DE2828156A1 - Giessereiformmaschine zum herstellen von formhaelften in formkasten - Google Patents
Giessereiformmaschine zum herstellen von formhaelften in formkastenInfo
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Description
PATENTAfJWALTE
H. KINKELDEY
Dn-ΐΜα
W. STOCKMAIR
DR-ING · AeE (CALTEOQ
K. SCHUMANN
DR HER NAT. · DIR-PHYS
P. H. JAKOB
DIPL-INa
G. BEZOLD
DR RERNSt- DtPL-CHEM
8 MÜNCHEN 22
27. Juni 1978
Hi 12 822
Erwin Bührer
Vögelingässchen 40
CH-8200 Schaffhausen
Vögelingässchen 40
CH-8200 Schaffhausen
Giessereiformmaschine zum Herstellen von Formhälften in Formkasten
. .
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Giessereiformmaschine zum Herstellen von Formhälften in Formkasten, mit einer Vorrichtung
zum Trennen der Formhälften von den Modelleinrichtungen, die einen vertikalen Druckmittelzylinder aufweist, dessen Kolbenstange
einen, mit der Kolbenstange verbundenen Ausleger trägt und heb- und senkbar geführt ist, wobei der Ausleger Klemmvorrichtungen
mit paarweise angebrachten Klemmhebeln besitzt, welche an Flächen des Formkastens angreifen.
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ORIGINAL INSPECTED
y _
Hub- und Drehvorrichtungen dieser Art, welche einer Formmaschine Formkasten zuführen und Formhälften von der Formmaschine
wegführen, wobei die Formhälften von Modelleinrichtungen abgehoben werden, sind schon bekannt- Während derartige Vorrichtungen
im allgemeinen zuverlässig arbeiten, zeigen sich in gewissen Fällen Beschädigungen an den abgehobenen Formhälften.
Ausgehend von der Erkenntnis, dass die Beschädigungen hauptsächlich
bei Modelleinrichtungen mit geringem Anzug und bei der Herstellung von Formen mit Sandballen auftreten, ist der
Erfindung die Aufgabe zugrundegelegt, eine Hub- und Drehvorrichtung zu schaffen, bei welcher beim Abheben der Formhälften
Relativbewegungen zwischen Formkasten und Modelleinrichtungen, die nicht senkrecht zur Modellebene erfolgen, ausgeschlossen
sind, bis die Formhälfte ihre Modelleinrichtung vollständig freigegeben hat.
Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass im Abstand vom ersten Druckmittelzylinder mindestens ein zweiter,
zum ersten Druckmittelzylinder paralleler, bezüglich der Formhälfte gegenüberliegender Druckmittelzylinder angeordnet ist,
der mit dem ersten Druckmittelzylinder in Wirkungsverbindung steht und am Ausleger angreift.
Dadurch, dass für die Druckmittelzylinder eine gemeinsame Zuleitung,
durch ein gemeinsames Ventil steuerbar, vorgesehen sein kann, haben Druckschwankungen in der Zuleitung keinen schädlichen
Einfluss.
Falls auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Formkastens je zwei Klemmvorrichtungen angeordnet sind, werden die Klemmkräfte kleiner
und ermöglichen gleichzeitig, die Klemmhebel an Stirnflächen eines
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als prismatischer Stab ausgebildeten Teils des Formkastens angreifen zu lassen, wodurch der Formkasten beim Fassen nicht
elastisch deformiert wird.
Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Grundriss einer Formmaschine mit Hub- und Drehvorrichtung, sowie einer Fördervorrichtung
für das Zu- und Wegführen der Formkasten bzw. der Formhälften,
Fig. 2 eine Teilansicht in Pfeilrichtung A in Fig. 1, teilweise geschnitten gemäss Linie II-II in Fig. 1,
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Pig. 2a einen Teilschnitt gemäsa Linie Ila-IIa in Fig.2,
Pig. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung B in Fig. 2,
Pig. 4 eine Ansicht der Klemmvorrichtungen in Pfeilrichtung C in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt gemäas Linie V-V in Fig. 3.
In der Fig. 1 zeigt 2 eine Hub- und Drehvorrichtung, die an .
rahmenförmig ausgebildeten Auslegern 4 und 6 beidseitig jedes Auslegers 4» 6 je zwei Klemmvorrichtungen 8 besitzt. IO bezeichnet
ein Formaggregat, 12 eine Stellung, 14 eine Fördervorrichtung und 16 eine Modelleinrichtung mit aufgesetzter
FormhäLrfce 18. In Fig. 1 wird ein erster Druckmittelzylinder
mit 20 und ein zweiter Druckmittelzylinder mit 22 bezeichnet. Formkasten 24 und Formhälften 34 können auf einer Fördervorrichtung
26 taktweise in Pfeilrichtung 28 bewegt werden. In der Stellung 30 können die Formkasten 24 und in der Stellung 12
die Formhälften 18 durch Klemmvorrichtungen 8 gefasst, und von der Hub- und Drehvorrichtung 2 angehoben und in Pfeilrichtung
32 um eine halbe Drehung geschwenkt werden. Anschliessend
kann durch Absenken der Hub- und Drehvorrichtung 2 ein Formkasten 24 in der Stellung 12 auf die Modelleinrichtung 16 und
eine Formhälfte 18 in der Stellung 30 auf die Fördervorrichtung 26 abgesenkt werden. Nachdem alle Klemmvorrichtungen 8 geöffnet
sind, kann die Hub- und Drehvorrichtung 2 angehoben werden. In der Stellung 12 kann über der Modelleinrichtung 16 mit aufgesetztem
Formkasten 24 Formsand eingefüllt werden, worauf dieselbe über die Fördervorrichtung 14 in das Formaggregat 10
bewegt, anschliessend verdichtet und wieder in die Stellung 12 zurückbewegt werden kann. Gleichzeitig werden die auf der
Fördervorrichtung 26 liegenden Formkasten 24 und Formhälften 18 und 34 um eine Teilung in Pfeilrichtung 28 weiterbewegt,
worauf ein neuer Arbeitszyklus beginnt.
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In den Pig. 2 und 3 ist mit 20 ein Druckmittelzylinder und mit 22 ein zweiter Druckmittelzylinder bezeichnet. Auf einem
Fundament 50 (siehe Fig. 2), stützt sich eine Fundamentplatte
52 ab, die über Säulen 54 eine Auflage 56, eine Modelleinrichtung 16 und eine Formhälfte 18 trägt. Der Kolben 60 und die
Kolbenstange 64 einer Hub- und Drehvorrichtung 2 ist mit einem Ausleger 68 verbunden und in einem Zylinder 62 und
einer Führung 66 heb- und senkbar geführt. Die Klobenstange 64 ist gegenüber der Führung 66 mittels Keil 70 gegen Verdrehung
gesichert. Ein Zahnrad 72 kann über die Führung 66 und Kolbenstange 64 die Ausleger 68, 4S 6 um eine halbe Drehung
in Pfeilrichtung 32 (siehe Fig. lHuntPzuruckschwenken. Der dem
Zahnrad 72 zugeordnete Antrieb ist nicht dargestellt. Der Zylinder 62 ist im Lager 76 und die Führung 66 im Lager 78
gehalten. Die drehbaren Teile stützen sich auf die Fläche 80 ab.
Die Klemmhebel 90 der Klemmvorrichtungen 8 werden durch
Zylinder 94» die an paarweise arbeitenden Klemmhebeln 90 (siehe Fig. 4)angelenkt sind, betätigt. Die Klemmflachen 91
sind als Stirnflächen stabförmiger Formkastenteile 93 ausgebildet.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die Kleramkräfte
(10 to und mehr) den Formkasten der Formhälfte 18 nicht spürbar elastisch deformieren, da diese Kräfte ausschliesslich
von den stabförmigen Teilen 93 aufgenommen werden. Jeweils
zv/ei Klemmvorrichtungen 8, die auf der gleichen Seite eines Formkastens angeordnet sind, werden über ihre Klemmhebel 90 in
einem gemeinsamen Teil 92 gelagert. Diese Anordnung von je
zwei Klemmvorrichtungen 8, auf den Seiten des Formkastens 24 bzw. der Formhälfte 18 ermöglicht, die Länge der Formkastenteile
93 klein zu halten und nahe den Formkastenecken vorzusehen, wodurch der Formkasten beim Trennvorgang nicht durch
Torsion deformiert wird. Das Teil 92 ist über zwei Bolzen mit flanschartigem Ende, die unterhalb der Zylinder 100 (siehe
Fig. 1 und 5) angeordnet sind, in je einem Flanschlager 114»
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in vertikaler Richtung spielfrei und in horizontaler Richtung innerhalb dem Spiel 96 bewegbar gelagert. Die Planschlager
114 sind am Ausleger 68 befestigt.
Wird die Zuleitung des Zylinders 100 auf Auspuff gesteuert, so bewegt die Feder 102 den Kolben 98 in die Stellung 104 und
gibt den Bolzen 108 und damit auch das Teil 92 in horizontaler Richtung frei. Wird dem Zylinder 100 jedoch Druckluft zugeführt,
so bewegt sich der Kolben 98 in die Stellung 112 und der Bolzen 108 arretiert den Teil 92.
Der Druckmittelzylinder 22 ist auf der Fundamentplatte 52 befestigt
und bezüglich der Fonnhälfte 18 auf der Gegenseite des Druckmittelzylinders 20 angeordnet. Der Hub 147 des Kolbens
wird in der angehobenen Stellung 144 seiner Kolbenstange I42 durch
die Zylinderfläche I46 begrenzt. In der abgesenkten Stellung gemäss
Fig. 2 berührt die Kolbenstange 142 den Ausleger 68. Da der Ausleger 4, 6, 68 als Rahmen ausgebildet ist und die Kolbenstange
I42 unmittelbar unter dem Rahmen 68 angreift, bewirkt die Hubkraft der Kolbenstange 142, während dem Trennvorgang der
Formhälfte 18 von der Modelleinrichtung 16, keine Deformation durch Torsion.
Für das beschriebene Beispiel ist die Grosse des Zylinders 62
so zu wählen, dass der Kolben 60 , die mit diesem verbundenen Teile, sowie den Formkasten 24 und die Formhälfte 18 anheben
kann. Demgegenüber ist die Grosse des Zylinders 148 abhängig von der Grosse des Zylinders 62. Aus den Gewichten der Formhälfte
18, des Formkastens 24, des Kolbens 60 und der mit diesem verbundenen Teile 64>
4» 6 bzw. 68, 8, dem Gewicht des Kolbens I4Ö mit der Kolbenstange 142 und der Sandreibung der
Formhälfte 18 an den Modellen beim Trennen, kann die Grosse des Zylinders 148 für das gB Beispiel, nach den Regeln
der Mechanik bestimmt werden. Wenn für die Kraft zur Ueberwindung der Sandreibung an den Modellen keine zuverlässigen Werte
vorhanden sind, kann die Grosse des Zylinders 148, auch ver-
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suchsweise, durch Einsetzen von Büchsen mit verschieden
grosser Bohrung im Zylinder 148, ermittelt werden. Dabei ist zu.beachten, dass das Produkt aus Hubkraft des Zylinders 62
abzüglich des Gewichtes des Formkastens 24 und abzüglich der mit dem Kolben 60 verbundenen Teile, multipliziert mit dem
Abstand a, dem Produkt aus Hubkraft des Zylinders 148 multipliziert
mit dem Abstand b, entspricht.
Eine Zuleitung 150 kann bei entsprechender Stellung eines Ventils 152 über eine Zuleitung 154 dem Zylinder 148 und über eine
Zuleitung I56 dem Zylinder β2 Druckmittel zuführen. Durch Umsteuerung
des Ventils 152 können sich die Zylinder 148 und über die Ableitung 158 entleeren. Es ist von Vorteil, die Zuleitungen
I54 und 156, sowie die Einströmverhältnisse in die
Zylinder 148 und 62 einander anzugleichen.
Die Beschreibung der Arbeitsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung
geht davon aus, dass sich in der Stellung 12 eine abhebebereite Formhälfte 18 und in der Stellung 30 ein Formkasten
24 befindet. Ferner soll sich die Hub- und Drehvorrichtung 2 mit geöffneten Klemmvorrichtungen 8 in der abgesetzten Stellung
gemäss Fig. 2 und 3 befinden. In diesem Zustand ist die Kolbenstange 64 nur mit dem Eigengewicht der Ausleger 4» 6 und
der Klemmvorrichtungen 8 belastet. Durch Umsteuern der Zylinder 94 greifen die Klemmvorrichtungen 8 des Auslegers 6 den Formkasten
24 und die Klemmvorrichtungen 8 des Auslegers 4 die Formhälfte 18. Da allen Zylindern 100 Druckmittel zugeführt
wird, sind die Teile 92 arretiert. Die Kolbenstange 142 liegt am Ausleger 4, 68 an. Durch Umsteuerung des Ventils 152, von
der Entleerstellung 158 auf die Zuleitung I50, strömt das Druckmittel gleichzeitig und mit gleichem Druck in die Zylinder
62 und 148. Es ist zweckmässig, den Beginn der Kolbenhübe 147, 145 durch den Einbau von, in die Zuleitungen 154 bzw.
hineinragende Zapfen I60 (siehe Fig. 2a), die· mit dem Kolben
I40 bzw. 60 verbunden sind, zu steuern. Während der Zurück-
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legung eines Teilhubes der Formhälfte 18, der mindestens bis
zur vollständigen Loslösung der Formhälfte 18 von der Modelleinrichtung 16 reicht, bleibt der Kolben 140 an der Fläche
146 in Anlage. Die Kolbenstange 142 beendet in der angehobenen Stellung 144 ihren Hub 147 und der Druckmittelzylinder
20 allein hebt die Hub- und Drehvorrichtung 2 über den restlichen Weg in die angehobene Stellung 149.
Ist der Ausleger 4, 6 in die Stellung 149 angehoben, so wird die Hub- und Drehvorrichtung 2 in Pfeilrichtung 32 um eine
halbe Drehung geschwenkt und durch Umsteuerung des Ventils I52 abgesenkt. Während dem Senkvorgang werden die Zylinder
100 des Auslegers 6 auf Auspuff gesteuert, damit der einge-
ider Lage,
spannte Formkasten 24 sich in horizontaler RichtungTcLer Dübelführung
der Modelleinrichtung 16 anpassen kann« Durch Umsteuern der Zylinder 94 werden die Klemmvorrichtungen 8 geöffnet und
durch Umsteuern des Ventils 152 die Hub- und Drehvorrichtung 2 angehoben. Damit ist die Formhälfte 18 von der Modelleinrichtung
16 abgehoben und ein weiterer Formkasten 24 auf die Modelleinrichtung 16 aufgesetzt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist in ihrer Anwendung nicht an eine bestimmte Anzahl Ausleger 4» 6, 68 oder an eine bestimmte
Anzahl Klemmvorrichtungen 8 gebunden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch mehrere "zweite"
Druckmittelzylinder 22 aufweisen.
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M Leerseite
Claims (5)
1. Giessereiforinmaschine zum Herstellen von Formhälften in Formkasten,
mit einer Vorrichtung zum Trennen der Formhälften von den Modelleinrichtungen, die einen vertikalen Druckmittelzylinder
aufweist, dessen Kolbenstange einen, mit der Kolbenstange verbundenen Ausleger trägt und heb- und senkbar geführt
ist, wobei der Ausleger Klemmvorrichtungen mit paarweise angebrachten Klemmhebeln besitzt, welche an Flächen des
Formkastens angreifen, dadurch gekennzeichnet, dass im Abstand vom ersten Druckmittelzylinder (62) mindestens ein
zweiter, zum ersten Druckmittelzylinder (62) paralleler, bezüglich
der Formhälfte (18) gegenüberliegender Druckmittelzylinder
(148) angeordnet ist, der mit dem ersten Druckmittelzylinder (62) in Wirkungsverbindung steht und am Ausleger
(4,68) angreift.
2. Giessereiforinmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hubhöhe (147) des zweiten Druckmittelzylinders (148) kleiner ist als die des ersten Druckmittelzylinders (62).
3. Giessereiforinmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass für die Druckmittelzylinder (62,148) eine gemeinsame Zuleitung
(150) durch ein gemeinsames Ventil (152) steuerbar vorgesehen ist.
4. Giessereiforinmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Formkastens (18,24) je zwei Klemmvorrichtungen (8) angeordnet sind und
der Ausleger (4,6,68) als Rahmen ausgebildet ist.
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- ι
5. Giessereiformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmhebel (90) an Stirnflächen (91) eines als prismatischer Stab ausgebildeten Teiles (93) des Formkastens
(18,24) angreifen.
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