DE283532C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE283532C DE283532C DENDAT283532D DE283532DA DE283532C DE 283532 C DE283532 C DE 283532C DE NDAT283532 D DENDAT283532 D DE NDAT283532D DE 283532D A DE283532D A DE 283532DA DE 283532 C DE283532 C DE 283532C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- water
- steam
- oxygen
- air
- vessel
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 40
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 10
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 10
- 238000004890 malting Methods 0.000 claims description 2
- 239000003595 mist Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims 1
- 241000209219 Hordeum Species 0.000 description 3
- 235000007340 Hordeum vulgare Nutrition 0.000 description 3
- 230000035784 germination Effects 0.000 description 3
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 2
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 2
- 206010044565 Tremor Diseases 0.000 description 1
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C1/00—Preparation of malt
- C12C1/02—Pretreatment of grains, e.g. washing, steeping
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6«. GRUPPE
Es ist bekannt, daß bei der Keimung der Gerste der Sauerstoff eine große Rolle spielt,
weil er die Keimung anregt. Man wendet aus diesem Grunde bekanntlich die Luftwasserweiche
im Mälzereibetriebe an. Auch die Anwendung von Dampf und Luft in der Weiche ist bekannt, mit welcher gleichzeitig eine Erwärmung
bezweckt wird.
Alle diese Verfahren sind aber mangelhaft,
ίο weil es nicht gelingt, erhebliche Mengen von
Sauerstoff in dem Wasser zu lösen. Die Ursache dafür ist in den fortwährenden Erschütterungen
zu suchen, welche das Wasser beim Einleiten von Dampf oder Luft oder Dampf und Luft erleidet.
Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, diesen Nächteil der bisher üblichen Arbeitsweisen
zu vermeiden, indem es die Berührung von Wasser und Luft derart innig und intensiv
gestaltet, daß eine bedeutend bessere und reichlichere Lösung von Sauerstoff im Wasser
stattfindet..
Das neue Verfahren beruht darauf, daß Dampf oder Dunst mit der Oberfläche von
kaltem, möglichst in flacher Schicht ausgebreitetem Wasser in Berührung gebracht wird,
wodurch eine Kondensation des Dampfes zu Wassertröpfchen von minimalster Größe eintritt,
welche beim Niederfallen Sauerstoff aus der Luft mit sich reißen und auf das Wasser
übertragen.
Fig. ι und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Apparates zur Durchführung dieses Verfahrens
im Längsschnitt und Grundriß. Es bezeichnet α den zum Ansammeln des in der
Mälzerei oder Brauerei benötigten Wassers dienenden Behälter, b das Abflußrohr des
Wassers aus dem Behälter an die Verbrauchsstelle (Tenne, Weiche o. dgl.). Das Rohr b
mündet jedoch nicht unmittelbar in den Behälter α ein, sondern ist an ein im unteren
Teile des Wasserreservoirs befindliches Gefäß c angeschlossen, dessen dem Ausfluß entgegengesetztes
Ende mit einer Anzahl kleiner Durchbohrungen versehen ist, durch welche das Wasser aus dem Behälter α eintritt.
Außerdem ist in dem Gefäß c noch kurz vor der Austrittsöffnung eine niedrige Querwand e
angeordnet, so daß der Wasserstand in c stets eine gewisse Höhe behalten muß, ehe überhaupt
Wasser durch d abfließen kann. Auf dem Deckel von c ist auf der linken Seite
eine Haube f aufgeschraubt, welche durch eine Reihe kleiner Löcher g mit dem Behälter
c in Verbindung steht und oben ein Aufsatzrohr h trägt, welches, bis über die Wasseroberfläche
reichend, mit der freien Luft in Verbindung steht. Unten im Rohre h endet
ein kleines Dampfrohr i, dessen Dampfzuströmung durch ein Absperrventil k beliebig geschlossen
oder geöffnet werden kann, k wird gewöhnlich durch den Hebel I und die Feder m
geschlossen gehalten. In einem Loche des Hebels I ist die Ventilspindel η des Ventiles 0
verschiebbar angeordnet. Diese Vorrichtung wirkt derart, daß beim Hochheben des Ventiles
0 unmittelbar Wasser aus α in b strömt, während bei geschlossenem Ventil das Wasser
erst den Behälter c passieren muß, ehe es aus b abfließen kann. Beim Schließen des Ven-
geschlossen,
bar
bar
tiles ο mittels der Spindel η wird durch den
an letzterer befindlichen Anschlag f der Hebel I niedergezogen und das Dampfventil k geöffnet.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Für gewöhnlich ist das Ventil ο geöffnet
und infolgedessen das Dampfventil k Durch ο strömt Wasser unmittelaus
α in b und von dort aus in die Weiche
ίο usw., ohne daß also der Apparat in Wirkung
tritt. Soll jedoch nach dem Sauerstoff kondensationsverfahren gearbeitet werden, so wird
durch Herunterdrücken der Spindel η das Ventil ο ganz oder fast ganz geschlossen und
hierbei gleichzeitig das Dampfdurchlaßventil k geöffnet. Da nun der Abfluß des Wassers
zunächst schneller erfolgt, als Wasser durch d nachströmen kann, so sinkt der Wasserspiegel
in c, bis er die Höhe des durch die niedrige Wand e eingestellten normalen Wasserstandes
erreicht, so daß nun durch das Gefäß c dauernd ein die ganze Gefäßbreite einnehmender
Wasserstrom von geringer Tiefe und verhältnismäßig großer Oberfläche fließt.
Hierbei tritt infolge der Drosselung des Wasserzuflusses in d eine gewisse Spannung
ein. Das Abflußrohr ist insbesondere an der Stelle r noch nicht ganz mit Wasser gefüllt,
das abfließende Wasser saugt Luft an und reißt sie mit sich fort. Diese Saugwirkung
kommt aber auch auf den durch Rohr i zugeführten Dampf und die durch Rohr h eintretende
Luft zur Geltung. Diese werden gemischt und treten zusammen durch die Löcher g
in das Gefäß c ein, wo sie sich gleichmäßig über die Wasseroberfläche verbreiten, durch
das kalte Wasser zu feinsten Flüssigkeitströpfchen kondensiert werden und hierbei
Sauerstoff mit sich reißen und auf das Wasser übertragen.
Der Vorteil dieses neuen Verfahrens gegenüber den bisher üblichen besteht, wie schon
gesagt, darin, daß die Menge des von dem Wasser aufgenommenen Sauerstoffes erheblich
vergrößert wird.
Man kann mit dem neuen Verfahren bei relativ sehr kleinem Dampf verbrauch und entsprechend
geringfügiger Erwärmung des Wassers ein für den Keimprozeß besonders geeignetes,
sehr sauerstoffreiches Wasser erzielen. Dieses Wasser kann nicht allein zum Weichen der
Gerste, sondern auch zum Befeuchten keimender Gerste auf der Tenne usw. verwendet
werden. Auch sonst in der Brauerei und anderen Betrieben, wo sauerstoffreiches Wasser
Vorteile bietet, kann das Verfahren bzw. das danach hergestellte Wasser Verwendung finden.
Statt Frischdampf zur Kondensation zu bringen, kann man selbstverständlich auch den an irgendeiner Stelle des Betriebes abfallenden
Dampf kondensieren, so z. B. auch — was natürlich besonders vorteilhaft ist ·—
die ohnehin schon mit Luft gemischten Dünste der Oberhorde der Darre.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzeugung von sauerstoffreichem Wasser für Mälzereizwecke
u.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Dampf oder Dunst mit der Oberfläche von kaltem,
möglichst in flacher Schicht ausgebreitetem Wasser in Berührung gebracht und in Gestalt
feinster Wassertröpfchen kondensiert werden.
2. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Behälter (a) ein kleineres Gefäß (c) eingebaut ist, welches
mit Wasserzutrittsöffnungen (d) und Dampf-Luftzutrittsöffnungen (g) versehen ist, so
daß beim Abfluß von Wasser aus dem Rohr (b) ein flacher Wasserstrom durch
das Gefäß (c) über die Querwand (e) hinweggesaugt wird, auf dessen Oberfläche
das ebenfalls angesaugte Dampf-Luftgemisch sich kondensiert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE283532C true DE283532C (de) |
Family
ID=539091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT283532D Active DE283532C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE283532C (de) |
-
0
- DE DENDAT283532D patent/DE283532C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE283532C (de) | ||
| CH655014A5 (de) | Kuehlvorrichtung an mit einem kuehlmittel-zu- und -abfluss sowie einem vakuumanschluss ausgestatteten vakuum-destillierapparaten und verfahren zur durchfuehrung der destillationskuehlung. | |
| EP0630992A1 (de) | Verfahren zum Reinigen von metallischen Werkstücken | |
| DE609508C (de) | Vorrichtung zum Auffrischen des Wassers von Fischbehaeltern | |
| DE469695C (de) | Buegeleisen mit Feuchtvorrichtung | |
| DE448498C (de) | Vorrichtung zum Regenerieren des Wassers in Aquarien | |
| DE436240C (de) | Vorrichtung zum Verdampfen von Loesungen | |
| DE118799C (de) | ||
| DE592203C (de) | Vorrichtung zum Beseitigen der Verunreinigungen aus der oberen duennen Schicht des Kesselwassers | |
| DE737534C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden und Waschen von Fuseloel bei Alkoholdestillier- und Rektifizierapparaten | |
| DE444423C (de) | Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser in einem besonderen Behaelter durch Kesseldampf | |
| DE270320C (de) | ||
| DE286221C (de) | ||
| DE299504C (de) | ||
| DE112710C (de) | ||
| DE535604C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Loeschen von Kalk oder aehnlichen, Staub entwickelnden Stoffen | |
| DE393043C (de) | Vorrichtung zur Entgasung, Entsaeuerung, Enteisenung und Enthaertung von Fluessigkeiten | |
| DE292869C (de) | ||
| AT108260B (de) | Stetig wirkende Saturationspfanne. | |
| DE242019C (de) | ||
| DE738256C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum satzweisen Wiederauffrischen von Altoelen | |
| DE350471C (de) | Verfahren zum vollkommenen und raschen Entgasen von Sulfitzellstoffkochern unter Wiedergewinnung der schwefligen Saeure und der Waerme | |
| DE494109C (de) | Verfahren zum Behandeln von Steinkohlenteer | |
| DE187839C (de) | ||
| DE279063C (de) |