DE2808977C2 - Verbolzungsgerät mit einem Gesteinsbohrer und einer Bolzensetzeinrichtung - Google Patents
Verbolzungsgerät mit einem Gesteinsbohrer und einer BolzensetzeinrichtungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verbolzungsgerät mit einem Gesteinsbohrer und einer Bolzensetzeinrichtung, die längs einer Leitschiene mit langgestreckten Führungsorganen unter der Wirkung einer Vorschubeinrichtung verschieblich und wechselweise in Arbeitsstellung bringbar sind.
- Derartige Verbolzungsgeräte sind bekannt (DE-AS 12 17 318, US-PS 32 18 893, DE-AS 22 22 646). Bei diesen besitzen sowohl der Gesteinsbohrer als auch die Bolzensetzeinrichtung eine eigene Leitschiene mit zugeordneten Führungsorganen und eigener Vorschubeinrichtung. Beim Wechseln der jeweiligen Arbeitsstellung muß dementsprechend jedes Aggregat zusammen mit seiner Leitschiene und den zugeordneten Bauteilen verschwenkt werden. Die bekannten Konstruktionen haben dementsprechend große bewegliche Massen, sie sind folglich unhandlich und auch hinsichtlich ihrer Funktion beeinträchtigt, weil es vorkommt, daß infolge der beim Verschwenken wirksamen Massenkräfte z. B. die Bolzensetzeinrichtung nicht leicht genau unter dem vom Gesteinsbohrer gebohrten Loch zentriert werden kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbolzungsgerät zu schaffen, welches gegenüber den bisher üblichen Geräten wesentlich leichter, infolgedessen handlicher und funktionssicherer ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß nur eine Leitschiene mit zugeordneten Führungsorganen und zugeordneter Vorschubeinrichtung vorgesehen ist und daß der Gesteinsbohrer sowie die Bolzensetzeinrichtung mit Hilfe eines Kraftantriebes abwechselnd an die Führungsorgane ankuppelbar sind. - Bei diesem Verbolzungsgerät wird die Leitschiene mit den zugeordneten Aggregaten nicht mehr bewegt. Bewegt werden lediglich der Gesteinsbohrer und die Bolzensetzeinrichtung. Damit werden die bewegten Massen wesentlich kleiner. Infolgedessen können die Bauteile selbst, ihre Lagerungen u. dgl. auch leichter ausgeführt werden. Die Handhabung wird einfacher, der Leistungsbedarf für das Verstellen wird geringer. Massenkräfte beim Verstellen lassen sich soweit reduzieren, daß nach dem Wechsel der Arbeitsstellung beispielsweise die Bolzensetzeinrichtung ohne weitere Maßnahmen im Hinblick auf das vom Gesteinsbohrer erzeugte Bohrloch zentriert ist.
- Weitere Besonderheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung; es zeigt
- Fig. 1 eine Seitenansicht eines Verbolzungsgerätes, welches am Außenende eines Auslegers eines Raupenfahrzeuges angeordnet ist;
- Fig. 2 eine Ansicht des Gerätes aus Fig. 1 in Richtung der Pfeile 2-2;
- Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht bei anderen Positionen verschiedener Elemente;
- Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 3 längs der Linie 4-4;
- Fig. 5 eine der Fig. 2 entsprechende Teilansicht im Teilschnitt in vergrößertem Maßstabe;
- Fig. 6 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der Linie 6-6;
- Fig. 7 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der Linie 7-7;
- Fig. 8 einen Schnitt durch Fig. 5 längs der Linie 8-8,
- Fig. 9 bis 11 verschiedene Positionen des Gesteinsbohrers und der Bolzensetzeinrichtung auf der Leitschiene in schematischer Darstellung, und zwar jeweils in Blickrichtung der Pfeile 9-9 aus Fig. 5.
- Fig. 1 zeigt ein Raupenfahrzeug 11 mit einem Ständer 12, an welchem ein Drehkopf 13 um eine waagerechte Achse 14 durch einen nicht dargestellten Motor verdrehbar ist. Dieser Drehkopf 13 trägt über einen Schwenkzapfen 15 das Ende eines Auslegers 16, welcher mittels einer hydraulischen Zylinderkolbenanordnung 17 verschwenkbar ist. Der Ausleger 16 ist teleskopierend ausfahrbar und trägt am freien Ende 18 eine Halterung 19 für eine Leitschiene 22, welche um eine waagerechte Achse 20 mittels einer hydraulischen Zylinderkolbenanordnung 21 verschwenkbar ist. Die Leitschiene 22 ist gegenüber ihrer Halterung 19 durch eine hydraulische Zylinderkolbenanordnung axial verschiebbar, welche in der Halterung 19 angeordnet ist und eine Kolbenstange 23 aufweist.
- Die Leitschiene 22 trägt eine hydraulisch gegen die Gesteinsfläche ausfahrbare Abstützung 24. Auf einem auf der Leitschiene 22 verschiebbaren Schlitten 26 ist ein Gesteinsbohrer 25 montiert, wie Fig. 1 zeigt. Dieser Gesteinsbohrer 25 trägt einen Bohrstahl 28, welcher durch eine Zentriereinrichtung 29 am vorderen Ende der Leitschiene 22 geführt wird. Diese Zentriervorrichtung 29 ist mit einer Absaughaube für den Bohrstaub kombiniert und an einen Saugschlauch 41 angeschlossen. Der Bohrstahl 28 trägt eine Bohrkrone 30. Außerdem ist ein Vorschubmotor 27 einer Vorschubeinrichtung vorgesehen. Um die Übersichtlichkeit in Fig. 1 nicht zu stören, wurde in dieser Figur eine Bolzensetzeinrichtung 31 fortgelassen, welche jedoch in den Fig. 2 und 3 zu sehen ist. In Fig. 2 befindet sich der Gesteinsbohrer 25 in seiner Arbeitsstellung, wobei sein Schlitten 26 auf der Leitschiene 26 gleitet. Die Bolzensetzeinrichtung 31 besitzt einen Hydraulikmotor zur Verdrehung eines Gesteinsbolzens 33. Diese Bolzensetzeinrichtung 31 sitzt auf einem Schlitten 32, wobei dieser Schlitten 32 mit der Bolzensetzeinrichtung 31 und einem Gesteinsbolzen 33 in Fig. 2 aus seiner Arbeitsstellung fortgeschwenkt ist. In Fig. 3 ist der Schlitten 26 mit dem Gesteinsbohrer 25 aus der Arbeitsstellung herausgeschwenkt und stattdessen der Schlitten 26 mit der Bolzensetzeinrichtung 31 in seine Arbeitsstellung auf der Leitschiene 22 eingeschwenkt.
- Auf dem vorderen Teil der Leitschiene 22 ist ein Schwenkaggregat 34 mittels eines in ihm eingebauten Motors 35 verdrehbar angeordnet. Der Motor 35 kann ein kreisringförmiger hydraulischer Zweiflügelmotor an sich bekannter Art sein und wird daher hier weder beschrieben noch im einzelnen dargestellt. Das Schwenkaggregat 34 trägt die Zentriervorrichtung 29 für den Bohrstahl 28, welche mittels zweier hydraulischer Zylinderkolbenanordnungen 37 axial verschiebbar ist, ein mittels einer hydraulischen Zylinderkolbenanordnung 39 axial verschiebbares Laderohr 38 für Harzkartuschen und eine Zentriervorrichtung 40 für einen Gesteinsbolzen 33. Der Motor 35 ist mit einer nicht dargestellten mechanischen Schalteinrichtung verbunden, sodaß das Schwenkaggregat 34 drei feststehende Winkelpositionen in Winkelabständen von jeweils 45° einnehmen kann, und zwar die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Positionen, in welcher die Zentriervorrichtung 40 in Betriebslage gedreht ist, dann die Position, in welcher die Zentriervorrichtung 29 gemäß Fig. 1 und 2 in Betriebslage gedreht ist, und eine Zwischenposition, in welcher das Laderohr 38 in seine Betriebslage gedreht ist, in welcher es mit dem Bohrloch fluchtet. Fig. 5 ist eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht und zeigt das rückwärtige Ende der Leitschiene 22 in vergrößertem Maßstabe. In dieser Figur ist der Schlitten 26 für den Gesteinsbohrer 25 mit abgenommenem Gesteinsbohrer schematisch dargestellt, während die Bolzensetzeinrictung 31 und ihr Schlitten 32 überhaupt nicht dargestellt sind. Die Leitschiene 22 besitzt zwei Flansche, welche als Führungsorgane 43 und 44 für den Schlitten 26 dienen. Das rückwärtige Ende dieser Führungsorgane 43 und 44 besitzt zwei Ausnehmungen 45 bzw. 46. An jeder Seite besitzt der Schlitten 26 Flansche 47 und 48, welche an der Unterseite der Führungsorgane 43, 44 der Leitschiene 22 entlanggleiten. Diese Flansche 47 und 48 sind in Fig. 5 gestrichelt dargestellt. Die Ausnehmungen 45 und 46 in den Führungsorganen 43 bzw. 44 der Leitschiene 22 gestatten es, daß der Schlitten 26 abgeschwenkt werden kann, wenn er sich in seiner in Fig. 5 gestrichelt angedeuteten rückwärtigen Position befindet, da in dieser Position die Flansche 47 und 48 des Schlittens 26 den Ausnehmungen 45, 46 der Führungsorgane 43, 44 genau gegenüber liegen.
- Wie Fig. 6 zeigt, läuft eine Kette 49 der Vorschubeinrichtung in geschlossener Bahn längs der Leitschiene 22, wobei ihr Antrieb über den Vorschubmotor 27 der Vorschubeinrichtung erfolgt, der in Fig. 1 angedeutet ist. Der Schlitten 26 des Gesteinsbohrers 25 ist über in die Kette 49 hineingreifende Schlittenmitnehmer 50 mit der Kette 49 gekoppelt, was in den Fig. 6 und 8 deutlich zu sehen ist.
- Das rückwärtige Ende der Leitschiene 22 besitzt zwei Flansche 51 und 52, welche an jeweils einem Arm 53 bzw. 54 einen hydraulischen Motor 55 tragen. Auf der Ausgangswelle dieses Motors 55 ist ein Sechskant 56 befestigt, so daß er einen nach vorne weisenden Ansatz der Abtriebswelle bildet, wobei Motor 55 und Sechskant 56 einen Kraftantrieb bilden. Dieser Motor 55 vermag den Sechskant 56 um einen Winkel von 90° zu verdrehen. Zwischen den Flanschen 51 und 52 ist eine Hülse 57 gelagert.
- Auf dem Sechskant 56 sitzt ein radial abstehender Arm 58 (Fig. 9), so daß er dessen Drehbewegung folgt. Am Außenende des Armes 58 und einer Nase 60 der Hülse 57 ist ein Lenker 59 angelenkt. Die Hülse 57 besitzt außerdem einen Arm 61, welcher einen weiteren Sechskant 62 verdrehbar trägt. Dieser Sechskant 62 kann um einen Winkel von weniger als 45° mittels einer hydraulischen Zylinderkolbenanordnung 63 verdreht werden, welche zwischen einem Ansatz 64 der Hülse 57 und einem am Sechskant 62 befestigten Radialarm 65 angelenkt ist.
- Der Schlitten 26 des Gesteinsbohrers 25 besitzt einen Bock 66 mit einem sechseckigen Loch 67, in welches ein federbelasteter Riegel 68 hineinragt. Wenn der Schlitten 26 durch den Vorschubmotor 27 und die Kette 49 der Vorschubeinrichtung 27, 49 in seine rückwärtige Position zurückgeschoben wird, greift der Sechskant 62 des Kraftantriebes in dieses Sechskantloch 67. Da der Sechskant 62 ein konisches Ende aufweist, drückt er den Riegel 68 nach außen, so daß dieser, wenn der Schlitten 26 seine hinterste Position erreicht, in eine Ausnehmung 69 im Bolzenschaft des Sechskants 62 einschnappt und den Schlitten 26 axial mit dem Sechskant 62 verriegelt. Dieser Riegel 68 hält dann den Schlitten 26 sowohl axial wie winkelmäßig einwandfrei fest, wenn der Schlitten von den Führungsorganen 43 und 44 abgekuppelt wird, und zwar auch, wenn die gesamte Leitschiene 22 umgedreht wird. Der Riegel 68 läßt sich hydraulisch zurückziehen, so daß der Schlitten 26 vom Sechskant 26 gelöst wird.
- Der Schlitten 32 der Bolzensetzeinrichtung 31 ist mit dem Schlitten 26 des Gesteinsbohrers 25 identisch, besitzt jedoch einen Ansatz oder Bock 70, welcher das Spiegelbild des Bockes 66 ist und mit dem Sechskant 56 in der gleichen Weise zusammenwirkt wie dies zwischen dem Bock 66 und dem Sechskant 62 beschrieben wurde. Da die Schlitten 26, 32 und ihre Böcke 66, 70 in der gleichen Weise zusammenwirken, ist der Schlitten 32 der Bolzensetzeinrichtung 31 in Fig. 5 nicht extra dargestellt. Wenn sich der Schlitten 26 des Gesteinsbohrers 25 in Arbeitslage befindet und längs der Leitschiene 22 gemäß Fig. 3 und 5 verschiebbar ist, so ist der Schlitten 32 der Bolzensetzeinrichtung 31 tatsächlich sowohl axial wie winkelmäßig auf dem Sechskant 56 verriegelt, wie dies Fig. 2 zeigt.
- In den Fig. 9 bis 11 ist sehr schematisch dargestellt, wie der eine Schlitten 26 auf der Leitschiene gegen den anderen Schlitten 36 ausgewechselt wird. Fig. 9 zeigt eine der Fig. 2 entsprechende Position, in welcher der Gesteinsbohrer 25 sich in Arbeitsstellung befindet, d. h. sein Schlitten 26 mit den Führungsorganen 43, 44 der Leitschiene 22 in Eingriff steht, während die Bolzensetzeinrichtung 31 aus den Führungen herausgeschwenkt ist. In dieser Position ist der Gesteinsbohrer 25 bereit, um in das Gestein ein Loch zu bohren. Wenn das Loch bis zur gewünschten Tiefe gebohrt ist, wird der Gesteinsbohrer 25 auf der Leitschiene 22 vollkommen zurückgezogen. Über die hydraulische Zylinderkolbenanordnung 63 wird der Sechskant 62 dann verdreht, so daß der Schlitten 26 und der Gesteinsbohrer 25 von den Führungen in ihre in Fig. 10 dargestellte Position abgeschwenkt werden. Dann wird der Motor 55 eingeschaltet, um den Sechskant 56 zu verdrehen, so daß der Schlitten 32 und die Bolzensetzeinrichtung 31 in Arbeitsstellung auf den Führungsorganen 43, 44 gemäß Fig. 11 geschwenkt werden. Infolge des Lenkers 59 wird die Hülse 57 gleichzeitig gedreht, so daß der Sechskant 62 am Arm 61 und der Gesteinsbohrer 25 in die in Fig. 11 dargestellte Position geschwenkt werden.
- Beim Verbolzen werden heutzutage meistens Gesteinsbolzen ohne Spreizorgane oder Spreizeinrichtungen verwendet, und, bevor der Bolzen in das Bohrloch eingesetzt wird, wird dieses mit Kartuschen einer Härtematrix, die gewöhnlich aus einem Zweikomponentenkarz mit Sand als Füllstoff besteht, geladen. Das Harz wird vom Bolzen gemischt, wenn dieser in das Bohrloch eingeschoben und gleichzeitig verdreht wird, und das Harz härtet, sobald seine beiden Komponenten innig miteinander vermischt sind. Infolgedessen muß nach jedem Bohrvorgang das gerade gebohrte Loch mit Zweikomponentenharz geladen werden. Zweckmäßigerweise sollten die beiden Motore 35 und 55 synchron arbeiten und beide sollten eine Zwischenposition einnehmen können, in welcher das Laderohr 38 mit dem gerade gebohrten Bohrloch fluchtet. Das Laderohr 38 wird durch die hydraulische Zylinderkolbenanordnung 39 gegen die Bohrlochmündung gedrückt und die Kartuschen können durch das Rohr 38 und den damit verbundenen Schlauch in das Bohrloch geblasen werden.
- Die Abstützung 24 für die Leitschiene 22 besteht aus einer Kolbenstange einer hydraulischen Zylinderkolbenanordnung, welche in der Leitschiene 22 angeordnet ist, und die Kolbenfläche zum Herausdrükken dieser Kolbenstange 24 ist kleiner als die Kolbenfläche, welche zum Herausdrücken der Kolbenstange 23 zur Verfügung steht, durch welche die Leitschiene 22 in ihrem Halter 19 axial verschoben wird. Infolgedessen kann die Abstützung 24 während der gesamten Arbeit hydraulisch gegen das Gestein gedrückt werden, und die Kolbenstange 23 der Zylinderkolbenanordnung zur Axialverschiebung der Leitschiene 22 kann benutzt werden, um die Leitschiene 22 zwischen der in Fig. 1 dargestellten Arbeitsposition und der etwas zurückgezogenen Position axial zu verschieben, wobei in der letztgenannten Position die Schlitten 26 und 32 verschwenkt werden, während die Abstützung 24 einen ständig gleichbleibenden Druck gegen den Fels ausübt. Durch diese Anordnung mit einer nach vorn ausfahrbaren Abstützung 24 und einer axial bewegbaren Leitschiene 22 kann mit dem Bohren stets aus der in Fig. 1 dargestellten Position begonnen werden, in welcher die Bohrkrone 30 an dem Gestein anliegt und der Gesteinsbohrer 25 sich in seiner hintersten Lage auf der Leitschiene 22 befindet. Infolgedessen können alle Bohrlöcher auf die gleiche Tiefe gebohrt werden, welche durch die Länge der Gesteinsbolzen 33 vorgegeben ist.
Claims (19)
1. Verbolzungsgerät mit einem Gesteinsbohrer und einer Bolzensetzeinrichtung, die längs einer Leitschiene mit langgestreckten Führungsorganen unter der Wirkung einer Vorschubeinrichtung verschieblich und wechselweise in Arbeitsstellung bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Leitschiene (22) mit zugeordneten Führungsorganen (43, 44) und zugeordneter Vorschubeinrichtung (27, 49) vorgesehen ist und daß der Gesteinsbohrer (25) sowie die Bolzensetzeinrichtung (31) mit Hilfe eines Kraftantriebes (55, 56, 62, 63) abwechselnd an die Führungsorgane (43, 44) ankuppelbar sind.
2. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) Schlittenmitnehmer (50) aufweisen, durch welche sie bei Verschiebung auf den Führungsorganen (43, 44) in Arbeitsstellung automatisch mit der Vorschubeinrichtung (27, 49) verbindbar sind.
3. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftantrieb (55, 56 62, 63) zur Verschiebung des Gesteinsbohrers (25) bzw. der Bolzensetzeinrichtung (31) in die und aus der Arbeitsstellung auf den Führungsorganen (43, 44) derart ausgebildet ist, daß er mit dem Gesteinsbohrer (25) bzw. der Bolzensetzeinrichtung (31) kuppelbar ist, wenn die jeweils in Arbeitsstellung befindliche Einrichtung (25 bzw. 31) auf den Führungsorganen (43, 44) die rückwärtige Position erreicht haben.
4. Verbolzungsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) in der rückwärtigen Position von den Führungsorganen (43, 44) lösbar sind.
5. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) in all den Positionen, in denen sie vom Kraftantrieb abgekuppelt sind, positiv mit den Führungsorganen (43, 44) verriegelt sind.
6. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) in ihre Arbeitsstellung und aus ihrer Arbeitsstellung heraus verschwenkbar sind, und zwar um Achsen, welche im wesentlichen parallel zur Bohrachse verlaufen.
7. Verbolzungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am rückwärtigen Ende der Leitschiene (22) zwei Kopplungselemente in Form von Sechskanten (56, 62) od. dgl. vorgesehen sind, von denen das eine auf der Seite der Führungsorgane (43, 44) angeordnet ist und mit einem Bock (66) am Gesteinsbohrer (25) zusammenwirkt und das andere an der anderen Seite der Führungsorgane (43, 44) angeordnet ist und mit einem Bock (70) an der Bolzensetzeinrichtung (31) zusammenwirkt, wobei beide Sechskanten (56, 62) verdrehbar auf der Leitschiene (22) montiert sind und derart mit einem Kraftantrieb (55, 56, 62, 63) verbunden sind, daß der Gesteinsbohrer (25) bzw. die Bolzensetzeinrichtung (31) in Arbeitsstellung und aus der Arbeitsstellung heraus verschwenkbar ist.
8. Verbolzungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) auf Schlitten (26, 32) mit Flanschen (47, 48) sitzen, welche mit den Führungsorganen (43, 44) zusammenwirken, und daß die Führungsorgane (43, 44) Ausnehmungen (45, 46) aufweisen, durch welche die Flansche (47, 48) der Schlitten (26, 43) passieren können, wenn die Schlitten (26, 32) in ihrer rückwärtigen Position in Arbeitsstellung bzw. aus der Arbeitsstellung heraus bewegt werden.
9. Verbolzungsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitten (26, 32) mit der Vorschubeinrichtung (27, 49) kuppelbare Schlittenmitnehmer (50) aufweisen, wenn die Schlitten (26, 32) in Arbeitsstellung geschwenkt sind.
10. Verbolzungsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung eine von einem Motor (27) angetriebene Kette (49) aufweist und die Schlitten (26, 32) in die Kette (40) eingreifende Schlittenmitnehmer (50) aufweisen, durch welche die Schlitten (26, 32) in Arbeitsstellung mit der Kette (49) verriegelbar sind.
11. Verbolzungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungselemente auf der Leitschiene (22) aus zwei nach vorne weisenden Stiften (56, 62) mit unrundem Querschnitt bestehen.
12. Verbolzungsgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Verriegelungsorgane (68) vorgesehen sind, durch welche zusammenwirkende Paare der Kopplungselemente (62, 66 bzw. 56, 70) axial miteinander verriegelbar sind.
13. Verbolzungsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsorgane (68) Schnappriegel sind, durch welche zusammenwirkende Paare von Kopplungselementen (62, 66 bzw. 56, 70) automatisch miteinander verriegelbar sind, wenn der betreffende Schlitten (26 bzw. 32) seine rückwärtige Position erreicht.
14. Verbolzungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtigen Positionen für den Gesteinsbohrer (25) und die Bolzensetzeinrichtung (31) auf der Leitschiene (22) durch Endanschläge festgelegt ist.
15. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Halterung (19) für die Leitschiene (22), wobei die Leitschiene (22) durch einen Kraftantrieb axial in der Halterung (19) verschiebbar ist und außerdem am vorderen Ende der Leitschiene (22) eine über einen Kraftantrieb nach vorne verschiebbare Abstützung (24) vorgesehen ist, durch welche die Leitschiene (22) an der Felswand abstützbar ist.
16. Verbolzungsgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftantrieb für die Axialverschiebung der Leitschiene (22) in ihrer Halterung (19) aus einer parallel zur Leitschiene (22) verlaufenden hydraulischen Zylinderkolbenanordnung mit Kolbenstange (23) besteht und daß die Abstützung (24) einen parallel zur Leitschiene (22) verlaufenden hydraulischen Druckbock aufweist.
17. Verbolzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zentriervorrichtung (29) für den Bohrstahl (28) und eine Zentriervorrichtung (40) für den Gesteinsbolzen (33) am vorderen Ende der Leitschiene (22) montiert sind und wechselweise in eine Fluchtlinie mit der Bohrachse schwenkbar sind.
18. Verbolzungsgerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtung (29) für den Bohrstahl (28) und die Zentriervorrichtung (40) für den Gesteinsbolzen (33) gemeinsam auf einem Schwenkaggregat (34) montiert sind, welches um eine parallel zur Leitschiene (22) verlaufende Achse mittels eines Kraftantriebes oder Motors (35) verdrehbar ist.
19. Verbolzungsgerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das verdrehbare Schwenkaggregat (34) ein Laderohr (38) aufweist und in eine derartige Position verdrehbar ist, daß dieses Laderohr mit der Bohrachse fluchtet.
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