DE2820572C2 - Wärmeisolierung einer Meßleitung im Bereich ihres Anschlusses an einen Schutzkasten für Meßgeräte - Google Patents
Wärmeisolierung einer Meßleitung im Bereich ihres Anschlusses an einen Schutzkasten für MeßgeräteInfo
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Description
•0
Die Erfindung betrifft eine Wärmeisolierung einer
j|i Schutzkasten für Meßgeräte, die eine Isolierschicht mit
!!: einem äußeren Schutzmantel aufweist
!'! In betriebsüberwachenden Anlagen der chemischen
:,'i und mineralölverarbeitenden Großindustrie werden
i.i'j häufig Meßwertwandler u. dgl. in Schutzkästen unterge-
',!':
bracht, die meistens auf den Bühnen der Anlagen oder
am Boden angeordnet sind Diese Meßgeräteschutzkästen sind aus Gründen der Stapelbarkeit und auch um
das Ablaufen von Wasser zu erleichtem mit geneigten Oberflächen und Seitenwänden ausgestattet und weisen
im übrigen eine genügende Wärmeisolierung auf. Die zu den Schutzkästen geführten Meßleitungen kommen
meist von oben und durchdringen oben oder seitlich die Wandungen der Schutzkästen. Da es sich bei den
Meßleitungen auch um druck- oder wirkdruckführende Rohrleitungen handelt, die z. B. Wasser, da- einfrieren
kann, oder Mineralölprodukte führen, die eindicken oder kristallisieren können,, müssen die Rohrleitungen
isoliert sein und beheizt wenden können.
Zur Fertigstellung der betriebsüberwachenden Anlagen ist der Einsatz zweier verschiedener Arbeitsgruppen erforderlich und zwar erstens einer Gruppe, die die
Meßgeräteinstallation in den Schutzkästen vornimmt und mit geringen Toleranzen arbeitet, und zweitens
einer Gruppe, die die Wärmeisolierung der Rohrleitungen und der Rohrleitungsbeheizung durchführt und mit
größeren Toleranzen arbeitet Die erste Gruppe montiert die Meßgeräte im Schutzkasten und führt auch
die Meßleitungen vom Meßort zu diesem, während die zweite Gruppe die bereits installierten Leitungen mit
einer Wärmeisolierung versieht und die Wärmeisolierung durch Mäntel aus Metall oder Kunststoff gegen das
Eindringen von Wasser schützt
Bei einer aus d?r Praxis bekannten Wärmeisolierung
der eingangs genannten Art endet die Isolierung an der Stelle, an der die Meßleitungen, nämlich Rohre kleinen
Durchmessers in der Größenordnung von 12 mm, durch die Schutzkasienwandung geführt werden, da die
Schutzkästen selbst genügend wärmeisoliert sind. An dieser Obergangsstelle ist zwischen der Rohrleitungsisolierung und der Schutzkastenwandung häufig ein Spalt,
da die Rohrieitungsisolierung nicht satt dichtend an der
Schutzkastenwandung angeschlossen wird. An diesem Spalt bricht die Wirkung der Rohrleitungsisolierung
zusammen, so daß dieses die schwächste Stelle der gesamten Isolierung ist Bei Frost kann hier häufig trotz
Beheizung das stehende Medium ·η «Jer Meßleitung, z. B.
Wasser, gefrieren, da insbesondere bei Wind der Wärmekurzschluß sehr groß ist
Will man die übliche Rohrleitungsisolierung sorgfältig an die Schutzkastenwandung anpassen, so ist der
Aufwand dafür ganz außerordentlich erheblich. Andererseits ist trotzdem das Eindringen von Regenwasser
leicht möglich, so daß die mit Wasser benetzte Isolierschicht aus z. B. Schlacken- oder Glaswoäle
hinsichtlich der Wärmedämmung wirkungslos wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wärmeisolierung eimer Meßleitung im Bereich ihres
Anschlusses an einen. Schutzkasten für Meßgeräte der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ein
Eindringen von Wasser in die Isolierung vermieden wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Wärmeisolierung im Anschlußbereich an den Schutzkasten aus einem Formstück :aus Isolierstoffhartschaum
besteht daß das Formstück einen Bodenteil und einen Kopfteil aufweist und mit seiner Bodenfläche an der
Oberfläche des Sehulzkastems dicht angebracht ist und daß der Schutzmantel die Kopffläche des Formstückes
überdeckend am Kopfteil des Formstückes befestigt ist Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Ansprüche 2 bis 6.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Zeichnung erläutert. Und zwar zeigt
55
60
65
F i g. 1 eine Draufsicht von schräg oben auf eine Formstückhälfte,
F i g. 2 die Draufsicht auf eine Formstückhälfte,
Fig.3 eine Ansicht der Bodenfläche einer Formstückhälfte,
Fig.4 eine Seitenansicht zweier aufeinanderliegender
Nockenhälften,
Fig.5 die Draufsicht auf zwei aufeinanderüegende
Nockenhälften,
Fig.6 eine Ansicht einer federnden Edelstahlkammer,
F i g. 7 die Draufsicht auf einen Befestigungsmetallstreifen
für die überstehenden Endendes Bodentefls und F i g. 8 eine Seitenansicht des Befestigungsstreifens·
Wie in der Fig.2 dargestellt ist, reicht der Kopfteil
des Formstückes von Punkt A bis Punkt B. der erste
stark konisch gehaltene Mittelteil von Punkt ßbis Punkt
C und der schwach konisch gehaltene Mittelteil von Punkt C bis Punkt D, während der Bodenteil von Punkt
D bis Punkt Ereicht
Wie aus der F i g. 1 weiter zu ersehen ist, weist die
linke Außenseite einen Vorsprung 1 und die linke
Innenseite einen Rücksprung 2 auf, während de rechte
Innenseite einen Vorsprung 3 und die rechte Außenseite einen Rücksprung 4 hat. Dabei ist der Vorsprung 1 an
der linken Außenseite symmetrisch zum Rücksprung 4 an der rechten Außenseite gestaltet, während der
Rücksprung 2 an der linken Innenseite symmetrisch zum Vorsprung 3 der rechten Außenseite gestaltet. Durch
diese symmetrische Ausbildung wird erreicht, daß zwei jo
in der gleichen Form gefertigte Formstückhälften, wenn sie mit den Seitenteilen aneinanderstoßend aufeinandergelegt
werden, ein geschlossenes hohles Formstück bilden, bei dem eine Hälfte zentriert und abgedichtet in
die andere übergeht y>
Wie aus der F i g. 1 zu erkennen ist sind außen an den aneinanderstoßenden Seitenteilen des stark konisch
gehaltenen ersten Mittelteiles konische, in den Fig.4
und 5 näher dargestellte Nockenhälften 5 und 6 sowie an den aneinanderstoßenden Seitenteilen des Bodenteiles
konische Noclv;nhälften 7 und 8 angeordnet, die sich bei
zwei aufeinanderliegenden Formstückhälften zu einem ganzen Nocken ergänzen und mittels federnder, in
Fig.6 dargestellter Edelstahlklammern zusammenpreßbar sind und so den Zusammenhalt des ganzen
Formstückes sichern.
Wie aus der Fig.5 hervorgeht, sind die beiden
Nockenhälften rundherum mit einem Rücksprung 9 versehen, in den die, die beiden Nockenhälften
zusammenpressende, in Fig.6 gezeigte Edelstahlklam- >
<> mer einschiebbar ist
Wie aus der F i g. 1 und 2 zu erkennen ist, ist der oben durch eine dünne Wand geschlossene Hohlraum des
Formstückes im oberen Teil kegelstumpfförmig und erweitert sich im unteren Teil zu einer Rechteckpyramide,
welche die Meßieitungen, die die Schutzkastenwand durchdringen, aufzunehmen gestattet Die unterschiedlichen
Installationsarten erfordern es nämlich, daß die Rohrleitungen nicht eng gebündelt, wie sie in der
Isolierung geführt werden, auch bis zu den Meßgeräten eo
innerhalb des Schutzkastens geführt werden können, sondern bereits an der Schutzkastenwandung solche
Abstände voneinander aufweisen, wie sie durch die Erfordernisse der Meßgeräte oder deren Absperrarmaturen
notwendig sind. An der Oberfläche des Schutzkastens muß zudem für die Abdichtung dieser Rohrleitungen
zum Schutzkasteninneren ein Armaturenteil vorgesehen sein, das beispielweise aus einer Schottverschraubung
oder einer Durchdringung aus Elastomer bestehen kann. Darüber hinaus werden häufig noch
Löcher oder Schlitze angebracht, um die BegleitheizuK-gen
aus dem Schutzkasteninneren ohne Unterbrechung in den Hohlraum der Isolierung führen zu können.
Aus diesem Grunde ist der Kopfteil des Fonnstückes durch eine dünne Wand abgeschlossen, so daß bei der
Montage in leichter Weise durch Durchstecken der Rohrleitung oder Schneiden von entsprechenden
Paßlöchern eine relativ dichte Durchführung der Rohroder Begleitleitungen bewerkstelligt werden kann.
Dadurch kann das Isoliermaterial der Rohrleitungsisolierung nicht in das Schutzkasteninnere geraten.
Der Innendurchmesser der Bohrung dieses Isolierschaumformstückes
wird so gewählt daß ein oder mehrere Leitungen für die Messungen sowie für die
Beheizungen durchgeführt werden können.
Entsprechend der guten Isolierfähigkeit des Polyurethanschaums kann man die Materialstärke zwischen
Innen- und Außendurchmesser geringer machen, als bei
der sonst üblichen SchlackwoIIise'ferung für die
Meßleitungen, da die WärmeleitfähigkeH für Schlackenwolle
λ = 0,03 und für Polyurethanschaum λ = 0,01 beträgt, so daß die Isolierfähigkeit von Polyurethanschaum
dreimal höher ist
Bei Verwendung von Integralschaum wird darüber hinaus die Festigkeit des Schaumteiles bis in die
Größenordnung von Holz verbessert, so daß das Anschrauben oder ein sonstiges Befestigen der die
Isolierschichten der Meßleitungen umgebenden Schutzmantel aus Metall oder Kunststoff durch Holzschrauben
möglich ist Der verwendete Integralschaum hat darüber hinaus eine glatte Oberfläche, die von der
Bearbeitungsqualität der Oberfläche der Form herrührt und die darüber hinaus widerstandsfähig gegen
Korrosion, Witterung, Bestrahlung, Lösungsmittel und Chemikalien im weitesten Umfang ist.
Die Abdichtung an der Oberfläche des Schutzkastens kann durch elastische Dichtung, Kleben oder Kitt
erfolgen. Der Flansch gestattet das Festschrauben und ist bei Verwendung elastischer Dichtscheiben wiederholt
lesbar.
Zum Festschrauben des Isolierschaumformstückes auf dem Schutzkasten wird über die überstehenden
Enden des Bodenteiles der beiden Formstückhäiften ein Metallstreifen gelegt, der die Unterlegscheiben für die,
die Formstücke mit den Schutzkästen verbindenden Schrauben liefert und dessen nach unten zu Federn
abgebogene Enden gleichzeitig zum Gegeneinamderpressen der Formstückhälften verwendet werden
können.
Das Isolierschauniformstück hat, wie vorstehend
dargelegt ist, ein Bodenteil zur Befestigung und Abdichtung an den Schutzkästen. Da diese, wie bereits
erwähnt, eine schräge Oberfläche haben, steht die Bodenfläche des Formstücks nicht senkrecht, auf der
Mittelachse des Formstückes, sondern hat eine Neigung von beispielsweise 5° zu dieser. Es ist daher erforderlich
sowohl Formstückhäiften mit Linksneigung der Bodenfläche zu fertigen, z'j auch solche mit Rechtsneigung.
Diesem Bedürfnis wird dadurch Rechnung getragen, daß in die Schaumform ein Einlegstück eingebracht
wird, das umgelegt werden kann, so daß in 'Jer gleichen Schaumform Formstücke mit Links- und nach Umlegen
des Einlagestückes solche mit Rechtsneigung der Bodenfläche hergesteU» werden können.
Sowohl durch die spezielle Gestaltung der Formstückhäiften als auch durch die Anwendung des
Einlagestückes in der Schaumform, werden die Kosten für die Schaumform auf die Hälfte reduziert.
Wie eingangs dargelegt, ist es in den meisten Fällen erforderlich, die Isolierung der Meßleitungen vorzunehmen,
nachdem sie in die Schutzkästen eingeführt
worden sind. In diesen Fällen ist es daher notwendig, das Polyurethanformstück zweiteilig auszuführen, damit es
über die Meßieitungen gesetzt werden kann. Wenn dabei von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, das
Formstück unter Zuhilfenahme einer elastischen Zwischenlage als Dichtung an der Oberfläche des
Schutzkastens zu befestigen, um das Formstück wiederholt lösen zu können, so wird die Teillinie
zwischen Vor- und Rücksprung an den Formstückhälften so gestaltet, daß ein ständiges Gefälle nach außen
vorhanden ist, so daß eventuell doch eingedrungenes Wasser nach außen abgeleitet wird.
> Aber auch in den Fällen, in denen die Einführung der
Meßleitungen durch das Formstück hindurch erfolgen kann, wird das Polyurethanformstück gleich als Ganzes
geschäumt ausgeführt.
Bei zweiteiliger Ausführung des Formstückes und
in Befestigung seiner Bodenfläche durch Klebstoff an der
Oberfläche des Schutzkastens werden auch die Formstückhälften in ihrer Teilfuge durch Klebstoff unlösbar
regendicht zu einem Stück verbunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Wärmeisolierung einer Meßleitung im Bereich ihres Anschlusses an einen Schutzkasten für
Meßgeräte, die eine Isolierschicht mit einem äußeren Schutzmantel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeisolierung im
Anschlußbereich an den Schutzkasten aus einem Formstück aus Isolierstoffhartschaum besteht, daß
das Formstück einen Bodenteil (D—E) und einen Kopfteil (A —B) aufweist und mit seiner Bodenfläche
(E) an der Oberfläche des Schutzkastens dicht angebracht ist und daß der Schutzmantel die
Kopffläche (A) des Formstücks überdeckend am Kopfteil des Fonnstücks befestigt ist
2. Wärmeisolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück aus zwei
symmetrischen Formstückhälften mit einem schwach konisch gestalteten zylindrischen Kopfteil
besteht, dessen Konus in Richtung auf das Bodenteil hin sich erweitert und an den sich ein stärker konisch
gehaltenes erstes Mittelteil anschließt, auf das ein
zweites, wieder schwach konisch gehaltenes Mittelteil folgt, das in dem mit an den Längsseiten
überstehenden Enden versehenen Bodenteil endet, daß das erste Mittelteil das zweite Mittelteil und das
Bodenteil in ihrem Querschnitt dem Grunddurchmesser des Kopfteiles enUprechend seitlich abgeflacht sind und daß außen an den aneinanderstoßenden Seitenteilen der beiden Hälften mit einem
Rücksprung ausgestattete konische Nockenhälften
(5 bis 8) angeordnet sind, die sich zu einem ganzen
Nocken e. ganzen und durch federnde Edelstahlklammern zusammenpreßt .ir sind.
3. Wärmeisoüerupg nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die bn? 5Cn Formstückhäiften
jeweils an der einen Außenseite einen ersten Vorsprung (1) und an der zugeordneten Innenseite
einen ersten Rücksprung (2) sowie an der anderen Innenseite einen zweiten Vorsprung (3) und an der
zugeordneten Außenseite einen zweiten Rücksprung (4) aufweisen und daß der erste Vorsprung (1)
symmetrisch zum zweiten Rücksprung (4) und der erste Rücksprung (2) symmetrisch zum zweiten
Vorsprung (3) gestaltet sind.
4. Wärmeisolierung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Formstückhälften durch Kleber oder Kitt zu einem Ganzen
zusammengefügt sind.
5. Wärmeisolierung nach Anspruch I, dadurch
gekennzeichnet, daß das Formstück aus einem Stück gebildet ist.
6. Wärmeisolierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück
aus Polyurethan, vorzugsweise Polyurethan-Integralschaum, besteht
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| DE19782820572 DE2820572C2 (de) | 1978-05-11 | 1978-05-11 | Wärmeisolierung einer Meßleitung im Bereich ihres Anschlusses an einen Schutzkasten für Meßgeräte |
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| DE2820572A1 DE2820572A1 (de) | 1979-11-22 |
| DE2820572C2 true DE2820572C2 (de) | 1983-07-14 |
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| DE (1) | DE2820572C2 (de) |
Family Cites Families (2)
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| FR1152651A (fr) * | 1956-03-30 | 1958-02-21 | Caliqua | Perfectionnement aux réseaux de transport d'énergie thermique sous forme de fluidefroid ou chaud |
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-
1978
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