DE2819091C2 - Verwendung einer Metallpulver-Mischung - Google Patents
Verwendung einer Metallpulver-MischungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Metallpulver-Mischung für das Markieren von Werkstücken.
Metalipulver, welche mittels einer Markierdüse auf ein Werkstück aufgebracht werden, um dieses für
spätere Bearbeitungsvorgänge zu markieren, gehören seit langem zum allgemeinen Stand der Technik. Die
bisher verwendeten Metallpulver sind sehr fein, d. h. mehlartig und haben eine Teilchengröße von etwa 3 bis
10 μηι. Da bei diesem mehlartigen Metallpulverstaub die einzelnen Teilchen unmittelbar aufeinander liegen,
erfolgt im großen Maße eine Agglomeration. Dies hat jedoch den Nachteil, daß der Transport des mehlartigen
Pulvers von einem Vorratsbehälter zur Markierdüse mittels Sauerstoff sehr diskontinuierlich erfolgt. Darüber
hinaus ist es auch erforderlich, mit hohem Sauerstoffdruck (2 bis 3 bar) zu arbeiten.
Der durch Agglomeration hervorgerufene diskontinuierliche Transport des Metallpuhers beeinflußt die zu
erzeugende Linie auf der Oberfläche eines Werkstückes hinsichtlich ihrer aufgetragenen Breite und Dicke
nachteilig. Bedingt durch die Diskontinuität kann es während des Markierens vorkommen, daß plötzlich zu
viel Metallpulver aus der Markierdüse austritt, welches dann in den den Metallpulverstrahl umgebenden
Heizflammen verbrennt. Dabei entsteht eine unerwünschte, die Umgebung belastende Rauchentwicklung.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Metallpulver zum Markieren von Werkstücken zu verwenden, bei
dem keine Agglomeration eintritt, wodurch ein kontinuierlicher Metallpulverfluß vom Vorratsbehälter
über die Markierdüse und aus dieser heraus auf die Werkstückoberfläche stattfindet.
Zur Lösung der genannten Aufgabe wird gemäß der Erfindung die Verwendung einer Metallpulver-Mischung
aus Feinpulver einer Teilchengröße von 1 bis 10 μιη, vorzugsweise 2 bis 6 μιη, und aus Grobpulver
einer Teilchengröße von 30 bis 80 μιη, vorzugsweise 40
bis 60 μιη, für das Markieren von Werkstücken vorgeschlagen.
Von besonderem Vorteil ist hierbei, daß eine Mischung mit einem Mengenverhältnis von Fein- zu
Grobpulver von 1 : 3 bis 1 : 6 Verwendung findet.
vorteilhaft ist es hierbei ferner, wenn das Metallpulver ein Zinkpulver ist, wobei gemäß einem weiteren
Erfindungsvorschlag wenigstens das Feinpulver einen Reinzinkanteil von mindestens 97,5% aufweist.
Metallpulver, die einen Grobkorn- und einen Feinkronanteil aufweisen, sind allgemein bekannt, vgl. F.
S k a u ρ y, Metallkeramik, 1950, S. 86-88.
Durch die erfindungsgemäße Verwendung einer Metallpulver-Mischung ist deren Fließfähigkeit und
somit deren kontinuierliche Auftragung auf das Werkstück gewährleistet Durch das erfindungsgemäße
Metallpulvergemisch werden gute Markierungsergebnisse auf der Oberfläche des Werkstückes erzielt wobei
die Qualität der aufgebrachten Markierungslinie auch nach längerem Markiervorgang noch die gleiche
Qualität (d. h. Linienbreite und -dicke) wie zu Beginn des Markierungsvorganges aufweist
In der nachstehenden Beschreibung ist in Verbindung mit der Zeichnung, in welcher ein Markierungsbrenner
dargestellt ist die vorteilhafte Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Pulvers näher erläutert
In der Zeichnung ist eine Markiereinrichtung 10 dargestellt an deren unterem Ende eine Düse 12
befestigt ist Das andere Ende der Markiereinrichtung 10 trägt einen Pulvertopf 14, in dessen Innenraum 16 ein
Rohr 18 mündet dessen anderes Ende bis in die Düse 12
reicht
Wie weiterhin ersichtlich, sind am Boden 20 des Pulvertopfes 14 Wirbeldüsen 22 angeordnet. Bei der in
der Zeichnung dargestellten Markiereinrichtung sind drei Wirbeldüsen vorgesehen, welche auf einem
konzentrischen Kreis um das Rohr 18 im Abstand von 120° zueinander ausgerichtet sind. Jede dieser Düsen 22
besitz* eine Öffnung 24 aus der Sauerstoff oder ein
so anderes Trägergas in den Innenraum 16 einströmt. Der
Sauerstoff wird den Wirbeldüsen über nicht dargestellte Leitungen aus dem unteren Bereich der Markiereinrichtung
10 zugeführt.
Das obere Ende des Pulvertopfes 14, welcher zur Aufnahme des erfindungsgemäß verwendeten Metallpulvergemisches
26 dient, ist mit einem Deckel 28 gasdicht abgesperrt.
Die erfindungsgemäß verwendete Metallpulver-Mischung, vorzugsweise aus Zinkpulver, besteht aus einem
Gemisch aus Grob- und Feinpulver. Der Grobpulveranteil weist eine Teilchengröße von 30 bis 80 μιη,
vorzugsweise von 40 bis 60 μιη auf, wogegen die Teilchengröße des Feinpulveranteils zwischen 1 bis
10 μιη, vorzugsweise zwischen 2 bis 6 μιη liegt.
Die Anteile des Fein- und Grobpulvers sind in einem Mengenverhältnis von 1 :3 bis 1:6 zur Bildung des
Markierungspulvers miteinander vermischt.
An dem Markierungsprozeß nimmt nur das Feinpulver (Teilchengröße 1 bis 10 μιη) teil. Wenn man aber in
M) den Pulvertopf nur Pulver dieser Teilchengröße, also
Feinpulver, eingeben würde, würde dieses Pulver agglomerieren, wie dies eingangs an Hand des Standes
der Technik erläutert wurde. Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß das den Markierungsprozeß
r)5 bewirkende Feinpulver mit Grobpulver — wie erwähnt
— vermischt. Das Grobpulver, dessen Einzelteilchen kugelförmig sind, verhindert generell eine Agglomeration.
In der Schüttung des Gemisches aus Fein- und Grobpulver lagert sich das Feinpulver in den zwischen
M) den Teilchen des Grobpulvers gebildeten Hohlräumen
ab. Dieses Grobpulver, welches nicht agglomeriert, dient somit als Abstandshaltung für das Feinpulver, so
daß — bedingt durch die Distanz der einzelnen Feinpulverteilchen zueinander, dieses ebenfalls an einer
hr> Agglomeration gehindert ist. Eine eventuell noch
orhandene Mikroagglomeration wirkt sich praktisch nicht aus.
Wenn nun Sauerstoff als Trägergas aus den
Wenn nun Sauerstoff als Trägergas aus den
Wirbeldüsen 22 in den Pulvertopf 14 eingeblasen wird,
bildet das erfindungsgemäß verwendete Metallpulvergemisch ein Wirbelbett. Dabei wird das schwebefähige
Feinpulver aus seinen von den Grobpulverteilchen gebildeten Hohlräumen »herausgeblasen«, es findet
somit eine Art Auswaschung des Grobpulvers statt. Die sich nun vom Grobpulver trennenden Feinpulverteilchen
wandern nun innerhalb der Pulvercharge nach oben in den freien Bereich des Innenraumes 16 und
bilden dort zusammen mit dem sie transportierenden Trägergas eme Art Nebel.
Durch den im Pulvertopf 14 vorhandenen Überdruck wird das nebelartige Feinpulver-Sauerstoff-Gemisch in
das Rohr 18 gedrückt und strömt in diesem bis zur Düse 12, aus der das Feinpulver dann austritt.
Wie erwähnt, wirkt das Grobpulver lediglich als eine
Art »Abstandshalter« für das Feinpulver, um dessen
Agglomeration zu verhindern, wird aber selbst auf
Grund seiner Schwere nicht durch das Trägergas mitgerissen und nimmt daher auch nicht am Markierungsprozeß
teil.
Nach einer gewissen Markierungsdauer wird der durch das Feinpulver auf dem Werkstück erzeugte
Strich allmählich etwas blasser, was für den Bedienungsmann ein Indiz dafür ist, daß der Feinpulveranteil in dem
erfindungsgemäßen Metallpulvergemisch zur Neige geht. Der im Pulvertopf 14 verbleibende, ausgewaschene
und nicht am Markierungsprozeß teilnehmende Grobpulveranteil kann weiterhin verwendet werden. Es
ist hierbei lediglich nur erforderlich, dem Grobpulver im Mengenverhältnis 3 :1 bis 6 :1 erneut Feinpulver in der
definierten Teilchengröße zuzugeben und diese beiden Pulveranteile gut zu vermischen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verwendung einer Metallpulver-Mischung aus Feinpulver einer Teilchengröße von 1 bis 10 μιη,
vorzugsweise 2 bis 6 μιη, und aus Grobpulver einer Teilchengröße von 30 bis 80 μιη, vorzugsweise 40 bis
60 μιη, für das Markieren von Werkstücken.
2. Verwendung einer Mischung nach Anspruch 1 mit einem Mengenverhältnis von Fein- zu Grobpulver
von 1 :3 bis 1 :6 für den Zweck nach Anspruch 1.
3. Verwendung einer Mischung nach Anspruch 1 und/oder 2, bei der das Metallpulver ein Zinkpulver
ist
4. Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der wenigstens das Feinpulver
einen Reinzinkanteil von mindestens 97,5% aufweist
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