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DE279063C - - Google Patents

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Publication number
DE279063C
DE279063C DENDAT279063D DE279063DA DE279063C DE 279063 C DE279063 C DE 279063C DE NDAT279063 D DENDAT279063 D DE NDAT279063D DE 279063D A DE279063D A DE 279063DA DE 279063 C DE279063 C DE 279063C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
vessel
bell
water
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT279063D
Other languages
English (en)
Publication of DE279063C publication Critical patent/DE279063C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12FRECOVERY OF BY-PRODUCTS OF FERMENTED SOLUTIONS; DENATURED ALCOHOL; PREPARATION THEREOF
    • C12F3/00Recovery of by-products
    • C12F3/02Recovery of by-products of carbon dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 279063 KLASSE 6 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1912 ab.
Bei dem Nathanschen Verfahren der Bierbereitung wird die entstehende Kohlensäure, ehe sie in dem Verfahren im Kreislauf wieder zur Anwendung gelangt, gereinigt, im besonderen auch zum Zweck der Entfernung der sogenannten Jungbukette, welche im wesentlichen aus einer Anzahl bisher nicht näher bekannter Äther bestehen.
Diese Reinigung stößt, wenn sie in der übliehen Weise ausgeführt wird, auf erhebliche Schwierigkeiten. Vielfache Versuche haben aber gezeigt, daß eine Reinigung unter Anwendung einer Anzahl gewisser an sich für andere Zwecke bekannter Reinigungsmittel und bei Einhaltung bestimmter Grundsätze zu einer vollständigen und billigen Beseitigung aller Verunreinigungen der Kohlensäure führt. Das Verfahren besteht im wesentlichen aus der aufeinanderfolgenden Reinigung durch Wasser, durch Permanganat und durch Schwefelsäure, wobei zwischen kleinen Waschflüssigkeitsmengen und großen Gasmengen große Berührungsflächen und lange Berührungszeiten geschaffen werden. Dabei wird für Trocknung der Kohlensäure und für Zurückhaltung etwa mitgerissener Waschflüssigkeit gesorgt sowie für die rasche Entfernung und Erneuerung der durch die Benutzung unbrauchbar gewordenen Waschflüssigkeiten.
Gegenüber bekannten Verfahren (Brewer & Maltster 1896, Seite 216 bis 220, und Zeitschrift für die gesamte Kohlensäure-Industrie 1904, Seite 7, Spalte 1, Absatz 2), wonach Gärungskohlensäure durch nacheinanderfolgendes Waschen in Wasser, konzentrierter Schwefelsäure, Permanganat und kohlensaurem Alkali gereinigt und sodann getrocknet wird, ist in dem vorliegenden Verfahren die Reihenfolge der angewendeten Reinigungsmittel (Wasser, Permanganat, Trocknung, konzentrierte Schwefelsäure, Alkali) von erheblicher Bedeutung wegen der eigenartigen Natur der zu entfernenden Geruchs- und Geschmacksstoffe. Im besonderen ist die Reihenfolge »Permanganat, Schwefelsäure« und nicht umgekehrt sehr wichtig, und weiterhin ist auch die Einschiebung der Trocknung vor der Behandlung mit konzentrierter Schwefelsäure von Bedeutung, da es nur so möglich ist, in einem Großbetrieb die Konzentration der Schwefelsäure aufrechtzuerhalten.
Auch die zur Ausführung des neuen Verfahrens dienende Waschvorrichtung hat Vorzüge vor den bekannten Vorrichtungen, bei welchen die zu reinigende Gärungskohlensäure mit Hilfe mehrerer übereinanderliegender Siebe in der Waschflüssigkeit verteilt wird.
Durch die Anordnung einer Glocke, welche an das Gaszuleitungsrohr angeschlossen ist und in die Waschflüssigkeit eintaucht, wird die Gefahr des Rücktritts der Waschflüssigkeit in die Leitung beseitigt, und durch schräg nach unten gerichtete gelochte Zargen, welche an der Außenseite der Glocke sitzen, wird eine bessere und gleichmäßigere Verteilung der Gase in der Reinigungsflüssigkeit bewirkt, als durch die bekannte Vorrichtung.
Die zur Ausführung des Verfahrens benutzte Einrichtung ist in der Zeichnung in einem Längsschnitt dargestellt.
Die Kohlensäure tritt zunächst in das Wassergefäß A, und zwar durch das Rohr «in

Claims (2)

  1. die Glocke b und dann durch Schlitze am unteren Rande der Glocke in den von Wässer erfüllten Raum C Hier steigen die Gasblasen an der Außenwand der Glocke hoch, fangen sich unter den dachartigen Zargen d, welche mit feinen Durchbohrungen versehen sind. Beim Hindurchgehen durch diese werden die Gase wieder fein zerteilt, so daß eine weitgehende und andauernde Berührung mit dem
    ίο Waschwasser stattfindet, bis das Gas bei e entweicht. Die Anordnung des großen Glockenraumes hat die besondere Wirkung, daß bei Druckschwankungen und dem Eintreten von Rückdruck das Wasser nicht in das Zuleitungsrohr α gelangen kann, sondern sich in der Glocke b ansammelt.
    Aus dem Wassergefäß gelangt die Kohlensäure durch das Rohr f in das Gefäß B, in welchem sich Permanganatlösung befindet, und hier wiederholt sich dasselbe Spiel.
    Durch das Permanganat sind schon die meisten Verunreinigungen der Kohlensäure beseitigt ; einige besonders widerstandsfähige sind jedoch nur durch konzentrierte Schwefelsäure zu zerstören. Vor dem Durchleiten durch die Schwefelsäure ist aber eine Trocknung des Gases notwendig, damit nicht die Schwefelsäure schnell verdünnt wird.
    Zu diesem Zwecke ist zunächst ein Wasserabscheider C bekannter Konstruktion angeordnet, durch welchen hindurch die Kohlensäure durch das Rohr g in einen Trockenturm D gelangt. Dieser hohe Trockenturm ist mit einem beliebigen, Feuchtigkeit absorbierenden Stoff gefüllt, durch welchen die Kohlensäure, mittels eines Siebes am Boden fein verteilt, hochsteigt. Eine besondere Einrichtung ist zur Regenerierung des Trockenmittels durch Austreiben des aufgenommenen Wassers vorgesehen. Dies ist der elektrische Gaserhitzer L. Er dient nach Abschluß der Leitung g und Öffnung des Hahnes h zur Erhitzung eines durch ihn und den Trockenturm D hindurchgeführten Kohlensäurestromes; das heiße Gas kann durch Abkühlung wieder von dem aufgenommenen Wasser befreit werden.
    Die getrocknete Kohlensäure gelangt durch das Rohr k in das Schwefelsäuregefäß E.
    Dies ist von gleicher Bauart wie die Gefäße A und B, nur ist noch ein Rohr m vorgesehen zur Füllung, Entleerung und Probenahme. ■ Oben ist um die Glocke herum eine Schicht Tonkugeln angeordnet, welche mitgerissene Schwefelsäuretröpfchen festhalten soll. Die vollständig von den Beimengungen befreite Kohlensäure gelangt durch das Rohr η noch in das Gefäß F, in welchem etwa mitgerissene Spuren von Schwefelsäure festgehalten werden. Am Boden des Gefäßes ist auch wieder ein Verteilungssieb angeordnet und über demselben eine Mischung von Bimsstein und kristallisierter Soda aufgeschichtet. Es kann aber auch ein Gefäß mit Sodalösung verwendet werden. Die Gefäße sind derart miteinander verbunden, daß jedes einzelne derselben während des Betriebes ausgeschaltet werden kann, um entleert und mit neuer Flüssigkeit usw. gefüllt zu werden. Um diese Ausschaltung zu ermöglichen, sind Dreiweghähne in der Verbindungsleitung angeordnet. Der Gaserhitzer kann selbstverständlich auch durch andere Heizmittel als Elektrizität erwärmt werden. Die Gefäße können auch in mehrfacher Anzahl angebracht sein zur Erhöhung der Leistung.
    Pa τ en τ - A ν s ρ r ü cηε :
    ι. Verfahren zur Reinigung von Gasen, insbesondere von Gärungskohlensäure, die Verunreinigungen aus dem Bierbrauereibetriebe enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase nacheinander durch Wasser, Permanganat und konzentrierte Schwefelsäure hindurchgeführt werden, wobei sie vor Eintritt in das Schwefelsäuregefäß getrocknet und schließlich von den mitgerissenen Schwefelsäureteilchen durch Überleiten über Alkalien befreit werden.
  2. 2. Ein Waschgefäß zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeich-, net durch die Anordnung einer an das Gaszuleitungsrohr angeschlossenen, in die Waschflüssigkeit eintauchenden Glocke (b), deren Außenseite mit schräg nach unten gerichteten, durchlöcherten Zargen (d) zur wiederholten feinen Verteilung des Gases in der Waschflüssigkeit versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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