DE2833836A1 - Probenahmeapparatur - Google Patents
ProbenahmeapparaturInfo
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Description
3400 Göttingen, d. 1.8.1978 ·; MKT-tehtaat Oy
Unser Zeichen: 10 094/B4 <ü u Ί . ,.
Helsinki
Probenahmeapparatür
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Probenahmeapparatur, mit der man Proben von einer mittels einer Pumpe beförderten Flüssigkeit
entnimmt und die einen Probenbehälter sowie ein Zuführrohr umfasst, durch welches die Probe unter Heranziehung von Unterdruck
in den Probenbehälter geleitet werden kann.
Das Entnehmen einer Probe von einer Flüssigkeit, die mittels einer
Pumpe befördert wird, gehört als wesentlicher Teil z.B. zum Sammeln von Milch aus den Milchkannen der Produzenten. Dabei nimmt man
mit einer im Milchwagen untergebrachten Probenahmeapparatur eine Probe von der Milch, die aus jeder Kanne angesaugt wird. Die Probe
nahmeapparatur umfasst ein Zuführrohr, welches Flüssigkeit von der
Druckseite der Pumpe in den Probenbehälter leitet. Damit man eine repräsentative Probe erhält, ist es vorteilhaft, in das Zuführrohr
einen Zwischenbehälter einzuschalten, in dem sich während des Pumpens Flüssigkeit ansammelt. Nach Abschluss des Pumpvorgangs kann
man eine gewünschte Menge der im Zwischenbehälter vermischten Flüssigkeit weiter in den Probenbehälter leiten.
Das Leiten der Flüssigkeit aus dem Zwischenbehälter in den Probenbehälter
erfolgt am schnellsten und am effektivsten unter Heranziehung von Sog, den ein Unterdruck erzeugt. Dabei begegnet man
der Schwierigkeit, dass man oftmals mit der Apparatur zahlreiche Probenahmen in Aufeinanderfolge ausführen muss, wobei jede Probe
in einen eigenen Probenbehälter aufgenommen wird. Das Erzeugen eines Unterdrucks im Probenbehälter für die Dauer der Saugphase ist
umständlich, und die mit Unterdruckanlage ausgestattete Probenahmeapparatur ist kompliziert und kostspielig.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt Abhilfe der erwähnten Nachteile
und das Hervorbringen einer Probenahmeapparatur, in der die Flüssigkeit vorteilhaft in den Probenahmebehälter unter Heranziehung
von Unterdruck geleitet werden kann. Es ist kennzeichnend für die Erfindung, dass der Probenbehälter durch eine Unterdruckleitung
mit der Ansaugseite der Pumpe verbunden.ist, derart, dass die Probe
in den Probebehälter mit Hilfe des von der Pumpe erzeugten Unterdrucks gesogen werden kann. Die Apparatur ist wesentlich einfacher
als entsprechende gegenwärtig bekannte Probenahmeapparaturen, denn das Heranziehen der Pumpe, die die Flüssigkeit fördert, zum Ansaugen
der Probe macht getrennte, zum Erzeugen eines Unterdrucks beabsichtigte Vorrichtungen überflüssig.
Eine günstige Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterdruckleitung mit einem Rückschlagventil versehen
ist. Das Rückschlagventil macht Strömung nur in einer Richtung möglich
und verhindert dadurch das Eindringen der geförderten Flüssigkeit in die Unterdruckleitung, wenn die Pumpe nicht in Betrieb ist.
Eine zweite günstige Ausführungsform der Erfindung ist dadurch.gekennzeichnet
, dass zur Probenahmeapparatur ein Unterdruckbehälter gehört, der sich an die Unterdruckleitung vorzugsweise zwischen dem
Probenbehälter und dem Rückschlagventil anschliesst. Der Unterdruck behälter vermehrt beträchtlich die Saugkapazität der Apparatur und
macht das Saugen einer Probe in den Probebehälter auch dann möglich, wenn die Pumpe nicht läuft.
In einigen zuvor bekannten Probenahmeapparaturen ist das Zuführrohr
zu einem beweglichen Kolben geführt, mittels dessen man das Ende des Zuführrohrs für die Zeit, die das Füllen des Probenbehälters
erfordert, in den Probenbehälter schieben kann. Diese Apparaturen eignen sich besonders bei solchen Milchwagen, wo die Probe von der
Milch einer jeden Milchkanne in einen eigenen Probenbehälter geleitet wird. Jeder Probenbehälter ist mit einem Deckel versehen, den
das nadelartige Ende des Zuführrohrs mit Leichtigkeit durchstösst.
Die Heranziehung des von der Pumpe erzeugten Unterdrucks in einer derartigen Apparatur ist einfach durchführbar, indem man das Ende
der Unterdruckleitung am Kolben neben dem Ende des Zuführrohrs befestigt.
Das Einschieben der Enden der Unterdruckleitung und des Zuführrohrs in den Probenbehälter und ihre Herausnahme von dort
geschehen dadurch einfach mittels einer hinundhergehenden Bewegung
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des Kolbens. Das Eindr\nge" vor bUit in die Unterdruckleitung
zwischen den Füllphasen lässt sich verhindern, indem man das Ende der Unterdruckleitung mit einem Ventil versieht. Es ist am vorteilhaftesten, ein Ventil zu verwenden, das sich automatisch nach
Massgabe der Kolbenlage öffnet und schliesst.
Die Erfindung wird nachstehend eingehend mit Hilfe eines Beispiels
mit Hinweis auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, die eine er<findungsgemässe
Probenahmeapparatur darstellt.
In der Figur ist eine Probenahmeapparatur gezeigt, mit der man Proben
aus der Milch entnimmt, die aus Produzenten-Milchkannen 1 gepumpt wird. Die Apparatur wird in dem Milchwagen eingebaut, der
das Entleeren der Milchkannen 1 mit Hilfe des in die Kanne einschiebbaren Saugschlauchs 2 und der daran angeschlossenen Pumpe 3
besorgt.
Die Probenahmeapparatur umfasst einen Probenbehälter "+sowie ein
Zuführrohr, durch welches die dem Saugrohr 2 auf der Druckseite der
Pumpe 3 entnommene Probe in den Probenbehälter geleitet wird und in welchem ein Zwischenbehälter 5 eingesetzt ist, der das Zuführrohr
in zwei Abschnitte 6,7 teilt. Das nadelähnliche Ende 8 des Zuführrohrs ist an einem oberhalb des Probenbehälters 4 liegenden,,
hinundherbeweglichen Kolben 9 befestigt. Der .Kolben 9 hat die Aufgabe,
das Ende 8 des Zuführrohrs durch den Deckel 10 hindurch in den Probenbehälter 4 zum Zweck der Füllung hineinzudrücken. Zur
Probenahmeapparatur gehört ferner als wesentlicher Teil eine Unterdruckleitung 11, welche den Probenbehälter 4 an die Saugseite der
Pumpe 3 anschliesst. Die Unterdruckleitung 11, die mit einem Rückschlagventil 12 und einem verhältnismässig umfangreichen Unterdruckbehälter
13 ausgestattet ist, dient dem Zweck, die Verwertung des von der Pumpe 3 erzeugten Unterdrucks beim Ansaugen einer Probe
in den Probenbehälter 4 zu ermöglichen.
Bei Beginn der EntleErung einer Milchkanne 1 führt man zuerst
Spülung der Probenahmeapparatur aus, um die Ueberreste der Milch vom vorher besuchten Landgut aus den Rohrleitungen zu entfernen.
Die Ventile 14, 15 und 16 sind hierbei offen, womit nach Anlaufen der Pumpe 3 die Milch durch das Zuführrohr 6 in den Zwischenbehälter
5 und weiter in die Rohre 7 und 17 vordringt. Während der Spülphase steht der Kolben 9 wie in der Figur gezeigt in seiner
oberen Lage, und unter das Ende 8 des ZufUhrrohrs ist ein Spül-
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5 ■ ·».
trichter eingeschoben, der nicht in der;Figur dargestellt ist.
Die kurze Spülphase endet, sobald man die Ventile I1+ und 15
sehliesst, vrobei dann der Zwischenbehälter .5 sich zu füllen beginnt,
Das Ventil 16 lässt sich so einstellen, dass sich nach Entleerung der Milchkanne.1 im Zwischenbehälter 5 eine genügende Menge Milch
für die Probe angesammelt hat. Der Anfangsteil 6 des Zuführrohrs
sehliesst sich an den Zwischenbehälter 5 vorzugsweise tangentkeil
an, so dass in dem Behälter eine wirksame Vermischung stattfindet.
Nachdem die Pumpe 3 nach Entleerung der Milchkanne 1 abgestellt worden ist, geht der Kolben 9 in seine untere Lage, wobei dann
die nadelartigen Enden des Zuführrohrs 7 und der Unterdruckleitung
11, die mit 8 bzw. 19 bezeichnet sind, den Deckel 10 des Pröbenbehälters
N- durchstossen. Gleichzeitig öffnen sich die Ventile
15 und 18, wodurch der im Unterdruckbehälter 13 während des Pump- Vorgangs entstandene Unterdruck eine Probe aus dem Zwischenbehälter
5 in den Probenbehälter 4 saugt. Nachdem der Flüssigkeitsspiegel
die Höhe des Endes des Zuführrohrs β erreicht hat, sehliesst
sich das Ventil 15 automatisch. Anschliessend geht der Kolben 9 in
seine in der Figur gezeigte Ausgangslage zurück, wobei sieh auch das Ventil 18 der Unterdruckleitung 11 sehliesst. Die eventuell im
Zwischenbehälter 5 übrige geringe Flüssigkeitsmenge kann man durch '
die Leitung 17 auf die Ansaugseite der Pumpe leiten. Zum Schluss setzt man für den gefüllten Probenbehälter einen neuen Behälter
ein, wonach man dann mit der .Apparatur die vorstehend dargestellten
Massnahmen in Verbindung mit dem Entleeren der nächstfolgenden
Milchkanne wiederholen kann.
Es ist dem Fachmann einleuchtend, dass verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sich nicht auf.das angeführte Beispiel beschränken,
sondern vielmehr im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche variieren können. So bezieht sich z.B. die Erfindung nicht
allein auf die Entnahme von Milchproben, sondern man kann die erfind ungsgemäs se Apparatur zur Entnahme von Proben von jeder beliebigen
mittels einer Pumpe geförderten Flüssigkeit benutzen. Auch können die zur Apparatur gehörenden verschxedenartigen Behälter,
Leitungen und Ventile davon abweichen, was obenstehend dargestellt worden ist.
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L e e r s e i t e
Claims (6)
1. Probenahmeapparatur, mittels deren Proben von einer mittels einer Pumpe (3) geförderten Flüssigkeit entnommen werden und die
einen Probenbehälter (4) und ein Zuführrohr (6,7) umfasst, durch welches die Probe unter Heranziehung von Unterdruck in den Probenbehälter
geleitet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenbehälter (4) durch Vermittlung einer Unterdruckleitung (11)
an die Ansaugseite der Pumpe (3) angeschlossen ist, so dass sich die Probe in den Probenbehälter mit Hilfe des von der Pumpe erzeugten
Unterdrucks einsaugen lässt.
2. Apparatur gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Unterdruckleitung (11) mit einem Rückschlagventil (12) versehen ist.
3. Apparatur gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Apparatur ein Unterdruckbehälter (13·) mit Anschluss an die Unterdruckleitung
gehört.
4. Apparatur gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Unterdruckbehälter (13) so plaziert ist, dass er sich an die Unterdruckleitung (11) zwischen dem Probenbehälter (4) und dem Rückschlagventil
(12) anschliesst.
5. Apparatur gemäss- irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche,
worin das Zuführrohr (6,7) zu einem beweglichen Kolben (9) geführt ist, mit dessen Hilfe das Ende (8) des Zuführrohrs für die Dauer des
Füllvorgangs in den Probenbehälter (4) eingeschoben werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (19) der Unterdruckleitung
(11) am Kolben (9) neben dem Ende (8) des Zuführrohrs befestigt ist.
6. Apparatur gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Ende der Unterdruckleitung (11) mit einem Ventil (18) ausgerüstet ist, das sich automatisch nach Massgabe der Lage des Kolbens (9)
öffnet und schliesst.
ORIGINAL INSPECT» 909808/0800
Applications Claiming Priority (1)
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| FI772381A FI54974C (fi) | 1977-08-08 | 1977-08-08 | Provtagningsapparatur |
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1988007667A1 (en) * | 1987-03-26 | 1988-10-06 | Ryan Rosenberg | A method of and an apparatus for taking a sample from a fluid flowing through a conduit |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| LU87267A1 (de) * | 1988-07-08 | 1990-02-07 | Euratom | Pneumatische vorrichtung zur automatischen entnahme einer fluessigkeitsprobe aus einem behaelter |
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1977
- 1977-08-08 FI FI772381A patent/FI54974C/fi not_active IP Right Cessation
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1988007667A1 (en) * | 1987-03-26 | 1988-10-06 | Ryan Rosenberg | A method of and an apparatus for taking a sample from a fluid flowing through a conduit |
Also Published As
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| NO782693L (no) | 1979-02-09 |
| FI54974B (fi) | 1978-12-29 |
| SE7808432L (sv) | 1979-02-09 |
| FI54974C (fi) | 1979-04-10 |
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| FR2400197A1 (fr) | 1979-03-09 |
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