DE2834601B2 - Enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz - Google Patents
Enossales Implantat zur Aufnahme von ZahnersatzInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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- A61C8/00—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools
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- A61C8/00—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools
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Description
20
Die Erfindung betrifft ein enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz.
Implantationen auf dem Gebiet der Zahnheilkunde erweisen sich wegen des dabei zwangsläufig auftreten- 2*1
den Grenzflächenproblems als kritisch. Im Gegensatz zu Implantationen auf anderen medizinischen Gebieten,
bei denen das Implantat vollständig von körpereigenem Gewebe umgeben wird, muß ein Implantat zur
Befestigung von Zahnersatz wenigstens in einem Teilbereich frei in die Mundhöhle ragen. Der körpereigene
Organismus kann die an der Grenzfläche zwischen körpereigenem Gewebe und Implantat eindringenden
Keime nur über einen bestimmten Zeitraum unschädlich machen; danach wird das Implantat abgestoßen. Dieser r>
Zeitraum ist individuell verschieden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein enossales Implantat der eingangs genannten Art zu
schaffen, welches nicht oder zumindest nicht in dem Maße wie die bekannten Implantate durch körpereigene
Abwehrreaktionen abgestoßen wird.
Durch die US-PS 27 11021 ist es zwar bereits
bekannt, einen extrahierten Naturzahn, dessen Wurzelspitze entfernt wurde, mit einem die Wurzelspitze
ersetzenden metallischen Heteroimplantat zu armieren, 4r>
so daß ein Replantat entsteht, daß im Mucosalbereich aus körpereigenem Material besteht. Ein derartig
armiertes Replantat erscheint jedoch aufgrund seiner Form nicht geeignet, einen Zahnersatz — eine Krone
allenfalls ausgenommen — zu tragen. Auch ohne eine w zusätzliche Belastung durch eine Prothesenverankerung
lockern sich derartige Replantate nach einiger Zeit.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Implantat aus miteinander
verbundenen Heteroimplantatteilen und einem durch « eine Zahnwurzel gebildeten Autoimplantatteil besteht,
und die Zahnwurzel gegenüber ihrer ursprünglichen Länge verkürzt ist und ein als Wurzelstift ausgebildeter
Heteroimplantatteil den Wurzelkanal über seine gesamte Länge durchfaßt und an seinem oberen Ende einen m>
zur Anbringung des Zahnersatzes vorgesehenen vorstehenden Teil aufweist, und an dem gegenüberliegenden
Ende des Wurzelstiftes sich wenigstens eine quer zur Wurzellängsrichtung erstreckende, klammerförmig ausgebildete
Halteeinrichtung anschließt. Ein derartiges μ Implantat sitzt in statischer Hinsicht so fest, daß es zur
beständigen Aufnahme von Zahnersatz nach dem Einheilen geeignet ist. Da der der Mundhöhle
zugewandte Bereich und damit die kritische Grenzfläche von dem körpereigenen Implantat gebildet wird,
ist die Gefahr des Abgestoßenwerdens wesentlich geringer als bei einem Fremdimplantat In besonders
zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Autoimplantat eine Zahnwurzel ist
Die erfindungsgemäße Verwendung des aus einer Zahnwurzel gebildeten Autoimplantatteils kann in der
Weise erfolgen, daß die Zahnwurzel entfernt und dann die Alveoleso nach einer oder nach zwei Seiten hin
erweitert wird, daß das aus der Kombination von Autoimplantat und Heteroimplantat bestehende Implantat
eingesetzt wird. Die Ausgestaltung des Heteroimplantates, also insbesondere die Ausgestaltung des
sich an den dem vorstehenden Teil gegenüberliegenden Enden des Wurzelstiftes anschließenden und als
klammerförmig ausgebildete Halteeinrichtung ausgestalteten Teils richtet sich nach der erforderlichen
statischen Festigkeit.
Es kann vorgesehen sein, daß die Aufbereitung des Wurzelkanals der extrahierten Zahnwurzel außerhalb
des Mundes erfolgt, und dann die Verbindung mit dem Fremdimplantat ebenfalls außerhalb des Mundes
vorgenommen wird. Die Verbindung kann als Zementverbindung, als Schraubverbindung od. dgl. ausgebildet
sein. Anschließend wird dann die so gebildete Hetero- und Autoimplantatkombination in die entsprechend
erweitere Alveole eingesetzt Alternativ kann auch zunächst das Heteroimplantat in die erweiterte Alveole
implantiert und dann auf das Fremdimplantat das Autoimplantat (aufbereiteter Wurzelkanal der extrahierten
Wurzel) aufgesetzt werden. Nach dem Einheilen wird dann der Zahnersatz in bekannter Weise an dem
Implantat befestigt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Fremdimplantats;
F i g. 2 eine Darstellung entsprechend F i g. 1 mit einem aufgesetzten, aus einer aufbereiteten Zahnwurzel
bestehenden Autoimplantat;
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer nach einer Seite erweiterten Alveole zur Aufnahme der in Fig.2
dargestellten Kombination;
Fig.4 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 mit an
dem Fremdimplantat beidseitig vorgesehenen Befestigungseinrichtungen;
Fig.5 eine Darstellung entsprechend Fig.4 mit
einem aufgesetzten, aus einer aufbereiteten Zahnwurzel bestehenden Autoimplantat; ,
F i g. 6 eine schematische Darstellung einer nach zwei gegenüberliegenden Seiten erweiterten Alveole
zur Aufnahme der in Fig.5 dargestellten Kombination.
Ein insgesamt mit 1 bzw. la bezeichnetes Heteroimplantat dient zur Befestigung reimplantierter Zähne im
Kieferknochen 2 bzw. 2a. Das Heteroimplantat 1 und Xa weist jeweils ein stabförmiges Teil 3 auf, auf welches
eine Zahnwurzel 4 mit ihrem entsprechend präparierten Wurzelkanal aufgesetzt und befestigt werden kann
(Fig.2 bzw. Fig.5). Das Heteroimplantat 1 weist einseitig eine klammerförmig ausgebildete Haltevorrichtung
5 auf, während das Heteroimplantat Xa auf gegenüberliegenden Seiten entsprechend ausgebildete
Haltevorrichtungen 5 bzw. 5a aufweist. Das Einsetzen des Implantates gemäß F i g. 2 bzw. F i g. 5 in die Alveole
6 der vorher aus dieser extrahierten Zahnwurzel 4
3 4
erfolgt jeweils, nachdem die Alveiole 6 einseitig mit das Autoimplantat gebildet wird, während das Frem-
einer Erweiterung 7 (F i g. 3) oder doppelseitig mit einer dimplantat 1 bzw. Ia vollständig vun dem körpereige-
Erweiterung 7 und einer gegenüberliegenden Erweite- nen Gewebe und dem Autoimplantat 4 umschlossen ist.
rung Ta versehen worden ist Das Einsetzen erfolgt in Nach Einheilen der so gebildeten Hetero- und
der Weise, daß die nach dem Einheilen vorhandene 5 Autoimplantatkombination wird dann der entsprechen-
Grenzschicht zwischen Mundhöhle und Implantat de Zahnersatz in bekannter Weise angebracht
ausschließlich durch die Zahnwurzel 4 und damit durch
ausschließlich durch die Zahnwurzel 4 und damit durch
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz, dadurch gekennzeichnet, daß das Implantat aus miteinander verbundenen Heteroim- -, plantatteilen (3,5 bzw. 3,5, Sa) und einem durch eine Zahnwurzel gebildete Autoimplantatteil (4) besteht, und die Zahnwurzel gegenüber ihrer ursprünglichen Länge verkürzt ist und ein als Wurzelstift ausgebildeter Heteroimplantatteil (3} den Wurzelkanal über i» seine gesamte Länge durchfaßt und an seinem oberen Ende einen zur Anbringung des Zahnersatzes vorgesehenen vorstehenden Teil (8) aufweist, und an dem gegenüberliegenden Ende des Wurzelstiftes sich wenigstens eine quer zur Wurzellängsrichtung erstreckende, klammerförmig ausgebildete Halteeinrichtung (5 bzw.5, Sa) anschließt
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782834601 DE2834601C3 (de) | 1978-08-07 | 1978-08-07 | Enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782834601 DE2834601C3 (de) | 1978-08-07 | 1978-08-07 | Enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2834601A1 DE2834601A1 (de) | 1980-02-14 |
| DE2834601B2 true DE2834601B2 (de) | 1980-05-29 |
| DE2834601C3 DE2834601C3 (de) | 1981-01-29 |
Family
ID=6046438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782834601 Expired DE2834601C3 (de) | 1978-08-07 | 1978-08-07 | Enossales Implantat zur Aufnahme von Zahnersatz |
Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3034086C2 (de) * | 1980-09-10 | 1983-02-17 | Guido Prof. Dr.med.dent. 8100 Garmisch-Partenkirchen Riess | Verankerungsvorrichtung für die Befestigung von Zähnen oder Zahnprothesen |
| WO2013083099A1 (de) * | 2011-12-07 | 2013-06-13 | Gebr. Brasseler Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung zum schonenden extrahieren von zahn- oder wurzelresten und/oder zum fixieren von reimplantierten zahn- oder wurzelteilen |
-
1978
- 1978-08-07 DE DE19782834601 patent/DE2834601C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2834601A1 (de) | 1980-02-14 |
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