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Ablagevorrichtung zum Ablegen losen
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gelochten Schriftgutes Die Erfindung betrifft eine Ablagevorrichtung
zum Ablegen losen gelochten Schriftgutes, mit einer Haltevorrichtung, die zwei im
Abstand nebeneinander angeordnete Auf steckorgane zum Aufstecken und Festhalten
des gelochten Schriftgutes besitzt.
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Um Schriftgut in Ablagevorrichtungen der eingangs beschriebenen Art
ablegen zu können, ist es zuvor mittels einer üblicherweise als Locher bezeichneten
Lochstanze zu lochen.
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Locher befinden sich aber häufig nicht an dem Platz, wo sie gerade
benötigt werden, so daß man zunächst gezwungen ist, sich einen Locher zu beschaffen.
Dies ist z. B. in privaten Haushalten meistens dann der Fall, wenn sich auch Schulpflichtige
des Lochers bedienen. Auch in Büros steht in der Regel nicht jeder Person ein Locher
zur Verfügung.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Voraussetzung dafür
zu schaffen, daß es möglich ist, jederzeit Schriftgut lochen und ablegen zu können.
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Diese Aufgabe wird mit Hilfe einer Ablagevorrichtung der eingangs
erläuterten Art dadurch gelöst, daß sie sich durch eine Lochstanze zum Lochen von
abzulegendem Schriftgut auszeichnet.
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Eine derartige Ablagevorrichtung ermöglicht es, Schriftgut jederzeit
zur Ablage vorzubereiten, so daß es auch Schülern und Studenten möglich ist, mit
Aufzeichnungen versehene Blätter und Zettel jederzeit zu lochen und ordnungsgemäß
abzuheften.
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Sowohl die Ablagevorrichtung bzw. deren Haltevorrichtung als auch
die Lochstanze kann jede beliebige Ausbilduno aufweisen.
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So kann die Lochstanze beiseilsweise ledialich einen Lochstempel besitzen,
mit dessen Hilfe nacheinander die erforderlichen Löcher in das Schriftgut eingebracht
werden können.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Haltevorrichtung
in bekannter Weise an der Innenseite eines der beiden Deckel eines Ordners angeordnet,
und die Lochstanze ist am Ordner insbesondere an dessen Innenseite vorgesehen. In
diesem Falle ist somit die Lochstanze unabhängig von der Haltevorrichtung an der
durch den Ordner gebildeten Ablagevorrichtung vorgesehen.
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Die Aufsteckorgane der lIaltevorrichtunq kennen beispielsweise durch
flache abbiegbare Teilstiicke eines Metallbandes gebildet sein, auf die nebst der
Schriftgut eine Klemmschiene aufsteckbar ist, die mit Schiebern ausgestattet ist,
welche die Aufsteckoraane in ihrer umgebogenen Stellung niederhalten.
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Eine bevorzugte Ausffihrunasform sieht vor, die Aufsteckorgane in
bekannter leise durch jeweils einen Schenkel umgekehrt U-formiger Bügel zu bilden,
deren Schenkel in zueinander parallelen Ebenen angeordnet sind, wobei die die Aufsteckorgane
bildenden Schenkel feststehend und die beiden übrigen Teile der Bügel mittels eines
Betätigungshebels oenleinsam verschwenkbar und zum Schließen der Haltevorrichtung
an die freie ctirnfläche der feststehenden Schenkel anlegbar bzw. zum Öffnen von
dieser wegbewegbar sind. Im Falle einer solchen Haltevorrichtung ist es günstig,
die Lochstanze Trit der Haltevorrichtung zu kombinieren.
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Dadurch wird es möglich, die Ausbildung und Anordnung der Lochstanze
so zu treffen, daß bei Verschwenken der Bcelteile der Haltevorrichtung zugleich
die Lochstanze betätigbar ist.
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ZweckmSßig wird man hierbei die Lochstanze mit zwei Lochsteinpeln
ausstatten, so daß durch eine Stanzung gleichzeitig zwei Löcher in das Schriftgut
eingebracht werden.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung einer solchen Ablagevorrichtung
ist die Konstruktion ferner so getroffen, daß die Lochstanze bei Verschwenken der
beiden Bügelteil der Haltevorrichtung in die Offenstellung zum Lochen betätigbar
ist. Sofern die Lochstempel mittels des zur Betätigung der beiden verschwenkbaren
Bügelteile der Haltevorrichtung dienenden Betätigungshebels betëtigbar sind, ergibt
sich deshalb eine Konstruktion, bei der beim Lochen des Schriftgutes zugleich die
Haltevorrichtung geöffnet wird, wobei der zur Stanzung erforderliche Öffnungswinkel
so groß gewählt werden kann, daß anschließend zur Freigabe des Schriftqutes durch
die Stempel die Haltevorrichtung nur teilweise wieder geschlossen werden muß, so
daß noch die Möglichkeit besteht, das zuvor gelochte Schriftgut auf deren feststehende
Schenkel aufzustecken.
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Die Betätigung der Stempel läßt sich in einfacher Weise durch ein
mit deren oberen Stirnfläche zusammenwirkendes Teil stuck der verschwenkbaren Bügel
schenkel der Ablagevorrichtung bewerkstelligen.
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Hierzu ist es vorteilhaft, die Lochstempel unterhalb jeweils eines
abgekröpften Teilstückes der verschwenkbaren Bngelschenkel gegen die Wirkung einer
Rückstellkraft, insbesondere einer Druckfeder, axial verstellbar vorzusehen.
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Diese Konstruktion ermöglicht es, mit geringen Mehrkosten übliche
Haltevorrichtungen mit einer Lochstanze zu kombinieren, wozu es lediglich notwendig
ist, die verschwenkbaren Schenkel ihrer U-Biigel zum Zwecke der ctempelbetStiguna
abzukröpfen und zur Aufnahme der Steirnel auf eine die feststehend und verschwenkbar
angeordneten Teilstücke der Bügel aufnehmende Trmgerplatte etemnelführunnen aufzubringen
und diesen in der Tra;gerplatte entsprechende Stempel Effnunnen zuzuordnen.
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Urn die mittige anordnung der Lochung im Schriftgut zu vereinfachen,
ist schließlich auf der Halteplatte mindestens eine Mittenanzeige und/oder wenigstens
ein Anschlag zum Anlegen des Schriftgutes vorgesehen.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung sind in der sich anschließenden
Beschreibung eines in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles der Erfindung
und/oder in den Patentansprüchen erläutert.
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In der Zeichnuna zeiaen: Fig. 1 eine Seitenansicht der Haltevorrichtuna
eines an sich bekannten Ordners; Fia. 2 eine ansicht der Haltevorrichtung in wichtung
des Pfeiles A der Fio. 1 gesehen; Fig. 3 eine Teildraufsicht auf die Haltevorrichtung
gemäß Fig. 1.
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Der in Fig. 1 gezeigte Ordner weist einen hinteren Deckel 10, einen
vorderen Deckel 12 und ein diese beiden Deckel miteinander schwenkbeweclich verbindendes
T?ückenteil 14 au.
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An der Innenseite des hinteren Deckels, unmittelbar dem Rückenteil
14 benachbart, in gleichem Abstand vom hinteren und vorderen Randstück. des hinteren
Deckels ist eine als Ganzes mit 16 bezeichnete Haltevorrichtung zum Abheften gelochten
Schriftgutes angeordnet.
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Diese weist die folgenden bekannten Merkmale auf: Auf einer auf die
Innenseite des hinteren Deckels 10 aufgenieteten Trägerplatte 18 sind im Parallelabstand
voneinander zwei umgekehrt U-frrmiae Bügel 20, 22 angeordnet. Deren Schenkel sind
mit 20', 20" bzw. 22', 22" bezeichnet.
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Die vorderen Schenkel 20', 22 der beiden Bügel sind von deren ilbricem
Teil abgetrennt und auf der Trägerplatte 18 feststehend
angeordnet.
In abgelegtem und geöffnetem Zustand des Ordners erstrecken sich diese beiden Schenkel
20', 22' vertikal nach oben.
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24 bezeichnet die Trennfuge zwischen diesen Schenkeln und dem frigen
Teil der Bügel 20, 22.
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Die Schenkel 20", 22" sind an ihrem unteren Ende durch eine Querstange
26 miteinander starr verbunden, die sich von den Schenkeln 20", 22" senkrecht wegerstreckende
Teilstücke 26' aufweist, an die sich ein U-förmio verlaufendes Teilstück 26" der
Ouerstange anschließt. Die Teilstücke 26' sld an der Oberseite der Trägerplatte
18 in entsprechenden Lagerknrpern 28 verdrehbar gelagert, die durch aus der Trägerplatte
herausgeschnittene und entsprechend gebogene Laschen gebildet sind.
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wie Fia. 1 zeigt, ist das U-förrnig verlaufende Teilstück 26" der
Cuerstanoe 26 unter einem snitzen Winkel zur Oberseite der Trägerpiatte angeordnet.
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Mit 30 ist eine vorzugsweise trapezförrnig ausgebildete Blattfeder
bezeichnet, die mit ihrem die größere Lunge aufweisenden Wandstück in der Trägerplatte
gehalten ist und sich auf dem U-förmigen Teilstück 26" unter Vorspannung abstützt.
Damit versucht diese Blattfeder die mit 20"' bzw. 22"' bezeichneten Verbindungsstege
der Bügel 20, 22 ständig in- ihrer in Fia. 1 gezeigten Schließstellung zu halten,
in welcher sie am vorzuasweise spitz zulaufenden Endstück der feststehenden Schenkel
20', 22' anliegen.
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Zum gemeinsamen Verschwenken der beiden beweglichen Bügelteile in
ihre- Offen- bzw. Schließstellung dient ein Betätigungshebel 32, der mit einem spitzwinklig
abgebogenen Hebelendstück 34 bei 36 an einer aus der Trägerplatte herausgebogenen
Lagerplatine 38 angelenkt ist.
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Das SIebelendstflck 34 tragt einen Mitnehmerzapfen 40,welcher das
U-förmige Teilstück 26" der Querstange 26 an seinem mittleren Teil untergreift (sh.
Fig. 1 und 2). Die vorgespannte Blattfeder 30 hält das Teilstück 26 " der Querstange
26 ständig in Berührung
mit dem Mitnehmerzapfen 40 des Betätigungshebels
32. Wird dieser deshalb gemaß Fig. 2 nach oben verschwenkt, werden zugleich die
schwenkbeweglich angeordneten Bügelteile gemäß Fio. 1 nach links in ihre Offenstellung
geschwenkt, so daß gelochtes Schriftgut auf die beiden Schenkel 20', 22' aufgesteckt
werden kann. Durch Verschwenken des Betëtiaungshebels 32 gemäß Fig. 2 nach unten
werden die U-Bügel der Haltevorrichtung wieder geschlossen (sh. Fig. 1).
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Erfjndunasgemaß ist nun die Haltevorrichtung mit einer als Ganzes
mit 42 bezeichneten Lochstanze kombiniert. Sie eist zwei Lochstempel 44, 46 auf,
von denen sich jeweils einer unter einem Teilstück der Schenkel 20", 22"der schwenkbeweglichen
Bügelteil befindet.
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Zu diesem Zweck sind diese Biigelschenkel nach innen, d. h. in Richtung
der Bügelschenkel 20', 22' winkelförmig abgekröpft, wodurch Betätigungsnocken 20a,
20b zustandegebracht sind, die mit einer konkaven Außenfläche mit der oberen Stirnfläche
48 der Stemnel 44, 46 zusammenwirken. Die beiden Lochstempel sind jeweils in einer
auf die Trägerplatte beispielsweise durch Aufpunkten aufgesetzte Stempel führung
50 bzw. 52 gegen die Wirkung einer Druckfeder 54 axial verschiebbar geführt, die
auf dem Stempelschaft angeordnet ist und sich einerseits an der Oberseite der Stempelführung
und andererseits an einer Rinoschulter des betreffenden stempels abstützt.
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Koaxial zu den beiden Lochstempeln ist in der Trëgerplatte 18 jeweils
eine Stempelöffnung 56 angeordnet. In diesem Bereich bildet damit die Träverplatte
eine Stemspelmatrize, in welche die Stempel beim Lochen von Schriftgut eindringen.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist die TrUgerplatte im Ouerschnitt umgekehrt nanffermio
mit ebenem Boden 58 gestaltet und ist mit ihren nach außen abgewinkelten Randteilen
am hinteren Deckel 10 befestigt.
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Demgemäß befindet sich innerhalb der Trgerplatte ein Sammelraum 60
zum Sammeln ausgestanzter Ronden, dessen Volumen so bemessen sein kann, daß er zur
Aufnahme von Stanzabfällen für ein fünfmaliges Ordnerfüllen ausreicht.
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Sie aus der Zeichnung zu ersehen ist, muß znm Lochen von Schriftgut
der Betätigungshebel 32 nach oben verschwenkt werden, so daß sich die schwenkbeweglichen
Bügelteile gemäß Fig. 1 nach links versahwenken und dadurch die Lochstempel in Richtung
Stempelöffnung bewegen. Danach ist der Betëtigungshebel 32 geringfügig in die entgegengesetzte
Richtung zu verschwenken, um Schriftgut von den Lochstempeln freizubekommen. In
dieser Stellung ist jedoch die Haltevorrichtung immer noch offen, so daß das gelochte
Schriftgut anschließend sofort auf die Bügelschenkel 20', 22' aufgesteckt werden
kann, ohne daß hierzu zunachst eine weitere Verschwenkung des Betätigungshebels
32 notwendig ist. Nach dem Aufstecken des Schriftgutes auf die schenkel 20', 22'
ist der BetEtigungshebel in seine Ausgangslage zurückzuverschwenken, wobei sich
die U-fFrmigen Bügel schließen und die Lochstempel sich in ihre endgültige Ausganasstellung
zurückbewegen.
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62 bezeichnet eine Mittenanzeige, um das schriftgut zum Lochen exakt
positionieren zu kennen. Zu diesem Zwecke sind auf der Trägerplatte 18 außerdem
noch seitlich der Lochstempel Tiefenanschläge 64 vorgesehen.
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