DE2946469C2 - Vorschubeinrichtung für Profilstahlbearbeitungsanlagen - Google Patents
Vorschubeinrichtung für ProfilstahlbearbeitungsanlagenInfo
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Description
40
Die: Erfindung betrifft eine Vorschubeinrichtung für Profilstahlbearbeitungsanlagen, mit einem Positionierwagen, einer an dem Positionierwagen befestigten
Greifzange und einer Betätigungseinrichtung für die Greifzange, wobei die Greifzange einen Zangenkörper,
je eine mit dem Zangenkörper in einer gemeinsamen vertikalen Ebene schwenkbar verbundene Unterbacke
und Oberbacke und die Betätigungseinrichtung eine Betätigungsstange mit einem am greifzangenseitigen
Ende angeordneten Betätigungskopf für die Unterbacke und die Oberbacke der Greifzange aufweist, wobei die
Unterbacke und die Oberbacke zur Erzielung eines definierten Bewegungsablaufes beim Schließen der
Greifzange mittels an dem Betätigungskopf ausgebildeter Betätigüngsflächen schwenkbar und vorzugsweise
von Federelementen in die Öffnungslage drückbar sind und v/obei das Sehließen und öffnen der Greifzange §0
vorzugsweise durch eine Verschiebung des Betätigungskopfes in Längsrichtung der Greifzange erfolgt.
Auf Profilstahlbearbeitungsanlagen müssen Profilstahlstäbe, beispielsweise mit I-, L-, T-Profil sowie
FHachstahlstäbe, in verschiedene Bearbeitungspositioncn gebracht werden. Die Profilstahlstäbe sind dazu
zum si st auf Rollgängen gelagert. Auf diesen Rollgängen können die Profilstahlstäbe mittels Vorschubeinrichtungen bewegt werden. Um genau definierte Vorschubstrecken erreichen zu können, ist die bekannte
Vorschubeinrichtung, von der die Erfindung ausgeht (vgl. die DE-OS 27 41581), mit einer an einem
Positionierwagen befestigten Greifzange versehen, über die ein Profilstahlstab während eines Vorschubvorganges fest ergriffen werden kann. Die Profilstahlstäbe
sind bei der bekannten Vorschubeinrichtung in genau vorgegebenen Positionen angeordnet und werden von
der Greifzange von der Seite bzw. von oben her erfaßt. Diese Konstruktion ist nicht bei allen Profilstahlbearbeitungsanlagen ohne weiteres anwendbar, insbesondere
nicht bei Profilstahlbearbeitungsanlagen für L-, T-Profilstahlsiäbe sowie Flachstahlstäbe.
Aus der Praxis ist im übrigen eine Vorschubeinrichtung für eine Profilstahlbearbeitungsanlage bekannt, bei
der eine Greifzange vorgesehen ist, über die das Ende eines Profiistahlstabes während eines Vorschubvorganges fest ergriffen werden kann. Normalerweise gibt es
beim Anfahren an das Ende eines Profiistahlstabes hier keine Probleme. Ober einen Anschlagschaiter wird beim
Anfahren an das Ende eines Profiistahlstabes zunächst ein Anfahrschleichgang ausgelöst und dann eine
Schließbewegung der Oberbacke durch die Betätigungseinrichtung bewirkt. Bei geschlossener Greifzange, also bei fest ergriffenem Ende des Piofilstahlstabes,
kann dann ein Vorschub mit hoher Geschwindigkeit erfolgen.
Probleme treten bei Vorschubeinrichtungen für Profilstahlbearbeiiiingsanlagen dann auf, wenn in sich
gebogene Profilstahlstäbe gefördert werden müssen. Außerdem sind bei der bekannten Vorschubeinrichtung,
von der die Erfindung ausgeht, die aufzubringenden Klemmkräfte nicht sehr gut dosierbar und schließlich
sind sehr hohe Klemmkräfte wegen der dort vorgesehenen Form der Betätigüngsflächen nicht erzielbar, ohne
daß relativ hohe Flächenpressungen auftreten.
Ausgehend von dem zuvor erläuterten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die bekannte Vorschubeinrichtung für Profilstahlbearbeitungsanlagen so auszugestalten und weiterzubilden, daß Profilstahlstäbe unabhängig von etwaigen
Verbiegungen stets automatisch ergriffen und bewegt werden können und daß auch hohe Klemmkräfte gut
dosiert aufgebracht werden können.
Die erfindungsgemäße Vorschubeinrichtung, bei der die zuvor aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Betätigungsfläche für die
Unterbacke und die Betätigungsfläche für die Oberbakke unterschiedlich ausgebildet sind und daß an der
Unterbacke bzw. der Oberbacke zu den Betätigungsfläciien am Betätigungskopf korrespondierende Gegenflächen ausgebildet sind. Durch die erfindungsgemäße
Konstruktion kann ein Profilstahlstab von der Greifzange der Vorschubeinrichtung an seinem Ende auch dann
erfaßt werden, wenn das Ende ein wenig nach unten oder nach oben gegenüber der normalen Lage verbogen
ist. Ergänzende Handgriffe des, Bedienungspersonals und Unterbrechungen des automatischen Arbeitsablaufes sind bei der erfindungsgemäßen Vorschubeinrichtung nicht notwendig. Durch die unterschiedliche
Ausbildung der Betätigungsflächen für die Unterbacke und die Oberbacke läßt sich ein auf die jeweiligen
Anwendungserfordernisse genau abgestimmter Bewegungsablauf beim Schließen der Greifzange einstellen.
Dadurch sind dann auch die aufzubringenden Klemmkräfte sehr gut dosierbar. Schließlich führt die
Ausbildung der Unterbacke und der Oberbacke mit zu
den Betätigungsflächen am Betätigungskopf korrespondierenden Gegenflächen dazu, daß auch bei hohen
Klemmkräften, wie sie in Profilstahlbearbeitungsanlagen häufig aufgebracht werden müssen, relativ geringe
Flächenpressungen auftreten,
Betriebsmäßig hat es sich bei der erfindungsgemäßen Vorschubeinrichtung als vorteilhaft erwiesen, daß bei
Schließen der Greifzange zunächst die Unterbacke in eine definierte Schließlage bringbar und anschließend
die Oberbacke in Schließrichtung schwenkbar ist Der in Schließvorgang erfolgt also gewissermaßen in zwei
Etappen; in einer ersten Etappe wird zunächst die Unterbacke in die definierte Schließlage gebracht,
wobei ggf. das Ende des ira ergreifenden Profilstahlstabes
mit angehoben wird. Anschließend wird die Oberbacke in Schließrichtnng bis zur Anlage an den
Profilstahlstab geschwenkt Dadurch wird der Profilstahlstab fest zwischen Unterbacke und Oberbacke der
Greifzange eingeklemmt
Zuvor ist ausgeführt worden, daß das Schließen und Öffnen der Greifzange vorzugsweise durch eine
Verschiebung des Betätigungskopfes der Betätigungseinrichtung in Längsrichtung der Greifzange erfolgt
Diese Ausgestaltung empfiehlt sich insbesondere, wenn die Greifzange von dem Positionierwagen der Vorschubeinrichtung
abragt bzw. sich an einem Ausleger des Positionierwagens befindet Insbesondere in diesem Fall
hat es sich hinsichtlich der Ausbildung der Betätigungsflächen als vorteilhaft erwiesen, wenn die Betätigungsfläche
für die Unterbacke im wesentlichen trapezförmig und die Betätigungsfläche für die Oberbacke im
wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet ist Dabei sollten die Gegenflächen in etwa korrespondierend zu
den Betätigungsflächen ausgeführt sein. Die trapezförmig ausgeführte Betätigungsfläche für die Unterbacke
gewährleistet in Verbindung mit der entsprechend ausgebildeten Gegenfläche an der Unterbacke, daß die
Unterbacke beim Schließen relativ schnell in die SchlieQlage gebracht wird und dort verharrt, während
die Oberbavke mit einer geringen Verzögerung gegenüber der Unterbacke zunächst schnell und dann
immer langsamer werdend in Schließrichtung geschwenkt wird. Um dabei zu verhindern, daß der
Betätigungskopf während des Schließvorganges der Unterbacke nach oben gedrückt wird, sollte der
Betätigungskopf mit seitlichen Fuhrungszapfen in
Führungsausnehmungen des Zangenkörpers geführt sein. Diese Führungsausnehmungen können die Form
von sich in Längsrichtung des Zangenkörpers erstrekkenden Langlöchern habe/..
Ein gewisser Mindestabstand zwischen der Unterbakke und der Oberbacke der Greifzange sollte keinesfalls
unterschritten werden. Dazu kann ein Endschalter vorgesehen sein, wobei über diesen Endschalter beim
Unterschreiten des Mindestabstandes zwischen der Unterbacke und der Oberbacke ein Schaltsignal für die
Betätigungseinrichtung und/oder eine Anzeigeeinrichtung auslösbar ist. Die Auslösung des Endschalters
entspricht der Information »Kein Profilstahlstab ergriffen«. Die Schließbewegung der Greifzange wird dabei
dann unterbrochen und ggf. wird über eine Anzeigeeinrichtung ein Fehlfunktionssignal abgegeben. Der Endschalter
kann grundsätzlich an beliebiger Stelle angeordnet sein, beispielsweise in der Unterbacke in
Form eines berührungslos betätigbaren Schalters, der aus abschirmungstechnischen Gründen natürlich außerhalb
des Bereiches angeordnet sein muß, in dem ein zu ergreifender Profilstahlstab zu liegen kommt. Wenn, wie
bei der bevorzugten rein mechanischen Kopplung zwischen Betätigungskopf und Unterbacke bzw. Oberbacke,
der Mindestabstand von Unterbacke und Oberbacke einer bestimmten Stellung des Betätigungskopfes entspricht, kann auch am Betätigungskopf der
Endschalter eingesetzt sein. Schließlich gibt es bei Verwendung einer Zylinder-Kolben-Einheit innerhalb
der Betätigungseinrichtung auch die Möglichkeit, den Endschalter dort vorzusehen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Vorschubeinrichtung für Profilstahlbearbeitungsanlagen,
Fig.2 in vergrößerter Darstellung die Greifzange der in F i g. 1 dargestellten Vorschubeinrichtung, geöffnet,
und
Fig.3 (in Fig.2 entsprechender Darstellung) die
Greifzange geschlossen.
Die in F i g. 1 dargestellte Vorschubeinrichtung 1 ist für Profilstahlbearbeitungsanlagen bestimmt und weist
zunächst einen nur angedeuteten Positionierwagen 2 und eine über einen Ausleger 3 an dem Positioniarwagen
2 befestigte Greifzange 4 auf. Die Greifzange 4 ihrerseits weist einen Zangenkörper 5, eine mit dem
Zangenkörper 5 verbundene Unterbacke 6 und eine mit dem Zangenkörper 5 verbundene Oberbacke 7 auf. Die
Unterbacke 6 und die Oberbacke 7 sind in einer vertikalen Ebene schwenkbar mit dem Zangenkörper 5
verbunden. Schließlich zeigt F i g. 1 an dem Positionierwagen 2 noch eine Betätigungseinrichtung 8 zur
Betätigung von Unterbacke 6 und Oberbacke 7.
Die Betätigungseinrichtung 8 weist eine Zylinder-Kolben-Einheit 9 und eine über einen Schwenkhebel 10
mit der Zylinder-Kolben-Einheit 9 verbundene und in dem Ausleger 3 geführte Betätigungsstange 11 auf. Nur
andeutungsweise ist in F i g. 1 erkennbar, d?ß die Betätigungsstange 11 am greifzangenseitigen Ende mit
einem Betätigungskopf 12 für die Unterbacke 6 und die Obcbacke 7 der Greifzange 4 versehen ist
Aus den F i g. 2 und 3 ergeben sich genauere Details über die Greifzange 4. Zunächst ist hier erkennbar, daß
am Zangenkörper 5 der Greifzange 4 neben der Unterbacke 6 und der Oberbacke 7 eine Mittenabstützung
13 vorgesehen ist, die einerseits als Widerlager für die Unterbacke 6 und die Oberbacke 7 in Öffnungslage
drückende Federelemente 14 und andererseits als Anschlag für das nicht dargestellte Ende eines
Profilstahlstabes dient. Weiterhin ergibt sich aus den Fig.2 und 3 deutlich, daß am Betätigungskopf 12
unterschiedliche Betätigungsflächen 15 bzw. 16 für die Unterbacke 6 bzw. die Oberbacke 7 ausgebildet sind. An
der Unterbacke 6 bzw. der Oberbacke 7 sind zu den Betätigungsflächen 15, 16 am Betätigungskopf 12
korrespondierende Gegenflächen 17 bzw. 18 ausgebildet. Dabei ist die Betätigungsfläche 15 für die
Unterbacke 6 im wesentlichen trapezförmig und die Betätigungsfläche 1S für die Oberbacke 7 im wesentlichen
kreisbogenförmig ausgeführt.
Ein Vergleich der Fig.2 und 3 zeigt, daß das Schließen und öffnen der Greifzange <· durch eine
Verschiebung des Betätigungskopfes 12 in Längsrichtung der Greifzange 4 erfolgt Dabei wird aufgrund der
Ausgestaltung der Lciätigungsflächen 15, 16 und der Gegenflächen 17, 18 beim Schließen der Greifzange 4
zunächst die Unterbacke 6 in eine definierte Schließlage gebracht und anschließend die Oberbacke 7 in
Schließrichtung geschwenkt. Eine gleichförmige Bewegung des Betätigungskopfes 12 vorausgesetzt, erfolgt
die Schwenkbewegung der Oberbacke 7 mit einer zunächst hohen und dann schnell abnehmenden
Geschwindigkeit.
Aus F i g. 1 ergibt sich im übrigen noch, daß der Betätigungskopf 12 mit seitlichen Führungszapfen 19 in
Führungsausnehmungen 20 des Zangenkörpers 5 geführt ist.
Angedeutet ist in F i g. I ein Endschalter 21, über den bei Unterschreiten eines Mindestabstandes zwischen
der Unterbacke 6 und der Oberbacke 7 ein Schaltsignal für die Betätigungseinrichtung 8 auslösbar ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1, Vorschubeinrichtung für Profilstahlbearbeitungsanlagen, mit einem Positionierwagen, einer an dem Positionierwagen befestigten Greifzange und s einer Betätigungseinrichtung für die Greifzange, wobei die Greifzange einen Zangenkörper, je eine mit dem Zangenkörper in einer gemeinsamen vertikalen Ebene schwenkbar verbundene Unterbacke und Oberbacke und die Betätigungseinrich- tung eine Betätigungsstange mit einem am greifzangenseitigen Ende angeordneten Betätigungskopf für die Unterbacke und die Oberbacke der Greifzange aufweist, wobei die Unterbacke und die Oberbacke zur Erzielung eines definierten Bewegungsablaufes beim Schließen der Greifzange mittels an dem Betätigungskopf ausgebildeter Betätigüngsflächen schwenkbar und vorzugsweise von Federelementen in die öffni'ngslage drückbar sind und wobei das Schließen und öffnen der Greifzange vorzugsweise durch eine Verschiebung des Betätigungskopfes in Längsrichtung der Greifzange erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsteile(15) für die Unterbacke (6) und die Betätigungsfläche(16) für die Oberbacke (7) unterschiedlich ausgebildel sind und daß an der Unterbacke (6) bzw. der Oberbacke (7) zu den Betätigungsflächen (15,16) am Betätigungskopf (12) korrespondierende Gegenflächen (17,18) ausgebildet sind.?.. Vorschubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsfläche (15) für die Unterbacke (6) irr wesei Jichen trapezförmig und die Betätigungsteil?. (16) für die Oberbacke (7) im wesentlichen kreisbogeniörnv -s ausgeführt ist.3. Vorschubeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungskopf (12) mit seitlichen Führungszapfen (19) in Führungsaui.nehmungen (20) des Zangenkörpers (5) geführt ist.
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1985
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Cited By (1)
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