DE2814509A1 - Spitzenband fuer eine ueberhol- und zwickmaschine - Google Patents
Spitzenband fuer eine ueberhol- und zwickmaschineInfo
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- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
- Package Frames And Binding Bands (AREA)
Description
DIPUINCHEINZBARDEHLE München, 4.April 1978
DIPL.- CHEM., DR. R FORNISS
Aluenzemhenf *TENTANWALT Mein Zeichen: P 2660
Anmelder: Deutsche Vereinigte Schuhmaschinen GmbH
Friedrich-Loert-Anlagc 13-31
6000 Frankfurt a. I. 3
Spitzenband für eine Überhol- und Zwickmaschine
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Die Erfindung betrifft ein Spitzenband für eine überhol- und
Zwickmaschine aus einem Kunststoffband mit einer Außenarmierung
aus zwei Stahlbändern. Sie betrifft insbesondere ein Spitzenband für eine kombinierte überhol-, Spitzen- und Seitenzwickmaschine.
Ein solches Spitzenband dient zum Andrücken des Oberleders an den Leisten im Spitzen- und Seitenbereich nach dem überholen. Es
besteht aus elastischem, schmiegsamem Material, das sich an die Form des Leistens anpassen muß. Dabei übt es einen gleichförmigen
und zur Konturlinie des Leistens senkrechten Druck auf das Oberleder und den Leisten aus.
Bekannte Spitzenbänder weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie die mechanische Belastung des Andrückens und nachfolgenden Entspannens
nur geringe Zeit aushalten. Man hat daher Kunststoffbänder
mit einem Stahlband armiert, um die Lebensdauer zu verlängern und den Anpreßdruck gleichmäßiger zu gestalten. Diese Stahlarmierung
trägt gleichzeitig Gelenkstücke für die vorderen und seitlichen Andrückvorrichtungen, jedoch stellte sich heraus, daß diese Stahlarmierungen
selbst wenn sie aus zwei parallelen Stahlbändern bestanden, vorzeitig brachen, so daß solche Spitzenbänder in relativ
kurzen Intervallen erneuert werden mußten. Das Kunststoffband der
bekannten Spitzenbänder besteht aus PTFE (Polytetrafluoräthylen).
Dieses Material ist genügend hart und elastisch, um den von der Andrückvorrichtung auf die Stahlaußenarmierung ausgeübten Druck
aufzunehmen und gleichförmig an das Oberleder bzw. den Leisten weiterzugeben. Auch weist PTFE eine hervorragende Ermüdungsfestigkeit
auf, so daß meistens die Außenarmierung aus Stahlbändern vor dem Kunststoffband brach. Oie glatte Oberfläche von PTFE ist im hinteren
Bereich des Spitzenbandes nicht erwünscht.Dadurch kann es inssondere
im Seitenbereich des Spitzenbandes passieren, daß das Leder während des Zwickens aus dem Spitzenband herausrutscht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einem bekannten Spitzenband der eingangs genannten Gattung erhöhte Lebensdauer
zu Märleihen und im seitlichen Bereich die Gefahr des Herausrutschens
zu verhindern.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgeraäß durch ein Spitzenband der
genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es eine elastische Einlage zwischen den beiden Stahlbändern aufweist.
Eine solche elastische Einlage verhindert
den vorzeitigen Verschleiß und das frühe Brechen der Stahlbänder, so daß die Lebensdauer der damit versehenen Spitzenbänder
wesentlich höher ist als nach dem Stand der Technik. Eine solche elastische Einlage muß natürlich so robust sein, daß
sie ihrerseits die zahlreichen Anpreß-Bewegungen aushält. Hierfür haben sich elastisches Kunststoff- oder Gummimaterial, das
vorzugsweise mit einer oder mehreren Textileinlagen verstärkt ist, hervorragend bewährt. Aus praktischen Gründen kann z. B.
Material verwendet werden, aus dem üblicherweise Treibriemen hergestellt werden. Die Stärke dieser elastischen Einlage ist nicht
kritisch. Vorzugsweise übertrifft sie die Stärke der Stahlbänder und liegt insbesondere in der 2-5-fachen Stärke des Stahlbandes.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spitzenbandes
weist Stahlbänder auf, die nicht einstückig sind,sondern jeweils aus einem Vorderteil für den Spitzenbereich und zwei Seitenteilen
zusammengesetzt sind. Hierdurch wird die Lebensdauer des Spitzenbandes zusätzlich erhöht. Ferner wird es flexibler
und kann sich schneller und besser an die Form des Leistens anpassen.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn sich die einzelnen Bestandteile des radial äußeren Stahlbandes nicht überlappen,
sondern zwischen ihnen im seitlichen Spitzenbereich, dem Bereich der größten Biegebeanspruchung, überhaupt kein äußeres Stahlband
vorgesehen ist. Dagegen erwies es sich als vorteilhaft, wenn sich die Einzelteile des radial inneren Stahlbandes überlappen.
Auch hier erfolgt jedoch die Trennung zwischen Seitenteilen und Spitzenteil vorzugsweise im vorderen Seitenbereich des Spitzenteils,
d. h.dem Ort der größten Belastung. Besonders gute Stabilität erhält man, wenn das Vorderteil des inneren Stahlbandes
die Seitenteile des äußeren Stahlbandes überlappt. Die nach dem
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Spitzenbereich weisenden Enden der äußeren Seitenteile sind vorteilhaft nach außen gekrümmt, damit nicht die Gefahr besteht,
daß sie die elastische Einlage verletzen. Ebenso sind vorteilhaft die nach dam Spitzenbereich weisenden Enden der inneren Seitenteile
nach innen gekrümmt und im Überlappungsbereich angeschärft. Dabei wird jedoch der Krümmung nach innen durch das sich innen
anschließende Kunststoffband eine gewisse Grenze gesetzt.
Wenn man das Kunststof fbmd, nicht wie nach dem Stand der Technik
üblich, völlig gleichmäßig herstallt, sondern ebenfalls in einen Vorderteil für den Spitzenbereich und in zw<?i Seitenteile unterteilt,
besteht die Möglichkeit, den Seitenteilen andere Eigenschaften zu geben als dem Vorderteil. Da das Kunststoffband vor
allem im Vorderkappenbereich stark beansprucht wird, da es den Schaft so fest anpressen muß, daß sich die Leistenkante gut abzeichnet,
muß es hier aus einem besonders harten und gleichzeitig flexiblem Material bestehen. Daher wird auch erfindungsgemäß für
diesen Bareich das üblicherweise verwendete Polytetrafluoräthylen
wegen seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften genommen. Im Seitenbereich, insbesondere am hinteren Ende, wo die Seiten
gezwickt werden, ist jedoch die Beanspruchung des Kunststoffbandes
nicht ganz so hoch. Dafür besteht in diesem Bereich besonders die Gefahr, daß der von den Zangen ausgezogene Schaft vom Spitzenband
nicht festgehalten werden kann und zurückrutscht, da das Leder vom PTFE-Material wegen seines geringen Reibungskoeffizienten nicht
festgehalten werden kann. Daher werden die Seitenteile des Kunststoffbandes,
insbesondere ihre hinteren Enden, vorteilhaft aus einem Material hergestellt, das ein höheres Haftvermögen bzw.
beim Anpressen einen höheren Reibungskoeffizienten gegenüber Leder
als PTFE besitzt. Hierfür hat sich besonders Hartgummi bewährt. Dabei ist zu betonen, daß die z. B. aus Hartgummi bestehenden Seitenteile
des Kunststoffbandes nicht genauso weit in den Spitzenbereich
hereinzuragen brauchen wie die Seitenteile der Außenarmierung aus Stahl. Es genügt vollauf, wenn nur der vom Spitzenbereich
aus gesehen fernliegende hintere Seitenbereich aus Hartgummi oder einem ähnlich elastischen Material mit besseren Haftvermögen
gegenüber Leder als PTFE besteht.
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Dadurch wird die Gefahr des Herausrutschens des Leders beim
Spitzen- und insbesondere Seitenzwicken vermieden. Dabei ist das
Kunststoffband vorzugsweise einstückig ausgebildet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Außenradius
des Kunststoffbandes im Spitzenbereich größer als der
Innenradius der Außenarmierung. Daher verbleibt im entspannten Zustand des Spitzenbandes zwischen Kunststoffband und Außenarmierung
im Spitzenbereich ein freier Zwischenraum, der jedoch so gewählt ist, daß sich beim Anpressen des Spitzenbandes die Außenarmierung
auch im Spitzenoereich an das Kunststoffband anlegt und den von
der Andrückvorrichtung erzeugten Druck auf das Kunststoffband vollständig und gleichmäßig überträgt. Hierdurch wird eine unnötig
überhöhte ßiegewechselbeanspruchung von Kunststoffband und Außenarmierung
vermieden. Die Verbindung der Außenarmierung mit dem Kunststoffband erfolgt vorzugsweise-und bei der Ausführungsform,
in der zwischen Kunststoffband und Außenarmierung im Spitzenbereich ein freier Zwischenraum verbleibt- zwingend im seitlichen und hinteren
Bereich des Spitzenbandes. Sie kann auf irgendeine geeignete Weise, z. B. durch Kleben oder Verschrauben erfolgen. Besonders
bewährt hat sich die Vernietung der Außenarmierung mit dem Kunststoffband.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden zusammen mit
den Figuren 1 bis 3 näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Spitzenbandes in Draufsicht;
Figur 2 zeigt einen Querschnitt entlang A-B in Figur 1;
Figur 3 zeigt einen Querschnitt entlang C-D in Figur 1.
Das abgebildete Spitzenband besteht im wesentlichen aus einem innenliegenden Kunststoffband 1 und einer Außenarmierung. Diese
setzt sich aus einem äußeren Stahlband zusammen, das in Vorderteil 2 und Seitenteile 3 unterteilt ist. Am Vorderteil bzw. an den Seitenteilen
sind Gelenkstücke 2a bzw. 3a für ein Gelenk zur Verbindung mit der vorderen bzw. seitlichen Andrückvorrichtung angebracht.
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Die Armieruni weist ferner ein radial innenliegendes Stahlband
auf, das sich ebenfalls aus Vorderteil 4 und Seitenteilen 5 zusammensetzt.
Zwischen dem inneren und dem äußeren Stahlband befindet sich eine elastische Einlage 6 aus einem textilverstiirkten
elastomeren Material, wie es z. B. für Treibriemen verwendet wird.
Wie man der Fi-jur 1 entnehmen kann, sind die in den Spitzenbereich
weisenden linden 7 der Seitenteile 3 des äußeren Stahlbandes sowie die entsprechenden Enden 8 der Seitenteile 5 des inneren Stahlbandes
von Jer elastischen Einlage weggekrümmt. Beim inneren Stahlband dient dies insbesondere dazu, eine Überlappung zwischen dem
Vorderteil 4 und dan Seitenteilen 5 bereits im entspannten und
verstärkt im angepreßten Zustand herzustellen. Gleichzeitig überlappt
das Vorderteil 4 des inneren Stahlbandes die Seitenteile 3 des äußeren Stahlbandes. Dagegen ist das Vorderteil des äußeren
Stahlbandes nicht bis zu den Seitenteilen des äußeren Stahlbandes zurückgezogen, so daß zwischen Vorderteil 2 und Seitenteilen 3 eine
Lücke klafft. Oi3 i.ti dereich dieser Lücke auftretenden Kräfte
werden einerseits von dar elastischen Einlage 6, andererseits von dem Vorderteil 4 bzw. den leitenteilen 5 des inneren Stahlbandes
aufgenommen.
Auch das Kunststoffband 1 ist in Vorderteil 9 und Seitenteile 10
unterteilt. Jedoch ist das Vorderteil 9 an dan Seiten noch wesentlich weiter zurückgezogen als das Vorderteil 4 des inneren Stahlbands
und erstreckt sich praktisch bis in den Seitenzwickbereich. Es ist aus PTFE hergestellt und geht in die Seitenteile 10 über,
die aus Hartgummi gebildet sind. PTFE und Gummi können mit besonderen Mitteln, z. B. ineinandergreifenden Zapfen dauerhaft
und sicher miteinander verbunden sein. Die Verbindung zwischen Armierung und Kunststoffband 1 wird durch mehrere Mieten hergestellt,
die die Seitenteile des äußeren Stahlbandes mit dem Kunststoffband verbinden. Im Gegensatz zu den Stahlbändern ist das
Kunststoffband einteilig.
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Claims (12)
1. Spitzenband für eine Überhol- und Zwickmaschine aus einem
Kunststoffband mit einer Außenarmierung aus zwei Stahlbändern, gekennzeichnet durch eine elastische Einlage (6) zwischen
den beiden Stahlbändern.
2. Spitzenband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Einlage (6) aus einem mit mindestens einer Textileinlage
verstärkten Kunststoff oder Gummimaterial besteht.
3. Spitzenband nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Stahlbänder jeweils aus einem Vorderteil (2, 4) für den Spitzenbereich und zwei Seitenteilen (3, 5) zusammengesetzt
sind.
4. Spitzenband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Einzelteile (2, 3) des radial äußeren Stahlbandes nicht überlappen.
5. Spitzenband nach Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Einzelteile (4, 5) des radial inneren Stahlbandes überlappen.
6. Spitzenband nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorderteil (4) des inneren Stahlbandes die Seitenteile (3) des äußeren Stahlbandes überlappt.
7. Spitzenband nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach dem Spitzenbereich weisenden Enden (7) der äußeren Seitenteile (3) nach außen und diejenigen (8) der inneren
Seitenteile (5) nach innen gekrümmt sind.
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8. Spitzenband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kunststoffband (1) in einen Vorderteil (9) für den Spitzenbereich und zwei Seitenteile (10) unterteilt
ist.
9. Spitzenband nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderteil (9) des Kunststoffbandes (1) gegenüber Leder ein
geringes Haftvermögen besitzt, während die Seitenteile (10) des Kunststoffbandes gegenüber Leder ein höheres Haftvermögen
aufweisen.
10. Spitzenoand nach Anspruch 8 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorderteil (9) aus PTFE und die Seitenteile (10) aus Hartgummi bestehen.
11. Spitzenband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenradius (11) des Kunststoffbandes (1)
im Spitzenbereich "größer als der Innenradius (12) der Außenarmierung
ist und im entspannten Zustand des Spitzenbandes zwischen Kunststoffband und Außenarmierung im Spitzenbereich ein freier
Zwischenraum (13) verbleibt.
12. Spitzenband nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (3, 5) der beiden Stahlbänder mit dem seitlichen Bereich des Kunststoffbandes vernietet sind.
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