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Woltmann- Zähler
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Wolt mann-Zähler mit einem Flügelrad,
dessen Drehbewegungen über eine Magnetkupplung auf ein Zählwerk übertragen werden.
Zähler dieser Art sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekann Nach einer
bekannten Verwirklichungsform besteht die Magnetkupplung aus Je einem mit dem Flügelrad
und mit dem Zählwerk kinematisch verbundenen Kupplungsteil, in deren Außenbereich
Magnetpole bildende Magnete eingesetzt sind. Dabei ißt der Durchmesser der mit dem
Flügelrad kinematisch verbundene Teil der Magnetkupplung ungleich größer als der
Durchmesser der mit dem Zählwerk kinematisch verbundene Kupplungsteil. Die beiden
Teile der Magnetkupplung sind über eine Wand voneinander getrennt, die gleichzeitig
die Grenze zwischen der Naßseite und der Trockenseite des Gerätes bildet. Als Folge
der vergleichsweise kleinen Abmessung des mit dem Zählwerk verbundenen Kupplungsteiles
können allenfalls zwei Magnete angebracht werden; eine Erhöhung der Anzahl dieser
Magneten ist also wegen der relativ kleinen Abmessungen unmöglich. Dies nat zur
Folge, daß innerhalb der Magnetkupplung keine Untersetzung möglich ist, so daß eine
entsprechende Untersetzungsstufe an einer anderen Stelle
des Gerätes
untergebracht werden muß.
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Aufgabe der Erfindung ist es, dieses bekannte Gerät so zu verbessern,
daß auf eine derartige besondere Untersetzungsstufe verzichtet werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Durchmesser
des mit dem Flügelrad kinematisch verbundenen Kupplungsteiles kleiner ist als der
Durchmesser des mit dem Zählwerk kinematisch verbundenen Kupplungsteiles, wobei
die Anzahl der Magneten des mit dem Zählwerk kinematisch verbundenen Kupplungsteiles
größer ist als die Anzahl der Magneten des anderen Kupplungsteiles.
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Da der mit dem Zählwerk kinematisch verbundene Kupplungsteil in seinen
Abmessungen ungleich größer ist als der mit dem Flügelrad kinematisch verbundene
Kupplungsteil, können an ersterem ungleich mehr Magæ te angebracht und damit Magnetpolpaare
vorgesehen werden. So kann man beispielsweise auf dem mit dem Flügelrad kinematisch
verbundenen Kupplungsteil zwei Magnete ten, also ein Magnetpolpaar anordnen, während
auf dem anderen Kupplungsteil vier oder sechs oder noch mehr Magnete und somit zwei,
drei oder mehrere Magnetpolpaare vorgesehen werden. Hierdurch ist eine entsprechende
Untersetzung der Drehzahl des Flü gelrades gegenüber der Drehzahl des Zählwerkes
gegeben, da mit der Anzahl der Magnetpolpaare des mit dem Zählwerk verbundenen Kupplungsteiles
das Untersetzungsverhältnis steigt. Auch wird mit zunehmender Anzahl der Magnetpolpaare
auf demJenigen Kupplungsteil, welcher mit dem Zählwerk kinematisch verbunden ist,
der Lauf der Zeiger des Zählwerkes ruhiger und damit kontinuierlicher.
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Nach einer ersten Ausftihrungsform des erfindungsgemäßen Woltmann-Zählers
mit zylinderförmigen Kupplungsteilen sind die Magneten des einen Kupplungsteiles
am Zylindermantel und die Nagneten des anderen Kupplungsteiles an der einen Stirn
~ fläche angeordnet und umgekehrt.
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Nach einer weiteren praktischen Verwirklichungsform des erfindungsgemäßen
Woltmann-Zählers mit kegelstumpfförmigen Kupplungsteilen sind die Magneten der beiden
Kupplungsteile am Umfang der Kegelfläche angeordnet.
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Einige Ausführungsbeispiele des Woltmann-Zählers gemäß der Erfindung
sind nachstehend anhand der Zeichnung noch etwas näher veranschaulicht. In dieser
zeigen in rein schematischer Weise: Fig. 1 eine Ansicht, teilweise im Schnitt durch
den Woltmann-Zähler gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im
Schnitt der Anordnung nach Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht in vergrößertem Maßstab einer
ersten Ausführungsform der Magnetkupplung des Woltmann-Zählers gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine Ansicht des einen Kupplungsteiles in Richtung des Pfeiles A in Fig.
3, Fig. 5 eine Ansicht des anderen Kupplungsteiles in Richtung des Pfeiles B in
Fig. 3, Figuren 6 - 8 entsprechende Darstellungen einer zweiten Ausführungsform
der Magnetkupplung des Woltmann-Zählers gemäß der Erfindung, Figuren 9 - 11 entsprechende
Darstellungen einer dritten Ausführungsform der Magnetkupplung des Woltmann-Zählers
gemäß der Erfindung.
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Die Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Ansicht bzw. Seitenansicht, teilweise
im Schnitt, des Woltmann-Zählers gemäß der Erfindung mit dem Gehäuse 1, in welchem
ein ganz allgemein mit der Bezugsziffer 2 bezeichneter Meßeinsatz gelagert ist.
Dieser Meßeinsatz 2 weist ein Flügelrad 3 auf, welchem über den Kanal 4 diejenige
Flüssigkeit zugeführt wird, deren Menge pro Zeiteinheit gemessen werden soll. Das
Flügelrad 3 steht mit einer Nabe 5 in geeigneter Weise in Verbindung, welche auf
einer waagerechten, unverdrehbar angeordneten Achse 6 drehbar gelagert ist.
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Die Die Drehbewegung des Flügelrades 3 wird dabei über eine Kupplung
auf eine Welle 7 und über die Zahnradsätze 8, 9 und 10 auf das Zählwerk übertragen,
welches im oberen Teil des Meßeinsatzes 2 angeordnet und aus Gründen der Ubersichtlichkeit
nicht weiter dargestellt ist.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Kupplung als Magnetkupplung
11, 12 ausgebildet. Dabei ist der Kupplungsteil 11 dieser Magnetkupplung 11, 12
mit dem Flügelrad 3 kinematisch verbunden, während der Kupplungsteil 12 mit der
Wel e 7 in Verbindung steht.
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Die Figuren 3 - 11 zeigen in vergrößerter Form ge Ausführungsbeispiele
der Magnetkupplung 11, 12. eini Bei der Ausführungsform nach den Figuren 3 - 5 habe
die beiden Kupplungshälften 11, 12 Zylinderscheibenform. Wesen lich ist, daß der
Durchmesser D der Kupplungshälfte 12 ungleich größer ist als der Durchmesser d der
anderen Kupplungshälfte 11.
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Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Kupplungshälfte 12 mit einer
größeren Anzahl von Magneten und damit Magnetpolpaaren zu versehen als die andere
Kupplungshälfte 11. Bei derdargestellten Ausführungsform trägt die Kupplungshälfte
12 insgesamt vier Magnete Magnete 12a, während die andere Kupplungshälfte 11 nur
zwei Ma ete 11a aufweist. Da die Anzahl der Magneten 12a gegenüber der-Jenigen der
Magneten 11a größer ist, erfolgt eine Untersetzung der Drehzahl der Welle 7 gegenüber
der Drehzahl des Kupplungsteiles
11 und damit gegenüber dem Zählwerk,
so daß auf eine besondere Untersetzungsstufe, z. B. ein mechanisches Getriebe in
Form eines Zahnradgetriebes, verzichtet werden kann. Auch ist der Lauf der Zeiger
des Zählwerkes als Folge der größeren Anzahl der Magneten 12a ruhiger, was vorteilhaft
ist.
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Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, daß in Fig. 3 der Zeichnung
die verbindung des Kupplungsteiles 11 mit der Nab 5 des Flügelrades 3 nicht weiter
dargestellt ist.
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Wie die Figuren 3 - 5 zeigen, liegen die Magneten 12a am Umfang Umfang
des zylinderscheibenförmigen Kupplungsteiles 12, während die Magneten 11a des anderen
Kupplungsteiles 11 auf dessen eine Stirnfläche angeordnet sind.
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Bei der Verwirklichungsform nach den Figuren 6 - 8 liege die Verhältnisse
gerade umgekehrt. Dort sind die Magneten 12a an der einen Stirnfläche des zylinderscheibenförmigen
Kupplung teiles 12 angebracht, während die Magneten 11a am Mantel des zylinderscheibenförmigen
Kupplungsteiles 11 angeordnet sind0 Diese AusfUhrungsform entspricht im Prinzip
auch der in den nFiren 1 und 2 dargestellten VerwirklichungsformO Auch bei dieser
Ausführung ist die Verbindung zwischen dem Kupplungsteil 11 und der Nabe 5 des Flügelrades
3 der Übersichtlichkeit halber nicht weiter zeichnerisch erläutert.
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Die Ausführungsform nach den Figuren 9 - 11 unterscheide sich von
denJenigen nach den Figuren 3 - 8 lediglich dadurch, daß die Kupplungsteile 11,
12 etwa kegelstumpfförmig ausgebilde sind. Die Magneten 11a bzw. 12a sind dabei
am Umfang der Kegelfläche des kegelstumpfförmigen Kupplungsteiles 11 bzw0 12 angeordnet.
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- Patentansprüche -