DE2942320C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rückströmsperre am Schneckenkopf
einer Schnecken-Spritzgießmaschine entsprechend dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 (DE-OS 22 15 585).
Rückströmsperren sind in vielfältiger Ausführung bekannt (vgl.
z. B. DE-OS 25 18 219). Bei diesen bekannten Rückströmsperren
ist der Druckring mit seiner Außenfläche an der Zylinderwand
geführt und in seinem Innendurchmesser gegenüber dem abge
setzt ausgebildeten Schneckenkopf so bemessen, daß ein den
Durchlaß für das Gießmaterial bildender Ringspalt entsteht.
Der Druckring ist zwischen zwei Anschlägen, die durch Bunde
oder Schultern an der Schnecke bzw. am Schneckenkopf ge
bildet werden, axial verschiebbar, wobei der hintere Anschlag
als Dichtfläche ausgebildet ist. Während der Schneckenrotation,
durch die eingezogenes Material, sei es Kunststoffmaterial
oder keramische Masse, durch die Schneckengänge nach vorne in den
Sammelraum vor den Schneckenkopf gefördert wird, wobei bei
Kunststoffmaterial die notwendige Plastifizierung und Homogeni
sierung stattfindet, wird der Druckring in einem durch den
Förderdruck der Schnecke und den Staudruck im Sammelraum be
stimmten Gleichgewichtszustand nahe dem vorderen Anschlag ge
halten, so daß der Durchlaß während dieser Phase des Einspritz
zyklus freigehalten ist. Führt dagegen die Schnecke zum Zweck
des Einspritzens eine Axialbewegung aus, so wird ebenfalls
aufgrund des kurzzeitig zurückströmenden Gießmaterials und
des Staudrucks vor dem Schneckenkopf der Druckring nach
hinten geschoben, so daß er zur Anlage an die Dichtfläche
gelangt und den Durchlaß versperrt.
Es sind bereits verschiedene Ausgestaltungen vorgeschlagen
worden, um einerseits die Schließzeit der Rückströmsperre
möglichst gering zu halten, damit eine Rückströmung aus dem
Sammelraum in die Schneckengänge weitgehend unterbunden
werden kann, andererseits aber den Durchlaß so zu bemessen,
daß möglichst geringe Strömungswiderstände für das durch
strömende Gießmaterial auftreten. Es ist bisher jedoch nicht
gelungen, diese Forderungen in wünschenswertem Maße voll
zu erfüllen.
Ein weiteres Problem der bekannten Rückströmsperren der
hier behandelten Art besteht darin, daß infolge der Gleit
reibung zwischen der vorderen Stirnfläche des Druckringes
und dem vorderen Anschlag am Schneckenkopf während der
Förderphase der Schnecke ein nicht unbeträchtlicher Ver
schleiß auftritt, der dazu führt, daß das den vorderen
Anschlag bildende Formteil des Schneckenkopfes und der
Druckring von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden müssen.
Im Oberbegriff des Hauptanspruches wird ausgegangen von
der DE-OS 22 15 585, die eine Rückströmsperre am Schnecken
kopf von Schnecken-Spritzgießmaschinen beschreibt, deren
wesentliches Sperrelement drehbar auf dem Schneckenkopf
gelagert ist und von einer Offenstellung in eine Sperr
stellung verstellt werden kann. Diese Rückströmsperre
erfordert für ihre Funktion einen nicht unbeträchtlichen
Aufwand. Denn sie fordert eine durch eine Axialbohrung
der Schnecke hindurchgeführte drehbare Welle, durch die
das scheibenförmige Sperrelement aus der Offen- in die
Sperrstellung und umgekehrt verstellbar ist. Diese Welle
muß selbstverständlich mit dem Getriebe der Spritzgieß
maschine in Antriebsverbindung stehen und entsprechend ge
steuert sein. Die hohle Schnecke, die darin notwendige
Lagerung für die Welle und die Antriebsverbindung mit dem
Getriebe bedeuten einen konstruktiven Aufwand, der auf
keinen Fall preislich vernachlässigt werden kann und die
Schneckenspritzgießmaschine insgesamt verteuert.
Ausgehend
davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Rückströmsperre dieser bekannten Art zu schaffen, die
ohne jegliche Beeinträchtigung der Funktion einfacher
aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird bei einer eingangs genannten Rückström
sperre dadurch gelöst, daß das Sperrelement frei drehbar
gelagert und durch die Drehung der Schnecke bei der Förderung
des Gießmaterials in der ersten Drehstellung gehalten und
durch eine Rückdrehung der Schnecke vor dem Einspritzen
des Gießmaterials in die zweite Drehstellung verstellbar ist.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung fällt somit der ganze
vorstehend genannte konstruktive Aufwand der vorbekannten
Rückströmsperre weg, weil das einfach drehbar gelagerte
Sperrelement durch die vorhandene Reibung (hauptsächlich
zwischen seiner Außenfläche und er Zylinderinnenwand) ein
stellbar ist in die jeweilige Drehstellung, wobei zur Erzielung
der Sperrstellung nur programmgesteuert vor dem Einspritzen
eine kurze Rückdrehung der Schnecke vorgesehen werden muß.
Die Einrichtung der Steuerung in diesem Sinn, daß die
Schnecke vor dem Spritzhub eine kurze Rückdrehung ausführen
kann, bedeutet keinerlei ins Gewicht fallenden Aufwand
gegenüber der vorbekannten Rückströmsperre, da die dort
vorgesehene Welle zur Verstellung des Sperrelements sowohl
in die Offenstellung als auch in die Sperrstellung ange
steuert werden muß. Der Vorteil der konstruktiven Verein
fachung der bekannten Rückströmsperre durch die Erfindung
ist somit offensichtlich.
Das Sperrelement ist
axial unverschieblich auf dem Schneckenkopf gehalten
und kann eine begrenzte Drehbewegung zwischen zwei
Drehstellungen ausführen, in denen der an der
Innenfläche vorgesehene Durchlaß mit einem weiteren
Durchlaß des Schneckenkopfes entweder korrespondiert
oder diesen verschließt. Das Sperrelement führt somit
während der Förderphase der Schnecke deren Drehbe
wegung mit aus, wobei es aufgrund der zwischen seiner
Außenfläche und der Zylinderinnenwand auftretenden
Reibung in der Drehstellung gehalten wird, in der das
Gießmaterial freien Durchtritt durch die Durchlässe
am Sperrelement und Schneckenkopf hat. Am Ende dieser
Förderphase führt nun die Schnecke programmgesteuert
eine kurze Rückdrehung aus, durch die das Sperrelement
relativ zum Schneckenkopf in Umfangsrichtung soweit
verdreht wird, daß es die zweite Drehstellung ein
nimmt, in der der Durchlaß im Schneckenkopf verschlossen
ist. Das Ausmaß der Rückdrehung kann sehr klein sein,
da es lediglich erforderlich ist, den Durchlaß des
Sperrelements außer Korrespondenz mit dem weiteren
Durchlaß im Schneckenkopf zu bringen, was je nach der
Erstreckung der Durchlässe in Umfangsrichtung schon
nach einem Winkelweg von 60 bis 90° der Fall sein kann.
Die programmgesteuerte Rückdrehung der Schnecke bringt
somit keinen ins Gewicht fallenden Zeitverlust im
Arbeitszyklus mit sich.
Erst anschließend an die Rückdrehung führt die Schnecke
dann den Spritzhub aus. Da zu diesem Zeitpunkt unabhängig
von irgendeiner Rückströmung des Gießmaterials die Rück
strömsperre bereits verschlossen ist, kann keinerlei
Rückströmverlust auftreten, der zu Veränderungen des Schuß
gewichts führt.
Ein weiterer Vorteil der Rückströmsperre nach der Erfindung
besteht darin, daß während der Förderphase der Schnecke
zwischen den Stirnseiten des Druckringes und den Führungs
flächen des Schneckenkopfes keine Relativbewegung auf
tritt, so daß der zu diesem Zeitpunkt auf das Sperrelement
durch das Gießmaterial ausgeübte Druck nicht zu dem
gefürchteten Verschleiß führen kann. Die zwischen der
Außenfläche des Sperrelements und der Zylinderinnenwand
vorhandene Gleitreibung ist deshalb unproblematisch, weil
radial praktisch keine Durckbelastung auf diese Flächen
wirkt und die spezifische Flächenpressung aufgrund der
im Vergleich zu den Stirnflächen erheblich größeren
Außenfläche gering ist.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß der Durchlaß an der Innenfläche des
Sperrelements sich nur über einen Teil der axialen Länge
des Sperrelements erstreckt und zumindest an seinem dem
weiteren Durchlaß im Schneckenkopf zugewendeten Ende
strömungsgünstig geformt ist. Grundsätzlich ist es
möglich, den Durchlaß an der Innenfläche des Sperrelements
axial durchlaufend auszubilden, da in der Drehstellung,
in der der weitere Durchlaß im Schneckenkopf verschlossen
ist, beide Enden des Durchlasses im Sperrelement den axialen
Gleitflächen am Schneckenkopf gegenüberliegen. Die vor
stehend genannte bevorzugte Ausführung ist jedoch deshalb
günstiger, weil dadurch Toträume im Durchlaß des Sperrelements
vermieden werden.
Der im Sperrelement ausgebildete Durchlaß kann entweder
durch eine oder mehrere Axialnuten in der Innenfläche
des Sperrelementes gebildet sein. Es ist aber auch denkbar,
ihn als eine oder mehrere von der Innenfläche bis zur
Außenfläche des Sperrelementes durchgehende Ausnehmung
auszubilden. In letzterem Fall steht eine besonders
große Eintrittsöffnung in den weiteren Durchlaß des
Schneckenkopfes zur Verfügung und die Umlenkung des
Gießmaterials vollzieht sich weniger abrupt.
Auch bezüglich der Lage des Durchlasses im Sperrelement
einerseits und des weiteren Durchlasses im Schnecken
kopf andererseits gibt es verschiedene Möglichkeiten.
So ist nach einer bevorzugten Ausführungsform vorge
sehen, daß der Durchlaß im Sperrelement sich ausgehend
von dem der Schneckenspitze abgewendeten Ende des
Druckringes über einen Teil der axialen Länge des
Sperrelementes erstreckt und der weitere Durchlaß im
Schneckenkopf sich in der ersten Drehstellung zumindest
teilweise axial mit dem Durchlaß des Sperrelementes überdeckt und zur
Schneckenspitze führt. Bei dieser Ausführung erfährt
das Gießmaterial nur eine einmalige Umlenkung, da
der weitere Durchlaß im Schneckenkopf geradlinig in
Form von Kanälen oder dgl. bis zur Schneckenspitze
geführt werden kann. Es ist aber auch denkbar, den
Durchlaß im Sperrelement ausgehend von dessen der Schnecken
spitze zugewendeten Ende über einen Teil der axialen
Länge verlaufen zu lassen, so daß der im Schneckenkopf
vorgesehene weitere Durchlaß an dem der Schneckenspitze
abgewendeten Ende des Sperrelementes beginnt. Auch hierbei
überdecken sich selbstverständlich die beiden Durchlässe
in der Drehstellung des Sperrelementes, die der ersten Drehstellung bzw. der Offen
stellung entspricht.
Die beiden Drehstellungen des Sperrelementes werden auf ein
fache Weise durch Anschläge festgelegt. In einer einfachen
Ausführungsform können diese Anschläge durch die Enden
einer umfänglich verlaufenden Nut gebildet sein, in die
ein Stift eingreift. Nut bzw. Stift sind am Sperrelement
und Schneckenkopf oder umgekehrt vorgesehen. Die
Umfangsnut kann sowohl an den Umfangsflächen als auch
an den einander gegenüberliegenden axialen Stirnflächen
von Schneckenkopf bzw. Sperrelement vorgesehen sein. Die
geeignete Anordnung ergibt sich in Abhängigkeit von
der Gestaltung des Schneckenkopfes so, daß die ein
fachste Montage möglich ist. Die Länge der Umfangsnut
muß in jedem Fall so groß sein, daß in der durch das
Anschlagen des Stiftes an ihrem Ende bestimmten Dreh
stellung das Sperrelement auch tatsächlich den weiteren
Durchlaß im Schneckenkopf mit dem geschlossenen Teil
seiner Innenfläche verschließt.
Ausführungsbeispiele der Rückströmsperre gemäß der Erfindung werden anhand der
Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch den
Schneckenkopf einer Schnecken-Spritzgießmaschine
mit einem Teil der Zylinderwandung;
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II in Fig. 1
mit Blickrichtung zur Schneckenspitze;
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie III-III in Fig. 1
mit Blickrichtung zur Schneckenspitze;
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV mit Blick
richtung zum Schneckenende, und
Fig. 5 einen zu Fig. 1 analogen Längsschnitt durch eine
andere Ausführungsform.
Eine Schnecke 1 ist in einem Spritzzylinder 2 einer nicht darge
stellten Spritzgießmaschine drehbar und axial verschiebbar ge
lagert. In dem Schneckenkopf 3 ist eine Gewindebohrung 4 ausge
bildet, in welche ein die Schneckenspitze bildendes Formteil 5
eingeschraubt und gegen Lösung gesichert ist.
Der Schneckenkopf 3 ist bis zu seiner vorderen Stirn
fläche abgesetzt und bildet eine Schulter 6. Das Formteil
5 ist in seinem Durchmesser so bemessen, daß sich fluchtend
mit der vorderen Stirnfläche des Scneckenkopfes 3 eine
weitere Schulter 7 ergibt.
In dem abgesetzten Teil des Schneckenkopfes 3 zwischen den
Schultern 6 und 7 sind diametral gegenüberliegende Längs
nuten als Durchlässe 8 von etwa rechteckigem Querschnitt mit gerundeten
Kanten ausgebildet, die die vordere Stirnfläche des
Schneckenkopfes 3 durchsetzen und in Durchströmkanäle als korrespondierende Öffnungen 9
des die Schneckenspitze bildenden Formteiles 5 münden.
Die Durchströmkanäle sind zwischen radialen Stegen des
Formteiles 5 ausgebildet und erweitern sich zur Schnecken
spitze hin.
Zwischen den durch die Schultern 6 und 7 gebildeten
Gleitflächen ist in Umfangsrichtung begrenzt drehbar
ein Sperrelement 10 angeordnet, das mit seiner Außenfläche
in gleitender Abdichtung an der Innenwand des Spritz-Zylinders 2
geführt ist. Auch die Innenfläche des Sperrelements 10
bildet eine gleitende Abdichtung gegenüber der abge
setzten Fläche des Schneckenkopfes 3. Von dem Ende des
Sperrelementes 10 aus, das aus der Schneckenspitze abgewendet
ist, erstrecken sich zwei diametral gegenüberliegende
Durchlässe 11 über etwa die Hälfte der Länge des
Sperrelementes 10 nach vorn. Die Breite der Durchlässe
11 entspricht etwa derjenigen der Nuten als weitere Durchlässe 8. Das vordere
Ende der Durchlässe 11 ist in Strömungsrichtung abge
schrägt, um eine möglichst sanfte Umlenkung des Gieß
materials zu bewirken.
Wie sich aus Fig. 4 ergibt, ist in die vordere Stirnfläche
des Sperrelementes 10 eine sich umfänglich erstreckende Nut
12 eingearbeitet, in die ein in die vordere Stirnfläche
des Schneckenkopfes 3 eingesetzter Stift 13 radial hinein
ragt. Die Nut 12 erstreckt sich über einen Bogen von etwa
70°. Ihre Enden bilden Anschläge für den Stift 13, so daß
hierdurch zwei Drehstellungen des Sperrelementes 10 fixiert
sind. In der in der Zeichnung dargestellten Drehstellung
liegen die Durchlässe 11 des Sperrelementes 10 über den weiteren
Durchlässen 8 im Schneckenkopf 3, so daß eine Verbindung zwischen
den Schneckengängen und dem vor der Schneckenspitze liegenden
Sammelraum besteht. In der um 70° entsprechend der Länge
der Nut 12 in Umfangsrichtung verdrehten Drehstellung
des Sperrelementes 10 überdecken dagegen die zwischen den
Durchlässen 11 befindlichen geschlossenen Innenflächen
des Sperrelementes die weiteren Durchlässe 8 und sperren diese gegenüber
den Schneckengängen ab.
Die Wirkungsweise der Rückströmsperre
ist folgende:
Während der Förderphase der Schnecke 1, in der Gießmaterial
durch die Schneckengänge in den vor der Schneckenspitze
liegenden Sammelraum gebracht wird, dreht sich die Schnecke 1
im Uhrzeigersinn. Das Sperrelement 10 wird infolge
Anlage des Stiftes 13 am Ende der Nut 12 in Dreh
richtung der Schnecke 1 mitgenommen und gleitet somit
während der Förderphase mit seiner Außenfläche an der
Innenwand des Spritz-Zylinders 2 . Dadurch ist gewährleistet,
daß die in der Fig. 4 dargestellte Drehstellung des
Sperrelementes 10 stets beibehalten wird, so daß das Gieß
material durch die Durchlässe 11 in die weiteren Durchlässe 8 ein
treten und durch die Öffnungen 9 zum Sammelraum
gelangen kann. Ist eine ausreichende Menge Gießmaterial
im Sammelraum vorhanden, so vollführt die Schnecke 1 programm
gesteuert eine Rückdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn,
deren Winkelweg mindestens 70° beträgt. Da auch hierbei
das Sperrelement 10 infolge der an seiner Außenfläche auf
tretenden Reibung gegenüber der Zylinderwandung in Ruhe
bleibt, verstellt es sich relativ zum Schneckenkopf 3 in
die andere Extremstellung, in der der Stift 13 am gegen
überliegenden Ende der Nut 12 zur Anlage gelangt.
In dieser Drehstellung besteht keine Verbindung zwischen
den Durchlässen 11 und den weiteren Durchlässen 8 mehr. Diese sind vielmehr
durch die geschlossenen Innenflächen des Sperrelementes 10
abgedichtet. Nunmehr vollzieht die Schnecke 1 programm
gesteuert ihren Einspritzhub. Dieser findet ohne
jegliche Rückströmung von Gießmaterial durch die weiteren Durchlässe
8 statt, weil diese vom Sperrelement 10 versperrt
sind.
Anschließend an den Einspritzvorgang beginnt die Schnecke 1
wieder ihre Rotation, um Gießmaterial nach vorne in
den Sammelraum zu fördern. Aufgrund dieser Rotation be
wegt sich der Stift 13 wieder in die in Fig. 4 gezeigte
Stellung, in der das Sperrelement 10 von dem Schneckenkopf 3
bei der Drehung mitgenommen wird und die weiteren Durchlässe 8 im
Schneckenkopf 3 für den Durchtritt von Gießmaterial frei
liegen.
Die Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem kein
den Schneckenkopf bildendes Formteil 5 vorgesehen ist.
Der Schneckenkopf 5′ verjüngt sich vielmehr ausgehend
von dem Durchmesser des Absatzes, auf dem das Sperrelement
10′ drehbeweglich angeordnet ist, zu einer Spitze. Es
wird dadurch allenfalls an der der Schneckenspitze abge
wendeten Seite des Sperrelementes 10′ eine Schulger ge
schaffen, an der das Sperrelement 10′ bei der Drehbewegung
gleiten kann. Die axiale Fixierung des Sperrelementes 10′
erfolgt bei dieser Ausführungsform zugleich durch die
in Fig. 5 nicht erkennbare Nut/Stift-Verbindung 12, 13,
wobei der Stift 13 zugleich gegebenenfalls axial wirkende
Kräfte aufzunehmen hat und dadurch eine Axialverschiebung
des Sperrelementes 10′ verhindert. Es ist zweckmäßig, bei
dieser Ausführungsform die Nut/Stift-Verbindung 12, 13
doppelt vorzusehen, d. h. diametral gegenüber je eine
Nut/Stift-Verbindung, um die notwendige Festigkeit zu
bewirken und eine symmetrische Axialabstützung des Sperrelementes
10′ zu erreichen. Es kann im übrigen daran gedacht
werden, anstelle einer Schulter an dem der Schneckenspitze
abgewendeten Ende des Sperrelementes 10′ dort ebenfalls eine
Nut/Stift-Verbindung zur axialen Festlegung und zur Be
stimmung der beiden Drehstellungen des Sperrelementes 10′
vorzusehen.
Wie sich aus Fig. 5 ergibt, verlaufen von dem der Schnecken
spitze abgewendeten Ende des Sperrelementes 10′ ausgehend
die darin vorgesehenen Durchlässe 11′ über etwa die
Hälfte der Länge des Sperrelementes 10′ und weisen die
Form von nur auf der Innenfläche des Sperrelementes 10′ vorge
sehenen Durchlässe auf. Diese Durchlässe 11′ stehen in der
einen Drehstellung des Sperrelementes 10′ in Übereinstimmung
mit in der Schnecke selbst vorgesehenen Axialnuten als weitere Durchlässe 8′,
die in der kegeligen Schneckenspitze auslaufen.
Die Wirkungsweise der Ausführungsform gemäß Fig. 5 entspricht
derjenigen, die in Zusammenhang mit der Ausführungsform
gemäß den Fig. 1 bis 4 geschildert worden ist.
Es sind verschiedene Abweichungen
von den in den Ausführungsbeispielen gezeigten Konstruktionen möglich.
So erweist es sich z. B. als zweckmäßig, in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 das Sperrelement 10 mit einem
gewissen Axialspiel, z. B. von 1 mm, zwischen den Schultern
6 und 7 zu lagern. Durch dieses Axialspiel wird das Sperrelement
10 beim Übergang von der Förderphase zur Schußphase
und umgekehrt axial um das Spiel verschoben und an die
Schultern 6, 7 angepreßt. Dadurch wird an den Schultern
6 und 7 befindliche Schmelze, die sich dort abgesetzt hat,
stets weggepreßt, so daß es zu einer ständigen Erneuerung
kommt und Rückstände, Verbrennungen und dgl. vermieden
werden.
Claims (7)
1. Rückströmsperre am Schneckenkopf einer Schnecken-Spritzgieß
maschine, bei der die Förderung des Gießmaterials in
einen Sammelraum vor dem Schneckenkopf durch Drehung der
Schnecke und das Einspritzen des Gießmaterials durch eine
Axialbewegung der Schnecke in einem Spritzzylinder erfolgt, mit einem an dem
Schneckenkopf drehbar gelagerten Sperrelement, das mit
seiner Außenfläche an der Zylinderinnenwand des Spritz
zylinders dichtend geführt ist, einen sich nur über einen
Teil seines Umfanges erstreckenden Durchlaß für in den
Sammelraum einzuförderndes Gießmaterial aufweist und
in zwei durch Anschläge bestimmte Darstellungen ein
stellbar ist, in deren erster der Durchlaß des Sperr
elements mit einem im Schneckenkopf gebildeten weiteren
Durchlaß fluchtet und in deren zweiter das Sperrelement
den weiteren Durchlaß im Schneckenkopf versperrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrelement (10) frei drehbar gelagert und
durch die Drehung der Schnecke (1) bei der Förderung des
Gießmaterials in der ersten Drehstellung gehalten und
durch eine Rückdrehung der Schnecke (1) vor dem Einspritzen
des Gießmaterials in die zweite Drehstellung verstellbar
ist.
2. Rückströmsperre nach Anspruch 1 mit einem auf dem Schnecken
kopf gleitend beweglichen, ringförmigen Sperrelement, das
an seiner Innenfläche den Durchlaß für das Gießmaterial
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaß (11)
an der Innenfläche des Sperrelements (10) sich nur über
einen Teil der axialen Länge des Sperrelements (10)
erstreckt und zumindest an seinem dem weiteren Durch
laß (8) im Schneckenkopf (3) zugewendeten Ende
strömungsgünstig geformt ist.
3. Rückströmsperre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchlaß (11) über einen Teil der axialen Länge des Sperrelements (10) eine bis
zur Außenfläche des Sperrelements (10) durchgehende Aus
nehmung ist.
4. Rückströmsperre nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Sperrelement (10) mehrere auf dem
Innenumfang verteilte Durchlässe (11) und in gleicher
Umfangsteilung entsprechende weitere Durchlässe (8)
im Schneckenkopf (3) ausgebildet sind.
5. Rückströmsperre nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchlaß (11) im Sperrelement
(10) sich ausgehend von dem der Schneckenspitze abge
wendeten Ende des Sperrelements (10) über einen Teil
der axialen Länge des Sperrelements (10) erstreckt und
der weitere Durchlaß (8) im Schneckenkopf (3) sich in
der ersten Drehstellung des Sperrelements (10) zumindest
teilweise axial mit dem Durchlaß (11) des Sperrelements
überdeckt und zur Schneckenspitze führt.
6. Rückströmsperre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die die zwei Drehstellungen des
Sperrelements (10) bestimmenden Anschläge durch die
Enden mindestens einer in Umfangsrichtung verlaufenden
Nut (12) gebildet sind, in die ein Stift (13) od. dgl.
eingreift, wobei die Bogenlänge der Nut (12) mindestens
der durch die Breite der Durchlässe (11 oder 8) gegebenen
Bogenlänge entspricht.
7. Rückströmsperre nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (10)
auf einem Absatz des Schneckenkopfes (3) geführt
und durch ein die Schneckenspitze bildendes, in den
Schneckenkopf (3) eingeschraubtes Formteil (5)
drehbeweglich gehalten ist, welches mit dem weiteren
Durchlaß (8) im Schneckenkopf (3) korrespondierende
Öffnungen (9) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792942320 DE2942320A1 (de) | 1979-10-19 | 1979-10-19 | Rueckstroemsperre an schnecken-spritzgiessmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792942320 DE2942320A1 (de) | 1979-10-19 | 1979-10-19 | Rueckstroemsperre an schnecken-spritzgiessmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2942320A1 DE2942320A1 (de) | 1981-05-07 |
| DE2942320C2 true DE2942320C2 (de) | 1987-08-06 |
Family
ID=6083887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792942320 Granted DE2942320A1 (de) | 1979-10-19 | 1979-10-19 | Rueckstroemsperre an schnecken-spritzgiessmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2942320A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3240872C2 (de) * | 1982-11-05 | 1986-10-09 | Erich 7141 Steinheim Blattert | Rückstromsperre für eine Schnecken-Spritzgießmaschine |
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| JP3299235B2 (ja) | 1999-11-12 | 2002-07-08 | 住友重機械工業株式会社 | 逆流防止装置及び射出装置の運転方法 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2215585A1 (de) * | 1972-03-30 | 1973-10-31 | Rolf Deerberg | Einrichtung zum spritzen von duroplastischen werkstoffen |
| DE2518219A1 (de) * | 1975-04-24 | 1976-11-04 | Demag Kunststofftech | Rueckstroemsperre an schneckenspritzgiessmaschinen |
-
1979
- 1979-10-19 DE DE19792942320 patent/DE2942320A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2942320A1 (de) | 1981-05-07 |
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Owner name: MANNESMANN AG, 4000 DUESSELDORF, DE |
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