[go: up one dir, main page]

DE283532C - - Google Patents

Info

Publication number
DE283532C
DE283532C DENDAT283532D DE283532DA DE283532C DE 283532 C DE283532 C DE 283532C DE NDAT283532 D DENDAT283532 D DE NDAT283532D DE 283532D A DE283532D A DE 283532DA DE 283532 C DE283532 C DE 283532C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
steam
oxygen
air
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT283532D
Other languages
English (en)
Publication of DE283532C publication Critical patent/DE283532C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/02Pretreatment of grains, e.g. washing, steeping

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6«. GRUPPE
Es ist bekannt, daß bei der Keimung der Gerste der Sauerstoff eine große Rolle spielt, weil er die Keimung anregt. Man wendet aus diesem Grunde bekanntlich die Luftwasserweiche im Mälzereibetriebe an. Auch die Anwendung von Dampf und Luft in der Weiche ist bekannt, mit welcher gleichzeitig eine Erwärmung bezweckt wird.
Alle diese Verfahren sind aber mangelhaft,
ίο weil es nicht gelingt, erhebliche Mengen von Sauerstoff in dem Wasser zu lösen. Die Ursache dafür ist in den fortwährenden Erschütterungen zu suchen, welche das Wasser beim Einleiten von Dampf oder Luft oder Dampf und Luft erleidet.
Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, diesen Nächteil der bisher üblichen Arbeitsweisen zu vermeiden, indem es die Berührung von Wasser und Luft derart innig und intensiv gestaltet, daß eine bedeutend bessere und reichlichere Lösung von Sauerstoff im Wasser stattfindet..
Das neue Verfahren beruht darauf, daß Dampf oder Dunst mit der Oberfläche von kaltem, möglichst in flacher Schicht ausgebreitetem Wasser in Berührung gebracht wird, wodurch eine Kondensation des Dampfes zu Wassertröpfchen von minimalster Größe eintritt, welche beim Niederfallen Sauerstoff aus der Luft mit sich reißen und auf das Wasser übertragen.
Fig. ι und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Apparates zur Durchführung dieses Verfahrens im Längsschnitt und Grundriß. Es bezeichnet α den zum Ansammeln des in der Mälzerei oder Brauerei benötigten Wassers dienenden Behälter, b das Abflußrohr des Wassers aus dem Behälter an die Verbrauchsstelle (Tenne, Weiche o. dgl.). Das Rohr b mündet jedoch nicht unmittelbar in den Behälter α ein, sondern ist an ein im unteren Teile des Wasserreservoirs befindliches Gefäß c angeschlossen, dessen dem Ausfluß entgegengesetztes Ende mit einer Anzahl kleiner Durchbohrungen versehen ist, durch welche das Wasser aus dem Behälter α eintritt. Außerdem ist in dem Gefäß c noch kurz vor der Austrittsöffnung eine niedrige Querwand e angeordnet, so daß der Wasserstand in c stets eine gewisse Höhe behalten muß, ehe überhaupt Wasser durch d abfließen kann. Auf dem Deckel von c ist auf der linken Seite eine Haube f aufgeschraubt, welche durch eine Reihe kleiner Löcher g mit dem Behälter c in Verbindung steht und oben ein Aufsatzrohr h trägt, welches, bis über die Wasseroberfläche reichend, mit der freien Luft in Verbindung steht. Unten im Rohre h endet ein kleines Dampfrohr i, dessen Dampfzuströmung durch ein Absperrventil k beliebig geschlossen oder geöffnet werden kann, k wird gewöhnlich durch den Hebel I und die Feder m geschlossen gehalten. In einem Loche des Hebels I ist die Ventilspindel η des Ventiles 0 verschiebbar angeordnet. Diese Vorrichtung wirkt derart, daß beim Hochheben des Ventiles 0 unmittelbar Wasser aus α in b strömt, während bei geschlossenem Ventil das Wasser erst den Behälter c passieren muß, ehe es aus b abfließen kann. Beim Schließen des Ven-
geschlossen,
bar
tiles ο mittels der Spindel η wird durch den an letzterer befindlichen Anschlag f der Hebel I niedergezogen und das Dampfventil k geöffnet.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Für gewöhnlich ist das Ventil ο geöffnet und infolgedessen das Dampfventil k Durch ο strömt Wasser unmittelaus α in b und von dort aus in die Weiche
ίο usw., ohne daß also der Apparat in Wirkung tritt. Soll jedoch nach dem Sauerstoff kondensationsverfahren gearbeitet werden, so wird durch Herunterdrücken der Spindel η das Ventil ο ganz oder fast ganz geschlossen und hierbei gleichzeitig das Dampfdurchlaßventil k geöffnet. Da nun der Abfluß des Wassers zunächst schneller erfolgt, als Wasser durch d nachströmen kann, so sinkt der Wasserspiegel in c, bis er die Höhe des durch die niedrige Wand e eingestellten normalen Wasserstandes erreicht, so daß nun durch das Gefäß c dauernd ein die ganze Gefäßbreite einnehmender Wasserstrom von geringer Tiefe und verhältnismäßig großer Oberfläche fließt.
Hierbei tritt infolge der Drosselung des Wasserzuflusses in d eine gewisse Spannung ein. Das Abflußrohr ist insbesondere an der Stelle r noch nicht ganz mit Wasser gefüllt, das abfließende Wasser saugt Luft an und reißt sie mit sich fort. Diese Saugwirkung kommt aber auch auf den durch Rohr i zugeführten Dampf und die durch Rohr h eintretende Luft zur Geltung. Diese werden gemischt und treten zusammen durch die Löcher g in das Gefäß c ein, wo sie sich gleichmäßig über die Wasseroberfläche verbreiten, durch das kalte Wasser zu feinsten Flüssigkeitströpfchen kondensiert werden und hierbei Sauerstoff mit sich reißen und auf das Wasser übertragen.
Der Vorteil dieses neuen Verfahrens gegenüber den bisher üblichen besteht, wie schon gesagt, darin, daß die Menge des von dem Wasser aufgenommenen Sauerstoffes erheblich vergrößert wird.
Man kann mit dem neuen Verfahren bei relativ sehr kleinem Dampf verbrauch und entsprechend geringfügiger Erwärmung des Wassers ein für den Keimprozeß besonders geeignetes, sehr sauerstoffreiches Wasser erzielen. Dieses Wasser kann nicht allein zum Weichen der Gerste, sondern auch zum Befeuchten keimender Gerste auf der Tenne usw. verwendet werden. Auch sonst in der Brauerei und anderen Betrieben, wo sauerstoffreiches Wasser Vorteile bietet, kann das Verfahren bzw. das danach hergestellte Wasser Verwendung finden. Statt Frischdampf zur Kondensation zu bringen, kann man selbstverständlich auch den an irgendeiner Stelle des Betriebes abfallenden Dampf kondensieren, so z. B. auch — was natürlich besonders vorteilhaft ist ·— die ohnehin schon mit Luft gemischten Dünste der Oberhorde der Darre.

Claims (2)

65 Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von sauerstoffreichem Wasser für Mälzereizwecke u.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Dampf oder Dunst mit der Oberfläche von kaltem, möglichst in flacher Schicht ausgebreitetem Wasser in Berührung gebracht und in Gestalt feinster Wassertröpfchen kondensiert werden.
2. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (a) ein kleineres Gefäß (c) eingebaut ist, welches mit Wasserzutrittsöffnungen (d) und Dampf-Luftzutrittsöffnungen (g) versehen ist, so daß beim Abfluß von Wasser aus dem Rohr (b) ein flacher Wasserstrom durch das Gefäß (c) über die Querwand (e) hinweggesaugt wird, auf dessen Oberfläche das ebenfalls angesaugte Dampf-Luftgemisch sich kondensiert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT283532D Active DE283532C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE283532C true DE283532C (de)

Family

ID=539091

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT283532D Active DE283532C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE283532C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE283532C (de)
CH655014A5 (de) Kuehlvorrichtung an mit einem kuehlmittel-zu- und -abfluss sowie einem vakuumanschluss ausgestatteten vakuum-destillierapparaten und verfahren zur durchfuehrung der destillationskuehlung.
EP0630992A1 (de) Verfahren zum Reinigen von metallischen Werkstücken
DE609508C (de) Vorrichtung zum Auffrischen des Wassers von Fischbehaeltern
DE469695C (de) Buegeleisen mit Feuchtvorrichtung
DE448498C (de) Vorrichtung zum Regenerieren des Wassers in Aquarien
DE436240C (de) Vorrichtung zum Verdampfen von Loesungen
DE118799C (de)
DE592203C (de) Vorrichtung zum Beseitigen der Verunreinigungen aus der oberen duennen Schicht des Kesselwassers
DE737534C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden und Waschen von Fuseloel bei Alkoholdestillier- und Rektifizierapparaten
DE444423C (de) Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser in einem besonderen Behaelter durch Kesseldampf
DE270320C (de)
DE286221C (de)
DE299504C (de)
DE112710C (de)
DE535604C (de) Verfahren und Einrichtung zum Loeschen von Kalk oder aehnlichen, Staub entwickelnden Stoffen
DE393043C (de) Vorrichtung zur Entgasung, Entsaeuerung, Enteisenung und Enthaertung von Fluessigkeiten
DE292869C (de)
AT108260B (de) Stetig wirkende Saturationspfanne.
DE242019C (de)
DE738256C (de) Verfahren und Vorrichtung zum satzweisen Wiederauffrischen von Altoelen
DE350471C (de) Verfahren zum vollkommenen und raschen Entgasen von Sulfitzellstoffkochern unter Wiedergewinnung der schwefligen Saeure und der Waerme
DE494109C (de) Verfahren zum Behandeln von Steinkohlenteer
DE187839C (de)
DE279063C (de)