einem Glasverreiber. Dann gibt man das Gemisch zwischen zwei Glasplättchen und belichtet es durch das Glas mit einer Sonnenlampe (ungefilterte Überdruck-Quecksilberquelle) während 5 Minuten in einem Abstand von 3516 cm (14 in.). Zur Bestimmung des relativen Grauanteils vergleicht man dann das getestete Pigment visuell mit einem in deVselben Weise geprüften Standardpigment. Die getesteten Pigmente werden von 10 (dunkel) bis 0 (hell, keine Farbänderung) bewertet, wobei der Grad der Dunkelfärbung das Ausmass der Graufärbung anzeigt.
Die Bestimmung der Kreidung/Verblassung (chalk/fade) er-
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folgt nach der Methode, die von W.H. Dalger und W.H. Nadson in Journal of Paint Technology, Bd.39 (Juli 1967), Seiten 399 bis 410, beschrieben wird. Speziell werden die zur Erzielung der Werte der vorliegenden Anmeldung angewendeten Tests an Anstrichmitteln mit der folgenden Rezeptur vorgenommen.
Gramm TiO2-Pigment 48,0
blaues Kupferphthalocyaninpigment 6,0
(handelsübliches organisches Pigment von der Du Pont Company mit der Handelsbezeichnung "Ramapo" Blue BP-366-D)
Alkydharz 120,0
(handelsübliches Harz von der Celanese Coatings Company mit der Handelsbezeichnung »Syntex» 3833 50 # N.V.)
organisches Lösungsmittel mit einem Siedebereich von 160 bis 1930C 36,0
(handelsübliches Lösungsmittel von der Humble Oil and Refining Company mit der Handelsbezeichnung "Varsol" Nr.1)
»Xylol11 36,0
24 tfiger Bleinaphthenat-Trockenstoff 0,75
6 tfiger Kobaltnaphthenat-Trockenstoff 0,40 6 ?iiger Mangannaphthenat-Trockenstoff 0,20
Diese Bestandteile werden etwa 42 Stunden in einem rotierenden Glasgefäss, welches 400 g Glaskugeln mit einem Durchmesser von 12,7 cm (0,5 in.) enthält, gemahlen. Das erhaltene Anstrichmittel wird ohne Verdünnung zu Testzwecken auf Aluminiumbleche aufgesprüht.
Bei der Einwirkung wird der blaue Anstrichfilm abgebaut, und es bildet sich ein weisser Film auf der Oberfläche.
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Dies wird als "Kreidung" (chalking) bezeichnet. Das Ausmass der Kreidung wird bestimmt, indem man die Rotreflexion des Bleches in verschiedenen Intervallen misst. Die Rotreflexion steigt an, wenn die Kreidung fortschreitet. Um die angegebenen Werte zu bestimmen, setzt man die Bleche der Einwirkung einer Schnellbewitterungsvorrichtung aus, bis das Instrument einen festgelegten Wert anzeigt, welcher willkürlich eingestellt wird, um ein wohldefiniertes Kreidungsausmass anzuzeigen. Die Rotreflexion wird alle 100 Stunden gemessen und notiert. Ein geringer Wert der Δ-Rotreflexion ist erwünscht. Das zur Erzielung der Rotreflexion verwendete Gerät ist ein Reflektometer, welches durch einen Rotfilter auf die von der Blechoberfloche reflektierte Rotlichtintensität angepasst ist.
Die nachstehenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel
11 kg (24 lbs.) eines handelsüblichen Rutil-TiOg-Pigments mit einem Gehalt von 98,9 Gew.-# TiO2 und 1,1 Gew.-96 Al2O, hergestellt durch Dampfphasencooxidation von TiCl^ und AlCl,, wird mit 1,02 kg SbCl= (oder 4,3 <3ew.-#, berechnet als Sb2O,) vermischt und 1 Std. bei 650eC calciniert.
Beschichtung der TiO2-Pigmentzusammensetzung zur Glanzverstärkung.
3,63 kg (8 lbs.) der vorgenannten Pigmentzusammensetzung werden in 9,08 Ltr. Wasser bei 6O0C unter Verwendung einer Dampfschlange und unter ständigem Rühren aufgeschlämmt. Um 3 Gew.-96 Aluminiumoxid-hydrat auf die Pigmentzusammensetzung auszufällen, verdünnt man 273»6 nil einer NaAlO2-Lösung (333 gA) mi"t 273,6 ml Wasser und gibt die verdünnte Lösung unter Rühren zur Aufschlämmung. Der pH-Wert
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der Aufschlämmung wird während der NaAlOg-Zugabe mit Hilfe einer 1:1-HCl/HgO-Lösung (35 bis 38 % HCl) bei 8,5 gehalten. Die Aufschlämmung wird 30 Minuten bei 600C gehärtet und filtriert und der Filterkuchen 12 Std. bei 1200C getrocknet.
Um eine desaggregierte Pigmentzusammensetzung zu erhalten, mischt man den getrockneten Filterkuchen mit 0,3 Gew.-% Triäthanolamin (einem üblichen Zerkleinerungshilfsstoff) und leitet die Mischung durch eine StrahlenmUhle mit Dampf bei 2600C (5000F) bei einem Dampf/Pigment-Verhältnis von 3:1.
Die in der obigen Weise hergestellte Pigmentzusammensetzung wird auf den Glanz, die Graufärbung und die Dauerhaftigkeit aufgrund des Kreidungs/Verblassungs-Index relativ zu zwei handelsüblichen Standardproben getestet. Die erste Standardprobe (S-1) ist ein durch Dampfphasenoxidation von TiCl^ in Gegenwart von 1,1 % AlCl, hergestelltes TiOg-Pigment, welches einen Überzug aus 6 Gew.-% dichtem amorphem Siliciumdioxid und 2 Gew.-96 Aluminiumoxid-hydrat enthält. Die erste Standardprobe (S-1) wird in der Industrie als hoch dauerhaftes Pigment angesehen. Die zweite Standardprobe (S-2) ist ein durch Dampfphasencooxidation von TiCl^ in Gegenwart von 1,1 % Aluminiumoxid hergestelltes TiOp-Pigment, welches einen Überzug von 3 Gew.-9fi Aluminiumoxid-hydrat aufweist. Die zweite Standardprobe (S-2) ist in der Industrie für hohen Glanz bekannt, weist jedoch eine Dauerhaftigkeit und Lichtbeständigkeit auf, welche für viele Zwecke zu gering ist, bei denen Dauerhaftigkeit gegenüber der Kreidung bzw. Verblaesung erforderlich ist.
Tabelle I zeigt die Werte für diese Pigmente.
- 15 -
030025/0628
ORIGINAL INSPECTED
CH 1013
/f!
Glanz TABELLE I A-Rotre-
flexion
(1305 Std.
Einwirkung)
% Säure-
löslich
keit
70
52
75
12,1
12,0
18,1
2,3
2,8
30
getestetes
Pigment
Grau
färbung s-
grad
Kreidung/Verblassung
Beispiel 1
S-1
S-2
1
2
• 8
anfäng
liche
Rotre
flexion
7,2
7,1
7,4
Beispiele
2 bis 6
Das TiOp-Pigment wird gemäss Beispiel 1 hergestellt, ausgenommen, dass Anteile des resultierenden Pigments 1 Stunde bei der aus Tabelle II ersichtlichen Temperatur calciniert werden. Man misst die Säurelöslichkeit der erhaltenen Pigmente, um die Wirkung der Calciniertemperatur auf diese Eigenschaft zu bestimmen. Tabelle II zeigt die Resultate:
TABELLE II Säurelös
lichkeit
Beispiel Calciniertemperatur,
0C
30
2 * 125 25,5
3 250 1,5
k 400 0,7
5 500 0,4
6 650
- 16 -
030025/062«
ORIGINAL INSPECTED
CH 1013
Beispiele
7 bis 12
Das TiOg-Pigment wird gemäss Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass der Anteil des SbCIe so variiert wird, dass eine Reihe von Pigmenten erhalten wird, welche theoretisch 0,16 Gew.-56 AlSbO^ bis 3,75 Gew.-# AlSbO^ aufweisen. Man misst die Säurelöslichkeit dieser Pigmente, um die Wirkung des Prozentgehalts an AlSbO^ auf diese Eigenschaft der Pigmente zu bestimmen. Die jeweils verwendeten Anteile an SbCl5 und TiO^-Pigment, der Anteil an AlSbO4, welcher sich theoretisch bilden könnte-, und die Säurelöslichkeit sind aus Tabelle III ersichtlich.
TABELLE III
Bei- TiOg-Pigment sPiel (1,1 % Al2O3),g
53
53
53
106
212
212
SbCl, g
AlSbO.*, AlSbOy1, Säure-S r.~„ -S löslich
keit
Gew. -
3 2,04 3,75 0,4
2 1,36 2,50 2,6
1 . 0,68 1,25 11,1
1 0,68 0,63 15,5
1 0,68 0,32 20,9
0,5 0,34 0,16 30,2
»berechneter Wert unter der Annahme einer vollständigen Reaktion des AIpO, mit dem Antimonoxid.
Beispiele 13 bis 15 (bevorzugte AusfUhrungsform)
Eine Pigmentzusammensetzung der Erfindung wird hergestellt, indem man 96,5 g eines in Beispiel 1 beschriebenen, 1,1 %
- 17 -
030025/062«
ORIGINAL INSPECTED
CH 1013
AIpO, enthaltenden TiOp-Pigments mit 3»5 g teilchenförmigen SbpO, trocken vermischt. Man gibt das Gemisch für 1 Stunde bei 400 bis 65O0C in einen rotierenden Calcinierofen. Die Säurelöslichkeit und Röntgenstruktur der Pigmentzusammensetzung vor der Calcinierung und bei jeder Calciniertemperatur sind aus Tabelle IV ersichtlich. Die Säurelöslichkeit des aluminiumoxidhaltigen TiOp-Pigments als solchem beträgt 32, und das Röntgenbeugungsdiagramm entspricht der Rutilstruktur.
TABELLE IV Säurelös
lichkeit
Röntgen-
beugung
Beispiel Calciniertemperatur, 0C Sb20,/Rutil
13 Raumtemperatur 3,1 Rutil
14 400 0,65 Rutil
15 65O
Vergleichsbeispiele C-13, C-14 und C-15
Vergleichs-Pigmentzusammensetzungen (C-13» C-14 und C-15) werden exakt wie in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellt und calciniert, ausser dass das eingesetzte TiO2-Pigment kein Aluminiumoxid enthält. Die Daten für die Kontrollzusammensetzungen sind aus Tabelle V ersichtlich. Die Säurelöslichkeit des eingesetzten TiOp-Pigments, welches kein Aluminiumoxid enthält, beträgt 49, und die Struktur entspricht Rutil.
- 18 -
&30025/0626 original inspected
CH 1013
TABELLE V Röntgenbeugung
Vergleichs
beispiel
Calcinier-
temperatur, 0C
Säurelös-
lichkeit
Sb203/Rutil
Sb2OA/Rutil
Sb204/Rutil
C-13
C-14
C-15
Raumtemperatur
400
650
9,0
8,0
Die erfindungsgemässen Pigmentzusammensetzungen stellen ein hoch dauerhaftes, lichtechtes TiOp-Pigment dar, welches bei einer grösseren Vielzahl von Endgebrauchszwecken als herkömmliches Titandioxidpigment verwendet werden kann· Zur Herstellung des Pigments können herkömmliche Vorrichtungen verwendet werden, ohne dass Kosten für eine neue Vorrichtung anfallen.
ZUSAMMENFASSUNG
Lichtbeständige TiOp-Pigmentzusammensetzung, bestehend aus
Antimonoxid, wobei das
und das Anti
monoxid in fester Lösung mit dem TiO2 oder in Form von AlSbO^ oder einer Kombination der beiden vorliegen.
Ende der Beschreibung
- 19 -
030025/0626
ORIGINAL INSPECTED

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE
1. Pigmentteilchenzusammensetzung von Antimonoxid und Aluminiumoxid, gekennzeichnet durch ein Röntgenbeugungsdiagramm lediglich von Rutil an den Teilchenoberflächen sowie über die gesamten inneren Bereiche, bestehend aus 92 bis 99 Gew.-96 TiO2, 0,05 bis 2 Gew.-96 Al2O, und .0,1 bis 6 Gew.-# Antimonoxid, berechnet als Sb2O,.
2. Verfahren zur Herstellung einer Pigmentzusammensetzung von TiO2, Antimonoxid und Aluminiumoxid, dadurch gekennzeichnet , daß man ein Rutil-TiOp-Pigment, welches 0,05 bis 2 Gew.-96 Al2O, eingebaut enthält und ein Röntgenbeugungsdiagramm aufweist, welches lediglich eine Rutilstruktur anzeigt, mit Sb(OH),, Sb(OH)5, Sb2O, oder teilweise neutralisierten Produkten von SbCl, und SbCIc kontaktiert und die erhaltene Zusammensetzung bei einer Temperatur von 300 bis 15000C hitzebehandelt, um eine TiO2-Pigmentzusammensetzung zu bilden, welche ein Röntgenbeugungsdiagramm aufweist, das nur eine Rutilstruktur anzeigt.
- 1 030025/0626
ORIGINAL INSPECTED
CH 1013
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das TiO2-Pigment mit Sb(OH), oder teilweise neutralisiertem SbCl, kontaktiert, indem man eine wäßrige Aufschlämmung von SbCl, oder Sb(OH), und TiOg-Pigment erzeugt und den pH-Wert der Aufschlämmung zur Ausfällung des Sb(OH), oder teilweise neutralisierter Produkte auf das TiO2 erhöht.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das TiO2-Pigment mit Sb(OH)5 oder teilweise neutralisiertem SbCIc kontaktiert, indem man eine wäßrige Aufschlämmung des SbCl5 oder Sb(OH)5 und von TiO2-PIgment erzeugt und den pH-Wert der Aufschlämmung zur Ausfällung des Sb(OH)5 oder teilweise neutralisierter Produkte erhöht.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die TiOg-Pigmentzusammensetzung mit Sb2O, kontaktiert, indem man das TiO2-Pigment mit teilchenförmigen» Sb2O, trocken vermischt und auf eine Temperatur von 300 bis 6500C erhitzt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das TiO2-Pigment und Sb2O, kontaktiert, während man gleichzeitig eine Hitzebehandlung bei einer Temperatur von 650 Bis 15000C für 5 bis 30 Sekunden durchführt.
030025/062*
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