DE2941631C2 - Eckumlenkung für Treibstangenbeschläge - Google Patents
Eckumlenkung für TreibstangenbeschlägeInfo
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- E05Y2900/13—Type of wing
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Eckumlenkung für Treibstangenbeschläge mit einem winkelförmigen, an
einem bogenförmigen Mittelbereich einstückig anschließende Schenkel aufweisenden Führungskanal zum
zug- und drucksteifen Führen von aus biegeelastischem Material, vorzugsweise Federstahl, gebildeten Umlenkgliedern,
der aus einem Metallband, insbesondere Messingband, gebildet ist, bei dem sich an einen im
Querschnitt im wesentlichen ebenen Stegteil an beiden Längsseiten einstückig zwei C-förmige, mit ihrer
offenen Seite zueinanJer gerichtete Randflansche anschließen, die durch Einrollungen gebildet sind und
die die Längsränder der Umlenkglieder umgreifen.
Eine Eckumlenkung dieser Art ist durch das DE-GM 58 015 bekannt.
Die im Querschnitt C-förmigen Randflansche lassen sich, wenn sie als Einrollungen gebildet sind, nicht
beliebig klein ausbilden, sondern müssen eine lichte Höhe haben, die etwa gleich dem Doppelten der
jeweiligen Banddicke ist. Das bedeutet aber, daß bei der Verwendung eines Bands von 1 Millimeter Dicke die
C-förmigen Randflansche eine lichte Weite von etwa 2 Millimetern haben. Andererseits soll jedoch die
Gesamtdicke der im Führungskanal aufgenommenen, biegeelastischen, z.B. aus mehreren übereinander
gelegten Federstahlbändern gebildeten Umlenkglieder nicht zu groß gewählt werden, wenn eine leichtgängige
Beweglichkeit im Führungskanal und eine lange Lebensdauer gewährleistet sein soll. Die Praxis hat
ergeben, daß diese Bedingung in optimaler Weise dann erfüllt wird, wenn die Gesamtdicke der biegeelastischen
Umlenkglieder etwa 1 Millimeter beträgt und diese dabei von wenigstens drei, vorzugsweise aber vier
übereinanderliegenden Federstahlbändern gebildet werden.
Beim Einbau solcher biegeelastischer Umlenkglieder in den winkelförmigem Führungskanal der gattungsgemäßen
Art tritt wegen des vorhandenen großen Spiels bei der ständig wechselnden Schieberichtung der
Umlenkglieder ein beträchtlicher Schlupf auf, welcher zwangsläufig dazu führt, daß der festgelegte Schubweg
einer mit dem Umlenkglied gekuppelten Treibstange inicht vollständig an die andere Treibstange übertragen
wird. Außerdem versuchen im Betrieb die biegeelastischeu Umlenkglieder sich mit ihren Längsrändern unter
der Einwirkung der an ihnen angreifenden Zug- und Druckkräfte zwangsläufig in die sich verengenden
Bereiche der im Querschnitt C-förmigen Randflansche des Führungskanals zu verlagern, wodurch sich als
Folge der dadurch bedingten erhöhten Gleitreibung eine Schwergängigkeit und ggf. ein Festklemmen der
Umlenkglieder ergeben kann.
Da sich diese Nachteile nur dadurch beseitigen lassen, daß das Bewegungsspiel zwischen den biegeelastischen
Umlenkgliedern und dem winkelförmigen Führungskanal in Querschnittsrichtung vermindert wird, hat man
letztlich die winkelförmigen Führungskanäle aus stranggepreßten bzw. gezogenem Profilmaterial gefertigt,
weil hierdurch nicht nur deren lichte Weite zum Zwecke der Spielverminderung verkleinert werden konnte,
sondern sich auch der Führungsquerschnitt des Führungskanals weitestgehend auf die Querschnittsform
des Umlenkgliedes abstimmen ließ.
Abgesehen davon, daß stranggepreßte bzw. gezogene Profile verhältnismäßig aufwendig vorgefertigt werden
müssen und daher hohe Kosten verursachen, lassen sich diese auch nur aus Sondermaterial in Strangpreß- bzw.
Ziehqualität fertigen. Dieses Sonderrr.aterial in Strangpreß- bzw. Ziehqualität hat aber nicht nur schlechtere
Gleiteigenschaften als diejenigen Werkstoffe, aus denen sich Führungskanäle mit C-förmig eingerollten Randiilanschen
herstellen lassen, sondern es wird auch die Herstellung von Schweiß- bzw. Lötverbindungen
zwischen diesen Führungskanälen und anderen Beschlagteilen, beispielsweise Stulpschienen, erschwert.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, den Führungskanal einer gattungsgemäßen Eckumlenkung aus
sucher schweiß- bzw. lötbarem sowie verformbarem Flachbandmaterial, dessen lichte Kanalhöhe im Bereich
der C-förmigen Randflansche zum Zwecke der leichteren Fertigung größer als die Gesamtdicke der in ihm
aufgenommenen Umlenkglieder ist, so zu verbessern, daß er das Umlenkglied aus biegeelastischem Material
mit geringem Spiel quer zur Schubrichtung und ohne Verklemmungsgefahr aufnehmen kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im Kennzeichnungsteil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das
biegeelastische Umlenkglied, gleichgültig ob es auf Zug oder auf Druck beansprucht wird, keine flächige,
sondern lediglich linienförmige Berührung .nit dem aus dem genannten Material bestehenden Führungskanal
hat und dadurch Störungen im Betrieb vermieden sind. - Wenn die Sicken vor der endgültigen Anformung der
Randflansche durch Einrollung in den Metallstreifen eingeprägt werden, ist auf einfache Weise sichergestellt,
daß die Formgebung der Randflansche sich nicht bis in den Bereich des Stegteils hinein auswirkt Vielmehr wird
die Biegezone für die Randflansche durch diese Sicken exakt begrenzt.
Die Sicken geben dem gesamten Führungskanal eine erhöhte Formstabilität, welche sich auch dahingehend
auswirkt, daß bei der Formung des bogenförmigen Mittelbereichs dort keine Faltenbildung in den Randflar.schen
zustande kommen kann.
Eine Ausgestaltung des erfindungsgerrüßen Führungskanals
kann mit den im Anspruch 2 angegebenen .Merkmalen ausgestattet werden. Dabei kann sich das im
Anspruch 3 angegebene Merkmal als besonders wichtig erweisen, weil hierdurch nicht nur die faltenfreie
Ausformung des bogenförmigen Mittelbereichs am Führungskanal gewährleistet wird, sondern auch die
Spielfreiheit in der Bewegung des biegeelastischen Umlenkgliedes verbessert werden kann.
Durch eine Ausbildung nach Anspruch 4 wird unter Stabilisierung des Kanalquerschnitts einerseits die
Herstellung der C-förmigen Randflansche und andererseits die problemlose Formung des bogenförmigen
Mittelbereichs unterstützt.
Schließlich erweist sich aber auch eine Ausbildung gemäß Anspruch 6 als wichtig, weil hierdurch die
Formstabilität des Führungskanals auch an denjenigen Stellen nahezu voll erhalten bleibt, an welcher er aus
funktionellen Gründen Durchbrüche erhalten muß.
In der Zeichnung ist die Erfindung in Ausführungsbeispielen dargestellt.
F i g. 1 zeigt in räumlicher Ansichtsdarstellung bei etwa natürlicher Größe einen auf der Stulpschiene
befestigten Führungskanal,
Fig. 2 in größerem Maßstab einen Schnitt längs der Linie II—11 in F i g. 1 durch den Führungskanal und
Fig.3 einen Schnitt längs der Linie HI-III in Fig. 1,
ebenfalls in größerem Maßstab.
In F i g. 1 der Zeichnung ist ein winkelförmiger Führungskanal 1 gezeigt, welcher zur zug- und
drucksteif schiebbaren Aufnahme eines biegeelastischen Umlenkglieds bei Eckumlenkungen für Treibstangenbeschläge
dient. Dieser Führungskanal 1 hat zwei rechtwinklig zueinander gerichtete, gerade Schenkel 2
und 3, die einstückig miteinander durch einen bogenförmigen Mittelbereich 4 verbunden sind.
Der Führungskanal 1 ist aus einem Metallprofil, insbesondere einem Messingprofii, gefertigt, bei dem
sich an einem im wesentlichen ebenen Stegteil 5 an beiden Längsseiten einstückig zwei im Querschnitt
C-förmige, mit ihrer offenen Seite gegeneinandergerichtete Randflansche 6 und 7 anschließen. Die
Randflansche 6 und 7 werden dabei jeweils durch sogenannte Einrollungen an den Längskanten eines
ebenen Metallstreifens gebildet, der dann durch Formung des bogenförmigen Mittelbereichs 4 zu dem
winkelförmigen Führungskanal 1 umgeformt wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Führungskanal 1 mit seinen geraden Schenkel 3 an einer
Stulpschiene 10 befestigt, beispielsweise unmittelbar durch punktförmige Schweiß- oder Lötstellen 11.
Zum einwandfreien Ausformen der die C-förmigen Randflansche 6 und 7 bildenden Einrollungen ist die
lichte Höbe 12 des MetallproGls etwa doppelt so groß wie die Dicke 13 des zur Herstellung des Führungskanals
dienenden Bandmaterials bemessen. Dadurch ist aber diese lichte Profilhöhe 12 größer als die
Gesamtdicke 14 des im FührungskanaJ 1 verschiebbar untergebrachten, biegeelastischen Umlenkglieds 15,
welches beispielsweise aus vier aufeinanderliegenden,
ι ο dünnen Federstahlbändern gebildet wird.
Damit sich die Differenz zwischen der Gesamtdicke 14 des Umlenkgliedes 15 und der lichten Höhe 12 des
Profilquerschnittes im Führungskanal 1 nicht als übermäßig großer Schlupf bemerkbar machen kann,
sind in das Metallprofil des Führungskanals 1 jeweils in den beiden Übergangsbereichen zwischen dem ebenen
Stegteil 5 und den C-förmigen Randflanschen 6 und 7 längsverlaufende Sicken 8 und 9 eingeformt, vorzugsweise
über die ganze Länge des MetalJprofils durchgehend. Diese Sicken 8 und 9 springen um die Höhe 16 in
den lichten Profilquerschiiitt des Führungskanals 1 vor,
so daß der für das Umlenkglied 15 wirksam bleibende Profilquerschnitt 17 entsprechend kleiner als die lichte
Höhe 12 des Profilquerschnitts ist Die Höhe 16 des den lichten Profilquerschnitt verengenden Sickenteils ist
zweckmäßig etwa halb so groß wie die Differenz zwischen der Gesamtdicke 14 des Umlenkglieds 15 und
der lichten Höhe 12 des Profilquerschnitts.
Diese in F i g. 2 wiedergegebene Ausgestaltung des Metallprofils erstreckt sich jeweils nur über die Länge
der beiden geraden Schenkel 2 und 3 des Führungskanals 1.
Der bogenförmige Mittelbereich 4 des Führungskanals 1 hat jedoch die aus F i g. 3 ersichtliche Profilierung
der beiden Randflansche 6 und 7. Die freien Längskanten 18 und 19 der beiden Randflansche 6 und 7
sind in diesem Bereich stärker zu dem Stegteii 5 hineingebogen, so daß dort das Bewegungsspiel
zwischen dem Umlenkglied 15 und dem Führungskanal 1 noch weiter eingeengt wird als im Bereich der beiden
Schenkel 2 und 3.
Das Umlenkglied 15 erhält im Führungskanal 1 durch die Sicken 8 i'nd 9 eine solche Abstützung in seiner
Längsrichtung, daß es im wesentlichen im Bereich der größten Querschnittsbreite des Führungskanals gehalten
ist, wobei es lediglich über linienförmige Berührungsstellen sowohl an den Breitseiten als auch an den
Längskanten abgestützt wird.
Die durch die Sicken 8 und 9 und die Randflansche 6
Die durch die Sicken 8 und 9 und die Randflansche 6
so und 7 bewirkte Vertiefung des Führungskanals 1 ist auch dann von Bedeutung, wenn im Bereich der beiden
Schenkel 2 und 3 im Stegteil 5 Durchbräche 20 und 21, z. B. Löcher oder Langlöcher, ausgestanzt werden
müssen, sofern darauf geachtet ist, daß diese Durchbrüehe jeweils zwischen den beiden Sicken 8 und 9 liegen.
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Ausfiihrungsbeispiel
befindet sich das Stegteil 5 an der Winkelaußcnseite. Selbstverständlich kann im Bedarfsfalle das Stegteil 5
auch an der Winkelinnenseite angeordnet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Eckumlenkung für Treibstangenbeschläge mit einem winkelförmigen, an einem bogenförmigen
Mittelbereich einstückig anschließende Schenkel aufweisenden Führungskanal zum zug- und drucksteifen
Führen von aus biegeelastischem Material, vorzugsweise Federstahl, gebildeten Umlenkgliedern,
der aus einem Metallband, insbesondere Messingband, gebildet ist, bei dem sich an einen im
Querschnitt im wesentlichen ebenen Stegteil an beiden Längsseiten einstückig zwei C-formige, mit
ihrer offenen Seite zueinander gerichtete Randflansche anschließen, die durch Einrollungen gebildet
sind und die die Längsränder der Umleckglieder umgreifen, dadurch gekonnzeichnet, daß
das den Führungskanal bildende Metallprofil an den Übergangsbereichen zwischen dem ebenen Stegteil
(5) und den C-förmigen Randflanschen (6 und 7) mit je einer längsverlaufenden, in den hohlen Profilquerschnitt
vorspringenden Sicke (8 und 9) versehen ist.
2. Eckumlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (16) des die Höhe (12)
des Profilquerschnitts verengenden Sickenbereichs etwa halb so groß ist, wie die Differenz zwischen der
Gesamtdicke (14) der Umlenkglieder (15) und der lichten Höhe (12) des Profilquerschnitts.
3. Eckumlenkung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Längskanten (18 und
19) der Randflansche (6 und 7) zum ebenen Stegteil (5) hin eingebogen sind (F i g. 3).
4. Eckumlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicken (8 und 9) durch Prägen gebildet sind.
5. Eckumlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stegteil (5) des Metallprofils an der Winkelinnenseite des Führungskanals (1) angeordnet ist.
6. Eckumlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Stegteil (5) Durchbrüche (20, 21), z. B. Löcher oder Langlöcher,
ausgestanzt sind.
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|---|---|---|---|
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