DE2816669C2 - Lüftungsgerät - Google Patents
LüftungsgerätInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24F—AIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
- F24F7/00—Ventilation
- F24F7/007—Ventilation with forced flow
- F24F7/013—Ventilation with forced flow using wall or window fans, displacing air through the wall or window
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lüftungsgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein bekanntes Lüftungsgerät dieser Gattung (DE-OS 01 361) weist aufgrund der koaxialen Anordnung des
Zuluft- und des Abluft-Radialgebläses einen äußerst kompakten Aufbau auf. Die Radialgebläse mit axialem
Ansaugen und radialem Ausblasen von Zuluft bzw. von Abluft ergeben große Strömungsquerschnitte und damit
eine gute Förderleistung für Zuluft und Abluft bei geringer Geräuschentwicklung. Die Luftdurchtrittsquerschnitte
für das Ausblasen der Zuluft und der Abluft können mittels Schiebern gedrosselt und vollständig
gesperrt werden. Das bekannte Lüftungsgerät kann dem zu belüftenden Innenraum Zuluft mit einstellbarem
Volumenstrom zuführen und Abluft mit einstellbarem Volumenstrom aus dem Innenraum abführen. Es ist jedoch
mit diesem Lüftungsgerät nicht möglich, die luft in dem Innenraum im Umluftbetrieb umzuwälzen. Ebenso
ist es nicht möglich, im Mischluftbetrieb die Luft des Innenraumes unter Beimischung von Zuluft umwälzen.
Aus der DE-PS 8 17 648 ist ein Lüftungsgerät bekannt, dessen Gehäuse vollständig in den zu belüftenden
Innenraum hineinragt und nur über einen Stutzen mit dem Außenraum in Verbindung steht Das Gehäuse ist
durch eine Trennwand in eine Zuluftkammer und in eine Abluftkammer unterteilt In der Abluftkamme·· ist ein
Abluft-Axialgebläse angeordnet, das Abluft aus dem Innenraum ansaugt und über den Stutzen in den Außenraum
ausbläst In der Zuluftkammer ist ein Zuluft-Radialgebläse angeordnet, das Zuluft über den Stutzen ansaugt
und in den Innenraum ausbläst In dem Stutzen
ίο befindet sich eine schwenkbare Klappe, die in einer
Endstellung die Zuluft- und Abluft-Durchtrittsquerschnitte gegen den Außenraum vollständig freigibt und
gegeneinander vollständig trennt, in der anderen Endstellung die Zuluft- und Abluft-Durchtrittsquerschnitte
gegen den Außenraum vollständig verschließt und miteinander verbindet und in einer Zwischenstellung die
Zuluft- und Abluft-Durchtrittsquerschnitte teilweise mit dem Außenraum und teilweise miteinander verbindet
Das Gerät kann daher im Zuluft-Abluft-Betieb, im Umluft-Betrieb
und im Mischluft-Betrieb verwendet werden. Da das Lüftungsgerät vollständig in den Innenraum
hineinragt ist es sehr platzraubend und beeinträchtigt die Innenarchitektur des Raumes. Strömungstechnisch
ist das Lüftungsgerät äußerst ungünstig. Der Strömungsweg der Zuluft ist stark abgewinkelt. Insbesondere
wird im Mischluft- und Umluft-BetKeb die Abluft mehrfach um 180° umgelenkt und muß nicht nur durch
das Abluft-Axialgebläse, sondern auch durch das Zuluft-Radialgebläse durchtreten. Um einen für die Belüftung
des Innenraumes ausreichenden Luftvolumenstrom zu fördern, ist eine hohe Leistung der Gebläse erforderlich,
die zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten und daher aufgrund der mehrfachen Umlenkung der Strömungsrichtung zu starker Geräuschbildung führt.
Aus der DE-PS 4 95 130 ist es bekannt, zwei Axialgebläse achsparaiie! nebeneinander in die Raumwand einzusetzen,
von denen eines die Abluft aus dem Innenraum nach außen und das andere die Zuluft aus dem
Außenraum nach innen fördert. Diests Lüftungsgerät beansprucht eine große Wandfläche. Die dicht nebeneinander
angeordneten Gebläse führen zu einer unerwünschten Vermischung der Zuluft- und Abluft-Strömung.
Dieses Gerät kann ebenfalls nicht im Umluft- und Mischluft-Betrieb arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lüftungsgerät der eingangs genannten Gattung mit kompaktem
Aufbau, großen Strömungsquerschnitten und guter Förderleistung hei geringer Geräuschentwicklung
so zu verbessern, daß es nicht nur im Zuluft-Abluft-Betrieb
sondern umschaltbar auch im Mischluft- und im Umluft-Betrieb arbeiten kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches
1.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen des Gegenstandes der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Für die aus der DE-PS 8 17 648 an sich bekannten Merkmale wird nur in Kombination mit den übrigen
eo Merkmalen des Patentanspruches 1 Schutz begehrt.
Bei dem erfindungsgemäßen Lüftungsgerät ist das Gehäuse in zwei Kammern unterteilt, die jeweils ein
Radialgebläse aufweisen. Eines dieser Radialgebläse saugt direkt Frischluft an, während das andere Gebläse
direkt Abluft aus dem Rauminneren absaugt. Die angesaugte Zuluft und die angesaugte Abluft können nun
jeweils über die Austrittsöffnungen der entsprechenden Kammern wahlweise unmittelbar der Raumaußcnscitc
oder der Rauminnenseite zugeführt werden. Ebenso ist
es möglich, die Zuluft und die Abluft teilweise nach außen und teilweise nach innen zu leiten. Es ist somit ein
reiner Zuluft-Abluft-Betrieb, ein Mischluft-Betrieb und einer reiner Umluft-Betrieb möglich, wobei in allen Fällen
die Strömungswege in dem Gerät sehr kurz und die Strömungsquerschnitte sehr groß sind. Das Gerät arbeitet
daher in jeder Betriebsart geräuscharm und mit hoher Förderleistung.
Die schwenkbare Verbindung der Austrittsöffnungen der Zuluftkammer und der Abluftkammer mit der Außenseite
bzw. der Innenseite des Raumes ist in einer Ausführungsform der Erfindung dadurch möglich, daß
das Gehäuse jeweils eine nach innen und eine nach außen mündende Öffnung aufweist und an der Trennwand
schwenkbare Klappen vorgesehen sind, die diese Öffnungen so überstreichen, daß sie je nach Klappenstellung
vollständig auf der Zuluftkammerseite, vollständig auf der Abluftkammerseite oder teilweise auf beiden
Seiten derTrennwand liegen.
In einer anderen Ausfühnjngsform weist das Gehäuse
jeweils einen nach der Rauminnenseite und eiaen nach der Raumaußenseite mündenden Austrittskanal auf und
die Austrittsöffnungen der Zuluftkammer und der Abluftkammer können mittels schwenkbarer Klappen oder
Schieber mit veränderlichem Öffnungsquerschnitt mit diesen Austrittskanälen verbunden werden.
In einer dritten Ausführungsform trennt die durchgehende
Trennwand die Zuluftkammer vollständig von der Abluftkammer. Das Gehäuse ist dabei insgesamt in
der Raumwand so schwenkbar, daß in einer Endstellung die Austrittsöffnung der Zuluf tkammer auf der Rauminnenseite
und die Austrittsöffnung der Abluftkammer auf der Raumaußenseite und in der anderen Endstellung die
Austrittsöffnung dsr Züi'jitkarr.mer auf der Raumaußcnseite
und die Austrittsöffnung der Abluftkammer auf der Rauminnenseite liegen.
Grundsätzlich können die beiden Radialgebläse auf der gleichen Welle sitzen und von einem gemeinsamen
Elekiromoto angetrieben werden. Es wird jedoch bevorzugt,
jedes Gebläse unabhängig vom anderen durch einen eigenen Motor anzutreiben. Dies bedeutet zwar
einen etwas größeren Aufwand, bietet aber wesentliche Vorteile. Zuluft- und Ablauffördermenge können unabhängig
voneinander eingestellt werden. Eine erhöhte Zuluftzufuhi· ermöglicht es z. B., einen leichten Überdruck
in dem belüfteten Raum aufrechtzuerhalten. Dies wird /.. B. dazu verwendet, um den Raum von eindringendem
Staub freizuhalten. Eine Verstärkung der Abluftmenge führt zu einem leichten Unterdruck in dem
Raum. Dies wird beispielsweise angewendet, wenn das Austreten von schädlichen Dämpfen, radioaktivem
Staub oder ahnlichem aus dem Raum verhindert werden soll.
Weiter kann die Förderleistung des Zuluft- und des Abluft-Gebläses dem jeweiligen Strömungswiderstand
angepaßt werden. Dies ist beispielsweise zweckmäßig, wenn die Aussaugöffnungen dieser Gebläse oder die
Austrittsöffnungen mit unterschiedlichen Filtern, Heizungseinrichtungen oder dgl. ausgestattet sind.
Schließlich ist bei reinem Umluft-Betrieb auch möglich, das Zuluft-Gebläse vollständig abzuschalten, das in
diesem Falle die angesaugte Frischluft ohnehin nur wieder nach außen ausblasen würde.
Schließlich können bei getrennten Antriebsmotoren für beide Gebläse identische Lüfterräder verwendet
werden, da sie in entgegengesetzter Drehrichtung angelrieben
werden können. Dies reduziert die Anzahl der für das Gerät erforderlichen verschiedenen Bauelemente.
Das Verschwenken der Klappen, Schieber oder des ganzen Gehäuses je nach Ausführungsform kann unterschiedlich
ausgestaltet sein. Im einfachsten Falle ist nur ein Umschalten zwischen den zwei Endstellungen des
reinen Zuluft-Abluft-Betriebs und des reinen Umluft-Betriebs erforderlich. Es kann auch ein schrittweises
Umschalten über eine oder mehrere Zwischenstellungen mit Mischluft-Betrieb erfolgen. Schließlich ist auch
ein kontinuierliches Umschalten zwischen beiden Endstellungen möglich.
Das Verschwenken kann manuell durch einen Handhebel erfolgen. Für ein schrittweises Verschwenken
können Stellmagnete verwendet werden. Ein kontinuierliches Verschwenken erfolgt vorzugsweise durch einen
Stellmotor. Das Verschwenken durch Stellmagnete oder einen Stellmotor eignet sich insbesondere für die
automatische Steuerung durch Uhren oder Meßfühler für die Temperatur, Luftfeuchtigkeit °..auch- oder Gasgehalt
der Luft oder dgl.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Schwenkstellung beim Einbau des Lüfters einmal zu justieren
und dann für die gesamte Betriebsdauer festzustehen.
Das Verschwenken der Klappen oder Schieber erfolgt für die Austrittsöffnungen der Zuluftkammer und
der Abluftkammer zweckmäßigerweise symmetrisch, so daß der gesamte Austrittsquerschnitt für die Luftströmungen
des Zuluftgebläses und des AHuftgebläses bei jeder Betriebsweise konstant bleibt und sich nur das
Verhältnis ändert, in welchem diese Strömungen auf die jeweiligen Austrittsöffnungen verteilt werden.
Das Gehäuse des Gerätes ist vorzugsweise als gerades,
an den Längskanten abgerundetes Prisma ausgebildet. das zur die Längsachse enthaltenden Trennwand
symmetrisch ist. Dadurch können in einfacher Weise rechteckige Klappen bzw. ein rechteckiger Wandausschnitt
für das schwenkbare Gehäuse verwende· werden.
Auch herstellungstechnisch ergeben sich durch diese Gel liuseform wesentliche Vorteile. Die zur Raumwand
senkrechten Stirnflächen des Gehäuses, die die Gru.idflächen
des Prismas bilden, können von vier identischen Teilen gebildet werden, ilie jeweils paarweise zu beiden
Seiten der Trennwand angeordnet sind. Diese Teile können Spritzgußteile oder Blechtiefziehteile sein.
Zwischen diesen Stirnflächen können Profilteile eingesetzt sein, die die Mantelfläche des prismenförmigen
Gehäuses bilden. Im Bereich der Ansaugöffnungen der Gebläse und im Bereich der Austrittsöffnungen sind diese
Profilteile als Jalousielamellen ausgebildet, während sie im übrigen Bereich eine geschlossene Wand bilden.
Die": Profilteile können aus Kunststoff oder Aluminium
extrudiert werden. Dies hat neben der preisgünstigen Herstellung de;1 Vorteil, daß dieselben E,v.trusion3-profile
zur Herstellung unterschiedlich bieiter Gehäuse verwendet werden können, wie sie benötigt werden,
wenn eventuell zwei oder mehrere Gebläse nebeneinander in einem Gtnäuse untergebracht werden sollen
oder wenn das Gehäuse aus innenarchitektonischen Gründen verbreitert werden soll.
Die prismenförmige Gestalt des Gehäuses bietet schließlich auch den Vorteil, daß mehrere Gehäuse
praktisch fugenlos aneinandergefügt werden können.
t5 Im folgenden wird das Lüftungsgerät nach der Erfindung anhand der Zeichnung von drei Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Lüftunss-
geräts.
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des Lüftungstgeräts nach F i g. 1 mit abgenommenem Gehäuse,
F i g. 3a bis 3c einen schematischen Axialschnitt durch das Lüftungsgerät gem. F i g. 1 im Zuluft-Abluft-Betrieb,
im Mischluft-Betrieb bzw. im Umluft-Betrieb,
F i g. 4a bis 4c einen .schematischen Axialschnitt durch
ein anderes Ausführungsbeispiel des Lüftungsgerätes im Zuluft-Abluft-Betrieb, im Mischluft-Betrieb bzw. im
Umluft-Betrieb und
F i g. 5a und 5b einen schematischen Axialschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel des Lüftungsgerätes
im Zuluft-Abluft-Betrieb bzw. im Umluftbetrieb.
Das Lüftungsgerät hat ein Gehäuse 10, das die Form eines geraden Prismas aufweist, dessen Längskanten
und Mantelflächen auch abgerundet sein können.
In der vertikalen Mittelebene wird das Gehäuse 10 durch eine Trennwand 12 in zwei zu dieser symmetrische
Hallten unterteilt. Die Grundflächen des Prismas, die die Stirnflächen des Gehäuses 10 bilden, bestehen
jeweils aus zwei senkrecht und symmetrisch zur Trennwand 12 angeordneten Seitenwänden 14. Alle vier
Seitenwände 14 haben gleiche Form und sind aus Kunststoff im Spritzgußverfahren oder aus Blech im
Tiefziehverfahren hergestellt.
Die Mantelflächen des Gehäuses 10 werden durch Profile gebildet, die zwischen die Seitenwände 14 eingesetzt
sind und aus Kunststoff oder Aluminium extrudiert sind. Die in den zur Trennwand 12 parallelen Mantelflächen
eingesetzten Profile sind als Jalousielamellen 16 ausgebildet, zwischen denen Schlitze freibleiben, um die
Luft zu einer Ansaugöffnung 18 gelangen zu lassen. Auch die vordere obere, schräge Mantelfläche ist durch
Profile in Form von Jalousielamellen 20 ausgebildet, die Zwischenräume für den Luftaustritt aus einer Austrittsöffnung 36 frei lassen. Die vordere untere, schräge Mantelfläche
ist durch ein Profi! in Form einer Platte 22
vollständig verschlossen (F ig. 1). Die in der perspektivischen
Darstellung der F i g. 1 nicht sichtbaren Mantelflächen des Gehäuses 10 sind entsprechend ausgebildet,
d. h. die hintere obere, schräge Mantelfläche ist durch eine Platte 22 geschlossen und die hintere untere, schräge
Mantelfläche weist Jalousielamellen 20 für eine Austrittsöffnung 34 auf. Die axiale Länge des Gehäuses 10
ist durch entsprechendes Ablängen der Profile den jeweiligen Erfordernissen angepaßt.
Das Gehäuse 10 des Lüftungsgerätes ist in eine Raumwand 24 eines zu belüftenden Innenraumes eingebaut
In dem in den F i s 1 bis 3c dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel liegt die Trennwand 12 in der Ebene der Raumwand 24.
Die Trennwand 12 unterteilt das Gehäuse 10 in eine einem Außenraum zugewandte Zuluftkammer 26 und in
eine einem Innenraum zugewandte Abluftkammer 28.
in der Zuluftkammer 26 befindet sich ein Radialgebläse 30, welches durch die eine Ansaugöffnung 18 aus dem
Außenraum Außenluft als Zuluft ansaugt und radial in die Zuluftkammer 26 ausbläst. Koaxial dazu ist in der
Abluftkammer 28 ein Radialgebläse 32 angeordnet, welches durch die andere Ansaugöffnung 18 axial Abluft
aus dem Innenraum ansaugt und radial in die Abluftkammer 28 ausbläst.
Die beiden Radialgebläse 30 und 32 sind unabhängig voneinander durch zwei nicht dargestellte getrennte
Elektromotoren antreibbar.
Die Trennwand 12 weist oberhalb und unterhalb der Radialgebläse 30 und 32 öffnungen auf, die durch
schwenkbar an der Trennwand 12 angelenkte Klappen 38 bzw. 40 verschließbar sind. Die untere Klappe 38 ist
dabei in die Zuluftkammer 26 hinein verschwenkbar, wobei sie mit ihrer freien Kante über die Austrittsöffnung34
hinwegstreicht (F ig. 3a —c). In entsprechender
Weise ist die obere Klappe 40 in die Zuluftkammer 28 hinein verschwenkbar und streicht dabei über die Austrittsöffnung
36 hinweg.
Das Verschwenken der Klappen 38 und 40 erfolgt gleichzeitig durch ein Hebelgestänge 42, welches manueil
durch einen Handgriff 44 betätigbar ist. Das Verschwenken der Klappen 38 und 40 kann schrittweise
oder kontinuierlich erfolgen.
Sind die Klappen 38 und 40 vollständig geöffnet, so nehmen sie die in Fig. 3a gezeigte Stellung ein. Die
untere Klappe 38 schließt dabei die Zuluftkammcr 26 gegen die Austrittsöffnung 34 ab, während die obere
Klappe 40 die Zuluftkammer 26 mit der Austriitsöffnung
36 der Abluftkammer 28 verbindet. Umgekehrt schließt die uuci'c Klappe 40 die AbiüfikäiufTicr 28 gcgen
deren Austrittsöffnung 36 ab und die untere Klappe 38 verbindet die Abluftkammer 28 mit der in den Außenraum
mündenden Austrittsöffnung 34 der Zuluftkammer 26.
Wie die eingezeichneten Pfeile zeigen, fördert somit das Radialgebläse 30 die gesamte aus dem Außenraum angesaugte Zuluft über die Austrittsöffnung 36 in den Innenraum. Das Radialgebläse 32 fördert die gesamte vom lnnCi»-aum angesaugte Abluft über die Ausirittsöffnung 34 nach außen. Das Lüftungsgerät arbeitet somit im reinen Zuluft-Abluft-Betrieb.
Wie die eingezeichneten Pfeile zeigen, fördert somit das Radialgebläse 30 die gesamte aus dem Außenraum angesaugte Zuluft über die Austrittsöffnung 36 in den Innenraum. Das Radialgebläse 32 fördert die gesamte vom lnnCi»-aum angesaugte Abluft über die Ausirittsöffnung 34 nach außen. Das Lüftungsgerät arbeitet somit im reinen Zuluft-Abluft-Betrieb.
Werden die Klappen 38 und 40 in die in Fig.3b gezeigte
Zwischenstellung geschwenkt, so steht die Zuluftkammer 26 sowohl mit einem Teil ihrer Austrittsöffnung
34 als auch mit einem Teil der Austrittsöffnung 36 der Abluftkammer 28 in Verbindung. Ebenso steht clic Abluftkammer
28 mit einem Teil ihrer Austrittsöffnung 36 und einem Teil der Austrittsöffnung 34 der Zuluf'kammer
26 in Verbindung.
Wie die in F i g. 3b eingezeichneten Pfeile zeigen, fördert
somit das Radialgebläse 30 einen Teil der angesaugten Frischluft über die Austrittsöffnung 36 in den
Innenraum und einen Teil über die Austrittsöffnung 34 wieder nach außen. Entsprechend fördert das Radialgebläse
32 einen Teil der aus dem Innenraum angesaugten Abluft über die Austrittsöffnung 34 nach außen und den
anderen Teil über die Austrittsöffnung 36 als Umluft in den Innenraum zurück. Über die Austriitsöffnung 36
wird dem Innenraum somit ein Gemisch aus Zuluft und Abluft zugeführt, so daß das Lüftungsgerät im Mischluftbetrieb
arbeitet.
Werden die Klappen 38 und 40 vollständig geschlossen (F i g. 3c), so fördert das Radialgebläse 30 die gesamte
angesaugte Frischluft wieder nach außen zurück, während das Radialgebläse 32 die gesamte angesaugte
Abluft wieder in den Innenraum zurückfördert. Das Lüftungsgerät arbeitet somit im reinen Umluft-Betrieb.
Unabhängig von der Betriebsweise des Lüftungsgerätes wird dem Innenraum die Luft stets durch die nach
oben gerichtete Austrittsöffnung 36 zugeführt. Die eintretende Luftströmung ist somit gegen die nicht dargestellte
Raumdecke gerichtet, wie dies für eine optimale zugfreie Belüftung erwünscht ist.
In der Betriebsstellung der F i g. 3c kann das Radialgebläse
30 vollständig abgeschaltet werden. Auch wenn das Lüftungsgerät vollständig außer Betrieb ist, wird es
in die Stellung der F i g. 3c gebracht In dieser Stellung wird durch die Trennwand 12 mit dem geschlossenen
Klappen 38 und 40 der Innenraum vollständig luftdicht
gegen den AuUenraum abgeschlossen.
Das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4a—4c
wird im folgenden nur soweit erläutert, wie es sich von dem ersten Ausführungsbeispiel unterscheidet. Für
übereinstimmende Bauteile sind gleiche Bezugszeichen ■> verwendet.
Das Gehäuse 10 ist bei diesem Ausführungbeispiel so in die Rn'imwand 24 eingebaut, daß die Trennwand 12
gegen die Raumwand 24 geneigt ist. Die Ansaugöffnung 18 des Radialgebläses 30 ist ebenfalls nach der Raumaußenscite
und die Ansaugöffnung 18 des Radialgebläses 32 nach der Rauminnenseite gerichtet.
Die Zuluftkammer 26 und die Abluftkammer 28 münden jedoch beide, im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel
oben über eine gestrichelt angedeutete Austriltsöffnung 46 bzw. 48 in einen in den Innenraum
gerichteten Austrittskanal 50 und unten über eine ebenfalls gestrichelte Austrittsöffnung 46' bzw. 48' in einen
nach außen gerichteten Austrittskanal 52.
An der Trennwand 12 ist oben eine schwenkbare Klappe 54 und unten eine schwenkbare Klappe 56 angeordnet,
die ebenfalls gemeinsam und entgegengesetzt zueinander verschwenkbar sind.
In der in Fig.4a gezeigten einen Endstellung der
Klappen 54 und 56 verschließt die Klappe 54 die Austrittsöffnung 48 der Abluftkammer 28 vollständig gegenüber
dem Austrittskanal 50 und gibt die Austrittsöffnung 46 der Zuluftkammer 26 vollständig gegen den
Austrittskanal 50 frei. Umgekehrt verschließt die untere Kläppe 56 die Austrittsöffnung 46' der Zuluftkammer 26
vollslär-lig gegen den Austrittskanal 52 und gibt die
Austriltsöffnung 48' der Abluftkammer 28 vollständig
gegen diesen Austrittskanal 52 frei. Die gesamte vom Radialgebläse 30 angesaugte Frischluft wird somit über
den Austrittskanal 50 in den Innenraum gefördert, währcnd
die gesamte vom Radialgebläse 32 angesaugte abluft über den Austrittskanal 52 nach außen gefördert
wird. Die Vorrichtung arbeitet daher im reinen Zuiuft-Abluft-Betrieb.
Werden die Klappen 54 und 56 in die in Fig.4b gezeigte
Zwischenstellung verschwenkt, so gibt die obere Klappe 54 die Austrittsöffnungen 46 und 48 und die
untere Klappe 56 die Austrittsöffnungen 46' und 48' jeweils mit verringertem Strömungsquerschnitt frei.
Das Radialgebläse 30 fördert somit die angesaugte Frischluft teilweise durch den Austrittskanal 50 nach
innen und teilweise durch den Austrittskanal 52 nach außen. Ebenso fördert das Radialgebläse 32 die abgesaugte
Raumluft teilweise als Umluft über den Austrittskanai 50 in den innenraum zurück und teilweise durch
den Austrittskanal 52 nach außen. Das Gerät arbeitet somit im Mischluftbetrieb.
In der in Fig.4c gezeigten Stellung verschließt die
obere Klappe 54 die Zuluftkammer 26 vollständig gegen den Austrittskanal 50 und gibt die Abluftkammer 28
vollständig gegen diesen Austrittskanal 50 frei. Umgekehrt verschließt die untere Klappe 56 die Abluftkammer
28 vollständig gegen den Austrittskanal 52 und gibt die Zuluftkammer 26 vollständig gegen diesen Austrittskanal
52 frei. Das Lüftungsgerät arbeitet somit im reinen Umluft-Betrieb.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann in der in F i g. 4c gezeigten Stellung das Radialgebläse 30 abgeschaltet
werden und das Lüftungsgerät schließt den Innenraum vollständig luftdicht nach außen ab. Ebenso ist
der Austrittskanal 50 nach oben gerichtet, so daß der dem Innenraum zugeführte Luftstrom zunächst gegen
die Raumdecke geleitet wird.
Bei den in den F i g. 5a und 5b gezeigten dritten Ausführungsbeispiel
sitzt das Gehäuse 10 des Lüftungsgerätes um eine horizontale Achse 58 schwenkbar in der
Raumwand 24. Die Trennwand 12 ist in diesem Ausführungsbcispiel durchgehend iiusgcbildel. so daß sie die
Zuiuitkammer 26 stets voiisiändig von der Abiuftkammer
28 trennt.
Die Zuluftkammer 26 weist an ihrer oberen scnrägen
Mantelfläche eine Austrittsöffnung 60 auf, während die Abluftkammer 28 an ihrer schrägen unteren Mantelfläche
eine Austrittsöffnung 62 aufweist.
In der in Fig. 5a gezeigten einen Endstellung der Schwenkbewegung des Gehäuses 10 gelangt die Austrittsöffnung
60 der Zuluftkammer 26 auf die Rauminnenseite der Raumwand 24 und die Austrittsöffnung 62
der Abluftkammer 28 gelangt auf die Raumaußenseite. Die gesamte vom Radialgebläse 30 angesaugte Frischluft
wird somit nach innen gefördert, während die gesamte vom Radialgebläse 32 angesaugte Raumluft nach
außen gefördert wird. Das Lüftungsgerät arbeitet somit im reinen Zuluft-Abluft-Betrieb.
In der in Fig.5b gezeigten anderen Endstellung der
Schwenkbewegung des Gehäuses 10 befindet sich die Austrittsöffnung 60 der Zuluftkammer 26 auf der Außenseite
der Raumwand 24 und die Austrittsöffnung 62 der Abluftkammer 28 auf der Rauminnenseite. Die gesamte
vom Radialgebläse 30 angesaugte Frischluft wird somit wieder nach außen gefördert, während die gesamte
vom Radialgebläse 32 angesaugte Raumluft als Umluft wieder in den Innenraum gelangt. Das Lüftungsgerät
arbeitet somit im reinen Umluft-Betrieb.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, kann das Lüftungsgerät in Zwischenstellungen zwischen den Endstellungen
der F i g. 5a und 5b auch im Mischluftbetrieb arbeiten, in welchem dem Innenraum teils frische Zuluft und
teils Umluft zugeführt wird.
In der in Fig.5b gezeigten Stellung kann das Radialgebläse
30 vollständig abgeschaltet werden. In dieser Stellung ist der Innenraum luftdicht gegen den Außenraum
abgeschlossen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Lüftungsgerät mit einem in eine Raumwand eines zu belüftenden Innenraumes einsetzbaren Gehäuse,
das durch eine Trennwand in eine Zuluftkammer und in eine Abluftkammer unterteilt ist, mit einem
in der Zuluftkammer angeordneten Zuluft-Radialgebläse, das Zuluft aus dem Außenraum ansaugt
und in die Zuluftkammer ausbläst, und mit einem koaxial zu dem Zuluft-Radialgebläse in der Abluftkammer
angeordneten Abluft-Radialgebläse, das Abluft aus dem Innenraum ansaugt und in die Abluftkammer
ausbläst, wobei die Zuluftkammer mit dem Innenraum und die Abluftkammer mit dem Außenraum
verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß mittels einer Schwenkeinrichtung die Zuluftkammer (26) mit dem Außenraum und die
Abluftkammer (28) mit dem Innenraum sowie in einer Zwischensteiiung der Schwenkeinrichtung die
Zuiuflkammer (26) und die Abiuflkammer (28) sowohl
mit dem Außenraum als auch mit dem Innenraum verbindbar ist.
2. Lüftungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (12) gegenüber
der Raumwand (24) geneigt angeordnet ist.
3. Lüftungsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, mit fest in die Raumwand des Raumes eingesetztem
Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkeinrichtung zwei an der Trennwand (12)
schwenkbar a: gelenkte Klappen (38 und 40 bzw. 54 und 56) aufweist.
4. Lüftungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwep-tinriehiung zum
Schwenken des Gehäuses (10) um eine in der Ebene der Raunwand (24) verlaufende, zu der Achse der
Radialgebläse (30, 32) senkrechte Achse (58) ausgebildet ist.
5. Lüftungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Radialgebläse
{30,32) je einen getrennten Antriebsmotor aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782816669 DE2816669C2 (de) | 1978-04-18 | 1978-04-18 | Lüftungsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782816669 DE2816669C2 (de) | 1978-04-18 | 1978-04-18 | Lüftungsgerät |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2816669A1 DE2816669A1 (de) | 1979-10-31 |
| DE2816669C2 true DE2816669C2 (de) | 1986-06-26 |
Family
ID=6037223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782816669 Expired DE2816669C2 (de) | 1978-04-18 | 1978-04-18 | Lüftungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2816669C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29611518U1 (de) * | 1996-07-02 | 1997-11-06 | Siegenia-Frank Kg, 57074 Siegen | Lüftungsvorrichtung |
| DE102015201604A1 (de) * | 2015-01-30 | 2016-08-04 | Vaillant Gmbh | Luftverteilungssystem |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010071A1 (de) * | 1980-03-15 | 1981-09-24 | Fa. J. Eberspächer, 7300 Esslingen | Belueftungs- und entlueftungseinrichtung fuer abgeschlossene raeume |
| US4526227A (en) * | 1982-08-05 | 1985-07-02 | William B. Hurt | Spot thermal or environmental conditioner |
| DE102021110148A1 (de) | 2021-04-21 | 2022-10-27 | Ventomaxx Gmbh | Lüftungsvorrichtung, Wandventilatoreinsatz und zugehöriger Mauerkasten |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE495130C (de) * | 1930-04-02 | Alexander Gerlach | Kraftbetriebene Lueftungseinrichtung fuer Gebaeuderaeume | |
| DE817648C (de) * | 1950-06-24 | 1951-10-18 | Meyer Fa Rud Otto | Lueftungsgeraet fuer Frischluft-, Abluft- und/oder Umluft-Betrieb |
| DE1901361B2 (de) * | 1968-01-29 | 1972-09-14 | Baumann, Ludwig, Niederhelfenschwil, St. Gallen (Schweiz) | Raumventilator mit gleichzeitiger foerderung von zugluft und fortluft, insbesondere mit absperroganenfuer beide luftstroeme |
-
1978
- 1978-04-18 DE DE19782816669 patent/DE2816669C2/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29611518U1 (de) * | 1996-07-02 | 1997-11-06 | Siegenia-Frank Kg, 57074 Siegen | Lüftungsvorrichtung |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2816669A1 (de) | 1979-10-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: RITTO-WERK LOH GMBH & CO KG, 6342 HAIGER, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |