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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden von
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Profilen durch Verkleben und Verkeilen eines Hohlprofiles mit Zwischenstücken.
Sie betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Profile, beispielsweise Leichtmetall-Profile, insbesondere aus Aluminium,
werden auf vielen Gebieten eingesetzt. Als bevorzugtes Anwendungsgebiet der hier
erörterten Einrichtung sollen die Eckverbindungen von stranggepreßten Aluminium-Hohlprofilen
genannt werden, wie sie insbesondere in Fenster- und Türenbau eingesetzt werden.
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Zur Herstellung einer Eckverbindung werden die Profile auf Gehrung
geschnitten und aneinandergesetzt. Die eigentliche Befestigung dieser Eckverbindung
beruht auf der Klemm-,Spreiz-oder Kippwirkung eines innenliegenden, verbindenden
Eckwinkels, der im allgemeinen in einem aufwendigen Kokillen- oder Druckguß-Verfahren
hergestellt wird. Durch Einschlagen von Kegelstiften oder Eindrücken von Sicken
von außen wird der Eckwinkel zur Wirkung gebracht.
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Darüber hinaus muß der Verarbeiter für nahezu alle Eckverbindungssysteme
aus Festigkeitsgründen zusätzlich Zweikomponenten-Kleber verwenden. Die Verarbeitung
solcher Kleber ist jedoch wegen der dabei durchzuführenden Abmessung und Mischung
der beiden Komponenten sowie der Verarbeitung der Mischung innerhalb der Topfzeit
mit sich gegebenenfallsergebendenverlusten sehr zeit- und materialaufwendig.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der genannten Gattung zu schaffen, mit deren Hilfe eine dauerhafte, material- und
zeitsparende Verbindung von Profilen auf besonders einfache Weise möglich ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre der Ansprüche gelöst.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere darauf,
daß sich durch die Verwendung von neuartigen Kleber-Vorbeschichtungen mit in geeigneten,
lackähnlichen Bindersystemen enthaltenen microverkapselten Klebstoffen die umständliche
Verbindung mittels der herkömmlichen Zweikomponenten-Kleber beim Verarbeiter wesentlich
vereinfachen läßt, da die Vorbeschichtung bereits bei der Herstellung der Profile
und/oder der Zwischenstücke unter kontrollierten Arbeitsbedingungen erfolgen kann.
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Es ist besonders günstigsnur die Zwischenstücke mit solchen microverkapselten
Klebstoffen zu versehen, das heißt, der Hersteller eines Zwischenstücks, beispielsweise
eines Eckwinkels, bringt unter kontrollierten Arbeitsbedingungen die Klebstoffschicht
auf, während auch zur Herstellung von Eckverbindungen nur die üblichen Profile eingesetzt
werden müssen. Der Verarbeiter dieser Eckwinkel muß also nur noch die Profile auf
Gehrung schneiden und dann mittels der vorbeschichteten Zwischenstücke miteinander
verbinden. Im Vergleich mit den herkömmlichen Zweikomponenten-Klebern ergibt sich
eine wesentliche Arbeitsersparnis, das heißt, in der gleichen Zeitspanne können
mehr solcher Verbindungen als bisher möglich, durchgeführt werden.
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Die Aktivierung von microverkapselten Klebstoffen erfolgt im all-2
gemeinen durch Flächendruck von über 5 kp/cm2 auf die Vorbeschichtung, so daß die
Microkapseln zerstört werden und der freiwerdende Klebstoff auspolymerisieren kann.
Dabei ist wesentlich, daß eine möglichst große Klebfläche und ein gleichmäßiger
Klebspalt vorhanden sind. Bei den herkömmlichen Verbindungssystemen, insbesondere
Eckverbindungssystemen, war die Erfüllung dieser Forderungen nicht gewährleistet.
Außerdem werden bei microverkapselten Klebstoffen relativ hohe Flächendrücke zu
ihrer Aktivierung benötigt, die ebenfalls mit den bisher verwendeten
Verbindungen
nicht erreicht werden konnten.
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Zur Erfüllung dieser Forderungen, nämlich der großen Klebfläche, des
gleichmäßigen Klebspaltes, der hohen Flächenpressung sowie der rationellen Herstellung
werden bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung mindestens 2 Zwischenstücke verwendet,
deren Klebeflächen jeweils unter einem spitzen Winkel in bezug auf die Wände der
Profile aneinanderliegen. Durch diese 1'Keilflächen'1 werden also schiefe Ebenen
gebildet, so daß sich relativ hohe Flächenpressungen erreichen lassen. Da das Prinzip
zweier schiefer Ebenen zu einer parallelen Spreizung der Flächen der Zwischenstücke
führt, die an den Innenwänden der Profile anliegen, ergeben sich ein sehr gleichmäßiger
Flächenkontakt an diesen Stellen und ein kleiner Klebspalt. Nach der Zerstörung
der Microkapseln liefert der zunächst flüssige Klebstoff #i11# AL-# Schmierwirkung,
so daß eventuelle Freßerscheinungen der Gleitflächen der Profile vermieden werden.
Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Aluminium-Profilen wesentlich.
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Nach der Montage werden die microverkapselten Klebstoffe unter Verwendung
der üblichen Eindrückwerkzeuge aktiviert, so daß die Klebstoffe frei werden und
auspolymerisieren können. Nach der Polymerisation liegen relativ steif verklebte
Eckverbindungen vor, wobei sich durch geeignete Auswahl der Klebflächen erreichen
läßt, daß die Klebschichten in der Beanspruchungsebene im wesentlichen auf Druck
und Scherung beansprucht werden. Die Kleber sind jedoch für eine solche Beanspruchung
sehr gut geeignet, so daß eine solche Eckverbindung hohe Festigkeitswerte hat.
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Die Zwischenstücke können aus Strangpreßprofilen, insbesondere aus
Aluminium, abgelängt werden, wodurch sich im Vergleich mit den herkömmlichen, im
Kokillen- oder Druckguß hergestellten Zwischenstücken die Fertigung wesentlich vereinfacht.
Zweckmäßigerweise werden diese Strangpreßprofile vor dem Ablängen allseitig beschichtet,
so daß sie beim Verarbeiter auf die
notwendige Größe geschnitten
und dann in die Profile eingesetzt werden können.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von drei Ausführungsbei spielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert.
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Es zeigen: Figur 1 einen Schnitt durch eine gerade Verbindung von
zwei Profilen mit 2 Zwischenstücken gemäß% einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 einen Schnitt durch eine Eckverbindung mit 3 Zwischenstücken gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung; Figur 3 einen Schnitt durch eine Eckverbindung
mit 3 anders geformten Zwischenstücken gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
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In Figur 1 ist eine gerade Verbindung von zwei Profilen 10 und 12
dargestellt Die Verbindung erfolgt mit zwei Zwischenstücken 2 und 4, die im wesentlichen
identisch sind. Die Verbindungsstücke 2 und 4 weisen Außenflächen 2a und 4a auf,
die an den Innenwänden der Profile 10 und 12 anliegen. Die Innenflächen 2b und 4b
der Zwischenstücke 2 und 4 verlaufen in einem spitzen Winkel zu den jeweiligen Außenflächen
2a und 4a. Am keilförmig verdickten Ende eines jeden Zwischenstücks 2 und 4 befindet
sich eine schräge Fläche 2d und 4d. Diese bildet mit der jeweiligen Außenfläche
2a und 4a einen stumpfen Winkel.
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Die keilförmig verjüngten Enden 2c, 4c der Zwischenstücke sind bevorzugt
zu den Innenflächen 2b, 4b hin umgebogen. Auf diese Weise bilden sie mit den Innenflächen
2b, ab einen Winkel. Wenn die
Enden 2c, 4c so umgebogen sind, daß
sie mit den Innenwänden der Profile einen angenähert rechten Winkel bilden, was
bevorzugt ist, so ist der Winkel, den sie mit den Innenflächen 2b, 4b eingehen,
spitz.
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Die verjüngten Enden 2c, 4c der Zwischenstücke sind umgebogen, um
den Zusammenbau der zu verbindenden Profilteile zu erleichtern.
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Die umgebogenen Enden 2c, 4c stehen mit einer Kante des verdickten
Endes des komplementären Zwischenstücks im Eingriff.
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Hierdurch wird beim Einführen der beiden ineinander gesetzten Zwischenstücke
2, 4 in die zu verbindenden Profile 10 und 12 verhindert, daß eines der beiden Zwischenstücke
ungewollt aus der für das nachfolgende gegenseitige Aneinanderpressen nötigen Lage
verrutscht. Beim Einführen der ineinander gesetzten Zwischenstücke in die Profile
sind die umgebogenen Enden 2c, 4c unmittelbar in Berührung mit den entsprechenden
Kanten der verdickten Enden des jeweils komplementären Zwischenstücks. Da die so
ineinander gesetzten Zwischenstücke 2, 4 nur dann in die zu verbindenden Profile
10, 12 eingesetzt werden können, wenn deren lichte Weite größer als der Querschnitt
durch die ineinander gesetzten Zwischenstücke ist, muß dafür Sorge getragen werden,
daß die Zwischenstücke richtig dimensioniert sind. Dies erfordert eine geeignete
Wahl der Abmessungen der verdickten Enden der Zwischenstücke und/oder entsprechende
Wahl der Länge der Zwischenstücke vom verdickten Ende bis zum umgebogenen verjüngten
Ende.
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Beim nachfolgenden Gegeneinanderpressen der Keile werden dann die
umgebogenen Enden von der jeweiligen Kante des komplementären verdickten Endes wieder
weggedrückt, während der Querschnitt der ineinander gesetzten Zwischenstücke 2,
4 anwächst, bis es der lichten Weite der Profile 105 12 entspricht.
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Durch Anbringen von Sicken 6 und 8 werden die Zwischenstücke 2 und
4 gegeneinander verschoben. Durch die hierbei auftretenden hohen Flächendrücke werden
die den Klebstoff enthaltenden
Mikrokapseln zerstört. Nach dem
Aushärten des Klebstoffs sind die Profile 10 und 12 fest miteinander verbunden.
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In Figur 2 ist eine Eckverbindung von zwei Aluminium-Hohlprofilen
10 und 12 dargestellt, wie sie im Türen- und Fensterbau verwendet wird. Die Hohiprofile
10 und 12 sind auf Gehrung geschnitten und sind an ihren Kanten 14 und 16 so aneinandergesetzt,
daß sie einen rechten Winkel miteinander bilden.
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In dieses Winkelprofil sind drei Zwischenstücke 18, 20 und 22 eingesetzt,
die aus abgelängten Aluminium-Strangpreßprofilen hergestellt worden sind. Diese
Aluminium-Strangpreßprofile sind mit mikroverkapselten Klebstoffen beschichtet,
so daß sie nach dem Ablängen auf die geeignete Größe sofort verarbeitet werden können.
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Bei dieser Ausführungsform hat das innere Zwischenstück 18 die Form
eines Bumerangs mit umgebogenen Enden, dessen Innenflächen 18a und 18b einen rechten
Winkel miteinander bilden und an den Innenflächen der inneren Profilwände 10a bzw.
12a anliegen. Die Außenflächen 18c bzw. 18d des inneren Zwischenstücks 18 verlaufen
unter einem spitzen Winkel zu der Oberfläche der inneren Wände 10a bzw. 12a, so
daß sich "Keilflächen" ergeben.
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Die verjüngten Enden 18e des inneren Zwischenstücks sind um entsprechende
Kanten der verdickten Enden der beiden äußeren Zwischenstücke 20 und 22 umgebogen.
Die Erläuterungen zu den verjüngten Enden der in Figur 1 dargestellten Zwischenstücke
gelten hier und in der nachfolgenden Figur 3 entsprechend.
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Die beiden äußeren Zwischenstücke 20 und 22 haben jeweils die gleiche
Form, so daß im folgenden nur noch das Zwischenstück 20 beschrieben werden soll.
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Dieses Zwischenstück 20 hat im Querschnitt die Form eines Fünfecks,
wobei seine Außenfläche 20a an der Innenfläche der Außenwand lOb des Hohlprofils
10 anliegt. Die Innenfläche 20b des Zwischenstücks 20 liegt an der Keilfläche 18c
des Zwischenstücks 18 an. Diese beiden Flächen 20a und 20b sind durch Zwischenflächen
20c in der Nähe des Eckpunktes sowie 20d und 20e an dem von der Ecke entfernten
Ende miteinander verbunden. Die Zwischenfläche 20c ist unter einem solchen Winkel
zu der Innenfläche der Außenwand lOb bzw. 12b angeordnet, daß in der Ecke das innere
Zwischenstück 18 und die beiden äußeren Zwischenstücke 20 und 22 aufeinanderstoßen
können. Der Winkel, den die Fläche 20c mit der Fläche 20a bildet, beträgt normalerweise
45P Während die äußere Zwischenfläche 20e im rechten Winkel zu der Innenfläche der
Außenwand des Profils verläuft, erfolgt der Obergang zwischen dieser Fläche 20e
und der Außenfläche 20a durch eine schräge Fläche 20d, deren Funktion im folgenden
erläutert werden soll.
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Die beiden Hohlprofile 10 bzw. 12 und die drei Zwischenstücke 18 bis
22 werden so miteinander verbunden, daß man zunächst die drei Zwischenstücke 18,
20 und 22 zusammensetzt und dann die Hohlprofile aufsteckt. Die umgebogenen Enden
18e verhindern, daß die Zwischenstücke 20 und 22 ungewollt in die Hohl profile hineingleiten,
wodurch der ganze Vorgang wiederholt werden müßte.
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Da, wie bereits oben erwähnt wurde, die Zwischenstücke 18 bis 22 allseitig
mit mikroverkapseltem Klebstoff beschichtet worden
sind, befinden
sich nun Kleber-Vorbeschichtungen in den in Figur 2 angedeuteten Zwischenräumen
bzw. Spalten zwischen den einzelnen Teilen, nämlich zwischen den Außenwänden lob
bzw.
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12b der Hohlprofile 10 bzw. 12 und den Außenflächen 20a bzw.
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22a der Zwischenstücke 20 bzw. 22, zwischen den jeweils gegenüberliegenden
Keilflächen der Zwischenstücke 18 und 20 bzw.
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18 und 22, zwischen den beiden Innenflachen 18a bzw. 18b des inneren
Zwischenstücks und den Innenwänden 10a bzw. 12a der Hohlprofile sowie in der äußeren
Ecke zwischen den drei Zwischenstücken und der durch die beiden Hohlprofile 10 und
12 gebildeten Ecke.
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Zu diesem Zeitpunkt sind die mircroverkapselten Klebstoffe noch nicht
aktiviert, so daß die Zwischenstücke und auch die Hohlprofile noch gegeneinander
verschoben werden können, bis sie die richtige Lage erreicht haben.
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Nun werden mit einem herkömmlichen Eindrückwerkzeug (nicht dargestellt)
Sicken 26 bzw.28 in den Außenwänden 10b bzw. 12b der beiden Hohlprofile 10 bzw.
12 ausgebildet. Die dabei entstehende Wölbung in den Innenflächen der Außenwände
kommt in Anlage an die schrägen Flächen 20d bzw. 22d der äußeren Zwischenstücke
20 bzw. 22, so daß diese auf den Keilflächen des inneren Zwischenstücks 18 zu der
Ecke hin verschoben und dabei mit ständig größer werdendem Druck gegeneinander sowie
gegen die Innenfläche der Außenwand der Profile 10 bzw. 12 gepreßt werden.
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Gleichzeitig werden auch die Innenfläch#18a bzw. 18b des inneren Zwischenstücks
18 gegen die Innenwände 10a bzw. 12a der Innenwände der Profile 10 bzw. 12 gedrückt.
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Unter der Einwirkung dieses Drucks platzen die Microkapseln, so daß
der Kleber frei wird und auspolymerisieren kann. Bei der Verschiebung der äußeren
Zwischenstücke 20 bzw. 22 auf den teilflächen des inneren Zwischenstücks 18 ergibt
sich eine parallele Spreizung, so daß der Flächenkontakt äußerst gleichmäßig,
die
Flächenpressung relativ hoch und die Klebspalten zwischen den einzelnen Teilen sehr
klein werden. Dadurch lassen sich einerseits die sichere und zuverlässige Aktivierung
der Klebstoffe und andererseits die benötigten hohen Flächendrücke erreichen.
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In Figur 2 ist außerdem die übliche Beanspruchungsebene einer solchen
Eckverbindung dargestellt. Es läßt sich erkennen, daß die Klebschichten im wesentlichen
auf Druck und Scherung beansprucht werden. Dies stellt jedoch eine optimale Kleber-Beanspruchung
dar, so daß eine solche Eckverbindung eine hohe Festigkeit hat.
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Eine solche Eckverbindung ist insbesondere für aus Aluminium bestehende
Zwischenstücke und Hohlprofile geeignet, da der zunächst flüssige Klebstoff eine
Art Schmierwirkung liefert, so daß die sonst nicht zu vermeidenden Freßerscheinungen
von Aluminium-Gleitflächen nicht auftreten.
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In Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
die sich von der zweiten Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß ein äußeres,
gewinkeltes Zwischenstück 30 in Form eines Bumerangs mit umgebogenen Enden 30e verwendet
wird, während sich die beiden identischen Zwischenstücke 32 und 34, die Außenflächen
32a und 34a, sowie Innen- oder Keilflächen 32b und 34b aufweisen, zwischen den Innenflächen
30c, 30d des äußeren Zwischenstücks 30 und den Innenflächen der Innenwände 10a,
12a der Profile 10 und 12 befinden. Auch hierbei sind die Zwischenstücke 30, 32
und 34 mit Innen- oder Keilflächen 30c, 30d, 32b, 34b versehen, die jeweils paarweise
aneinanderstoßen, so daß sich im Prinzip die gleiche Funktionsweise wie bei der
oben ausführlich erläuterten Ausführungsform nach Figur 2 ergibt. Diese Ausführungsform
soll deshalb nicht nochmals im einzelnen beschrieben werden.
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Es soll nur darauf hingewiesen werden, daß bei dieser Ausführungsform
die Sicken 40 und 42 in den Innenwänden 10a bzw. 12a der Profile 10 bzw. 12 ausgebildet
werden, um die inneren Zwischenstücke 32 bzwfoMqf2tegiflächen des äußeren Zwischenstücks
30 zur Ecke hin zu verschieben.
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Der spitze Winkel, den die Kejlflächen der Zwischenstücke mit den
Nohiprofilen bilden, kann Je nach gewünschtem Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen
Einrichtung den Jeweils besonderen Bedingungen angepaßt gewählt werden. Für übliche
Anwendungen, z.B. bei der Herstellung von Fenster- und Türrahmen, ist ein günstiger
Winkel bereich 15 bis350 insbesonderte 1!8 bis 300 Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung
kommen die verschiedensten mikroverkapselten Klebstoffe in Betracht.
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Hier sind zunächst die sogenannten Epoxysysteme zu nennen, die im
wesentlichen aus einem härtbaren Polyepoxydharz und einem Härter, sowie gegebenenfalls
einem Beschleuniger bestehen.
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Es ist möglich die Epoxykomponente in mikroverkapselter Form einzusetzen
und zusammen mit den benötigten Härters sowie gegebenenfalls einem BeschleunigerS
in ein lackähnliches Bindemittel einzuarbeiten, mit dem dann die Zwischenstucke
und/oder die Profile beschichtet werden.
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Als Epoxydkomponenten kommen Epoxydverbindungen und PoIyepoxyde, beispielsweise
aromatisches aliphatische und cycloaliphatische Epoxydharze Glycidylester und Glycidyläther
in Betracht. Genannt werden konnen hier die Diglycidy1poRyäther des Bisphenol A.
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Als Härter kann man aliphatische und cycloaliphatische Amine und Polyamine,
Addukte von Polyaminen und Epoxydharzen, Phenolamin-Kombinationen oder Kondensationsprodukte
aus Polyaminen und dimerisierten Fettsäuren (Polyaminoamide} nennen.
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Epoxydsysterne sind besonders vorteilhaft unter dem Gesichtspunkt,
daß sie sich zur Klebung von metallischen Hohlprofilen
besonders
gut eignen.
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Als weitere Klasse von Klebstoffsystemen, die in mikroverkapselter
Form bei der erfindungsgemaßen Einrichtung brauchbar sind, kann man die Poiyestersysteme
nennen. Bei diesen Systemen können das Harz, der Katalysator und/oder der Beschleuniger
mikroverkapselt sein und sich in einem lackähnlichten Binder befinden. Es ist aber
auch möglich, daß der Polyester mikroverkapselt ist und der Härter und/oder der
Beschleuniger zusammen mit dem mikroverkapselten Polyester in einen lackähnlichen
Binder eingearbeitet ist.
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Zu nennen sind ungesättigte Polyester, bei denen es sich häufig um
Lösungen von ungesättigten Polyestern in Styrol oder Methacrylsäureestern oder Acryi
säureestern handelt. Als Härter finden häufig Peroxyde Verwendung. Auch hier ist
es günstig, wenn der ungesättigte Polyester mikroverkapselt ist und Härter und mikroverkapselter
Polyester in einen lackartigen Binder eingearbeitet sind. Diese Masse kann ohne
Schwierigkeiten auf die Zwischenstücke und/oder die zu verbindenden Profile aufgebracht
werden.
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bei den ungesättigten Polyesterharzen kann es sich um modifizierte
oder nicht modifizierte, gegebenenfalls zusätzlich freie Carboxylgruppen oder andere
funktionelle Gruppen tragende ungesättigte Polyester handeln. Derartige Polyester
leiten sich häufig von Maleinsäure, Fumarsäure, Itakonsäure oder deren Anhydriden,
teilweise auch von gesättigten mehrbasischen Säuren, wie Bernsteinsäure, Adipinsäure,
Sepacinsäure, Phthalsäure, Iso- und Terephthalsäure, Tetrachlorphthalsä#re, sowie
gesättigten zweiwertigen Alkoholen, wie #thylenglycol, l,3-Butylenglycol, l,2-Propylenglycol,
Neopentylglycol, 1>4-Cyclohexandimethanol, und dergleichen, ab.
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Als Katalysatoren zur Härtung kommen insbesondere organische und/oder
anorganische Peroxysäuren, Peroxyde und/oder Hydroperoxyde in Betracht. Hier kann
man Dibenzoylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd, Dicumylhydroperoxyd, tert.-Butylhydroperoxyd,
Cumolhydroperoxyd, Kalium- und Ammoniumperoxydisulfat, Terpineolozonid, und dergleichen,
nennen.
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Geeignet sind auch Acrylatharzformulierungen.
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Bei den Acrylatharzformulierungen sind beispielhaft die kalthärtenden
Acrylatklebstoffe, die Methacrylsäure- bzw. Acrylsäureester, teilweise im Gemisch
mit Styrol und Methacrylsäure als Monomere,swieanderen unterschiedlichen Polymeren,
zu nennen.
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Es ist ohne weiteres möglich, den mikroverkapselten Klebstoff nach
üblichen Methoden zunächst in einen lackartigen Binder einzuarbeiten und diesen
dann auf die Zwischenstücke und/oder Profile aufzubringen, solange man dafür Sorge
trägt, daß hierbei dac Auftreten hoher Scherkräfte vermieden wird. Soweit es sich
um Beschichtungsmassen handelt, die mikroverkapselten Klebstoff mit einer Kapselgröße
kleiner als 200 um enthalten, können diese ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen in
bekannter Weise aufgebracht werden. Man kann die den mikroverkapselten Klebstoff
enthaltenden Massen in Form wässeriger Dispersionen, oder eingearbeitet in ein anderes
geeignetes Medium, aufbringen.
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Als lackartige Binder kommen solche in Betracht, die nach dem Auftrag
der Masse auf die zu beschichtenden Flächen physikalisch trocknen oder chemisch
aushärten. Derartige Binder sind bekannt.
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