DE2814863A1 - Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen betaetigung von stellgliedern bei einer brennkraftmaschine - Google Patents
Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen betaetigung von stellgliedern bei einer brennkraftmaschineInfo
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Description
28H863
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung nach Gattung des Hauptanspruchs. Es ist eine Einrichtung
zur Steuerung von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine und einer Einspritzvorrichtung, die jedem
Zylinder der Brennkraftmaschine zugeordnet ist, bekannt. Bei dieser bekannten Einrichtung ist ein einziger Drehschieber
zur Steuerung aller Gaswechselventile und ein einziger Drehschieber zur Steuerung aller Einspritzvorrichtungen
vorgesehen, über lange Leitungen wird die Verbindung zwischen den Drehschiebern und den Stellgliedern
hergestellt. Dabei ist zur Betätigung der Ventile ein doppelt wirkender Arbeitskolben vorgesehen mit unterschiedlicher
Wirkfläche. Der an die kleinere der Wirkflächen angrenzende Arbeitsraum ist ständig mit der
Druckquelle verbunden. Der gegenüberliegende Arbeitsraum wird gesteuert durch die Steuernuten am Drehschieber
abwechselnd mit der Druckquelle oder mit einer Entlastungsleitung verbunden. Eine Änderung der Steuerzeiten bzw.
der Überdeckung der Ventilöffnungszeiten von Auslaßventil und Einlaßventil wird durch Verschieben des Drehschiebers
erreicht, auf dem die Steuernuten schräg zur Drehschieberachse verlaufende Steuerkanten aufweisen.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß zum einen unterschiedlich lange Verbindungsleitungen zu den einzelnen
Stellgliedern vorgesehen sind und daß zum anderen diese Leitungen insgesamt sehr lang sein müssenj weil der
Drehschieber für die Steuerung weit entfernt von den einzelnen Betätigungsorganen an den Zylinderköpfen der
Brennkraftmaschine ist. Sobald eine der Leitungen mit Druckquelle verbunden ist, pflanzt sich der Druck in
Form einer Druckwelle in der Leitung fort bis er am Kolben des Stellglieds reflektiert wird und wieder
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zurückläuft. Aufgrund der langen Laufwege der Druckwelle
kann diese sich in der Amplitude stark ausbilden und weist eine sehr geringe Frequenz auf. Dies führt dazu,
daß die öffnung z. B. eines der Gaswechselventile nicht schlagartig und nicht kontinuierlich erfolgen kann, so
daß ein exaktes Einhalten von gewünschten Steuerzeiten nicht möglich ist. Nachteilig ist ferner, daß beim
Öffnungshuh der Gaswechselventile der Kolben gegen den Druck der Druckquelle arbeiten muß, die die Eigenschaft
einer hydraulischen Feder aufweist und damit sich nachteilig auf eine erreichbare maximale Öffnungsgeschwindigkeit
auswirkt.
Die verwendeten Steuerschieber weisen jeweils nur eine einzige druckführende Steuernut auf, so daß der Drehschieber
durch diese einseitig belastet wird. Dies führt bei hohen Betriebsdrücken zu frühzeitigem Verschleiß und zu Dichtproblemen,
die die Funktionsfähigkeit der gesamten Einrichtung negativ beeinflussen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
daß kürzeste Verbindungswege zwischen den Steuernuten des Drehschiebers und den Arbeitsräumen der Stellglieder verwirklicht
werden können bei großen Durchflußquerschnitten.
Damit ist gewährleistet, daß die einzelnen Betätigungsorgane wie die Gaswechselventile oder Pumpkolben von Einspritzvorrichtungen
schnell und exakt gesteuert werden können. Die symmetrische Anordnung der Steuerschlitze bewirken
einen Kräftausgleich am Drehschieber, so daß dieser in Art eines nichtbelasteten Gleitlagers mit geringem Energieaufwand
angetrieben werden kann und ein sehr günstiges Verschleißverhalten aufweist.
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M 281A863
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der im Hauptanspruch angegeben Einrichtung möglich.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung- dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Ansicht einer Brennkraftmaschine mit erfindungsgemäß
dieser zugeordneten und gemeinsam angetriebenen Drehschiebern, Fig. 2 einen Teilschnitt durch einen Drehschieber
und die Brennkraftmaschine, Fig. 3 einen Schnitt quer zur Drehschieberachse mit einem doppelt wirkenden
Arbeitskolben eines Stellglieds in einer ersten Stellung (Ventil geschlossen), Fig. 4 einen zweiten Schnitt durch
den Drehschieber gemäß Fig. 3 mit in einer zweiten Stellung befindlichem Arbeitskolben (Ventil geöffnet), Fig. 5 eine
Abwicklung des Drehschiebers gemäß dem Schnitt nach Fig. 3, Fig. 6 eine Abwicklung des Drehschiebers gemäß dem
Schnitt nach Fig. 4, Fig. 7 die Ausgestaltung des Verbindungsquerschnitts
am^Drehschieber der Verbindungsleitungen zu den Arbeitsräumen der Arbeitskolben, Fig.8
die Ventilerhebungskurven in Abhängigkeit vom Drehwinkel der Kurbelwelle, Fig. 9 einen Schnitt durch eine Pumpedüse,
die durch den erfindungsgemäß ausgestalteten Drehschieber betätigt wird, Fig. 10 die Abwicklung des
Drehschiebers mit den die Pumpedüse steuernden Steuernuten, Fig. 11 eine zweite Ausgestaltung der die Pumpedüse
steuernden Steuernuten, Fig.. 12 eine Abwicklung eines Teils der Steuernuten gemäß der Ausführung nach Fig. 11,
Fig. 13 ein Förderdiagramm bezogen auf den Kurbelwinkel der Ausführungen gemäß Fig. 9 bis 12, und Fig. 14 eine
alternative Ausführungsform des Arbeitskolbens der Ausführungsbeispiele
nach Fig. 3 und 4.
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Pig. 1 zeigt die Teilansicht einer Brennkraftmaschine mit vier Zylindern. Jedem Zylinder ist ein Drehschieber
2 zugeordnet, der an einer seiner außenliegenden Enden ein Antriebsrad 4 aufweist. Die Drehschieber liegen
zueinander parallel mit horizontalen und senkrecht zur Kurbelwelle verlaufenden Achsen. Die Antriebsräder
werden z. B. gemeinsam mit Hilfe eines Zahnriemens 5 angetrieben, der über Führungsrollen 6 so geführt ist,
daß er gleichzeitig mit mehreren Zähnen in die Zahnung der entsprechend ausgestalteten Antriebsräder eingreift.
Statt eines Antriebs mit einem Zahnriehmen ist natürlich
auch in äquivalenter Weise ein Antrieb mittels einer Kette bei entsprechend ausgestaltenen Antriebsrädern möglich.
Der Antrieb des Zahnriemens erfolgt über ein Triebrad in der Weise, daß die Drehschieber 2 mit einem Viertel
der Kurbelwellendrehazhl umlaufen. Für die exakte Einhaltung
der Synchronität ist ferner eine Spannrolle 8 vorgesehen, die über einen Winkelhebel 9 von einem
Hydraulikkolben 10 auf den Zahnriemen 5 gepreßt wird. Der Hydraulikkolben 10 wird auf seiner Rückseite vom
Öldruck der Brennkraftmaschine und der Kraft einer Feder beaufschlagt und weist in .der Verbindungsleitung 12 zur
Öldruckquelle eine Drossel.13 auf, die eine dämpfende
Wirkung auf den Kolben 10 hat, so daß auftretende Schwingungen des Zahnriemens somit unterdrückt werden
können. Die Verzahnung des Zahnriemens 5 liegt außen und die Antriebsräder 4 sind jeweils von oben auf den Zahnriemen
aufsetzbar, so daß somit eine Demontage einzelner Drehschieber oder Antriebsräder 4 ohne Demontage des
Zahnriemens oder anderer Drehschieber möglich ist und somit bei der Demontage eines Drehschiebers die Zuordnung
der Stellung der übrigen Drehschieber erhalten bleibt.
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Der Schnitt nach Fig. 2 zeigt die angepaßte Ausgestaltung des Zylinderkopfes Ik. Die Hubkolbenbrennkraftmaschine
weist dabei den üblichen hin und hergehenden Kolben 15 auf. der im Zylinder 16 den Zylinder 18
einschließt. Über Gaswechselventile 20 und 21 ist dieser Brennraum mit den Abgassammeisystem bzw. mit dem Ansaugsystem
verbunden.
Der Ventilschaft der Gaswechselventile ist jeweils mit einer Betätigungsstange 24 eines Arbeitskolbens 25
verbunden, der Teil eines Stellglieds 26 ist. Die Stellglieder sind unmittelbar an einem Gehäuse 29
befestigt, das eine Zylinderbohrung 30 zur Aufnahme des Drehschiebers 2 aufweist. Von diesem ist ein Teil
in der Fig. 2 gezeigt. Bei im Winkel von 90 Grad zueinander stehenden Gaswechselventilen 21 und 22 ergibt
sich eine symmetrische Anordnung, wobei der rechte äußere Teil des Drehschiebers zur Steuerung des rechten
Gaswechselventils 21 und der linke äußere Teil des Drehschiebers zur Steuerung des linken Gaswechseiventils
22 dienen. Der mittlere Teil des Drehschiebers weist bei diesem Ausführungsbeispiel Steuernuten 32 zur Steuerung
einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung 33 auf in Form einer sogenannten Pumpedüse. Statt eines einzigen, mit
verschiedenen Steuerbereichen versehenen Drehschiebers können auch z. B. 3 Schieberteile, die miteinander
gekuppelt sind, verwendet werden. Die Anordnung und Funktion der Steuernuten für die Betätigung der Stellglieder
26 und der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 33 sind den folgenden Figuren zu entnehmen.
Beiderseits der Steuernuten 32 sind Ringnuten vorgesehen.
Dabei ist die eine Ringnut eine Druckmittelverteilnut 35j die zur Weiterleitung des unter Druck
zugeführten hydraulischen Druckmittels an unter Druck stehende Steuernuten dient. Die andere Ringnut ist eine
Druckentlastungsnut 36, die zur Abführung des Druckmittels
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- r - R- & 5 a V
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von den einzelnen Entlastungssteuernuten dient. Die Druckmittelverteilnut 35 ist ständig über eine Druckleitung
38 mit einem Druckspeicher 39 verbunden, der
über eine Druckversorgungsleitung 40 von einer Pumpe 41 mit Druckmittel versorgt wird. Als Druckspeicher
kann pro Betätigungsorgan ein einzelner Druckspeicher verwendet werden, um die Verbindung zu den Drucksteuernuten
bzw. den Stellgliedern möglichst kurz zu halten. Es können aber auch diese einzelnen Druckspeicher gemäß
Fig. 2a zu einem einzigen, jeweils einem Drehschieber
zugeordneten Druckspeicher 39' zusammengefaßt v/erden.
Dieser besitzt dann eine einzige Membran 37'a die von einer eingeschlossenen Druckgasfüllung belastet ist
und pro Stellglied eine direkte Verbindungsbohrung zu den Drucksteuernuten hat, um die Drosselung des su den Stellgliedern
fließenden Druckmittels möglichst gering zu halten.
Im Bypaß zur Pumpe 4l ist ein Drucksteuerventil 42 vorgesehen. Die Saugseite der Pumpe 41 ist über eine
Saugleitung 43 mit dem Druckmittelvorratsbehälter 44
verbunden, der (bei der z. B. gezeigten Ausführungsform) als eine in einem Hohlraum des Zylinderskopfs
vorgesehene Auffangswanne ausgebildet sein könnte. Die Auffangwanne liegt unterhalb des Gehäuses 29 im
Zylinderkopf 14 und ist mit der Druckentlastungsnut 36 des Drehschiebers 2 ständig über eine oder mehrere
große öffnungen 46 in der Wand des Gehäuses 29 verbunden. In die Druckentlastungsnut 36 münden
radiale Bohrungen 47 3 die zu einer axialen, den
Drehschieber durchdringenden Bohrung 48 führen, an die die Entlastungssteuernuten angeschlossen sind.
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Die Verteilung der Steuernuten auf dem Drehschieber 2 zur Steuerung der Stellglieder 26 ist den Figuren
3ibis 6 zu entnehmen. Fig. 3 zeigt dabei, daß der Drehschieber 2 vier Steuernuten aufweist, von denen sich
je zwei Nuten gleicher Größe und Form paarig gegenüberliegen. Die beiden schmalen Entlastungssteuernuten 50 und 51
sind durch eine Radialbohrung 52 mit der Axialbohrung verbunden, die zur Druckentlastungsnut 36 führt.
Die beiden anderen Drucksteuernuten 53 und 54 größerer
Breite sind ständig mit der Druckquelle, d. h. über Druckverteilernut 35 mit dem jedem Drehschieber 2 zugeordneten
Druckspeicher 39 verbunden.
Der Drehschieber 2 ist in der Zylinderbohrung 30 in einer
dicht in das Gehäuse 29 eingepaßten, drehbaren Hülse geführt. Die Hülse 56 ist mittels einer Hebels 57
drehbar und weist einen Verbindungsquerschnitt 58 auf, der in eine Verbindungsaußennut 59 in der Hülse 56 .
übergeht. Von der Verbindungsaußehnut 56 führt eine
im Gehäuse 29 verlaufende Verbindungsleitung 60 zu einem ersten Arbeitsraum 61 des Stellglieds 26. Die Verbindungsaußennut
59 gewährleistet dabei, daß in jeder Drehstellung im ausgewählten Drehbereich der Hülse 56 die Verbindung
zwischen Verbindungsleitung und Verbindungsquerschnitt 58 bestehen bleibt.
Das Gehäuse des Stellglieds 26 ist mit dem Gehäuse 29 des Drehschiebers 2 unmittelbar verbunden.
Das Stellglied weist dabei einen Arbeitskolben 25 auf, der dicht in einem beiderseitig geschlossenen Zylinder
verschiebbar ist und beiderseits aus diesem dicht herausführende Führungsstangen 64 und 24 aufweist, wobei die
Führungsstange 24 die Betätigungsstange für das zugehörige
Gaswechselventil ist.
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In der gezeigten Stellung nimmt der erste auf der einen Seite des Kolbens 25 im Zylinder 63 eingeschlossene
Arbeitsraum 61 sein größtes Volumen ein, während der zweite, auf der anderen Seite des Kolbens
im Zylinder 63 eingeschlossene Arbeitsraum 62 die kleinste Größe aufweist. Bünde1165 beiderseits des
Arbeitskolbens 25 sind entsprechende tassenförmige Ausnehmungen 66 an den Stirnseiten des Zylinders 63
zugeordnet und dienen als Dämpfungstassen zur Abbremsung der Kolbenbewegung kurz vor der Endstellung. Weiterhin
ist in der Zylinderwand eine Entlastungs- und Spülbohrung 67 vorgesehen, die in der jeweiligen Endstellung des
Kolbens durch diesen aufgesteuert wird und den jeweiligen
Arbeitsraum mit dem Druckmittelvorratsbehälter HH verbindet
Der zweite Arbeitsraum 62 wird über eine zweite Verbindungsleitung 69 von Steuernuten auf dem Drehschieber
2 angesteuert. Diese Nuten sind jedoch im Schnitt nach Fig. 3 nicht erfaßt und liegen axial
neben den in Fig. 3 gezeigten Nuten, weshalb die zweite Verbindungsleitung 69 nur gestrichelt eingetragen
ist. Fig. 4 zeigt im Schnitt die Nuten am Drehschieber 2, durch die der zweite Arbeitsraum 62
des Stellglieds 26 angesteuert werden. Dort ist die Verbindung zum ersten Arbeitsraum 61 nur gestrichelt
eingetragen.
Fig. 5 zeigt eine Abwicklung der Oberfläche des Drehschiebers 2 gemäß dem Schnitt nach Fig. 3- Es sind dabei
die Steuerflächen zu sehen, die der ersten Verbindungsleitung 60 zugeordnet sind. Es ist erkennbar, daß die
schmalen Entlastungssteuernuten 50 und 5I etwa Dreieckform haben und die breiten Drucksteuernuten
53 und 54, von denen jeweils eine zwischen den schmalen
Entlastungssteuernuten liegt, im wesentlichen die Form eines regelmäßigen Trapez haben. Die die Steuerflächen
begrenzenden und einander benachbarten
Steuerkanten der aufeinanderfolgenden Steuerflächen
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- 10 -
- iff - R. ^5S **, ι
981A863 sind zueinander parallel, d. h. also, daß sich ^®
die Steuerflächen der aufeinanderfolgenden Steuernuten wechselweise einmal nach links in Achsrichtung
des Drehschiebers und nach rechts in Achsrichtung des Drehschiebers verjüngen. Die Drucksteuernuten 53
und 5^ sind durch axial verlaufende Verbindungsnuten
72 und 73 mit einer Druckmittelverteilernut verbunden, die gleichermaßen wie die in Fig. 2 gezeigt
Druckverteilernut 35 auf kürzestem Weg mit dem Druckspeicher 39 verbunden ist. Ferner ist in Fig. 5 der
Verbindungsquerschnitt 58 zur Verbindungsleitung 60 eingezeichnet. Dieser Querschnitt hat eine linsenbis
rhombusförmige Kontur, wie das auch der Fig. 7 zu entnehmen ist. Die lange Hauptachse des Verbindungsquerschnitts
58 liegt dabei parallel zur Achse des Drehschiebers 2. Durch diese Kontur wird erreicht,
daß beim Überstreichen der Steuerkante einer der Steuernuten bereits bei einer geringen Überschneidung
ein möglichst großer Querschnittsanteil des Verbindungsquerschnitts 58 geöffnet wird und daß andererseits
sowohl an der linken Steuerkante 7^ als auch der rechten-Steuerkante
75 von beispielsweise der Drucksteuernut die gleiche Öffnungscharakteristik erreicht wird.
Der größte Öffnungsquerschnitt pro Drehschieberverdrehwinkel wird bei rhombusformiger Kontur erreicht, wobei
die Seiten des Rhombusses parallel den Steuerkanten der Steuernuten sind und die Erstreckung des Verbindungsquerschnitts in Umfangrichtung gleich dsm tangentialeii
Abstand zweier Steuernuten voneinander ist. Bei einer linsenförmig ausgebildeten Kontur des Verbindungsquerschnitts
58 ist dieser durch Kreisbögen (doppelter Kreis-' abschnitt) darstellbar, deren große Radien nach der Formel
r = K ρ (0,7...0,9) berechenbar sind. H ist dabei
2 sin oi.
der senkrechte Abstand der benachbarten Steuerkanten
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R. «5 « f
zweier aufeinanderfolgender Steuernuten und of der
Steigungswinkel der spiralförmig verlaufenden Steuerkanten.
Der Schnitt gemäß Fig. 4 ist ein Schnitt durch den Drehschieber 2 im Bereich der axial neben den Steuernuten
nach Fig. 3 und 5 liegenden Steuernuten zur Steuerung des zweiten Druckraums 62. Der Arbeitskolben 25 ist dabei in Fig. 4 in seiner zweiten
Stellung eingezeichnet. Die erste Verbindungsleitung sowie die Verbindungsaußennut 59 und der Verbindungsquerschnitt 58 sind hier, da nicht geschnitten, nur
gestrichelt eingetragen. Entsprechend spiegelbildlich dazu ist jetzt ein zweiter Verbindungsquerschnitt 7I3
der in eine zweite Verbindungsaußennut 70 an der Hülse 56 mündet und über eine zweite Verbindungsleitung 69
mit dem zweiten Arbeitsraum 62 verbunden ist, im Schnitt dargestellt. Der erste Verbindungsquerschnitt
58 und der zweite Verbindungsquerschnitt 71 liegen sich
diametral gegenüber und weisen eine identische Form auf. Auch die Steuerflächen der geschnittenen Steuernuten
sind von identischer Form, wobei jeweils Steuerflächen gleicher Form axial gesehen nebeneinander
liegen. Abweichend sind jedoch die Steuernuten mit trapezförmiger Steuerfläche jetzt als Entlastungssteuernuten
und 78 ausgebildet, indem diese durch Radialbohrungen
mit der Axialbohrung 48 im Drehschieber verbunden sind.
Die Steuernuten mit dreieckiger Steuerfläche sind als Drucksteuernuten 8l und 82 ausgestaltet, indem diese über
Verbindungsnuten 83 und 84' in analoger Weise wie die Verbinungsnuten 72 und 73 der Steuernuten 53 und 54 gemäß
Fig. 5 mit dem Druckspeicher 39 verbunden sind. An entsprechend
gleicher Stelle, jedoch um .I80 Grad versetzt, ist auch hier der zweite Verbindungsquerschnitt Jl vorgesehen.
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- 12 -
- ±2* - R. 45 δ \
Für jedes Stellglied 24 sind wie oben beschrieben zwei nebeneinander liegende Folgen von Steuernuten am Drehschieber
vorgesehen, wobei die eine Steuernutenfolge den ersten Arbeitsraum des Stellglieds steuert und die
andere Steuernut den zweiten Arbeitsraum des Stellglieds steuert. Durch die identische Ausgestaltung der entsprechenden
Steuerflächen wird erreicht, daß wenn z. B. der Verbindungsquerschnitt 58 mit der Drucksteuernut 53 in
Überdeckung querschnitt 71 mit der Entlastungssteuernut
78 in Überdeckung kommt. Dementsprechend wird der erste Druckraum 61 mit Druckmittel belastet und der zweite Arbeitsraum
62 vom Druck entlastet. Die Breite der jeweiligen Steuernuten bestimmt die Dauer der jeweiligen Endstellung
des Kolbens 25.
Um die Steuerzeiten ändern zu können, sind die Steuerflächen
der Drucksteuernuten und der Belastungssteuernuten komplementär zueinander konisch bzw. dreieckförmig ausgebildet.
Ergänzend dazu ist der Drehschieber 2 längs verschiebbar, so daß die relative axiale Lage der Verbindungsquerschnitte
58 und 71 in Bezug auf die Steuerflächen der Steuernuten veränderbar ist. In der einen extremen Lage
der "Verbindungsquerschnitte bleibt der Arbeitskolben eine relativ kurze Zeit in seiner unteren, in Fig. 3 gezeigten
Stellung (Ventil geöffnet) und während einer entsprechend vergrößerten Größzeit in seiner oberen in Fig. 4 gezeigten
Endstellung (Ventil geschlossen). In der anderen Extremstellung der Verbindungsquerschnitte bleiben der
Kolben 25 eine relativ lange Zeit in seiner unteren Stellung und jeweils nur eine sehr kurze Zeit in seiner
oberen Stellung. Die Breite der Drucksteuernuten 53 und bestimmen dabei die Dauer der Schließstellung des dazugehörigen
Gaswechselventils. Die Variationsmöglichkeiten der Ventilöffnungszeiten zeigen die Ventilerhebungskurven
gemäß Fig. 8 für ein Einlaßvent.il und ein Auslaßventil.
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Die Verschiebung des Drehschiebers erfolgt mit Hilfe eines in Fig. 2 gezeigten Hebels 85, der in einer Ringnut 86
des Drehschiebers eingreift und in Abhängigkeit von ausgewählten Betriebsparametern verdrehbar ist. Damit können
die Ventilsteuerzeiten für das Auslaßventil und das Einlaßventil z. B. drehzahlabhängig verändern. Es ist
dabei vorteilhaft, die Überschneidung der Ventilöffnungszeiten von Einlaßventil und Auslaßventil bei abnehmender
Drehzahl gegen O gehen zu lassen und bei steigender Drehzahl zu erhöhen. Damit kann erreicht werden, daß bei
allen Drehzahlen ein Maximum an Leistung erzielt v/erden kann. Eine geringe Überschneidung der Ventilöffnungszeiten
gibt bekanntermaßen ein gutes Drehmoment bei mittlerer Drehzahl und gegenüber einer Überschneidungszeit O eine
verbesserte Höchstleistung. Eine starke Überschneidung bedingt in den unteren Drehzahlbereichen einer Brennkraftmaschine
ein relativ niedriges Drehmoment, während bei hoher Drehzahl ein hohes Drehmoment d. h. eine sehr gute Höchstleistung
erzielbar ist. Durch die Anpassung der Ventilüberschneidungszeit an den Drehzahlen ist es mit der
erfindungsgemäßen Einrichtung möglich, bei allen Drehzahlen
ein Maximum an Leistung bzif. Drehmoment bei einer Brennkraftmaschine
zu erzielen.
Eine weitere Modifizierung der Ventilöffnungszeiten ist dadurch möglich, daß die Hülse 56 mit Hilfe des Hebels
verdrehbar ist. Bei einer solchen Verdrehung bleibt die Verbindung zwischen den Verbindungsleitungen 6o bzw. 69
und den Verbindungsaußennuten 59 bzw. 70 erhalten. Lediglich die Verbindungsquerschnitte 58 bzw. 70 werden
relativ zum Drehschieber in Umfangsrichtung verschoben,
so daß ein früheres oder späteres Aufsteuern der Gaswechselventile bei gleichbleibenden Öffnungszeiten möglich wird.
Dies kann in Abhängigkeit weiterer Betriebsparameter der Brennkraftmaschine erfolgen.
903841/0347 ~ lh "
44 - R. ί. S
SiA
Die oben beschriebene Lösung einer Steuerung von Gaswechselventilen bietet also die Möglichkeit, die
Ventilsteuerzeiten optimal zu gestalten. Dabei können
z. B. jedem Gaswechselventil gesondert die beschriebene verdrehbare Hülse 59 zugeordnet werden, so daß die Ventilüberschneidungszeiten
auf diese Weise beeinflußt werden können, ohne daß dabei die Ventilöffnungszeit verändert werden muß. Durch große Verbindungsquerschnitte
und kurze Verbindungen zu einem weiterhin vor~
gesehenen Druckspeicher ist es möglich, die Öffnungsund Schließgeschwindigkeiten der Gaswechselventile
sehr hoch zu machen. Speziell die Ausgestaltung der Verbindungsquerschnitte 58 bzw. 71 erlauben es, bei
der gegebenen Konstruktion auf kleinem Raum einen sehr großen Querschnitt zu verwirklichen, der bereits
bei einem geringen Verdrehwinkel des Verdrehschiebers im großen Maße geöffnet ist. Durch die symmetrische
Gestaltung ist die Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit gleich groß, was die Berechenbarkeit der.Ventilzeiten
verbessert. Vorteilhafterweise sind ferner, die beiden Wirkflächen am Kolben 25 gleich groß, so daß auch hier eine
gleiche Geschwindigkeit des Kolbens 25 beim Öffnen oder beim Schließen des Ventils eingehalten werden kann.
Gegenüber einem Kolben, der nur einen Arbeitsraum hat und gegen die Kraft einer Feder arbeitet, hat diese Lösung
den Vorteil, daß grössere Kräfte bei sehr kleinen bewegten Massen zur Verfügung stehen und damit die Öffnungsgeschwindigkeit wesentlich erhöht werden kann.
Der unmittelbare Anbau der Stellglieder 26 an den Drehschieber erlaubt sehr kurze Verbindungsleitungen 60 bzw. 69,
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so daß die beim öffnen des Verbindungsquerschnitts auftretenden
Druckwellen mit hoher Frequenz reflektiert werden, und ein nahezu statischer Druck auf den Kolben
25 zur Wirkung kommt. Die Entlüftungs- und Spülbohrung
67 erlaubt einen abstimmbaren Durchsatz von Druckmittel
durch die Arbeitsräume, so daß durch Austausch des Öles
eine überhitzung des Druckmittels und die Bildung von Gasen in den Arbeitsräumen vermieden wird.
Vorteilhaft wird als Druckmittel Kotorschmieröl vorzugsweise
Mehrbereichsöl verwendet, das bei einer Brennkraftmaschine sowieso als Vorrat vorhanden ist. Dabei kann
z. B. die Wanne 44 im Zylinderkopf als Auffangwanne und Vorratsbehäler dienen, da ein Vermischen des Druckmediums
zur Versorgung des Schmierölkreislaufs der Brennkraftmaschine mit dem Druckmedium zur Betätigung der
Gaswechselventile dann nicht schädlich ist.
Vorteilhafterweise ist ferner der Antrieb der Drehschieber
2 so ausgelegt, daß er ein Viertel der Motordrehzahl beträgt. Damit sind Druck—Steuernuten und Entlastungssteuernuten
am Umfang des Drehschiebers symmetrisch verteilt, so daß der statische Drehschieber druckausgeglichen
ist. Natürlich ist auch eine weitere Unterteilung der Steuernuten möglich.
Die hydraulische Steuerung der Gaswechselventile hat neben den vorerwähnten Vorteilen auch noch insbesondere
gegenüber nockengesteuerten Ventilen den Vorteil, daß ein gezielter Öffnungshub bei maximaler öffnungsgeschwindigkeit
verwirklicht werden kann. Demgegenüber ist beim nockengesteuerten Gaswechselventil der Öffnungshub nur
mit erheblichem, zusätzlichem Aufwand variabel, während die Öffnungsgeschwindigkeit und deren Verlauf sehr stark
an die Nockenform gebunden ist.
- 16 9 -j 3 3 4 1 / 0 3 A 7
- iß - R. 45 8 1
{β 28H863
Eine Einrichtung zur Variation des Öffnungshubes der Gaswechselventile zeigt die Ausgestaltung des Stellglieds 26'
gemäß Fig. 1*1. Während gleichermaßen wie bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 bzw. 4 der Drehschieber 3 in der
Hülse 56 gelagert ist und diese wiederum im Gehäuse 29
gelagert ist, weist hier der Kolben 25' eine schräg verlaufende
Steuerkante 88 auf. Diese Steuerkante wird z. B. durch einen Anschliff 89 am Arbeitskolben 25! verwirklicht.
Der Anschliff erfolgt von der Seite des Arbeitskolbens her, die den ersten Arbeitsraum 6l begrenzt und arbeitet mit
einem im Bereich der Wand des Zylinders 63 vorgesehenen Durchtrittsquerschnitt 91 der ersten Verbindungsleitung
60 zusammen. Von der, der Steuerkante 88 gegenüberliegenden Seite des Kolbens 25' führt nunmehr eine Führungsstange
ab, die der Führungsstange 64 gemäß Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 entspricht. Die Führungsstange 92 ist an
ihrem Ende prismatisch ausgebildet und ist innerhalb einer Führungshülse 93 verschiebbar. Diese ist mittels
eines Hebels 95 verdrehbar, so daß der Kolben 25 mit der
Steuerkante 88 je nach Drehstellung des Kolbens beim Öffnungshub des Gaswechselventils früher oder später
den Durchtrittsquerschnitt 91 verschließt. Das eingeschlossene Druckmittel im ersten Arbeitsraum 6l verhindert
dann einen weiteren Hub des Gaswechselventils, so daß der Öffnungshub damit beendet ist. Das Schließen des
Gaswechselventils erfolgt dann in gleicher Weise wie bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 oder 4. In der untersten
Stellung des Kolbens 25 sitzt dieser auf einem zwischen diesem und der abschließenden Stirnseite 90 des Zylinders
63 eingeschlossenen Ölpcföoer auf und hat den Durchtrittsquerschnitt
91 verschlossen. Damit der Kolben wieder nach oben bewegt werden kann, ist eine von der Verbindungsleitung 60 abzweigende Umgehungsleitung 9^ vorgesehen, die
auf der Stirnseite 90 in den ersten Arbeitsraum 6l mündet
und ein in Fließrichtung zum Arbeitsraum 6l öffnendes Rückschlagventil 87 enthält.
- 17 3U9841/0
347
Gleichzeitig mit der Steuerung der Gaswechselventile ist,
wie bereits bei Fig. gezeigt, die Steuerung einer Kraftstoff einspritzvorrichtung möglich. Fig. 9 zeigt die
Ausgestaltung einer solchen Einspritzvorrichtung und die entsprechende Ausgestaltung des Drehschiebers mit Steuernuten
für die Steuerung der Einspritzvorrichtung. Ähnlich wie zur Steuerung der Gaswechselventile sind hier zwei
einander diametral gegenüberliegende Entlastungssteuernuten 96 und 97 sowie gleichfalls diametral einander
gegenüberliegende Drucksteuernuten 98 und 99 mit jeweils
gleicher Form vorgesehen. Die Nuten folgen einander in bekannter Reihenfolge, ähnlich wie bei den Nutenanordnungen
gemäß Fig. 3 oder gemäß Fig. 4. Die Entlastungssteuernuten sind miteinander und mit der axialen Bohrung 48 durch eine
radiale Bohrung 100 verbunden. Der Drehschieber 2 selbst wird auch hier in einer Hülse 101 dicht geführt, die
mittels eines Hebels 102 in dem Gehäuse 29 verdrehbar ist.
Die Hülse 101 v/eist eine Verbindungsaußennut IO3 auf, die
einerseits ständig mit einer Verbindungsleitung 104 zur Kraftstoffeinspritzvorrichtung verbunden ist und andererseits
ständig mit einem Verbindungsquerschnitt 105 verbunden ist, der je nach Drehstellung mit einem der Steuernuten
am Drehschieber in Verbindung gebracht wird.
Fig. 10 zeigt die Form und die Anordnung der Steuernuten gemäß Fig. 9 am Umfang des Drehschiebers. Die Steuerfläche
der einzelnen Steuernuten sind Parallelogramme mit zueinander parallelen Seiten. Die schmäleren Entlastungssteuernuten
96 und 97 sind, wie dort erkennbar3 jeweils über zwei
Radialbohrungen 100 mit der Axialbchrung 48 verbunden. Die Drucksteuernuten hingegen -weisen Verbindungsnuten 107
und 108 auf, die zur Druckmittelverteilernut 35 führen.
Die die Steuernuten begrenzenden langen Steuerkanten laufen leicht schräg zu Achse des Drehschiebers bzw. spiralförmig.
Der Verbindungsquerschnitt IO5 ist schlitzförmig ausgestaltet
und v/eist die gleiche Steigerung und die gleiche Seitenlänge wie. die langen spiralförmig verlaufende
Steuerkanten der Steuernuten auf.
- 18 9 0 9841/034?
- *β· - R. 458
In der Verbindungsleitung 104 ist ein mit Hilfe eines Hebels .109 verstellbarer Drehschieber 110 angeordnet, mit
dem der freie Querschnitt der Verbindungsleitung geändert werden kann. Die Verbindungsleitung führt in einen Zylinder
111, in dem dicht verschiebbar ein Arbeitskolben 112 angeordnet ist. Der Arbeitskolben ist an einer fest ver-r
ankerten Zugfeder 113 befestigt und kann durch das über die Verbindungsleitung 104 einströmende Druckmedium
entgegen der Kraft der Zugfeder in dem Zylinder 111 längs verschoben werden. An der der Zugfeder gegenüberliegenden
Stirnseite 114 schließt sich koaxial ein Pumpkolben 115 von kleinerem Durchmessers an. Dieser
taucht in eine Bohrung 116 ein, die sich an der geschlossenen Stirnseite des Zylinders 111 anschließt
und deren Achse koaxial zur Achse des Zylinders 111 liegt. Die Bohrung 116 ist im wesentlichen als Sackbohrung
ausgeführt mit einer kegelförmigen Spitze, die der kegelförmigen Spitze 117 des Pumpkolbens 115
angepaßt ist und in deren Bereich Spritzlöcher 118 zum angrenzenden Brennraum 18 der Brennkraftmaschine abgehen.
Am unteren Ende der Bohrung 116 kurz unterhalb der höchsten Stellung des Pumpkolbens 115 mündet eine
Kraftstoffversorgungsleitung 120 ein, die von einer Kraftstoffzumeßeinrichtung 121 her in den unteren
als Kraftstoffvorlagerungsraum 122 ausgebildeten Teil der Bohrung 116 führt. Unmittelbar vor dem Eintritt der
Kraftstoffversorgungsleitung 120 in den Kraftstoffvorlagerungsraum ist ein in Richtung zur Kraftstoffzumeßeinrichtung
120 schließendes Rückschlagventil 124 eingebaut.
Der im Zylinder 111 zwischen Stirnseite 114 des Kolbens
112 und der Stirnseite des Zylinders 111 eingeschlossene Raum 125 ist über eine in der Mantelfläche des Zylinders
abgehende Entlastungsleitung 126 mit einem Vorratsbehälter
- 19 -
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Ql ■ ZoUöO
des Druckmittels verbunden, durch das der Arbeitskolben 112 über die Verbindungsleitung 104 belastet wird. Dadurch
wird erreicht, daß der Raum 125 ständig mit dem Druckmedium
gefüllt bleibt.
Die Stirnseite 114 des Arbeitskolbens 112 v/eist eine spiralig
verlaufende Steuerkante 127 auf, die mit der Eintrittsöffnung 128 der Entlastungsleitung 126 zusammenarbeitet.
Unmittelbar bevor die kegelförmige Spitze 117 des Pumpkolbens 115 die Endstellung in der Bohrung II6
erreicht hat, hat die Steuerkante bei entsprechender Drehstellung des Arbeitskolbens 112 die Eintrittsöffnung 128
vollständig geschlossen, so daß der abwärtsbewegte Arbeitskolben 112 hydraulisch gestoppt wird. Es wird damit erreicht
daß die kegelförmige Spitze 117 nicht hart auf das unterste Ende der Bohrung II6 aufsetzt.
Zur Einhaltung der Drehstellung des Arbeitskolbens 112 weist dieser in seiner Mantelfläche einen Längsschlitz
130 auf, in den ein durch einen Exzenter 131 verstellbarer
Haltestift 132 eingreift. Über diesen kann der nutzbare Pumpenhub des Arbeitskolbens 112 und seine Endstellung
eingestellt werden oder korrigiert werden. Um den als Puffer wirkenden Raum 125 möglichst klein zu halten, sind
Scheiben 133 einlegbar.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Sobald der Verbindungsquerschnitt IO5 bei einem sich im
Uhrzeigersinn drehenden Drehschieber 2 mit beispielsweise der Drucksteuernut 98 in Verbindung kommt, baut sich in
dem federseitigen Ende des Zylinders 111, dem Arbeitsraum 1233 sehr schnell ein hydraulischer Druck auf, den der
Druckspeicher 39 3 der von der Pumpe Hl mit Druckmedium versorgt
wird, zur Verfügung stellt, Durch die schlitzförmige Gestalt des Verbindungsquerschnitts IO5, der sehr schnell
und über die gesamte Länge geöffnet werden kann, baut sich der Druck insbesondere bei voll geöffnetem Drehschieber 110
- 20 909841/034?
sehr schnell auf. Die hier wiederum sehr kurz gehaltenen Verbindungsleitungen ermöglichen auch hier einen schwingungsarmen
und nahezu linear verlaufenden Druckanstieg aufgrund der hohen Frequenz der sich reflektierenden
Druckwellen. Der Druckverlauf wird somit nur noch durch die Drosselung des Speicherdrucks an dem sich öffnenden
Verbindungsquerschnitt IO5 bzw. am Drehschieber 110 beeinflußt
.
Das einströmende Druckmedium bewirkt nun eine Verschiebung des Arbeitskolbens 112 entgegen der Kraft der Zugfeder
113j wodurch auch der Pumpkolben II6 in Richtung zu den
Spritzöffnungen II8 verschoben wird. In dem Kraftstoffvorlagerungraum
122 war zuvor durch die Kraftstoffzumeßeinrichtung 121 die gewünschte Kraftstoffeinspritzmenge
vorgelagert worden, die nun durch den abwärts bewegten Pumpkolben 115 durch die Spritzöffnungen II8 in den
Brennraum ausgespritzt wird. Nach Verschluß der Entlastungsleitung 126 durch die spiralige Steuerkante 127
kommt der Arbeitskolben 112 zum Stillstand. In dieser Stellung verschließt die kegelförmige Spitze II7 die
Spritzöffnungen 118, so daß im Laufe des sich anschließenden Verbrennungsvorgangs und Expansionshubs des Kolbens 15
der Brennkraftmaschine keine Abgase in den Kraftstoffvorlagerungsraum
122 gelangen können. Dies vermindert auch ein Verkochen der Spritzöffnungen II8. Kommt nun bei der
weiteren Drehung des Drehschiebers 12 nach vorhergehendem vollständigen Verschluß der Verbindungsquerschnitt 105 in
Überdeckung mit der Entlastungssteuernut 97, so wird der
Arbeitskolben 112 durch die Zugfeder II3 in seine obere
Endstellung gezogen und der Kraftstoffvorlagerungsraum vergrößert. In diesen kann in der obersten Stellung des
Arbeitskolbens 112 bzw. des Pumpkolbens 115 wiederum Kraftstoff über die Kraftstoffversorgungsleitung 120 vorgelagert werden.
Dazu ist nur eine geringe Zeit notwendig, weshalb die
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-SA- ft- ϋ ζ
^14863
Breite der Entlastungssteuernut 97 und 96 relativ schmal
gehalten werden kann. Bei der darauffolgenden Wiederabwärtsbewegung des Pumpkolbens verhindert das Rückschlagventil
12iJ ein Zurückfließen des Kraftstoffs in die Kraftstoff ·-
versorgungsleitung 120.
Mit Hilfe des Drehschiebers 110 kann die Druckaufbaugeschwindigkeit
auf der Rückseite des Arbeitskolbens 112 verändert werden und somit auch die Verstellgeschwindigkeit
des Kolbens 15· Entsprechend läßt sich die Einspritzzeit der vorgelagerten Kraftstoffeinspritzraenge variieren.
Ein Mindestöffnungsquerschnitt kann durch eine im Drehschieber vorgesehene Drosselbohrung 119 bei dessen Schließstellung
eingehalten werden. Durch geeignete Stellmittel läßt sich der Drehschieber in Abhängigkeit von ausgewählten
Betriebsparametern verdrehen. Gleichermaßen kann auch die Änderung des Spritzbeginns durch Längsverschieben des Drehschiebers
2 erfolgen, da wegen der spiralig angeordneten Steuerkanten der Steuernuten diese Verschiebung eine
Änderung des Aufsteuerzeitpunkts des Verbindungsquerschnitts 105 bewirkt. Eine weitere Variationsmöglichkeit ist auch
hier durch die Verdrehung der Hülse 10I3 in der sich der
Verbindungsquerschnitte 105 befindet, möglich. Der Einspritzzeitpunkt kann somit unabhängig einerseits
durch die Verschiebung des Drehschiebers 2 und andererseits durch die Verdrehung der Hülse 101 verändert werden.
Damit sind Möglichkeiten geboten, in Abhängigkeit von mehreren Parametern gleichzeitig den Spritzbeginn zu
verändern.
Eine Möglichkeit der Beeinflussung des Einspritzverlaufes wird durch die Figuren 11 bis 13 verdeutlicht.
Aus der Fig. 11 ist zu ersehen, daß bei sich im Uhrzeigersinn drehenden Drehschieber, an diesem jeweils der Drucksteuernut
98 und 99 vorgelagert, die Austrittsöffnung
- 22 -
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- 22 - R. *bU '
A3 2BH863
135 einer Drosselbohrung I36 befindet, die mit der
nacheilenden Drucksteuernut 98 bzw. 99 verbunden ist.
Auf diese Weise kann bereits bevor eine der Drucksteuernuten in Überdeckung mit dem Verbindungsquerschnitt IO5
gelangt, Druckmittel über die Drosselbohrung I36 zu fließen und den Arbeitsraum 123 vor dem Arbeitskolben
112 mit Druck beaufschlagen. Der Abstand S der vorausgehenden Begrenzungskante der Entlastungsnut 96 oder 97
von der Austrittsöffnung 135 ist dabei in jeden Fall größer als die Breite B des Verbindungsquerschnitts IO5.
In Fig. 12 ist die Zuordnung der Drosselbohrung I36 bzw.
deren Austrittsöffnung 135 zur Drucksteuernut 98 und zum Verbindungsquerschnitt IO5 in der Abwicklung gezeigt. Ist
der Abstand A der Austrittsöffnung 135 von der nachfolgenden Drucksteuernut gleich breit oder kleiner als die Breite B
des Verbindungsquerschnitts IO5, so wird durch diese Anordnung
zunächst ein Hub des Arbeitskolbens 112 mit langsamer Hubgeschwindigkeit erzielt, (Voreinspritzmenge) die,
sobald die Verbindungsnut in Überdeckung mit der Drucksteuernut
98 kommt, steil ansteigt, wobei dann der restliche Förderhub des Pumpkolbens II5 also die Haupteinspritzung
durchgeführt wird. Ist jedoch der Abstand der Austrittsöffnung 135 wesentlich größer als die Breite des Verbindungsquerschnitts
105, so wird die Austrittsöffnung 135 wieder geschlossen bevor der Verbindungsquerschnitt IO5
in Überdeckung mit der Drucksteuernut gelangt. Dies bewirkt daß während der Zeit, in der die Austrittsöffnung 135 geöffnet
ist, der Arbeitskolben 112 einen kleinen Hub mit langsamer Hubgeschwindigkeit durchführen kann, nach Verschluß
der Austrittsöffnung 135 jedoch wieder zum Stillstand kommt und erst danach bei aufgesteuertem Verbindungsquerschnitt 105 den restlichen Förderhub schnell durchführt.
Zur Verwirklichung der obenbeschriebenen Ausführung weist der Verbindungsquerschnitt 105 einen, in der Breite reduzierten
Teil 142 auf, der sich z. B, wie in Fig. 12 gezeigt,
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am äußersten Ende des Verbindungsquerschnitts IO5 in
nasenförmige Ausbildung befinden kann. Diesem ist dann die Drosselbohrung 136' zugeordnet. Der in der Breite
von der der Drosselbohrung 136 bzw. 1361 abgewandten Seite her reduzierte Teil 1^2 kann natürlich auch in
der Mitte des Verbindungsquerschnitts IO5 angeordnet
sein.
Die oben beschriebenen Zusammenhänge werden durch das Diagramm gemäß Fig. 13 deutlich. Die Kurve 138 zeigt
die normale Hubbewegung des Pumpkolbens 115 über den Drehwinkel CX bei der Ausführung nach Fig. 9·
Entsprechend dem Pumpenhub pro Zeiteinheit wird Kraftstoff pro Zeiteinheit in den Brennraum eingespritzt.
Diese Kraftstoffmenge ist hier über den Drehwinkel aufgetragen. Ist der Abstand zwischen Austrittsöffnung
135 und Steuerkante nachfolgender Drucksteuernut kleiner als die Breite des Verbindungsquerschnitts IO5, ergibt
sich der Einspritzlauf 139· Ist jedoch der Abstand A der Austrittsöffnung 135 von der nachfolgenden Steuerkante
größer als die Breite B des Verbindungsquerschnitts, der z. B. im Wirkbereich der Drosselbohrung I36 wie Fig.
12 zeigt, schmäler ausgeführt werden kann, so ergibt sich die Kurve IhO mit einer Voreinspritzung, dann Unterbrechung
der Einspritzung und einer nachfolgenden Haupteinspritzung.
Die Verschiebbarkeit des Drehschiebers insbesondere in Abhängigkeit von Drehzahl kann nun vorteilhaft dazu ausgenutzt
werden, bei ausgesuchten, z. B. niedrigen Drehzahlen eine Voreinspritzung gemäß dem Kurvenzug 140 zu verwirklichen.
Bei weiterer Verstellung gelangt die Austrittsöffnung 135 von dem nasenförmigen, in der Breite reduzierten
Teil l42 des Verbindungsquerschnitts 105 weg zu dem Verbindungsquerschnitt
105 in der ursprünglichen Breite. In dieser Stellung wird dann gemäß .der Kurve 139 eingespritzt.
Es ist aber auch möglich, dann wenn der nasenförmige Teil und die Drosselbohrung am Ende des Verbindungsquerschnitts
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vorgesehen ist., bei einer Verschiebung des Drehschiebers die Drosselbohrung und seine Austrittsöffnung ganz aus
dem Wirkbereich des Verbindungsquerschnitts 105 zu bringen. Bei dieser Ausgestaltung würde im Leerlauf nach der
Kurve 140 voreingespritzt dnd danach bei höheren Drehzahlen entsprechend der Kurve 1 ~$>
der Kraftstoff in den Brennraum eingespritzt.
Es ist zu ersehen, daß durch diese erfindungsgemäße
Ausgestaltung des Antriebs von Gaswechselventilen und einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung, wie sie
zuvor beschrieben wurde, eine Vielfalt von Möglichkeiten gegeben sind, die Brennkraftmaschine in jedem
Betriebsbereich optimal zu betreiben. Statt der Einspritzvorrichtung nach Fig.9 kann natürlich auch eine
beliebige andere, angepaßte Einspritzvorrichtung vorgesehen werden. Der hydraulische Antrieb der Einspritzvorrichtung
nach Fig. 9 hat dabei gegenüber gleichermaßen wirkende η Pumpendüsen, die mit einem Nocken angetrieben
werden, den Vorteil, daß der Einspritzverlauf wesentlich genauer beherrscht werden kann. Bei hydraulischer
Betätigung gemäß der Ausgestaltung der Erfindung kann nahezu bis zum Ende des Hubs des Arbeitskolbens 112
bzw. des Pumpkolbens 115 eine sehr hohe Hubgeschwindigkeit eingehalten werden. Dadurch läßt sich die Einspritzzeit
in vorteilhafter Weise verkürzen, was sich insbesondere auch positiv auf die Festlegbarkeit des Einspritzzeitpunkts
auswirkt. Bei noekenangetriebener Pumpedüse hingegen nimmt die Hubgeschwindigkeit zum Ende des liutshubs aus
den bekannten konstruktionsbedingten Gründen gegen Null hin ab. Dies ist notwendig, da der Pumpkolben 115 ohne
Anschlag in seine Endstellung gebracht werden muß. Dies verlangsamt insgesamt die Verstellgeschwindigkeit des
Pumpkolbens und vergrößert die Einspritzzeit.
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Claims (1)
- R.' 458 '.24.1.197828U863ROBERT BOSCH GMBH, 7OOO STUTTGART 1Ansprücheίϊ\ Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen Betätigung von Stellgliedern durch die über Betätigungsorgane die Zufuhr der Betriebsstoffe Luft/oder Kraftstoff und die Abfuhr der resultierenden Verbrennungsstoffe aus dem Brennraum bei Brennkraftmaschinen gesteuert werden mit wenigstens einem in Abhängigkeit von Betriebsparametern verschiebbaren und synchron zur Drehzahl der Brennkraftmaschine angetriebenen, rotierenden Drehschieber, der Steuernuten aufweist mit schräg verlaufenden Steuerkanten und insbesondere zur Steuerung der Stellglieder für Gaswechselventile Steuernuten aufweist mit in Bezug auf die Drehachse des Drehschiebers kegelförmigen bis trapezförmigen Steuerflächen abwechseInder Richtung und durch dessen Steuernuten über ■Verbindungsleitungen wenigstens ein von dem Arbeitskolben wenigstens eines der Stellglieder eingeschlossener Arbeitsraum die Verbindung zu einer hydraulisches Druckmittel liefernden Druckquelle zur Verstellung des Arbeitskolbens steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß pro Zylinder9Q9841/034 74 5 82 8 1 A 8 -3der Brennkraftmaschine ein quer zur Kurbelwellenachse angeordneter Drehschieber (2) vorgesehen ist, der pro Stellglied (26, 112) am Umfang symmetrisch verteilt .eine gerade Zahl von Steuernuten aufweist, von denen jeweils ein Paar diametral gegenüberliegende Nuten miteinander in Verbindung stehen, die gleiche Form der Steuerfläche aufweisen und die aufeinanderfolgenden Paare abwechselnd ständig mit der Druckquelle bzw. mit einer Entlastungsleitung (^8, 36, l\6) verbunden sind.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehschieber (2) gemeinsam synchron angetrieben sind und axial verschiebbar sind und daß die Stellglieder (26, 11) unmittelbar an das den Drehschieber führende Drehschiebergehäuse (29) angrenzen mit Verbindungsleitung (60, 69, 104), die auf kürzestem Weg vom Drehschieber zu dem Arbeitsraum (6l, 62, 123) der Stellglieder führen.3· Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Steuernuten (50, 51, 53, 5^, 77, 78, 81, 82) gesteuerte Verbindungsquerschnitt (58, 71) der Verbindungsleitung (60, 69) in der Wand des den Drehschieber (2) führenden Zylinders (30 ) die Form eines Rhombusses mit zu den Steuerkanten der Steuernuten parallelen Seiten aufweist._ 3 _ 9Q9841/034728U8634. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Steuernuten (50, 51, 53, 54, 81, 82, 77,78) gesteuerte Verbindungsquerschnitt (58, 71) der Verbindungsleitung (60, 69) in der Wand des den Drehschieber (2) führenden Zylinders (30) die Form eines doppelten Kreisabschnittes mit in Richtung der Drehachse liegender Hauptachse aufweist.5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der den Verbindungsquerschnitt (58, 71) bildenden Kreisabschnitte 70% bis 90% des senkrechten Abstands der benachbarten Steuerkanten zweier aufeinanderfolgender Steuernuten dividiert durch 2 · sind o£des Steigungswinkels ei der spiralig verlaufenden Steuerkanten ist.6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gaswechselventile (21, 22) betätigenden Stellglieder (26) jeweils einen doppelwirkenden Arbeitskolben (25) aufweisen, der beiderseits eine gleich große Wirkfläche hat und daß zu jedem der beiderseits angrenzenden Arbeitsräume (6l, 62) eine Verbindungsleitung (60, 69) vorgesehen ist, von denen jede von einer von zwei paarig nebeneinander liegenden Folgen von im Wechsel aufeinanderfolgenden Drucksteuernuten (53j 54 bzw. 81, 82) und Entlastungssteuernuten (50, 51 bzw. 77, 78) am Umfang des Drehschiebers (2) steuerbar ist, in der Form, daß von den Arbeitsräumen (61, 62) während der Drehung des Drehschiebers im Wechsel der eine mit der Druckquelle verbindbar und der andere entlastbar ist.909841/0347 ' " 4 ~^ 45 Λ « _28U8637. Einrichtung nach Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung (33) vorgesehen ist, mit einem Arbeitskolben (112, 112'), der durch hydraulischen Druck entgegen der Kraft einer Feder (113S 113') verschiebbar ist, daß der Arbeitsraum (123) über den Arbeitskolben (112) über eine Verbindungsleitung (104) mit dem den Drehschieber (2) führenden Zylinder verbunden ist und daß der Verbindungsquerschnitt (105) der Verbindungsleitung die Form eines in Bezug auf die Drehschieberachse schräg verlaufenden Schlitzes aufweist, dessen parallele Steuerkanten parallel zu den Steuerkanten der Steuernuten (96, 97, 98, 99) liegen, die Steuerflächen in Form von Parallelogrammen aufweisen und durch die der Verbindungsquerschnitt (105) in der ganzen Länge der axialen Überdeckung aufsteuerbar bzw. verschließbar ist.8. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 oder 7 j dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (2) wenigstens teilweise in wenigstens einer in das Gehäuse (29) des Drehschiebers eingesetzten, in Abhängigkeit von Betriebsparametern verdreh baren Hülse (56, 101) geführt wird und in der Hülse die Verbindungsquerschnitte (58, 71, 105) vorgesehen sind, die in zwischen Hülse und Drehschiebergehäuse angeordnete Verbindungaußennuten (59, 70, 103) übergehen, die unabhängig von der Drehstellung der Hülse ständig mit den zu den Stellgliedern führenden Verbindungsleitungen verbunden sind.9. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 oder 7j909841/0347~ 528H863dadurch gekennzeichnet, daß durch den Arbeitskolben (25, 112) in dessen Endlage eine Spülbohrung (67) aufsteuerbar ist.10. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Endstellungen des Arbeitskolbens hydraulische Puffer (65, 66, 125) vorgesehen sind.11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daßder Arbeitskolben (25*, 112) schräge Steuerkanten (88, 127) aufweist", durch die eine Entlastungsleitung (60, 126) je nach Drehstellung des Arbeitskolbens in Bezug auf die abführende Öffnung (91, 128) der Entlastungsleitung nach einem kürzeren oder längeren Arbeitshub verschließbar ist.12. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindungsleitung (101I) zum Arbeitskolben (112) der Kraft stoff einspritzvorrichtung ein insbesondere in Abhängigkeit von der Drehzahl verstellbarer Drehschieber (110) als Drossel angeordnet ist.13· Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber ein in dessen Schließstellung geöffnete Drosselbohrung (119) zur Einhaltung eines MindestÖffnungsquerschnitts aufweist.909841/0347— D —- 6 - 4 6 8 128U863Ik. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche Jbis 11,' dadurch gekennzeichnet, daß als Kraftstoffeinspritzvorrichtung eine Pumpedüse vorgesehen ist, deren Kraftstoffvorlagerungsraum (122), der von einem mit dem Arbeitskolben (112) verbundenen Pumpkolben (115) in einer mit Spritzöffnungen (118) versehenen Sackbohrung (116) eingeschlossen ist, zur Kraftstoffeinspritzmengenvorlagerung mit einer Kraftstoffzumeßeinrichtung (121) verbindbar ist.15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Sackbohrung (II6) ein kegelförmiges Ende aufweist, von dem die Spritzöffnungen (112) abführen und der Pumpkclben (115) eine ensprechend ausgebildete Spitze (117) aufweist, mit der die Spritzöffnungen verschhließbar sind.16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpkolben nur kurz vor dem Einspritzzeitpunkt für die Vor lagerung des einzuspritzenden Kraftstoffs anhebbar ist.17. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis l6, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkante der Drucksteuernut eine Austrittsöffnung 135 einer Drosselbohrung (136) in Drehrichtung gesehen vorgelagert ist, wobei die Drosselbohrung mit der Druckquelle ständig verbunden ist, und ihr Abstand von der vorauseilenden Entlastungsnut ^ der Ereite des Verbindungsquerschnitts (105) ist.18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,90S841/0347- 7 - t 5 8 %281A863daß der Abstand der Austrittsöffnung (135) von der Steuerkante der Drucksteuernut (98) =. der Breite des schlitzförmigen Verbindungsquerschnitts (105) ist, der den Arbeitsraum (123) über dem Arbeitskolben (112) der Pumpedüse über die Verbindungsleitung (104) mit den Steuernuten verbindet.19· Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (142) des schlitzförmigen Verbindungsquerschnitts (105) der Austrittsöffnung (135) der Drosselbohrung (136) zugeordnet ist, in der Breite reduziert und schmäler als der Abstand der Austrittsöffnung von der Drucksteuernut ist, und daß die Austrittsöffnung (135)durch axiale Verschiebung des Drehschiebers (2) aus dem Wirkbereich dieses Teils (142) bringbar ist.20. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (113) als Zugfeder ausgebildet ist.21. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß alle, den einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine zugeordnete Drehschieber ein gezähntes Antriebsrad (4) aufweisen, an das ein angetriebenes mit entsprechender Zähnung versehenes bandförmiges, umlaufendes Antriebselement (5) preßbar ist.22. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement einen Zahnriemen mit außenliegender Verzahnung ist.90B8A1/034?23· Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,- 8 - 4 58 V28H863dadurch gekennzeichnet, daß an dem Drehschiebergehäuse (29) wenigstens ein Druckspeicher (39) angeordnet ist, der mit den druckmittelführenden Drucksteuernuten verbunden ist.24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckspeicher (39*) so ausgebildet ist, daß sich kürzeste Verbindungen zu den Betätigungsorganen ergeben.25· Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Stellglied ein besonderer Druckspeicher 39 zugeordnet26. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Drehschieber· gehäuses (29) eine als Druckmittelvorratsbehalter (4*1) dienende Auffangwanne im Zylinderkopf angeordnet und von gekühlten Wänden des Zylinderkopfes umgeben ist und daß als Entlastungsleitung große, mit den Entlastungssteuernuten verbundene Öffnungen (46) in der Wand des Drehschiebergehäuses vorgesehen sind.80S8A1/03A7
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782814863 DE2814863A1 (de) | 1978-04-06 | 1978-04-06 | Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen betaetigung von stellgliedern bei einer brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782814863 DE2814863A1 (de) | 1978-04-06 | 1978-04-06 | Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen betaetigung von stellgliedern bei einer brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2814863A1 true DE2814863A1 (de) | 1979-10-11 |
Family
ID=6036297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782814863 Withdrawn DE2814863A1 (de) | 1978-04-06 | 1978-04-06 | Einrichtung zur gesteuerten hydraulischen betaetigung von stellgliedern bei einer brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2814863A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3807699A1 (de) * | 1988-03-09 | 1989-09-21 | Audi Ag | Regelbare hydraulische ventilsteuerung |
-
1978
- 1978-04-06 DE DE19782814863 patent/DE2814863A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3807699A1 (de) * | 1988-03-09 | 1989-09-21 | Audi Ag | Regelbare hydraulische ventilsteuerung |
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