DE2829080C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrostatische Ablenkeinrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
In den letzten Jahren haben sich mit Elektronenstrahlen
beschreibbare und auslesbare Speicherdielektrika in
EDV-Anlagen bewährt. Solche Speicherdielektrika oder
Speicher, welche die Fachwelt EBAM nennt, sind z. B. in der
US-PS 38 86 530 beschrieben. Bei solchen mit einem Schreib-
bzw. Lesestrahl aus Elektronen abtastbaren EBAMs hängt die
Anzahl der Datenstellen, die das elektronenoptische System
auflösen kann, oder die Stromdichte, die bei einer gegebenen
Anzahl von Daten erreichbar ist, invers von der Abweichung
oder den Fehlern des Schreib- oder Lesepunktes in der
Arbeitsfläche ab. Ungenauigkeiten bzw. Lokalisierungsfehler
des Arbeitsflecks werden vom Ablenksystem unvermeidbar
erzeugt, während dieses System den Strahl an die
verschiedenen Positionen des Speicherdielektrikums ablenkt.
Je kleiner man den Schreib- bzw. Lesefleck, also den
Durchmesser des Elektronenstrahls im Auftreffbereich, machen
kann, und je genauer man die verschiedenen Stellen des
Speicherdielektrikums reproduzierbar mit dem Strahl
ansteuern kann, um so mehr Daten kann man auf einem
gegebenen Dielektrikum vorgegebener Fläche speichern.
Es ist darauf hinzuweisen, daß das hier angesprochene
Problem der Positionierungsfehler des Arbeitsflecks bei
solchen Speicherdielektrika für den Fall gelöst ist, daß
man magnetische Ablenkung verwendet; dieses Problem ist bei
elektrostatischer Ablenkung noch nicht gelöst.
Aus der DE-OS 22 43 217 ist eine Ablenkanordnung für einen
Elektronenstrahl in einer Elektronenstrahlröhre bekannt, die
acht einzeln beaufschlagbare Ablenkelemente aufweist sowie
einen zugehörigen Ablenkschaltkreis. Das System enthält eine
zentrale zylindrische Ablenkeinheit mit acht Ablenkelementen,
die symmetrisch um eine zentrale Achse der
Kathodenstrahlröhre herum angeordnet sind. Die
Ablenkelemente sind mit einer Fokussierspannungsquelle und
zwei bzw. drei Signalgeneratoren über eine Brückenschaltung
verbunden. Die aus passiven Bauelementen bestehende
Brückenschaltung, die zwei Querzweige aufweist, liefert das
überlagerte Ablenk- und Fokussiersignal für die acht
Ablenkelemente. Die Schaltung funktioniert derart, daß ein
konstantes elektrisches Vierpolfeld den zwei Ablenkfeldern,
die eine Sägezahnfunktion liefern, überlagert werden. Durch
das konstante Vierpolsignal wird der durch Toleranzen in der
Röhre verursachte statische Astigmatismus ausgeglichen.
Die bekannten elektrostatischen Ablenksysteme leiden unter
dem Mangel, daß der Schreibfleck hinsichtlich seiner
Position auf dem Speicherdielektrikum nicht ohne weiteres so
genau reproduzierbar ist, wie dies wünschenswert wäre. Es
besteht also Bedarf an einem schnell und mit
elektrostatischer Ablenkung arbeitenden Ablenksystem zum
Steuern eines Elektronenstrahls, beispielsweise für den
genannten Anwendungszweck eines Speichers, oder aber im
Zusammenhang mit der Steuerung von Elektronenstrahlen,
die als Werkzeuge dienen, insbesondere in der
Mikrotechnologie der Herstellung von integrierten
Schaltkreisen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine elektrostatische Ablenkeinrichtung
für einen Elektronenstrahl zu schaffen, bei der die Gestalt des
Auftreff-Flecks des Strahls möglichst weitgehend konstant
gehalten wird.
Die Erfindung löst die soeben beschriebene Aufgabe nach
Maßgabe des im Anspruch 1 beschriebenen Erfindungsgedankens;
die Unteransprüche beschreiben besonders zweckmäßige
und bewährte Ausgestaltungen der Erfindung.
Die Erfindung
wird anhand von Ausführungsbeispielen in
der nun folgenden Beschreibung
unter Hinweis auf die Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 stark schematisiert eine erste Ausführungsform
des
elektrostatischen Ablenksystems;
Fig. 2 und 2A schematisiert im Radialschnitt und
im Längsschnitt Einzelheiten der bei
einer Ausführung verwendeten Elektronenstrahlröhre
mit Ablenkplatten und
Speicherdielektrikum;
Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung
einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 3A und 3B die Ablenkplatten des Systems nach
Fig. 3;
Fig. 3C in Form einer Tabelle die einem Teil
der Ablenkplatten aufgeprägten Ablenk-
und Korrekturpotentiale;
Fig. 4 als Blockschaltbild den Generator
zur Erzeugung der an die Ablenkplatten
anzulegenden Potentiale,
wie sie als Teil der Systeme nach
den Fig. 1 und 3 verwendbar sind;
Fig. 5 als Blockdiagramm einen Korrekturspannungsgenerator,
der Teil des
Systems nach Fig. 4 ist;
Fig. 6 als Blockdiagramm eine Misch- bzw.
Kombinationsschaltung, die Teil des
Generators in Fig. 4 ist;
Fig. 7A-7D stark schematisiert Einzelheiten
aus den Systemen nach Fig. 1 und
3;
Fig. 8 im Blockschaltbild und stark schematisiert
einen Ablenkspannungsgenerator
des Systems nach Fig. 3;
Fig. 9 in Draufsicht (von der Strahlkathode
aus gesehen) ein Ablenkgitter in
einer Speicherröhre;
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform der
zur Grobablenkung dienenden Mittel;
Fig. 11 in Form eines Blockdiagramms eine
weitere Ausführungsform des Ablenkspannungsgenerators
für das System
nach Fig. 3;
Fig. 12 eine weitere Möglichkeit für den
Funktionsgenerator in der Schaltung
nach Fig. 11;
Fig. 13 schematisch einen nicht linear arbeitenden
Korrektionssignalgenerator
für den Funktionsgenerator nach
Fig. 12;
Fig. 14 eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung
der Ablenkspannungen auf digitaler
Basis;
Fig. 15 schematisch in Blockform einen Signalgenerator
zur Verwendung in dem digitalen
System nach Fig. 14; und
Fig. 16 eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung
einer anderen Anordnung der Ablenkplatten
bezogen auf die Orientierung
der Koordinaten des Speicherdielektrikums.
Fig. 1 stellt ein stark schematisiertes Blockdiagramm
eines Satzes von Elektronenstrahlröhren mit den Nummern
1, 2 usw. dar, die elektrostatische Ablenksysteme
haben und die zum Einsatz als mittels
Elektronenstrahl beschreibbarer bzw. auslesbarer Speicher
dienen können. Es sind nur zwei Elektronenstrahlröhren
dargestellt; selbstverständlich können es auch mehr sein,
die parallel bzw. selektiv betrieben werden können, je
nachdem, wie hoch die gewünschte Speicherkapazität der
Anlage ist. Die einzelnen Röhren sind gleich aufgebaut,
weshalb nur eine solche Röhre beschrieben wird. So weist
z. B. die Röhre Nr. 2 einen evakuierten Kolben 11 aus
Glas, Metall oder einem anderen für die Zweck bekannten
Werkstoff auf; das Gehäuse ist luftleer gepumpt. Innerhalb
des Gehäuses 11 befindet sich zunächst die eigentliche
Elektronenwelle 12 in Form einer Kathode. Die
Kathode 12 besteht ihrerseits aus der eigentlichen
Elektronenquelle mit geheiztem Draht (12 a), einem
Gitter (12 b) une einer Saugelektrode (12 c) zur
Erzeugung eines scharf gebündelten Elektronenstrahls
13. Für die eigentliche Kathode 12 a verwendet man
eine bariumimprägnierte Wolfram-Wendel, die relativ
kostengünstig ist und bei einer Belastung von etwa
einem Ampere pro cm² in einem Vakuum von etwa
3×10-8 torr eine Standzeit von etwa 5 Jahren hat.
Mit 14 ist eine herkömmliche Speisespannungsquelle
für die verschiedenen Arbeitspotentiale der Kathode
dargestellt. Bei entsprechender Erregung der Kathode
wird ein Elektronenstrahl erzeugt und durch eine
erste Kondenseranordnung 15 und dann eine elektrostatische
Objektivlinsenanordnung 16 geschickt.
Die beiden elektronenoptischen Einrichtungen 15
und 16 sind so angeordnet, daß der Elektronenstrahl
durch ihre Mittellinie geht. Die elektronischen Linsen
15 und 16 weisen Stapel von Platten aus leitendem
Werkstoff mit mittiger Öffnung auf, und es werden entsprechende
Potentiale an die leitenden Lochplatten
gelegt. Die Kondenseranordnung wird mit demselben
Potential beaufschlagt, wie die Kathode 12 a, und
zwar von der Betriebsspannungswelle 14. Die eine
Objektivlinse darstellende Anordnung 16 wird in
weiter unten zu beschreibender Weise von einer entsprechenden
Spannungsversorgung 23 gespeist, wobei
einer Korrekturspannung mit einem zusätzlichen dynamischen
Fokussierungspotential Anwendung findet.
Die so weit beschriebene Anordnung erzeugt einen
sehr dünnen Elektronenstrahl, der zum Beschreiben
und Auslesen von entsprechend ausgebildeten Speicherdielektrika
Verwendung finden kann.
Der so erzeugte und eng fokussierte dünne Schreib-
bzw. Lesestrahl führt nun durch eine aus 8 Ablenkelementen
17 bestehende Ablenkeinrichtung; die Ablenkeinrichtung
dient dazu, den Strahl an jede gewünschte
Adresse des Targets 18 zu lenken. Das Target 18 ist
nach Art einer Koordinatenebene ausgebildet, siehe
Fig. 2. Hinsichtlich der Einzelheiten der Einspeicherung
und Auslesung von binären Daten in Speicherdielektrika
wird auf die oben bereits genannte US-PS verwiesen.
Hier genügt es darauf
hinzuweisen, daß ein solches Speicherdielektrikum dadurch
Daten speichert, daß an einer bestimmten, durch
die jeweiligen Koordinaten x und y festgelegten Stelle
entweder elektrische Ladungen vorhanden sind oder nicht.
Dies entspricht der logischen 0 oder 1. Bei der Orientierung
nach Fig. 1 steht die Y-Achse (siehe auch
Fig. 21) senkrecht von der Papierebene hoch, während
die X-Achse in der Papierebene von links nach rechts
verläuft. Beim Auslesen einer zuvor auf einem Speicherdielektrikum
gespeicherten Information ergibt die Anwesenheit
oder die Abwesenheit einer elektrischen Ladung
an der Adresse in der Ebene des Dielektrikums die Erzeugung
entweder eines größeren oder eines kleineren
elektrischen Ausgangssignals bei dessen Abfrage, wie
in der oben angegebenen Literatur näher erläutert
wird.
Die Ablenkanordnung 17 besteht aus acht mit 1-8
bezeichneten elektrisch leitenden Bauelementen, die
elektrisch voneinander isoliert sind und ringförmig
um den Elektronenstrahl 13 in seiner unabgelenkten
Stellung angeordnet sind. Wie man aus den Fig. 1
und 2 erkennt, besteht jede Ablenkplatte im Querschnitt
aus einem Kreisteil und hat in Längsrichtung
im wesentlichen eine trapezförmige Gestalt, die sich
in Richtung des Elektronenstrahls verbreitert. Die
acht Ablenkplatten 17 bilden zusammen mit den jeweils
dazwischen liegenden Zwischenräumen einen Kegelstumpf,
was man ebenfalls aus den Fig. 1-2A erkennt. Wie
Fig. 2A zeigt, ist der kleinere Durchmesser D₁ in der
Plattenanordnung kathodenseitig angeordnet, und der
größere Durchmesser D₂ befindet sich auf der Seite
des Speicherdielektrikums. Die Abmessungen eines
jeden Ablenkelementes Nr. 1 bis Nr. 8 im Querschnitt
sind längs der Achse der Anordnung derart gewählt,
daß ein jeder Abschnitt eines Ablenkelementes einen
festen Teil eines Kreises einnimmt, und zwar über den
ganzen Bereich vom kleineren Durchmesser D₁ bis
zum größeren Durchmesser D₂. Der zylindrische Grenzwert,
bei welchem D₁ gleich D₂ wird, kann auch verwendet
werden.
Die Anlegung geeigneter Ablenkpotentiale an die Ablenkbleche
der Anordnung 17 läßt den Elektrodenstrahl auf
die gewünschte Stelle mit den Koordinaten X und Y auf
dem Speicherdielektrikum 18 auftreffen. Diese Ablenkpotentiale
werden von entsprechenden Verstärkern beliefert,
die inFig. 1 in ihrer Gesamtheit mit 19
bezeichnet sind; die Signale werden ihrerseits von
einem Generator 21 für die Ablenk- und Korrektursignale
geliefert. Der Generator 21 wird weiter unten
unter Hinweis auf Fig. 4 im einzelnen erläutert werden;
er dient zur Herstellung von acht getrennten Potentialen
v₁-v₈, die dann durch die Ablenkverstärker 19 an
die entsprechenden Ablenkbleche 1-8 angelegt werden.
Zusätzlich liefert der Generator 21 zwei Spannungen
v x und v y zur Anlage an eine Fokussierschaltung
22, die ihrerseits weiter unten unter Hinweis auf
Fig. 7D beschrieben wird. Dem Generatur 21 selbst
werden zwei Eingangsadressensignale eingegeben, die
für die X-Koordinate und die Y-Koordinate der jeweils
gewünschten Stelle auf dem Speicherdielektrikum kennzeichnend
sind. Die Adressensignale werden von einer
zentralen Steuerschaltung geliefert und liegen in
binär-kodierter digitaler Form vor.
In Fig. 2A ist der Elektronenstrahl mit 13 bezeichnet;
erkennbar ist er nach oben abgelenkt. Man sieht,
daß bei einer solchen Ablenkung der aus der Ablenkung
austretende Teil des Strahls notwendigerweise näher
an einigen Ablenkblechen liegt und weiter von anderen
entfernt, wodurch er notwendigerweise durch die ersteren
Ablenkbleche stärker beeinflußt wird als von den anderen
Ablenkblechen. Aufgrund dieser Tatsache wird die
Querschnittsfläche des Elektronenstrahls 13, die die
Größe bzw. den Durchmesser des Bestrahlungspunktes im
Dielektrikum 18 bestimmt, in unzweckmäßiger Weise
beeinflußt, und zwar wird diese Querschnittsfläche
beispielsweise elliptisch und bleibt nicht kreisrund.
Diese Verzerrung des Durchmessers des Elektronenstrahls
wird als "Abweichung" bezeichnet. Wie bereits
weiter oben festgehalten wurde, verändert sich die
Anzahl von Datenpunkten, die ein gegebenes elektro-optisches
Systems bei gleichbleibender Stromdichte
abtasten kann, oder die Stromdichte, die bei einem
gegebenen elektro-optischen System bei fester Anzahl
von Einzelelementen auf dem Speicher erreichbar ist,
invers mit dieser Abweichung, die in der erläuterten
Weise durch die Strahlgeometrie innerhalb der Ablenkelemente
zwangsläufig entsteht. Man hat schon in der
Vergangenheit versucht, mit diesen Abweichungsproblemen
fertig zu werden, siehe nur US-PS 24 72 727 und
24 89 328. Wie man beim Studium dieser vorbekannten
Problemlösungen sofort sieht, ist dort eine andere
Aufgabenstellung vorgesehen und demnach auch eine
andere Lösungsmöglichkeit, wie die folgenden Erörterungen
zeigen werden.
Im Gegensatz zum Stand der Technik werden zur möglichst
weitgehenden Korrektur der soeben definierten
Abweichung (Strahlquerschnitt) dynamische Korrekturpotentiale
erzeugt, die gleichzeitig mit den eigentlichen
Ablenkpotentialen an die aus acht Teilen bestehende
Ablenkeinheit angelegt werden. In Fig. 2 der Zeichnung
sind die Ablenkpotentiale, die an ein jedes der acht
Ablenkelemente angelegt werden, auf der Innenseite des
von den Ablenkelementen gebildeten Kreises in mathematisch
ausgeschriebener Form dargestellt, während
die dynamischen Korrekturpotentiale außerhalb dieses
Kreises den acht Ablenkelementen zugeordnet sind.
Das Ablenkelement Nr. 1 (welches von der positiven
X-Achse durchstoßen wird) erhält ein Ablenkpotential
V x und ein dynamisches Korrekturpotential der Größe
- und ein weiteres Korrekturpotential V 2C . (Man
erkennt an Fig. 2 bei der Betrachtung der Korrekturpotentiale,
die an den acht Ablenkplatten liegen,
daß die Gesamtkorrekturpotentiale sich aus jeweils
zwei Summanden zusammensetzen. Ein Summand, nämlich
der Wert , ist - wenn auch mit wechselnden Vorzeichen
- der gleiche für alle acht Platten, weshalb
ein solches achtmal anliegendes Signal im folgenden
als Oktupolsignal bezeichnet wird. Man sieht ferner,
daß beispielsweise im Uhrzeigersinne umlaufend aufeinander
folgende Ablenkbleche jeweils unterschiedliche
zweite Korrektursignale der Größe V 2C und
V 2S haben. Diese beiden letzteren Signale tauchen
je viermal dem Betrage nach auf und werden infolgedessen
im folgenden als Quadropolsignale bezeichnet.
Beim Ablenkelement Nr. 2, welches sich vollständig im
ersten Quadranten befindet, ist das Ablenkpotential
a(V x +V y ), wobei a ein Verhältnisfaktor ist; dieser
Verhältnisfaktor ist kennzeichnend für die Bruchteile
der X- und Y-Ablenkspannungen, die proportional an das
Ablenkelement Nr. 2 gelegt werden. Da die acht Ablenkelemente
gleichmäßig auf einem Kreis um die Mittenachse
des Strahls angeordnet sind, d. h. um den Ort der Kreuzung
der Koordinatenachsen in Fig. 2, und da sich die Ablenkbleche
in gleicher Abmessung nach unten und nach
oben aus der Zeichenebene heraus erstrecken, ist der
Verhältnisfaktor a der gleiche für die Ablenkelemente
Nr. 2, 4, 6 und 8. Das dynamische Korrekturpotential
am Ablenkelement Nr. 2 wird gegeben durch V 2S + ,
wobei wiederum dem Betrage nach ein Oktupolsignal
ist und V 2S ein verschiedenes Quadropolsignal.
Die Quadropolkorrektursignale in einer Umfangsrichtung
aufeinander folgender Ablenkelemente unterscheiden sich
also jeweils bereits dem Betrage nach. Aus Fig. 2
erkennt man weiterhin, daß an den Ablenkelementen
1, 3, 5 und 7 ein Quadropolkorrektursignal V 2S
liegt, und an den dazwischen liegenden Ablenkelementen
liegen die dem Betrage nach gleichen Quadropolkorrekturpotentiale
V 2S . Man beachte aber, daß die
Korrektursignale zwar jeweils zum Teil dem Betrage
nach gleich sind, nicht aber dem Vorzeichen nach!
Die Polarität sowohl der Oktupolkorrekturpotentiale
als auch der Quadropolkorrektursignale wechselt von
jedem Ablenkelement zum nächsten ab. Es wird insoweit
ausdrücklich auf Fig. 2 verwiesen. Man erkennt, daß
bei dem hier beschriebenen Ablenksystem aus acht
Ablenkplatten ein Satz von dem Betrag nach gleichen
Korrektursignalen, bestehend aus acht Einzelsignalen,
Anwendung findet und zwei Sätze von je vier untereinander
dem Betrag nach gleichen Korrektursignalen.
Die Größen bzw. Beträge der zwei Sätze von Quadropolsignalen
und des Oktupolsignales nehmen für zwei
denkbare Fälle etwas unterschiedliche Formen an: Im
einen Fall, der z. B. in Fig. 2 dargestellt ist, durchstoßen
die Koordinatenachsen etwa die Mitten von vier
Ablenkelementen, weshalb dieses System "plattenzentriert"
heißt. Der andere Fall ist aus Fig. 15 erkennbar: Hier
durchstoßen die Koordinatenachsen jeweils vier Lücken
zwischen zwei im Umfangssinn aufeinander folgenden
Ablenkplatten, weshalb diese Orientierung "lückenorientiert"
genannt wird.
Außerdem bringt die zulässige Form der Korrektursignale
von der Gestalt des Feldes ab, welches
der Elektronenstrahl korrigiert abtasten soll. Ein
plattenzentriertes Feld ist gegenüber einem
lückenzentrierten Feld vorzuziehen, wenn die abzutastende
Fläche quadratisch oder rechteckig ist,
weil die größten Abbildungsfehler selbstverständlich
in der Nähe der Ecken des Rechtecks oder Quadrates
anzutreffen sein werden. Bei der plattenzentrierten
Anordnung liegen die Ecken eines rechteckigen
oder quadratischen Abtastfeldes gegenüber
nahezu den Mitten von Ablenkelementen, so daß das vom
jeweiligen Ablenkelement erzeugte elektrostatische
Feld relativ störungsfrei ist. Bei der lückenzentrierten
Anordnung, bei welcher die Ecken beispielsweise
eines quadratischen Abtastfeldes gegenüber den
Lücken zweier nebeneinander liegender Ablenkelemente
angeordnet sind, ist das Feld gerade in den Bereichen
der Lücken am ehesten störanfällig. Außerdem werden
Feldfehler im Bereich der Lücken noch durch mechanische
Ungenauigkeiten an den Ablenkelementen verstärkt, so daß
im allgemeinen davon ausgegangen werden kann, daß für
ein rechteckiges oder insbesondere quadratisches Abtastfeld
die plattenzentrierte Anordnung die bessere
ist, schon weil sie auf unvermeidbare Ungenauigkeiten
bei der Herstellung der Platten nicht so empfindlich
ist.
In Fig. 4 ist schematisch der Generator 21 dargestellt,
der an acht Ausgängen für die acht verschiedenen
Ablenkplatten die jeweils aus Ablenksignalen und
Korrektursignalen zusammengesetzten Potentiale
liefert. Die Adressensignale x und y werden zunächst
in irgendeiner geeigneten binär kodierten digitalen
Form an Funktionsgeneratoren 41 und 42 geliefert. Die
Einzelheiten dieser Funktionsgeneratoren ergeben sich
aus Fig. 7A, aus der man erkennt, daß ein jeder solcher
Funktionsgenerator weiter nichts ist als ein im Handel
erhältlicher Digital-Analog-Konverter 43 zum Umsetzen
der digitalen x- oder y-Adressensignale in entsprechende
analoge Spannungen v x bzw. v y . Die Analogbespannungen
v x bzw. v y werden dann durch einen normalen
Inverterverstärker 44 geleitet, um die negativen Gegenstücke
-v x bzw. -v y zu erhalten.
Die Ausgänge v x , -v x des Funktionsgenerators 41
und die Ausgänge v y und -v y des Funktionsgenerators
42 werden parallel an die Eingänge einer Multiplizierschaltung
75 zum Multiplizieren der Eingänge mit dem
Verhältnisfaktor a angelegt und ferner an vier Eingänge
eines Mischers 46, auf den auch im einzelnen
weiter unten noch eingegangen wird. Die positiven
Ausgänge der Funktionsgeneratoren 41 und 42 werden
weiterhin zusätzlich als die beiden einzigen Eingänge
an eine Schaltung 47 gelegt, welche die Quadropolkorrekturgrößen
erzeugt. Ferner werden v x und
v y an einen Fokussiersignalgenerator 22 angelegt,
wie sich aus Fig. 1 ergibt.
In Fig. 5 ist ein besonders wichtiger Teil des Gesamtsystems
beschrieben, nämlich der Generator 47 zur Erzeugung
der Quadropol- und Oktupolsignale. Die Ablenkspannung
v x in der X-Ablenkrichtung wird parallel
den beiden Eingängen eines erstem multiplizierenden
Verstärkers 51 eingegeben, und die Ablenkspannung v y
für die Ordinate wird parallel den beiden Eingängen
eines zweiten multiplizierenden Verstärkers 52 zugeführt.
Die Verstärker 51 und 52 sind bekannte und im
Handel erhältliche Operationsverstärker in integrierter
Bauweise, die derart gestaltet sind, daß sie als Multiplizierschaltungen
dienen, die stets am Ausgang das
Produkt von zwei an den beiden Eingängen liegenden
Größen liefern. Der Verstärker 51 liefert mithin an
seinem Ausgang als Produkt der Eingangsgrößen ein
Signal von der Größe v x ², und im zweiten Verstärker
52 wird das Ablenksignal mit sich selbst multipliziert,
wodurch man dessen Quadrat erhält, nämlich ein Signal
von der Größe v y ². Das Signal v x ² wird parallel
an zwei Summierschaltungen 53 und 54 gelegt und ferner
an einen Eingang einer dritten Summierschaltung 55,
auf die weiter unten noch eingegangen wird. Die Summierschaltungen
53-55 sind wieder herkömmliche und im
Handel erhältliche Operationsverstärker in integrierter
Bauweise, die in bekannter Weise und nach den Anweisungen
des Herstellers so geschaltet sind, daß am
Ausgang der jeweiligen Schaltung die Summe der beiden
Eingangssignale erscheint. Das Signal v y ² vom Ausgang
des zweiten multiplizierenden Verstärkers 52 wird
parallel an die Eingänge von zwei Operationsverstärkern
56 und 57 gelegt, deren Ausgänge an die
zweiten Eingänge der Summierschaltungen 53 bzw.
54 gelegt sind. Die Operationsverstärker 56 und
57 sind wieder im Handel erhältliche bekannte
Operationsverstärker, die nach Maßgabe der Hersteller
derart beschaltet werden, daß die Verstärker
Transferfunktionen der Werte -(3+2) und
-(3-2) haben, wodurch an den Ausgängen der
Verstärker 56 und 57 Signale der Größe -(3+2) · v y ²
bzw. -(3-2) v y ² erscheinen. Diese
Ausgangssignale werden an die verbleibenden Eingänge
der Summierschaltungen 53 und 54 gelegt, welche diese
Summen mit den Signalen an den anderen Summiereingängen
summieren und damit Ausgangsgrößen v x ²-(3+2)v y ²
und v x ²-(3-2)v y ² liefern.
Diese beiden Ausgangssignale werden nunmehr in einem
weiteren Multiplizierkreis 58 bekannter Art multipliziert,
und das Produkt dieser Multiplikation wird
an einen Operationsverstärker 59 gelegt, dessen Transferfunktion
¼C₁³A₄ ist, wobei C₁=G/V c und
G die Ablenkverstärkung ist und -V c die Kathodenspannung
der Kathode gegenüber der Ablenkspannung
ist, während die Ablenkeinrichtung den Strahl
nicht ablenkt. Am Ausgang des Operationsverstärkers
59 steht dann das Oktupolkorrekturpotential
zur Verfügung, welches sich wie folgt
zusammensetzt:
= ¼ C₁³ A₄ (v x ⁴ - 6v x ² v y ² + v y ⁴). (3)
Am Ausgang des Operationsverstärkers 59 liegt zusätzlich
noch ein Inverter 61, der das Eingangssignal mit
-1 multipliziert und damit das negative Potential
- liefert.
Die funktionelle Form sowohl des Oktupolkorrekturpotentials
(3) und der beiden Quadropolkorrekturpotentiale
folgt aus der Symmetrie der mit den acht
Ablenkblechen versehenen Ablenkeinheit und dem quadratischen
bzw. zirkularen Feld, das entsteht. Durch
Symmetrie sind auch Glieder höherer Ordnung zulässig,
beispielsweise proportional zu v x ⁶, v x ⁴v y ², . . . v x ¹⁰,
usw., welche die Korrektur noch ein wenig verbessern,
aber natürlich dadurch die Schaltung komplizierter
bzw. aufwendiger machen. Die Oktupolkonstante A₄
und die Quadropolkonstanten A 2C und A 2S können empirisch
oder durch Rechnersimulation bestimmt werden.
Diese Konstanten sind im wesentlichen durch die
körperlichen bzw. gestaltmäßigen Parameter der aus
acht Ablenkblechen bestehenden Ablenkeinheit bestimmt,
wie z. B. aus dem Einlaßdurchmesser D₁, dem Auslaßdurchmesser
D₂, der Kugelstumpflänge L, dem Abstand
zum Target Z s usw., wie sich aus Fig. 2A für den
Fachmann ergibt. Wenn das Feld ein Kreis ist, dann
ist aus Symmetriegründen A 2C =A 2S . Der Faktor C₁ ist
im wesentlichen ein Maßstabsfaktor, um die Konstanten
A₄ und A 2C sowie A 2S universell für verschiedene
Kathodenspannungen v c und verschiedene Verstärkungen G
anwendbar zu machen.
Die Korrekturschaltung 47 weist ferner einen zweiten
multiplizierenden Verstärker 52 auf, dessen Ausgang
v y ² durch einen Inverter 62 bekannter Bauart in -v y ²
umgesetzt wird. Das letztere Signal wird an den zweiten
Eingang einer dritten Summierstufe 55 angelegt, deren
erstem Eingang das Signal v x ² zugeführt ist. Die
Summierschaltung 55 summiert diese beiden Eingänge
und liefert demnach am Ausgang v x ²-v y ². Dieses
Signal wird nun durch einen vierten Operationsverstärker
63 herkömmlicher Art geführt, dessen
Transferfunktion C₁ A 2C ist, wodurch am Ausgang von
63 eine der Quadropolkorrekturspannungen v 2C =C₁ A 2C
(v x ²-v y ²) ist. Ein Inverter 64 an der Ausgangsseite
des Operationsverstärkers 63 liefert an seinem
Ausgang das negative Quadropolkorrekturpotential
-v 2C .
Die Schaltung 47 nach Fig. 5 enthält weiter einen
vierten Verstärker 65 herkömmlicher Bauart, dessen
beide Eingänge mit den Ablenkspannungen v x und v y
gespeist werden, die ihrerseits aus den entsprechenden
Funktionsgeneratoren kommen. Die Multiplizierschaltung
65 multipliziert v x mit v y und liefert am
Ausgang v x v y . Dieses Signal wird durch einen Operationsverstärker
66 mit der Transferfunktion 2C₁A 2S
geschickt, an dessen Ausgang ein zweites Quadropolkorrekturpotential
v 2S =2C₁A 2S v x v y steht. Ein Inverter
67 am Ausgang des Verstärkers 66 kehrt dessen
Ausgangsgröße um und liefert zusätzlich das Quadropolkorrektursignal
-v 2S .
Aus Fig. 4 erkennt man, daß die sechs verschiedenen
Quadropol- und Oktupoleinzelsignale am Ausgang der
Schaltung 47 in eine Mischschaltung 46 gegeben werden.
Außerdem erhält die Mischschaltung die Ablenkspannungen
aus den Generatoren 41 und 42 und die vier
Signale vom Ausgang der Multiplizierschaltung 45.
Die Größe der einzelnen Potentiale ist in Fig. 4
eigens angegeben. Die Schaltung zum Multiplizieren
der Einzelsignale mit dem Faktor a ist in Fig. 7B
dargestellt und besteht im wesentlichen aus vier
einzelnen Operationsverstärkern 71-74 herkömmlicher
Bauart mit jeweils der Transferfunktion a. a ist
der Bruchteil des Abszissen- und Ordinatenablenkpotentials,
der an die "diagonal", d. h. in den Quadranten
angeordneten Ablenkelementen 2, 4, 6 und 8
gemäß Fig. 2 zu legen ist. Wegen der erkennbaren
Symmetrie der acht Ablenkeinheiten ist dieses Verhältnis
a dasselbe für alle solche "diagonal" angeordneten
Ablenkelemente. Die vier Ablenkpotentiale werden mit
dem Faktor a in den entsprechenden Multiplizierschaltungen
71 multipliziert, um die Potentiale av y , -av y ,
av x und -av x zu erhalten. Auch diese vier Potentiale
werden dem Mischer 46 eingespeist. Der numerische Wert
von a ist im wesentlichen /2, da für diesen Wert die
dritten und fünften Harmonischen des Potentials verschwinden
und das Feld in der Ablenkanordnung im wesentlichen
gleichförmig ist. Man kann noch gewisse Verbesserungen
erreichen, indem man die Werte für a ein wenig
empirisch ändert oder entsprechende ähnliche Werte
durch eine Computersimulation findet. Wenn das Feld
ein Kreis ist, ist a=/2.
Die technischen Merkmale der Mischerschaltung 46 ergeben
sich ohne weiteres aus Fig. 6; erkennbar weist der Mischer
im wesentlichen eine Mehrzahl von miteinander verbundenen
Summierschaltungen bzw. Summierverstärkern auf. Ein
erster Satz von Summierschaltungen ist mit 81-84
bezeichnet; es handelt sich um im Handel erhältliche
integrierte Bausteine. An der Summierschaltung 81 liegen
als Eingangssignale av y und av x ; der Ausgang ist - die
Dinge sind in Fig. 6 im einzelnen dargestellt - av x +av y .
Die Summierschaltung 82 bildet erkennbar aus ihren Eingängen
die Summe av x -av y ; die Summierschaltung 83 bildet
-av x -av y , und die Summierschaltung 84 bildet -av x +av y .
Der zweite Satz von Summierschaltungen 85-88 besteht
ebenfalls aus im Handel erhältlichen integrierten Bauteilen.
Die Summierschaltung 85 bildet aus den in
Fig. 6 klar erkennbaren Eingangssignalen die Summe
v 2s + , die Schaltung 86 bildet v 2c - , die Summierschaltung
87 bildet -v 2c - und die Summierschaltung
88 das Ausgangssignal -v 2s + .
Den beiden ersten Sätzen von Summierschaltungen ist
ein weiterer Satz von Summierschaltungen 91-98
nachgeschaltet, die ebenfalls wieder aus im Handel
erhältlichen integrierten Bausteinen bestehen. Die
Summierschaltung 91 bildet - siehe hierzu die Verkoppelung
gem. Fig. 6 - das Korrekturpotential
v₁=v x +v 2c - aus v x und dem Ausgang von
86. In ähnlicher Weise bildet die Summierschaltung
92 das Korrekturpotential v₂=av x +av y +v 2s + .
Die Summierschaltung 93 bildet das Korrekturpotential
v y -v 2c - =v₃. Die Summierschaltung 94
bildet -av x +av y -v 2s + =v₄; die Summierschaltung
95 bildet -v x +v 2c - =v₅; die
Schaltung 96 bildet -av x -av y +v 2c + =v₆; die
Summierschaltung 97 demgemäß -v y -v 2c - =v₇,
die Summierschaltung 98 bildet av x -av y -v 2s + =v₈.
Wie Fig. 1 zeigt, werden an die zusammengesetzten Ablenk-
und Korrekturpotentiale v₁-v₈ vom Ausgang des Generators
21 an eine Serie von Ablenkverstärkern 19
gelegt. Wie Fig. 7 zeigt, handelt es sich dabei um
eine Vielzahl von gleichen einzelnen Operationsverstärkern
108 herkömmlicher integrierter Bauweise mit
nachfolgender diskret aufgebauter Transistor- oder
Röhrenausgangsstufe, die eine Verstärkung G liefert.
Die Verstärkung G der Operationsverstärker 101-108 ist
der gleiche Verstärkungsfaktor G, der in dem Ausdruck
C₁=G/V c , der zur Ableitung der konstanten C₁ in der
Stufe 47 verwendet wird, um die Oktupol- und Quadropolkorrekturspannungen
zu erzeugen. Jeder der einzelnen
Verstärker 101-108 verstärkt die einlaufende jeweilige
kombinierte Ablenk- und Korrekturspannung v₁-v₈ um den
Faktor G, so daß also an den Ausgängen die tatsächlichen
Ablenk- und Korrekturspannungen V₁-V₈ anstehen, die
dann an die acht Ablenkbleche der Ablenkeinheit nach
Fig. 2 gelegt werden.
Wie Fig. 1 weiter zeigt, werden grundsätzlich zu den
Ablenk- und Korrekturpotentialen dynamische Fokussierungskorrektursignale
für die optische Objektivlinse der
Röhre vom Generator 22 erzeugt, an welchen die Ablenkpotentiale
v x und v y angelegt werden, die von dem
Generator 21 kommen. Ferner wird eine Gleichspannung
V OBJ (0) von einer Signalquelle 23 dem Generator 22
eingegeben; das letztere Signal stammt aus der Leistungsversorgung
14 für die Elektronenkanone. Der Generator
22 korrigiert die nicht korrigierte Versorgungsspannung
V OBJ (0) und liefert an seinem Ausgang eine korrigierte
Spannung V OBJ (c), die an die Objektivlinsenanordnung
16 der Röhren 11 gelegt wird.
Fig. 7D beschreibt die hier wichtigen Eigenschaften
des Generators 22 zur Erzeugung der dynamischen Fokussierungssignale.
Am Eingang liegen zwei multiplizierende
Verstärker 111 und 112, die in herkömmlicher integrierter
Bauweise hergestellt sind und im übrigen im Handel
erhältlich sind. Die Ablenkspannung v x wird an die
Multiplizierschaltung 111 derart angelegt, daß am
Ausgang das Quadrat des Eingangssignales erscheint;
sinngemäß erhält die Multiplizierschaltung 112 solche
Eingangssignale, daß am Ausgang die quadrierte Ablenkspannung
v y entsteht. Der Multiplizierschaltung 111
ist ein Operationsverstärker mit Transferfunktion
C₂A DF nachgeschaltet und liefert das Signal C₂A DF v x ²,
wobei der Wert C₂=C₁G=G²/V c ein konstanter Maßstabfaktor
ist und A DF eine Konstante. In ähnlicher Weise ist der
Multiplizierschaltung 112 ein Operationsverstärker 114
nachgeschaltet, der sinngemäß - wie Fig. 7D zeigt -
das Signal C₂A DF v y ² liefert. Die Ausgangssignale von
113 und 114 werden in einer Summierschaltung 115 summiert
und liefern das Signal
C₂A DF (v x ² + v y ²) = A DF (V x ² + V y ²)/V c .
Dieses Korrektursignal wird als ein Eingang an eine
zweite Summierschaltung 116 gelegt, an deren anderem
Eingang die unkorrigierte Spannung V OBJ (0) liegt.
Die Ausgangsgröße der Summierschaltung 116 ist das
dynamische Fokussierungspotential V OBJ (c) zur Anlage
an die Objektivlinsen aller Elektronenröhren, wobei
V OBJ (0) + A DF (V x ² + V y ²)/V c = V OBJ (c)
ist.
Dieser letztere Ausdruck ist das korrigierte Objektivlinsenpotential.
Die Konstante A DF kann entweder
empirisch ermittelt werden oder durch Computersimulation
und ist der Größe nach im wesentlichen durch
die körperlichen Parameter der Ablenkeinheit und der
Spannungsabhängigkeit der Lage der Brennebene der
Linsenanordnung 16 bestimmt. Der Faktor C₂ ist im
wesentlichen ein Maßstabfaktor, um die Konstante A DF
universell verwendbar zu machen, auch wenn verschiedene Kathodenpotentiale V c und verschiedene Gesamtverstärkungen
G zur Anwendung gelangen.
Ein tatsächlicher Aufbau der in Fig. 1 im ganzen dargestellten
Anlage wurde mit einer serienmäßigen EBAM-Röhre
des Typs 7Y der Fa. "Micro-Bit Corporation" ausgeführt.
Es wurden die bislang beschriebenen technischen
Maßnahmen ergriffen, nämlich die beschriebenen
Korrektursignale erzeugt und entsprechend an die achtfache
Ablenkeinheit angelegt, wobei das Speicherdielektrikum
18 quadratisch war, wie z. B. Fig. 2 zeigt. Die
praktischen Ergebnisse entsprachen mit einer Abweichung
von plus minus 10% des Strahldurchmessers am Auftreffpunkt
einer vorangegangenen Computersimulation. Im
durchgeführten Falle hatten die bereits erläuterten
Konstanten folgende Werte:
Dabei wurde eine dynamische Fokussierungskorrektur
mit A DF =5,5 angewendet; der Koeffizient der Treffpunktabweichung
war dabei nur A d =1,1, verglichen mit
einem Wert A d =4,0 mit dynamischer Fokussierung, aber
ohne die beschriebene Korrektur mit Quadropol- und
Oktupolsignalen.
In Fig. 3 ist stark schematisiert und im wesentlichen
nach Art eines Blockdiagramms eine Ausführungsform
dargestellt, bei der ein Kathodenstrahlrohr des
Facettentyps verwendet wird, was weiter unten im einzelnen
noch zu erläutern sein wird. Die einzelnen Röhren
121 sind wieder untereinander gleich, so daß nur eine
beschrieben werden muß. Jede Röhre weist ein entsprechendes
Gehäuse aus Glas, Stahl oder anderem geeigneten Material
auf. Es ist eine Kanone 122 mit Kathode 122 a, Gitter 122 b
und einer Beschleunigeranode 122 c vorgesehen, um den im
ganzen mit 13 bezeichneten Elektronenstrahl zu erzeugen.
Selbstverständlich kann anstelle der beschriebenen Glühdrahtkanone
auch eine Kanone mit Feldemission verwendet
werden. Der Strahl 15 führt durch eine Kollimatoranordnung
123, die aus einer Reihe von mit Öffnung versehenen
Metallscheiben besteht und in bekannter Weise
zum Zentrieren und Kollimieren des Strahls 13 dient.
Der Strahl geht dann in eine aus acht Elementen bestehende
Grobablenkeinheit 17 a, 17 b. Man sieht aus Fig. 3,
daß diese Ablenkeinheit in zwei Abschnitte 17 a und 17 b
unterteilt ist; die beiden Abschnitte sind ähnlich der
achtfach-Ablenkeinrichtung, die unter Hinweis auf
Fig. 1 beschrieben wurde, mit der Ausnahme, daß der
Abschnitt 17 b einen größeren Einlaß- und einen größeren
Auslaßdurchmesser der Anordnung hat, als dies für den
Abschnitt 17 a gilt. Der erste Abschnitt 17 a der eigentlichen
Ablenkeinheit lenkt den Elektrodenstrahl um
einen Winkel von der Mittelachse des Strahls ab, der
im wesentlichen durch die Mittelachse der Kollimatoranordnung
123 bestimmt ist. An die Elemente des zweiten
Abschnittes 17 b werden dieselben Spannungen angelegt
wie an die Elemente des ersten Abschnitts 17 a,
aber die Spannungen sind um 180° phasenverdreht,
so daß der zweite Abschnitt den Strahl gewissermaßen
wieder zur ursprünglichen Strahlachse zurück ablenkt
und etwa parallel zur Mittelachse aus der Ablenkeinrichtung
austreten läßt. Man kann ggfs. eine noch
feinere Einstellung der Strahlablenkung erreichen,
indem man die an die Elemente des zweiten Abschnitts
angelegten Potentiale noch mit einem einstellbaren
Korrekturfaktor b multipliziert, wie weiter unten
noch im einzelnen erläutert werden wird.
Nach dem Austritt aus der Ablenkeinheit 17 a, 17 b tritt
der Strahl zunächst durch eine Elektrodenanordnung 125,
die eine Vielzahl von elektronenoptischen Objektivlinsen
darstellt, und dann durch eine weitere Anzahl von
elektronenoptischen Linsen, die in einer Ebene angeordnet
und bei 124 angedeutet sind. Die Vielzahl von
elektronenoptischen Linsen ist so ausgestaltet, daß
man alle Ablenk- und Targetsignale mit Gleichspannungs-Erdpotential
betreiben kann. Die Anordnung besteht aus
drei parallelen und fluchtend zueinander angeordneten
leitenden Platten mit jeweils 32×32 Löchern und
zusätzlichen Löchern am Umfang, um Feldsymmetrie zu
erhalten. Die Linsentoleranz, insbesondere die exakte
Rundheit der Löcher wird sehr sorgfältig beachtet,
um Fehler zu minimieren, die auf diese Weise hereinkommen
könnten. Jede dieser Anzahl von hintereinander
liegenden Löchern bildet eine kleine Einzellinse,
auf welche eine Feinablenkanordnung 124 folgt, die
den Elektronenstrahl ablenkt, wenn er durch eine ganz
bestimmte Anordnung von Einzellinsen geführt wird, um
dann auf eine vorher bestimmte Stelle des ebenen Targets
aufzutreffen. Die Feinablenkeinrichtung 124 besteht aus
zwei übereinander liegenden Serien von jeweils untereinander
parallelen Stäben 124 a und 124 b, wobei die Stäbe
der einen Serie im rechten Winkel zu den Stäben der
anderen Serie verlaufen, siehe hierzu Fig. 9. Mechanische
Toleranzen dieses Bauelementes sind nicht
besonders eng, weil das MOS Target 18 nicht strukturiert
ist und so eine erhebliche Variation der Ablenkempfindlichkeit
zuläßt. Eine gewisse mechanische
Festigkeit der in Fig. 9 dargestellten Bauelemente ist
aber wichtig, um die Empfindlichkeit auf Vibrationen
möglichst klein zu halten.
Das Speicherdielektrikum oder Target 18 im System nach
Fig. 3 ähnelt dem entsprechenden MOS Target 18 in dem
System nach Fig. 1, ist aber wesentlich größer in der
Fläche, nämlich etwa 4×4 cm. Das Targetelement 18
in der Anlage nach Fig. 3 ist elektrisch soweit segmentiert,
daß die Kapazität eines jeden Segments auf
einen Wert reduziert ist, der für hohe Auslese- und
Einschreibgeschwindigkeiten in der Größe von etwa
5 Mhz geeignet ist. Die Packungsdichte für Bits auf
dem Targetelement geht mindestens bis 0,6 Mikron
herunter. Durch die Vereinigung des Grobablenksystems,
mit dessen Hilfe man jede der 32×32 Einzelstellen
ansteuern kann, mit dem Feinablenksystem für jede
Einzellinse, bestehend aus dem System mit den Stäben
124 a und 124 b, welches die Adressierung von 750×750
Stellen innerhalb jeder Einzellinse gestattet, ergibt
eine außerordentlich große Speicherkapazität für das
immerhin nur etwa 4×4 cm große Speicherdielektrikum.
Durch die Hintereinanderschaltung einer Grobablenkung
und einer Feinablenkung erreicht man also eine wesentlich
größere Speicherkapazität als im System nach
Fig. 1, welches nur ein Feld von 4×4 Kbit gestattet.
Das System nach Fig. 3 hat also nahezu 600 Millionen
Speicherstellen in jeder einzelnen Röhre; die Speicherkapazität
kann selbstverständlich noch größer gemacht
werden, indem man noch mehr adressierbare Stellen auf
dem Target vorsieht. Die Gesamtkapazität eines solchen
Speichersystems wird selbstverständlich auch durch die
Anzahl der einzelnen Röhren mitbestimmt.
Für das Grobablenksystem 17 a und 17 b in Fig. 3 ist
zunächst wichtig, daß der Elektronenstrahl dieses
System parallel zur ursprünglichen Strahlrichtung
(ohne jede Ablenkung) verläßt, damit nicht schon
hier eine Verschlechterung der Strahlsteuerbedingungen
für die Feinablenkung innerhalb der einzelnen
kleinen Bereiche zu befürchten ist. Außerdem
darf sich das virtuelle Bild des Grobablenksystems,
d. h. die Projektion der austretenden Strahlen auf
den kleinsten virtuellen Fokus, nicht aus der Systemachse
herausbewegen, wenn die Ablenkspannung verändert
wird, damit sich das Bild einer jeden kleinen Linse
innerhalb des 32×32-Rasters nicht bewegt; geschähe
dieses, dann müßte man eine außerordentlich stabile
Quelle für die Kathodenspannung und die Ablenkspannungen
haben, was natürlich einen erheblichen apparativen
Aufwand bedingt. Außerdem muß das virtuelle
Bild eines Satzes von radialen Strahlen und eines
Satzes von Umfangsstrahlen am Ausgang des Grobablenksystems
koinzidieren, damit kein Astigmatismus
auftritt. Diese drei Bedingungen können nur dann
erfüllt werden, wenn der Grobdeflektor kollimierend
arbeitet, d. h., daß die eintretenden und austretenden
Strahlen aus dem Grobdeflektor parallel zur Strahlrichtung
ohne jede Ablenkung sein müssen. Eine gute
Kollimierung erreicht man entweder durch ein doppeltes
Ablenksystem, wie z. B. in den Fig. 3 und 3A gezeigt,
das elektrisch gemäß den Fig. 3B und 3C geschaltet
ist oder durch Anwendung eines verdrillten Ablenkorganes,
wie es etwa in Fig. 10 gezeigt ist, und zwar
mit oder ohne Verwendung eines magnetischen Feldes,
wie es z. B. beschrieben ist in dem Artikel "Electron
Trajectory in Twisted Electro-Static Deflection Yokes"
von E. F. Ritz, siehe IEEE Transactions, Electron
Devices, ED-20, 1042, Nov. 1973. Bei einer verdrillten
Ablenkeinrichtung ist nur ein
Abschnitt vorgesehen, wobei die einzelnen Ablenkplatten
des Abschnittes ein Spiralmuster haben, wie man
aus Fig. 10 ohne weiteres erkennen kann. Ablenkung
und Kollimierung werden gleichzeitig durchgeführt,
während der Strahl durch die verdrehte oder verdrillte
Ablenkeinheit läuft. Der gesamte Verdrehungswinkel
für die Kollimierung des Ausgangs hängt von
dem axialen magnetischen Feld ab, welches der Ablenkeinheit
aufgeprägt wird, siehe die soeben genannte
Schriftstelle. Weil die Herstellung hier einfacher
ist, wird vorgezogen, mit doppelter Ablenkeinrichtung
zu arbeiten, wobei eine Ablenkeinheit mit acht Ablenkblechen
in jedem Abschnitt verwendet wird und bei der
die eigentlichen Ablenkelemente aus acht flachen oder
gekrümmten Platten bestehen, die entweder plattenzentriert
oder zwischenraumzentriert sind, wie in
Fig. 2 bzw. Fig. 14 erläutert ist.
Das Verhältnis a wird bei einer plattenzentrierten
Anordnung (Fig. 2) als Bruchteil der an die diagonalen
Platten angelegten Ablenkspannungen für die
Abszisse und die Ordinate bestimmt und bei einer
spalt- oder lückenorientierten Anordnung der Platten,
wie sie z. B. in Fig. 15 dargestellt wird, als der
Bruchteil der Ordinatenablenkspannung an eine die
Abszissenablenkung besorgende Platte und umgekehrt
bestimmt. Wenn für plattenzentrierte Anordnungen
a=/2 und für spaltorientierte oder -zentrierte
Anordnungen a=-1 gewählt wird, dann wird bei
einem einfachen Ablenksystem aus acht Ablenkblechen
gemäß Fig. 1 die dritte und fünfte Harmonische
des Potentials zu Null, und das Feld ist außerordentlich
gleichförmig, wobei eine Fehlkollimation von nur
10 Milliradianten in Kauf genommen werden muß. Eine
Fehlkollimation von etwa 10 Milliradianten ist in
einer Reihe von Anwendungsfällen akzeptabel; wenn
aber eine besonders gute Auflösung verlangt wird,
und zwar bei der Verwendung der vielen kleinen Einzellinsen
des Systems beispielsweise nach Fig. 3,
und der Auftreff-Fleck größenordnungsmäßig im Bereich
eines Mikrons liegt, dann muß man eine Kollimation
in der Größenordnung von etwa einem Milliradianten
über die ganze Anordnung von kleinen Linsen 30 verlangen
und eine Fehlkollimation von höchstens
50 Mikroradianten über dem Strahl bei jeder solchen
kleinen Einzel-"Linse". ("Linse" ist hier stets im
elektronenoptischen Sinne gemeint!) Eine so hochgradig
korrigierte Grobablenkung kann durch Anwendung
der Quadropol- und Oktupolkorrekturspannungen
an die beiden je aus acht Ablenkblechen bestehenden
Ablenkeinheiten, wie etwa in Fig. 3 dargestellt,
erreicht werden. Eine Alternative wäre
die Anwendung eines verdrehten oder verdrillten Ablenksystems
mit acht Platten, wie es etwa in Fig. 10
gezeigt, wobei ebenfalls Quadropol- und Oktupolkorrekturspannungen
verwendet werden, um eine
hochgradige Genauigkeit zu erzielen.
Bei den in Fig. 3 dargestellten doppelten Ablenksystemen
müssen die beiden Abschnitte des Ablenksystems
dem Betrag nach gleiche, aber der Polarität
nach entgegengesetzte Korrekturspannungen an entsprechenden
Platten haben, weil diese Korrekturspannungen
als System symmetrisch aufgebaut sind. Ggfs.
können die Spannungen am zweiten Ablenksystem durch
einen einstellbaren Faktor b variiert werden, wenn
eine besonders feine Abstimmung erwünscht ist; hierauf
wird weiter unten im Zusammenhang mit den Fig. 11-13
noch eingegangen. Eine Umkehrung der Ablenkspannungen,
aber eine gleiche Anlage der Korrekturspannungen ohne
Feinabstimmung wird durch entsprechendes Überkreuzen
beim Verdrahten der einzelnen Ablenkbleche der zwei
Ablenkabschnitte gem. Fig. 3B und 3C erreicht. Wenn
man die Verdrahtung in Fig. 3B aufschlüsselt oder
Fig. 3C zu Hilfe nimmt, sieht man, daß das Ablenkelement
1 des ersten Abschnittes des genannten Systems
mit dem Ablenkelement 5 des zweiten Abschnittes verbunden
ist und daß die Zuordnung in diesem Sinne für
alle anderen Ablenkblechpaare wie folgt ist:
2-6, 3-7, 5-1, 6-2, 7-3 und 8-4. Auf diese Weise
wird die notwendige 180°-Drehung zwischen den Ablenk-
und den Korrekturspannungen am ersten und zweiten Abschnitt
der Grobablenkeinrichtung erreicht.
Wie man aus Fig. 3 erkennt, werde die kombinierten
Ablenk- und Korrekturpotentiale V₁-V₈ direkt an
die entsprechenden Ablenkelemente des ersten Abschnitts
17 a der Grobablenkeinrichtung angelegt, und zwar vom
Ausgang entsprechender Verstärker 19 für die Grobablenkung,
welche ihrerseits von einem Ablenk- und
Korrekturpotentialgenerator 21 herkommen, der seinerseits
dem unter Hinweis auf Fig. beschriebenen entsprechenden
Generator ähnlich ist. Der Generator 21 in
Fig. 3 wird aber mit den Grobadressen für die Ordinate
und die Abszisse von der Steuereinrichtung des
Systems versorgt. Die Feinadressen für die Ordinate
und die Abszisse werden getrennt von der Steuereinrichtung
an einen vierfach ausgebildeten Generator 131
für die Feinablenkung gespeist, um die Feinablenkspannungen
für die Ordinate und die Abszisse zu
erhalten, nämlich die Spannungen v Fx , v Fy , -v Fx und -v Fy .
Der Generator 131 liefert sich Ablenkspannungen v Fx und
v Fy an einen dynamischen Fokusgenerator 22, der dem entsprechenden
Schaltkreis in Fig. 7D ähnlich ist, mit
der Ausnahme, daß anstelle der Konstanten A DF zwei
verschiedene Konstante, nämlich A DFx und A DFy , in den
Operationsverstärkern 113 und 114 werden, so daß
V OBJ (c) = V OBJ (0) + (A DFx V Fx ² + A DFy V Fy ²)/V c .
Diese Anisotropie ist notwendig, weil die Feinablenkung
die x-y-Symmetrie durchbricht. Aufgrund dieser Anordnung
sieht man, daß die unkorrigierte Versorgungsspannung
V OBJ (0) der Objektivlinse aus dem Generator
23 proportional zu den Abszissen- und Ordinatenablenkspannungen
V Fx und V Fy im dynamischen Fokusgenerator
korrigiert wird, um so V OBJ (c) für die Linsenanordnung
125 für jedes Rohr 121 zu erhalten.
Fig. 8 stellt den Generator 131 im einzelnen dar: Es
sind ein x- und y-Funktionsgenerator 41 und 42 vorgesehen,
die den entsprechenden Funktionsgeneratoren
in Fig. 7A ähneln. Der Funktionsgeneratur 41 liefert
an seinem Ausgang bei Anlage einer Feinansteuerungs-x-Adresse
in digitaler Form von der Steuereinrichtung
des gesamten EBAM-Systems die Ablenkspannungen v Fx und
-v Fx . In ähnlicher Weise liefert der Generator 42 infolge
des Auftretens einer Feinablenk-y-Adresse die
entsprechenden Ordinaten-Ablenkspannungen v Fy und
-v Fy . Fig. 3 zeigt, wie diese Ablenkspannungen in
den Verstärkern 132 verstärkt werden, um die entsprechenden
Feinablenkspannungen V Fx , V Fy , -V Fx und
-V Fy zu erhalten, die an die Feinablenkstäbe 124 a und
124 b der Feinablenkanordnung 124 einer jeden Röhre
121 gelegt werden. Die Verstärker 132 sind in dem
Aufbau den Ablenkverstärkern nach Fig. 7C ähnlich
und verstärken die Feinablenkspannungen durch einen
Verstärkungsfaktor G F , um so die verstärkten Ausgangsablenkspannungen
zu erhalten, die an die Feinablenkanordnungen
der einzelnen Röhren gelegt
werden. Hier ist darauf hinzuweisen, daß bei dem
System nach Fig. 3 es der Ablenkfaktor G F der Feinablenkverstärker
ist, der zur Herleitung von der
Konstanten C₂ verwendet wird, die ihrerseits im
dynamischen Fokussiergenerator 22 gebraucht wird,
und wobei C₂=G F ²/V c . Die Konstante C₁, die bei
dem Betrieb des Generators für die Quadropol- und
Oktupolkorrektursignale des Grobablenkgenerators
21 verwendet wird, bleibt der Verstärkungsfaktor
G des Grobablenkverstärkers 19, geteilt durch den
negativen Wert der Kathodenspannung V c , wie dies
oben schon unter Hinweis auf das System nach Fig. 1
erläutert wurde.
In einem praktischen Fall wurde eine EBAM-Röhre
gebaut, die einen aus zwei Abschnitten bestehenden,
jeweils konischen Ablenksatz hatte, wobei der
erste aus acht Platten bestehende Ablenksatz der
Grobablenkeinrichtung eine Konuslänge von 8,75 cm,
einen einlaßseitigen Durchmesser von 2,5 cm und
einen auslaßseitigen Durchmesser von 4,5 cm hatte;
die entsprechenden Werte des zweiten Abschnitts
der ganzen Grobablenkeinrichtung hatten folgende
Abmessungen: 18,5 cm, 4,5 cm und 8,75 cm. Die ganze
Anordnung hatte eine Fehlkollimation über die ganze
Fläche von kleinen Einzellinsen im Bereich von
12 Milliradianten ohne Korrektur und im Bereich von
einem Milliradianten mit Korrektur nach der vorliegenden
Erfindung; es ist also eine Verbesserung um
einen Faktor von 12 erreicht worden.
In Fig. 11 sieht man eine Blockdiagrammdarstellung
einer anderen Ausführung des Signalgenerators 21,
der sich von dem unter Hinweis auf Fig. 4 beschriebenen
Generator schon dadurch unterscheidet, daß
ein anderer Funktionsgenerator 40 Anwendung findet,
der weiter unten unter Hinweis auf die Fig. 12 und
13 beschrieben werden wird. Zusätzlich weist der
Generator 21 nach Fig. 11 Mittel zur Feinabstimmung
der Ablenk- und Korrekturpotentiale auf, die an die
Ablenkelemente der zweiten Stufe der Grobablenkung
nach den Fig. 3 und 3A angelegt werden können. Bei
dieser Anordnung wird jedes der Ablenk- und Korrekturpotentiale
v₁-v₈, die am Ausgang des Mischers
46 erscheinen, durch einen entsprechenden Operationsverstärker
146 geschickt, um die an dem zweiten Abschnitt
der Grobablenkeinrichtung anzulegenden Spannungen durch
einen einstellbaren Faktor b zu variieren, so daß folgende
Spannungen entstehen:
v₁′ = bv₅, v₂′ = bv₆, v₃′ = bv₇, v₄′ = bv₈, v₅′ = bv₁,
v₆′ = bv₂, v₇′ = bv₃ und v₈′ = bv₄.
Diese Signale sind in der Tabelle nach Fig. 30 dargestellt.
Die Ablenkspannungen v₁′-v₈′ werden dann an
die Ablenkplatten 1′-8′ angelegt, nachdem sie in
einer entsprechenden Anzahl von Grobablenkverstärkern
19 A gemäß den Fig. 3 und 7C verstärkt wurden. Der
einstellbare Faktor b ist so gewählt, daß man bei einer
gegebenen Grobablenkeinheit die beste Kollimierung
erreicht. Es ist darauf hinzuweisen, daß es natürlich
vorzuziehen ist, die Grobablenkeinheit so auszubilden,
daß eine Kollimierung mit der Kreuzverdrahtung wie
in Fig. 3B erreicht wird, so daß man also die Teile
des Generators 21 in Fig. 11 nicht benötigt, die
mit dem Faktor b zusammenhängen und die Signale
v₁′ bis v₈′ erzeugen. Der in Fig. 11 angewendete
Funktionsgenerator 40 ist in Fig. 12 dargestellt:
Die in digitaler Form vorliegende x- und y-Adresseninformation
wird an die Eingänge eines Digital-Analog-Wandlers
43 x für die Abszisse und eines Digital-Analog-Wandlers
43 y für die Ordinate angelegt, um
analoge Ausgangsspannungen zu erhalten, die die
x- und y-Koordinaten in der Speicherebene, nämlich
v xo und v yo , repräsentieren. Diese analogen Ablenkspannungen
werden dann einem nicht linearen Spannungsgenerator
150 zugeführt, der die korrigierten Ablenkspannungen
v x und v y abgibt. Durch aus Fig. 12 ohne
weiteres erkennbare Anlage dieser soeben genannten
Signale an Inverter 44 x und 44 y werden die Ablenkspannungen
mit negativem Vorzeichen erzeugt, nämlich
-v x und -v y . Der Korrekturpotentialgenerator 150
mit nicht linearen Eigenschaften ist in Fig. 13 im
einzelnen dargestellt. Er verbessert die Linearität
des tatsächlichen Ablenkfeldes durch Kompensation
Geometrie-bedingter Nichtlinearitäten und läßt eine
genauere Ansteuerung des Elektronenstrahls an die
jeweiligen Adressenstellen auf dem Target zu. Zu
diesem Zweck werden die an den Ausgängen der Digital-Analog-Wandler
43 x und 43 y erscheinenden Analogsignale
v xo und v yo durch den Generator 150 hindurch geschickt
und verarbeitet. Die Spannungen v xo und v yo werden an
die beiden Eingänge von multiplizierenden Verstärkern
151 bzw. 152 gelegt, um die jeweiligen Quadratwerte
der Eingänge zu erhalten. Das Signal v xo ² wird als ein
Eingang an zwei Operationsverstärker 153 und 154 mit
Verstärkungsfunktionen g₀₁ bzw. g₁₀ gelegt. In ähnlicher
Weise wird das Ausgangssignal v yo ² an die Eingänge
zweier Operationsverstärker 155 und 156 gelegt, die
Verstärkungen g₁₀ und g₀₁ haben, wobei diese zuletzt
genannten Verstärkungsfaktoren solche Werte haben, daß
man eine verbesserte Linearität erhält. An den Ausgängen
der Verstärker 153, 154, 155 und 156 ist in
Fig. 13 angegeben, wie die dort erscheinenden Signale
aussehen. Die Ausgangssignale der Verstärker 153 und
155 werden an eine Summierschaltung 157 gelegt, deren
Ausgang an einer zweiten Summierschaltung 159 liegt.
In ähnlicher Weise werden die Ausgänge der Verstärker
154 und 156 an eine Summierschaltung 158 gelegt, deren
Ausgang wieder an einem Eingang einer weiteren Summierschaltung
160 liegt. An den beiden jeweils hier noch
nicht erwähnten zweiten Eingängen der Summierschaltungen
159 und 160 liegt ein Signal mit dem Wert 1, was
in Fig. 13 dargestellt ist. Man erkennt nunmehr ohne
weiteres aus Fig. 13, welche Zusammensetzung die Ausgangsgrößen
hinter den beiden Summierschaltungen 159
und 160 haben. Die Ausgangssignale der Summierschaltungen
159 und 160 werden nun jeweils - siehe wieder
Fig. 13 - an jeweils einen Eingang weiterer Summierschaltungen
161 bzw. 162 gelegt, wobei die Schaltung
161 als zweiten Eingang das Signal v xo und der zweite
Eingang des Summierverstärkers 162 das Signal v yo
erhält. Man erhält also mit Hilfe der unter Hinweis
auf Fig. 13 erläuterten Verschaltung der verschiedenen
für sich bekannten Operationsverstärker Ausgangsgrößen
v x = v xo (1 + g₀₁ v xo ² + g₁₀ v yo ²) und
v y = v yo (1 + g₀₁ v yo ² + g₁₀ v xo ²).
Diese korrigierten Ablenksignale werden jeweils mit
ihren Kehrwerten zusammen an die Mischschaltung 46
angelegt, die oben unter Hinweis auf Fig. 4 erläutert
wurde. Die Korrektur der an die Ablenkplatten
angelegten X- und Y-analogen Signale bewirkt eine
verbesserte Ansteuerung des Elektronenstrahls an
die gewollte Auftreff-Fläche nach Maßgabe der digitalen
Adressensignale am Eingang der Schaltung.
Diese nicht lineare Korrektur kann sowohl bei der
Ablenkeinrichtung mit zwei Ablenksystemen und nachfolgender
elektronenoptischer Kreuzschienenablenkung
nach Fig. 3 verwendet werden oder bei der
einfachen Ablenkeinrichtung des Systems nach Fig. 1.
Im Fig. 14 ist als Blockdiagramm eine weitere Ausführung
eines Generators für die Quadropol-Oktupol-Signale
dargestellt, bei welchem Daten in Digitalform
verwendet werden, um die gewünschten Korrekturpotentiale
zu erhalten. Wie man aus Fig. 14 sieht,
ist dieser Generator dem unter Hinweis auf Fig. 11
beschriebenen recht ähnlich, mit der Ausnahme, daß
dieser Generator einen digitalen Generator 147 für
die Quadropol-Oktupol-Korrekturpotentiale verwendet,
dem die digitalen X- und Y-Adressensignale
über Leiter 170 eingegeben werden. Fig. 15 zeigt den
Generator 147 im Detail. Der Generator 147 weist zunächst
einen nur auslesbaren Speicher, d. h. ein
sogenanntes ROM auf. Der Speicher 171 nimmt für jeden
anzusteuernden Punkt X, Y auf dem Speicherdielektrikum
die vorher ausgerechneten Werte von , V 2c und V 2s in
digitaler Form auf und wirkt praktisch so wie eine
Logarithmentafel. Bei Anlage einer Adresse x, y von
der nicht gezeigten Zentraleinheit liefert das ROM
171 an seinen Ausgängen ein Signal , ein Signal
V 2c und das Signal V 2s , die vorher nach den Gleichungen
(1), (2) und (3) oder nach den Gleichungen (5)-(7)
ausgerechnet wurden. Es ist also für jeden anzusteuernden
Punkt der entsprechende Wert der eben genannten
Signale gespeichert. Die Daten liegen in
digitaler Form vor und werden dann entsprechenden
Digital-Analog-Wandlern 172, 173 und 174 zugeführt,
die danach die analogen Werte für , v 2c und v 2s
abgeben. Die Quadropol- und Oktupolkorrekturpotentiale
werden in der aus Fig. 15 erkennbaren Weise
durch drei Inverter 175, 176 und 177 geschickt, die
an ihren Ausgängen die negativen Werte - , -v 2c und
-v 2s liefern, die dann in einen Mischer 46 gelangen.
Im Mischer 46 werden die Korrekturpotentiale mit den
analogen Ablenkspannungen v x , -v x , v y und -v y entsprechend
kombiniert, die von dem modifizierten
Funktionsgenerator 40 kommen, dessen Arbeitsweise
bereits unter Hinweis auf Fig. 11 beschrieben wurde.
An den Mischer werden ferner die Signale av y , -av y ,
av x und -av x angelegt, die aus einer Vielzahl von
Multiplizierschaltungen in der Gesamtmultiplizierschaltung
45 gemäß Fig. 1 vorgesehen sind. Erkennbar
multipliziert diese Schaltung ihre vier Eingangswerte
jeweils mit dem Faktor a. Der Mischer 46 arbeitet
seinerseits so, wie bereits unter Hinweis auf Fig. 6
erläutert wurde, und liefert die Ablenk- und Korrekturpotentiale
v₁-v₈ über noch nachgeschaltete
Ausgangsverstärker an die einzelnen Ablenkelemente
einer Ablenkeinheit, was ebenfalls bereits weiter
oben erläutert wurde.
Selbstverständlich stehen dem Fachmann zur Erzeugung
der Quadropol- und Oktupolkorrekturpotentiale
, V 2c und V 2s auch andere Möglichkeiten zur Verfügung;
so könnte man z. B. ohne weiteres anstelle des ROM 171
einen digitalen Mikroprozessor verwenden, der ein nur
ablesbares Speicherelement aufweist, in welchem die
Werte A 2c , A 2s , A₄, V c und A₂ vorher gespeichert wurden.
Der Mikroprozessor verarbeitet dann bei jedem
Eingangssignal mit x- und y-Adreßwerten nach den
Gleichungen (1)-(3) oder (5)-(7), um die gewünschten
Oktupol- und Quadropolkorrektursignale , V 2c und V 2s
zu erzeugen. Erkennbar kann jede der oben erläuterten
Möglichkeiten der Erzeugung der Ablenk- und Korrekturpotentiale
sowohl bei plattenzentrierten Systemen
etwa nach Fig. 2 oder spaltzentrierten Systemen etwa
nach Fig. 15 eingesetzt werden.
Fig. 16 zeigt die geometrische Anordnung eines spaltzentrierten
Ablenksystems, bei welchem also die Ordinaten-
und Abszissenachse durch zwei bzw. vier Zwischenräume
zwischen jeweils zwei Ablenkplatten gehen, die
wieder durchgehend mit Nr. 1 bis Nr. 8 bezeichnet sind.
Diese Art der Ablenkung eignet sich besonders zur Strahlablenkung
auf ein kreisförmiges oder im wesentlichen
kreisförmiges Feld. Die Korrekturwerte weisen zwei
Quadropolspannungen V 2c und V 2s auf, die an nebeneinander
liegende Ablenkelemente angelegt werden, welche
jeweils um 45° um die Strahlachse zueinander verdreht
angeordnet sind; ferner ist eine Oktupolkorrekturspannung
vorgesehen. Man beachte in Fig. 15 die den verschiedenen
Ablenkblechen 1-8 zugeordneten Potentiale.
Die Ablenkspannungen sind jeweils innen in dem Kreis
wiedergegeben, den die Ablenkbleche in Fig. 15 bilden,
während die Korrekturspannungen außerhalb dieses Kreises
angegeben sind. Bei den Ablenkpotentialen ist das Verhältnis
a im wesentlichen -1. Die Quadropolkorrekturspannungen
V 2c und V 2s und die Oktupolkorrekturspannung
werden durch die folgenden Gleichungen wiedergegeben:
In den obigen Gleichungen sind A 2c , A 2s und A₄ Konstanten,
die entweder empirisch oder durch Computersimulation
bestimmt werden und von den körperlichen
Parametern der Ablenkeinheit abhängen, wie oben bereits
unter Hinweis auf die plattenzentrierte Anordnung
erläutert wurde. Wenn von der Ablenkeinrichtung
ein kreisförmiges Feld angesteuert werden
soll, dann ist aus Symmetriegründen a=-1 und
A 2c =A 2s . Zur Erzeugung der notwendigen Ablenk-
und Korrekturpotentiale benötigt man Spaltungen, die
etwa bereits unter Hinweis auf die Fig. 1, 3 oder 5
der Zeichnung beschrieben wurden. Es wurde eine
spaltzentrierte Ablenkeinheit etwa nach Fig. 15 in
der Praxis hergestellt und mit den Ablenk- und
Korrekturpotentialen nach Maßgabe von Fig. 16 beaufschlagt;
dazu wurde außerdem dynamische Fokussierung
angewendet, und die Ablenkfehler wurden um einen
Faktor 7 kleiner als für den Fall erreichbar war,
der nur mit dynamischer Fokussierung erzielbar war.
Bei der Anordnung sind die Korrekturspannungen
größenordnungsmäßig etwa im Bereich von 3% der
Ablenkpotentiale an der Kante bzw. am Rand des
Feldes, das von den Ablenkelementen erzeugt wurde.
Es sei abschließend noch darauf hingewiesen, daß sich
das er 00356 00070 552 001000280000000200012000285910024500040 0002002829080 00004 00237findungsgemäße Verfahren selbstverständlich nicht
nur auf Elektronenstrahlröhren anwenden läßt, sondern
in gleicher Weise auch auf Strahlröhren bzw.
mit Strahlen arbeitende Geräte, bei denen der Strahl
aus Ionen besteht.
Claims (22)
1. Elektrostatische Ablenkeinrichtung für einen
Elektronenstrahl
mit Fokussiereinrichtung
zum Bündeln des Strahls und um die Strahlachse im
unabgelenkten Zustand herum angeordnete Ablenkelemente
zwischen Strahlerzeuger und dem Ort des Fokus, wobei acht
einzeln beaufschlagbare Ablenkelemente um die Strahlachse
herum angeordnet sind,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a. den Ablenkelementen werden zusätzlich zu den Ablenkpotentialen dynamische Korrektursignale zur - möglichst weitgehenden - Konstanthaltung der Gestalt des Auftreff-Flecks des Strahls aufgeprägt, und zwar
- b. ein Satz von acht Korrektursignalen (V) an den Satz von acht Ablenkelementen ("Oktupolsignale") und zwei verschiedene Sätze von je vier Korrektursignalen (V 2c und V 2s ) an jeweils ausgewählte Ablenkelemente ("Quadropolsignale").
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bezogen auf das Koordinatennetz der Auftreff-Fläche
des Strahls mit Ursprung am Auftreffort des
nichtabgelenkten Strahls (siehe Fig. 2) vier der
acht Ablenkflächen vom Achsenkreuz durchstoßen
werden und die verbleibenden vier Ablenkflächen
in den vier Quadranten liegen und daß beginnend
mit der von der positiven X-Achse durchstoßenen
Ablenkfläche (=Nr. 1) im Gegenuhrzeigersinn fortzählend
die Ablenkflächen folgende - jeweils momentane
- Potentiale erhalten:
- a. Ablenkpotentiale V x , a (V x +V y ), V y , -a (V x -V y ), -V x , -a (V x +V y ), -V y und a (V x -V y ), wobei a=/2 ist, V x bzw. V y die analogen Ablenkspannungen entsprechend den gewünschten Abszissen- bzw. Ordinatenwerten der angesteuerten Stelle der Auftreff-Fläche sind,
- b. Korrektursignale, und zwar die Ablenkelemente
Nr. 1, 3, 5 und 7 den einen Satz
Quadropolsignale plus die eine Hälfte der
Oktupolsignale, nämlich (V 2c -) bzw.
(-V 2c -) bzw. (V 2c -) bzw. (-V 2c -)
und die Ablenkelemente Nr. 2, 4, 6 und 8
den anderen Satz Quadropolsignale plus
die verbleibende Hälfte der Oktupolsignale,
nämlich (V 2s +) bzw. (-V 2s +) bzw.
(V 2s +) bzw. (-V 2s +), wobei gilt, worin A 2c , A 2s und A₄ Konstante sind und -V c die Spannung zwischen der Elektronenkanone und der Ablenkeinrichtung ist, wenn V x =V y =0.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich ein dynamisches
Fokussierungspotential an die Elektronenoptik
(16, Fig. 1) gelegt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fokussierungspotential gegeben
ist durch
V OBJ (c) = V OBJ (0) + A DF (V x ² + V y ²)/V c ,wobei A DF eine Konstante und V OBJ (0) die unkorrigierte
Gleichspannung an der elektronischen
Objektivlinse ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ablenkpotentiale und die Korrekturpotentiale für
jedes Ablenkelement der Ablenkeinrichtung gleichzeitig
erzeugt und angelegt werden und daß die
Schaltung zur Erzeugung der jeweils gemeinsam angelegten
Ablenk- und Korrekturpotentiale u. a.
folgende Schaltungsbauteile aufweist:
einen Funktionsgenerator zum Umsetzen der elektrischen Adressensignale x und y in analoge Spannungen v x , -v x , v y und -v y ,
einen mindestens indirekt von den Adressensignalen x und y gesteuerten Generator zur Erzeugung der Ausgangspotentiale , - , v 2c , -v 2c , v 2s und -v 2s ,
eine Multiplizierschaltung zur Erzeugung der Potentiale av y , -av y , av x und -av x , und
eine Mischschaltung (46, Fig. 4), die aus den oben angegebenen Ausgangssignalen die Signale V₁-V₈ zur Anlage an die acht Ablenkelemente nach Maßgabe der Formeln erzeugt, die sich in Fig. 4 aus der tabellenartigen Zusammenstellung rechts von der Mischschaltung ergeben, wobei a eine Konstante ist.
einen Funktionsgenerator zum Umsetzen der elektrischen Adressensignale x und y in analoge Spannungen v x , -v x , v y und -v y ,
einen mindestens indirekt von den Adressensignalen x und y gesteuerten Generator zur Erzeugung der Ausgangspotentiale , - , v 2c , -v 2c , v 2s und -v 2s ,
eine Multiplizierschaltung zur Erzeugung der Potentiale av y , -av y , av x und -av x , und
eine Mischschaltung (46, Fig. 4), die aus den oben angegebenen Ausgangssignalen die Signale V₁-V₈ zur Anlage an die acht Ablenkelemente nach Maßgabe der Formeln erzeugt, die sich in Fig. 4 aus der tabellenartigen Zusammenstellung rechts von der Mischschaltung ergeben, wobei a eine Konstante ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Potentiale V₁-V₈ vor Anlage an die Ablenkelemente
durch Leistungsverstärker verstärkt werden.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zunächst drei Multiplizierschaltungen
(51, 52, 65) aufweist, die aus V x und V y die
Signale V x ², V y ² und V x und V y bilden, und das
dem Ausgang für das Signal V y ² parallel zwei Operationsverstärker
nachgeschaltet sind, deren Transferfunktionen
-(3+2) und -(3-2) sind und
deren Ausgänge in Summierschaltungen (53, 54) mit
dem Signal V x ² zu den Signalen V x ²-(3+2)V y ²
und V x ²-(3-2)V y ² verarbeitet werden, und daß
den beiden zuletzt genannten Summierschaltungen
(53, 54) eine deren Ausgänge multiplizierende Schaltung
(58) und dieser ein Operationsverstärker (59)
mit der Transferfunktion ¼C₁³A₄ nachgeschaltet
ist, an dessen Ausgang das Oktupolkorrekturpotential
¼ C₁³ A₄ (V x ⁴ - 6 V x ² V y ² + V y ⁴)erscheint, worin A₄ und C₁ Konstante sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der V x und V y liefernden Multiplizierschaltung ein
Operationsverstärker (66) mit der Transferfunktion
2C₁A 2s liefert und das Quadropolkorrektursignal
V 2s =2C₁A 2s V x V y und über einen Inverter (67)
dessen negatives Gegenstück liefert und daß der
Multiplizierschaltung (52) zur Gewinnung von
V y ² ein Inverter nachgeschaltet ist und diesem
eine Summierschaltung (55), die am anderen Eingang
V x ² erhält, und daß dem Ausgang dieser Summierschaltung
ein Operationsverstärker (63) mit der
Transferfunktion C₁A 2c nachgeschaltet ist, der
das Quadropolkorrekturpotential V 2c =C₁A 2c
(V x ²-V y ²) und über eine Umkehrstufe (64) dessen
negativen Wert -V 2c liefert.
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronenoptik
eine elektronenoptische Kondensorlinse
aufweist, die auf dem Potential der Elektronenkanone
liegt, und ferner eine elektronenoptische
Objektivlinse, die mit dynamischen Fokussierungspotentialen
beaufschlagt ist, wobei die Kondensorlinse
zwischen der Objektivlinse und der Elektronenkanone
angeordnet ist.
10. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
gesamte Ablenkeinrichtung aus einer Grobablenkungseinrichtung
mit acht Ablenkelementen und einem
der Grobablenkung nachgeschalteten Feinablenksystem
(Fig. 9) besteht und daß zwischen der Elektronenkanone
und dem Grobablenksystem eine elektronenoptische
Kollimationslinse angeordnet ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grobablenkeinrichtung aus zwei auf einem
Kegelmantel hintereinander angeordneten
Ablenksystemen (17 a, 17 b) aus je acht Ablenkelementen
besteht, wobei an die erste Anzahl von
acht Ablenkelementen die Ablenk- und Korrekturpotentiale
v₁-v₈ gelegt werden und an die
zweite Anordnung von acht Ablenkelementen dieselben
Potentiale, jedoch um 180° geometrisch
um die Mittelachse verdreht, so daß der abgelenkte
Strahl aus der Grobablenkeinrichtung zwar abgelenkt wird,
aber achsparallel verlaufend austritt (siehe
Fig. 3).
12. Einrichtung nach Anspruch 5 oder einem der
folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die an die Ablenkeinrichtung gelegten
Spannungen derart zusätzlich korrigiert werden,
daß die Ablenkung linear proportional zu den
Adressenwerten x und y ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder
11, dadurch gekennzeichnet, daß das Feinablenksystem
(siehe Fig. 9) aus einer ebenen Anordnung
sich kreuzender Leiter (124 a, 124 b) besteht,
wobei jede Stelle zwischen vier paarweise
nebeneinander liegenden Stäben eine Feinablenkeinheit
bildet und, daß die Stäbe so
geschaltet sind, daß jeweils vier paarweise
nebeneinander liegende Stäbe für eine Ablenkstelle
die Ablenkelektroden bilden und daß
die Feinablenkeinrichtung ihrerseits von Feinablenkadressen
x, y ansteuerbar sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 10, 11 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die an den zweiten
Abschnitt (17 b) der Grobablenkeinrichtung (Fig. 3)
angelegten Potentiale gegenüber den an die entsprechenden
Ablenkelemente der ersten Ablenkeinheit
(17 a) um einen Faktor b korrigierbar sind,
um so die Grobablenkeinrichtung fein abstimmen
zu können.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die an die Ablenkeinrichtung angelegten
Potentiale in dem Sinne korrigiert sind, daß die
tatsächliche Ablenkung linear proportional zu den
Adressendaten ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 5 oder einem der folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator
zur Erzeugung der Korrekturpotentiale digital arbeitet
und die digital kodierten Adressenwerte x und y
unmittelbar digital in , - , v 2c , -v 2c , v 2s und
-v 2s umsetzt.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der digital arbeitende Generator für die Quadropol-
und Oktupolsignale einen nur auslesbaren
Speicher aufweist, der nach Art einer Tabelle die
Werte von , v 2c und v 2s für jede Adressenstelle
speichert.
18. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuordnung des Achsenkreuzes - abweichend
von den Merkmalen nach Anspruch 2 - so gewählt ist,
daß das Achsenkreuz jeweils durch die Lücke zwischen
zwei nebeneinander angeordneten Ablenkelementen
geht (siehe Fig. 15) und daß bei durchgehender
Zählung der Ablenkelemente mit den Nr. 1-Nr. 8
im Gegenuhrzeigersinne beginnend mit dem Ablenkelement
unmittelbar über der positiven x-Achse
die Ablenkpotentiale an die aufeinander folgenden
Ablenkelemente folgende Werte haben:
(V x + aV y ), (aV x + V y ), (-aV x + V y ), (-V x + aV y ),
(-V x - aV y ), (-aV x - V y ), (aV x - V y ) und (V x - aV y ),wobei die Konstante a im wesentlichen =-1 ist, V x die analoge Ablenkspannung entsprechend dem x-Wert der Adresse und V y die analoge Ablenkspannung entsprechend dem y-Wert der Adresse ist, und daß die an die Ablenkelemente 1-8 angelegten Quadropol- und Oktupolkorrekturpotentiale folgende Werte haben:(V 2c + V 2s - ), (-V 2s + V 2s + ),
(-V 2c - V 2s - ), (V 2c - V 2s + ), (V 2c + V 2s - ),
(-V 2c + V 2s + ), (-V 2c - V 2s - ) und (V 2c - V 2s + ),wobei V 2c eine der Quadropolkorrekturspannungen ist und folgenden Wert hat: wobei die andere Quadropolkorrekturspannung ist und die Oktupolkorrekturspannung folgenden Wert hat und A 2c , A 2s und A₄ Konstanten und -V c die Kathodenspannung der Elektronenkanone ist.
(-V x - aV y ), (-aV x - V y ), (aV x - V y ) und (V x - aV y ),wobei die Konstante a im wesentlichen =-1 ist, V x die analoge Ablenkspannung entsprechend dem x-Wert der Adresse und V y die analoge Ablenkspannung entsprechend dem y-Wert der Adresse ist, und daß die an die Ablenkelemente 1-8 angelegten Quadropol- und Oktupolkorrekturpotentiale folgende Werte haben:(V 2c + V 2s - ), (-V 2s + V 2s + ),
(-V 2c - V 2s - ), (V 2c - V 2s + ), (V 2c + V 2s - ),
(-V 2c + V 2s + ), (-V 2c - V 2s - ) und (V 2c - V 2s + ),wobei V 2c eine der Quadropolkorrekturspannungen ist und folgenden Wert hat: wobei die andere Quadropolkorrekturspannung ist und die Oktupolkorrekturspannung folgenden Wert hat und A 2c , A 2s und A₄ Konstanten und -V c die Kathodenspannung der Elektronenkanone ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die acht verschieden kombinierten Ablenk- und Korrekturpotentiale v₁-v₈ für die acht Ablenkeinheiten
folgende Werte haben:
v₁ = v x + av y + v 2c + v 2s -
v₂ = av x + v y - v 2c + v 2s +
v₃ = -av x + v y - v 2c - v 2s -
v₄ = -v x + av y + v 2c - v 2s +
v₅ = -v x - av y + v 2c + v 2s -
v₆ = -av x - v y - v 2c + v 2s +
v₇ = av x - v y - v 2c - v 2s -
v₈ = v x - av y + v 2c - v 2s + wobei a eine Konstante ist.
v₂ = av x + v y - v 2c + v 2s +
v₃ = -av x + v y - v 2c - v 2s -
v₄ = -v x + av y + v 2c - v 2s +
v₅ = -v x - av y + v 2c + v 2s -
v₆ = -av x - v y - v 2c + v 2s +
v₇ = av x - v y - v 2c - v 2s -
v₈ = v x - av y + v 2c - v 2s + wobei a eine Konstante ist.
20. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Generator zur Erzeugung der Quadropol-
und Oktupolkorrekturspannungen digital arbeitet
und die digital kodierten x- und y-Adressenwerte
digital umsetzt in , - , v 2c , v 2s und -v 2s .
21. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Generator zur Erzeugung der Quadropol-
und Oktupolsignale einen nur auslesbaren Speicher
aufweist, der nach Art einer Tabelle für alle
Adressenwerte x und y die Werte für , v 2c und v 2s
aufweist.
22. Einrichtung nach den vorstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkelemente
auf einem Kegelstumpf liegende trapezoidförmige
Bauelemente gleicher Abmessung sind, so daß jedes
Ablenkelement einen gleichen proportionalen Teil
des Umfangs der ganzen Ablenkeinrichtung einnimmt,
wobei der Auslaßdurchmesser der Ablenkeinrichtung
größer ist als der Einlaßdurchmesser für den
abzulenkenden Strahl.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/812,981 US4142132A (en) | 1977-07-05 | 1977-07-05 | Method and means for dynamic correction of electrostatic deflector for electron beam tube |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2829080A1 DE2829080A1 (de) | 1979-04-12 |
| DE2829080C2 true DE2829080C2 (de) | 1989-07-27 |
Family
ID=25211132
Family Applications (1)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: FLECK, T., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 200 |
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