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"Bodenbearbeitungsgerät"
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436 Die Erfindung bezieht sich auf ein Bodenbearbeitungsgerät mit
mehreren nebeneinander angeordneten (aufgehängten) Bodenkrümlern, die jeweils in
einem Z-artig verformte Seitenholme auSweisenden Rahmen zwei mit gewissem seitlichen
Versatz hintereinander gelagerte Krümelwalzen besitzen, wobei die Walzenlager von
an den Seitenholmen nach unten (bodenwärts) gerichtet angeordneten Lagerarmen getragen
sind.
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Derartige Bodenbearbeitungsgeräte sind in der Praxis in Saatbettkombinationen
bzw. als selbstständige Maschinen mehrfach bekannt geworden. Dabei besteht der Nachteil,
daß da in Querreihe aneinandergereihten Bodenkrümler - von denen äußere Bodenkrümler
meistens zwecks Maschinenbreitenreduzierung mittels Sch;lenkarme zur Transportstellung
über innere Bodenkrümler verlagerbar sind - sich beim Absenken aus der Transportstillung
sowie beim Überfahren starker Bodenunebenheiten (und da-durch bedingtem Schrägstellen
oder Verkanten) auf benachbarte Bodenkrümler leicht aufsetzen und teilweise sogar
ineinanderhaken.
Zur Herstellung der vollen Sunktionstüchtigkeit
sowie zum Schutze vor stärkerer Beschädigung (Rahmenbeschädigung) ist dann ein zusätzliches
Ausrichten sowie oftmals auch ein kraftraubender manueller Einsatz erforderlich.
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Es ist zwar des weiteren in der Praxis bekannt geworden, an jedem
Krüibrrahmen-Seitenholm nach innen gebogene Rohre, Laschen oder Bügel als Abweisorgane
zusätzlich anzubringen, jedoch entstehen hierdurch zusätzliche Kosten (für die Herstellung
und Montage dieser Zusatzteile) und der erzielte Effekt ist trotzdem unbefriedigend,
weil unzureichend. Diese zusätzlichen Abweisorgane müssen außerdem konzeptionsbedingt
eine größere Länge und aufgrund des dadurch bedingten großen Hebelarmes unter größerem
BIaterialauf*rand eine beträchtliche Stärke und Eiegesteifigkeit besitzen, anderenfalls
besteht die Gefahr, daß sie leicht verbogen und somit unbrauchbar werden. Aufgrund
des großen benötigten Materialeinsatzes sowie der beträchtlichen Herstellungs- und
Montagekosten bleibt die Anordnung der bekannten Abveisorgane auf wenige Stellen
beschränkt, was u.a. bei von der Fahrtrichtung stärker abweichendem Schrägstellen
- wie's beim Überfahren von stärkeren Hemmnissen und Bodenunebenheiten ohne weiteres
auftritt - ein Rahmenaufsetzen ermöglicht.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bodenbearbeitungsgerät der eingangs
erwähnten Bauart dahingehend zu verbessern, daß die in Querreihe aufgehängt aneinandergereihten
Werkzeugrahmen (Krümlerrahmen) mit einfachen Mitteln - und geringem Fertigungsauand
derselben - an einem durch seitliche Verlagerung
verursachten bleibenden
Aufsetzen sowie Ineinanderhaken wirksam gehindert werden.
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Gemäß der Erfindung wird diese gelöst, indem die waagerechtverlaufenden
Seitenholme der Werkzeugrahmen (Erümlerrahmen) ii im (uerschnitt oben- und untenendig
angeformten, vorzugsweise sich mindestens über die Hälfte der Holmlänge erstreckenden
Abweisflächen versehen sind.
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Bei den erfindungsgemäß ausgeführten Rahmenkonstruktionen sind die
Abweisflächen in äußerst wirtschaftlicher Weise gleich am Seitenholmprofil angeformt,
so daß zusätzliche Montagearbeiten und -kosten entfallen, somit große Wirtschaftlichteit
gegeben ist. Da die Abweisflächen oben- und untenendig angeformt sind, können die
einzelnen Abweisflächen im Rahmencuerschnitt verhältnismäßig kurz ausgebildet sein
und trotzdem ist wegen der Addition dieser beim Rahmenüberlappen zusammenfallenden
Teilstrecken die erforderliche große Abweisstrecke vorhanden. Aufgrund der jeweils
im Rahmenquerschnitt kurzen oberen und unteren Seitenholm-Abweisflächen sind die
im Belastungsfall vorherrschenden Momente in jedem Abweisorgan äußerst klein und
dadurch die Beschädigungsgefahr gering. Besonders vorteilhaft ist, daß beim Erfindungsgegenstand
der Abweiseffekt wegen zusammenwirkender Abweisschrägen (obere Abweisfläohe eines
untenliegenden Geräterahmens und untere Wbweisfläche eines obenliegenden Geraterahmens)
besonders wirksam ist, da Aneckungsstellen felilen und somit beim Zusammenprall
die Aufprallenergie gleichzeitig für das Abgleiten (Lösen) genutzt wird. Da die
die Abweisflächen an
den Seitenholmen bildenden abgebogenen Materialstege
des Holmmaterials gleichzeitig oben- und untenendig (bezogen auf den ProSilquerschnitt)
vorhanden sind, wird in diesem Bereich der Rahmenaufbau stabilisiert (günstig ausgesteift).
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Rahmenaußenseiten der
waagerechtverlaufenden Krümlerrahmen-Seitenholme auf gesamter Holmlänge im Querschnitt
trapezförmig gestaltet, wobei das Seitenholm-Profil insbesondere aus einem strangprofilartig
abgekanteten Blechstreifen mit von einem senkrechten Mittelsteg (an welchem mindestens
ein die Seitenholme miteinander verbindender Querholm befestigt ist/wird) stumpfwinklig
in Richtung Rahmenmitte einerseits nach oben und andererseits nach unten abgewinkelten
Abweisschenkeln gebildet ist. Diese Seitenholm-Ausführung ist auf gesamter Holmlänge
abweisend und auch bei verhältnismäßig geringer Materialstärke formbedingt stabil
- das Vorsehen von oberen und unteren Abweisflächen wirkt somit gleichzeitig aussteifend.
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Um einen guten Abweiseffekt zu erzielen ist der zwischen den Abweisflächen
und der Senkrechten eingeschlossene Winkel unter 45° groß.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu
entnehmen.
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Der Gegenstand der Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die Merkmale
der einzelnen Ansprüche, sondern auch auf deren Kombination.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht (in grob schematischer Darstellung)
auf eine in Arbeitsstellung gehaltene Saatbettkombination, deren Bodenkrümler jeweils
zwei Krümlerwalzen besitzen und in einem erfindungsgemäß ausgebildeten Krümlerrahmen
angeordnet sind, Fig 2 in Draufsicht eine Ausschnittsdarstellung (entsprechend Ausschnitt
"A" in Fig. 1) von Endbereichen benachbarter Bodenkrümler und Fig. 3 eine Frontansicht
eines Endbereiches eines erfindungsgemäßen Krümlerrahmens, wobei ein beim Bodenkrümler-Absenken
in die Arbeitsstellung kurzseitig auSsetzender Krümlerrahmen-Seitenholm eines benachbarten
Bodenkrümlers in strichpunktierter Linienführung dargestellt ist.
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Der Erfindungsgegenstand ist als Bodenbearbeitungsgerät mit mehreren
in Querreihe aneinandergereihten Bodenkrümlern 1 ausgeführt, die dreidimensional
gegeneinander bewegbar sind.
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Jeder Bodenkrümler 1 besitzt in einem Krümlerrahmen 2 zwei
mit
gewissem seitlichen Versatz hintereinander gelagerte Krümelwalzen 3. Diese Krümelwalzen
3 können nur mit stirnendigen Lagerstellen oder mit einer axial durchgehenden, die
Tfalzenkonstruktion stabilisierenden Lagerwelle ausgestattet sein. Der Krümlerrahmen
2 kann als geschlossener Rahmen oder mindestens an einem Ende offener Rahmen ausgeführt
sein. In bevorzugter Weise ist der Krümlerrahmen 2 am vorderen und rückwärtigen
Ende offen (somit H-förmig) ausgebildet und die Krümelwalzen 3 sind ohne durchgehende
Laderwelle/Lagerachse ausgeführt sowie im Stirnbereich axialfixiert gehalten - die
Aussteifung des Krümlerrahmens 2 erfolgt im vorderen und rückwärtigen Endbereich
durch die Krümelalzen 3.
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Ruder H-förmige Krümlerrahmen 2 besitzt in Längsrichtung gesehen Z-artig
verformte Seitenholme 4, deren sogenannte Z-Stege (Balken) in Fahrtrichtung F verlaufen
und unterschiedlich lang sind. Die einzelnen Teilstrecken jedes Seitenholmes 4 sind
mit 4a, 4b und 4c beziffert, -wobei 4a die kurze Teilstrecke, 4b die lange Teilstrecke
und 4c das dazwischen scaräverlaufende Mittelstück kennzeichnen.
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Die Krümlerrahmen-Seltenholme 4 sind identisch ausgebildet, jedoch
derart um 1800 verdreht angeordnet, daß jeweils die kurzen Teilstrecken 4a einerseits
und die langen Teils trecken 4b andererseits diagonal gegenüber liegen, so daß zwischen
nebeneinander aufgehängten Krümlerrahmen 2 jeweils eine lange (4b) und eine kurze
(4a) längsverlaufende Teilstrecke benachbart sind (vgl. Fig. 1 und 2). Aufgrund
dieser Maßnahme
besteht zwiscnen den scnrägverlaufenden Seitenholm-lIittelstücken
4c benachbarter rümlerrahmen 2 ein größerer Spalt als zwischen den berachbarten
längslaufenden Teilstücken 4a und 4b bzw. 4b und 4a; dieser größere Spalt im mittleren
Rahmenbereich verhindert bei starkem Seitenversatz benachbarter Bodenkrümler 1 ein
nachteiliges Aneinanderschlagen der Seitenholme 4 auf gesamter Strecke und läßt
außerdem eine Längsverschiebung (in oder entgegen der Fahrtrichtung B) zwischen
aneinanderiegenden Krümlerrahmen 2 zu.
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Bei H-artiger Ausführung der Krümlerrahmen 2 sind die beiden Seitenholme
4 mittels eines an den Mittelstücken 4c befestigten (angeschweißten) und parallel
zu den Krümelwalzen 3 verlaufenden Querholms 5 miteinander verbunden.
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An den Seitenholm-Teilstücken 4a und 4b ist jeweils ein nach unten
gerichteter Lagersteg 6 vorgesehen, welcher jeweils ein Y(alzenlager 7 für die lösbare
Anordnung einer Xrümelwalze 3 trägt. Jeder Lagersteg 6 ist vorzugsweise an der Innenseite
eines Seitenholms 4 angeordnet und untenendig nach innen, d.h. in Richtung Krümelwalze
3, hin unter Bildung eines Abweissteges 8 abgewinkelt/abgebogen.
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Um ein günstiges Anweisen von mit gewissem Höhenversatz aneinandergeratender
Bodenkrümler 1 zu ermöglichen und ein Ineinanderhaken von Krümlerrahmen 2 wirksam
zu verhindern, sind die Krümlerrahmen-Seitenholme 4 an ihrer Außenseite mindestens
über die Hälfte der Gesamtlänge (HoliEnge) oben- und untenendig mit angeformten
(d.h. im Holmuerschnittsprofil enthaltenen
) Abweisflächen 9, 10
ausgestattet. In bevorzugter Weise sind die Rahmenaußenseiten der waagerecht verlaufenden
Krümlerrahmen-Seitenholme 2 auf gesamter Holmlänge mit in Richtung Krümelwalzen
3 schräggestellten, abgewinkelten oder abgebogenen Materialstegen versehen und dabei
im Querschnitt trapezförmig oder C-artig gestaltet. Fig. 3 zeigt die besonders bevorzugte
Formgestaltung, wobei die Seitenholme 4 aus stragprofilartig abgekanteten Sechstreifen
mit von einem senkrechten Mittelsteg stumpfwinklig in Richtung Rahmenmitte einerseits
nach oben und andererseits nach unten abgewinkelten, die Abweisflächen 9 bzw. 10
bildenden Schenkeln gebildet sind - zwecks günstiger Abweisung ist der zwischen
den Abweisflächen 9, 10 und der Senkrechten (Mittelstegebene) bestehende Winkel
max. 45 groß. Die Profilschenkel des Seitenholm-Materials ragen mit großem Überstand
über das Querschnittsprofil des Querholms 5 hinaus (vgl. Fig. 3). Neben der günstigen
Abweisfunktion erbringt die Wu dieQuerschnittsgestaltungder waagerechtverlaufenden
Krümlerrahmen-Seitenholme 4 eine vorteilhafte Aussteifung und Stabilisierung, so
daß auch bei Einsatz eines dünnwandigen Materials eine große Stabilität gewährleistet
ist.
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Bei Anordnung der Bodenkrüibr 1 in einer Saatbettkombination sind
die einzelnen Bodenkrümler 1 Eggenfeldern 11 nachgeschaltet. Hintereinander liegende
Bodenkrümler 1 und Eggenfelder 11 sind jeweils an einer gemeinsamen Tragekonstruktion
angeordnet und dabei die Bodenkrümler 1 insbesondere federbelastet zusätzlich gegenüber
den Eggenfeldern 11 um eine bodenparallele Schwenkachse bewegbar. Bei einer Ausführung
mit mehr als 2
nebeneinanderliegenden Eggenfeldern 11 und Bodenkrümlern
1 sind die äußeren gegenüber dem/den inneren zur breitenreduzierenden Xransportstellung
hochschwenkbar. Die Halterahmen-Konstruktion hat prinzipell folgendes enthalten:
a) einen mit einer Dreipunktanhängung versehenen, cuerverlaufenden Hauptrahmen 12
- für das/die mittlere(n) Bearbeitungsfeld(er) - , an dem über HilEseinrichtungen
(wie Stellzylinder, Windwerk o.dgl.) in Schwenkgelenken 13 höhenverschwenkbare Seitenrahmen
14 - -fur das/die äußere(n) Bearbeitungsfeld(er) - angelenkt sind sowie b) für jedes
Bearbeitungsfeld einen sich nach hinten erstreckenden, ggf. um die eigene Achse
pendelnd in Schwenklager 15 gelagerten Auslger 1v, an dem mittels flexibler Halteteile
(z.B. Ketten) im vorderen Bereich ein Eggenfeld 11 und im rückwärtigen Bereich ein
Bodenkrümler 1 aufgehängt sind, wobei der Ausleger 16 vorzugsweise längenmäßig geteilt
ist und ein im Gelenk 17 bodenanpassend höhenmäßig verschwenkbares federkraftbelastet
abgestütztes Endstück (HilEsausleger) für die Bodenkrümler-Aufhängung besitzt.
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L e e r s e i t e