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DE2948275C2 - - Google Patents

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Publication number
DE2948275C2
DE2948275C2 DE2948275A DE2948275A DE2948275C2 DE 2948275 C2 DE2948275 C2 DE 2948275C2 DE 2948275 A DE2948275 A DE 2948275A DE 2948275 A DE2948275 A DE 2948275A DE 2948275 C2 DE2948275 C2 DE 2948275C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate
spring
binding according
ski
ski binding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2948275A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2948275A1 (de
Inventor
Ralf Dipl.-Ing. Storandt
Manfred Ing.(Grad.) Richert
Georg Dipl.-Ing. 7250 Leonberg De Scheck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Geze Sport International GmbH
Original Assignee
Geze Grundstuecks und Beteiligungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geze Grundstuecks und Beteiligungs GmbH filed Critical Geze Grundstuecks und Beteiligungs GmbH
Priority to DE19792948275 priority Critical patent/DE2948275A1/de
Priority to AT0567380A priority patent/AT371734B/de
Priority to US06/210,615 priority patent/US4394032A/en
Priority to CS808193A priority patent/CS819380A2/cs
Priority to FR8025258A priority patent/FR2470620B1/fr
Priority to JP16945080A priority patent/JPS5689278A/ja
Publication of DE2948275A1 publication Critical patent/DE2948275A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2948275C2 publication Critical patent/DE2948275C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C9/00Ski bindings
    • A63C9/08Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings
    • A63C9/086Ski bindings yieldable or self-releasing in the event of an accident, i.e. safety bindings using parts which are fixed on the shoe of the user and are releasable from the ski binding

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Plattensicherheitsskibindung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei einer mit zwei relativ zueinander beweglichen Platten ausgestatteten Sicherheitsskibindung dieser Art (DE-OS 23 24 078, DE-OS 24 01 729) ist eine der beiden Plat­ ten skifest, während die andere, relativ dazu wenigstens um eine zwischen den Platten liegende Querachse verschwenkbare Platte als das Schuhfesthaltesystem tragende Sohlenplatte ausgebildet ist. Da das Auslösesignal in Abhängigkeit von dem Drehmoment um die zwischen den Platten liegende Querachse gebildet wird, entspricht es nicht vollständig in der gewünschten Weise dem gefährlichen Biegemoment am Bein des Skifahrers. Die Stelle, an der das auf das Skifahrerbein einwirkende Biegemoment gemessen werden soll, liegt nämlich im Gebiet des Schuhschaftrandes geringfügig innerhalb des Schuhs. In Skilängsrichtung befindet sich diese Stelle zwi­ schen Ballen und Ferse des Skischuhs und zwar bevorzugt etwa in der Mitte zwischen Ballen und Fersenbereich. In Höhenrich­ tung kann die Lage der Stelle, wo das auf das Skifahrerbein wirkende Biegemoment um eine Querachse gemessen werden soll, auch deutlich über den oberen Schuhschaftrand gelegt werden. Allgemein kann die bevorzugte Lage der Meßachse als etwas oberhalb des Knöchels liegend angegeben werden.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Plattensicherheitsskibindung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, welche bei einem vorbestimmten Biegemoment um die durch die etwas oberhalb des Knöchels liegende Stelle des Skifahrerbeins verlaufende Querachse auslöst, ohne daß am Ort dieser Querachse selbst eine Beanspruchungsmessung vorgenommen wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des kennzeichnen­ den Teils des Patentanspruches 1 vorgesehen.
Erfindungsgemäß erhält also die Platte außer um die zwischen Sohlenplatte und Skioberfläche sowie unterhalb des Knöchels liegende Querachse auch noch einen federnden Bewegungsfrei­ heitsgrad in Skilängsrichtung. Bei einer Sicherheitsauslö­ sung wird somit nicht nur das durch die in Höhenrichtung wir­ kende Auslösekraft bedingte Moment berücksichtigt, sondern auch dasjenige Moment, welches durch die in Skilängsrichtung an der Platte angreifende Kraft bedingt ist. Die Abhängig­ keit der Auslösung allein von dem Biegemoment um die kritische Stelle des Skifahrerbeins etwas oberhalb des Knöchels wird also dadurch bedingt, daß die Sohlenplatte unterhalb der betreffenden Stelle des Skifahrerbeines begrenzt um die Querachse schwenk- und in Skilängsrichtung verschiebbar abge­ stützt ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Un­ teransprüche gekennzeichnet.
Die Erfindung kann vorteilhafterweise auch bei einer Plat­ tenskibindung angewendet werden, bei der die Sohlenplatte auch noch um eine die Querachse zumindest annähernd schnei­ dende Hochachse begrenzt gegen eine sie auf die Normallage zu vorspannende Federkraft verschwenkbar ist und bei der der Wegfühler auch auf die Verschwenkung der Sohlenplatte um die Hochachse anspricht. Eine derartige Lösung ist im Anspruch 3 definiert.
Eine bevorzugte Abstützung der Sohlenplatte am Ski unterhalb des Knöchels ist durch Anspruch 4 definiert. Grundsätzlich kann jedoch jedes die geforderten Freiheitsgrade liefernde Lager, z. B. auch Gleitführungen oder andere elastische Ele­ mente wie Gummipuffer verwendet werden.
Im Bereich der Abstützung der Sohlenplatte brauchen keine Federkräfte auf die Sohlenplatte übertragen zu werden. Die mit einer Blattfeder arbeitende Ausführungsform bezweckt also nicht die Erzeugung wesentlicher Rückstellkräfte an der Soh­ lenplatte, sondern lediglich die Abstützung der Sohlenplatte derart, daß eine begrenzte Schwenkbarkeit um eine Querachse und eine Hochachse wie eine begrenzte Längsverschiebung in beiden Richtungen möglich ist. Es können jedoch höhere Rück­ stellkräfte vorliegen, sofern sie konstant sind, da sie bei­ der Auslegung der Bindung berücksichtigt werden können.
Bei der Ausführungsform nach Anspruch 8 wird die Sohlenplat­ te von den Haltestücken normalerweise in ihrer Normallage ge­ halten. Erst wenn in einer der beiden entgegengesetzten Rich­ tungen der Schrägführung oder gegebenenfalls der Querführung Kräfte auftreten, die die vorbestimmten Auslösewerte über­ schreiten, können die Haltestücke gegen die Federkraft ausweichen. Mit anderen Worten halten die Haltestücke die Soh­ lenplatte bis zum Erreichen der Auslösewerte unverrückbar in ihrer normalen Betriebslage.
Auch bei der mechanischen Ausführungsform der Erfindung soll bei Überlagerung von Biege- und Torsionsmomenten eine Berück­ sichtigung der Beinbruchhypothese erfolgen. Dies geschieht vorzugweise gemäß Anspruch 21. Die Entlastung erfolgt dabei zweckmäßig bis auf einen bestimmten Bruchteil des maximalen Torsionsauslösemomentes beim maximalen Biegemoment, wobei die genannten Bruchteile vorzugsweise gleich sind und z. B. 75 % betragen.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer hydraulisch arbeitenden Plattensicherheitsski­ bindung,
Fig. 1a eine vereinfachte Abwandlung der Schrägführung,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht des Gegen­ standes der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2,
Fig. 5 eine Draufsicht des an der Schuhsohle zu befesti­ genden Schuhbeschlages, der vom Schuhfesthalte­ systems gehalten ist,
Fig. 6 eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 5 nach Linie VI-VI,
Fig. 7 eine schematische, teilweise geschnittene Draufsicht des hinteren Teils der Bindung nach den Fig. 1, 2,
Fig. 8 eine teilweise geschnittene Draufsicht der für die Querauslösung maßgebenden Haltekolbenanordnung bei der Bindung nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 9 eine teilweise geschnittene Draufsicht einer mechanisch arbeitenden Ausführungsform der Plattensicher­ heitsskibindung,
Fig. 10 einen Schnitt nach Linie X-X in Fig. 9,
Fig. 11 einen Schnitt nach Linie XI-XI in Fig. 9 und
Fig. 12 eine bevorzugte Kennlinie der Plattensicher­ heitsskibindung in der die Abhängigkeit des Auslösetorsionsmomentes vom Auslösebiege­ moment wiedergegeben ist.
Nach den Fig. 1, 5 und 6 ist etwa im Bereich der durch die am meisten bruchgefährdete, etwas oberhalb des Knöchels liegende Stelle 15 des Skifahrerbeins 16 gelegte Hochachse 24 an der Schuhsohle 53 des Skischuhs 54 ein plattenförmiger Schuhbe­ schlag 55 befestigt, welcher an beiden Seiten seitlich über die Schuhsohle 53 vorsteht und dort mit den Seitenbacken 56, 57 eines Schuhfesthaltesystems in Eingriff steht, das an einer Sohlenplatte 11 angebracht ist, auf der der Skischuh 54 ruht. Die Seitenbacke 56 ist relativ zur Sohlenplatte 11 fest angeordnet, während die Seitenbacke 57 um die Längs­ achse 58 seitlich ausschwenken kann, um die Schuhsohle 53 freizugeben. Über ein im wesentlichen in einer horizontalen Ebene bewegliches Kniehebelsystem 59, 60 wird die aus­ schwenkbare Seitenbacke 57 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise beaufschlagt. Die eine Lasche 59 des Kniehebelsystems ist an der rechten Seite der Sohlenplatte 11 um eine vertikale Achse 61 schwenkbar angelegt, während die über das Kniehebel­ gelenk 62 angelenkte Lasche 60 sich unterhalb der Längsdreh­ achse 58 in einer kugelpfannenartigen Ausnehmung 63 der aus­ schwenkbaren Seitenbacke 57 abstützt (Fig. 2, 4 und 6).
Das Kniegelenk 62 des Kniehebelsystems 59, 60 wird über eine Druck­ stange 64 von einer Schraubendruckfeder 65 beaufschlagt, die sich an einem Widerlager 66 abstützt. Die Feder 65, der an der Druckstange 64 angebrachte Widerlagerflansch 67 und das Federwiderla­ ger 66 sind in einem U-förmig geformten Käfig 68 untergebracht. Das Widerlager 66 stützt sich über eine Rolle 69 an einem stangen­ förmig ausgebildeten Auslöser 20 ab.
Von der Rolle 69 erstrecken sich seitlich nach entgegengesetzten Seiten Zapfen 70 durch Langlöcher 71 in den Seitenwänden des Kä­ figs 68 und Langlöcher 72 in Stoßlaschen 73 eines Handbe­ tätigungshebels 74, welcher um die Querachse 75 schwenkbar am Ende der Sohlenplatte 11 hinter der Hinterkante der Schuhsohle 53 gelagert ist.
Der Auslöser 20 ist ebenfalls um die Querachse 75 schwenkbar an der Sohlenplatte 11 angelenkt. Über die Schwenkachse 75 hinaus erstreckt sich ein Wegfühler 19, welcher mit einem abgerundeten Vorsprung in eine kulissenartige Ausnehmung 76 in einen gehäuse­ festen Lagerbock 13 eingreift und sich an deren Grund abstützt. Durch die Abstützung des Meßfühlers 19 in der Kulissenvertiefung 76 wird der Auslöser 20 in Ausrichtung mit der Rolle 69 gehalten. Hierdurch wird die Feder 65 soweit zusammengedrückt, daß die Querstifte 70 vom Grunde des Langloches 71 abheben und gegenüber diesem einen gering­ fügigen Abstand a haben. Die Federkraft wird nunmehr voll über die Druckstange 64 auf das Kniehebelsystem 59, 60 übertragen, so daß dessen Laschen gespreizt werden und über die kugelpfannenartige Ausnehmung 63 eine Schließ­ kraft auf die Seitenbacke 57 ausgeübt wird, aufgrund der die Seitenbacke die aus Fig. 5 und 6 ersichtliche Position einnimmt.
Die Stoßlaschen 73 sind am Handöffnungshebel 74 über einen im wesentlichen unterhalb der Drehachse 75 liegenden Ge­ lenkstift 78 angelenkt. Der Ge­ lenkstift 78 erstreckt sich quer zur Skilängsrichtung und ist vorzugsweise in einer um die Achse 75 kreisförmi­ gen Kulissenbahn 79 der Sohlenplatte geführt.
Das den Auslöser 20 und den Wegfühler 19 tragende Bauteil 81 weist außerdem einen sich im wesentlichen unter einem rechten Winkel zu den beiden anderen Armen erstreckenden Fortsatz 80 auf, der mit dem Gelenkstift 78 derart zu­ sammenarbeitet, daß beim Anheben des Handöffnungshebels 74 in Richtung des Pfeiles f in Fig. 1 der Gelenkstift 78 mit dem Fortsatz 80 in Eingriff kommt, wodurch das Bauteil 81 in Fig. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Hierdurch kommt die Berührungsfläche 77 des Auslösers 20 außer Eingriff mit der Rolle 69, so daß die gespannte Feder 65 über das Widerlager 66 die Rolle 69 nach hinten be­ wegen kann, bis die Querstifte 70 nach Fig. 2 das hintere Ende der Langlöcher 71 erreicht haben und dort anschlagen. Der Federkäfig 68 wird jetzt seinerseits soweit nach hinten bewegt, bis sein Boden 68′ zur Anlage an dem Flansch 67 kommt. Nunmehr ist die Feder 65 wirkungslos, da ihre bei­ den Enden am gleichen Bauteil, nämlich dem Federkäfig 68 abgestützt sind.
Der Abstand a zwischen den Querstiften 70 und dem hinte­ ren Ende der Langlöcher 71 sowie der Abstand b (Fig. 2) des Flansches 67 vom Boden 68′ des Federkäfigs 68 sind so zu bemessen, daß nach dem Herabschwenken des Auslö­ sers 20 durch das Hochziehen des Handöffnungshebels 74 die Rolle 69 auf die obere Anlagefläche 81′ des Bauteils 81 gelangt. Auf diese Weise wird auch nach dem Loslassen des nach oben geschwenkten Handöffnungshebels 74 der ausgelöste Zustand der Bindung beibehalten. Die Seitenbacke 57 kann jetzt durch seitliches Schwenken des Schuhs oder durch Heben des Schuhs 54 kraftlos ausgeschwenkt werden, wobei die Rolle 59 entlang der oberen Anlagefläche 81′ nach hinten gleitet.
Aus den Fig. 1 und 2 ist weiter ersichtlich, daß das Bau­ teil 81 durch eine Schenkelfeder 82, welche sich einerseits am Bauteil 81 und andererseits am vorderen Rand des Gelenk­ stiftes 78 abstützt, im Uhrzeigersinn, d. h. in Richtung der Schließlage vorgespannt.
Das Langloch 72 in den Stoßschenkeln 73 muß nach hinten so lang sein, daß die Öffnungsbewegung der Seitenbacke 57 un­ ter Zurückstoßen der Rolle 69 auf der Anlagefläche 81′ ungehindert vonstatten gehen kann.
Das Einsetzen des Schuhs in die Bindung geht so vor sich, daß der Schuh auf die Sohlenplatte 11 mit dem Anschlag 55 zwischen den Backen 56, 57 aufgestellt wird.
Wird jetzt der Handöffnungshebel 74 in Richtung des Pfeils F in Fig. 1 nach unten gedrückt, so werden über den Gelenkstift 78 die Stoßlaschen 73 nach vorn gestoßen, bis das hintere Ende des Langloches 72 zur Anlage an den Querstiften 70 kommt. Von nun an werden die Rolle 69, das Widerlager 66, der Käfig 68, die Feder 65, die Druckstange 64 und das Hebel­ system 59, 60 nach vorn bewegt, wenn der Handöffnungshebel 74 weiter nach unten geschwenkt wird. Diese Bewegung erfolgt weitgehend kraftfrei, bis die Seitenbacke 57 am Schuhbeschlag 55 seitlich anstößt. Jetzt bleibt die Druckstange 64 mit dem Kniehebelsystem 59, 60 stehen, während die Querstifte 70 unter Zusammendrückung der Feder 65 weiter nach vorn bewegt werden. Hierbei he­ ben die Querstifte 70 von dem Grunde der Langlöcher 71 ab, und die Abstände a und b gemäß Fig. 2 werden wieder her­ gestellt.
Sobald die Anlagefläche 77 des Auslösers 20 sich hinter dem Mittelpunkt der Rolle 69 befindet, bewegt die Kraft der Schenkelfeder 82 das Bauteil 81 im Uhrzeigersinn. So­ bald die Rolle 69 vollständig vor der Anlagefläche 77 zu liegen kommt, gelangt das Bauteil 81 so wieder in die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Position, bei der der Meß­ fühler 19 voll in die Kulissenvertiefung 76 eingreift, während der Auslöser 20 sich in Höhe des Mittelpunktes der Rolle 69 befindet. Wird der Handöffnungshebel 74 jetzt losgelassen, so bewegt sich dieser unter dem Einfluß der gleichen Schenkelfeder 82 wieder in die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Ausgangslage zurück, in der das rechte Ende des Langloches 72 von den Querstiften 70 abgehoben ist. Die Druckstange 64 stützt sich jetzt wieder über die Aus­ lösefeder 65 und die Rolle 69 voll gegen den Auslöser 20 ab. Die Bindung ist wieder geschlossen.
Der Kniehebelmechanismus 59, 60 ist in einem Hohlraum 84 der Sohlenplatte 11 untergebracht, während der beschriebene Auslösemechanismus innerhalb eines weiteren Hohlraumes 83 der Sohlenplatte 11 angeordnet ist. Die einzelnen Bauteile sind hierdurch gegen äußere Einflüsse geschützt.
Die am meisten bruchgefährdete Stelle 15 des Skifahrerbeins 16 befindet sich nach Fig. 1 im Abstand D = 6-7 cm unter dem Schuhschaft­ rand zwischen dem vorderen und hinteren Ende des Schuh­ schaftes. Im wesentlichen unterhalb der bruchgefährdeten Stelle 15 ist die Sohlenplatte 11 gemäß den Fig. 1, 2 und 4 mit einem unteren Hohlraum 85 versehen. Von den Seiten­ begrenzungen dieses Hohlraums 85 aus erstreckt sich eine Blattfeder 23 mit im wesentlichen vertikal verlaufender Blattfläche zu einem am Ski 12 befestigten Lager 22, wo sie bei 86 am Lager befestigt ist. Aufgrund dieser Aus­ bildung kann die Platte 11 relativ zu der Lagerung um eine Querachse 17 geringfügig ver­ schwenkt werden. Auch eine geringfügige Verschwenkung um die mittlere Hochachse 24 ist nach beiden Seiten möglich. Von besonderer Bedeutung ist es, daß die Sohlenplatte 11 relativ zu dem Lager 22 auch geringfügig nach vorn und hin­ ten verschoben werden kann.
Die Blattfeder 23 stellt eine einfache kardanartige Lagerung dar. Auf die bei einer Verformung der Blattfeder 23 auftre­ tenden Federkräfte kommt es hierbei nicht an.
Für die Erfindung ist es wesentlich, daß das Lager 22 nicht zu nahe an der Schuhspitze 14 und nach Möglichkeit unterhalb der bruchgefährdeten Stelle 15 bzw. unterhalb des Knöchels angeordnet ist.
Hinter dem hinteren Schuhende ist die Sohlenplatte 11 an einer Schrägführung gelagert, welche aus zwei im Lagerbock 13 befestigten Zapfen 18 besteht, die sich in einer vertikalen Längsebene von vorn nach hinten schräg nach oben unter einem Winkel erstrecken, dessen Cotangens etwa gleich dem Verhält­ nis des Abstandes z (Fig. 1) der bruchgefährdeten Stelle 15 von der Sohlenplatte zum horizontalen Abstand y der Querachse 17 von der Schrägführung ist. Auf den skifesten Führungsstangen 18 sitzen drehbar und axial ver­ schiebbar Rollen 26, welche mit ihren kreiszylinderförmi­ gen Außenumfängen in vertiefte Rollbahnen 27 einer innen am Sohlenhalter 11 angeordneten Querführung 21 eingreifen. Die Rollbahnen 27 erstrecken sich quer zur Skilängsrichtung, so daß außer einer geringfügigen Gleitmöglichkeit des Endes der Sohlenplatte entlang der Führungsstangen 18 auch eine beschränkte seitliche Ausweichmöglichkeit nach beiden Sei­ ten gegeben ist. Aufgrund der Schrägführung 18 und der Quer­ führung 21 ist die Sohlenplatte 11 mit ihrem hinteren Ende geringfügig schräg und seitlich verschiebbar, wobei die Blattfeder 23 die hierfür erforderliche Nachgiebigkeit im Bereich der Lagerung am Ski 12 gewährleistet.
Nach Fig. 1a ist die Schrägführung durch ein entsprechend schräg angeordnetes Langloch 18′ im Lagerbock 13 verwirklicht, in dem ein mit der Sohlenplatte 11 verbundener Führungsstift 25 gleiten kann.
Um die Sohlenplatte 11 in einer definierten Fahrposition zu halten, sind in parallel zu der Schrägführung 18 verlaufen­ den Zylindern 30 im Lagerbock 13 einander gegenüberliegende und durch einen mit inkompressiblem Druckmittel gefüllten Hydraulikraum 31 voneinander getrennte Halte­ kolben 28, 28′ vorgesehen, welche mit ihren voneinander abge­ wandten Stirnflächen 87, 87′ an Stoßflächen 88, 88′ anliegen, welche an der Innenseite der Sohlenplatte 11 vorgesehen sind. Seitliche Anschlagstifte 39 an den Kolben 28, 28′ laufen in Langlöchern 40 des Lagerbockes 13, welche sich ebenfalls par­ allel zu der Schrägführung 18 erstrecken.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Position befinden sich die Haltekolben 28, 28′ in ihrer ausgefahrenen Lage, in der sie fest an den Lagerflächen 88, 88′ anliegen. Ein weiteres Aus­ fahren der Kolben wird durch das Anschlagen der Anschlagstifte 39 am Ende des Langloches 40 verhindert. Jeweils einer der Kolben 28, 28′ kann sich jedoch aufgrund entsprechender Er­ streckung der Langlöcher 40 und bei geeigneter Beaufschlagung mit einer Auslösekraft nach innen zum Hydraulikraum 31 hin be­ wegen. Die Beaufschlagung der beiden Kolben 28, 28′ nach Fig. 1 mit einem Auslösedruck läßt sich am einfachsten aus Fig. 1a erkennen.
Über eine Leitung 89 ist der Hydraulikraum 31 mit einem weite­ ren Zylinder 34 verbunden, welcher auch in Fig. 2 dargestellt ist. In diesem Zylinder 34 befindet sich ein Auslösekolben 32, welcher durch eine mittels einer Verstellschraube 90 in ihrer Vorspannung verstellbare Feder 33 beaufschlagt und gegen den Boden des Zylinders 34 gedrückt ist. In dieser Position liegt in dem Hydraulikraum 31 praktisch kein Druck vor. Die beiden Kolben 28, 28′ befinden sich bei Abwesenheit irgendeiner sie nach innen drückenden Kraft in ihrer äußersten, durch die An­ schlagstifte 39 und die Langlöcher 40 begrenzten Lage und wer­ den durch das Druckmittel und den Auslösekolben 32 in dieser Normallage gehalten. Entsprechend halten durch einen mit in­ kompressiblem Druckmittel gefüllten Hydraulikraum 31′ getrennte, in einem querverlaufenden Zylinder 30′ angeordnete Haltekolben 29, 29′ über Stirnflächen 92, 92′ die Sohlenplatte 11 gegen Torsions­ kräfte in einer Normallage.
Aus den Fig. 2 und 7 ist ersichtlich, daß die Beaufschlagung des Hydraulikraums 31′ mit einem inkompressiblen Druckmittel in ana­ loger Weise wie bei der Biegemomentauslösevorrichtung nach Fig. 1a erfolgt. Der Hydraulikraum 31′ ist über eine Leitung 89′ mit ei­ nem Zylinder 34′ verbunden, der im Lagerbock 13 ausgebildet ist. In dem Zylinder 34′ befindet sich ein axial verschiebbarer Aus­ lösekolben 32′, welcher in der Darstellung der Fig. 7 an dem der Leitung 89′ zugewandten Boden des Zylinders 34′ anliegt. Von der entgegengesetzten Seite her ist der Auslösekolben 32′ durch eine Auslösefeder 33′ beaufschlagt, welche von einer Verstell­ schraube 90′ mehr oder weniger vorgespannt werden kann. Durch geeignete Einstellung der Verstellschraube 90′ kann in dem Hy­ draulikraum 31′ derjenige Auslösedruck vorherbestimmt werden, bei dem einer der Haltekolben 29, 29′ aufgrund einer auf ihm nach innen wirkenden Kraft unter Ausweichen des Auslösekolbens 32′ und Zusammendrückung der Auslösefeder 33′ in den Hydraulik­ raum 31′ hineingleiten kann. Ebenso wie die Haltekolben 28, 28′ für die Biegeauslösung durch die Anschlagstifte 39 in ihrer Be­ wegung nach außen begrenzt sind, ist das in nicht gezeigter Weise auch bei der Torsionsauslösevorrichtung nach den Fig. 2 und 7 der Fall. Die beiden Figuren zeigen die am weitesten aus­ gefahrenen Positionen der Haltekolben 29, 29′. Bei Abwesenheit irgendeiner sie nach innen drückenden Kraft werden die Halte­ kolben 29, 29′ durch die Auslösefeder 33, den Auslösekolben 32′ und das Druckmittel in dieser Lage gehalten.
Die Fig. 1, 1a und 7 zeigen außerdem jeweils ein an die Ver­ bindungsleitung 89 bzw. den Hydraulikraum 31 und 31′ ange­ schlossenes Rückschlagventil 35, 35′, das über eine Verbin­ dungsleitung 91 zu einem zylinderartigen Speicherraum 36 führt. In diesen Speicherraum 36 ist ein von einer Feder 38 beauf­ schlagter Kolben 37 axial verschiebbar und mit deutlichem Ab­ stand vom Boden des Speicherraums 36 angeordnet. Nach Fig. 1 sind beide Rückschlagventile 35, 35′ über eine gemeinsame Ver­ bindungsleitung 91 an einen einzigen Speicherraum 36 angelegt.
Der von der Feder 38 beaufschlagte Kolben 37 hält in dem Spei­ cherraum 36 einen von der Kraft der Feder 38 abhängigen gerin­ gen Druck aufrecht. Der Speicherraum 36 enthält eine Druckmit­ tel-, insbesondere Ölreserve für beide Auslösesysteme. Sinkt der Druck in einem der Hydraulikräume 31, 31′ auf Null oder unter einen vorbestimmten niedrigen Grunddruck ab, so öffnet das zugeordnete Rückschlagventil 35, 35′, und es wird Druck­ mittel so lange in den betreffenden Hydraulikraum 31 bzw. 31′ nachgeliefert, bis alle Leckverluste ausgeglichen sind und wieder der für die Funktionsfähigkeit des Systems erforder­ liche und durch die Feder 38 bestimmte Minimaldruck erzielt ist. Dieser Minimaldruck soll so gering wie möglich sein, um Leckverluste beim Nichtgebrauch der Bindung auf ein Minimum herabzusetzen.
Während eines Auslösevorganges erhöht sich der Druck in den Hydraulikräumen 31 bzw. 31′, wodurch das zugeordnete Rück­ schlagventil 35, 35′ in Schließrichtung beaufschlagt wird. Ein erhöhter Druck in den Hydraulikräumen 31, 31′ kann sich also nicht in den Ausgleichsraum 36 fortsetzen.
Die erfindungsgemäße Bindung eignet sich besonders dazu, ein der Beinbruchhypothese eng angenähertes Auslöseverhalten zu realisieren. In Fig. 12 ist ein der Beinbruchhypothese ent­ sprechendes ideales Auslöseverhalten durch eine strichpunk­ tierte Linie dargestellt. Fig. 12 stellt die Abhängigkeit des Torsionsmomentes MT (um eine Hochachse) in Abhängigkeit von dem Biegemoment Mb (um die Querachse) dar. Bei Momenten im inneren Bereich B der strichpunktierten Kennlinie soll der Schuh von der Bindung festgehalten werden, während bei auf der strichpunktierten Linie vorhandenen Momentenpaaren die Aus­ lösung erfolgen soll. Im äußeren Bereich A der Kurve hat die Bindung in jedem Fall ausgelöst.
Im folgenden wird anhand der Fig. 2 und 8 beschrieben, wie die ideale Kennlinie durch eine Modifikation der erfindungsgemäßen Sicherheitsskibindung so angenähert werden kann, wie es die in ausgezeichneten Linien dargestellte eckige Auslösekurve wieder­ gibt. Es kommt demnach darauf an, daß die Größe des Biegeaus­ lösemomentes Mb von einer bestimmten Torsionskraft ab herab­ gesetzt wird und daß das Torsionsauslösemoment Mt ab einer be­ stimmten Biegekraft abnimmt.
Zu diesem Zweck ist nach Fig. 2 und 8 der mit einer axialen Zylinderbohrung versehene Auslösekolben 32 verschiebbar zum Hilfskolben 42 angeordnet. Eine Anschlagschulter 94 begrenzt die Bewegung des Hilfskolbens 42 in Richtung der Auslösebewe­ gung des Kolbens 32. Der Hilfskolben 42 ist von einer Hilfs­ feder 41 beaufschlagt, die sich erfindungsgemäß an der glei­ chen Verstellmutter 90 abstützt wie die Auslösefeder 33.
Über eine Hydraulikleitung 95 ist die von der Hilfsfeder 41 abgewandte Stirnfläche des Hilfskolbens 42 druckmäßig mit dem Hydraulikraum 31′ für die Torsionsauslösung verbunden.
Für den Fall, daß eine Auslösung um die durch die bruchgefährdete Stelle 15 verlaufende Querachse erfolgt und nicht gleich­ zeitig ein Druck im Hydraulikraum 31′ vorliegt, erfolgt die Aus­ lösung unter Zurückdrängen des Auslösekolbens 32 gegen die Kraft der Feder 33 in der üblichen Weise. Die Anschlagschulter 94 hebt hierbei von dem Hilfskolben 42 ab, und dieser verbleibt in sei­ ner durch die Hilfsfeder 41 bestimmten Position nach den Fig. 2 und 8.
Tritt aber aufgrund einer Torsionsbeanspruchung des Skifahrer­ beines im Hydraulikraum 31 ein ausreichend hoher Druck auf, welcher beispielsweise 75% des Auslösedruckes entspricht und zur Zusammendrückung der Hilfsfeder 41 ausreicht, so drückt der Hilfskolben 42 über die Anschlagschulter 94 mehr oder weniger auf den Haltekolben 32 und unterstützt so die Zusammendrückung der Auslösefeder 33. Die Biegeauslösung erfolgt also bei einem von dem Druck im Hydraulikraum 31′ abhängigen erniedrigten Druck im Hydraulikraum 31.
Dieses Verhalten ist in der in ausgezeichneten Linien dargestell­ ten Kennlinie in Fig. 12 veranschaulicht. Danach ist bis zum Er­ reichen von 75% des Torsionsauslösemomentes das 100%ige Biege­ moment Mb zur Erreichung einer Auslösung erforderlich. Oberhalb des Knickpunktes K der Kurve, also zwischen 75 und 100% des für die Auslösung erforderlichen Torsionsmomentes Mt nimmt dann das Auslösebiegemoment Mb stetig ab, bis es bei 100%igem Torsionsauslösemoment Mt nur noch 75% des ohne Torsionskraft erforderlichen 100%-Biegemomentes beträgt. Bei Biegemomenten unter 75% des Auslösewertes ist dann das 100%ige Torsions­ moment Mt für die Torsionsauslösung erforderlich.
Überraschend ist, daß innerhalb des Torsionsauslösemechanismus nach Fig. 7 mit Ausnahme der Abzweigung der Leitung 95 (Fig. 8) keinerlei zusätzliche Maßnahmen für die Herabsetzung des Tor­ sionsauslösemomentes bei Vorhandensein eines einen bestimmten Wert (75%) übersteigenden Biegemomentes erforderlich sind. Er­ reicht nämlich das Biegemoment Mb beispielsweise 75% des Aus­ lösewertes ohne gleichzeitige Torsionskraft, so wird nach Fig. 12 das für die Auslösung erforderliche Torsionsmoment mit von 75% auf 100% zunehmendem Biegemoment Mb linear auf 75% abnehmen. Dies liegt daran, daß erfindungsgemäß sowohl Torsions- als auch Biegemomente gemeinsam ein einziges Auslösesignal hervorrufen. Es ist daher gleichgültig, ob ein bestimmtes Torsionsmoment (beispielsweise 75% des Auslösewertes) das Auslösebiegemoment herabsetzt oder umgekehrt.
Erfindungsgemäß ist jedoch der Hilfskolben bewußt in den Biege­ auslösemechanismus mit dem Auslösekolben 32 hineingelegt worden. Hierdurch kann der Torsionsauslösemechanismus nach Fig. 7 den einfachst denkbaren Aufbau erhalten. Insbesondere sind die bei einer Bewegung der Kolben 29, 29′ und 32′ auftretenden Gleit­ reibungskräfte auf ein Minimum herabgesetzt. Nach einer Bewe­ gung dieser Kolben ist somit beim Nachlassen einer Torsions­ kraft eine schnelle und vollständige Rückstellung in die Nor­ mallage gewährleistet. Dies ist für das Torsionsauslöseverhal­ ten einer Sicherheitsskibindung außerordentlich wichtig.
Wie aus Fig. 12 ersichtlich ist, kann durch geeignete Wahl der Lage des Knickpunktes K eine gute Annäherung der Auslöse­ kennlinie an die die Beinbruchhypothese berücksichtigende ideale strichpunktierte Kurve erfolgen. Die Anordnung des Knickpunktes K bei 75% des Auslösewertes ist bevorzugt, kann jedoch auch bei jedem anderen Prozentwert beispiels­ weise bei 50% erfolgen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Plattensicherheits­ skibindung nach den Fig. 1 bis 8 ist wie folgt:
Die Handöffnung mittels des Hebels 74 ist bereits oben be­ schrieben worden, ebenso wie das Schließen der Bindung durch Niederdrücken des Handöffnungshebels 74 in Richtung des Pfei­ les F.
Wird durch eine Drehmomentausübung um die durch die bruchge­ fährdete Stelle 15 gehende Querachse einer der Kolben 28, 28′ aufgrund einer Überschreitung des Auslösewertes gegen den Druck im Hydraulikraum 31 unter Zusammendrückung der Auslösefeder 33 bewegt, so wird der Wegfühler 19 aus der Kulissenvertiefung 76 herausgehoben und die Rolle 69 entsprechend freigegeben, worauf die Bindung geöffnet ist. Da die Kulissenvertiefung 76 nach Fig. 2 auch in seitlicher Richtung wirksam ist, erfolgt eine Auslösung auch dann, wenn sich aufgrund einer übermäßigen Tor­ sionskraft am Skifahrerbein einer der seitlich wirksamen Kolben 29, 29′ gegen den Druck am Hydraulikraum 31′ und unter Zusammen­ drückung der Auslösefeder 33′ verschiebt.
Bei der Überlagerung eines Biegemomentes um die Querachse 15 und eines Torsionsmomentes um die Hochachse 24 wird die Bein­ bruchhypothese, wonach eine gegenseitige Beeinflussung von Biege- und Torsionskräften vorliegt, aufgrund der speziellen Ausbildung nach den Fig. 2 und 8 so berücksichtigt, wie das in Fig. 12 veranschaulicht ist.
Der Auslösekolben 32 bestimmt den Auslösewert bei einem das Bein des Skifahrers gefährdenden Biegemoment Mb um die durch die Stelle 15 gehende Querachse. Wirkt gleichzeitig ein Tor­ sionsmoment, so wirkt der Druck in dem Hydraulikraum 31′, der der Größe der Torsion proportional ist, nach Fig. 2 und 8 ge­ gen den kleinen Hilfskolben 42. Dieser Kolben 42 wird jedoch keine Kraft auf den großen Kolben 32 ausüben, solange er noch nicht die Kraft der Feder 41 überwindet. Erst wenn der über die Leitung 95 zugeführte Druck im Torsions-Hydraulikraum 31′ groß genug ist (vorzugsweise 75% der maximal zulässigen Torsions­ kraft = Knickpunkt K in Fig. 12) überwindet der Hilfskolben 42 die Kraft der Feder 41 und drückt mit seiner überschüssigen Kraft zusätzlich auf den Kolben 32. Wenn jetzt gleichzeitig ein Biegemoment um die durch die bruchgefährdete Stelle 15 verlaufende Querachse einwirkt, wird die Auslösefeder 33 bereits bei einem niedrigeren Biegemoment zusammengedrückt und die Bindung ausgelenkt sowie ausgelöst. Die Vorspannung der Hilfsfeder 41 legt somit die Lage des Knickpunktes K fest, ab dem die gewünschte Erniedrigung des Biegemomentes erfolgt. Von besonderem Vorteil ist es dabei, daß unabhängig vom ein­ gestellten Auslösewert der Knickpunkt immer beim gleichen Prozentwert liegt, da die Federn 41, 33 von der gleichen Stell­ schraube 90 beaufschlagt werden und somit zwangsläufig immer gemeinsam verstellt werden. Entsprechend wird das Torsions­ auslösemoment bei Biegemomenten oberhalb 75% des Maximal­ wertes linear bis minimal 75% des Ausgangswertes herabgesetzt.
Aufgrund der beschriebenen Anordnung der Schrägführung 18 und der Abstützung unterhalb der bruchgefährdeten Stel­ le 15 erfolgt die Auslösung der Bindung immer in Abhängigkeit von einem durch Einstellung der Schraube 90 vorherbestimmten Biegemoment um die durch die bruchgefährdete Stelle 15 ver­ laufende Querachse, sofern nicht durch Überlagerung eines Tor­ sionsmomentes dieses Biege-Auslösemoment bewußt unterschritten wird, um der Beinbruchhypothese Rechnung zu tragen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9 bis 11 sind das Schuhfesthaltesystem, die Halterung der Sohlenplatte 11 bei 22, 23 sowie die Schrägführung 18 und die Querführung 21 ebenso wie bei dem vorangehenden Ausführungsbeispiel ausge­ bildet. Gleiche Bezugszahlen bezeichnen entsprechende Teile wie in den Fig. 1 bis 8. Der einfacheren Darstellung halber ist der Auslösemechanismus, soweit er nicht anders ausgebil­ det ist als in den Fig. 1 bis 8, nur andeutungsweise dargestellt.
Die Vorspannung des hinteren Teils der Sohlenplatte 11 auf diese Normallage zu erfolgt jedoch bei dem Ausführungsbei­ spiel nach den Fig. 9 bis 10 durch mechanische Mittel. Diese bestehen bezüglich der Biegeauslösung um die durch die bruch­ gefährdete Stelle 15 gehende Querachse aus zwei in den Fig. 9 und 10 gezeigten Schwenkhebeln 43, 43′, welche um Querachsen 96, 97 am skifesten Lagerbock 13 schwenkbar angebracht sind. Über Rollen 45, 45′ greifen die Schwenkhebel 43, 43′ an ent­ gegengesetzten Seiten einer sich quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Schiene 46 an. Sowohl die Schiene 46 als auch die Ebene der Rollen 45, 45′ erstrecken sich parallel zu der Schrägführung 18. In einer im folgenden im einzelnen zu be­ schreibenden Weise üben die Schwenkhebel 43, 43′ auf die gegen­ überliegenden Seiten 98, 99 der Schiene 46 eine Haltekraft aus.
Die Schwenkhebel 43, 43′ weisen über die Querachsen 96, 97 hin­ aus vorstehende Hebelarme 100, 101 auf, welche gemäß Fig. 10 so abgewinkelt sind, daß ihre Enden im wesentlichen in gleicher Höhe über der Oberseite der Ski 12 und genau hintereinander­ liegen. Die Arme 100, 101 greifen in Ausschnitte 102 bzw. 103 innerhalb einer Zugstange 47 ein, welche sich in Skilängsrich­ tung erstreckt und durch Biegeauslösefedern 33 und 41 beaufschlagt ist. Die Feder 33 stützt sich mit ihrem vorderen Ende am Lagerbock 13 und mit ihrem hinteren Ende an einer Stell­ schraube 90 ab, die zwecks Verstellung der Federvorspannung auf das hintere Ende der Zugstange 47 aufgeschraubt ist. An der Stellschraube 90 befindet sich auch das eine Widerlager der zweiten Auslösefelder 41.
Aufgrund dieser Ausbildung werden die beiden Schwenkhebel 43, 43′ von ein und demselben Federpaar 33, 41 gegeneinander geschwenkt und zur Anlage an den entgegengesetzten Flächen 98, 99 der Schie­ ne 46 gebracht. Hierdurch wird die Sohlenplatte 11 entlang der Schrägführung 18 in eine Normallage vorgespannt.
Nach den Fig. 9 und 11 ist neben der Zugstange 47 und der sie vorspannenden Auslösefeder 33 und 41 im seitlichen Abstand eine weitere Zugstange 48 angeordnet, welche durch eine Tor­ sionsauslösefeder 33′ nach hinten vorgespannt ist. Eine Stell­ schraube 90′ ermöglicht wieder die Verstellung der Vorspannung der Torsionsauslösefeder 33′.
Am vorderen Ende der Zugstange 48 sind um eine Hochachse schwenk­ bar zwei zu einem einheitlichen Bauteil vereinigte Schwenkhebel 44, 44′ angelenkt, welche über beidseitig des Gelenks 104 vor­ handene Kippkanten 49 am Lagerbock 13 anliegen. Aufgrund der Wirkung der Auslösefeder 33′ wird das Bauteil 44, 44′ gegen beide Kippkanten 49 gezogen.
Die Schwenkhebel 44, 44′ greifen von entgegengesetzten Seiten an einem axialen Fortsatz 105 der Sohlenplatte 11 an. Da die Schwenkhebel 44, 44′ durch die Feder 33′ in die aus Fig. 9 ersichtliche Mittellage vorgespannt werden, wird die Sohlen­ platte 11 an ihrem hinteren Ende durch die Schwenkhebel 44, 44′ in einer Mittellage gehalten.
Nach Fig. 11 ist der axiale Fortsatz 105 an seinem mit den Schwenkhebeln 44, 44′ in Eingriff stehenden Ende so abgeschrägt, daß die Abschrägung parallel zur Schrägführung 18 verläuft. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß bei einer Bewegung der Sohlen­ platte entlang der Schrägführung 18 die Schwenkhebel 44, 44′ in Eingriff mit dem Fortsatz 105 der Sohlenplatte 11 verbleiben. Umgekehrt erstreckt sich - wie bereits oben erwähnt - die Schie­ ne 46 quer zur Skilängsrichtung, so daß auch bei Torsionsbewe­ gungen der Sohlenplatte 11 der Eingriff zwischen den Rollen 45, 45′ und der Schiene 46 erhalten bleibt.
Eine Beeinflussung der Biegeauslösung durch die Torsions­ auslösung im Sinne der Beinbruchhypothese gemäß Fig. 12 wird dadurch gewährleistet, daß sich nach Fig. 9, 10 zwischen den Zugstangen 47, 48 ein Paar von Laschen 52 erstreckt, wel­ che an einem Ende um eine Hochachse 106 schwenkbar am Lager­ bock 13 angebracht sind. Das andere Ende jeder Schwenklasche 52 steht über ein sich in Querrichtung erstreckendes Lang­ loch 107 in Verbindung mit dem Gelenk 104 zwischen Zugstange 48 und den Bauteilen 44, 44′.
Auf der Zugstange 47 sitzt nach Fig. 9 ein darauf axial ver­ schiebbarer Federteller 50, welcher durch die zweite Auslöse­ feder 41 gegen eine Anschlagstufe 51 gedrückt ist. Die Feder 41 stützt sich wie die erste Auslösefeder 33 an der Verstell­ schraube 90 ab, so daß die Vorspannungen beider Federn wieder gemeinsam verstellt werden.
Nach hinten vorspringende Nocken 108 an den Schwenklaschen 52 können mit der Vorderfläche des Federtellers 50 in Eingriff treten, wenn der Federteller 50 sich minimal in Richtung der Laschen 52 bewegt.
Die Funktion der Ausführungsform nach Fig. 9 bis 11 ist ana­ log der nach dem vorangehenden Ausführungsbeispiel.
Im Falle einer Bewegung der Sohlenplatte 11 entlang der Schräg­ führung 18 wird jeweils einer der beiden Schwenkhebel 43, 43′ unter Zusammendrückung der Auslösefeder 33 ausgeschwenkt, so­ bald die Vorspannung der Auslösefeder 33 überwunden ist. Der jeweils andere Schwenkhebel 43′ bzw. 43 schwenkt dabei in der entgegengesetzten Richtung und kommt somit von der zugeordne­ ten Anlagefläche 98 bzw. 99 der Querschiene 46 frei. Durch das Ausschwenken des betreffenden Schwenkhebels 43, 43′ wird ein Rückstellmoment auf die Sohlenplatte 11 in Richtung der Normal­ lage ausgeübt. Bei entsprechend großer Auslenkung kommt der Wegfühler 19 wieder aus der Kulissenvertiefung 76 frei und die Bindung löst in der oben anhand der Fig. 1 bis 8 beschrie­ benen Weise aus.
Im Falle eines auf die Sohlenplatte 11 wirkenden Torsions­ momentes wird das Bauteil 44, 44′ in der entsprechenden Richtung ausgelöst, sobald die Vorspannung der Auslösefeder 33′ überwunden ist. Dabei kippt das Bauteil 44, 44′ um eine der Kippkanten 49. Die Rollen 45, 45′ rollen hierbei entlang der Schiene 46. Bei einer entsprechend großen Torsionsschwenk­ bewegung kommt wieder der Wegfühler 19 aus der Kulissenver­ tiefung 76 frei und löst die Bindung aus.
Die Lasche 52 ermöglicht es, daß gemäß Fig. 12 der Wert für die Torsionsauslösung mit zunehmender Biegeauslösung und um­ gekehrt abnimmt. Wird nämlich aufgrund einer minimalen Auslöse­ bewegung um die durch die bruchgefährdete Stelle 15 gehende Querachse die Zugstange 47 um ein infinitesimales Stück nach vorn bewegt, so kommt der Federteller 50 zur Anlage an den Nocken 108 der Laschen 52. Der Federteller 50 hebt jetzt von der Anschlagstufe 51 ab, und die Kraft der zweiten Auslösefe­ der 41 wird über die Lasche 52 auf das Gelenk 104 und damit auf die Zugstange 48 übertragen.
Nunmehr wirkt im Biegeauslöseteil die volle Auslösekraft der beiden Federn 33, 41, während die Torsionsauslösekraft ent­ sprechend der von der Feder 41 über den Federteller 50 auf die Laschen 52 übertragenen Kraft abnimmt.
Findet umgekehrt eine Torsionsauslösung statt, so entfernen sich die Nocken 108 von dem Federteller 50, so daß sich die­ ser an der Anschlagstufe 51 der Zugstange 47 abstützt und die Wirkung der Feder 41 neutralisiert ist. Es wirkt jetzt auf den Biegeauslösemechanismus nur noch die Auslösefeder 33.
Sofern das Kräfteverhältnis der Federn 41 und 33 so wie 25 : 75 verhält, wird also während einer Torsionsauslösung das Biege­ auslösemoment auf 75% des Maximalwertes herabgesetzt, wie das Fig. 12 zeigt.
Das Hebelverhältnis der Laschen 52 ist so zu wählen, daß im Falle einer Biegeauslösung der Kraft der Torsionsauslösefeder 33′ gerade um soviel entgegengewirkt wird, daß die Torsions­ auslösekraft insgesamt auf 75% des Maximalwertes herabgesetzt wird. Es wird dann exakt der Kennlinienverlauf nach Fig. 12 erreicht.

Claims (22)

1. Plattensicherheitsskibindung mit einer am Ski um wenig­ stens eine quer zur Skilängsachse und parallel zum Ski im wesentlichen unterhalb des Knöchels verlaufende Querachse gegen eine Normallage-Haltefederkraft geringfügig verschwenkbar angebrachten, ein zwischen einer Schließ- und einer Öffnungslage bewegbares Schubfesthaltesystem tragen­ den Sohlenplatte mit einem zwischen Sohlenplatte und Ski parallel zu der Normallager-Haltefederkraft wirksamen Weg­ fühler, welcher auf einen Auslöser einwirkt, der bei einem vorbestimmten Schwenkwinkel der Sohlenplatte einen Auslöseweg zurücklegt und das Schuhfesthaltesystem frei­ gibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohlenplatte (11) nicht nur um die Querachse (17) schwenkbar, sondern auch in Skilängsrichtung begrenzt ver­ schiebbar am Ski (12) gelagert ist, daß in Skilängsrich­ tung in einem horizontalen Abstand (y) von der Querachse (17) zwischen der Sohlenplatte (11) und dem Ski (12) bzw. einem skifesten Lagerbock (13) eine in der Vertikallängs­ ebene liegende, in Richtung von der Querachse (17) weg an­ steigende Schrägführung (18, 18′) vorgesehen ist, und daß der Wegfühler (19) mit der Schrägführung (18, 18′) in einer derartigen Wirkverbindung steht, daß der Auslöser (20) nach einem vorbestimmten Verschiebeweg der Sohlen­ platte (11) das Schuhfesthaltesystem freigibt.
2. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Cotangens des Win­ kels der Schrägführung (18, 18′) relativ zur Skilängsrich­ tung im wesentlichen gleich dem Verhältnis des Abstandes (z) einer etwas oberhalb des Knöchels liegenden Stelle (15) von der Sohlenplatte (11) zum horizontalen Abstand (y) der Querachse (17) von der Schrägführung (18, 18′) ist.
3. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Sohlenplatte auch noch um eine die Querachse zu­ mindest annähernd schneidende Hochachse begrenzt gegen eine Normallage-Haltefederkraft verschwenkbar ist und bei der der Wegfühler auch auf die Verschwenkung der Sohlen­ platte um die Hochachse anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Schräg­ führung (18) auch noch eine Querführung (21) vorgesehen ist.
4. Plattensicherheitsskibindung nach einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung der Sohlenplatte (11) im Bereich der Querachse (17) eine senkrecht auf der Skioberseite stehen­ de, sich zwischen ihr und einem skifesten Lager (22) quer zur Skilängsrichtung erstreckende Blattfeder (23) er­ folgt.
5. Plattensicherheitsskibindung nach einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägführung aus wenigstens einem Langloch (18) be­ steht, in dem ein Führungsstift (25) gleitet.
6. Plattensicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägführung durch entsprechend schräg angeordnete ski­ feste Führungsstangen (18) gebildet ist, auf denen an der Sohlenplatte (11) befestigte Gleitstücke (26) angeordnet sind.
7. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitstücke Rollen (26) sind, welche in sich quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Rollbahnen (27) der Sohlenplatte (11) ge­ führt sind.
8. Plattensicherheitsskibindung nach einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Sohlenplatte (11) und dem skifesten Lager­ bock (13) Haltestücke (28, 29; 43, 44) vorgesehen sind, welche oberhalb einer vorbestimmten Auslösekraft in einer Richtung parallel zu der Schrägführung bzw. der Querfüh­ rung gegen die Normallage-Haltefederkraft ausweichen können.
9. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestücke im La­ gerbock (13) angaordnete hydraulische Haltekolben (28, 28′; 29, 29′) sind, welche von einem inkompressiblen Druckmittel beaufschlagt sind, das bei Erreichen der Aus­ lösekraft gegen die Normallage-Haltefederkraft ausweichen kann.
10. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Schräg­ führung zwei Haltekolben (28, 28′) gegenüberliegend in einem gemeinsamen Zylinder (30) angeordnet sind und mit ihren voneinander abgewandten Stirnflächen die Sohlenhal­ teplatte (11) beaufschlagen, in dieser Richtung in ihrer Bewegung durch Anschläge (39) begrenzt sind und mit ihren gegenüberliegenden Stirnflächen an einen Hydrau­ likraum (31) angrenzen, der hydraulisch mit einem in einem Zylinder (34) angeordneten, federbeaufschlagten Auslösekolben (32) in Verbindung steht.
11. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 9 oder 10, da­ durch gekennzeichnet, daß auch parallel zu der Querführung (21) zwei Haltekolben (29, 29′) gegen­ überliegend in einem gemeinsamen Zylinder (30′) ange­ ordnet sind und mit ihren voneinander abgewandten Stirn­ flächen die Sohlenplatte (11) beaufschlagen, in dieser Richtung in ihrer Bewegung durch Anschläge begrenzt sind und mit ihren gegenüberliegenden Stirnflächen an einen Hydraulikraum (31′) angrenzen, der hydraulisch mit einem in einem Zylinder (34′) angeordneten, federbeaufschlag­ ten Auslösekolben (32′) in Verbindung steht.
12. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydrau­ likraum (31, 31′) über ein Rückschlagventil (35, 35′) mit einem Druckmittelspeicherraum (36) verbunden ist.
13. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltekol­ ben (32′) für die Schrägführungsauslösung mit zunehmen­ dem Druck im Hydraulikraum (31′) der Torsionsauslösung entlastbar ist.
14. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Haltekolben (32′) für die Schrägführungsauslösung ein von einer eige­ nen Feder (41) beaufschlagter, an den Haltekolben (32) anschlagender Hilfskolben (42) angeordnet ist, welcher von dem Druck im Hydraulikraum (31′) der Torsionsauslö­ sung beaufschlagt ist.
15. Plattensicherheitsskibindung nach den Ansprüchen 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte­ stücke am Lagerbock (13) angeordnete Schwenkhebel (43, 44) sind.
16. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schwenkhebel (43, 43′) parallel zur Schrägführung (18) gegen Federkraft entgegengesetzt ausschwenkbar angeordnet sind.
17. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schwenkhebel (43, 43′) über Rollen (45, 45′) von entgegengesetzten Seiten an einer plattenfesten Schiene (46) anliegen, welche sich parallel zur Querführung (21) erstreckt.
18. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhe­ bel (43, 43′) mit einem weiterten Arm an eine Zugstange (47) angeschlossen sind, welche von einer Feder (33) be­ aufschlagt ist.
19. Plattensicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vorzugsweise zu einem Bauteil vereinigte Schwenkhebel (44, 44′) parallel zur Querführung (21) entgegengesetzt gegen Federkraft ausschwenkbar angeordnet sind.
20. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (44, 44′) an eine von einer Feder (33′) beaufschlagte Zugstan­ ge (48) angeschlossen und durch diese gegen Kippkanten (49) gezogen sind.
21. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (44, 44′) ab einem vorbestimmten Bruchteil des maxi­ malen Auslösebiegemomentes mit weiter zunehmendem Biege­ moment zunehmend entlastbar sind.
22. Plattensicherheitsskibindung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß an einer ersten Zug­ stange (47) eine Feder (41) vorgesehen ist, welche einen Federteller (50), der normalerweise von der Feder (41) gegen einen Anschlag (51) der Zugstange (47) gedrückt ist, ab dem genannten Bruchteil des Auslösemomentes gegen eine Schwenklasche (52) drückt, welche die Schwenk­ hebel (44, 44′) bei zunehmendem Biegemoment zunehmend entlastet.
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