DE281827C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46 c^GRUPPE
Batteriezündvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zündsystem für Verbrennungsmaschinen und bezweckt,
einen Stromverlust in einem solchen Zündsystem zu verhindern.
Die Erfindung ist für Zündsysteme verschiedener Art verwendbar und insbesondere
für solche bestimmt, die einen kontinuierlichen gleichgerichteten Stromfluß von einer
beschränkten Stromquelle aus haben. Bei
ίο derartigen Zündsystemen ist es sehr erwünscht,
daß eine möglichst geringe elektrische Energie zur Erreichung der erforderlichen Wirkung
verbraucht wird.
Bei Zündsystemen, in denen der Haupt-Stromkreis durch eine Schaltvorrichtung abwechselnd
geöffnet und geschlossen wird, kommt es oft vor, daß die Kontaktglieder,
die den Stromkreis öffnen und schließen, beim Anhalten der Maschine in einer solchen Stellung
stehen bleiben, daß der Zündstromkreis geschlossen bleibt, wodurch ein beständiger
Stromfluß und damit eine teilweise oder vollständige Entladung der Stromquelle verursacht
wird.
Gemäß der Erfindung ist in dem Zündsystem eine Vorrichtung angeordnet, die den
normalen Stromfluß nicht hindert, aber bei anormalem oder beständigem Stromfluß derart
wirkt, daß sie die durch den Stromkreis fließende Strommenge bis auf ein praktisch
unbeachtliches Maß verringert und dadurch die Entladung der Stromquelle verhindert,
selbst wenn der Stromkreis zufolge der Stellung der Kontakte oder aus anderen Ursachen
während längerer Zeit geschlossen bleibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Drähte 1, 2 kommen von einer Batterie, die den Zündstrom liefert. 3 ist eine Schaltvorrichtung,
die beliebiger Bauart und für eine Mehrzylindermaschine eingerichtet sein kann. Zwecks klarer Darstellung ist diese
Schaltvorrichtung in der Zeichnung als eine Unterbrechertaste dargestellt. Die übliche
Induktionsspule ist mit 4 bezeichnet. Diese Spule besitzt die übliche Primärwicklung, die
in dem Stromkreise liegt, der die Schaltvorrichtung einschließt, und die übliche Sekundärwicklung
ist direkt oder indirekt durch den Draht 5 mit der Zündkerze 6 verbunden. Durch die von der Schaltvorrichtung bewirkte
Herstellung und Unterbrechung des Kontakts bei 3 werden an der Zündkerze in der üblichen
Weise Zündfunken erzeugt. Die üblichen Einrichtungen zum Ein- und Ausschalten
des Zündstromkreises nach Anhalten der Maschine sind nicht dargestellt.
Gemäß der Erfindung ist in dem Primäroder Hauptstromkreise eine Spule 7 aus Eisen
oder anderem geeigneten Metall angeordnet, die normal einen geringen Widerstand besitzt,
deren Widerstand aber mit ihrer Erwärmung wächst. Die Spule ist aus einem Metall hergestellt,
das normal ein guter elektrischer Leiter ist, dessen Widerstand aber bei Erwärmung
durch einen hindurchfließenden anormalen Strom beträchtlich zunimmt. Die zur Erwärmung einer solchen Widerstandspule
erforderliche Strommenge hängt natürlich von der Stärke des Drahtes ab, so daß es möglich
ist, durch Versuche die für jedes Zündsystem erforderliche Drahtstärke zu bestimmen.
Wenn der Primärstromkreis längere Zeit geschlossen bleibt, weil die Schälvorrichtung
in einer solchen Stellung zum Stillstand gekommen ist, daß der Stromkreis geschlossen ist,
oder aus anderen Ursachen, so wird ein beständiger Stromfluß durch den Hauptstromkreis
stattfinden. Wenn dieser Stromfluß nicht verhindert wird, wie es bei den üblichen Zündsystemen
der Fall ist, so .wird die Batterie in kurzer Zeit vollständig entladen.
Bei einem gemäß der Erfindung eingerichteten Zündsystem wirkt die in den Primär-Stromkreis
geschaltete Widerstandspule 7 als guter Leiter für den normalen Stromfluß durch diesen Stromkreis. Wenn aber aus irgendwelchen
Ursachen ein anormaler oder beständiger Stromfluß durch den Hauptstromkreis stattfindet, so wird die Widerstandspule erwärmt
und ihr Widerstand vergrößert. Der Widerstand wächst mit zunehmender Temperatur der Spule, so daß der anormale Stromfluß
allmählich bis auf ein praktisch unbeachtliches Maß verringert wird.
Während also ein normaler Stromfluß in keiner Weise durch die Spule behindert wird,
wird durch jede merkliche Abweichung von dem normalen Stromfluß die Spule erwärmt
und dadurch ihr Widerstand vergrößert.
Die Erfindung kann natürlich auch in anderer Weise als in der Zeichnung dargestellt
ausgeführt werden und ist allgemein anwendbar bei Zündsystemen, in denen in der beschriebenen
Weise eine Entladung der Batterie eintreten kann.
Claims (2)
1. Batteriezündvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch die Heizwirkung
des elektrischen Stromes beeinflußte Vorrichtung im Hauptstromkreise vorgesehen ist, um einen unerwünschten
Stromfluß durch diesen Stromkreis selbsttätig zu vermindern oder zu verhindern.
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Eisenwiderstand
mit der Batterie und der Primärwicklung der bekannten Zündungsinduktionsspule in Reihe geschaltet ist. 5"
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE281827C true DE281827C (de) |
Family
ID=537532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT281827D Active DE281827C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE281827C (de) |
-
0
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