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DE2818603A1 - Kinetisches glucosereagens und dessen verwendung in einem kinetischen nachweisverfahren - Google Patents

Kinetisches glucosereagens und dessen verwendung in einem kinetischen nachweisverfahren

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Publication number
DE2818603A1
DE2818603A1 DE19782818603 DE2818603A DE2818603A1 DE 2818603 A1 DE2818603 A1 DE 2818603A1 DE 19782818603 DE19782818603 DE 19782818603 DE 2818603 A DE2818603 A DE 2818603A DE 2818603 A1 DE2818603 A1 DE 2818603A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glucose
buffer
reagent
kinetic
glucose reagent
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19782818603
Other languages
English (en)
Inventor
Kenneth J Pierre
Ker-Kong Tung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beckman Coulter Inc
Original Assignee
Beckman Instruments Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by Beckman Instruments Inc filed Critical Beckman Instruments Inc
Publication of DE2818603A1 publication Critical patent/DE2818603A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/54Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving glucose or galactose

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Description

Patentanwälte D:p!.-lng. Cu rt Wallach Dipl.-Ing. Günther Koch Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach Dipl.-Ing. Rainer Feldkamp
D-8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 24 02 75 · Telex 5 29 513 wakai d
9 7 PPf
Datum: <- '' hrt
Unser Zeichen: 16201I
Bezeichnung: Kinetisches Glucosereagens und dessen
Verwendung in einem kinetischen Nachweisverfahren
Anmelder: Beckman Instruments, Inc.
Fullerton, Calif., USA
Vertreter: Patentanwälte
Dipl.-Ing. C. Wallach Dipl.-Ing. G. Koch Dipl.-Phys. Dr. T. Haibach Dipl.-Ing. R. Peldkamp
Erfinder: Kenneth J. Pierre
Vista, Calif., USA
Ker-Kong Tung
Carlsbad, Calif., USA
δΟ984Ε/0δ?0
Beschreibung
Die Erfindung betrifft Reagentien für die Verwendung in dem kinetischen Verfahren zur Bestimmung von Glucose mit Glucosedehydrogencise, sie betrifft insbesondere ein kinetisches Glucosereagens des Typs, der enthält oder besteht aus einem Puffer, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase, sowie dessen Verwendung in einem kinetischen Nachweisverfahren.
Kinetische Verfahren zur Bestimmung von Glucosekonzentrationen in Proben, beispielsweise in Körperflüssigkeiten, mit Glucosedehydrogenase sind bereits bekannt. So wird beispielsweise von D. Banauch, W. Brummer, W. Ebeling, H. Metz, H. Rindfrey, H. Lang, K. Leybold und W. Rick in "Z. Klin. Chem. Klin. Biochem.", 13, 101 (1975), ein kinetisches Verfahren zur Bestimmung von Glucose unter Verwendung von Glucosedehydrogenase beschrieben. Das Reagens von Banach et al enthält oder besteht aus 160 mHol/l Tris-Puffer mit einem pH-Viert von 7,8, 0,6 Einheiten (U)/ml Glucosedehydrogenase und 2,1 mMol/l NAD. Dieses Reagens liefert nach den darin enthaltenen Angaben bei seiner Verwendung in dem kinetischen Verfahren eine Eichkurve, die bis zu 1000 mg/dl linear ist (das angewendete Verhältnis von Probe zu Reagens ist darin nicht angegeben). Auch von Lutz et al wird in "Clinical Chemistry", 2J_ (lO), 1372 (1975), ein kinetisches Verfahren zur Uestimmung von Glucose unter Verwendung der Glucosedehydrogenuse-Reciktion beschrieben. Das von Lutz et al verwendete GLucosedehydrogenuse-
B0S845/C37
Reagens enthält oder besteht aus 86,5 mg NAD und 6 mg Glucosedehydrogenase in 50 ml Tris-Puffer (pH 7,8). Lutz et al berichten von einer Abweichung von der Linearität ihres nicht-korrigierten Glucosedehydrogenase-Verfahrens um 4 % bei 300 mg/?, um 8 % bei 500 mq% und um 19 ^ bei 1000 mg% bei Anwendung eines Verhältnisses von Probe zu Reagens von 1:41. Auf der Basis ihrer Arbeiten haben Lutz et al daraus geschlossen, daß es deshalb unmöglich scheint, die von anderen behauptete Linearität (Banauah et al, supra) zu erreichen. Lutz beschreibt in "Clinical Chemistry", 22 (6), 929 (1976), einen Versuch zur Verbesserung der Linearität des kinetischen Verfahrens zur Bestimmung von Glucose durch Zugabe von Konkurrenzinhibitoren für GDH zu dem enzymatischen Reagens, um die Linearität der Reaktion zu verbessern. Durch Anwendung einer Gleichung zum Korrigieren der Nicht-Linearität ist es Lutz nur gelungen, den Linearitätsbereich bis auf etwa 500 mg/dl zu erweitern unter Anwendung eines Verhältnisses von Probe zu Reagens von 1:41. H. Rindfrey, R. Helger und H. Lang haben mit ihrem Aufsatz "Kinetic Glucose Determination with Glucose Dehydrogenase" in "Z. Anal. Chem.", 279., 196 (1976), danach die Behauptung von Lutz et al bestätigt, daß die Angaben von Banauch et al in ihrem Artikel in bezug auf den Linearitätsbereich falsch sind. Rindfrey et al haben angegeben, duß die kinetische Glucosebestimmung mit Glucosedehydrogenase bis zu 300 mg/dl linear ist und daß bei 500 mg/dl der Fehler -10 % beträgt (das angewendete VerhäLtnis von Probe zu Reagens betrug 1:50).
E r f LndurujsgeniaiJ wurde nun geFunden, daß der Bereich der Linearität
yjius / na?η
des kinetischen Verfahrens zur Bestimmung von Glucosekonzentrationen unter Verwendung eines Reagens des Typs, der enthält oder besteht aus einem Puffer, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase, beträchtlich erhöht (ausgedehnt) wird, wenn der in dem Reagens verwendete Puffer einen pH-Wert von etwa 7,9 bis etwa 9,0 aufweist.
Gegenstand der Erfindung ist ein kinetisches Glucosereagens des Typs, der enthält oder besteht aus einem Puffer, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Puffer einen pH-Wert von etwa 7,9 bis etwa 9,0 aufweist. Durch Verwendung dieses verbesserten kinetischen Glucosereagens bei der kinetischen Glucosebestimmung wird der Bereich der Linerarität gegenüber der bisherigen Grenze von etwa 300 bis etwa 500 mg/dl bis auf etwa 1200 mg/dl erweitert bzw. ausgedehnt (bei einem Verhältnis von Probe zu Reagens von 1:41).
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der beiliegenden Zeichnung (Fig. 1) näher erläutert.
Die beiliegende Fig. 1 zeigt ein Diagramm, in dem ,AA/Minute gegen die Glucosesubstratkonzentration aufgetragen ist, die bei Verwendung des erfindungsgemäßen verbesserten Reagens erhalten wurde.
Das verbesserte erfindungsgemäße kinetische Glucosereagens wird in einem kinetischen Nachweisverfahren (Assay) zur Bestimmung des Glucosegehaltes einer Probe, beispielsweise einer biologischen Flüssigkeit, wie Blutserum und Urin, verwendet. Das kinetische Nachweisverfahren (Assay) beruht auf der folgenden Reaktion:
8098ÄB/OS70
.3.
Glucose-Glucose + Pyridin-Coenzym Dehydrogenase. Gluconolacton + reduziertes (l)
Pyridincoenzym
Die Glucosekonzentration in der Probe wird bestimmt durch Bestimmung der Geschwindigkeit der Zunahme der Absorption (Extinktion), die mit der Dildung von reduziertem Pyridin-Coenzym verbunden ist und die ein Maß für die Glucosekonzentration darstellt.
Erfindungsgemäß ist es wesentlich, daß die zu bestimmende Glucosemenge geschwindigkeitsbegrenzend ist.Die Menge der verschiedenen Bestandteile des erfindungsgemäßen kinetischen Glucosereagens sollte daher in geeigneten Bereichen liegen, um sicherzustellen, daß die beobachtete Reaktionsgeschwindigkeit fUr die oben angegebene Reaktion I charakteristisch ist für und bestimmt wird durch die Glucosekonzentration in der Probe.
Das erfindungsgemäße Reagens enthält oder besteht aus einem Puffer mit einem pH-Wert von etwa 7,9 bis etwa 9,0, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase. Der Puffer hat vorzugsweise einen pH-Wert von etwa 8,0 bis etwa 8,5 und insbesondere einen pH-Wert von etwa 8,2. Es kann jeder beliebige Puffer verwendet werden, der mit den anderen Bestandteilen des erfindungsgemäßen Reagens verträglich (kompatibel) ist und einen pH-Wert innerhalb des gewünschten Bereiches aufweist. Zu beispielhaften Puffern gehören Triethanolamin-, Natrium-5,5-diäthylbarbiturat-, Tri(hydroxymethyl)aminomethan-, Diäthanolamin- und Phosphatpuffer. Phosphatpuffer sind die für die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugten Puffer. Zu beispielhaften Phosphatpuffern gehören Kaliumphosphat- und Natriumphosphatpuffer.
809845/0Ö7U
Obgleich die genaue Menge des verwendeten Puffers nicht kritisch ist, liegt der Puffer vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 1 Mol, insbesondere von etwa 0,5 Mol, pro Liter Reagens vor.
Bei dem (den) in dem erfindungsgemäßen kinetischen Reagens enthaltenen Pyridin-Coenzym(en) handelt es sich vorzugsweise um Nicotinamidadenindinucleotid (NAD) oder Nicotinamidadenindinucleotidphosphat (NADP ), insbesondere NAD. Andere geeignete Pyridin-Coenzyme sind z.B. Thio-NAD, Thio-NADP, Nicotinamidpurindinucleotid, Nicotinamid-(6-methylpurin)dinucleotid oder Nicotinamid-(2-chlor-6-methylpurin)dinucleotid. Die genaue Konzentration des Pyridin-Coenzyms ist nicht kritisch, so lange die Glucose in der zu untersuchenden Probe geschwindigkeitsbegrenzend ist. Vorzugsweise liegt das Coenzym jedoch in Mengen von etwa 0,001 bis etwa 0,025 Mol, insbesondere von etwa 0,0027 Mol, pro Liter Reagens vor.
Die erfindungsgemäß verwendete Glucosedehydrogenase kann aus Mikroorganismen hergestellt werden. Die Glucosedehydrogenase wird vorzugsweise gewonnen aus einer Bacillus megaterium- oder einer Bacillus cereus-Mikrobenquelle. Die genaue Menge der in dem erfindungsgemäßen kinetischen Glucosereagens verwendeten Glucosedehydrogenase ist nicht kritisch, so lange die Glucose in der zu untersuchenden Probe geschwindigkeitsbegrenzend ist. Die Glucosedehydrogenase ist jedoch vorzugsweise in einer Menge von etwa 100 bis etwa 3000 internationalen Einheiten (IL)) pro Liter (l) Reugens vorhanden. Die besonders bevorzugte Menge an Glucosedehydrogenase variiert in Abhängigkeit von dem Verhältnis von Probe zu Reagens,
5/0870
sie liegt jedoch im allgemeinen innerhalb des Bereiches von etwa 300 bis etwa 2000 IU/l. Optimal sind etwa 1600 IU/l Glucosedehydrogenase .
Obgleich die Ionenstärke des Reagens nicht kritisch ist, hat das erfindungsgemäße Reagens vorzugsweise eine Ionenstärke von etwa 0,5 bis etwa 7 M, insbesondere von etwa 2 bis etwa 4 M, um die Wärmebeständigkeit von Glucosedehydrogenase zu erhöhen. Zur Einstellung der Ionenstärke des Reagens kann jedes beliebige Salz verwendet werden, das mit den anderen Bestandteilen des Reagens verträglich (kompatibel) ist. Zu beispielhaften Salzen gehören Alkalichloridsalze, wie z.B. Lithium-, Natrium- und Kaliumchlorid; Kaliumphosphat; Natriumphosphat; Ammoniumphosphat; und Mischungen davon. Das bevorzugte Salz ist Kaliumchlorid.
Es ist auch bevorzugt, daß das erfindungsgemäße kinetische Glucosereagens (Äthylendinitril)tetraessigsäure (EDTA) enthält. Die genaue Menge an vorhandener EDTA ist nicht kritisch, sie beträgt jedoch vorzugsweise etwa 0 bis etwa 0,02 Mol, insbesondere etwa 0,005 Hol, pro Liter Reagens.
Das erfindungsgemäße Reagenssystem kann in Form einer wäßrigen Lösung gelagert (auFbewahrt) werden oder die Lösung kann auf konventionelle Weise gefriergetrocknet und bei ihrer Verwendung mit Wasser wieder angerührt werden«, Das Reagenssystem kann auch hergestellt werden durch Verwendung ihrer [Jes tandtei Le in pulveriger Form, die bei ihrer Verwendung mit Wasser solubi lisiert (löslich gemacht) we;rden.
8 Ü 9 « η '-> . 0 8 7 Π
. η I-
Die Bestimmung der Rate der verminderten Pyridin-Enzym-Produktion und die Umwandlung dieser Rate in die Konzentration von Glucose kann nach bekannten Verfahren erfolgen. Bei einem derartigen Verfahren wird ein Spektrophotometer zur Bestimmung der Änderung der Lichtabsorption als Folge der Bildung von reduziertem Pyridin-Coenzym bei Wellenlängen von etwa 300 bis etwa 370 nm bei einer Temperatur von etwa 15 bis etwa 50 C verwendet. Eine Wellenlänge von etwa 340 nm bei einer Temperatur von etwa 25 C bis etwa 37 C ist bevorzugt.
Ein bequemes Verfahren zur Bestimmung des Glucosegehaltes einer Probe mit dem erfindungsgemäßen Enzymreagens ist das folgende:
Systemparameter
Wellenlänge (λ) 340 nm
Inkubationstemperatur 30 - 37 C
Wirkungsweise Absorptions
(Extinktion)
Absorptions- bzw. Extinktionsbereich 0 - 2 A
Küvetten-Weglänge 1,0 cm
Gesamtreaktionszeit etwa 90 Sek.
Reagens/Probe-Verhältnis etwa 41:1
oder höher
Verfahren
1.) Zur Herstellung einer Standardkurve auf die nachfolgend beschriebene Weise werden Glucose-Standardlösungen mit 50 mg/dl, 150 mg/dl, 300 mg/dl und 600 mg/dl verwendet:
809845/0870
α) In jede in geeigneter Weise markierte Küvette werden 1,0 ml eines erfindungsgemäßen Reagens einpipettiert und bei 30 C odei 37 C äquilibriert.
b) Zu einem bestimmten Zeitpunkt werden 25 μΐ des ersten Standards der geeigneten Küvette zugegeben, diese wird mit einem Parafilm bedeckt und durch langsames Umrühren gemischt. Genau 30 Sekunden nach der Zugabe des Standards wird die Absorption (Extinktion) bei 340 nm in einem in geeigneter Weise geeichten Spektrophotometer abgelesen und aufgezeichnet. Dabei handelt es sich um den Wert A_n. Man läßt die Reaktion bei der gewählten Temperatur weitere 60 Sekunden lang fortschreiten. Dann wird genau 90 Sekunden nach der Zugabe des Standards die Absorption (Extinktion) bei 340 nm abgelesen und aufgezeichnet. Dabei handelt es sich um den Wert AQ .
Es wird die Änderung der Absorption (Extinktion) bei einer 60 Sekunden-Reaktionsperiode bestimmt:
ΔΑ/60 Sek = A0 - A
c) Auf die gleiche Weise werden alle Standardlösungen untersucht zur Bestimmung von ΔΑ/60 Sekunden für jeden Standard.
d) Es wird eine Standardkurve hergestellt durch Auftragen der für A A/60 Sekunden erhaltenen Werte gegen die bekannte Glucosekonzentration der verwendeten Standardlösungen.
2.) Alle zu prüfenden Proben werden auf die gleiche Weise wie die Standardlösungen untersucht, wobei für jede Probe Δ A/60 Sekunden
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bestimmt wird.
Berechnung
Die Glucosegehalte werden wie folgt berechnet: Der in der obigen Stufe 2. erhaltene Wert für Δ.Α/60 wird verwendet zur direkten Ablesung der Glucosekonzentration in mg/dl von der Standardkurve:
Konzentration des unbekannten Materials (mg/dl) = . . / / , , ,ν Konzentration des Standards
ΔΑ/, ^unbekannt; χ ■—? Π i—j
60 v a A/,„-Standard
öl)
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Beispiel 1
Nachfolgend ist die Zusammensetzung eines bevorzugten erfindungsgemäßen Reagens angegeben:
Bestandteile optimale
Konzentration
bevorzugter
Konzentrations bereich
Puffer
K2HPO4 0,5 M 0,1 - 1 M
KH2PO4
Alkalimetalic hlori d
KCl 0,5 M 0,1 - 1 M
EDTA 0,005 M 0 - 0,02 M
Pyridin-Coenzym
NAD 0,0027 M 0,001 - 0,025 M
GIucosedehydrogenäse 1600 IU/l 100 - 3000 IU/l
PH-Wert -in/ c / η η "7 Π
Der pH-Wert wird vorzugsweise auf etwa 8,0 bis etwa 8,5 eingestellt und er beträgt besonders bevorzugt 8,2.
Beispiel 2
Ein 5000 mg^-Glucosestandard wurde hergestellt und bei Raumtemperatur über Nacht stehen gelassen. Beim Verdünnen dieses Standards wurde eine Reihe von Proben mit bekannten Konzentrationen erhalten.
In eine Küvette wurde 1,0 ml des optimalen Reagens des Beispiels einpipettiert. Die Küvette wurde dann in ein Wasserbad gestellt und bei 37 C äquilibrieren gelassen. In die Küvette wurden dann 25 μΐ einer eine bekannte Menge Glucose enthaltenden Probe eingeführt. Die Reaktion wurde in einem Beckman -Spektrophotometer, Modell 25, durchgeführt. Die Kurve wurde kontinuierlich zwischen und 90 Sekunden mit einem Aufzeichner aufgenommen und das Ablesen der Kurve wurde durchgeführt zur Bestimmung von ΔΑ/Min. Dieses Verfahren wurde bei der Untersuchung jeder der eine bekannte Konzentration Glucose enthaltenden Proben angewendet und die dabei erhaltenen Daten sind in der folgenden Tabelle I zusammengefaßt und in der Fig. 1 in Form eines Diagramms dargestellt. Eine Überprüfung der Fig. 1 zeigt, daß bei Durchführung einer Glucosebestimmung unter Verwendung eines Glucosedehydrogenase enthaltenden Reagens man in der Lage ist, eine Linearität von etwa 1200 mg/2 bei einer Verdünnung (Verhältnis Probe zu Reagens) von 1:41 zu erhalten.
In der weiter unten folgenden Tabelle II wird die Linearität des
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verbesserten erfindungsgemäßen Verfahrens mit der Linearität von bekannten Verfahren verglichen.
Tabelle I Linearität für das Glucosedehydrogenase-Reagens bei pH 8,2
Glucosekonzentration ΔΑ/min
(mg%) 60-90 Sek.
200 0,077
400 0,152
500 0,190
600 0,232
800 0,303
1000 0,371
1200 0,441
1 500 0,521
1800 0,631
2000 0,682
2500 0,804
3000 0,940
809845/0870
Tabelle II
pH-Wert Probe/Reagens Linearität Endkonzentration Art des Verfahrens
7,8 nicht angegeben 1000 mg?i nicht angegeben
7,8 1:41
7,6 1:265
7,8 1:50
7,8 1:41
8,2 1:41
^ 500 300
500 1200
7,3 1,9 6
12,2 29,3
J. Clin. Chem. Clin. Biochem. 1_3/ 101 (1975) Banauch, Brummer, Ebeling, Metz, Tidfrey, Lang, Leybold and Rick
Clin. Chem. 2I-, 1372-1377 (1975) Lutz and Fluderger
J- Clin. Chem. Clin. Biochem. U/ 27-30 (1976) Keller, Wolf, Faust, Bleicher and Becker
Z.Anal. Chem. 279, 196 (1976) Rindfrey, Helger and Lang
Clin. Chem. 22, 929 (1976) Lutz erfindungsgemäß
Aus der vorstehenden Tabelle II geht hervor, daß durch die vorliegende Erfindung der Bereich der Linearität eines Glucosenachweisverfahrens bei Verwendung eines Glucosedehydrogenase enthaltenden Reagens beträchtlich erhöht (erweitert) wird. Aus der Spalte "Endkonzentration" der Tabelle II geht eindeutig hervor, daß bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und bei Verwendung des erfindungsgemäßen Reagens es nun möglich ist, die Glucosemenge genau zu bestimmen, die in einer Probe mit einer Glucosekonzentration vorhanden ist, die mehr als 2 mal höher ist als in Proben, die mit bekannten Verfahren und bekannten Reagentien genau gemessen werden können.
Die Erfindung wurde zwar vorstehend unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen näher erläutert, es ist jedoch für den Fachmann selbstverständlich, daß sie keineswegs darauf beschränkt ist, sondern daß diese in vielfacher Hinsicht abgeändert und modifiziert werden können, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen wird.
80984 5/0870
eerseite

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Kinetisches Glucosereagens des Typs, der enthält oder besteht aus einem PufFer, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase, dadurch gekennzeichnet , daß der PufFer einen pH-Wert von etwa 7,9 bis etwa 9,0 aufweist.
    2. Glucosereugotis nach Anspruch 1, dadurch gel· ennzeichne t, daß der Puffer einen pH-Wert von etwa 8,0 bis etwn 8,5 aufweist.
    3. Glucosereagens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Pu F Fe r «inen pH-Wert von ο two ii,2 (iiiFweir, t.
    H Il H 3 4 I ! 0 R 7 il ORIGINAL INSPECTED
    4. Glucosereagens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer ausgewählt wird aus der Gruppe der Triäthanolamin-, Natrium-5,5-diäthylbarbiturat-HCl-, Tris-(hydroxymethyl)aminomethan-, Diethanolamin, und Phosphatpuffer.
    5. Glucosereagens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Puffer um einen Phosphatpuffer handelt, der ausgewählt wird aus der Gruppe Kaliumphosphat und
    Na triumphosphat.
    6. Glucosereagens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es pro Liter Reajen:; enthält:
    a) etwa 0,1 bis etwa 1 Mol des Puffers,
    b) etwa 0,1 bis etwa 1 Mol eines Alkalimetallchlorids,
    c) etwa 0 bis etwa 0,02 flol Athylendinitri lte traessigsäure (EDTA),
    d) etwa 0,001 bis etwa 0,025 Mol des Pyridin-Coenzyms und
    e) etwa 100 bis etwa 3000 internationale Einheiten (iU) Glucosedehydrogenase.
    7. Glucosereagens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch cjH-ennzeir-l.net, daß es pro Liter Reagens enthalt:
    a) etwa J, f) f Io 1 de:; Pu f Pens,
    h) et Wd U,fi hol elf?"» Alkd Linie! ta Lieh lor id ;,
    c) et-vci (), ()()ί) Mol Ll)TA.
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    t ! tie; Ί"ΐι r. liW-· i . . · t i .ι fit en ^ Λ >·,>.) dc . I
    ..I ί! ■'' !I
    ein kinetisches GIucosereagens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 verwendet wird, das enthält oder besteht aus einem Puffer, einem Pyridin-Coenzym und Glucosedehydrogenase, dadurch gekenn·*· zeichnet, daß man das Nachweisverfahren bei einem pH-Wert von etwa 7,9 bis etwa 9,0 durchführt.
    9. Nachweisverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es bei einem pH-Wert von etwa 8,0 bis etwa 8,5 durchgeführt wird.
    10. Nachweisverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es bei einem pH-Wert von etwa 8,2 durchgeführt wird.
    8098AB/0870
DE19782818603 1977-04-28 1978-04-27 Kinetisches glucosereagens und dessen verwendung in einem kinetischen nachweisverfahren Withdrawn DE2818603A1 (de)

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US05/791,825 US4120755A (en) 1977-04-28 1977-04-28 Kinetic method for determination of glucose concentrations with glucose dehydrogenase

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DK (1) DK186978A (de)
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