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Silofräse
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Die Erfindung betrifft eine Silofräse zum Anbau an eine die Fräse
tragende Hubeinrichtung eines Motorfahrzeuges, enthaltend ein vertikal verstellbares
Fräselement mit horizontaler Achse sowie einen zum Silo hin offenen Fräskanal, der
auf seiner dem Silo abgewandten Seite eine Rückwand mit wenigstens einer Austrittsöffnung
aufweist.
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In der Landwirtschaft wird in zunehmendem Maße Futter, insbesondere
Grünfutter, in Silos eingelagert. Aus einem solchen Silo muß das für Fütterungszwecke
zu verwendende Gut dann zu gegebener Zeit von dem in sich stark verfestigten Vorrat,
dem sog. Silostock, entnommen werden.
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Um das Silogut in aufgelockerter Form vom Silostock entnehmen zu
können, werden in der Praxis im allgemeinen Silofräsen verschiedenster Ausführung
eingesetzt.
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Bei einer bekannten Fräsen-Ausführung (DE-Gm 77 29 993) ist ein gesondertes,
fahrbares Gestell vorgesehen, das an einen Anhänger, Futterwagen oder dergleichen
angehängt werden kann und eine verhältnismäßig hohe vertikale Wand enthält, längs
der das Fräselement auf- und abbewegbar ist.
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An diese vertikale Wand schließt sich nach rückwärts ein Gutsammelschacht
mit einem darin angeordneten Förderband an. Diese bekannte Fräsen-Ausführung ist
konstruktiv verhältnismäßig aufwendig und zudem noch äußerst umständlich zu manövrieren.
Bei einer anderen aus der Praxis bekannten Ausführungsform kann die Silofräse an
die rückwärtige Hydraulik eines Schleppers angebaut werden. Diese Silofräse umfaßt
ein das gelöste Futter aufnehmendes, kanalartiges Gehäuse, das sich über einen wesentlichen
Teil der Schlepperrückseite erstreckt und in dem eine Sammelschnecke das Gut einz
Austrittsöffnung in der Rückwand zufördert. An Hydraulik-Schwingarmen ist das Fräselement
so gehaltert, daß es relativ zu dem erwähnten Gehäuse und zum Silostock auf- und
abbewegt werden kann. Auch diese bekannte Ausführungsform bedingt einen hohen konstruktiven
Aufwand, wobei noch hinzukommt, daß der auf dem Schlepper sitzenden Bedienungsperson
meist vollständig die Sicht zu der Arbeitsstelle versperrt ist.
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Aus der DE-GbmS 69 44 362 ist ferner eine von den Frontlader schwingen
eines Schleppers gehalterte Fräsen-Ausführung bekannt, die mit Hilfe der Frontladerschwingen
entlang des Silostockes auf-und abbewegt werden kann.
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Eine offenbar ähnlich ausgeführte und in gleicher Weise zu halternde
Silofräse ist ferner aus der DE-GbmS 19 42 885 bekannt. Bei diesen bekannten Fräsen-Ausführungen
wird das von dem Fräselement aus dem Silostock gelöste Silogut einer Förderschnecke
zugeführt, die ihrerseits mit der seitlich am Fräskanal vorgesehenen Ansaugöffnung
eines Wurfgebläses in Verbindung steht.
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Wesentliche Nachteile dieser beiden zuletzt genannten Ausführungsformen
sowie auch der bereits weiter oben erläuterten bekannten Silofräsen (zusätzlich
zu den genannten Nachteilen) sind vor allem darin zu sehen, daß beim Entnehmen von
Silogut von dem Silostock stets ein unerwünscht großer Anteil gelösten Silogutes
nicht in den Fräskanal gelangt und statt dessen nach unten fällt, von wo es mühsam
in einem gesonderten Arbeitsgang aufgenommen werden muß.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Silofräse der
eingangs genannten Art so auszubilden, daß auf verhältnismäßig einfache Weise gewährleistet
ist, daß das durch das Fräselement vom Silostock gelöste Silofutter in den Fräskanal
gelangt und von dort über die Austrittsöffnung abgefördert werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rückwand
(des Fräskanales) gemeinsam mit dem Fräselement vertikal verstellbar und wenigstens
ein unterhalb der Achse des Fräselements befindlicher Wandteil des Fräskanales relativ
zur Hubeinrichtung (des Motorfahrzeuges) beweglich ist. Dieser bewegliche Wandteil
des Fräskanales verhindert, daß ein Teil des vom Silostock gelösten Silofutters
nach unten fallen kann, indem er in sinnvoller Weise gegen den Silostock bewegt
werden kann. Diese Beweglichkeit des genannten Wandteiles kann entweder durch Eigenelastizität,
durch Eigengewicht oder auch durch entsprechende Einstellmittel auf einfache Weise
erzielt werden.
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Der bewegliche Wandteil des Fräskanales ist vorzugsweise etwa horizontal
sowie etwa parallel zur Achse des Fräselements angeordnet und in Richtung auf den
Silostock zu- sowie von dem Silostück wegbeweglich. Auf diese Weise kann ein besonders
zuverlässiges Abfödern des vom Silostock abgefrästen Silogutes in Richtung auf die
Austrittsöffnung gewährleistet werden, wenn sich das Fräselement mitsamt der Rückwand
in vertikaler Richtung bewegt; gleichzeitig kann aber der bewegliche Wandteil im
Bereich der untersten Frässtellung des Fräselements im Bedarfsfalle auch zumindest
teilweise vom Boden wegbewegt werden, und zwar so, daß auch das am Boden befindliche
Silogut sicher abgefördert werden kann.
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Der bewegliche Wandteil des Fräskanales kann gemäß einer Ausgestaltung
der Erfindung in Form einer im Bereich des unteren Randes etwa über die ganze Länge
des Fräskanales verlaufenden, auf den Silostock zubewegbaren und von diesem wegbewegbaren
Prallplatte ausgebildet sein. Auf diese Weise ergibt sich eine äußerst günstige
Einstellmöglichkeit des beweglichen Wandteiles, wobei dies weiterhin noch dadurch
unterstützt werden kann, daß eine Feder zum selbsttätigen Nachstellen der Prallplatte
gegen den Silostock vorgesehen wird.
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Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann
der bewegliche Wandteil des Fräskanales auch in Form einer gegen den Silostock vorstehenden,leistenartigen
Lippe aus gummiartigem, elastisch-nachgiebigem
Material ausgebildet
sein. Eine solche Ausführungsform des beweglichen Wandteiles ist besonders einfach
und kostensparend, und sie gestattet außerdem auch dann eine einwandfreie Abförderarbeit,
wenn das Fräselement nicht ganz parallel an den Silostock herangefahren ist.
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Eine besonders günstige Weiterbildung der erfindungsgemäßen Silofräse
läßt sich weiterhin dadurch erzielen, wenn zumindest die Rückwand des Fräskanales
um eine vertikale Achse relativ zur Hubeinrichtung des Motorfahrzeuges schwenkbar
ist. Eine solche Ausgestaltung macht vor allem ein umständliches Manövrieren der
Silofräse gegenüber dem Silostock überflüssig, so daß dadurch sowohl die gewünschte
Fräsarbeit als auch das einwandfreie Abfördern des gelösten Silogutes begünstigt
wird.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen
sowie aus den anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen. Es zeigen
Fig.1 eine schematisch gehaltene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Silofräse, die an den Frontladerschwingen eines landwirtschaftlichen
Schleppers montiert ist; Fig.2 eine Aufsicht lediglich auf den wesentlichen Teil
der in Fig.1 dargestellten Silofräse (ohne Schlepper);
Fig.3 eine
Vorderansicht (gemäß Pfeil III in Fig.2) der in den Fig.1 und 2 dargestellten Silofräse;
Fig.4 eine vereinfachte Seitenansicht einer gegenüber den Fig.1 bis 3 etwas geänderten
Ausführungsform der Erfindung während der Aufwärts-Fräsarbeit; Fig.5 bis 9 schematische
Seitenansichten von verschiedenen weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Silofräse; Fig.10 eine schematische Seitenansicht einer anderen Ausgestaltung der
Erfindung, wobei zwischen dem Fräselement und der Fräskanal-Rückwand eine gesonderte
Förderschnecke vorgesehen ist; Fig.11 eine vereinfachte Aufsicht auf ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung, bei dem zumindest die Fräskanal-Rückwand um eine senkrechte Achse
gegenüber der Hubeinrichtung des Motorfahrzeuges geschwenkt werden kann.
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Bei dem in den Fig.1 bis 3 erläuterten ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist die Silofräse 1 an den Frontladerschwingen 2 eines landwirtschaftlichen
Schleppers 3 montiert; die die Silofräse 1 tragenden Frontladerschwingen 2 können
in Richtung des Doppelpfeiles 4 mit Hilfe hydraulischer Zylinder-Kolben-Einheiten
5 in gewünschter Weise auf- und abbewegt werden.
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Die Silofräse 1 enthält an ihrem vorderen Ende ein Fräselement, das
in diesem Falle (vgl. Fig.2 und 3) in Form einer Frässchnecke 6 ausgebildet ist
und in Richtung des Pfeiles 7 vorzugsweise durch einen Elektromotor 8 über Riemen-
oder Kettentrieb 9 angetrieben wird.
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Die um eine horizontale Achse 10 drehbare Frässchnecke 6 ist an ihren
axialen Wellenenden 11, 11a in einem Fräsenrahmen 12 gelagert, der außerdem einen
zu einem Futtersilo 13 hin offenen Fräskanal 14, ein Wurfgebläse 15 (zur Abförderung
abgefrästen Futtergutes),sowie den Elektromotor 8 trägt.
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Der Fräskanal 14 weist auf seiner dem Futtersilo 13 abgewandten Seite
eine Rückwand 16 auf, die etwa über die ganze Länge der Frässchnecke 6 und parallel
dazu verläuft und als im wesentlichen ebene Wand etwa vertikal ausgerichtet ist.
In dieser Rückwand 16 ist etwa im mittleren Bereich ihrer Länge eine Gutaustrittsöffnung
17 vorgesehen, die den Fräskanal 14 mit der Eintrittsöffnung des Wurfgebläses 15
verbindet.
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Ein wesentlicher Teil dieser erfindungsgemäßen Silofräse 1 stellt
ein unterhalb der Frässchneckenachse 10 befindlicher Wandteil 18 des Fräskanales
14 dar. Dieser Wandteil 18 ist relativ zu der durch die Frontladerschwingen 2 gebildeten
Hubeinrichtung sowie in diesem Falle auch relativ zur Rückwand 16 beweglich. Dieser
im folgenden als Prallplatte 18 bezeichnete bewegliche Wandteil des Fräskanales
14 ist etwa horizontal sowie parallel zur Frässchneckenachse 10 angeordnet und in
Richtung auf den im Futtersilo 13 enthaltenen Silostock 19 zu- sowie von diesem
Silostock wegbewegbar.
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Diese Prallplatte 18 erstreckt sich am unteren Rand 16a der Rückwand
16 über die ganze Länge des Fräskanales
14; sie kann dabei in
Richtung des Doppelpfeiles 20 (also in im wesentlichen horizontaler Richtung) so
weit hin- und herbewegt werden, daß sie sich einerseits vollkommen bis unterhalb
der Frässchnecke 6 erstrecken kann und daß sie andererseits mit ihrer vorderen Kante
18a bis etwa in den Bereich der die Rückwand 16 enthaltenden senkrechten Ebene zurückgezogen
werden kann. Die jeweilige Relativlage zum Silostock 19 kann dabei durch geeignete
Stellelemente eingestellt werden. Eine besonders günstige Ausbildung ergibt sich
jedoch, wenn wenigstens eine Feder zum selbsttätigen Nachstellen der Prallplatte
18 gegen den Silostock 19 vorgesehen ist.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Zugfedern 21 im Bereich
der Rückseite des Fräskanales 14 vorgesehen, die auf in Führungen 22 geführte Führungsstangen
23 in der Weise wirken, daß die Prallplatte 18 normalerweise gegen den Silostock
19 vorgespannt wird.
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Auf diese Weise liegt die Vorderkante 18a der Prallplatte 18 stets
elastisch gegen den Silostock 19 an.
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Die Vorderkante 18a der Prallplatte 18 ist dabei vorzugsweise in Form
eines Wulstes ausgebildet (vgl.
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insbesondere Fig. 1), wodurch sie sich nicht in den Silostock 19 einschneiden
kann, um dadurch die Abwärtsbewegung der Fräse 1 und damit deren Fräsarbeit zu behindern.
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Die Wirkungsweise der zuvor beschriebenen Silofräse 1 läßt sich besonders
gut aus Fig.1 erkennen. Durch die Drehbewegung der Frässchnecke 6 in Richtung des
Pfeiles 7 wird in bekannter Weise Silogut vom Silostock 19 gelöst und gegen die
Rückwand 16 gefördert. Da bei dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform die untere
Prallplatte 18 des Fräskanales 14 eine Art Schieberelement bildet, das
in
seiner Einstellung gegen den Silostock 19 den jeweiligen Gegebenheiten angepaßt
werden kann, wird durch diese Prallplatte 18 zusammen mit der Rückwand 16 im unteren
Teil des Fräskanales 14 eine Art variabler Trog gebildet, der auf einfache und wirksame
Weise das Einleiten des ganzen gelösten Silogutes in die rückwärtige Austrittsöffnung
17 unterstützt und dabei ein Herabfallen gelösten Silogutes auf den Boden verhindert.
Die in diesem Falle beidseitig zur Mitte hin fördernde Frässchnecke 6 fördert das
gelöste Silogut durch die Austrittsöffnung 17 in das Wurfgebläse 15, das seinerseits
das Silogut über eine angebaute und in üblicher Weise einstellbare Förderleitung
24 auf einen nicht näher veranschaulichten Anhänger, Futterwagen oder dgl.
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fördert.
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Wie in den Fig.1 bis 3 ferner strichpunktiert angedeutet ist, kann
der Fräskanal 14 im Bedarfsfalle auch noch eine gegen den Silostock 19 vorspringende
Deckwand 25 aufweisen, die sich ebenfalls über die ganze Länge des Fräskanales 14
erstreckt, in einem geeigneten Winkel zur Rückwand 16 angeordnet ist und die Frässchnecke
6 zumindest teilweise überdeckt. Damit eine solche Deckwand 25 bei der Aufwärts-Fräsarbeit
der Fräse 1 nicht hinderlich ist, kann sie gegebenenfalls abnehmbar oder nach oben
aufklappbar sein.
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Die im folgenden anhand der Fig.4 bis 10 erläuterten anderen Ausführungsbeispiele
sind lediglich in stark vereinfachten Seitenansichten veranschaulicht; auch diese
Fräsenausführungen können in der anhand von Fig.1 erläuterten
oder
in anderer geeigneter Weise an der Hubeinrichtung eines Motorfahrzeuges gehaltert
sein.
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Die Ausführungsform gemäß Fig.4 ist dem Beispiel der Fig.1 bis 3
sehr ähnlich. Während in Fig.1 die Fräse 1 bei ihrer Abwärts-Fräsarbeit veranschaulicht
ist, zeigt Fig.4 die Fräse 31 bei einer Aufwärts-Fräsarbeit (Richtung des Pfeiles
32). Das vorzugsweise wieder als Frässchnecke 33 ausgebildete Fräselement wird von
einem Fräsenrahmen 34 drehbar gehaltert (der Antrieb kann in gleicher Weise wie
beim ersten Beispiel erfolgen). Der ebenfalls im wesentlichen gleichartig zum ersten
Ausführungsbeispiel ausgeführte Fräskanal 35 besitzt eine Rückwand 36, deren einziger
Unterschied zur Fig.1 in einer etwas nach rückwärts gebogenen oberen Kante 36a besteht.
Auch die unmittelbar unter dem unteren Rand 36b der Rückwand 36 unabhängig von dieser
Rückwand vorgesehene Prallplatte 37 des Fräskanales 35 ist unabhängig von dieser
Rückwand 36 in Richtung des Doppelpfeiles 38 bewegbar und weitgehend gleichartig
wie die Prallplatte 18 der Fig.1 bis 3 ausgebildet, mit der einzigen Ausnahme, daß
die mit dem Silostock 19 in Berührung kommende Vorderkante 37a der Prallplatte 37
unter Abrundung nach unten abgebogen ist.
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Eine Weiterbildung der anhand der Fig.1 bis 4 erläuterten Ausführungsformen
des als Prallplatte ausgeführten, unteren beweglichen Wandteiles des Fräskanales
ist in Fig.5 veranschaulicht. Hierbei kann die Silofräse 41 eine von einem Fräsenrahmen
42 gehalterte Frässchnecke
mit horizontaler Achse 44 in genau dergleichen
Weise wie in den vorhergehenden Beispielen enthalten, und auch die Rückwand 45 des
Fräskanales 46 kann im wesentlichen gleichartig ausgeführt sein; gleiches gilt auch
für die konstruktive Ausbildung der eigentlichen Prallplatte 47.
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Die wesentliche Besonderheit dieses Ausführungsbeispieles der Fig;S
ist darin zu sehen, daß die Halterung 48 der Prallplatte 47 durch ein horizontales
Schwenkgelenk 49 mit dem unteren Rand 45a der Rückwand 45 verbunden ist Auf diese
Weise kann die Prallplatte 47 nicht nur in Richtung des Doppelpfeiles 50 hin- und
herverschoben werden, sondern auch um die horizontale Achse des Schwenkgelenkes
49 in Richtung des Doppelpfeiles 51 hin- und hergeschwenkt werden, so daß sich eine
größere Verstellmöglichkeit der Prallplatte 47 nicht gegenüber dem in diesem Falle
dargestellten Silostock ergibt.
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In Fig.6 ist demgegenüber eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Silofräse 61 veranschaulicht, bei der eine den beweglichen unteren Wandteil des
Fräskanales 62 bildende Prallplatte 63 mit Hilfe eines Schwenkgelenks 64 am unteren
Rand 65a der Fräskanal-Rückwand 65 angelenkt ist, so daß sie in Richtung des Doppelpfeiles
66 relativ zum Silostock 19 geschwenkt werden kann. An ihrem vom Silostock 19 wegweisenden
Ende besitzt die Prallplatte 63 wenigstens einen drehfest mit ihre verbundenen Schwenkarm
67, der unter der Wirkung einer Feder (in diesem Falle einer Druckfeder) 68 steht,
so daß die Prallplatte 63 gegen den Silostock vorgespannt werden kann. Die Bewegung
der Prallplatte 63 um die
horizontale Schwenkachse des Schwenkgelenks
64 kann ferner durch einen Anschlag 69 (gegebenenfalls einstellbar) begrenzt werden.
Außerdem ist es durch eine entsprechende Kröpfung des Schwenkarmes 67 sowie durch
eine entsprechende Anbringung an der Prallplatte 63 möglich, die Prallplatte 63
im Bedarfsfalle ganz nach rückwärts zu schwenken, damit die Frässchnecke 70 so nahe
wie möglich an den Siloboden herangefahren werden kann.
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Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung zeigt Fig.7.
Auch in diesem Falle enthält die Silofräse 71 eine in Richtung des Pfeiles 72 drehbar
angetriebene Frässchnecke 73, die in einem Fräsenrahmen 74 gelagert ist, der gleichzeitig
den Fräskanal 15 und das Wurfgebläse 76 trägt. All diese zuvor beschriebenen Teile
können weitgehend in gleicher Weise ausgeführt und angetrieben seinfwie anhand der
Fig.1 bis 3 erläutert worden ist.
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Der wesentliche Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
ist in der Ausbildung des Fräskanales 75 zu sehen, dessen Rückwand 77 jedoch weitgehend
der des ersten Ausführungsbeispieles gleicht.
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Im Bereich ihres unteren Randes 77a der Fräskanalrückwand 77 ist
auf der dem Silostock 19 zugewandten Seite dieser Rückwand 77 eine gummiartige Lippe
78 befestigt, die in diesem Falle den beweglichen unteren Wandteil des Fräskanales
75 bildet, nach Art einer Leiste ausgeführt ist und gegen den Silostock 19 vorsteht;
diese gummiartige Lippe verläuft dabei unterhalb der Achse 73a
der
Frässchnecke 73 sowie parallel zu dieser über die ganze Länge des Fräskanales 75.
Diese Lippe 78 kann aus jedem geeigneten gummiartigen Material (also sowohl aus
Gummi selbst als auch aus gummiähnlichem Kunststoff) hergestellt sein, das ausreichend
elastisch-nachgiebig ist, damit einerseits eine beim Nachstellen der Silofräse 71
gegen den Silostock 19 ausreichende, flexible Ausgleichsmöglichkeit geschaffen ist,
andererseits jedoch die gewünschte Abstütz- und Auffangmöglichkeit für das durch
die Frässchnecke 73 gelöste und dem Wurfgebläse 76 zuzuführende Silogut gegeben
ist.
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Eine Modifikation der zuvor anhand von Fig.7 erläuterten Ausführungsform
zeigt die in Fig.8 veranschaulichte Silofräse 71', bei der nur die Teile des Fräsenrahmens
74' dargestellt sind, die die Frässchnecke 73' und die Rückwand 77' des Fräskanales
75' tragen. Die Besonderheit dieser Modifikation besteht darin, daß zumindest die
Rückwand 77' des Fräskanales 75' in vertikaler Richtung (Doppelpfeil 79) verstellbar
am Fräsenrahmen 74 über ein Halterungs- und Einstellelement 80 gehaltert ist. Die
Rückwand 77' kann ansonsten in ihrer konstruktiven Ausbildung in gleicher Weise
wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen beschrieben hergestellt sein.
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Vorzugsweise ist auch bei der Ausführungsform gemäß Fig.8 im Bereich
des unteren Endes 77a' der Rückwand 77' eine gegen den Silostock vorstehende, leistenartige
Lippe 78' aus gummiartigem, elastisch-nachgiebigem Material vorgesehen (nur strichpunktiert
angedeutet).
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Sowohl im Beispiel der Fig.7 als auch im Beispiel der Fig.8 ist vorzugsweise
der untere Rand 77a bzw.
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77a' etwas nach hinten zurückgebogen.
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In Fig.9 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht,
bei der die Silofräse 81 wiederum eine von einem Fräsenrahmen 82 drehbar gehalterte
Frässchnecke 83 mit horizontaler Achse 83a enthält, wie es im wesentlichen bereits
beschrieben ist. Auch der hier vorgesehene Fräskanal 84 weist wieder die bereits
mehrfach beschriebene Rückwand 85 auf. Am unteren Rand 85a der Fräskanal-Rückwand
85 ist jedoch eine bügelartige Halterung 86 angelenkt, so daß diese um eine horizontale
Schwenkachse 87 in Richtung des Doppelpfeiles 88 geschwenktwerden kann. Diese Halterung
86 trägt auf ihrer zum Silostock 19 hin weisenden Seite eine gummiartige Lippe 89,
die in gleicher Weise wie anhand der Fig.7 und 8 beschrieben ausgeführt sein kann
und dabei durch das Eigengewicht der Halterung 86 und/oder durch eine (hier nicht
dargestellte) Feder gegen den Silostock 19 gedrückt wird. Nach rückwärts von der
Rückwand 85 wird vom Fräsenrahmen 82 wenigstens ein Stützelement 90 getragen, das
in einer fest mit dem Rahmen 82 verbundenen Buchse 91 in vertikaler Richtung (Doppelpfeil
92) verschoben werden kann, wenn sein unteres Ende (Fuß 90a) auf dem Siloboden zur
Abstützung kommt.
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Das obere Ende 90b dieses Stützelements 90 steht mit dem freien Ende
86a der Halterung 86 durch ein flexibles, in seiner Länge einstellbares Organ in
Verbindung, das in diesem Falle durch eine Kette 93 gebildet ist, jedoch auch ebensogut
durch ein Seil oder dgl. gebildet sein kann.
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Wenn also die Fräse 81 sich bei ihrer Abwärts-Fräsarbeit dem Siloboden
nähert, dann kommt zunächst der Fuß 90a des Stützelements 90 mit dem Siloboden in
Berührung, worauf dann bei einer weiteren Abwärtsbewegung der Silofräse 81 das Stützelement
innerhalb der Buchse 91 nach oben geschoben wird, wodurch die Kette 93 die Halterung
86 mit nach oben zieht und dadurch die gummiartige Lippe 89 bei der weiteren Abwärtsbewegung
der Fräse 81 allmählich nach hinten und zum Schluß ganz nach oben zurückzieht, damit
sich die Frässchnecke 83 soweit wie möglich dem Siloboden nähern kann, um möglichst
saubere Fräsarbeit auch am Boden erzielen zu können.
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Die gleiche Funktion,wie sie vom Stützelement 90 ausgeführt wird,
könnte beispielsweise auch über eine in geeigneter Weise an der Halterung 86 angebrachte
Rolle erzielt werden, die dann beim Absenken der Fräse 81 mit dem Siloboden in Berührung
kommt und dadurch die Lippe 89 vom Silostock 19 wegführt.
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Während bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen gemäß den Fig.1
bis 9 das Fräselement stets durch eine Frässchnecke gebildet ist, die unmittelbar
vor der Fräskanal-Rückwand angeordnet ist und gleichzeitig das gelöste Silogut zur
Austrittsöffnung in der Fräskanal-Rückwand fördert, ist in Fig.10 eine Silofräse
100 veranschaulicht, bei der das Fräselement durch eine mit Messern bestückte Fräswalze
101 gebildet ist, wobei sich zwischen dieser Fräswalze 101 und der Rückwand 102
des Fräskanales 103
eine das gelöste Silogut zur Austrittsöffnung
104 fördernde Schnecke 105 angeordnet ist.
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Der Fräskanal 103 selbst kann in gleicher Weise wie anhand der Fig.1
bis 9 geschildert ausgebildet sein; im dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig.10
weist der Fräskanal 103 vorzugsweise im wesentlichen die gleiche Ausbildung aus,
wie sie anhand derFig.l bis 3 geschildert worden ist; gleiches gilt auch für die
bewegliche Prallplatte 106.
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Sowohl die Fräswalze 101 als auch die Förderschnecke 105 können im
selben Fräsenrahmen 107 gehaltert sein, wobei übliche Antriebe (vorzugsweise nicht
dargestellte Elektromotoren) für einen geeigneten Drehantrieb sorgen.
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Die Förderschnecke 105 ist im wesentlichen so ausgebildet, daß sie
die gleiche Förderarbeit leistet wie die zuvor anhand der Fig.1 bis 9 geschilderte
Frässchnecke, während die in Richtung auf den Silostock 19 davor angeordnete Fräswalze
101 lediglich die Aufgabe hat, Silogut vom Silostock 19 zu lösen und es der Förderschnecke
105 zuzuführen.
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Schließlich zeigt Fig11 noch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Silofräse, bei der zumindest die Rückwand 110 des Fräskanales 111 von einem Rahmen
112 getragen wird, der relativ zur Hubeinrichtung (beispielsweise durch angedeutete
Frontladerschwingen 113 gebildet) eines Motorfahrzeugs um eine vertikale Achse 114
geschwenkt werden kann. Im veranschaulichten Ausführungsbeispiel der Fig.11 wird
es jedoch vorgezogen, den ganzen Fräskanal 111 sowie auch das unmittelbar vor der
Rückwand 110 angeordnete, als Frässchnecke 115 ausgebildete
Fräselement
vom Rahmen 112 getragen. Ein evtl.
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vorgesehenes Wurfgebläse 116 kann ebenfalls vom Rahmen 112 oder unabhängig
davon getragen werden (im letzteren Falle kann dann ein flexibles Rohr als Verbindung
zwischen Wurfgebläse und Austrittsöffnung der Rückwand 110 vorgesehen sein).
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In den Zeichnungen sind der Einfachheit halber jeweils weitgehend
nur die Teile der Silofräse veranschaulicht, die zur Erläuterung der Erfindung für
notwendig gehalten werden, während andere Einrichtungsteile sowie auch die konstruktiven
Ausbildungen beispielsweise des Fräselements, der Rückwand usw. in diesem Zusammenhang
von untergeordneter Bedeutung sind und daher nicht dargestellt wurden.
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Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß der Silofräse stets eine
Fördereinrichtung zugeordnet ist (auch wenn diese in einigen Figuren nicht besonders
dargestellt ist), die mit der Austrittsöffnung des Fräskanales in Verbindung steht.
Diese Fördereinrichtung kann - wie teilweise dargestellt - als Förder- oder Wurfgebläse
oder auch durch ein in diesem Zusammenhang ebenfalls übliches Förderband gebildet
sein.
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Im Rahmen der Erfindung sind selbstverständlich noch zahlreiche andere
Abwandlungen und Ergänzungen sowie auch andere Kombinationsmöglichkeiten als zuvor
beschrieben möglich. Es sei beispielsweise auch darauf hingewiesen, daß die Frässchnecke
anders als beispielsweise anhand der Fig.3 erläutert worden ist ausgeführt sein
kann und bei entsprechenden Gegebenheiten auch in mehrere in der Rückwand des Fräskanales
vorgesehene Austrittsöffnungen fördern kann. auch kann anstelle des Wurfgebläses
zum
Abfördern des Silogutes eine andere geeignete Fördereinrichtung,
insbesondere ein Förderband, vorgesehen werden. Ferner ist es in Abwandlung des
Beispiels der Fig.6 auch möglich, die Prallplatte 63 durch eine relativ steife,
jedoch elastisch-nachgiebige Platte aus gummiartigem Material zu ersetzen, wobei
diese gummiartige Prallplatte dann entlang des Schwenkgelenks 64 (ggf. auch ohne
besonders ausgebildete Schwenkachse) an der unteren Kante der Rückwand 65 angebracht
wird.
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19 Als mit dem Silostock in Berührung kommende vordere Kante einer
solchen gummiartigen Prallplatte könnte dann eine steife Leiste, ein Rundstab oder
ein Rohr vorgesehen werden. Auch besteht die Möglichkeit, diese gummiartige Prallplatte
in einem Schwingrahmen ähnlich wie die Prallplatte 63 in Fig.6 anzuordnen.
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