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Die Erfindung betrifft eine Selbsttränkevorrichtung für Tie-
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re mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen. Selbsttränkevorrichtungen
dieser Art sind auch unter der Bezeichnung "Beißnuckel" oder "Beißnippel" bekannt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Selbsttränkevorrichtung
der oben genannten Art zu schaffen, die bei äußerst einfacher Bauweise sehr zweckm-äßig
weitergebildet werden kann.
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gemäß der Erfindung Diese Aufgabe ist/durch die Selbsttränkevorrichtung
gemäß dem Anspruch 1 oelöst.
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Dadurch, daß das Gehäuse an seinem dem Anschlußstück zuvekehrten Ende
einen Außenflansch für den Eingriff in eine das Gehäuse mit dem Anschlußstück verbindende
Überwurfmutter aufweist, kann für die Verhindung des Gehäuses mit dem Anschlußstück
eine handelsübliche Überwurfmutter verwendet werden.
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Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Gehäuse nicht mit einem
Gewinde versehen werden muß. Dadurch kann man das Gehäuse aus einem sehr harten
Material herstellen, bei dem die Anbringung eines Gewindes Schwierigkeiten machen
würde. Das harte Material, z.B. Edelstahl, hat den Vorteil, daß es durch die Zähne
des Tieres beim Tränken nicht abgenutzt wird, wie das bei üblicherweise benutztem
Messing der Fall ist.
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Die Anwendung eines Düsenkörpers als Dichtung hat den Vorteil, daß
dieser Düsenkörper -bei einer bevorzugten Ausführungsform gemäß dem Anspruch 2 ausgebildet
werden kann. Durch den sich zum freien Ende des Vorsprunges verjüngenden, die Düsenöffnung
bildenden anal wird erreicht, daß die Düsenöffnung einfach durch Verkürzen des Vorsprunges
den am Einsatzort bestehenden Verhältnissen, z.B. dem dort herrschenden Wasserdruck,
sehr einfach angepaßt werden kann.
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Ein weiterer Vorteil dieses Düsenkörpers besteht darin, daß man ihn
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 3 als Anschlag für das freie Ende einer Ventilsange
eines zweiten Ventils benutzen kann. Dadurch, daß dieses zweite Ventil durch die
anlage seiner Ventilstange an dem Düsenkörper bei mit dem Anschlußstück verbundenem
Gehäuse offengehalten ist, wird erreicht, daß sich dieses zweite Ventil beim Abnehmen
des Gehauses von dem Anschlußstück selbsttätig schließt.
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Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert.
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Die Zeicllnung zeigt einen Axialschnitt durch das Ausführungsbeispiel.
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Die in der Zeichnung dargestellte beispielsweise Ausfiihrungsform
einer Selbsttränkevorrichtung gemaß der Erfindung weist ein Anschlußstück 11 auf,
das an seinen beiden Enden mit Außengewinden 12 und 13 versehen ist. Das Außengewinde
12 ist dazu vorgesehen, das nnschlußstiick 11 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Wasserleitung zu verbinden, z.B. zum Einschrauben in eine Gewindebohrung eines Rohres
od.dal. der Wasserleitung.
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Das Außengewinde 13 ist für die Verschraubung mit einer Überwurfrautter
14 vorgesehen, die cazu dient, ein Gehäuse 15 der Selbsttränkevorrichtung mit dem
Anschlußstück 11 zu verbinden.
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Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 15 mit einem Außenflansch 16 versehen,
der bei der Verbindung des Gehäuses 15 mit dem AnschluEstück 11 den Innenflansch
17 der Uberwurfmutter 14 hintergreift. Zum Abdichten der Verbindunasstelle zwischen
dem Anschlußstück 11 und dem Gehäuse 15 ist ein Düsenkörper 18 vorgesehen,
der
als Scheibe ausgebildet ist und dessen unserer Rand zwischen die aneinanderstoßenden
Stirnflachen des Anschlußstückes 11 und des Gehäuses 15 eingreift und dort durch
das Verschrauben mittels der Ubeniurfmutter 14 dichtend eingeklemmt wird.
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Im Gehause 15 ist ein Innenflansch 19 vorhanden, an der. ein Dichtungsring
21 anliegt, der mit einem Verschlußkörper 22 eines Ventils zusammenwirkt. Dieser
Verschlußkörper 22 weist eine Ventilstange 23 auf, auf der eine Hülse 24 aufgeschraubt
ist. Die dem Innenflansch 19 zugekehrte Stirnfl&che der llülse 24 bildet eine
Schulter, an der sich das verjüngte Winde einer Tegelstumnffrmigen Schraubenfeder
25 ahstützt, deren erweitertes Ende am Innenflansch 19 anliegt. Durch diese Feder
wird der Verschlußkcrper 22 dichtend am Dichtungsring 21 gehalten. Damit die Ventilstange
23 durch eine Beißbewegung des Tieres gekippt werden kann, ist das Gehäuse 15 an
seinem freien Ende mit einer Abschrägung 26 versehen, so daß die Hülse 24 teilweise
aus dem Gehäuse 15 herausragt und so durch eine Beißbewegung des Tieres gekippt
werden kann, wodurch sich eine Seite des Verschlußkörpers 22vom Dichtungsring 21
abhebt und so das Ventil geöffnet wird.
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Der Düsenkörper 18 weist einen sich axial erstreckenden Vorsprung
27 auf, in dem sich ein die Düsenöffnung bildender Kanal 28 befindet, der sich zum
freien Ende des Vorsprunges 27 verjüngt. Dadurch kann die Düsenöffnung durch Verkürzen
des Vorsprunges 27 den örtlich gegebenen Verhältnissen angepaßt werden. Damit der
Dichtungskörper 18 seine Dichtungsfunktion gut erfüllen kann und damit gleichzeitig
auch der Vorsprung leicht durch Schneiden oder Sägen verkürzt werden kann, besteht
der Düsenkörper 18 aus einem entsprechend geeigneten Kunststoff, z.B. aus einem
Polyamid od.dgl..
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Am Düsenkörper 18 liegt ein blockförmiger Anschlagkörper 29 an, der
an seinem Rand mit Durchbrüchen 31 versehen ist.
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Dieser Anschlagkörper 29 ist auf das freie Ende einer Ventilstange
32 eines zweiten Ventils aufgeschraubt. Der Verschlußkörper dieses zweiten Ventils
ist durch einen am zweiten Ende der Ventilstange 32 ausaebildeten Kopf 33 und eine
an diesem anliegenden Dichtuncsscheibe 34 gebildet.
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Das Anschlußstück 11 weist einen Hohlraum 35 für den Anschlagkörper
29 und eine Schraubendruckfeder 36 auf, die so zwischen der Innenwand des Hohlraumes
35 und dem Anschlagkörper 29 eingespannt ist, daß sie die Ventilstange in der Zeichnung
nach rechts drückt, wodurch der Dichtungsring 34 an das unsere Ende einer die Ventilstange
32 aufnehmenden Bohrung 37 im Anschlußstück 11 gedrückt wird. Der Durchmesser der
Bohrung 37 ist grctßer als der Durchmesser der Ventilstange 32, so daß zwischen
diesen beiden Teilen ein ringförmiger Durchflußraum zum Einströmen des T.7assers
in die Selbsttränevorrichtung besteht. Die Abmessungen der Ventilstange und des
Anschlagkörpers 29 sind so gewählt, daß, wenn das Gehäuse 15 durch die Überwurfmutter
14 mit dem Anschlußstück 11 verhunden ist, der Ventilkörper 18 die Ventilstange
gegen die Kraft der Feder 36 in der Zeichnung nach links drückt und dadurch den
Dichtungsring 34 von dem äußeren Ende der Bohrung 37 abhebt.
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Damit das Gehäuse 15 und die Ventilstange 23 durch die Benutzung nicht
von den Zähnen des Tieres abgenutzt werden, bestehen das Gehäuse 15 und die Hülse
24 aus einem harten Material, vorzugsweise aus Edelstahl. Die übrigen Teile, außer
den Ventilfedern 25 und 36 und dem Düsenkörper 18, bestehen aus einem weicheren
Metall, vorzugsweise Messing, das leichter bearbeitet werden kann. Durch die Ausbildung
es Gehäuses 15 mit einem Außenflansch 16 und die Verwendung einer überwurfmutter
14 kann das Gehäuse 15 durch eine Schraubverbindung mit dem Anschlußstück 11 verbunden
werden, ohne daß in das harte Material des Gehäuses 15 ein Gewinde eingeschnitten
werden muR.
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Der 7.usammenhau der oben beschribenen Selbsttränkevorrichtung ist
denitbar einfach. Beim Zusammenbau des Anschlußstückes 11 muß lediglich die Ventilstana,e
32, nachdem sie durch die Bohrung 37 durchgesteckt und die Feder 36 innerllalb des
Hohlraumes 35 auf die Ventilstange aufgestecktrsorden ist, mit dasn Anschlagkörper
29 so zusammengeschraubt werden, daß im zusammengeschraubten Zustand der Diclltunssring
3t didtend an der äußeren öffnung der rohrung37 anliegt. Dann wird durch die Überwurfmutter
14 das Gehäuse 15 so durchgesteckt, daß der Außenflansch 16 am Innenflansch 17 anliegt.
Anschließend wird dann der Düsenkörper 18 in die Überwurfmutter so eingelegt, daß
er an der Stirnfläche des Gehäuses 15 anliegt. In diesem Zustand wird dann der Düsenkörper
18 an den Anschlagkörper 29 angelegt und an das Anschlußstück 11 anaedrückt, so
daß der Dichtungsring 34 von der äußeren Öffnung der Bohrung 37 abgehoben wird und
die Überwurfmutter 14 auf das Anschlußstück aufgeschraubt werden kann. Der Düsenkörper
18 erfüllt hier also eine mehrfache Funktion: Er bildet eine Dichtung zwischen dem
Anschlußstück 11 und dem Gehäuse 15, er bildet eine leicht vergrößerbare Düsenöffnung
und er bildet einen Anschlag für den Anschlagkörper 29, um das im Anschlußstück
befindliche Abstellventil im zusammengebauten Zustand offen zu halten.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die aus Stahl bestehende
Hülse 24 mit einem Innengewinde versehen. Da der Innendurchmesser der Hülse 24 verhältnismäßig
klein ist, kann das hierzu notwendige Innengewinde mit verhältnismäßig geringem
Arbeitsaufwand hergestellt werden. Um jedoch auch diesen Aufwand zu vermeiden, kann
die ganze Ventilstange 23 aus Edelstahl bestehen. Da jedoch die Hülse 24 ein abnehmbares
Widerlager für die Feder 25 bildet, ist in einem solchen Fall als Wider lager ein
in der Zeichnung nicht dargestellter Ring und ein Stift vorgesehen, der eine ebenfalls
nicht dargestellte Dia.metralbohrung der Ventilstange 23 so durchgreift, daß seine
beiden Enden Anschläge für den als Schulter für die Feder 25 dienenden Ring bilden.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen
Selbsttränkevorrichtung
besteht darin, daß durch die Abdichtung des Spaltes zwischen dem Anschlußstück 11
und dem Gehäuse 15 mittels des Düsenkörpers 18 das Gewinde der Überwurfmutter 14
nicht abgedichtet werden muß. Würde namlich das Gehäuse 15 mit einem Außengewinde
versehen, das mit einem anderen Gewinde verschraubt werden müßte, dann müßte man
nach jedem Aufschrauben des Gehäuses beim Zusammenschrauben wieder eine Dichtungsschnur
in das Gewinde einlegen, was verhältnismäßig umständlich ist.