DE2820041C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein binäres Schreibverfahren
und auf eine Modulationsschaltungsanordnung zur Durchführung
des Verfahrens.
Zum Aufzeichnen digitaler Signale auf einem Träger können die
Signale entweder unmittelbar ohne Änderung ihrer Form aufge
zeichnet werden oder sie können vor dem Aufzeichnen moduliert
werden. Ist das Aufzeichnungsmedium ein Magnetband oder eine
entsprechende Platte, so wird gewöhnlich das letztere Verfahren
angewandt. Hierzu ist eine Vielzahl von Aufzeichnungssystemen
bekanntgeworden. Typische Techniken umfassen ein Schema der
Rückkehr nach Null (RZ), der Nicht-Rückkehr nach Null (NRZ),
der Nicht-Rückkehr nach Null invertiert (NRZI), der Wechsel-
Taktschrift (FM), der Richtungs-Taktschrift (PM) (DIN 66010)
und einer modifizierten Frequenzmodulation (MFM). Jedes dieser
Schemen ist an sich bekannt und braucht hier nicht im einzelnen
beschrieben zu werden. Beachtlich ist, daß jedes der Schemen
selektiv unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich der Fähig
keit der Selbsttaktung, der Aufzeichnungsdichte, des Frequenz
bands, der Fähigkeit der Scheitelfeststellung usw. aufweist.
Es ist deshalb wichtig, zum Aufzeichnen digitaler Signale ein
möglichst geeignetes Aufzeichnungssystem zu bestimmen, wobei
die Art des verwendeten Trägers und die aufzuzeichnenden Si
gnale zu beachten sind.
Es zeigt sich jedoch, daß mit bestimmten Trägern beim Aufzeich
nen von Signalen nach einem bekannten Aufzeichnungssystem Schwie
rigkeiten auftreten können. Dies tritt im einzelnen auf, wenn
Signale auf einem Träger in Form von in körperlich deformierba
ren Oberflächenbereichen gebildeten Nuten aufgezeichnet werden.
Derartige Systeme sind bekannt (DE-OS 20 24 539, "JOURNAL OF THE
SMPTE", Band 8, April 1972, Seiten 303-304). Hierbei wird das
Signal im Träger in Form einer Nut in der Trägeroberfläche auf
gezeichnet und bei der Wiedergabe läuft ein Abtaster entlang
einer gegebenen Spur des Trägers. Die Abtastfläche des Abtasters
ist in ihrer Stellung in Richtung der von der Trägeroberfläche
erzeugten Reaktionskraft im wesentlichen festliegend, so daß
ein deformierter Trägerteil, der unter dieser Abtastfläche liegt,
auf sie einen Druck ausübt. Eine Änderung dieses Drucks oder
der Druckkraft wird in eine elektrische Größe umgewandelt. Mit
einem derartigen Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem können von
einem plattenförmigen Träger Frequenzen erhalten werden, die
wesentlich höher sind als das üblicherweise von einer normalen
harten Aufzeichnungsplatte erhältliche Frequenzband, so daß ein
derartiger Träger vorteilhafterweise zum Aufzeichnen eines breit
bandigen Videosignals zusätzlich zum akustischen Signal verwen
det werden kann. Sofern Digitalsignale auf einer derartigen
Platte aufgezeichnet werden können, kann das Tonsignal dann nach
einem Pulscode-Modulationsschema aufgezeichnet werden, was die
Wiedergabe mit hoher Tontreue ergibt und die Möglichkeit eröff
net, ein mehrkanaliges Tonsignal, beispielsweise Sprechsignal,
als zeitmultiplexes PCM-Signal aufzuzeichnen. Mit den bekannten
Techniken läßt sich jedoch dieses Ergebnis unter Verwendung der
bekannten Aufzeichnungsschemen nicht erreichen, wie später an
hand von Beispielen im einzelnen beschrieben wird.
Allgemein ergeben sich die Schwierigkeiten, daß bei verschie
denen Schreibverfahren Aufzeichnungen entstehen, bei denen
die Information mal an der ansteigenden Flanke und mal an der
abfallenden Flanke sitzt, so daß bei bestimmten Trägern die
Auslesung erschwert oder nicht mehr möglich ist, oder auch
unterschiedliche Impulsbreiten entstehen, wodurch die Signal
scheitel nicht mehr ohne weiteres eindeutig identifizierbar
sind. Aufzeichnungsschemen, bei denen das Signalbild bei
einer längeren Folge des gleichen Signalelements ohne abgreif
bare Veränderung bleibt, sind andererseits nicht selbsttaktend.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Schreibverfahren und eine Modulationsschaltungsanordnung hier
für anzugeben, durch die die entstehende Aufzeichnung sowohl
eine Selbsttaktung als auch eine sichere Scheitelfeststellung
ermöglicht und zugleich nur eine einzige informationstragende
Flanke je Aufzeichnungsimpuls benötigt.
Diese Aufgabe wird
durch die im Anspruch 1 bzw. 4 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Durch das erfindungsgemäße Schreibverfahren wird die bekannte Rich
tungs-Taktschrift so modifiziert, daß nie zwei Schreibimpulse
unmittelbar aufeinanderfolgen. Die Pseudoimpulse, die zur
Selbsttaktung erforderlich sind, haben stets einen Abstand von
den den einen Binärwert anzeigenden Impulsen und sind aufgrund
der Größe dieses Abstands als Pseudoimpulse erkennbar und bei
einer späteren Verarbeitung ausfilterbar, wodurch das reine
unmodulierte Binärsignal wieder hergestellt werden kann. Die
dem einen Binärsignal entsprechenden Impulse haben also stets
gleiche Impulsbreite und können leicht jeweils an der ansteigen
den oder jeweils an der abfallenden Flanke erkannt werden. Das
erfindungsgemäße Schreibverfahren eignet sich deshalb gemäß
Anspruch 3 insbesondere für eine bestimmte Art von Aufzeich
nungsträgern. Es ist jedoch zu bemerken, daß, während die Er
findung mit einer bestimmten Art von Trägern einen bestimmten
Effekt erzielt, das erfindungsgemäße Aufzeichnungssystem nicht
auf die Verwendung mit derartigen Trägern beschränkt ist, son
dern auch vorteilhaft mit anderen, üblicheren Trägern, wie
beispielsweise Magnetbändern und Magnetplatten und auch mit
weiteren Arten von bekannten Trägern zum Aufzeichnen von
Videosignalen, beispielsweise der aus den US-PS 38 42 194,
33 81 086 und 38 55 426 bekannten Art, anwendbar ist.
Die Erfindung ist insbesondere so ausgestaltbar, daß, wenn ein
Digitalsignal so moduliert ist, daß es eine Selbsttaktungsope
ration und eine Scheitelfeststellung während der Wiedergabe er
möglicht, es so moduliert ist, daß es eine konstante Impulsbrei
te des modulierten Signals schafft, wodurch konsequenterweise
die Stellung der Information am ansteigenden oder am abfallen
den Ende der Impulse festgelegt ist. Gemäß einer bevorzugten
Ausführung der Erfindung hat ein Pegel der Signalimpulse eine
auf T O /2 festgelegte Impulsbreite, wobei T O die Periode des
Taktimpulses angibt. Es kann jedoch auch jede andere Impuls
breite, die unter T O liegt, gewählt werden, entsprechend dem Er
fordernis der getrennten Erkennung der beiden Pegel.
Gemäß der Erfindung wird ein eine bestimmte gewünschte Informa
tion enthaltendes Digitalsignal in eine Impulsfolge moduliert,
die eine Kombination aus Signalimpulsen und Pseudoimpulsen um
faßt. Am aufsteigenden und am abfallenden Ende der Signalimpul
se ist dieselbe Information enthalten. Im einzelnen hat jeder
Impuls eine konstante Breite und die Impulse liegen um eine
unter 2T O liegende Zeitspanne auseinander, so daß die Selbst
taktungsoperation und die Erzeugung von Taktimpulsen einschließ
lich eventueller Schwankungen bei der Wiedergabe erleichtert ist.
Kurz dargestellt, ist die Erfindung verwirklicht bei einem Digi
talsignal-Aufzeichnungssystem mit Selbsttaktung und Scheitelfest
stellung, wobei Binärdaten durch zweipegelige Signalimpulse dar
gestellt sind, die einen gegenseitigen Abstand um eine Zeitspan
ne haben, die ein positives ganzzahliges Vielfaches der mit T O
bezeichneten Zeitspanne zwischen den Taktimpulsen ist. Die Si
gnalimpulsbreite am einen Signalpegel ist ein konstanter Wert un
ter T O . Ist der zeitliche Abstand zwischen diesen Signalimpulsen
größer als 2T O , so wird eine ausgewählte Anzahl der Pseudoimpul
se mit der gleichen Impulsbreite wie die Signalimpulse zwischen
die benachbarten Signalimpulse eingeschoben, und zwar mit einem
zeitlichen Abstand zu diesen, der ein ungerades Vielfaches von
T O /2 ist.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ergibt
sich aus der folgenden Beschreibung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Trägers, in dem ein
Signal in Form physikalisch deformierbarer Oberflächenbereiche
gespeichert ist, unter Darstellung einer Wiedergabeeinheit mit
Druckabtastung zur Wiedergabe des Signals vom Träger;
Fig. 2 eine grafische Darstellung eines von der Wiedergabeein
heit nach Fig. 1 abnehmbaren Signalverlaufs;
Fig. 3(a) bis (i) grafische Darstellungen verschiedener Signal
verläufe zum leichteren Verständnis des Hintergrunds und der
Betriebsweise der Erfindung;
Fig. 4 einen Blockschaltplan einer Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Aufzeichnungssystems; und
Fig. 5 in grafischer Darstellung verschiedene in der Schaltung
nach Fig. 4 auftretende Signalverläufe.
Anhand von Fig. 1 ist ersichtlich, daß die an sich mögliche
hochfrequente Signalwiedergabe von Trägern mit deformierbarer
Oberfläche beim Stand der Technik auf Schwierigkeiten stößt.
Fig. 1 zeigt eine bekannte mit Druckabtastung arbeitende Wieder
gabeeinheit, zu der ein mechanisch-elektrischer Umsetzer 1, der
ein piezoelektrisches Keramikmaterial enthält, und eine Gleit
spitze in Form eines Abtasters 2 aus Diamant gehören, der am Umsetzer 1 mit
Hilfe eines Haftmittels 3 befestigt ist. Der Abtaster 2 ist so
ausgebildet, daß er die Oberfläche einer Trägerplatte 4 berührt,
in der eine einem zeitveränderlichen Signal entsprechende Defor
mation in Form einer Rille gebildet ist. Bei einer Bewegung
der Platte 4 in einer durch einen Pfeil angedeuteten Richtung
wird die Einheit einer Druckänderung unterworfen, die sich auf
das in der Platte 4 gespeicherte Signal bezieht. Durch Abta
stung der Trägerplattenoberfläche, wie in Fig. 1 gezeigt, kann
ein sinusförmiger Signalverlauf gemäß Fig. 2 wiedergegeben wer
den.
Fig. 3(a) zeigt ein Digitalsignal, das gemäß dem gewählten Bei
spiel 13 Bits 1001110100011 umfaßt, die unmittelbar auf der
Trägerplatte 4 aufgezeichnet werden können. Fig. 3(b) zeigt
einen Ausgangs-Signalverlauf, der von der Wiedergabeeinheit aus
einem solchen aufgezeichneten Signal wiedergegeben werden kann.
Dort, wo benachbarte Bitstellen aufeinanderfolgende binäre 1
haben, wie es an den Stellen 4, 5 und 6 und an den Stellen 12 und
13 angedeutet ist, können die Bits mit Ausnahme des letzten in
der Folge nicht wiedergegeben werden. Infolgedessen muß ein Di
gitalsignal am Träger durch Aufzeichnung einer modulierten Ab
wandlung davon aufgezeichnet werden. Sofern ein Signal auf einer
einzelnen Spur der Platte aufgezeichnet wird, muß dafür gesorgt
werden, daß bei der Wiedergabe eine Selbsttaktungs-Operation
möglich ist. Da die Drehzahl der Scheibe Schwankungen und Zit
tererscheinungen unterworfen ist, müssen Taktimpulse mit Komponenten erzeugt
werden, die den im wiedergegebenen Signal enthaltenen Schwankun
gen entsprechen, damit verhindert wird, daß über einen längeren
Teil des wiedergegebenen Signals die Taktinformation fehlt.
Außerdem ist es schwierig, die auf der Amplitude des wiederge
gebenen Signals beruhende Information zu diskriminieren. Es
sollte deshalb ein Scheitelfeststellungssystem angewendet wer
den, um die Information aufgrund der Anwesenheit oder Abwesen
heit eines Scheitels zu erkennen, was durch Differentiation des
Ausgangs-Spannungsverlaufs festgestellt werden kann, da der Gra
dient im Scheitel Null ist.
Zur Erfüllung der Erfordernisse bei der Aufzeichnung auf Plat
ten allgemein einschließlich magnetischer Platten dienen an
sich die drei Aufzeichnungssysteme FM, PM und MFM. In Fig. 3
zeigt Fig. 3(c) Taktimpulse und Fig. 3(d) Bitimpulse entspre
chend der Bitfolge von Fig. 3(a). Die Fig. 3(e), (f) und (g)
zeigen die Signalverläufe, die sich bei Anwendung der Modula
tion nach den Schemen FM, PM bzw. MFM auf das Digitalsignal
nach Fig. 3(a) ergeben. Bei Verwendung einer druckabtastenden
Wiedergabeeinheit bewirkt der gleitende Abtaster eine elasti
sche Deformierung der an der Plattenoberfläche gebildeten Vor
sprünge, die als eine weite Änderung im während der Bewegung
des Trägers erzeugten elektrischen Signal bewirken, wenn sie
von der Kante des Abtasters losgelassen werden, die mit einem
Winkel von nahezu 90° gebildet ist, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
Es muß also Information konsequent entweder am ansteigenden oder
am abfallenden Ende der Impulse vorhanden sein. In den Fig.
3(e), (f) und (g) ist der Ort der Information zur besseren Ver
anschaulichung durch Pfeile dargestellt. Aus diesen Figuren
ergibt sich, daß das FM- und das MFM-Schema aus den beschriebe
nen Gründen unzweckmäßig sind, daß jedoch das PM-Schema in der
Hinsicht vorteilhaft ist, daß es eine bleibende Stellung der
Information ergibt. Das PM-Schema weist jedoch andere Nachtei
le auf. Die Impulsbreite bei PM kann zwei Werte annehmen, näm
lich T O und T O /2 (T O = Periode des Taktimpulses). Dies führt
zu einer Verschiebung des Signalscheitels aus einer genauen
zeitlichen Stellung heraus, wenn das Signalübertragungssystem
einen Teil eines reduzierten Frequenzbands enthält. Die Folge
ist die Einführung von Fremdsignalen oder das Herausfallen not
wendiger Signale, wenn das festgestellte Scheitelsignal mit dem
Taktimpuls UND-verknüpft wird.
Beim erfindungsgemäßen Aufzeichnungssystem kann die druckab
tastende Wiedergabeeinheit zur Wiedergabe digitaler Signale
von einem derartigen Träger verwendet werden, bei dem die
Signale in Form physisch deformierbarer Oberflächenbereiche
gespeichert sind. Dies ist in den Fig. 3(h) und (i) darge
stellt, die den modulierten Signalverlauf bzw. den wiedergege
benen Signalverlauf darstellen. Für den Fachmann bereitet es
keine Schwierigkeiten, aus diesem wiedergegebenen Signalver
lauf nach Fig. 3(i) die Taktimpulse nach Fig. 3(c) abzuleiten.
Bei einer UND-Verknüpfung des Signalverlaufs (i) und der Takt
impulse (c) wird das ursprüngliche Digitalsignal so demodu
liert, daß es keine Pseudoimpulse enthält.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform einer Modulationsschaltungs
anordnung. Das System verwendet zwei Gruppen von Taktimpulsen,
die gegeneinander um 180° phasenverschoben sind. An eine Ein
gangsklemme 7 der Schaltung und somit an eine UND-Schaltung 10
werden die Daten DATA angelegt, während an eine weitere Ein
gangsklemme 8 ein erster Taktimpulszug CP 1 angelegt wird. Das
Ausgangssignal der UND-Schaltung 10 wird an eine Taktklemme 18
eines JK-Flip-Flops 11 angelegt, dessen J-Klemme am hohen Pegel
H und dessen K-Klemme am niedrigen Pegel L angeschlossen ist
und an dessen Rückstellklemme 19 ein zweiter Taktimpulszug CP 2
eingespeist wird. Die Ausgangsklemme Q des Flip-Flops 11 ist
mit einem der Eingänge einer ODER-Schaltung 16 verbunden. Die
Daten DATA werden außerdem über eine NICHT-Schaltung 12 einer
weiteren UND-Schaltung 13 eingespeist. Das Ausgangssignal der
NICHT-Schaltung 12 wird der UND-Schaltung 13 außerdem über einen
Integrator eingespeist, der aus einem Widerstand R und einem
Kondensator C besteht. Das Ausgangssignal der UND-Schaltung
13 geht einer weiteren UND-Schaltung 14 zu, die an ihrem ande
ren Eingang den zweiten Taktimpuls CP 2 von einer Eingangsklemme
9 her empfängt. Das Verknüpfungsresultat dieser beiden Ein
gangssignale wird an eine Taktklemme 20 eines weiteren JK-Flip-
Flops 15 angelegt, dessen J-Klemme mit dem hohen Pegel H und
dessen K-Klemme mit dem niedrigen Pegel L gespeist ist und des
sen Rückstellklemme 21 den ersten Taktimpuls CP 1 empfängt.
Die Ausgangsklemme Q des Flip-Flops 15 ist mit dem weiteren
Eingang der ODER-Schaltung 16 verbunden, deren Ausgangssignal
an einer Ausgangsklemme 17 abnehmbar ist.
Die Betriebsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 4 wird un
ter Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben. Es werden wieder die
13 Bits 1001110100011 (Fig. 5(a)) zugrunde gelegt, die an der Ein
gangsklemme 7 eingespeist werden, während der erste und der zwei
te Taktimpulszug gemäß Fig. 5(b) bzw. (c) an die Eingangsklem
me 8 bzw. 9 angelegt werden. Durch dieses Anlegen der Eingangs
größen von Fig. 5(a) und (b) an die UND-Schaltung 10 gibt diese
ausgangsseitig die Signalfolge nach Fig. 5(d) ab, die an die
Taktklemme 18 des Flip-Flops 11 angelegt wird, während die
Rückstellklemme 19 mit der zweiten Taktimpulsfolge nach Fig.
5(c) gespeist wird. Da die J-Klemme mit H und die K-Klemme mit
L gespeist sind, wird an der Ausgangsklemme Q das Signal nach
Fig. 5(e) erzeugt.
Der Dateneingang von der Klemme 7 wird außerdem der NICHT-Schal
tung 12 eingespeist, die ausgangsseitig einen Signalverlauf nach
Fig. 5(f) erzeugt, der unmittelbar an einen der Eingänge und
über den Integrator mit dem Widerstand R und dem Kondensator C,
die eine geeignete Integratorkonstante festlegen, an den ande
ren der Eingänge der UND-Schaltung 13 angelegt. Es ergibt sich
hieraus ein Signalverlauf nach Fig. 5(g), bei dem die anstei
genden Impulsflanken geringfügig, nämlich um t d , verzögert
sind und die abfallenden Impulsflanken mit den entsprechenden
Flanken des Signals nach Fig. 5(f) übereinstimmen. Der Zweck
der Verzögerungszeit t d ist es, zu vermeiden, daß von der UND-
Schaltung 14 ein Taktimpuls, der mit der ansteigenden Impuls
flanke zusammenfällt, extrahiert wird, was eintreten würde,
wenn das Ausgangssignal der NICHT-Schaltung 12 unmittelbar als
Torimpulse an die Schaltung 14 angelegt würde. Die Dauer der
Verzögerungszeit t d muß geringer sein als T o . Wenn der Signal
verlauf von Fig. 5(g) und der zweite Taktimpuls von Fig. 5(c)
an die UND-Schaltung 14 angelegt werden, wird an dessen Aus
gangsklemme ein Impulssignal nach Fig. 5(h) erzeugt. Dieses
Impulssignal wird an die Taktklemme 20 des Flip-Flops 15 ange
legt, während an dessen Rückstellklemme 21 der erste Taktimpuls
zug nach Fig. 5(b) angelegt wird. Da die J-Klemme mit H und die
K-Klemme mit L verbunden sind, entsteht an der Ausgangsklemme
Q ein Impulszug gemäß Fig. 5(i). Die Impulszüge nach den Fig.
5(e) und (i) werden nun an die ODER-Schaltung 16 angelegt, an
deren Ausgangsklemme 17 dann der Impulszug nach Fig. 5(j) auftritt,
der den beabsichtigten modulierten Signalverlauf darstellt.
Beim beschriebenen Beispiel hat jeder Impuls eine konstante
Breite von T o /2. Zum anschaulicheren Verständnis sind in den
Signalverlauf von Fig. 5(j) Pfeile eingetragen, die die infor
mationsführenden Impulse anzeigen, welche dem Wert "1" nach
Fig. 5(a) entsprechen. Da die Impulsbreite konstant ist, kann
zur Wiedergewinnung der Daten nach Fig. 5(a) die ansteigende
oder die abfallende Impulsflanke verwendet werden. Pseudoim
pulse 33, 34 und 35 wurden eingefügt, um eine Selbstsynchroni
sation der Bits zu ermöglichen und einen stabilen Betrieb
trotz Schwankungen und Zittererscheinungen zu ergeben. Er
sichtlich liegen Signalimpulse, die eine Information enthalten,
um eine Zeitspanne gleich einem geradzahligen Vielfachen von
T O /2 auseinander, während der Pseudoimpuls 33 von seinen be
nachbarten Signalimpulsen 26, 27 einen zeitlichen Abstand auf
weist, der ein ungeradzahliges Vielfaches von T O /2 ist, und
die Pseudoimpulse 34, 35 von den benachbarten Signalimpulsen 30,
31 ebenfalls einen zeitlichen Abstand gleich einem ungeradzah
ligen Vielfachen von T O /2 haben. Dieser Unterschied in der
Zeitspanne kann dazu verwendet werden, in einer Demodulator
schaltung die Pseudoimpulse 33 bis 35 zu entfernen, so daß
nur die Signalimpulse ausgangsseitig abgegeben werden. Während
die Zeitspanne zwischen den Signalimpulsen 29 und 30 gleich
2T O ist, gibt es keine Zeitspanne zwischen den Impulsen des mo
dulierten Signalverlaufs, die größer ist als 2T O , so daß eine
stabile Selbstsynchronisation der Bits sichergestellt ist. Da
die Impulsbreite konstant ist, hat bei einem System nach Fig. 1
das Ausgangssignal der Wiedergabeeinheit einen Verlauf gemäß
Fig. 3(i), der eine leichte Wiederherstellung der Information
ermöglicht.
Claims (5)
1. Binäres Schreibverfahren unter Ausnützung zweier Signal
zustände eines Speicher- oder Übertragungsmediums zur Darstel
lung einer Folge periodischer Signalelemente "1" oder "0" jeweils
in einem von periodisch aufeinanderfolgenden Spurelementen des
Mediums, wobei man einerseits bei einem der beiden möglichen
Signalelemente und andererseits bei zumindest einem Teil der
anderen der beiden möglichen Signalelemente jeweils über einen
festgelegten, für die beiden Signalelemente unterschiedlichen
Teil des jeweils zugeordneten Spurelements den ersten und über
den restlichen Teil des Spurelements den zweiten der Signalzu
stände des Mediums schreibt, und zwar in einem für gleiche Si
gnalelemente gegenseitigen Folgeabstand dieser ersten Signalzu
stände gleich ganzzahligen Vielfachen der Signalelement-Periode
und in einem für ungleiche Signalelemente gegenseitigen Folgeab
stand dieser ersten Signalzustände gleich ungeradzahligen Viel
fachen der halben Signalelement-Periode, dadurch gekennzeichnet,
daß man den ersten Signalzustand für das zweite Signalelement nur
als Pseudoimpuls in den festgelegten Teil der um 1 verminderten
Anzahl der zugeordneten Spurelemente mit einem Mindestabstand
von 3 halben Signalelement-Perioden zu den beiderseits benachbar
ten Teilen mit dem ersten Signalzustand des ersten Signalelements
schreibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man den festgelegten Teil und den restlichen Teil jeweils
in die halbe Periode der Spurelemente einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
die Anwendung beim Erzeugen einer Aufzeichnung aus unter
Druckerzeugung deformierbarem Oberflächenrelief eines körper
lichen Aufzeichnungsträgers.
4. Modulationsschaltungsanordnung zur Durchführung des Ver
fahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch
eine erste UND-Schaltung (10), die eingangsseitig die Folge
periodischer Signalelemente (DATA) und einen ersten Taktimpulszug
(CP 1) empfängt, einen JK-Flipflop (11) mit einer das Ausgangs
signal der UND-Schaltung (10) empfangenden Taktklemme (18) und
einer einen zweiten Taktimpulszug (CP 2), der gegenüber dem
ersten Taktimpulszug (CP 1) um 180° phasenverschoben ist, em
pfangenden Rückstellklemme (19), eine eingangsseitig die Folge
der periodischen Signalelemente (DATA) empfangende NICHT-Schal
tung (12), eine einen Torimpuls bildende Schaltung (13, R, C), die
von der NICHT-Schaltung (12) die invertierte Folge der perio
dischen Signalelemente empfängt und zur Erzeugung eines Impul
ses, der um eine Zeitspanne (t d ), die kürzer ist als die Perio
de (T O ) der Taktimpulse, verzögert ist, nur auf die anstei
gende Flanke der invertierten Folge anspricht, eine weitere
UND-Schaltung (14), die eingangsseitig die Torimpulse und die
zweiten Taktimpulse (CP 2) empfängt, einen weiteren JK-Flipflop
(15), dessen Taktklemme (20) das Ausgangssignal der weiteren
UND-Schaltung (14) und dessen Rückstellklemme (21) den ersten
Taktimpulszug (CP 1) empfängt, und eine die Ausgangssignale
der beiden Flipflops (11, 15) empfangende ODER-Schaltung (16),
die ein den aufeinanderfolgenden Signalzuständen des Mediums
entsprechendes Ausgangssignal abgibt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die den Torimpuls erzeugende Schaltung einen Integra
tor (R, C), der das Ausgangssignal der NICHT-Schaltung (12)
integriert, und eine UND-Schaltung (13), die die Ausgangs
signale des Integrators und der NICHT-Schaltung empfängt, umfaßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP52052354A JPS5821322B2 (ja) | 1977-05-07 | 1977-05-07 | デジタル信号の変調方法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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