DE2838260A1 - Giesseinrichtung mit waehrend dem giessvorgang kippbarer pfanne - Google Patents
Giesseinrichtung mit waehrend dem giessvorgang kippbarer pfanneInfo
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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Description
1. September 1978
Maschinenfabrik & Eisengiesserei " Kalliicich / BE
Ed. Meζger AG." (Schweiz)
Giasseinrichtung mit: während dem Giessvorgang kippbarer
Pfanne
Die Erfindung betrifft eine Giessainrichtung rait
v/ährend den Giessvorgang um eine bei ihrer Schnauze gelegene,
feststehende geometrische Achse kippbarer Pfanne.
Es gibt zT.vei verschiedene Arten, eine leere Pf ar.-ne
an einer Giesseinrichtutrj nachzufüllen; entweder :nar:
bringt die Iletallschnelze an die Giassstsllc mittels einer
Transportpfanne und schüttet sie von dieser in die leere
Pfanne der Giesseinrichtung, oder mar. «cciisslt die Pfanne
aus, d. h. raan ersetzt die leere Pfanne durch eine
volle.
Die Erfindung befasst sich nur nit der zweiten
Are dieser Hinrichtungen, d. h. ηit einer solchen, bei
welcher die Pfanne ausgeveciiselt -//ird.
Diesem; Pfanncn'veciiseln beansprucht Jiit den ühli—
c.i'in ;ict:iodr;-n ivrer recht viel Zeit, ',."ilhrer.d cieac-r Zeit
kann nicht gegossen werden. Dies bedeutet in den moisten
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Fällen cine. Produktionseinbusse der Formanlage, des
Kokillenknrussells oder an was immer gegossen wird, bei
taktenden Anlagen ist ein längerer Stillstand erforderlich, bei kontinuierlich angetriebenen Anlagen guss oft
die Fahrgeschwindigkeit deshalb reduziert werden. Die GiesSeinrichtungen sind üblicherweise derart konstruiert,
dass die Pfanne uki die Pfannenschnauze gekippt wird.
Dabei ist die Pfanne entweder direkt an der Schnauze gelagert oder sie wird mittels einer Tragvorrichtung erfasst,
welche das Kippzentrun; und die entsprechende Lagerung
auf der Höhe der Schnauze hat. In beiden Fällen wird die Pfanne gewechselt inden sie entweder mittels
Hebezeug senkrecht herausgehoben oder mit zweckmässigen
Antrieb nach hinten ausgefahren werden kann. Das Ausfahren wird beispielsweise in der Weise ausgeführt, dass
sich an der Giesseinrichtung ein Schemel mit angetriebenen
Rollen befindet, auf dein die Pfanne zua Auswechseln abgesetzt
wird. Hinter der Giesseinrichtung befinden sich zwei angetriebene Rollbahnabschnitte, wovon einer direkt
an den Rollbahnabschnitt in der Giesseinrichtung anschliesst. Dadurch kann die leergewordene Pfanne aus der
Giesseinrichtung herausgefahren werden. Auf den zweiten
Rollbahnabschnitt befindet sich bereits ein Schemel, auf den die volle Pfanne vorher abgesetzt «orden ist, nun
verfährt entweder die Giesseinrichtung zum zweiten. Roll—
bahnabschnitt, worauf der Schemel mit der vollen Pfanne hereingefahren wird, oder die beiden Rollbahnabschnitte
sind auf einen Fahrgestell montiert, mittels welchem sie
abwechslungsweise zur Giesseinrichtung gebracht werden.
Bei beiden Methoden muss zuerst die leere Pfanne weggenommen werden und erst danach, in einen zweiten Arbeitsgang,
kann die volle Pfanne eingesetzt werden. Der Zeitbedarf ist deswegen beträchtlich, etwa gemäss folgender
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Aufstellung:
1. Hebezeug einfahren und leere Pfanne anhängen: 8 Sek.
2. Leere Pfanne herausheben und wegfahren: 10 Sek.
3. Volle Pfanne einfahren und mit Hebezeug
genau in Zentrierung absetzen: 14 Sek.
Totalzeit: 32 Sek.
Die Zeiten bei der zweiten
Methode ergeben sich aus folgender Aufstellung:
1. Leere Pfanne auf Rollenbahn zurückfahren: 6 Sek.
2. Rollenbahn seitlich verfahren: 4 Sek.
3. Volle Pfanne einfahren: 8 Sek.
Totalzeit 18 Sek.
Wenn nun die zulässige V/echselzeit z. B. nur 7 Sek. betragen
darf, ohne dass die Formanlage eine Produktionseinbusse
erleidet, da während dieser Zeit die StEindbahn. vortaktet
und daher sowieso nicht gegossen werden könnte, so ergäbe sich nach der zweiten Methode eine Wartezeit
der Anlage von 18 - 7 = 11 Sek. Bei beispielsweise dreiminütigem Pfannenwechseltakt, was 160 Wechsel in 8 Std.
Arbeitszeit ergibt, bedeutet dies 160 :< 11 Sek. Ausfallzeit oder nehr als 6 % Produktionseinbusse.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Giesseinrichtung der eingangs erwähnten Art so auszugestalten,
dass die Pfanne möglichst ohne Produktionseinbusse der Forp\anlage ausgewechselt werden kann, rait anderen Worten
so, dass eine vVechselzeit von möglichst nicht über
7 Sek. erreicht werden kann. Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgeraäss in einer Ausbildung der Giesseinrichtung
gesehen, die gekennzeichnet ist durch eine Pfannenschnellv/echsolvorrichtung,
in welcher an eines, ortsfesten,
UEi die vorgenannte Achse gekrüiruuten Führungsträger
ein Schlitten motorisch angetrieben auf und ab ver-
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fahrbar ist, der mindestens einen Tragarm hat r dessen
freie L'ndpartie in der Weise hakenförmig ausgebildet ist,
dass sie zu Beginn des Aufwartsverfahrens des Schlittens
cius einer Ausgangslage mit Anhakgliedern, die an der
Rückseite einer in einer Bereitschaftslage auf einem
Schemel ruhenden Pfanne ausgebildet sind, in Eingriff gelangt, danach bei der zur Durchführung des Giessvorganges
durch Kippen der Pfanne stattfindenden v/eiteren Aufwärtsbewegung des Schlittens die Pfanne an sich festhält,
und nach den V/iederabstellen der leeren Pfanne auf dem
stohendengebliebenen Schemel durch eixie kurzzeitige T.\eiterabv.'ärtsbevegung
des Schlittens bis in seine Ausgangslage die Pfanne freigibt, uvx dann ein unbehindertes seitliches
4"Ojfahren dieser letzteren auf den sie tragenden
Schemel und das gleichzeitige Zufahren einer auf einein
anderen Schenel sitzenden, vollen Pfanne, in die genannte
Bereitschaftslage zu ermöglichen.
Inbezug auf weitere Be5;onderheiten von Ausführungsarten des Erf indungsgegenstc'indes wird auf die Ansprüche
2 und 3 hingewiesen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der fcc.il iegenden
Zeichnung beispielsweise erläutert. Us; zeigen:
Fig.l einen Aufriss des Eauptteiles einer bevorzugten
Ausführungsfon?, der erfindunjG-jürrässen
Giosseinrichtung,
Fig.2 eine Draufsicht einer ersten Ausführunjsfom,
in welcher der ziauptteil der Fig. 1 im Horizontalschnitt
gezeigt ist, v/o bei auch eine Reihe von je einer Giössforr.: oder Kokille
tragenden Sche?isln veranschaulicht ist, v.nC
Fig.3 eine Draufsicht einer zweiten Ausführungöfor~if
in welcher ebenfalls der liauptteil nach Firr.
1 im Korizontalschnitt dargestellt ist, v/obci
auch hier eine Pveihe von Sehen ein gezeigt ist,
auf denen Giessformen oder Kokillen aufgesetzt
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BAD ORfGINAL
sind.
Der Giossereieinrichtungshauptteil, der in Fig.
dargestellt ist, weist eine Pfannenschnelwechselvorrichtung
auf. Auf einem Sockel 1 ist fest ein Führungsträger 2 aufgesetzt, der um eine feststehende geometrische
Achse T\ gekrümmt ist, um welche während dem Giessvorgang eine die Metallschmelze enthaltende Giesspfanne 3 gekippt
v/erden soll; die Achse A liegt bei der Schnauze 3a dieser Pfanne. Im Sockel 1 ist auch eine Säule 4 verankert,
die oben durch eine hohle Konsole 5 starr mit dem Führungsträger 2 verbunden ist. Ein Schlitten 6 ist
mittels an ihm gelagerten Rollen 7 {vgl. auch'die Fig.
2 und 3) am Führungsträger 2 auf und ab verfahrbar geführt
und ferner mittels eines Kabels 8, das in einer Führungsrille des Führungsträgers 2 gleitet und über in
der Konsole 5 gelagerte Rollen 9 geführt istj mit einer
motorisch angetriebenen Seilwinde 10 verbunden, woraus sich ergibt, dass der Schlitten 6 motorisch angetrieben
auf und ab verfahrbar· ist. An beiden Seiten des Schlittens
sind Tragarme befestigt, und zwar obere Tragarme 11 und untere Tragarme 12. Die freien Endpartien 11a bzw.
12a dieser Tragarme sind in der Vieise haker.förnig ausgebildet,
dass sie zu Beginn des Aufwärtsfahrens des Schlittens 6 aus einer Ausgangslage mit Kakengliedern
5 13 in Eingriff gelangen, die an der Rückseite einer in einer Eeroitschaf tslage auf einen Sehend 14 ruhenden
Pfanne 3 ausgebildet sind; die Anhakglieder haben zu dieser: Zweck seitlich herausragende Bolzen 15. Die Ausbildung
ist offensichtlich auch eine solche/ dass bei der
zur Durchführung des Giessvorganges durch Kippen der Pfanne stattfindenden weiteren Aufwärtsbe-./egung des
Schlittens 6 die Tragarme 11, 12 diese Pfanne 3 weiterhin an sich festhalten und nach dem Wiederabstellen, der
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leeren Pfanne 3 auf dem stehengebliebenen Schemel 14 durch eine kurzzeitige Weiterabwärtsbewegung des Schlittens 6
bis in seine Ausgangslage die Pfanne 3 freigegeben wird, um dann ein unbehindertes seitliches Wegfahren dieser
letzteren auf dem sie tragenden Schenel 14 und das gleichzeitige Zufahren einer auf einem anderen Schenel· (der in
Fig. 2 mit IC und in Fig. 3 mit 17 bezeichnet ist) sitzenden vollen Pfanne 3 in die genannte Bereitschaftslage zu
ermöglichen. In der Ausführung nach Fig. 2 sind die beiden Schenel 14 und 16 unmittelbar nebeneinander aneinander
gekoppelt und auf einer zur Pfannenkippachse A parallelen Bahn motorisch angetrieben hin uud her verfahrbar mittels
eines Kolben- und Zylinderaggregates 18. In der Ausführung nach Fig. 3 sind die beiden Schenel 14 und 17 auf
einer kreisförmig in sich geschlossenen Bahn, auf v/elcher sie diametral einander gegenüberliegend angeordnet sind
und innerhalb v;elcher der Führungsträger 2 angeordnet ist, motorisch verfahrbar. Es kann z. B. vorgesehen sein,
die beiden Schemel 14 und 17 auf einen in Boden eingela.s— senen Drehkranz 19 zu befestigen, der durch einen (nicht
gezeigten) Motor mittels eines Zahnritzels 20 antreibbar ist.
Ks ist leicht einzusehen, dass die Steuerungen der Antriebe der beschriebenen Giesseinrichtung, also
einerseits des Motors der V.'inde 10 und andererseits das Aggregat 13 oder der Antrieb für den Drehkranz 19, leicht
in eine Folgesteuerungseinrichtung eingegliedert v/erden können, in der auch der Antrieb für die Fortschaltung der
die Giessforrren oder Kokillen tragenden Sehend 25 cingegliedert
werden kann und in der auch ein durch Spezialeinrichtungen
gesteuertes Kippen der Pfanne 3 v/ährend den einzelnen Giessvorgängen eingegliedert werden kann. In
der Zeichnung sind verschiedene Fühlschalter dargestellt,
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welche in einer solchen Folgesteuerung verwendbar sind/
u. a. ein oberer Fühlschalter 21, der das Eintreffen des Schlittens in einer oberen Endlage wahrnimmt, damit anschliessend
das Wiederabsenken dos Schlittens 6 einge—
leitet wird, ein unterer Fühlschalter 22, der wahrnimmt
wenn anlässlich des Aufsetzens der Pfanne 3 auf dem Schemel 14, 16 oder 17 die Tragarme 11, 12 ihren Eingriff mit
den Anhakgliedern 13 verlieren, damit anscliliessend die
Absenkbewegung des Schlittens 6 abgebremst werden kann, ein weiterer unterer Fühlschalter 23, der wahrnimmt, dass
der Schlitten seine unterste Lage erreicht hat, damit anschliessend
das seitliche Wegfahren des Schenels 14 eingeleitet und zugleich danach das Hinfahren des Schemels
16 oder 17 mit der vollen Pfanne 3 erfolgt, und auch ein Fühlschalter 24, der wahrnimmt, dass eine Giessforra oder
Kokille sich in Bereitschaftslage für das Giessen aus
der Pfanne 3 befindet. Es leuchtet ein, dass insbesondere dann wenn eine solche Steuerung vorgesehen is^r.iit der
erfindungsgemässen Giesseinrichtung die Auswechslung der
leeren Pfanne 3 gegen eine volle sehr rasch durchgeführt werden kann.
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Claims (3)
1. Giesseinrichtung mit während dem Giessvorgang um eine
bei ihrer Schnauze gelegene, feststehende geometrische Achse kippbarer Pfanne, gekennzeichnet durch eine Pfannenschnellwechselvorrichtung,
in welcher an einem ortsfesten, um die vorgenannte Achse gekrümraten Führungsträger (2)
ein Schlitten (6) motorisch angetrieben auf und ab verfahrbar ist, der mindestens einen Tragarm (11, 12) hat,
dessen freie ΕηαρείΓοϊο (lla, 12a) in der Weise hakenförmig
ausgebildet ist, dass sie zu Beginn des Aufwärtsverfahrens des Schlittens aus einer Ausgangslage mit Anhakgliedern
(13) , die an der Rückseite eiier in einer Bereitschaf
tslage auf einem Schemel (14) ruhenden Pfanne ausgebildet sind, in Eingriff gelangt, danach bei der zur
Durchführung des Giessvorganges durch Kippen der Pfanne stattfindenden weiteren Aufwärtsbewegung des Schlittens
die Pfanne an sich festhält, und nach dem Wiederabstellen der leeren Pfanne auf dem stehengebliebenen Schemel durch*
eine kurzzeitige Weiterabwärtsbewegung des Schlittens bis in seine Ausgangslage die Pfanne freigibt, um dann ein
unbehindertes seitliches Wegfahren dieser letzteren auf den sie tragenden Schemel und das gleichzeitige .Zufahren
einer auf einem anderen Schemel (16; 17) sitzenden, vollen Pfanne (3) in die genannte Bereitschaftslage zu ermöglichen.
2. Giesseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Schemel unmittelbar nebeneinander aneinandergekoppelt und auf einer zur Pf-annenkippachse
parallelen Bahn motorisch angetrieben hin und her verfahrbar sind (Fig. 2).
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SL
3. Giesseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Schemel· auf einer kreisförmig in sich geschlossenen Bahn, auf v/elcher sie diametral einander
gegenüberliegend angeordnet sind und innerhalb welcher der Führungsträger angeordnet ist, notorisch angetrieben
verfahrbar sind-(Fig. 3).
Für: Maschinenfabrik & Eisengiesserei
Ed. Mezger AG.
Die Vertreter: KOVAPJ) & CIE.
Die Vertreter: KOVAPJ) & CIE.
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