DE2948120C2 - Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einer inselförmigen Halbleiterschicht auf einem isolierenden Substrat und Verfahren zur Herstellung eines derartigen Isolierschicht-Feldeffekttransistors - Google Patents
Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einer inselförmigen Halbleiterschicht auf einem isolierenden Substrat und Verfahren zur Herstellung eines derartigen Isolierschicht-FeldeffekttransistorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einer inselförmigen Halbleiterschicht, die
auf einer Hauptoberfläche eines isolierenden Substrats angeordnet ist und eine von diesem abgewandte
Oberfläche aufweist, mit einer Source- und einer Drain-Zone, die unter Freilassung einer zwischen ihnen
liegenden Kanalzone in die inselförmige Halbleiterschicht von deren Oberfläche aus so weit eindiffundiert
sind, daß sie die Hauptoberfläche des Substrats erreichen, mit einer Source-Elektrode auf der Source-Zone,
einer Drain-Elektrode auf der Drain-Zone und einer durch eine Isolierschicht isolierten Gate-Elektrode
oberhalb der Kanalzone auf einem zur Hauptoberfläche des Substrats parallelen ersten Flächenbereich der
Oberfläche der inselförmigen Halbleiterschicht.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Isolierschicht-Feldeffekttransistors.
Ein Isolierschicht-Feldeffekttransistor (IG FET) des vorstehend genannten Typs ist beispielsweise aus
Electronics, Ausgabe vom 26. Mai 1977, Seiten 99—105, bekannt Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil
anwendbar für einen IG FET mit einer Silizium-Halbleiterschicht, die auf einem Saphir- oder Spinelsubstrat
(im folgenden abgekürzt als SOS für Silicon on Sapphire oder Spinel) epitaktisch gezüchtet ir.t
IG FET's der vorstehend genannten Art konnten in jüngster Zeit in ihrer Leistungsfähigkeit wesentlich
verbessert werden. Besonders für die Schaltkreisintegration ist es eine wichtige Technik geworden, die
Kapazität von Verdrahtungsebenen, die jeweils Transistoren oder ähnliches miteinander verbinden, durch
voneinander isoliertes Anordnen einer Vielzahl von Transistoren auf einem isolierenden Substrat von
hohem Widerstand zu reduzieren. Auf der anderen Seite muß die Kapazität der Transistoren in sich reduziert
werden. Zu diesem Zweck · wurde allgemein eine Methode zum Ausbilden der Source- und Drain-Zone in
einem sich bezüglich des Gates selbstjustierenden Prozeß vorgeschlagen. Aber auch mit diesem sogenannten
»Selbstjustier«-Verfahren (self-aligning process), in dem eine Gate-Elektrode aus polykristallinem Silizium
als Maske zum Ausbilden der Source- und Drain-Zone benutzt wird, würde die Überlappung zwischen der
Gate-Elektrode und den Source- bzw. Drain-Zonen durch seitliehe Diffusion annähernd gleich der Dicke der
Siliziumschicht werden, wenn die Source- und Drain-Zonen so tief ausgebildet werden, daß sie bis zur
Verbindungsfläche zwischen Saphir und Silizium reichen. Die von dieser Überlappung verursachte Kapazität
wird deshalb groß, und die dynamische Leistungsfähigkeit des Transistors verschlechtert sich. Es ist zwar
nur nötig, die Silizium-Einkristallschicht oder die
Halbleiterschicht dünn zu machen, um ein solches Überlappen aufgrund seitlicher Diffusion zu reduzieren.
Die Kristalleigenschaften einer Halbleiterschicht hängen aber stark von ihrer Dicke ab, so lange diese Dicke
ein bestimmtes Maß unterschreitet Im allgemeinen wird ein Reduzieren der Dicke unter dieses bestimmte Maß
eine Verschlechterung der Kristalleigenschaften und folglich der Leistungsfähigkeit des Transistors, der unter
Verwendung einer solchen Halbleiterschicht gebaut ist, verursachen. Zürn Beispiel muß nach der heutigen ι ο
Technik ein auf einem Saphirsubstrat gezüchteter Siliziumkristall mindestens 200 nm dick sein, und im
allgemeinen werden Siiiziumschichten mit einer Dicke von 500 nm bis 1 um verwendet Zusätzlich ist im Falle
von auf halbisolierenden GaAs-Substrat gezüchteten GaAs-Schichten eine Reduzierung der Stärke begrenzt
im Hinblick auf Zonen mit variabler Störstellenkonzentration, Haftstellen auf der Grenzschicht, Gleichmäßigkeit
der Dicke einer Epitaxieschicht, Reproduzierbarkeit usw.
Wenn auf der anderen Seite die Source- und Drain-Zonen so ausgebildet werden, daß sie, um das
Überlappen zwischen Gate-Elektrode und Source- und Drainzone zu verringern, nicht bis zum isolierenden
Substrat hinunterreichen, dann wird die Kapazität des pn-Übergangs zwischen dem Unterteil dieser Gebiete
und der Halbleiterschicht vergrößert.
Da in letzter Zeit die Verwirklichung eines Transistors mit einer Gate-Länge von ungefähr 500 nm, die
eine hohe Schaltgeschwindigkeit zuläßt, möglich geworden
ist, muß das oben erwähnte Anwachsen der Kapazität vermieden werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen IG FET der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine
möglichst geringe Überlappung zwischen der Gate-Elektrode und der Source- bzw. Drain-Zone bei
gleichzeitig möglichst geringer Kapazität des pn-Übergangs zwischen diesen Zonen und der Halbleiterschicht
aufweist und eine einfache Herstellung, insbesondere auch in großer Anzahl in integrierten Schaltkreisen,
zuläßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Isolierschicht-Feldeffekttransistor
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der
inselförmigen Halbleiterschicht im Bereich der Source- und Drainzone neben dem ersten Oberflächenbereich
liegende zweite Oberflächenbereithe, die in einem geringeren Abstand als der erste Oberflächenbereich
parallel zur Hauptoberfläche des Substrats verlaufen, sowie die ersten und zweiten Oberflächenbereiche
verbindende Seitenfläch<;nbereiche aufweist, und daß
die Source- und Drain-Zone durch die zweiten Oberflächenbereiche und die Seitenflächenbereiche so
eindiffundiert sind, daß sie unterhalb der zweiten Oberflächenbereiche die Hauptoberfläche des Substrats
erreichen.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die inselförmige Halbleiterschicht in den Bereichen, wo die
Source- und Drain-Zonen eindiffundiert werden, eine geringere Dicke hat und die Source- und Drain-Zone
daher das Substrat erreichen können, bevor durch seitliche Diffusion eine zu große Überlappung mit der
Gate-Elektrode entstanden ist, während andererseits unterhalb der Gate-Elektrode eine ausreichend große
Schichtdicke für die Ausbildung ausreichend guter t>5
Kristalleigenschaften zur Verfügung steht.
Da die Halbleiterschicht im Hinblick auf ihre Kristalleigenschaften ei.;j Dicke von 200 nm oder mehr
haben muß, sollte der Abstand i\ von der Hauptaberflüche des isolierenden Substrats zur Oberfläche der
Kanalzone und der Oberfläche der ersten Teile der Source- und Drainzonen 200 nm oder größer sein.
Ferner, wenn der Abstand zwischen der Hauptfläche des isolierenden Substrats und der Oberfläche der
zweiten Teile von Source- und Drain-Zone durch fj dargestellt wird, sollte der effektive Bereich des
Dickenverhältnisses 3>t\/ti>\,5 sein. Dieses Verhältnis
ist von der Tatsache abgeleitet, daß mit Sicht auf den heutigen Stand der Lithographie für VLSI (very large
scale integration) das Überlappen ungefähr 100 nm sein sollte, und daß, wenn die Dicke C2 zu klein ist, der
Widerstand zur Kanalzone zu groß wird, während auf der anderen Seite, wenn die Dicke zu groß wird, der
Effekt der Kapazitätsreduktion der Überlappung nicht wirksam wird.
Gemäß einer bevorzugten Auiführungsform der
Erfindung haben die seitlichen Oberflächenbereiche einen geneigten Verlauf, und der durch das Eindiffundieren
der Source- und Drain-Zone en' -,iandene pn-Übergang
in der Halbleiterschicht verlauf: ppralle! zu diesen
geneigten seitlichen Oberflächenbereichen.
Die Erfindung sieht auch ein Verfahren zur Herstellung eines Isolierschicht-Feldeffekttransistors
der vorstehend genannten bevorzugten Ausführungsform vor, bei dem auf der Hauptfläche eines
isolierenden Substrats eine Siliziumschicht in Inselform, darauf eine Gate-Isolierschicht, auf dieser eine Gate-Elektrodenschicht
und über dieser eine Ätzmaskenschicht ausgebildet werden, die Ätzmaskenschicht,
Gate-Elektrodenschicht und Gate-Isolierschicht selektiv zur Freilegung der Siliziumschicht weggeätzt
werden, Störstellen in die freigelegte Siliziumschicht zur Ausbildung der Source- und Drain-Zone in solchem
Maße eindiffundiert werden, daß sie die Hauptoberfläche des Substrats erreichen, und auf der Source- und
Drain-Zone Source- und Drain-Elektroden aufgebracht werden. Ein solches Verfahren ist erfipdungrgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß die Siliziumschicht derart ausgebildet wird, daß ihre Oberfläche in einer
(lCO)-Ebene verläuft, und daß die freigelegte Siliziumschicht
mit einem selektiven Ätzmittel, dessen Ätzgeschwindigkeit für {100(-Ebenen größer als für (i 11)-Ebenen
ist, zur Ausbildung einer Mesaform der Siliziumschicht geätzt wird, so daß ein erster Oberflächenbereich
in der {lOOf-Ebene unterhalb der Gate-Isolierschicht,
zweite Oberflächenbereiche in der {lOOJ-Ebene, die beiderseits des ersten Oberflächenbereichs und mit
geringerem Abstand als dieser von der Hauptoberfläche des isolierenden Substrats liegen, sowie Seitenflächenbereiche
in der {11 If-Ebene, die den ersten Oberflächenbereich
mit den zweiten Oberflächenbereichen verbinden, pebildet werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahr.-.e auf die
Figuren näher erläutert.
F i g. 1 und 2 zeigen jeweils einen Querschnitt durch einen IG FET in SOS-Bauweise herkömmlicher Art;
F i g. 3A ist eine Draufsicht auf eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform;
F i g. 3B ist ein Querschnitt entlang der Linie P-B'von
F i g. 3A in Richtung der Pfeile;
Fig.4 bis 7 sind Querschnitte, die eine Folge von
Herstellungsschritten eines IG FET entsprechend der ersten erfindungsgeir.äßen Ausführungsform zeigen;
Fig. 8 bis 11 sind jeweils Querschnitte, die eine zweite
bis fünfte erfindungsgemäße Ausführungsform zeigen.
F i g. 1 und 2 zeigen IG FET's in herkömmlicher Bauweise, bei denen eine Insel von einer Halbleiterschicht
eines Leitungstyps auf einem isolierenden Substrat 16, 26 gebildet ist, wobei in dieser Insel eine
Source-Zone 14, 24 und Drain-Zone 13, 23 jeweils des > anderen Leitungstyps durch ein selbstjustierendes
Verfahren durch Benutzung einer Gate-Isolierschicht 12, 22 und einer Gate-Elektrode 11,21 aus polykristallinem
Silizium als Maske ausgebildet sind. Eine Kanalzone 15,25 des einen Leitungstyps liegt zwischen in
der Source-Zone und der Drain-Zone.
Im herkömmlichen Aufbau von Fig. 1 ist die Tiefe
des pn-Übergangs flach gewählt, um die Kapazität der Überlappung /.wischen Gale-Elektrode 11 und Source-
und Drain-Zonen 14 und 13 /u reduzieren. Aber wie aus ι;
F i g. I zu sehen ist. gibt es eine Zone der einen
Leitungsart unter den Zonen 13 und 14, und folglich wird die Kapazität des pn-Übergangs zwischen den Zonen 14
und 13 und der Zone der einen Leitungsart groß.
Auf der anderen Seite sind in der herkömmlichen _>n
Bauweise von F i g. 2 die Zonen 23 und 24 so lief ausgeformt, daß sie das isolierende Substrat 26
erreichen, und so ist die Kapazität des pn-Übergangs zwischen den Zonen 24 und 23 und der Zone 25 stark
reduziert im Vergleich zur herkömmlichen Art aus F ig. 1, aber im Gegensatz zur herkömmlichen Bauweise
von F i g. 1 ist die Gate-Überlappung über Source bzw. Drain vergrößert.
Erste Ausführungsfnrm
c jn
Die F i g. 3A und 3B zeigen eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform, in der eine Halbleiterschicht 30
eines Leitungstyps in Inselform auf der Hauptoberfläche eines isolierenden Substrats 36 ausgebildet ist. und in
dieser Halbleiterschicht 30 eine Source-Zone 34 und eine Drain-Zone 33 jeweils des anderen Leitungstyps
durch Benutzung einer Gate-Isolierschicht 32 als Maske ausgebildet sind. Λ ie aus diesen Figuren zu sehen ist, ist
im Vergleich zur Höhe f. der ersten Teile 34' und 33' der
Source- und Drain-Zone, die an der Kanalzone 35 liegen, die Dicke i2 der zweiten Teile 34" und 33" dieser
Zonen, die mit den Verdrahtungsschichten 38 und 39 verbunden sind, dünner. Deshalb ist trotz der Tatsache,
daß diese Zonen das isolierende Substrat erreichen, das Ausmaß der seitlichen Diffusion so klein, daß die
Überlappung zwischen Source- und Drain-Zonen und der Gate-Elektrode 31 verringert ist und so auch die
Kapazität reduziert ist. Zudem hat in dieser erfindungsgemä3en Ausführungsform, da der IG FET durch ein
Herstellungsverfahren, wie später beschrieben, hergestellt ist, die Gate-Elektrode 31 ihre seitliche Länge /,
wie in Fig. 3B zu sehen ist. eingeengt im Vergleich zur
Isolierschicht 32, und so wird die Überlappungskapazität noch kleiner.
Im dargestellten IG FET ist die Länge /, der Gate-Isolierschicht 32 1,6 μπι und, da dip Gate-Elektrode
im Herstellungsverfahren seitlich um 0.3 μΐη abgeätzt
wird, ist die seitliche Länge / der Gate-Elektrode 31 1,0 μΐη. Da die Source- und Drain-Zonen durch die
Seitendiffusion bei ihrer Herstellung 0,4 um unter die M) Isolierschicht eindiffundiert sind, beträgt die jeweilige
Überlappung zwischen Source- bzw. Drain-Zone und der Gate-Elektrode 0,1 μΐη. Da die Dicke ti der
Halbleiterschicht 30 0,6 μΐη beträgt ist die Überlappungslänge
von 0,1 um ein recht kleiner Wert Die«
Kapazitäi dieses !G FET war 0,003 Pikofarad im Falle
einer Kanalbreite W von 4 um. Auf der anderen Seite war im Falle des IG-FET's von Fig. 2, wo die anderen
Bedingungen einschließlich der Länge der Gate-Isolierschicht gleich gehalten waren, die Kapazität 0,006
Pikofarad. Auch im Falle des IG FET's von Fig. I, wo
die Länge vom Ende der Gate-Elektrode zum Ende von Source- und Drain-Zone 5 μηι beträgt und die anderen
Bedingungen gleich gehalten sind, war die Kapazität 0,008 bis 0,013 Pikofarad. Deshalb können von einem
erfindungsgemäßen IG FET im Vergleich zu herkömmlichen IG FET's gute Hochfrequenzeigenschaften
erwartet werden. Bei einem Ringoszillator aus IG FET's in herkömmlicher Bauweise 31 Stufen war eine
Verzögerungszeil von 15.5 nsec zu beobachten, wahrend
für einen gl< chartigen Ringoszillator, der unter Verwendung erfindungsgemäßer IG FET s hergestellt
wurde, die Verzögerungszeit auf 8,7 nsec redu/.ieri war.
Nun soll das Verfahren zur Herstellung der ICi FF.T's
gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform an Hand der F i g. 4 bis 7 beschrieben werden.
Das SOS-Substrat, das in der ersten Ausführungsform verwendet wird, ist ein Saphircinkristaiipiattchen 36 von
ungefähr 400 μπι Dicke und weist eine 11 lOij-Ebciu.· auf,
auf der ein Siliziumeinkristall von 0,6 μιτι Dicke mit
einer jlOOf-Ebene als Hauptoberflächt; gezüchtet ist. der
η-leitend ist und einen spezifischen Widerstand von 100 Qcm oder größer hat. Πργ Siliciumeinkristall ist
durch einen herkömmlichen Prozeß selektiv geätzt und hat die Form einer Insel 30. Anschließend ist eine
geeignete Verunreinigung, in der dargestel ten Ausführungsform
Bor, in die inselförmige .Siliziumschicht 30 eingebracht, so daß die durchschnittliche Störstellenkonzentration
ungefähr 3x10lb Atome/cm! betragt,
ferner ist eine Siliz'.umoxidschicht 32 zur Benutzung als Gate-Isolierschicht auf der Siliziumschicht 30 durch
thermische Oxidation mit einer Dicke von 50 nm erzeugt. Dann ist polykristallines Silizium über die
ganze Oberfläche des Plättchens in einer Dicke von ungefähr 400 nm in einem CVD-Prozeß (chemical vapor
deposition) aufgedampft, um eine polykristalline Siliziumschicht 31 zu bilden, die als Gate-Elektrode benutzt
wird, deren Oberflächenteil bis zu einer Tiefe von ungefähr 10 nm oxidiert ist, um eine Sili/iumoxidschicht
zu bilden (in F i g. 4 dargestellt als unterer Teil der nicht differenzierten Schicht 44). Eine Siliziumnitritschicht (in
Fig.4 der Mittelteil der Schicht 44) ist auf der Siliziumoxidschicht in einem CVD-Prozeß bis zu einer
Dicke von ungefähr 200 nm gezüciitet und ferner ist diese Siliziumnitritschicht thermisch oxidiert, um eine
Siliziumoxidschicht (in F i g. 4 der obere Teil der Schicht 44) von ungefähr 30 nm Dicke auf der Oberfläche der
Schicht 44 zu bilden. Diese zusammengesetzte Schicht 44 dient als Ätzmaske. Ein schematischer Querschnitt
durch das auf diese Weise hergestellte Halbleiterplättchen ist in Fig.4 dargestellt. Als nächstes wird eine
Strukturierung der polykristallinen Siliziumschicht 31 durch Benutzung des Photoresists 45 als Maske gemäß
der herkömmlichen Lithographietechnik vorgenommen, d.h. die Schicht 44 und die polykristalline
Siliziumschicht 3J werden nacheinander weggeätzt Die Struktur des polykristallinen Siliziums ist so angeordnet,
daß sie parallel zur < 110> -Richtung der Einkristallsili
ziumschicht 30 liegt In der dargestellten Ausführungsform war die Struktur innerhalb ±1° bezüglich der
<110 > -Richtung ausgerichtet Nach diesen Prozeßschritten
wird die weiter bloßliegende Siliziumoxidschicht 32 durch Ätzen entfernt Der Zustand des
Pläitchens zu diesem Zeitpunkt ist ir, F i g. 5 dargestellt
Dann wird eine anisotrope Ätzung des Siliziums durchgeführt In der dargestellten Ausführungsform
wurde auf 60°C±2°C erwärmtes Hvdrazinhydrat
verwendet. Bei diesem Ätzmittel ist die Äi/seschwincligkeit
für eine (lOO)-Ebene von Silizium ungefähr hundertmal so groß als für eine {1 11}-Ebene und beträgt
etwa 1 um/min. Wenn Silizium ungefähr 20 Sekunden mit diesem Ätzmittel geätzt wird, wird die ausgesetzte
Siliziumschicht ungefähr 300 ηm dick und die untere Oberfläche in der |100)-Ebene wird parallel zur
Oberfläche des Saphirsubstrats. Zwischen dieser unteren Oberfläche und dem Teil, der durch die Gate- Isolierschicht
32 abgedeckt ist, tritt als Ergebnis des Ätzens eine .Seitenoberfhkhe in der (Ill)-Ebene auf. die
bezüglich der (lOOl-Kbene um 5<Γ 44' geneigt ist, und so
wird die Siliziumschicht zum Mesatyp. Während dieses Zeitraums ist die auch polykristalline Siliziumschicht 31
dem Ätzmittel ausgesetzt, aber in diesem Ätzprozeß zeigt sich keine Abhängigkeit von Kristallflächen und
folglich wird die polykristalline Siliziumschicht 31 um etwa JOO nm von jeder Seite weggeätzt. Dieser Zustand
des Plättchens ist in F i g. 6 dargestellt.
Als nächstes wird die zusammengesetzte Schicht 44 auf der polykristallinen Siliziumschicht 31 durch Ätzen
entfernt und dann wird als Verunreinigung zum Ausbilden von Source- und Drain-Zonen Phosphor in
die Siliziunischichi 30 eingebracht mit Hilfe von
Ionenimplantation bei niedriger Fnergic von etwa
20 keV und einer lonendichtc ■ · <y. ,.-.fähr 1 χ ΙΟ15
Atome/cm2. Während dieses Prozesses ist die Beschleunigungsspannung so gewählt, daß kein Phosphor in die
Siliziumschieht 30. die durch die Gate-Isolierschicht 32 abgedeckt ist, eindringen kann. Die Störstellen werden
auch in die polykristalline Siliziumschicht 31 eingebracht. Im folgenden wird die Probe einer Hitzebehandlung
ausgesetzt, um eine Tiefendiffusion des Phosphors zu erreichen, so daß die durchdiffundierten Zonen die
Hauptoberfläche des Substrats unter der unteren Oberfläche in der |100}-Ebene erreichen und von den
Seitenoberflächen in der jlllJ-Ebene zu einem Teil
unter den Kanten der Gate-Elektrode 31 verlaufen. In der dargestellten Ausführungsform wird eine Tiefendiffusion
von etwa 0,4 μπι unter dem Einfluß einer
Sauerstoffaimosphäre bei 1000°C für 30 Minuten erreicht. Als Ergebnis haben Source- und Drain-Zonen
eine Störstellenkonzentration von 1 χ 1019 Atome/cm3,
die Gate-Elektrode hat eine ähnliche Störstellenkonzentration und die Überlappungslänge zwischen Gate-Elektrode
und Source- bzw. Drain-Zone wird 0,1 μίτι.
Eine Querschnittsansitht der Probe zu diesem Zeitpunkt zeigt F i g. 7. Mit Hilfe der herkömmlichen Prozesse von
Aufdampfen einer Siliziumoxidschicht 37 mit Hilfe von CVD, Ätzen von Kontaktlöchern, Aufdampfen einer
leitenden Aluminiumschicht und Strukturierung werden eine Source-Verdrahtungsschicht 38, eine Drain-Verdrahtungsschicht
39 und eine Gate-Verdrahtungsschicht 40 mit Source-Zone 34, Drain-Zone 33 bzw. Gate-Elektrode
31 durch die Öffnungen 42,43 bzw. 41 verbunden. Danach ist der IG FET. wie er in den Fig.3A und 3B
gezeigt ist, fertiggestellt
Zweite Ausführungsform
In der zweiten Ausführungsform in Fig.8 ist auf
einem isolierenden oder halbisolierenden GaAs-Substrat 86 mit eindotiertem Eisen von 150 μπι Dicke mit
einem spezifischen Widerstand von IxIO4QCm oder
höher eine n-Ieitende GaAs-Sc!:icht 85 ausgebildet mit
Teiiur als Dotierung und einer Störsieilenkonzentration
von 3 χ 10!5 Atome/cm3 und einer Dicke von 1 μπι, eine
Galliumoxidschicht, hergestellt durch anodische Oxida-
tion, wird als Gate-Isolierschicht 82 benutzt, und ein Metall wie Molybdän, Platin usw. wird wegen seines
geringen spezifischen Widerstandes als Gate-Elektrode 81 benutzt. Wie aus Fig.8 zu sehen ist, liegt die Höhe
der Oberflächen der Teile der Source-Zone 84 und Drain-Zone 83, die die Verbindung zur Verdrahtungsschicht schaffen, tiefer als die Höhe der Halbleiterschicht,
auf der die Gate-Isolationsschicht ausgebildet ist, und folglich können die Übergangskapazitäten
reduziert werden. Außerdem können, trotz der Tatsache, daß Source- und Drain-Zone 84 und 83 bis zur
Oberfläche des isolierenden Substrats 86 reichen, die Überlappungen zwischen den Zonen 83 und 84 und dem
Gate 81 verringert werden und folglich ist eine Verringerung sowohl der Übergangskapazität von
Source und Drain als auch der Kapazität durch Überlappung zwischen Gate und Source bzw. Gate und
Drain erreicht, was in herkömmlicher Weise schwer zu erreichen war. Außerdem ragen in dieser Ausführungsform
die Gate-Isolierschicht 82 und die Oate-fclektrode
81 über die Teile von Source- und Drain-Zone, die an der Kanalzone liegen, hinaus. In dieser Ausführungsform
wird zum Ätzen der Halbleiterschicht ein isotropes Ätzen verwendet und bei der Dotierung der Source-
und Drain-Zone thermische Diffusion.
Dritte Ausführungsform
Eine dritte Ausführungsform nach F i g. 9 benutzt die gleichen Materialien wie die zweite Ausführungsform.
abgesehen davon, daß die Gate-Elektrode 91 aus polykristallinem Galliumarsenid gebildet ist. Wie aus
Fig. 9 zu sehen ist, löst diese Ausführungsform die Schwierigkeiten des Standes der Technik in ähnlicher
Weise wie die oben beschriebene erste und zweite Ausführungsform. Es soll bemerkt werden, daß in dieser
Ausführungsform der Überstand des Gate-Teils, wie er in der zweiten Ausführunfislorm zu sehen war. nicht
vorhanden ist und folglich i-ine weitere Reduktion der
Koppelkapazität zwischen Gate und Source und zwischen Gate und Drain er eicht werden kann.
Vierte Ausführungsform
In der vierten Ausführungsform von Fig. 10 ist die Gate-Elektrode 71 aus Wolfram und die Gate-Isolierschicht
72 aus Siliziumdioxid gebildet. Die Siliziumeinkristallschicht 75, in der Source- und Drain-Zonen 74
und 73 auf einem Saphireinkristallsubstrat mit einer j 1 ^(-Oberfläche ausgebildet sind, hat eine {100}-Ebene
als Hauptoberfläche. Die geneigten Oberflächen der Zonen 73 und 74, die sich zum Ende der Gate-Isolierschicht
erstrecken, sind {111(-Flächen, und das Gate 71
ist so angeordnet, daß seine Kanten parallel zur {110)-Richtung der Silizium-Schicht gerichtet sind. In
dieser Ausführungsform wird das Ätzen der Halbleiterschicht mit Hilfe eines anisotropen Ätzprozesses
bewirkt Wie aus Fig. 10 zu sehen ist, können auch in
dieser Ausführungsform die Schwierigkeiten des Standes der Technik in ähnlicher Weise wie in den
vorangegangenen Ausführungsformen gelöst werden. Zusätzlich hat diese Ausführungsform im Vergleich zur
oben beschriebenen zweiten und dritten Ausführungsform den Vorteil, daß die Schwankungen in der Struktur
klein sind, da die geneigten Seitenflächen der Zonen 73 und 74 durch die Kristallstruktur bestimmt sind.
Fünfte Ausführungsform
In dieser Ausführungsform nach F i g. 11 hat die
Source- bzw. Drain-Zone 64, die in einer Halbleiter-
schicht 65 auf einem isolierenden Substrat 66 ausgebildet ist, eine sogenannte Nischenform, hergestellt durch
Absenken der Oberfläche von der Gate-Elektrode 61 und Gate-Isolierschicht 62 benachbarten Stelle und
wieder Ansteigen Ηργ Oberfl!·'·11? an einem Endteil zur
10
gleichen Höhe wie die Kanalzone. Auch mit solch einer
Anordnung der Source- und Drain-Zone können die gleichen Effekt«, und Vorteile wie in den vorhergehende!·
\usfiihrungsformen erreicht werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einer jnselförmigen Halbleiterschicht, die auf einer Hauptoberfläche
eines isolierenden Substrats angeordnet ist und eine von diesem abgewandte Oberfläche
aufweist, mit einer Source- und einer Drain-Zone, die unter Freilassung einer zwischen ihnen liegenden
Kanalzone in die inselförmige Halbleiterschicht von deren Oberfläche aus so weit eindiffundiert sind, daß
sie die Hauptoberfläche des Substrats erreichen, mit einer Source-Elektrode auf der Source-Zone, einer
Drain-Elektrode auf der Drain-Zone und einer durch eine Isolierschicht isolierten Gate-Elektrode oberhalb
der Kanalzone auf einem zur Hauptoberfläche des Substrats parallelen ersten Flächenbereich der
Oberfläche der inselförmigen Halbleiterschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
der inselförmigen Halbleiterschicht (30) im Bereich der Source- und Drain-Zone (34,33) neben
dem ersten Oberflächenbereich liegende zweite Oberflächenbereiche, die in einem geringeren
Abstand (t2) als der erste Oberflächenbereieh
parallel zur Hauptoberfläche des Substrats (36) verlaufen, sowie die ersten und zweiten Oberflächenbereiche
verbindende Seitenflächenbereiche aufweist, und daß die Source- und Drain-Zone (34,
33) durch die zweiten Oberflächenbereiche und die Seitenflächenbereiche so eindiffundiert sind, daß sie
unterhalb der zweiten Oberflächenbereiche die Hauptober) iäche des Substrats (36) erreichen.
2. Isolierschicht-Bvldeffek .transistor nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (t\) zwischen der Hauptoberflf .he des isolierenden
Substrats (36) und dem ersten Oberflächenbereich der Halbleiterschicht 1,5- bis 3mal größer ist als der
Abstand (tfi zwischen der Hauptfläche des isolierenden
Substrats (36) und dem zweiten Oberflächenbereichen der Halbleiterschicht (30).
3. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenflächenbereiche geneigt sind.
4. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das
Eindiffundieren der Source- und Drain-Zone (34,33)
entstandenen pn-Übergänge in der inselförmigen Halbleiterschicht (30) im wesentlichen parallel mit
den geneigten Seitenflächeribereichen verlaufen.
5. Verfahren zur Herstellung eines Isolierschicht-Feldeffekttransistors
nach Anspruch 3 oder 4, bei dem auf der Hauptfläche eines isolierenden Substrats
eine Siliziumschicht in Inselform, darauf eine Gate-Isolierschicht, auf dieser eine Gate-Elektrodenschicht
und über dieser eine Ätzmaskenschicht ausgebildet werden, die Ätzmaskenschicht, Gate-Elektrodenschicht
und Gate-Isolierschicht selektiv zur Freilegung der Siliziumschicht weggeätzt werden,
Störstellen in die freigelegte Siliziumschicht zur Ausbildung der Source- und Drain-Zone in solchem
Maße eindiffundiert werden, daß sie die Haupteberfläche des Substrats erreichen, und auf der Source-
und Drain-Zone Source- und Drain-Elektroden aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Siliziumschicht derart ausgebildet wird, daß ihre Oberfläche in einer (100}-Ebene verläuft, und daß die
freigelegte Siliziumschicht mit einem selektiven Ätzmittel, dessen Ätzgeschwindigkeit für (lOO)-Ebenen
größer als für (I H(-Ebenen ist, zur Ausbildung
einer Mesaform der Siliziumschicht geätzt wird, so daß ein erster Oberflächenbereich in der (100}-Ebene
unterhalb der Gate-Isolierschicht, zweite Oberflächenbereiche in der {lOOj-Ebene, die beiderseits des
ersten Oberflächenbereichs und mit geringerem Abstand als dieser von der Hauptoberfläche des
isolierenden Substrats liegen, sowie Seitenflächenbereiche in der (lll}-Ebene, die de->
ersten Oberflächenbereich mit den zweiten Oberflächenbereichen verbinden, gebildet werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP14761878A JPS5574177A (en) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Preparing sos mos transistor |
| JP14761778A JPS5574176A (en) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Field effect type transistor |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2948120A1 DE2948120A1 (de) | 1980-06-12 |
| DE2948120C2 true DE2948120C2 (de) | 1983-06-23 |
Family
ID=26478100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2948120A Expired DE2948120C2 (de) | 1978-11-29 | 1979-11-29 | Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einer inselförmigen Halbleiterschicht auf einem isolierenden Substrat und Verfahren zur Herstellung eines derartigen Isolierschicht-Feldeffekttransistors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2948120C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0412701B1 (de) * | 1989-07-31 | 1996-09-25 | Canon Kabushiki Kaisha | Dünnschicht-Transistor und seine Herstellung |
| US7494858B2 (en) * | 2005-06-30 | 2009-02-24 | Intel Corporation | Transistor with improved tip profile and method of manufacture thereof |
| RU170578U1 (ru) * | 2016-12-07 | 2017-04-28 | Федеральное государственное автономное образовательное учреждение высшего образования "Национальный исследовательский Нижегородский государственный университет им. Н.И. Лобачевского" | Мдп-транзистор на структуре кремний на сапфире |
-
1979
- 1979-11-29 DE DE2948120A patent/DE2948120C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2948120A1 (de) | 1980-06-12 |
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