DE2810951B1 - Kompensationsschaltung fuer elektronische Messgeraete - Google Patents
Kompensationsschaltung fuer elektronische MessgeraeteInfo
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- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Description
35
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kompensationsschaltung für elektronische Meßgeräte gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Den Eingängen von elektronischen Meßgeräten, z. B. ■
Oszillographen, werden häufig Spannungen zugeführt, die sowohl einen Gleich- als auch einen Wechselanteil
besitzen. Häufig ist in solchen Fällen nur der Wechselanteil für die Messung von Interesse, während
die Größe des Gleichanteils nicht interessiert. Um den Gleichanteil zu eliminieren, wird in der Eingangsschaltung
des elektronischen Geräts dem Eingangssignal eine Gleichspannung der gleichen absoluten Größe,
jedoch gegenüber dem genannten Gleichanteil entgegengesetzten Vorzeichen zugeführt.
Es ist bekannt, hierzu einen analogen Addierverstärker mit zwei Eingängen zu verwenden. Dem einen
Eingang wird das aus Gleich- und Wechselanteil bestehende Eingangssignal zugeführt, während dem
anderen Eingang die kompensierende Gleichspannung zugeführt wird. An seinem Ausgang gibt der Verstärker
lediglich den Wechselanteil des Eingangssignals ab. Nun ist es aber vielfach so, daß der Absolutbetrag des
Gleichanteils der Eingangsspannung wesentlich größer als die Amplitude des Wechselanteils ist. Obwohl nur
der Wechselanteil interessiert, muß in einem solchen Fall der Addierverstärker einen Dynamikbereich
aufweisen, welcher der Gesamtgröße des Eingangssignals angepaßt ist. Außerdem ist es erforderlich, daß der
Addierverstärker im gesamten Dynamikbereich linear arbeitet und daß die an seinem Ausgang auftretenden
Störsignale nicht nur klein gegenüber dem Gleichanteil, sondern auch gegenüber dem Wechselanteil der
Eingangsspannung sind.
Man kann den erforderlichen Dynamikbereich des Addierverstärkers zwar verkleinern, indem man diesem
einen Spannungsteiler vorschaltet. Damit verkleinert man aber den Wechselanteil des Eingangssignals im
gleichen Verhältnis wie den Gleichanteil. Damit sind dem maximalen Spannungsteilerverhältnis von vornherein
Grenzen gesetzt.
Bei Oszillographen sind Schaltungen zur Nullpunktverschiebung bekannt (Elektronik, Januar 1966, Seite 14,
Sept. 1966, Seiten 265 bis 267; radiomentor, 8, 1965, Seiten 646 bis 648), die als verstellbare Widerstandsnetzwerke
ausgebildet sind und mit konstanten Gleichspannungen gespeist werden. Diese Gleichspannungen
wirken jedoch auf den Eingang derartiger Schaltungen zurück, so daß diesen Schaltungen auf
jeden Fall noch eine Verstärkerstufe vorgeschaltet werden muß, wenn man einen rückwirkungsfreien
Meßeingang für den Oszillographen verlangt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kompensationsschaltung für elektronische Meßgeräte
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, die es gestattet, Gleichspannungsanteile des
Meßsignals beliebiger Größe zu kompensieren, wobei am Eingangsanschluß des Meßgerätes bei Veränderung
des Meßsignals, insbesondere beim Abklemmen des Meßsignals, keine Kompensationsspannung auftritt. Die
Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 gekennzeichnet. Dabei versteht es sich, daß die Schaltung bei
gleichzeitigem Ersatz der Spannungen durch Ströme durch eine äquivalente T-Schaltung ersetzbar ist.
Bei der erfindungsgemäßen Kompensationsschaltung wird das Meßsignal unabhängig von der Einstellung der
Kompensationsspannungen immer gleich belastet. Dazu sind außer zwei zweckmäßigerweise betragsmäßig
gleich großen Spannungsquellen lediglich passive Bauelemente erforderlich. Der isolierte Wechselanteil
des Eingangssignals kann einem Eingangsverstärker des elektronischen Gerätes zugeführt werden. Dieser
Eingangsverstärker braucht in seinem Dynamikbereich lediglich auf die Amplitude des Wechselanteils abgestimmt
zu sein.
Vorteilhafte Ausführungsformen bzw. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Schaltung nebst vorgeschalteter Eingangsspannungsquelle und nachgeschaltetem
Wechselspannungsverstärker;
F i g. 2 eine erfindungsgemäße Schaltung zur Verarbeitung auch höherer Frequenzen und
F i g. 3 eine Abwandlung der erfindungsgemäßen Schaltung in niederohmiger Ausführung.
In F i g. 1 sind mit 1 und 2 die Eingangs- bzw. Ausgangsklemme einer erfindungsgemäßen Eingangsschaltung
bezeichnet. Die Eingangsschaltung besteht in der dargestellten einfachen Ausführungsform aus
Widerständen R\, R2 und Rz sowie zwei Gleichspannungsquellen
U\ und U2.
An die dargestellte Eingangsschaltung ist an ihrer Eingangsklemme 1 mit einer Signalquelle verbunden,
welche die Eingangsspannung Ue abgibt. Die Eingangsspannung Ue setzt sich zusammen aus einem Gleichanteil
Ue= und einem Wechselanteil Ue-
An der Ausgangsklemme 2 wird eine Ausgangsspannung Ua abgegeben, die im vorliegenden Beispiel einem
Verstärker 3 zugeführt wird.
Die Spannung Ua an der Ausgangsklemme 2 der
erfindungsgemäßen Eingangsschaltung errechnet sich wie folgt:
UA = (U1;. + U1;. j
- U2
R2 + R3 ~R2+R3
= KlUh. +K1Ue.-K2U2 (1)
Will man nun erreichen, daß an der Ausgangsklemme 2 nur noch der Wechselanteil der Eingangsspannung UL auftritt, so muß gelten:
K1U1^=K2U2
^3
K2
Man sieht, daß sich der Gleichanteil Ue= der
Eingangsspannung Ue durch passende Wahl der Spannung U2 in jedem Falle kompensieren läßt.
An der Eingangsklemme 1 muß zusätzlich die Bedingung erfüllt sein, daß aufgrund der Spannung U2
kein zusätzlicher Strom in die Quelle des Eingangssignals oder aus dieser heraus fließt. Dazu ist die
zusätzliche Kompensationsspannung U\ vorgesehen. Es ist leicht einzusehen, daß die vorgenannte Bedingung
z. B. dann erfüllt ist, wenn U\ = U2 und R\ = R2+R3 sind.
Somit wird mit der Schaltung gemäß F i g. 1 erreicht, daß der Gleichanteil des Eingangssignals kompensiert
wird, ohne daß dadurch das Eingangssignal verfälschende Ströme auftreten.
Die Widerstände R2 und A3 bilden für den Wechselanteil
Ue einen Spannungsteiler. Dieser kann entsprechend
den Erfordernissen des Eingangs des Verstärkers 3 dimensioniert werden. Im einfachsten Falle wird man
R2 und Rz gleich groß machen, wodurch die Amplitude
des Wechselanteils halbiert wird.
In Fig.2 ist eine hochohmige Eingangsschaltung dargestellt, die sich auch für höhere Frequenzen des
Wechselanteils des Eingangssignals eignet. Das Spannungsteilerverhältnis beträgt hier 1/10. Parallel zu den
Spannungsteilerwiderständen R2 und R3 sind hier
Kondensatoren Q und C2 geschaltet, die für höhere
Frequenzen einen kapazitiven Spannungsteiler bilden, welcher ebenfalls ein Teilerverhältnis von 1/10 besitzt.
Spannungsteilerkapazitäten und -widerstände können so gewählt werden, daß an der Eingangsklemme 1 eine
ι ο eventuell übliche Standardimpedanz erscheint.
In Fig.2 ist weiterhin dargestellt, wie sich auf einfache Weise die beiden einander entgegengerichteten
Spannungen U und — U (entsprechend den Spannungen U\ und U2 in Fig. 1) erzeugen lassen. Im
vorliegenden Beispiel wird lediglich eine Spannung U zugeführt, die mittels eines Umkehrverstärkers 4
zusätzlich in — U umgewandelt wird. Zur Anpassung an den Gleichanteil des Eingangssignals braucht daher nur
eine Spannung, nämlich U geändert zu werden. Die Spannung — t/folgt der Spannung t/automatisch.
In Fig.3 ist eine niederohmige Eingangsschaltung
dargestellt, wobei als Alternative statt der in den Schaltungen gemäß F i g. 1 und 2 verwendeten kompensierenden
Spannungsquellen Stromquellen / und 2/ verwendet werden. Der Eingangswiderstand der vorliegenden
Schaltung an der Eingangsklemme 1 beträgt 50 Ω.
Der von der Stromquelle 2/ nach Masse abgeführte Strom wird je zur Hälfte aus den Widerständen R2 und
R3 gezogen. Der aus dem Widerstand R2 gezogene
Strom wird wiederum von der Stromquelle /zugeführt. Damit ist gewährleistet, daß über die Eingangsklemme 1
kein Strom zu- oder abfließt, der nicht aus dem Eingangssignal selbst stammt. Der Strom /bzw. 2/wird
analog zu den Beispielen gemäß F i g. 1 und 2 so eingestellt, daß der Gleichspannungs- bzw. Gleichstromanteil
des Eingangssignals kompensiert wird, je nachdem ob das der Ausgangsklemme 2 nachgeschaltete
elektronische Gerät zur Spannungs- oder Stromauswertung ausgelegt ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kompensationsschaltung für elektronische Meßgeräte zur Kompensation des Gleichspannungsanteils
eines einen Gleichspannungs- und einen Wechselspannungsanteil enthaltenden Meßsignals,
gebildet aus zwei Spannungsquellen mit entgegengesetzter Polung, die in Serie zu den
Querwiderständen eines Widerstandsnetzwerkes in ^-Schaltung geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßsignal (Ue= und Ue-) an
einen Eckpunkt (1) des Widerstandsnetzwerkes (i?ii?2#3) gelegt ist, während der andere Eckpunkt (2)
des Widerstandsnetzwerkes (RiR2Rs) an den Eingang
des elektronischen Meßgerätes (3) gelegt ist, und daß die Kompensation einer beliebigen
Gleichspannungsgröße (Ue=) des Meßsignals durch gleichzeitige Änderung der beiden Spannungsquellen
(U\ Ui) der Kompensationsschaltung erfolgt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Längswiderstand (R2) und der dem
Ausgang (2) zugewandte Querwiderstand (A3)
zusammen so groß wie der dem Eingang (1) zugewandte Querwiderstand (R\) sind und daß die
beiden Spannungen (U, — U) entgegengesetzt gleich groß sind.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Gleichspannung (— U) aus der ersten (U) mittels eines Umkehrverstärkers (4)
abgeleitet ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782810951 DE2810951C2 (de) | 1978-03-14 | 1978-03-14 | Kompensationsschaltung für elektronische Meßgeräte |
| FR7906236A FR2420246B1 (de) | 1978-03-14 | 1979-03-12 | |
| GB7908898A GB2016714B (en) | 1978-03-14 | 1979-03-13 | Input circuit for electronic instruments |
| JP3295479U JPS5916835Y2 (ja) | 1978-03-14 | 1979-03-14 | 電子機器の入力回路 |
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| DE19782810951 DE2810951C2 (de) | 1978-03-14 | 1978-03-14 | Kompensationsschaltung für elektronische Meßgeräte |
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|---|---|
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| DE2810951C2 DE2810951C2 (de) | 1980-02-07 |
Family
ID=6034364
Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5916835Y2 (de) |
| DE (1) | DE2810951C2 (de) |
| FR (1) | FR2420246B1 (de) |
| GB (1) | GB2016714B (de) |
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-
1979
- 1979-03-12 FR FR7906236A patent/FR2420246B1/fr not_active Expired
- 1979-03-13 GB GB7908898A patent/GB2016714B/en not_active Expired
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| JPS5916835Y2 (ja) | 1984-05-17 |
| FR2420246B1 (de) | 1988-02-05 |
| DE2810951C2 (de) | 1980-02-07 |
| GB2016714A (en) | 1979-09-26 |
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