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DE2940334A1 - Methanisierungsverfahren - Google Patents

Methanisierungsverfahren

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Publication number
DE2940334A1
DE2940334A1 DE19792940334 DE2940334A DE2940334A1 DE 2940334 A1 DE2940334 A1 DE 2940334A1 DE 19792940334 DE19792940334 DE 19792940334 DE 2940334 A DE2940334 A DE 2940334A DE 2940334 A1 DE2940334 A1 DE 2940334A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methanation
hydrogen
reactor
synthesis gas
carried out
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792940334
Other languages
English (en)
Inventor
Dr.-Ing. Reiner Dipl.-Ing. 8000 München Lohmüller
Helmut Dipl.-Ing. 8022 Grünwald Schneider
Dipl.-Chem. Dr.rer.nat. Allan 8012 Ottobrunn Watson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde GmbH filed Critical Linde GmbH
Priority to DE19792940334 priority Critical patent/DE2940334A1/de
Publication of DE2940334A1 publication Critical patent/DE2940334A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C9/00Aliphatic saturated hydrocarbons
    • C07C9/02Aliphatic saturated hydrocarbons with one to four carbon atoms
    • C07C9/04Methane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/02Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon from oxides of a carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Methanisierungsverfahren
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Methanisieren eines im wesentlichen Wasserstoff und Oxide des Kohlenstoffs enthaltenden Synthesegases durch katalytische Umsetzung bei erhöhten Temperaturen und Drücken.
  • Bei der Durchführung stark exothermer Reaktionen, wie der Methanisierung von Kohlenoxiden mit Wasserstoff, liegt ein wesentliches technisches Problem in der Beherrschung der durch die Reaktion freigesetzten Wärme. Um eine übermäßig starke thermische Beanspruchung von Katalysatoren und Werkstoffen zu vermeiden, sind im wesentlichen zwei Maßnahmen gebräuchlich.Zum einen ist es üblich, die Reaktion in einer Reihe von aufeinanderfolgenden Reaktoren mit jeweils zwischengeschalteter Kühlung ablaufen zu lassen, was jedoch eine Vielzahl von Reaktoren erfordert, und zum anderen besteht eine gebräuchliche Methode der Reaktionsdämpfung darin, das Synthesegas mit bereits abreagiertem Produktgas oder mit Wasserdampf zu verdünnen.
  • Häufig wird auch von beiden Maßnahmen gleichzeitig Gebrauch gemacht.
  • Die Auswahl einer speziellen Verfahrensführung hängt in der Praxis von einer Vielzahl von Bedingungen ab. Da häufig durch Vorgabe bestimmter Randbedingungen an sich bewährte Verfahren als ungeeignet erscheinen, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein anderes Verfahren der eingangs genannten Art zu entwickeln, das ebenfalls eine wirksame Begrenzung der Reaktionstemperatur ermöglicht, um auf diese Weise die Palette der zur Verfügung stehenden Verfahrensvarianten zu erweitern.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Methanisierung unter Wasserstoffüberschuß durchgeführt wird, wobei der überschüssige Wasserstoff aus dem Produktstrom abgetrennt und in die Methanisierung zurückgeführt wird.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das im Synthesegas enthaltene Kohlenmonoxid praktisch vollständig zu Methan umgesetzt. In einer Trenneinrichtung wird dem erzeugten Reaktionsgemisch der Wasserstoff entzogen und zum Reaktoreintritt zurückgeführt, während das verbleibende Methan als erwünschtes Verfahrensprodukt abgeführt wird.
  • Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß mit der vorgeschlagenen Verfahrensführung eine praktisch vollständige Umsetzung des Synthesegases zu Methan bei Verwendung von nur wenigen Reaktoren möglich ist. So läßt sich beispielsweise bei geeigneter Wahl der im Kreislauf geführten Wasserstoffmenge eine Methanausbeute von etwa 99 % bei Verwendung nur eines einzigen adiabat betriebenen Reaktors erreichen. Dabei kann, was im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit eines Methanisierungsverfahrens ein wesentlicher Gesichtspunkt ist, auch noch eine maximale Menge an überhitztem Hochdruckdampf aus der bei der Reaktion gebildeten Wärme gewonnen werden.
  • Der Wasserstoffüberschuß im Reaktor bewirkt, ebenso wie bei der bekannten Rückführung von bereits abreagiertem Gas, eine Dämpfung der exothermen Reaktion, was im Hinblick auf die Temperaturbeständigkeit des Katalysators sowie auf die Beanspruchbarkeit der Werkstoffe erwünscht ist. Ein günstiger Temperaturbereich für die Durchführung der Methanisierung liegt zwischen 500 und 750 OC, um einerseits die thermische Beanspruchung möglichst gering zu halten und andererseits auch noch eine möglichst hohe Ausbeute an Hochdruckdampf zu gewährleisten. Gegenüber der üblichen Rückführung von Produktgas hat der Wasserstoffkreislauf jedoch den wesentlichen Vorteil, daß kein inertes Verdünnungsmittel, sondern ein reaktionsfähiges Gas im Kreislauf geführt wird.
  • Durch den hohen Wasserstoffpartialdruck im Reaktor wird die Gefahr der Rußbildung, die insbesondere bei hohen Reaktionstemperaturen eine Rolle spielt, wesentlich reduziert.
  • Die Abtrennung des überschüssigen Wasserstoffs aus dem Produktstrom kann nach üblichen Trennverfahren, beispielsweise durch ein Druckwechsel-Adsorptionsverfahren oder durch eine Tieftemperaturfraktionierung, erfolgen. Eine besonders vorteilhafte Verfahrensführung ergibt sich bei einer Tieftemperaturfraktionierung in solchen Fällen, in denen das erzeugte Methan in flüssiger Form abgegeben werden soll. Derartige Verfahren sind beispielsweise bei der Erzeugung eines gegen Erdgas austauschbaren Gases von Bedeutung, sofern keine direkte Einspeisung in ein Erdgasnetz, sondern eine Zwischenlagerung, beispielsweise in sogenannten Peak-Shaving-Anlagen vorgesehen ist. Eine weitere günstige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann bei der Methanisierung eines Inertgas, beispielsweise Stickstoff oder Argon, die etwa aus einem vorgeschalteten Prozeß stammen können, enthaltenden Synthesegases Anwendung finden. Dabei ist vorgesehen, diese Inertgase im Rahmen der Tieftemperaturfraktionierung abzutrennen und als Nebenprodukte zu gewinnen, was mit gerinqem zusätzlichem Aufwand möglich ist.
  • Die Methanisierung kann in Anwesenheit üblicher Methanisierungskatalysatoren erfolgen. Bekannt sind sowohl schwefelempfindliche als auch schwefelfeste Katalysatoren. Da das Methan als Verfahrensprodukt aber im allgemeinen im wesentlichen schwefelfrei sein soll, ist es bei der Verarbeitung schwefelhaltiger Synthesegase immer erforderlich, eine Entschwefelung an einer geeigneten Stelle vorzusehen.
  • Als besonders günstig hat sich nun bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Zuhilfenahme einer Tieftemperaturfraktionierung zur. Abtrennung des Wasserstoffs die Verwendung eines schwefelfesten Methanisierungskatalysators und einer nachfolgenden Entschwefelung erwiesen.
  • Das Tieftemperaturverfahren läßt sich nämlich in energetisch günstiger Weise mit einer Wäsche bei tiefen Temperaturen koppeln, durch die die in Form von H2S und CQS vorliegenden Schwefelverbindungen abgetrennt werden. Im Rahmen einer solchen Wäsche bei tiefen Temperaturen kann auch gegebenenfalls im Produktgas noch enthaltenes Co2 ausgewaschen werden.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es sowohl im Hinblick auf die erwünschte hohe Methanausbeute als auch im Hinblick auf die günstige Nutzung der Reaktionswärme durch Dampferzeugung ausreichend, mit höchstens zwei hintereinander geschalteten Reaktoren zu arbeiten. Dabei können sowohl isotherm als auch adiabatisch betriebene Reaktoren oder Kombinationen beider Typen verwendet werden. Der isotherme bzw. quasi-isotherme Betrieb eines Reaktors kann durch Einbau von Kühlelementen, z.B. Rohrschlangen, innerhalb der Katalysatorfüllung des Reaktors bewirkt werden. Als Kühlmittel kann beispielsweise unter Druck stehendes verdampfendes Wasser verwendet werden, wobei gleichzeitig Hochdruckdampf erzeugt wird. Während ein isotherm betriebener Reaktor wegen der niedrigeren Temperaturen im Vergleich zum adiabat betriebenen Reaktor eine wesentlich höhere Umsetzrate ermöglicht, kann als Vorteil eines adiabat betriebenen Reaktors dessen konstruktiv wesentlich einfacherer Aufbau sowie eine durch vielfache Anwendung in der Vergangenheit erprobte Technologie angeführt werden.
  • Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele erläutert, die in den Figuren in schematischer Form dargestellt sind.
  • Es zeigen: Figur 1 ein Methanisierungsverfahren unter Verwendung eines einzigen, adiabatisch betriebenen Reaktors, wobei ein Teil des produzierten Methans in flüssiger Form abgegeben wird und Figur 2 ein anderes Methanisierungsverfahren, das unter Verwendung eines adiabatisch sowie eines isotherm betriebenen Reaktors durchgeführt wird.
  • Bei dem in Figur 1 dargestellten Verfahren werden stündlich 10 000 Nm/h eines Synthesegases, das zu 70 Mol-% aus Wasserstoff und je 10 Mol-% aus Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Methan besteht, bei 30 OC über Leitung 1 zugeführt.
  • Das Gas steht unter einem Druck von etwa 40 bar. Nach Anwärmung im Wärmetauscher 2 gegen sich abkühlendes Produktgas wird es bei 3 mit 20 000 Nm3/h im Kreislauf geführten Wasserstoff, der lediglich durch 4,4 Mol-% Methan und 0,1 Mol-% Kohlenmonoxid verunreinigt ist, vermischt und über Leitung 4 dem Methanisierungsreaktor 5 zugeführt. Das Gasgemisch hat eine Reaktoreintrittstemperatur von 310 OC und besteht zu 87 Mol-% aus Wasserstoff und enthält daneben 3,4 Mol-% Kohlenmonoxid, 6,3 Mol-% Methan und 3,3 Mol-% Kohlendioxid. Über Leitung 6 wird ein infolge der exothermen Reaktion auf 730"C erhitztes Gas abgezogen. Die infolge der Volumenkontraktion bei der Umsetzung auf 25 000 Nm3/h reduzierte Gasmenge besteht zu 83,3 Mol-% aus Wasserstoff, 16,6 Mol-% aus Methan und enthält daneben 0,08 Mol-% Kohlenmonoxid und 0,02 Mol-% Kohlendioxid. Das heiße Gas wird im Wärmetauscher 7 zunächst gegen unter etwa 100 bar verdampfendes Wasser, dann im Wärmetauscher 8 gegen sich überhitzenden Hochdruckdampf und daraufhin im Wärmetauscher 9 wiederum gegen verdampfendes Wasser abgekühlt. Nachdem in diesen drei Wärmetauschstufen ein Großteil der Reaktionswärme zur Dampferzeugung genutzt ist, wird der restliche Wärmeinhalt im Wärmetauscher 2 gegen frisches Synthesegas und anschließend im Wärmetauscher 10 gegen der Dampftrommel 11 zuzuführendes Speisewasser weiter bis auf etwa Umgebungstemperatur abgekühlt. Das Reaktionsprodukt gelangt anschließend in einen Abscheider 12, um bei der Reaktion gebildetes und im Laufe der Abkühlung kondensiertes Wasser abzutrennen und durchläuft anschliessend eine Reinigungsstation 13. Hier erfolgt eine Abtrennung des noch im Produktgas enthaltenen Wasserdampfs sowie des Kohlendioxids, da diese Komponenten in der nachfolgenden Tieftemperaturfraktionierung wegen Feststoffausfalls stören würden. Die Reinigungsstufe 13 kann beispielsweise aus mehreren, im Druckwechselverfahren betriebenen Adsorbern bestehen. Das gereinigte Produktgas, das nun praktisch nur noch Wasserstoff und Methan enthält, gelangt anschließend über Leitung 14 in eine Tieftemperatureinrichtung. Es wird zunächst in einem Wärmetauscher 15 vorgekühlt und anschließend im Wärmetauscher 16 so weit abgekühlt, daß das im Produktstrom enthaltene Methan kondensiert und im Abscheider 17 als Flüssigkeit vom gasförmig verbleibenden Wasserstoff abgetrennt werden kann. Das flüssige Methan wird aus dem Abscheider 17 über Leitung 18 abgezogen und kann entweder direkt einem Behälter für flüssiges Methan zugeführt werden, oder es kann in den Wärmetauschern 16 und 15 im Gegenstrom zum abzukühlenden Produktgas wieder erwärmt und über Leitung 19 als gasförmiges Produkt abgegeben werden, das lediglich durch 3,5 Vol-% Wasserstoff und 0,2 Vol-% Kohlenmonoxid verunreinigt ist. Die für die Verflüssigung des Methans benötigte Kälte kann, sowei sie nicht durch die wieder anzuwärmenden Produktströme, gegebenenfalls nach deren kälteerzeugender Entspannung, gedeckt wird, durch übliche Kälteprozesse bereitgestellt werden. Die zusätzliche Bereitstellung von Kälte durch einen äußeren Kreislauf ist im Wärmetauscher 16 durch die Leitung 20 angedeutet.
  • Der im Abscheider 17 gasförmig anfallende Wasserstoff wird nach Anwärmung in den Wärmetauschern 16 und 15 über Leitung 21 im Kreislauf zum Reaktoreintritt zurückgeführt.
  • Zum Ausgleich des beim Durchlaufen der Anlagen erlittenen Druckverlustes ist der Kreislaufverdichter 22 vorgesehen.
  • Das Dampferzeugersystem dieses Verfahrens umfaßt eine Speisewasserzuleitung 11a,durch die frisches, unter einem Druck von etwa 100 bar stehendes Wasser zum Wärmetauscher 10 geführt und dort gegen sich abkühlendes Produktgas vorgewärmt wird. Anschließend wird es in die Dampftrommel 11 eingespeist. Die Dampftrommel 11 steht über Leitung 23 mit dem Wärmetauscher 9 in Verbindung, der ein Verdamper üblicher Bauart ist. Der erzeugte Dampf wird in den Dampfraum der Trommel 11 zurückgeführt. Über Leitung 24 wird weiteres Wasser zur Dampferzeugung in den Verdampfer 7 geführt. Dieser Verdampfer, in dem die Spitzentemperatur des Reaktionsgemisches herabgesetzt wird, ist wegen des hohen Temperaturbereichs vorteilhafterweise von der Bauart eines Spaltgaskühlers, wie sie bei der Kühlung heißer Spaltprodukte eines Verfahrens zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen üblich sind. Der erzeugte Dampf wird wiederum in den Dampfraum der Trommel 11 zurückgeführt. Produktdampf wird dem Dampfraum über Leitung 25 entnommen und nach Überhitzung im Wärmetauscher 8 auf beispielsweise 500 OC als Hochdruckdampf einem Verbraucher zugeführt.
  • Das in Figur 2 dargestellte Verfahren ist im wesentlichen durch die Verwendung zweier Reaktoren gekennzeichnet. Dieses Verfahren ist insbesondere bei der Methanisierung eines kohlenmonoxidreichen Synthesegases günstig. Der Einsatz wird wiederum über Leitung 1 zugeführt und nach Erwärmung im Wärmetauscher 2 bei 3 mit im Kreislauf geführtem Wasserstoff vermischt und gelangt dann über Leitung 4 in einen ersten Reaktor 26, der adiabatisch betrieben wird. Das im Reaktor 26 teilweise umgesetzte Gasgemisch wird im Wärmetauscher 27 gegen sich überhitzenden Hochdruckdampf abgekühlt und tritt dann über Leitung 28 in einen zweiten, isotherm betriebenen Reaktor 29. In diesem Reaktor erfolgt eine Dämpfung der Reaktion durch innerhalb der Katalysatorschicht angeordnete Kühlrohre 30, in denen unter Hochdruck stehendes Wasser verdampft. Die Begrenzung der Reaktionstemperatur durch den im Katalysatorbett angeordneten Wärmetauscher führt zu einer besonders hohen Umsetzung, da die Reaktionsgleichgewichte durch die Temperaturbegrenzung in Richtung zur Methanbildung verschoben werden. Das abreagierte Gas wird anschließend über Leitung 31 durch die Wärmetauscher 2 und 10 geführt, in denen es gegen frisches Synthesegas sowie gegen Speisewasser auf annähernd Umgebungstemperatur abgekühlt wird. Es durchläuft dann wiederum eine Reinigungsstation, in der Wasser und Kohlendioxid abgetrennt wird und gelangt über Leitung 14 nach Abkühlung in den Wärmetauschern 15 und 16 wiederum in den Abscheider 17, in dem kondensiertes Methan vom gasförmig verbleibenden Wasserstoff getrennt wird. Das in diesem Beispiel dargestellte Verfahren zur Kälteerzeugung besteht darin, daß sowohl das flüssige Methan als auch der Wasserstoff kälteleistend entspannt werden. Hierzu wird das über Leitung 18 abgezogene Methan im Drosselventil 32 entspannt und anschließend in den Wärmetauschern 16 und 15 verdampft und als gasförmiges Produkt abgegeben. Der Wasserstoff wird dagegen nach seiner teilweisen Erwärmung im Wärmetauscher 16 in einer Expansionsmaschine 33 arbeitsleistend entspannt, wobei er sich stark abkühlt. Der entspannte Wasserstoff wird über Leitung 34 erneut durch den Wärmetauscher 16 geleitet und anschließend im Wärmetauscher 15 weiter angewärmt. Nach seiner Verdichtung im Kreislaufkompressor 22 wird er wieder mit frischem Synthesegas bei 3 vermischt.
  • Für die Dampferzeugung wird in diesem Ausführungsbeispiel das der Dampftrommel 11 zugeführte Speisewasser über Leitung 35 abgezogen und im Wärmetauscher 30 innerhalb des isotherm betriebenen Reaktors verdampft. Der in die Dampftrommel zurückgeführte Dampf wird über Leitung 36 abgezogen und im Wärmetauscher 27 gegen das Reaktionsprodukt des adiabatisch betriebenen Reaktors überhitzt, bevor er an einen Verbraucher abgegeben wird.

Claims (11)

  1. Patentansprüche K erfahren zum Methanisieren eines im wesentlichen asserstoff und Oxide des Kohlenstoffs enthaltenden Synthesegases durch katalytische Umsetzung bei erhöhten Temperaturen und Drücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung unter Wasserstoffüberschuß durchgeführt wird, wobei der überschüssige Wasserstoff aus dem Produktstrom abgetrennt und in die Methanisierung zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überschüssige Wasserstoff durch Adsorption abgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überschüssige Wasserstoff durch Tieftemperaturfraktionierung abgetrennt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gebildete Methan in flüssiger Form abgegeben wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in Anwesenheit eines schwefelfesten Katalysators durchgeführt wird und daß Schwefelverbindungen durch eine Wäsche bei tiefen Temperaturen aus dem Produktstrom abgetrennt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Synthesegas enthaltene Inertgase bei der Tieftemperaturfraktionierung isoliert werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in höchstens zwei hintereinander geschalteten Reaktoren durchgeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in einem adiabatisch betriebenen Reaktor durchgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in einem isotherm betriebenen Reaktor durchgefühkt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in einem isotherm betriebenen und einem nachfolgenden adiabat betriebenen Reaktor durchgeführt wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanisierung in einem adiabat betriebenen und einem nachfolgenden isotherm betriebenen Reaktor durchgeführt wird.
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