DE2941086A1 - Sitzpolster, insbesondere fuer fahrzeugsitze, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellung - Google Patents
Sitzpolster, insbesondere fuer fahrzeugsitze, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellungInfo
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Description
Sitzpolster, insbesondere für Fahrzeugsitze, sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf Sitzpolster, die aus einem
Block aus verformtem Schaumstoff bestehen, der elastisch
zusammendrückbar und mit einem Bezug versehen ist, insbesondere auf Polster für die Sitze von Kraftfahrzeugen,
wie Sitzflächen, Rückenlehnen, Armlehnen und Kopfstützen. Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Herstellung derartiger Polster.
Man benutzt eine Form, die aus einem aus einem Stück bestehenden Kasten, dessen Innenfläche das Negativ der
Außenfläche, d.h. der Oberseite und der Seitenteile des herzustellenden Polsters bildet, und einem Deckel besteht, wobei der Boden des Kastens vorteilhafterweise mit
Offnungen versehen ist, die an eine Unterdruckquelle angeschlossen werden können. Der in der Form liegende Be
zug und das Schaumstoffstück werden nacheinander verformt, wobei der Schaumstoffblock während der Verformung
fest von dem Bezug umhüllt wird. Zur Herstellung des Bezuges wird auf die Ränder des Kastens ein Blatt des Bezuges gelegt und dieses dann pneumatisch verformt, wobei
es sich gegebenenfalls unter gleichzeitiger Erwärmung gegen die Innenseite des Kastens anlegt.
Dieses bekannte Verfahren hat eine Reihe von Nachteilen.
Zunächst wird das Blatt, das den Bezug bilden soll, sehr
stark an den Seitenflächen und den Ecken des Kastens verformt. Die Seitenflächen stehen vom Boden des Kastens
aus senkrecht etwa 10 cm vor. Diese Deformierung schwächt das Blatt an den Randzonen, die die Kanten des fertigen
Polsters bedecken, erheblich. Gerade diese Abschnitte des
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meisten beansprucht. Um die sehr große Abnutzung an diesen Kanten zu verhindern, ist es notwendig, die Folie insgesamt
stärker auszubilden als es für deren größeren Teil
erforderlich ist, was sehr unwirtschaftlich ist.
Bei den fertigen Polstern führt die Verbindung zwischen dem Mantel des Bezuges, d.h. zwischen dessen Seitenflächen
und den Seitenteilen des Schaumstoffstückes, dazu, daß die Seiten und die angrenzenden Zonen des Polsters
unbiegsam sind, da ihre freie elastische Verformung behindert wird. Während derartiger Verformungen führt die
Haftung zu Faltenbildungen, die nicht nur wenig gut aussehen, sondern auch zu Brüchen oder Rissen an den Falten
führen können.
Die Befestigung des unteren Abschnittes des Seitenstreifens an dem Unterbau des Polsters ist einerseits wegen
der erwähnten Haftung schwierig, da die für die Anbringung auf den unteren Abschnitt aufzubringenden Zugkräfte
dazu führen können, daß der Bezug einreißt. Andererseits wird die Anbringung durch natürliche Ausrichtung der
Befestigungszone zwischen dem unteren Abschnitt und dem Seitenteil erschwert, weil diese genau umgekehrt ist wie
die für die Befestigung gewünschte.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde schon vorgeschlagen, den Seitenabschnitt getrennt von der oberenFläche,
d.h. dem Rest des Polsters, herzustellen. Es gibt einige zufriedenstellende Verfahren, die von dieser Möglichkeit
Gebrauch machen. Sie benötigen jedoch einen zusätzlichen Arbeitsgang zur Befestigung des seitlichen Abschnittes
an der oberen Fläche, insbesondere durch Nähen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den
bekannten Verfahren auftretenden Bachteile, insbesondere
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eine getrennte Anbringung des seitlichen Abschnittes an der Oberseite» zu vermeiden, wobei der gesamte Bezug, d.h.
sowohl der seitliche Abschnitt als auch die Oberseite, aus einen einzigen Stück und der gleichen Lage bestehen.
Erfindungsgemäß wird bei der Herstellung des Polsters
eine Deformierung der ebenen, den Bezugsstoff bildenden Lage zu einer Schale vorgenommen, an deren Boden eich ein
Rand oder eine seitliche Wandung längs einer geschlossenen,
praktisch in einer Ebene liegenden Linie anschließt, wo
bei der Boden die Oberseite des Polsters bildet und die
gleiche Struktur und Gestalt hat wie die Oberseite dee Schaumstoffblockes, der bezogen werden soll. Der Band
bildet den umstülpbaren Mantel des Polsters in dem Sinne, daß er an die Seitenteile des Schaumstoffstückes angelegt
werden kann, nachdem er um die erwähnte Linie umgestülpt ist. Der Rand selbst ist nach außen zu durch einen ebenen
peripherischen, nicht deformierten Randabschnitt verlängert.
Weitere Merkmale der Erfindung, insbesondere des Heretellungeverfahrens und einer Vorrichtung zu dessen Durch
führung, ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Figuren
1 und 2 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung
zur Herstellung eines Polsters aus einem Schaum-
stoTfblock, der mit einem Bezug mit einem umgestülpten Mantel versehen ist,
Figur 3 ein so hergestelltes Polster, unmittelbar nachdem es aus der Form genommen ist, im Schnitt
und
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Figur 4 das gleiche Polster, nachdem der Hantel durch
Umstülpen um die Seitenteile dee Schaumstoffblockeβ gelegt ist.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel erläutert die Herstellung eines Polsters für den Sits eines Fahrzeuges,
das aus einem verformten Block 1 aus elastischem Schaumstoff mit einem mittleren, etwas vertieften Abschnitt besteht, der durch Wulste 2 begrenzt wird, deren Kamm 3
auf einer umlaufenden geschlossenen Linie in der waagerechten Ebene P liegt.
Der Schaumstoffblock ist mit einem Bezug versehen, der aus einem Oberteil 4, das die gesamte obere Fläche des
Schaumstoffblockes innerhalb der Linie 3 bedeckt und einem den Umfang umgebenden Mantel 5 besteht, der die
Seitenwände außerhalb dieser Linie umgibt. Lediglich das Oberteil 4 ist fest mit dem Schaumstoff verbunden.
1 aufgelegt und liegt an diesen an. Er kann sich somit unabhängig von dem Schaumstoff deformieren, so daß jeg
liches Straffen bei der elastischen Verformung der Wulste
2 vermieden wird und der Hantel darüber hinaus, wenn sich diese Wülste in der Ruhestellung, d.h. in nicht komprimiertem Zustand, befinden, eng an den Außenflächen der
Wülste 2 liegt, ohne daß Vertiefungen und Palten, die un
schön aussehen, auftreten. Darüber hinaus ist der untere
Abschnitt des Hantele über das Polster hinaus durch einen Rand 6 verlängert und hat vor der Befestigung des Polsters an dem Unterbau die natürliche Heigung, sich unter
den Schaumetoffblock zu legen.
Bei den bevorzugten Aueführungsformen der Erfindung sind die gedehnten und verdünnten Abschnitte der den Bezug
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bildenden Lage nicht auf diejenigen Abschnitte lokalisiert, die am meisten verformt werden. Sie sind im Gegenteil gleichmäßig auf die gesamte deformierte Oberfläche
mit Ausnahme der Zone 7 zwischen dem Rand 6 und dem übrigen Teil des Bezuges verteilt.
Auf den Figuren 1 und 2 ist eine Vorrichtung zur Herstellung derartiger Polster schematisch dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einer Wanne 8, deren Wandung 9 nach
oben zu durch eine waagerechte, ebene umlaufende Auflage
fläche 10 begrenzt wird, während der Boden 11 mit einem
in senkrechter Richtung verschiebbaren Bodenabschnitt versehen ist. Auf die Fläche 10 kann ein Rahmen 15 mit
einer unteren, auf die Fläche 10 passenden, ebenfalls umlaufenden Auflagefläche 14 aufgesetzt werden. Die Vorrich-
tung enthält ferner einen passenden Deckel 15» der auf den Rahmen 13 aufgesetzt wird.
Die inneren Konturen der beiden Flächen 10 und 14 erstrecken sich längs einer geschlossenen Linie, die der
Verbindungszone 7 entspricht. Zwischen den Flächen 10 und
14 wird der Außenrand 16 der zunächst ebenen Lage 17 des Materials eingespannt, das den späteren Bezug bilden soll.
Der bewegliche Bodenabschnitt 12 besteht aus einer Kokille, die nach oben gewölbt ist und deren obere Fläche
der schalenartigen Gestalt entspricht, die der Bezug 17
später erhalten soll. Diese besteht aus einem Boden oder
einer mittleren Zone, die nach außen zu durch die Linie 3 begrenzt wird und die Oberseite 4 des herzustellenden
Polstere bildet, sowie einer umlaufenden, außerhalb der Linie 3 liegenden Zone, die von innen nach außen aus dem
"umgestülpten" Abschnitt 18 und dem umlaufenden ebenen Rand 16 besteht. Der umgestülpte Abschnitt ist ein umlaufender Rand, der später den Hantel 5 des Polsters bil-
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det, indes» er in einfacher Weise um die Linie 3 gestülpt
wird.
Der Mantel muß daher eine Form haben, die es ermöglicht,
daß er sich genau an die Seitenteile 19 des Kunststoffblockes 1 anlegt, nachdem er umgestülpt ist. Dieses Pro
fil, das der Form eines Zylinderstumpfes entspricht, ist somit praktisch symmetrisch dem der Seitenteile 19« bezogen auf die Ebene F, die durch die Linie 3 gebildet
wird.
12 in ihrem mittleren Abschnitt die Fora eines umgekehrten Tellers 20 entsprechend der Fora der Oberfläche 4- mit
einer umlaufenden geneigten Wandung 21, die den Band des Tellers nach außen verlängert und entsprechend der Form
des umgestülpten Mantels ausgebildet ist. Der Teller 20 ist mit Löchern 22, deren Zweck weiter unten erläutert
wird, versehen und die Kokille 12 insgesamt so angeordnet, daß sie in vertikaler Sichtung verschoben werden
kann. Vorzugsweise ist sie zu diesem Zweck an einer senk
rechten Stange 23 angebracht, die dicht durch den Boden
11 geführt ist und mit außerhalb der Wanne 8 angeordneten Steuereinrichtungen für die Hin- und Herbewegung verbunden.
Die Wandung 9 der Wanne 8 ist ebenfalls mit wenigstens
einem Kanal 24 versehen, über den das Innere der Wanne und die Kokille 12 mit einer Druckluft- oder Unterdruckquelle in Verbindung gebracht werden können. Der fiahmen
13 enthält die folgenden, sich an die Fläche 10 anschließenden Abschnitte:
eine umlaufende Wand 25, gegen die sich die Wandung 21 des beweglichen Bodens mit dem dazwischenliegenden Abschnitt des Bezuges 17 anlegt, der den Mantel 18 bildet;
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einen weiteren Vandabschnitt 26, der den Seitenteilen des Schäumstoffblockes entspricht und eine daran anschließende,
horizontal verlaufende Fläche 27»
der Deckel 15 ist mit einer waagerechten Auflagefläche versehen, die sich dicht auf die Fläche 27* gegebenenfalls
unter Zwischenlegen von Dichtungselementen, auflegt. Die untere Seite des Deckels, die den Boden der
geschlossenen Form bildet, entspricht der unteren Fläche des herzustellenden Schaumstoffblockes 1. Der Deckel 15
ist vorzugsweise mit Heizeinrichtungen versehen, die schematisch durch elektrische Widerstände 29 angedeutet sind.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Wenn der Boden 12 in seiner unteren Stellung ist, wird der Rahmen 13 von der Wanne 8 abgenommen, wobei der
Deckel 15 entweder entfernt ist oder nicht. Es wird eine
ebene Lage oder ein Blatt 17 des Bezuges auf die Wanne so aufgelegt, daß der umlaufende Handabschnitt 16 auf der
Fläche 10 der Wanne aufliegt. Die Lage kann aus einem beliebigen geeigneten Material bestehen, das ale Bezugsstoff
für ein Sitzpolster geeignet ist, d.h. das ausreichend widerstandsfähig gegen Abnutzung und Zugbeanspruchung
ist, sich weich anfühlt, sowie nachgiebig, undurchlässig für ultra-violette Strahlen und dergleichen
ist. Ein derartiges Material ist beispielsweise ein elastieches
Gewebe oder Velour mit einer Beschichtung auf der Unterseite oder ein Kunststoff, wie z.B. Polyvinylchlorid,
der auf eine Gewebeunterlage aufgebracht ist. Nachdem diese Lage aufgelegt ist, wird der Rahmen 13 auf
die Wanne aufgesetzt, so daß die Flächen 14 und 10 den Randabschnitt 16 der Lage zwischen sich verklemmen.
Anschließend wird Druckluft in die Wanne 8 über den Ka-
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nal 24 eingeblasen, wobei vorzugsweise der innerhalb des
Bandes 16 liegende Abschnitt der Lage 17« beispielsweise
mit Hilfe der elektrischen Widerstände 29» die in dem Deckel 15 liegen, erhitzt wird. Der Abschnitt bläht sich
frei auf und nimmt die Form einer Halbkugel ?1 an (Figur 1).
Die Ausdehnung der Lage 17 infolge des Aufblähens ist
gleichmäßig über die gesamte deformierte Oberfläche verteilt und damit auch die Abnahme der Stärke der Lage mit
Ausnahme der Einspannzone 7 zwischen der Blase 31 und dem
Rand 16. Dies ist insofern nicht nachteilig, als bei dem fertigen Polster die Zone 7 an der Unterseite des Polsters
liegt und keiner Abnutzung durch Reibung während der Verwendung unterworfen ist· Nach dem Aufblähen wird
der bewegliche Boden 12 angehoben und dringt nach und nach in die Blase 31 ein. über die Löcher 22 des beweglichen
Bodens wird jetzt ein Unterdruck innerhalb der Blase 31 erzeugt. Zu diesem Zweck wird die Wanne 8 mit
der Unterseite des beweglichen Bodens mit einer Unterdruckquelle über den Kanal 24 verbunden. Der Boden 12
wird angehoben bis seine Wandung 21 gegen die Wandung 25 des Rahmens 13 anstößt (Figur 2). Dabei wird zwischen
den beiden Wandungen 21 und 25 ein Abschnitt 18 der Lage 17 eingespannt, der sich direkt bei 7 an den Rand 16 anschließt,
und den umgestülpten Hantel bildet. Wenn der bewegliche Boden in diese obere Stellung gelangt, legt
sich der Rest der halbkugelförmigen Lage gegen den mittleren Abschnitt des beweglichen Bodens. Der Grad des vorherigen
Aufblähens wird so festgelegt, daß die Lage an allen Punkten fest anliegt.
Anschließend wird der Schaumstoffblock oberhalb des ait der Lage versehenen Bodens 12 hergestellt, indem in das
Innere der Form, die nach unten zu durch den beweglichen
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Boden und seitlich durch die Wand 26 des Rahmens 13 begrenzt wird, die Stoffe 32 zur Erzeugung des Schaumblockes eingegossen werden. Dieser Arbeitsgang ist schematisch durch die Eingießeinrichtung 33 dargestellt, durch
die die Stoffe der öffnung 30 (Pigur 2) zugeführt werden.
Anschließend wird der Deckel 15 geschlossen, wenn dieser
vorher geöffnet war, um den Gießraum nach oben hin zu begrenzen.
Nach Verstreichen der für die Bildung des Schaums notwendigen Zeit nimmt man das Produkt aus der Form heraus.
Dieses hat die auf Figur 3 dargestellte Form und besteht aus dem Schaumstoffblock 1, an dem der Boden einer Art
Schale haftet, zu der sich die Lage 17 verformt hat. Der Boden dieser Schale bildet die Oberseite 4- des Polsters,
die an dem Schaumstoff haftet, während der Hand der Schale, der sich an den Boden an der Linie 3 anschließt, nach
außen den umgestülpten Hantel 18 und den Hand 16 bildet. Es genügt daher, den Mantel 18 und den Hand 16 gemäß den
Pfeilen F der Figur 3 um die Linie 3 zu legen, um den
Hantel 5 tu bilden, der die Seitenteile des Blockes 1
bedeckt und an diesen anliegt ohne mit ihnen fest verbunden zu sein, wie sich aus Figur 4 ergibt. Der Hantel wird
an seinem Ende bei 7 um den Hand 6 verlängert, der sich unter den Block 1 legt.
Infolge dieser natürlichen Ausrichtung des Bandes 6 ist
die Befestigung an dem Unterbau des Polsters sehr einfach; sie kann beispielsweise durch Anheften erfolgen.
Ausführungsformen der Erfindung sehen vor, einige der vorstehend beschriebenen Arbeitsgänge fortzulassen, beispieleweise das vorherige Aufblähen der zu deformierenden,
ursprünglich ebenen Lage zu einer Blase und/oder die direkte Verformung des Schaumstoffblockes gegen die vor-
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geformte Oberfläche des Bezuges. Das wesentliche Merkmal der Erfindung ist in der Deformierung der den Bezug bildenden Lage zu einer Schale zu sehen, deren Boden der
Oberseite des Polsters und deren überstehender Abschnitt dem umgestülpten Hantel des Polstere entspricht. Der
Gegenstand der Erfindung ist unabhängig davont welche Ausführungsform benutzt wird, insofern von großem Interesse,
als die Möglichkeit besteht, ein Polster herzustellen, das eine Beihe von Vorteilen gegenüber bisherigen PoI-stern aufweist, die im folgenden zusammengefaßt sind:
Der Mantel des Bezugsstoffes ist an den Seitenteilen des Schaumstoffblockes nicht haftend angebracht, so daß die
Nachgiebigkeit der Seitenteile erhalten bleibt, ohne daß es zu einem schlechten Aussehen des Mantels an diesen
Stellen kommt.
Eine Befestigung des Mantels an der Oberseite des Bezuges, z.B. durch Nähen, ist nicht mehr notwendig. Die Anbringung des Bezugsstoffes an dem Unterbau des Sitzes ist
äußeret einfach und bei allen Ausführungsformen der Erfindung werden Dehnungen und damit verbundene Material
verdünnungen des Bezuges auf dessen gesamte Fläche verteilt, was zu einer Einsparung von Material und damit zu
einer erhöhten Widerstandsfestigkeit des Bezuges führt.
Selbstverständlich ist es nicht unbedingt erforderlich, daß die geschlossene ebene Linie, an der die Oberseite
des Bezugsstoffes in den Mantel übergeht und um die der Mantel umgestülpt wird, mit der umlaufenden Linie 3 am
höchsten Punkt dee peripherischen Wulstes 2 zusammenfällt.
Diese Linie kann auch leicht nach außen verschoben sein, wie es auf Pigur 3 dargestellt ist. Die beschriebene Vorrichtung kann auch umgekehrt aufgestellt werden. In
diesem Fall befindet eich der bewegliche Boden 12 im obe-
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ren Teil der Vorrichtung und der Gieß- oder Verforaungsraum in unteren Abschnitt. Das Aufblähen der folie erfolgt somit nach unten.
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Claims (3)
- Radt, Finkener, EmcstiPatentanwälte 29A1086Heinrich-König-Sfraßtat 119 ■·»*#%·BochumFernsprecher KKM) 477J7/1B TdeframiiMdrciK ■. Rjrflp*enl Bochum79 132 EEF/UßPatentansprücheM. Sitzpolster, insbesondere für Fahrzeugsitze, das aus einem Schaumstoffblock besteht, der mit einem daran anliegenden Bezug versehen ist, der durch Verformung einer ebenen Lage hergestellt ist, wobei das Polster eine mittlere Oberfläche aufweist, an die sich ein peripherischer Mantel entlang einer geschlossenen Linie anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hantel (5) durch Umstülpen des Abschnittes (18) der Lage gebildet ist, der den Hand einer Küvette oder Schale bildet, in die die ebene Lage (17) des Bezuges vorher de formiert wurde, wobei der Boden der Küvette die Oberseite (4) des Polsters bildet.
- 2. Polster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch freies Aufblähen der ebenen Lage (17) zu einer BIa se (31) vor der Deformierung zu der Küvette deren Dehnun gen und Verdünnungen gleichmäßig auf die gesamte deformierte Oberfläche verteilt sind.
- 3. Vorrichtung zur Herstellung eines Sitzpolsters nach den Ansprüchen 1 und 2, bestehend aus einer Wanne mit einer waagerechten umlaufenden Auflagefläche zum Auflegen des umlaufenden ebenen Bandes der den Bezug bildenden Lage und einem mit Löchern versehenen, in senkrechter Sichtung beweglichen Boden, dessen in das Innere der Wanne gerichtete Oberfläche gewölbt ausgebildet ist und der Innenfläche des herzustellenden schalenförmigen Bezuges entspricht, sowie einem Rahmen mit einer umlaufenden waagerechten Auflagefläche, der auf die Auflagefläche der Wanne aufgelegt werden kann, wobei zwischen den Flächen der Rand der Lage des Bezuges eingeklemmt wird und Vorrichtungen durch die der Innenraum der Wanne,030017/0796wenn der bewegliche Boden in der nicht ausgefahrenen Stellung an Boden der Wanne ist, mit einer Druckluftquelle und der Innenraum des beweglichen Bodens in der ausgefahrenen Stellung, in der er gegen die den Bezug bildende Lage anliegt, mit einer Unterdruckquelle anschließbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Bahnen (13) außer der Auflagefläche (20) zwei weitere Flächen (25» 26) enthält, wobei die drei Flächen jeweils an zwei geschlossenen und ebenen, horizontal verlaufenden Linien aneinanderstoßen, die zweite Fläche (25) dem umlaufenden Band (21) des beweglichen Bodens und damit dem umgestülpten Hantel (18) des Bezuges entspricht, wobei der Hantel dadurch gebildet wird, daß ein Randabschnitt der ebenen Lage des Bezuges zwischen dem Band (21) des beweglichen Bodens und der Fläche (26) verklemmt wird und die dritte Fläche (26) symmetrisch zu der zweiten Fläche in bezug auf die Verbindungsebene dieser beiden Flächen verläuft, wobei die Form der dritten Fläche der der Seitenteile (19) des Schaumstoffblockes (1) entspricht und daß darüber hinaus ein Deckel (15) vorgesehen ist, der vorzugsweise beheizbar ist und der dicht auf den Bahmen aufgelegt werden kann, um im Inneren des Rahmens eine Fläche zu bilden, die der Unterseite des herzustellenden Schaumstoffblockes entspricht.4·. Verfahren zur Herstellung eines Sitzpolsters nach den Ansprüchen 1 und 2 unter Verwendung der Vorrichtung gemäß Anspruch 31 hei dem die umlaufende Kante der ebenen Lage des Bezuges zwischen den ebenen AnIageflächen der Wanne, deren beweglicher Boden eich in der zurückgezogenen Stellung befindet, und dem Bahmen eingeklemmt wird, der Innenraum der Wanne mit einer Druckluftquelle verbunden und der mittlere, nicht eingespannte Abschnitt der Lage su einer Blase aufgebläht wird, wobei dieser Abschnitt vorzugsweise gleichzeitig erwärmt wird, der bewegliche030017/079S2341086Boden in die so gebildete Blase bewegt und der Innenraum des beweglichen Bodens nit einer Uhterdruckquelle rerbunden wird, dadurch gekennzeichnet, da£ der bewegliche Boden so weit an die Lage des Bezuges geführt wird, bis der peripherische Band des beweglichen Bodens an der die zweite Fläche des Rahmens bildenden Wandung anliegt, wobei zwischen diesen Flächen der Abschnitt des Bezuges eingeklemmt wird, der den umgestülpten Mantel bildet, daß man dann in den innerhalb der dritten Fläche des Bahmens lie genden Raum auf den mittleren Abschnitt des Bezuges, der dem beweglichen Boden gegenüberliegt, die für die Bildung des Schaumblockes erforderlichen Stoffe einfuhrt, den Deckel aufsetzt und die Zeit abwartet, die erforderlich ist, damit der Schaumstoffblock in dem Raum gebildet wird, der einerseits durch den beweglichen Boden, der mit dem mittleren Abschnitt der Lage des Bezuges bedeckt ist, und andererseits durch die dritte Fläche des Rahmens und den Deckel begrenzt wird, worauf man den Schaumstoffblock an dessen mittlerer Oberfläche lediglich der mittlere Ab schnitt der deformierten Lage des Bezuges haftet, aus der Form herausnimmt.030017/0796
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