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Gewindebuchse mit Verdrehsicherung
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Die Erfindung betrifft eine Gewindebuchse der im Oberbegriff des vorstehenden
Hauptanspruches 1 genannten Art.
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Derartige Gewindebuchsen sind in unterschiedlichen Ausführungsformen
bekannt.
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Bei einer Gewindebuchse,deren Außengewinde das entsprechende Innengewinde
im Werkstück selbst schneidet, erfolgt die Verdrehsicherung mit einer Radialverstiftung.
Bei dieser Verdrehsicherung muß nach dem Eindrehen der selbstschneidenden Gewindebuchse
am Übergang zwischen Gewindebuchse und Werkstück gebohrt und anschließend die Bohrung
mit einem Sicherungsstift ausgefüllt werden. Eine solche Montage ist sehr aufwendig.
Die Gewindebuchse selbst ist teuer, da nicht nur der eigentliche Buchsenkörper,
sondern auch die Sicherungsstifte vorgesehen sein müssen.
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Weiterhin sind Gewindebuchsen mit Außengewinde bekannt, bei denen
am Außengewinde Längsnuten vorgesehen sind. In diese Längsnuten werden Keile eingedrückt,
die über die Längsnuten vorragen und in das Material des Werkstücks eingreifen.
Auch hier ist die Montage sehr aufwendig und die Gewindebuchse wegen der Mehrteiligkeit
entsprechend teuer.
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Bei einer Art erfolgt die Sicherung gegen Verdrehen durch eine Radialverstiftung.
Bei dieser Lösung muß nach dem Eindrehen der selbstschneidenden Gewindebuchse am
übergang zwischen Gewindebuchse und Werkstück gebohrt und anschließend die Bohrung
mit einem Sicherungsstift ausgefüllt werden. Bei einer anderen Art wird über den
Hals einer eingesetzten Buchse ein gezahnter Sicherungsring eingepreßt. (US-PS 2
452 262).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einteilige Gewindebuchse
mit Verdrehsicherung zu schaffen.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruches
1 gelöst.
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Die Gewindebuchse wird in eine Bohrung eines Werkstücks eingeschraubt,
bis der Kragen auf der Oberseite des Werkstückes aufsitzt. Danach wird der Kragen
in das Werkstück eingedrückt, bis die Oberseite des Kragens bündig mit der Oberfläche
des Werkstücks abschließt. Die Gegenkraft für die beim Eindrücken des Kragens in
das Werkstück erfolgende Stauchung wird dabei vorzugsweise bei nicht selbstschneidendem
Außengewinde der Gewindebuchse nicht durch den Eingriff des Außengewindes mit dem
Innengewinde des Werkstücks aufgebaut, sondern durch eine auf den Gewindebereich
aufgebrachte Zugkraft, so daß das Spiel im Gewindeeingriff zwischen Werkstück und
Buchse bereits beim Einsetzen der Gewindebuchse abgebaut wird. Das Freiräumen eines
besonderen Stauchraumes im zugeordneten Gewindebereich des Innengewindes des Werkstücks
ist nicht erforderlich.
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Vorzugsweise wird die Abweichung des Umfangs des Kragens von der Kreisform
dadurch erreicht, daß der Kragen mit sich in
radialer Richtung
erstreckenden Vor- und Rücksprüngen versehen istl wie z.B. Zahnung, Rändelung oder
dgl.
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Andererseits ist es möglich, daß der Kragen in Umfangsrichtung als
Mehrkant ausgebildet ist.
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Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist der Mehrkant
ein Sechskant.
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Bei hydraulischen Anwendungsfällen und anderen Anwendungsfällen.
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wo eine vollständig dichte Verbindung zwischen Gewindebuchse und Werkstück
erforderlich ist, ist es zweckmäßig, wenn der glattwandige Bereich von einem Dichtungsring
umgeben istt vorzugsweise einem O-Ring.
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Es ist vorgesehen, daß die Gewindebuchse ein Innengewinde aufweist,
in das nach Einsetzen der Gewindebuchse ein anderes Gewindeelement einschraubbar
ist. Andererseits ist es aber auch möglich, daß die Gewindebuchse einen koaxial
in ihr befestigten Schraubbolzen aufweist, der die Oberseite des Kragens überragt.
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Bei derartigen Gewindebuchsen, aber auch bei den Gewindebuchsen mit
Innengewinde ist es äußerst vorteilhaft, wenn die Stauchrichtung des im wesentlichen
glattwandigen Bereiches sicher vorgegeben ist derart, daß sich der glattwandige
Beverformt.
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reich stets nach außen Es ist daher in zweckmäßiger Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß die Mittellinie der Wand stärke des glattwandigen
Bereiches in axialer Richtung der Buchse bezüglich der Achse der Buchse nach außen
gewölbt ist4
Durch die Abweichung der Mittellinie der Wandstärke
von einer zur Achse der Buchse parallelen Richtung wird erreicht, daß während des
Eindrückens des Kragens in das Werkstück und dem damit verbundenen Stauchen des
glattwandigen Bereiches die Verformung des glattwandigen Bereiches von der Achse
der Gewindebuchse fort erfolgt, so daß die Gefahr einer Verengung des Innenquerschnittes
nicht auftritt, und insbesondere bei der Gewindebuchse mit Innengewinde die Schraubelemente
ohne Schwierigkeiten in das Innengewinde eingeschraubt werden können und bei der
den Gewindebuchsen mit Bolzen gegebenenfalls noch die auf die Bolzen aufgeschraubten
Gewindeelemente in den Gewindeeinsatz eingreifen können.
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Weitere Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der
Gewindebuchse.
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Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der die Gewindebuchse sich auf einfache Weise und schnell montieren
läßt.
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Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zum Einbringen einer Gewindebuchse
mit einem Gehäuse, einem darin drehbar gelagerten und antreibbaren Gewindedorn und
einem druckbeaufschlagten Kolben aus, der für eine Relativbewegung gegenüber dem
Gehäuse ausgebildet ist. Die bekannten Vorrichtungen zum Einbringen einer Gewindebuchse
sind für das Einbringen der neuen Gewindebuchse nicht geeignetl da ein Kontern der
von dem Gewinde gehaltenen
Gewindebuchse an einem feststehenden
benachbarten Abschnitt des Gehäuses erfolgen würde.
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Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, daß zwischen Gehäuse und Gewindedorn
eine drehbar gelagerte Anschlaghülse vorgesehen ist.
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Weitere Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der
Vorrichtung.
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Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Gewindebuchsen und der Vorrichtungen zum Einbringen dieser Gewindebuchsen genauer
beschrieben. Es zeigt: Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform
der Gewindebuchse, mit geradzylindrischem glattwandigen Bereich, Figur 2 die teilweise
als Schnitt dargestellte Gewindebuchse mit den ebenfalls teilweise geschnittenen,
an der Gewindebuchse angreifenden Elementen einer Vorrichtung zum Einsetzen der
Gewindebuchse, wodie Gewindebuchse in das Werkstück eingeschraubt, jedoch noch nicht
gegen Verdrehen gesichert ist, Figur 3 die Gewindebuchse gemäß Figur 1 im eingebauten
Zustand, Figur 3a eine vergrößerte Darstellung einer der Ausführungsform gemäß Figur
1 vergleichbaren Ausführungsform, wobei der glattwandige Bereich nach außen gewölbte
Innen- und Außenwände aufweist,
Figur 3b eine Darstellung vergleichbar
Figur 3a, bei der die Innenwand des glattwandigen Bereichs nach außen gewölbt und
die Außenwand eine zur Achse der Gewindebuchse parallele Zylinderfläche ist, Figur
4 die Gewindebuchse gemäß den Figuren 1 - 3 mit einem auf den glattwandigen Bereich
aufgeschobenen Dichtring, in perspektivischer, teilweise geschnittener Ansicht,
Figuren Darstellung, vergleichbar den Figuren 2 und 3, 5 und 6 Figur 7 eine dritte
Ausführungsform der Gewindebuchse mit einem in ihr koaxial angeordneten Gewindebolzen
ohne Schraubeingriff mit dem Gewindebuchsenkörper, Figur 8 eine vierte Ausführungsform
der Gewindebuchse mit einem mit dem Gewindebuchsenkörper in Schraubeingriff stehenden
Gewindebolzen, Figur 9 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Einsetzen der
Gewindebuchsen, wie sie in den Figuren 1 - 6 gezeigt sind, Figur 9a eine Seitenansicht
des vorderen Endes der Vorrichtung bei eingepreßter Gewindebuchse und Figur 10 einen
Längsschnitt durch den vorderen Abschnitt einer Vorrichtung zum Einsetzen der Gewindebuchsen
gemäß Figuren 7 und 8.
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Die in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Gewindebuchse B besteht aus einem
an seinem Umfang als Sechskant ausgebildeten Kragen 1 einem Gewindebereich 2 und
einem zwischen beiden angeordneten im wesentlichen glattwandigen, rohrartigen Bereich
3, dessen Wandstärke geringer ist als der Kernquerschnitt des Gewindebereiches 29der
mit einem Innengewinde2aund einem Außengewinde 2b vesehen ist. Wie aus der Figur
2 ersichtlich ist, ist der maxiale Durchmesser des Kragens 1 so gewählt, daß er
eine in einem Werkstuck 5 vorgesehene Gewindebohrung 5c übergreift.
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Beim Einsetzen der Gewindebuchse in ein Werkstück 5 wird zuan nächst
mittels eines seinem einen Ende ein Außengewinde 6 aufweisenden Gewindedorn 6 der
Einsatz 3 in die Bohrung 5c eingeschraubt, bis die Unterseite des Kragens 1 auf
der Oberfläche 5a des Werkstücks 3 aufsitzt (vergleiche figur 2). Danach wird ein
als Ring ausgebildeter Anschlag 7 mit einer Anschlagfläche 7 in Anlage an die Oberseite
des Kragens 1 gebracht, um den Kragen 4 in das Werkstück einzudücken; dabei werden
au den Gewinde dorn 6 in Richtung der Pfeile 6b Zugkräfte und auf den Anschlag 7
in Richtung der Pfeile 7b Druckkräfte ausgeübt. Da das Gewinde 6a sich in Eingriff
mit dem Innengewinde 2a des Gewindecereichâ 2 befindet, erfolgt beim Eindrücken
des Kragens 11 gleich ein Ebbau des Spiels zwischen Außengewinde 2b und Gewindebohrung
5c im Werkstück.
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Beim Eindrücken des Kragens 1 wird der glattwandige Bereich 3 gestaucht
und erhält die in der Figur 3 rechts oben ersichtliche Form.
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Das Material, aus dem die Gewindebuchse B gefertigt ist, ist härter
als das Material des Werkstücks 5; es ist z.B. die Paarung Stahl/Gußalurainium mög'ich.
Beim Eindrücken des Kragens 1 schließt sioh das verdrängte Material des Werkstücks
5 eng an die Umfangsflächenabschnitte 5b des Kragens 1 an, so daß praktisch ein
fugenloser Übergang zwischen der Umfangsfläche des Kragens 1 und Qem Material des
Werkstücks 5 entsteht.
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Um unabhängig von der Ausbildung des Gewindedorns 6 mit Sicherheit
eine Verformung des glattwandigen Bereiches von der Achse der Gewindebuchse B fort
zu erreichen, kann die Dickenverteilung der Wandstärke des glattwandigen Bereiches
3 in axialer R chçurg der Gewindebuchse so gewählt werden, daß die Mittellinie M3
bezüglich der Achse der Gewindebuchse nach außen gewölbt ist.
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In der Figur 3a ist eine Ausführungsform der Gewindebuchse dargestellt,
bei der sowohl die Innenwand 3a als auch die Außenwand 3b nach außen gewölbt sind.
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Bei der Ausführungsform gemäß Figur 3b ist die Innenwand 3a nach außen
gewölbt, während die Außenwand 3b die Form einer zur Achse der Gewindebuchse B parallelen
Zylinderfläche aufweist.
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Bei beiden Ausführungsformen ist die Mittellinie M3 der Wanddickenverteilung
bezüglich der Achse der Gewindebuchse nach außen gewölbt. Die Mittellinie muß nicht
unbedingt einen stetig wie z.B. die eines Korbbogens gekrümmten Verlauf/aufweisen,
sondern kann auch ein Polygonzug sein. In den Figuren 3a und 3b ist die Höhe des
glattwandigen Bereiches mit h und die Dicke des Kragens 1 mit d bezeichnet.
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Bei der Verformung nimmt die Höhe h um die Dicke d ab. Die Höhe h
muß mindestens gleich der Dicke d plus der erforderlichen Restverformungshöhe hR
sein, wie sie z.B. in der Figur 3 eingetragen ist. Diese Restverformungshöhe hR
wird durch die Wand-R stärke des glattwandigen Bereichs und durch das Ausmaß der
gewünschten und zulässigen Verformung bestimmt.
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Bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 4 bis 6 ist der glatt-3c
wandige Bereich 3 von einem abdichten O-Ring umgeben, der im eingebauten Zustand
der Gewindebuchse zwischen dem Außengewinde der Gewindebohrung 5c und dem gestauchten
glattwandigen Bereich 2 liegt und entsprechend verformt ist. Für den Einbau sind
die beim Einbau der Gewindebuchse gemäß den Figuren 1 bis 3 einsetzbaren Werkzeuge
ebenfalls verwendbar.
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Bei der Ausführungsform gemäß Figur 7 ist das Innengewinde 2a in dem
Gewindebereich 2' durch eine glattwandige Stufenbohrung 4 ersetzt worden, die auf
ihrem vom Kragen 1' abgewandten Ende ihren im Durchmesser erweiterten Abschnitt
aufweist. Von dem erweiteren Abschnitt her ist in die Gewindebuchse B' ein Gewindebolzen
8 mit Kopf 8a eingeführt, dessen Gewindeschaft 8b die Oberseite des Kragens 1' überragt.
Der Kopf 8a liegt an
der Stufe 4a der Stufenbohrung 4 an und ist
mit dem Gewindebereich 2' punktverschweißt wie es bei 9 in Figur 7 dargestellt ist.
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Die Ausführungsform gemäß=Figur 8 unterscheidet sich von der Ausführungsform
gemäß Figur 7 dadurch, daß die Stufenbohrung 4 in ihrem Abschnitt kleineren Durchmessers
mit einem Innengewinde 4b versehen ist, das mit dem Außengewinde eines entsprechend
gestalteten Schraubbolzens 8' mit Kopf 8a' zusammenwirkt. Der Gewindebolzen 8' wird
von dem im Durchmesser erweiterten Abschnitt der Stufenbohrung 4' her in die Gewindebuchse
eingeschraubt, bis der Kopf 8a' an der Stufe 4a' anliegt. Die axiale Länge des in
seinem Durchmesser erweiterten Abschnitts der Stufenbohrung 4' ist so groß, daß
der freie Rand der Stufenbohrung noch zu einer Lippe 10 umgebördelt werden kann,
die den Gewindebolzen drehfest in der Buchse hält.
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In den Figuren 7 und 8 ist der Dichtungsring 3c' mit dargestellt;
er ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
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Zum Einsetzen der Gewindebuchsen gemäß Figuren 7 und 8 muß das vordere
Ende des Gewindedorns 6 entsprechend umgestaltet werden, der Dorn muß gekürzt und
d.h. das Außengewinde 6a muß durch ein entsprechendes Innengewinde ersetzt werden.
Dies wird weiter unten anhand der Figur 10 erläutert.
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In den Figuren 9 und 9a ist eine Vorrichtung zum Einsetzen der Gewindebuchsen
gemäß den Figuren 1 bis 6 dargestellt.
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In einem mit einer Durchgangsbohrung 10a versehenen Gehäuse ist an
dem einen Ende ein an einer Seite offener Zylinderraum 11 ausgebildet, der über
eine in dem Gehäuse ausgebildete und sich zum Boden des Zylinderraums öffnende Druckmittelleitung
12 mit Druckmittel beaufschlagt werden kann.
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Auf dem vom Zylinderraum 11 abgewandten Ende des Gehäuses 10 ist die
Durchgangsbohrung 10a mit einem Gewinde 13 versehen.
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In dem Zylinderraum 11 ist ein Kolben 14 mit einer dem Boden des Zylinderraums
11 zugewandten ringförmigen und vom Druckmittel zu beaufschlagenden Arbeitsfläche
14a angeordnet, die in der in Figur 9 gezeigten Ruhestellung des Kolbens 14 in vorgegebenem
Abstand von der Bodenfläche des Zylinderraums 11 gehalten wird.
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Der Kolben 14 besteht aus einem hohlen Kolbenhauptkörper 14b und einem
in die Durchgangsbohrung eingreifenden hohlen Führungseinsatz 14c. Der Innendurchmesser
des Kolbenhauptkörpers 14b ist größer als der Innendurchmesser des Führungsansatzes
14c, so daß zwischen den beiden Hohlräumen eine Stufe 14d ausgebildet ist.
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Der Außendurchmesser des Kolbenhauptkörpers 14b ist in der in Figur
9 gezeigten Weise abgestuft. Der im Durchmesser größere Abschnitt des Kolbenhauptkörpers
14b arbeitet mit der Wandung des Zvlinderraums 11 zusammen. Zwischen der Durchqanqsbohrunq
1 4c und der Außenfläche des hohlen Führungsansatzes und zwischen der Wandung des
Zylinderraums 11 und des in seinem Durchmesser vergrößerten Abschnittes des Kolbenhauptkörpers
14b ist je eine
Dichtung 15 eingebracht.
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Ein mit einem Außengewinde versehenes hohles Mundstück 16 ist in das
Gewinde 13 eingeschraubt. Der Innendurchmesser des Mundstücks 16 entspricht dem
Innendurchmesser des hohlen Führungsansatzes 14c.
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Das Mundstück 16 ist zur Anpassung an verschiedene Gewindebuchsen
mittels der Schraubverbindung lösbar mit dem Gehäuse 10 verbunden.
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Das Mundstück 16 ist mit einem Außengewinde versehen, auf dem ein
Konterring 17 aufgeschraubt ist, so daß das in das Gewinde 13 eingeschraubte Mundstück
16 durch den Konterring 17 an dem Gehäuse spielfrei und gegen Verdrehung gesichert
werden kann.
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Ein Gewindedorn 20 erstreckt sich koaxial durch das Mundstück 16 und
den hohlen Führungsansatz 14c des Kolbens bis in den Innenraum des Kolbenhauptkörpers
14b. Zwischen der Außenfläche des Gewindedorns 20 und den Innenflächen des Mundstücks
16 und des Führungsansatzes 14c ist eine Anschlaghülse 21 angeordnet, deren Außenfläche
die Innenflächen von Mundstück 16 und Führungsansatz 14c berührt, während sie einen
vorgegebenen Abstand von der Außenfläche des Gewindedorns 20 aufweist.
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Wie aus der Figur 9 ersichtlich ist, ist zwischen Anschlaghülse 21
und Kolben 14 in der Durchgangsbohrung 10a ein Freiraum vorgesehen. In diesem Freiraum
kann zwischen Gehäuse 10 und Anschlaghülse 21 ein O-Ring oder ein Simmerring 21a
angeordnet werden, der die Hülse 21 im Gehäuse hält.
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An ihrem aus dem Mundstück hervorragenden Ende ist die Anschlaghülse
mit einem sich radial erstreckenden Anschlag 21b versehen, dessen Abmaße an die
des Kragens 1 der Gewindebuchse angepaßt ist.
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Wie weiter unten erläutert wird, ist die Länge der Anschlaghülse in
vorgegebener Weise größer als der Abstand zwischen dem aus dem Gehäuse 10 vorragenden
Ende der Anschlaghülse 21 und der Stufe 14d des sich in seiner Ruhestellung befindlichen
Kolbens 14.
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An seinem in das Innere des Kolbenhauptkörpers 14b hineinragenden
Ende ist der Gewindedorn 20 mit einem Kopf 22 versehen, dessen Radialabmessungen
so gewählt sind, daß sich der Kopf gegen die Stufe 14d des Kolbens und gegen die
zugeordnete Stirnfläche der Anschlaghülse 21 legen kann. Am anderen Ende trägt der
Dorn einen Gewindeabschnitt 23.
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Der Kolbenhauptkörper 14b des Kolbens 14 ragt in axialer Richtung
aus dem Zylinderraum 11 hervor und ist an seinem nicht mit dem Führungsansatz 14c
verbundenen Ende mit einem Innengewinde 14e versehen. Um den in seinem Durchmesser
verringerten Abschnitt des Kolbenhauptkörpers 14b ist eine Druckfeder 24 angeordnet,
die sich auf der Stufe zwischen dem Abschnitt kleineren Durchmessers und dem Abschnitt
größeren Durchmessers des Kolbenhauptkörpers 14b abstützt.
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In das Gewinde 14e ist mit seinem Gehäuse ein Antriebsmotor 25 eingeschraubt.
In dem Kopf 22 ist eine Sechskantausnehmung 22a ausgebildet, in die ein als Sechskant
ausgebildetes Antriebselement
25a des Antriebsmotors 25 angreift.
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Im Bereich des Zylinderraums ist das Gehäuse 10 mit einem Außengewinde
10b versehen, auf das eine mit einem Innengewinde versehene Verschlußkappe 26 aufgeschraubt
ist, die an ihrem Kappenboden 26a mit einer Öffnung 26b versehen ist, durch die
der Antriebsmotor 25 hervorragt. Zur Festlegung der Verschlußkappe 26 aus dem Gehäuse
10 ist auf dem Gewinde 10b eine Kontermutter 27 angeordnet. Das andere Ende der
Druckfeder 24 stützt sich auf dem Boden 26a der Verschlußkappe ab und drückt den
Kolben in Anlage an den Boden des Zylinderraums 11. Die Hubweite des Kolbens 24
wird durch Verstellen der Verschlußkappe 26 auf dem Gewinde 10b bestimmt.
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An dem Antriebsmotor 25 ist ein Schalthebel 31 vorgesehen, mit dem
der Motor ein- und ausgeschaltet werden kann, während mit Hilfe eines Umschaltknopfes
32 die Drehrichtung des Antriebselements 25a bestimmt werden kann. Es ist möglich,
daß dem Hebel 31 neben der Schaltfunktion auch noch eine Geschwindigkeitsregelfunktion
in Abhängigkeit von dem Ausmaß des Niederdrückens des Hebels zugeordnet wird.
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Arbeitsweise der Vorrichtung:
Beim Einsetzen einer Gewindebuchse B in ein Werkstück wird die Gewindebuchse B auf
den Gewindedorn 20 von Hand um ein bis zwei Gänge aufgespindelt, indem man bei rechtslaufendem
Motor von Gewindeabschnitt 23 der Hand die Gewindebuchse B kurzzeitig auf den/rotierenden
Gewindedorns
20 aufsetzt. Danach wird die Vorrichtung an das eine
mit 5c Innengewinde versehene Bohrung des Werkstücks 5 herangeführt und der mit
dem Gewindedorn 20 mit rotierende Gewindeeinsatz in das Gewinde 5 eingedreht. Bei
diesem Arbeitsvorgang spindelt sich die Gewindebuchse bis zur Anlage des Kragens
1 an den Anschlag 21b der Anschlaghülse 21 auf und bei weiterer Drehbewegung gleichzeitig
in das Gewinde 5c ein. Da die Anschlaghülse 21 sich mit dem Gewindedorn 20 mitdrehen
kann, wird ein Kontern des Gewindeeinsatzes B an dem gehäusefesten Mundstück 16
verhindert. Die bereits vorstehend herausgestrichene Länge der Anschlaghülse 21,
die zum Aufbau des Axialabstandes a zwischen dem Anschlag 21b und der Stirnfläche
des Mundstückes 16 führt, ist deshalb besonders wichtig. Es ist auch möglich, zwischen
dem Anschlag 21b und der zugewandten Stirnfläche des Mundstücks 16 ein Axiallager
anzuordnen, um die Drehung der Anschlaghülse 21 gegenüber dem Mundstück und damit
gegenüber dem Gehäuse 10 zu ermöglichen.
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Wenn die Gewindebuchse B bis zur Anlage des Kragens 1 auf der Oberfläche
des Werkstücks 5 eingeschraubt ist, wird der Antriebsmotor 25 abgeschaltet und über
ein nicht gezeigtes Ventil die Druckleitung 21 mit einer Druckmittelquelle verbunden,
so daß die von der Arbeitsfläche 14a mit begrenzte Arbeitskammer des Zylinderraums
11 beaufschlagt wird. Da der Gewindedorn mit seinem an seinem vorderen Ende ausgebildeten
Außengewinde 23 2a in das Innengewinde der Buchse eingeschraubt ist und diese durch
2b ihr Außengewinde in dem Werkstück gehalten wird, erfolgt eine Relativbewegung
zwischen dem sich über die Stufe 14d an dem
Kopf 22 des Gewindedorns
20 angreifenden Kolben 14 und dem Gehäuse 10 und damit dem Mundstück 16. Bei diesem
Vorgang setzt die dem Anschlaq 21 zuqewandte Fläche des Mundstücks 16 auf dem 1
Anschlag 21b auf, so daß eine Kraftübertragung vom Kragen der Gewindebuchse B über
den Anschlag 21b direkt auf das Mundstück 16 und damit das Gehäuse 10 erfolgt, ohne
daß der zylindrische Hohlkörper der Abstandshülse 21 belastet wird. Auf diese Weise
wird mit Sicherheit vermieden, daß sich die Anschlaghülse 21 gerade in dem Bereich
der Durchgangsbohrung 10a zwischen den zugewandten Enden des Mundstücks 16 und des
Führungsansatzes 14c des Kolbens gegebenenfalls unter Zerstörung des O-Rings 21a
verformen kann. Die Druckzufuhr über die Druckmittelleitung 12 hält solange an,
bis der Setz- und Eindrückvorgang des Kragens 1 der Gewindebuchse B abgeschlossen
ist und seine Oberseite mit der Oberfläche des Werkstücks 5 ausgefluchtet ist. Die
Endstellung von Werkzeug und die verformte Buchse B sind in der Figur 9a gezeigt.
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Nach dem Eindrücken des Kragens 1 wird der Antriebsmotor 25 durch
entsprechende Betätigung des Hebels 31 und des Umschaltknopfes 32 in Linksdrehung
versetzt und der Gewindedorn 20 aus dem Innen-2a 14 gewinde der Gewindebuchse B
ausgespindelt. Der Kolben und der 25 von ihm getragene Motor werden durch die Druckfeder
24 wieder in die in der Figur 9 gezeigte Stellung relativ zum Gehäuse 10 zurückbewegt.
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Es soll hier noch angemerkt werden, daß der Antriebsmotor 25 ebenfalls
ein von einem Druckmittel gespeister Motor sein kann, dem über eine nicht gezeigte
Druckmittelleitung Druck zugeführt werden kann. Es ist aber auch möglich, daß ein
Elektromotor zum Einsatz kommt.
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Für das Einsetzen der Gewindebuchsen gemäß den Figuren 7 und 8 braucht
nur der Gewindedorn 20 durch einen Gewindedorn 20' ersetzt zu werden, der die in
der Figur 10 gezeigte Formgebung aufweist. An seinem Arbeitsende ist der Gewindedorn
mit einem Innengewinde 23' versehen, das auf das Außengewinde des Bolzens aufgeschraubt
wird. Gegebenenfalls auch bei dieser Ausführungsform wird durch die Drehbarkeit
der Anschlaghülse 21 bezüglich des Gehäuses 10 und des Mundstücks 16 ein Kontern
der Gewindebuchse mit Stehbolzen an dem feststehenden Mundstück 16 verhindert.
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Der Aufbau der gezeigten Vorrichtung ermöglicht ein einfaches Austauschen
der Gewindedorne 20 und 20', einem der Antriebsmotor 25 aus dem Kolben herausgeschraubt
wird und nach Entnahme des einen- Gewindedorns der andere Gewindedorn eingesetzt
und danach der Antriebsmotor erneut eingeschraubt wird. Selbst wenn ein Wechsel
der Gewindedorne nicht vorgesehen ist, ermöglicht die gezeigte Ausbildung des Werkzeugs
eine wirtschaftliche Produktion von Werkzeugen für die beiden in Rede stehenden
Arten an Gewindebuchsen.