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PATENTANWALT DIPL.-ING. 8000 MÜNCHEN 22
KARL H. WAGNER GEWÜRZMÜHLSRASSE 5
POSTFACH 246
78-N-3O5O
2. Februar 1978
ZAIDAN HOJIN HANDOTAI KENKYU SHINKOKAI, Kawauchi, Sendai,
Miyagi, Japan
Halbleitervorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halbleitervorrichtung mit nicht gesättigten I/U-Kennlinien und auf ein IC-Gebilde,
welches solche Vorrichtungen verwendet.
Während sich die Erfindung ganz allgemein auf eine Halbleitervorrichtung
bezieht, so bezieht sie sich doch insbesondere auf einen Feldeffekttransistor, der für eine hohe Schaltgeschwindigkeit
geeignet ist und als Ersatz für einen Bipolartransistor dienen kann, wobei die Erfindung sich ebenfalls auf
ein IC-Gebilde zur Verwendung eines solchen Transistors bezieht.
Übliche integrierte Logikschaltungen werden hauptsächlich mit
Bipolartransistoren gebildet. Zu diesen Strukturen gehört die integrierte Injektionslogik (I L), die emittergekoppelte
Logik (ECL), die Transistor-Transistorlogik (TTL), die Diodentransistorlogik (DTL), die Widerstandstransistorlogik (RTL),
die Emitterfolgerlogik (EFL) und die Non-Threshold-Logik (NTL).
Es sind ferner bereits bipolare Halbleiterspeicher, wie beispielsweise
die folgenden bekannt: Dynamischer Speicher mit wahlfreiem Zugriff (D-RAM), statischer Speicher mit wahlfreiem
Zugriff (S-RAM), Nur-Lesespeicher (ROM).
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Bipolartransistoren haben jedoch derartige Eigenschaften, daß
die zwischen dem Collector und der Basis gebildete Kapazität und die zwischen der Basis und dem Emitter gebildete Kapazität
beide sehr groß sind, so daß die Reduktion des Basiswiderstandes begrenzt ist und daß ferner ein Minoritätsträger-Speichereffekt
nicht zu vermeiden ist. Diese den Bipolartransistoren innewohnenden Eigenschaften beschränken in unerwünschter Weise
die Arbeitsgeschwindigkeit der bipolaren integrierten Schaltung, die einen derartigen Bipolartransistor verwendet. Da ferner der
Leistungsverbrauch in einem Bipolartransistor verhältnismäßig hoch ist, ist das Leistungsverzögerungsprodukt pTdemgemäß theoretisch
in entsprechender Weise groß. Derzeit können bipolare, mit hoher Geschwindigkeit arbeitende integrierte Logikschaltungen,
TTL-,ECL-und NTL-Schaltungen eine minimale Verzögerungszeit
im Bereich von ungefähr 0,1 bis ungefähr 1 Nanosekunden beim derzeitigen Stand der Entwicklung zeigen, wobei sich dabei ein
Leistungsverzögerungsprodukt pt* von ungefähr mehreren bis unge-
fähr 100 Pico-Joule pro Gate ergibt, wohingegen I L ein minimales
Leistungsverzögerungsprodukt pt im Bereich von ungefähr
0,1 bis ungefähr 1 Pico-Joule pro Gate ergibt und dabei eine Verzögerungszeit Ύ in der Größenordnung von 10 Nanosekunden aufweist.
Bei den Bipolartransistoren verwendenden Halbieiterspeichern ist eine relativ große Leistung zum Schreiben und Lesen von
Addressen aus ähnlichen Gründen erforderlich.
Der vom Erfinder vorgeschlagene statische Induktionstransistor
(SIT) ist eine Art Unipolartransistor und besitzt unterschiedliche Eigenschaften, insoferne als die parasitären Kapazitäten klein
sind, daß der Gatewiderstand, der dem Basiswiderstand entsprechen kann, sehr klein sein kann, daß die Ladungsträger durch ein
elektrisches Feld einer Driftbewegung unterworfen werden, daß der Raumladungsspeichereffekt vernachlässigbar klein ist, daß
ein Betrieb mit geringem Rauschen und hoher Verstärkung möglich ist und daß nicht gesättigte Drainstrom/Drainspannungs-Kennlinlen
mindestens in einem Teil des Betriebsbereichs des Transistors erreicht werden können, und zwar unabhängig von der Größenordnung
der angelegten Gatevorspannung. Weitere Informationen hinsichtlich
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des statischen I luktionstransistors können den folgenden Literaturstellen
entnommen werden: U.S. Patent-Anmeldungen S.N. 817,052
und 576,541, "IEEE Trans. Electron Devices" ED-22, 185 (1975) und DT-OS 22 20 789.2-33 sowie DT-OS 22 37 662.1-33.
Ferner wurde die Verwendung von statischen Induktionstransistoren
2 bei integrierten Schaltungen insbesondere der I L-Bauart in den
U.S. Patent-Anmeldungen S.N. 748,292 und 812,738 vorgeschlagen. (DT-OS 26 55 917 und DT-OS 27 30 373).
Die bislang erfolgten Entwicklungen des statischen Induktionstransistors konzentrierten sich jedoch hauptsächlich auf solche
Vorrichtungen, die bei einer umgekehrten Gatevorspannung betreibbar sind, und somit können diese SITs nicht für Bipolartransistoren
eingesetzt werden.
Ferner wurde bereits ein Bipolartransistor vorgeschlagen, bei dem die Basiszone insbesondere durch das Anlegen einer hohen
CollectorsDannung durchbrochen ist (punched through). Dieser bipolare Punch-Through-Transistor zeigt eine nicht gesättigte
Drainstrom/Drainspannungs-Kennlinie. Der Punch-Through-Transistor
wurde jedoch eher als ein fehlerhaftes Produkt oder eine unbrauchbare Vorrichtung bezüglich des üblichen Konzepts der Bipolartransistoren
der Sättigungs-Bauart angesehen. Demgemäß wurde hinsichtlich der Verwendbarkeit der Punch-Through-Transistoren keine positive
Entwicklung erreicht.
Zusammenfassung der Erfindung. Die Erfindung hat sich zum Ziel
gesetzt, eine Halbleitervorrichtung der Feldeffekttype vorzusehen,
und zwar mit verbesserten Eigenschaften bzw. Kennlinien zur Durchführung eines Schaltbetriebs mit hoher Geschwindigkeit. Die Erfindung
sieht ferner eine Halbleitervorrichtung der Feldeffekt-Bauart vor, die einen Bipolartransistor in der üblichen Halbleiterschaltung
ersetzen kann. Die Erfindung sieht schließlich eine integrierte Schaltungsstruktur vor, und zwar einschließlich der verbesserten
Halbleitervoriichtung der Feldeffekt-Bauart und mit einer
Äquivalentschaltung ähnlich der üblichen integrierten Halbleiterschaltung mit BipolartransfsticJrsrf. ' Die ^Erfindung hat sich weiter-
-<- ^004500
AA
hin zun Ziel gesetzt, eine integrierte Schaltungsstruktur mit
einem Bipolartransistor vorzusehen, und zwar mit einer im wesentlichen abgeschnürten (pinched off) Basiszone (Region) zur Erreichung
eines Betriebs mit verbessertem Hochfrequenzverhalten und hoher Arbeitsgeschwindigkeit.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Halbleitervorrichtung
vorgesehen, die eine Halbleiterzone einer Leitfähigkeitstype einschließlich einer Stromkanalzone mit niedriger Störstellenkonzentration
aufweist, ferner Stromeinführungs- und Abziehungs-Elektrodenmittel,
verbunden mit den Enden der Stromkanalzone, und Steuerelektrodenmittel, vorgesehen benachbart zu der Stromkanalzone
und zur Anlage einer Steuerspannung zur Definition eines Stromkanals in der Stromkanalzone, wobei sich die Erfindung insbesondere
durch folgendes kennzeichnet: Die erwähnte Stromkanalzone besitzt eine derartige Breite und eine Störstellenkonzentration
derart, daß die Stromkanalzone im wesentlichen beim Anlegen einer Vorwärtssteuerspannung abgeschnürt (pinched off) wird, um eine
Potentialbarriere in dem Stromkanal für Ladungsträger zu erzeugen, die von der Stromeinführungselektrode in einem Hauptbetriebszustand
des Transistors weglaufen und daß gestattet wird, die Höhe der Potentialbarriere kapazitiv zu steuern, und zwar durch eine an
die Stromabziehungselektrode angelegte Spannung.
Die erfindungsgemäße Halbleitervorrichtung liefert einen Betrieb
mit sehr hoher Geschwindigkeit und kann jeden Bipolartransistor in einer gegebenen Schaltung ersetzen.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine
integrierte Halbleiterschaltungsstruktur vorgesehen, die eine Vielzahl von Halbleiterelementen aufweist, von denen mindestens
eines folgendes aufweist: Eine Halbleiterzone mit einer Stromkanalzone von niedriger Störstellenkonzentration, Strominjizier- oder
Einführungs- und Abziehungs-Elektroden, verbunden mit den Enden der Stromkanalzone,und Steuerelektrodenmittel benachbart zu der
Stromkanalzone und zum Anlegen einer Steuerspannung zur Definition eines Stromkanals in der Stromkanalzone, wobei die Stromkanalzone
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eine derartige Breite und eine solche Störstellenkonzentration besitzt, um zu bewirken, daß die Stromkanalzone im wesentlichen
bei einer Vorwärtssteuerspannung abgeschnürt (pinched off) wird, um eine Potentialbarriere im Stromkanal für die Ladungsträger
vorzusehen, die von der Stromeinführungselektrode in einem Hauptbetriebszustand des Transistors weglaufen, und daß Breite und
Störstellenkonzentration derart gewählt sind, daß die Höhe der Potentialbarriere kapazitiv durch eine an die Stromabziehelektrode
angelegte Spannung steuerbar ist.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Ansprüchen sowie aus der Beschreibung
von A'.isführungsbeispielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung
zeigt:
Fig. 1A einen schematischen Querschnitt durch einen üblichen
Bipolartransistor;
Fig. 1B und 1C die Potentialverteilung längs der Linien 1B-1B1
und 1C-IC im Bipolartransistor der Fig. 1A;
Fig. 2A einen schematischen Querschnitt einer Halbleitervorrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2B Darstellungen der Potentialverteilung längs der
Linie 2B-2B'in der Halbleitervorrichtung der Fig. 2A
in zwei Betriebsarten;
Fig. 3 und Fig. 4 Darstellungen der Drainstrom/Drainspannung-Kennlinien,
wie sie mit der Halbleitervorrichtung in der Fig. 2A erreichbar sind;
Fig. 5-8 schematische Querschnitte von erfindungsgemäßen Halbleiterstrukturen;
Fig. 9A und 9B und 9C alternative Kanalstrukturen der Halbleitervorrichtung
der Τία SrS tfemäß Ausführungsbeispielen
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der Erfindung;
Fig. 1OA und 10B einen schematischen Querschnitt und ein
Äquivalentschaltbild einer integrierten Injektionslogik (I L)-Schaltung gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 11, 12 und 13A Schaltbilder der emittergekoppelten Logik
(ECL) oder Strombetriebsartlogik (CML = current mode logic)-Schaltungen gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen der Erfindung;
Fig. 13B schematisch eine I/U-Kennlinie des in der
Schaltung der Fig. 13A verwendeten Konstantspannungstransistors
Q„;
Fig. 14A und 14B Schaltungsbeispiele der Emitterfolgelogik
(EFL)-Schaltungen von UND-Gattern gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung;
Fig. 15A und 15B Schaltbilder von Nicht-Schwellwertlogik
(NTL = non-threshold logic)-Schaltungen von NOR-Gattern gemäß Ausführungsbeispielen der
Erfindung;
Fig. 16 ein Schaltbild einer direktgekoppelten Tran
sistorlogikschaltung eines NOR-Gates gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 17, 18 und 19 Schaltbilder von einer Widerstandstransistorlogik
(RTL)-Schaltung, einer Diodentransistorlogik (DTL)-Schaltung und einer Transistor-Transistorlogik
(TTL)-Schaltung gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung;
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Fig. 20 und 21 schematische Querschnitte von erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen von Strukturen
integrierter Injektionslogik(I2I)-Schaltungen;
Fig. 22 eine Darstellung von I/U-Kennlinien einer
in der Schaltung der Fig. 20 und 21 verwendeten Halbleitervorrichtung;
Fig. 23 eine Äquivalentschaltung der in den Fig.
und 21 gezeigten integrierten Halbleiterstruktur;
Fig. 24 ein Schaltbild eines NOR- und ODER-Gatters
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 25 einen schematischen Querschnitt einer er
findungsgemäßen Halbleitervorrichtung;
Fig. 26 und 27 Schaltbilder von NOR- und ODER-Gattern gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung;
Fig. 28 ein Schaltbild eines Emitterfolgerlogik
(EFL)-Kreises gemäß der Erfindung;
Fig. 29 ein Schaltbild einer NTL-Schaltung gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
;
Fig. 30 ein Schaltbild einer statischen RAM-Zelle
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
2
Fig. 31A ein Schaltbild einer I L-Inverterschaltung
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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Fig. 31B einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen integrierten Halbleiterstruktur;
2
Fig. 32A ein Schaltbild eines I L-Inverters gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 32B einen schematischen Querschnitt einer integrierten Halbleiterschaltungsstruktur, welche die
Schaltung der Fig. 32A verkörpert;
Fig. 33A ein Schaltbild einer dynamischen RAM-Zelle gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 33B einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen integrierten Halbleiterstruktur, welche
die Schaltung gemäß Fig. 33A verwirklicht;
Fig. 34A ein Schaltbild einer dynamischen RAM-Zelle gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 34B einen schematischen Querschnitt einer integrierten Halbleiterstruktur zur Verwirklichung der
Schaltung gemäß Fig. 34A;
Fig. 35 und 36 schematische Querschnitte, welche Strukturen
der Halbleitervorrichtung gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung veranschaulichen;
Fig. 37 I/U-Kennlinien der erfindungsgemäßen Halbleiter-
vorrichtungsausführungsbeispielen der Fig. 35 und 36;
-Fig. 38 ein Schaltbild der NOR-Gatterschal'tung gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel.der Erfindung;
Fig. 39 ein Teilschaltbild einer allgemeinen Logikschal
tung mit dem Kreis gemäß Fig. 38.
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Es seien nunmehr bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen beschrieben. Der statische Induktionstransistor
(SIT) kann allgemein als ein Feldeffekttransistor definiert werden,
der eine Strombahn (-pfad) zwischen einer Strominjizieroder Einführungszone (Source) und einer Stromextrahier- oder
Abziehungszone (Drain) und eine Potentialbarriere für Ladungsträger
aufweist, die in der Strombahn nahe einer Steuerelektrode aufgebaut ist und durch eine Steuerspannung und eine Drainspannung
steuerbar ist.
Der statische Induktionstransistor ähnelt somit dem Bipolartransistor
insoferne, als eine Potentialbarriere in der Strombahn
exist iert. Bekanntlich besteht ein Bipolartransistor aus einer Emitter-, einer Basis- und einer Collector-Zone. Die Leitfähigkeitstype
der Basiszone ist entgegengesetzt zur derjenigen der Emitter- und Collectorzonen. Auf diese Weise gibt es npn-Type-
und pnp-Type-Bipolartransistoren. Die Fig. 1A, 1B und 1C zeigen
schematisch einen konventionellen npn-Bipolartransistor. Gemäß
Fig. 1A weist ein Bipolartransistor eine n-Type-Emitterzone 1, eine p-Type-Basiszone 2 und eine n-Type-Collectorzone 3 auf.
Potentialprofile des Bodens des Leitungsbandes längs der Linien 1B-1B1 und 1C-1C1 sind in den Fig. 1B und 1C gezeigt. Es ist
offensichtlich, daß das obere-Ende des nicht gezeigten Valenzbandes
parallel zum Boden des Leitungsbandes verläuft, aber niedriger als dieses, und zwar annähernd um die Energie des verbotenen
Bandes des Halbleitermaterials. Die Energie eines Loches ist in der Abwärtsrichtung positiv. Wenn keine Spannung an Basis
und Collector angelegt ist, so befinden sich die Böden oder unteren
Enden des Leitungsbandes in den n-Type-Emitter- und Collector-Zonen auf ähnlichen (gleichen) Energien (beispielsweise $..). Da
die Basiszone 2 zur p-Type gehört, ist die Fermi-Energie in der Basiszone 2 nahe dem oberen Ende des Valenzbandes, und somit
wird der Boden des Leitungsbandes auf ein Niveau 02 durch das
eingebaute Potential angehoben. Somit bildet die Basiszone 2 eine Barriere für die vom Emitter 1 zum Collector 3 transferierten
Elektronen. Wenn eine positive Collectorspannung angelegt wird, so wird der Boden des Leitungsbandes in der Collectorzone
auf eine entsprechende Energie abgesenkt, wie dies durch φ-, ϊ-η
den Figuren dargestellt ist. In einem solchen Zustand kann jedoch
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Strom vom Emitter 1 zum Collector 3 fließen, da eine Barriere mit einer Höhe {φ~ ~ Φ* ) an der Emitterbasisgrenzschicht für
die Elektronen in der Emitterzone 1 verbleibt. Wenn eine positive Basisvorspannung angelegt wird, so wird der Boden des
Leitungsbandes in der Basiszone 2 vom Niveau φ^ durch die angelegte
Spannung abgesenkt. Wenn der Boden des Leitungsbandes in der Basiszone 2 sich dem Boden des Leitungsbandes in der Emitterzone
1 nähert, so fangen Träger (in diesem Fall Elektronen)an, über die reduzierte (oder verschwundene) Barriere zu laufen und sie
dringen durch die Basiszone 2. Auf diese Weise wird ein Collectorstrom
gebildet. Es sei jedoch hier darauf hingewiesen, daß deshalb, weil die Basiszone ihre eigenen Ladungsträger (in diesem
Falle Löcher) der entgegengesetzten Leitfähigkeitstype besitzt, diese auch beginnen, über die Barriere zur Emitterzone hin
fortzuschreiten. Auf diese Weise wird das Fließen eines Basirstromes
gestattet.
Die grundsätzliche Struktur oder der grundsätzliche Aufbau eines n-Kanal-statischen-Induktionstransistors gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 2A gezeigt, während das Potentialprofil
des Bodens des Leitungsbandes längs der Linien 2B-2B" in Fig. 2B für die zwei Betriebsarten dargestellt ist. Das Null-Niveau
in Fig. 2B zeigt den Boden des Leitungsbandes in einer neutralen n-Type-Zone an.
Fig. 2A zeigt eine Planar-Type-Struktur, bei der eine η -Type-Zone
12 epitaxial auf ein als Drain dienendes η -Type-Substrat 13 aufgewachsen ist,und eine η -Type-Zone 11 ist in die Oberfläche
der n~-Type-Zone 12 zur Bildung einer Sourcezone eindiffundiert. Eine ρ -Type-Gatezone 14 ist in der Oberfläche der
η -Type-Zone 12 durch entweder Ionenimplantation, die Diffusion oder das Ätz- und Abscheidungs-Verfahren ausgebildet, um die
Sourcezone 11 im wesentlichen zu umgeben und eine Stromkanalzone
zu definieren. Die Störstellenkonzentration der Stromkanalzone der η -Type-Zone 12 und der Gate-zu-Gate-Abstand (d.h. die
Breite der Stromkanalzone) W sind derart ausgewählt, um die Stromkanalzone in exzessiver Weise abzuschnüren (pinch off), und
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zwar mit Verarmungslagen bei der Gatevorspannung Null, wie dies
in der linken Darstellung der Fig. 2B gezeigt ist. Der Boden des Leitungsbandes wird nämlich in der Mitte des Kanals um &φ angehoben.
In diesem Zustand wird der Drainstrom hauptsächlich durch die Barrierenhöhe gesteuert, da die Barrierenhöhe umgekehrt exponentiell
zur Größe des Drainstroms beiträgt. Wenn eine positive Gatevorspannung angelegt wird, so wird der Boden des Leitfähigkeitsbandes in der ρ -Type-Gatezone 14 abgesenkt und nähert sich dem
Boden des Leitungsbandes im Kanalteil, und somit schrumpft die Verarmungslage, um die Barrierenhöhe zu reduzieren. Oberhalb
einer gewissen positiven Gatevorspannung erscheint eine neutrale Zone mit einer Breite w in der Stromkanalzone, wie dies im rechten
P'agramm der Fig. 2B dargestellt ist. Sodann verschwindet
die Barriere und der Drainstrom wird sodann hauptsächlich durch die Breite w der neutralen Kanalzone gesteuert. Bei dieser Betriebsart
verhält sich der statische Induktionstransistor (SIT) analog zum konventionellen Feldeffekttransistor hinsichtlich des
Aspektes, daß der Drainstrom hauptsächlich durch die Breite (d.h. den Widerstandswert) des neutralen Stromkanals gesteuert wird.
Wenn der Stromkanalteil bei der Gatevorspannung Null nicht abgeschnürt
wird, so erscheinen Kennlinienkurven, wie sie in Fig. 3 gezeigt sind und wie dies in den U.S. Patentanmeldungen S.N.
817,052 und 576,541 beschrieben ist. Beim Anlegen einer umgekehrten Gatevorspannung verschwindet die Breite der Neutralkanalzone.
Wenn ein neutraler Kanal verbleibt, so sind die Drainstrom/Drainspannungskennlinien
im wesentlichen linear und folgen dem Ohm'sehen
Gesetz, wie dies durch die Gruppe A der Kurven dargestellt ist. In diesem Betriebsbereich kann der Transistor als ein veränderbarer
Widerstand betrachtet werden. Nachdem der neutrale Kanalbereich verschwunden ist, wird eine Barriere an dem verarmten Abschnürungs-
oder Pinch-Off-Teil aufgebaut. Sodann fließt kein Drainstrom, bis eine bestimmte Schwellendrainspannung angelegt
wird. Wenn die Drainspannung V c den Schwellenwert übersteigt, so
Do
steigt der Drainstrom IDS exponentiell bei einem Anstieg der Drainspannung
V an, wie dies durch die Gruppe B der Kennlinien dargestellt ist.
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~ \^ £804500
Wenn der Stromkanal tief abgeschnürt wird durch die Verarmungslagen oder -schichten bei der Gatevorspannung Null, wie im vorliegenden
Ausführungsbeispiel, so wird der Drainstrom nicht auf sehr große Werte bei einer Vorwärtsgatevorspannung unterhalb eines
gewissen Wertes anwachsen, da eine bestimmte Vorwärtsgatevorspannung erforderlich ist, um die Höhe der Potentialbarriere zu
reduzieren.
Wenn die η -Zone 12 aus Silicium gebildet ist, um so eine Stör-
13 —3
Stellenkonzentration von ungefähr η = 1 χ 10 cm und eine Dicke
von ungefähr 3 Mikrometer zu besitzen, und wenn die ρ -Gatezone durch das Diffusionsverfahren derart gebildet ist, daß sich eine
19 —3 Oberflächenstörstellenkonzentration von ungefähr ρ = 1 χ 10 cm
und eine Tiefe von ungefähr 3 Mikrometer ergibt, um einen quadratischen Kanal mit einem Querschnitt von ungefähr 5 χ 20 Mikrometer^
zu definieren, so erhält man die in Fig. 4 gezeigten Kennlinien.
Es sei bemerkt, daß der Drainstrom schnell groß wird und bei niedrigen Drainspannungen für die Kennlinien von V = 0,4, 0,6
und 0,8 V einen Knick zeigt. Man kann sagen, daß bei diesen Gatevorspannungen
eine neutrale Kanalzone erscheint. Ferner wird bei einem Anstieg der Vorwärtsgatespannung der obere Teil oder das
obere Ende des Valenzbandes in der ρ -Type-Gatezone abgesenkt (das Potential wird für die Löcher erhöht), und nähert sich dem
Niveau des oberen Endes des Valenzbandes in der Kanalzone 12 und erreicht dieses schließlich. Sodann können freieLöcher in der
ρ -Type-Gatezone in die η -Type-Kanalzone injiziert werden. Solche
positive Ladung in der η -Type-Kanalzone 12 zeigt eine Anziehungskraft zur Anziehung der Elektronen, obwohl diese Elektronen eine
wesentlich geringere Zahl als die Majoritätsträger im Kanal haben, und es kann dadurch die Einleitung der Injektion von Elektronen
von der η -Type-Sourcezone 11 unterstützt werden. Beide Tiägertypen
wandern oder driften durch das elektrische Feld im Gegensatz zum konventionellen Bipolartransistor. Die Änderung des
Haupt (Drain)-Stroms I bezüglich der Änderung des Gatestroms Ιβ,
, was dem Stromverstärkungsfaktor ß des üblichen Bipolar-
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transistors entspricht, ist gemäß der Erfindung sehr groß. Bei höheren Drainströmen wird der IR-Spannungsabfall an dem Serienwiderstand
von der Sourceelektrode zum Intrinsicgate sehr groß, um als ein negativer Rückkopplungs(Gegenkopplungs)-Faktor zu
wirken. Sodann wird die effektive Kanalbreite schmäler, obwohl der Potentialgradient steiler werden kann. In einem solchen Betriebszustand
kann der Serienwiderstand stark bei einem Anstieg der Drainspannung ansteigen. Es sei hier jedoch darauf hingewiesen,
daß eine kleine Barriere zwischen der Sourcezone (beispielsweise η -Type) und der Kanalzone (beispielsweise η -Type),infolge
der Differenz des Fermi-Niveaus, in diesen Zonen noch immer verbleiben wird.
Wie man aus der Zeichnung erkennt, ist diese Vorrichtung für Schaltoperationen geeignet. Beispielsweise wird die Vorrichtung
bei einer Gatevorspannung von ungefähr 0 bis 0,2 V
ausgeschaltet, und bei einer Gatevorspannung von ungefähr 0,6 V eingeschaltet, wenn die Drainspannung bis hinauf zu ungefähr
0,8 V, beispielsweise bei 0,6 V, liegt.
Gemäß den gemessenen Daten liegt die Verlustleistung eines logischen Gatters gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung
in der Größenordnung von 0,1 mW, d.h. auf einem Wert, der um eine Größenordnung kleiner ist als der erwähnte Wert für konventionelle
Bipolarlogik.
Bei integrierten Halbleiterschaltungen ist es oftmals vorzuziehen,
die Drainzonen an der (oberen) Oberfläche oder Oberseite anzuordnen, und zwar wegen der Einfachheit der Verdrahtung
und der Schaltungskonstruktion. Ferner sei darauf hingewiesen, daß dann, wenn die Drainspannung Änderungen unterworfen ist,
die die Drainzone begleitende Kapazität um so besser ist je kleiner sie ist. Demgemäß ist eine umgedrehte Struktur von
Interesse. In der Struktur der Fig. 2A kann nämlich die n+-Type-Zone
11 als eine Drain und die η -Type-Zone 13 als eine Source
verwendet werden. Bei einer derartigen umgekehrten Struktur ändert sich natürlich der Source-zu-Gate-Abstand in den Abstand
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zwischen der n+-Type-Zone 13 und der p+-Type-Zone 14. Um den
Source-zu-Intrinsicgate-Serienwiderstand zu reduzieren, kann die Dicke der η -Type-Zone unter den Boden der ρ -Type-Gatezone
reduziert werden (oder verschwindet in einigen Fällen). Ferner ist die untere Kante der Gatezone 14 vorzugsweise
schärfer dadurch ausgebildet, daß man auf selektive Ätz- und Abscheidungsverfahren vertraut. Die obigen Bemerkungen gelten
auch für die folgenden Ausführungsbeispiele. Es ist ferner klar, daß die p-Kanalvorrichtungen dadurch gebildet werden können,
daß man sämtliche Leitfähigkeitstypen der Halbleiterzonen umkehrt. Natürlich ist die Verwendung der Kennlinien der Fig.
willkürlich, und die Erfindung beschränkt sich nicht auf das obige Beispiel. Es ist ferner offensichtlich, daß die in Fig.
gezeigten Kennlinien durch Auswahl der Vorrichtungsparameter stark variiert werden können.
Als ein Beispiel werden die Vorrichtungsparameter der Siliciumtransistorstruktur
der Fig. 2A in der Weise geändert, daß die η -Type-Kanalzone 12 eine Störstellenkonzentration von
13 -3
1 χ 10 cm besitzt, daß der kreisförmige Querschnitt 10 Mikrometer Durchmesser beträgt und daß eine Dicke von 10
Mikrometern vorhanden ist, wobei ferner die Gatezone 14 eine
19 —3 Störstellenkonzentration von 1 x 10 cm , eine Breite von
15 Mikrometer und eine Tiefe von 2,5 Mikrometer besitzt. Sodann ergibt sich unter diesen Bedingungen das folgende:
Eine Gatevorspannung V_, = 0 V und eine Drainspannung V = 5 V,
der Drainstrom beträgt ungefähr 5 Mikroampere und der Stromverstärkungsfaktor ß übersteigt 100 dann, wenn die Zone 11 als
Source verwendet wird. Wenn die Zone 13 als Source (umgekehrte Struktur) verwendet wird, so liegt der Drainstrom unterhalb
3 Mikroampere und der Stromverstärkungsfaktor ß beträgt ungefähr 10.
Die Fig. 5-8 zeigen typische Beispiele der Querschnittsstruktur der Halbleitervorrichtung gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung.
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Fig. 5 zeigt eine Planarstruktur der Oberflächengate-Bauart
ähnlich der Fig. 2A. In diesem Ausführungsbeispiel ist die η -Type-Zone 12 dick auf der Seite der η -Type-Drainzone 13
ausgebildet, um die Anordnung derart zu treffen, daß die maximale Drainspannung groß ist. Die p+-Type-Gatezone 14 definiert
einen Stromkanal in der η -Type-Stromkanalzone 12.
In Fig. 6 ist die ρ -Type-Gatezone 14 in die η -Type-Kanalzone
12 eingebettet. Diese Struktur ist zur Herstellung eines Transistors mit einer kurzen Kanallänge geeignet. Durch Anordnung
der eingebetteten p+-Type-Gatezone derart, daß eine Vielzahl
von Kanälen definiert wird, kann ein Transistor mit hoher Ausgangsgröße gebildet werden. Die ρ -Type-Gatezone 14 wird
auf die Oberfläche durch eine mesaartige Struktur herausgeführt oder durch eine ρ -Type-Herausführzone, die sich zur
Oberfläche erstreckt. In Fig. 7 werden ρ -Type-Gatezonen in den Ausnehmungsteilen gebildet, und zwar werden Ausschnittsnuten um die η -Type-Sourcezone 11 herum ausgebildet und die
Gatezonen 14 werden in dem Seitenwandteil der Ausschnitte gebildet.
Die Bodenteile der Ausschnitte sind mit einer dicken Isolator (beispielsweise Oxid)-Lage bedeckt, und die Gateelektroden
24 sind darauf ausgebildet. Die ρ -Type-Gatezone 14 berührt die Gateelektrode 24 an der Seitenoberfläche. Diese
Struktur ist zur Minimierung der Gatekapazität geeignet, obwohl die Herstellung nicht einfach ist. Der Raum oberhalb der
Gateelektrode 24 ist mit einem Isolationsmaterifi 1 , wie beispielsweise
einem Polyimidharz, Siliciumoxid, polykristallinem Silicium mit hohem Widerstandswert, usw., gefüllt.
Fig. 8 zeigt eine Lateralstruktur, bei der die Stromkanalzone definiert wird durch die p-Type-obere-Gatezone 14 und
ρ -Type-untere-Gatezone 14'. Die untere Gatezone 14' kann
elektrisch mit der oberen Gatezone 14 verbunden sein oder auf eine konstante Spannung eingestellt sein. Diese Struktur
ist leicht herstellbar, obwohl.die Oberflächenbesetzungsfläche
groß wird.
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Die p-Kanalvorrichtungen können einfach durch Umkehrung sämtlicher
Leitfähigkeitstypen ausgebildet werden. Auch die Source- und Drainzonen können ausgetauscht werden, um umgekehrte (oder umgekehrt
betriebene) Strukturen, wie zuvor erwähnt, zu bilden. Bei jeder der oben erwähnten Strukturen ist die Stromkanalzone
derart konstruiert, daß sie bei einer Vorwärtsgatevorspannung bei Drainspannung Null abgeschnürt (pinched off) wird. Alternative
Strukturen sind in den erwähnten U.S. Patentanmeldungen bzw. den entsprechenden deutschen Patentanmeldungen erläutert
und auf diese wird ausdrücklich Bezug genommen.
Für die vorliegende Erfindung am wichtigsten sind die Kanalbreite W und die Störstellenkonzentration in der Zone mit hohem Widerstandswert,
insbesondere der in der Kanalzone, in welcher der Kanal ausgebildet wird und der Hauptstrom gesteuert wird.Der Ausdruck
"eben abgeschnürt" (eben "pinched off") drückt den Zustand aus, daß der Kanal eben durch die Verarmungslagen oder -schichten abgeschnürt
ist, d.h. die von den beiden Seiten des Kanals aus wachsenden Verarmungsschichten berühren einander eben gerade.
In ähnlicher Weise soll der Ausdruck "über-abgeschnürt" (over pinched off) den Zustand ausdrücken, daß die von beiden
Seiten des Kanals aus wachsenden Verarmungslagen oder -schichten
einander überlappen, und daß eine Potentialbarriere für sämtliche Ladungsträger aufgebaut wird, die sich von der Source zur Drain
bewegen.
Gemäß der Erfindung ist der Kanal bei der Gatevorspannung 0
über-abgeschnürt durch die Auswahl der Kanalbreite W und die Störstellenkonzentration in der Kanalzone. Beispielsweise im
Falle einer Siliciumvorrichtung liegt dann, wenn die Störstellen-
Λ A O 1OO
konzentration in der Kanalzone 1 χ 10 cm bzw. 1 χ 10 cm
12 -3
bzw. 1 χ 10 cm ist, die Kanalbreite vorzugsweise nicht höher als ungefähr 6 Mikrometer bzw. ungefähr 20 Mikrometer bzw. ungefähr
60 Mikrometer. Noch mehr wird bevorzugt, daß die Kanalbreite W derart ausgewählt ist, daß die Verarmungsschicht (Breite d^)
von jeder Seite aus die andere Seite des Kanals (Wa* d) bei Vorspannung Null berührt. Sodann wird die Potentialbarriere eine
Höhe (am Mittelteil) von ungefähr 1/4 des eingebauten Potentials
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aufweisen. In diesem Falle wird der Haupstrom des statischen Induktionstransistors (SIT) in seinem "Aus"-Zustand um weniger
als ungefähr 1/10 des eben abgeschnürten statischen Induktionstransistors vermindert. Wenn die Kanalbreite derart ausgewählt
ist, daß die Verarmungsschicht von jeder Seite sich zweimal über die Breite der Kanalzone erstrecken würde (W^-=d) , so
wird die Potentialbarriere eine Höhe von ungefähr 90% des eingebauten Potentials aufweisen.
Wenn die Kanalbreite exzessiv verschmälert wird, so wird der Widerstandswert des Kanals im "Ein"-Zustand groß. Es gibt daher
eine Grenze hinsichtlich der Einengung des Kanals. Vom Standpunkt eines niedrigen "Ein"-Widerstands aus, was einen
niedrigen Kanalwiderstand bedeutet, wenn der Transistor eingeschaltet ist, weist der Kanal vorzugsweise eine große Breite
auf. Somit ist die Storstellenkonzentration in der Kanalzone vorzugsweise so niedrig als möglich, vorausgesetzt, daß die
Herstellung in stabiler Weise und vorzugsweise mit niedrigen Kosten erfolgen kann.
Andererseits besitzt die Gatezone vorzugsweise eine hohe Storstellenkonzentration
vom Gesichtspunkt eines niedrigen Gateausbreitungswiderstandes aus. Eine höhere Storstellenkonzentration
der Gatezone wird von einem höheren eingebauten Potential begleitet. Ferner besitzt die Gatezone vorzugsweise eine kleine
Breite zur Verringerung der parasitären Gatekapazität. Eine Verringerung der Gatekapazität führt zu einer Verbesserung des
Hochgeschwindigkeitsbetriebs. Wenn ferner die Gatespannung hinreichend hoch in Vorwärtsrichtung liegt, so besteht die Möglichkeit,
daß Strom zwischen Source und Gate fließt. Betrachtet man diese Tatsache, so besitzt die Kanalzone vorzugsweise einen
größeren Querschnitt verglichen mit der Fläche der Gatezone, die der Sourcezone ausgesetzt ist. Bei dem statischen Induktionstransistor gibt es jedoch eine Potentialbarriere, die entlang
der Gategrenzschicht infolge des eingebauten Potentials der Gategrenzschicht aufgebaut ist, und die Ladungsträger von der Sourcezone
werden in der Kanalzone verdichtet. Auf diese Weise ist diese Begrenzung der Fläche der Gatezone bezüglich derjenigen des Kanals
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nicht so streng wie beim Bipolartransistor. Dieser Aspekt sollte jedoch in einem gewissen Umfang berücksichtig werden/ und zwar
insbesondere bei der umgekehrten Struktur. Bei einem Versuch überschreitet der Stromverstärkungsfaktor ß den Wert Eins dann,
wenn die Gatefläche oder -zone 100 mal breiter ist als diejenige der Kanalzone bei einem umgekehrten Gebilde. Dieses Verhältnis
kann als ein Schätzwert für den kritischen Wert benutzt werden.
Unter der Vorwärtsgatevorspannung wandern die von der Gatezone injiziertenMinoritätsträger, wenn vorhanden, durch das elektrische
Feld und erreichen die Sourcezone. Die Möglichkeit der Rekombination
in der Kanalzone mit einer niedrigen Störstellenkonzentration ist sehr gering. Wenn das eingebaute Potential der
Gategrenzschicht auf der Drainseite niedriger liegen soll als auf der Sourceseite, so kann die Störstellenkonzentration in
der Gatezone und/oder in der Kanalzone gradiert oder zugemessen werden.
Figuren 9A-9C zeigen Ausführungsbeispiele der Kanalstruktur
folgend auf die eingebettete Gatestruktur der Fig. 6. In Fig. 9A bedeckt die η -Type-Zone 12 den größten Teil der Oberflächen
der ρ -Type-Gatezone. Wegen des Vorhandenseins der Zonen mit hohem Widerstandswert sind sowohl die Kapazität zwischen
Source und Gate als auch die Kapazität zwischen Gate und Drain klein. In Fig. 9B ist die n~-Type-Zone 12 mit einem hohen Widerstandswert
auf eine Zwischenhöhe der ρ -Type-Gatezone 14 ausgebildet, und eine weitere Zone 15 mit relativ niedrigem Widerstandswert
wird darauf aufgewachsen. Auf diese Weise wird der Source-zu-Intrinsicgate-Widerstandswert klein, die maximale
Drainspannung kann hoch liegen und die Gate-zur-Drain-Kapazität kann reduziert werden. Die Zone 15 mit dem niedrigen Widerstandswert
(15) kann derart ausgebildet werden, daß sie die Gatezone nicht berührt, sondern demgegenüber durch eine dünne
n~-Type-Zone von hohem Widerstandswert getrennt ist. Anders ausgedrückt kann die η -Type-Sourcezone in den Kanal zwischen den
Gatezonen hineinragen, um den Serienwiderstandswert zu verringern. Eine ähnliche Anordnung kann auch auf der Drainseite getroffen
werden. Fig. 9C zeigt eine weitere Struktur, beider die Stromkanal-
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- ta -
zone 12 mit hohem Widerstandswert nur in einer begrenzten dünnen Zone, umgeben durch die Gatezonen 14, ausgebildet ist.
Die Zonen 15 und 16, welche die Kanalzone 12 und die Gatezone 14 sandwichartig umfassen, können den gleichen Widerstandswert
oder unterschiedliche Widerstandswerte besitzen. Durch Unterdrückung der Dicke der Kanalzone kann der gesamte Source-zu-Drain-"Ein
"-Widerstand (gemeint ist der Widerstandswert, wenn der Transistor eingeschaltet ist) sehr klein gemacht werden, während
der bei abgeschaltetem Transistor fließende Leckstrom sehr klein gemacht werden kann. Bei diesen Strukturen kann die Störstellenkonzentration
in jeder Zone derart vorgesehen sein, daß ein Gradient vorhanden ist. In einem Extremfall kann keine Begrenzung
der Regionen auftreten. Auch die Auswahl der Störstellenkonzentration kann in großem Umfang geändert werden, um dem
erstrebten Gebrauch zu entsprechen. Die Kanalzone mit einer niedrigen Störstellenkonzentration kann auch mit einer Intrinsiczone
ausgebildet sein.
Die Fig. 1OA und 1OB zeigen eine I L-Struktur bzw. ein Äquivalentschaltbild
davon. In Fig. 1OB dient ein Bipolar-Injektortransistor T~ als eine Konstantstromquelle und liefert einen
Strom an eine Eingangsklemme 24 (wenn auf einer niedrigen Spannung
befindlich) oder an das Gate eines statischen Induktionstransistors T1. Wenn der Treibertransistor der vorhergehenden
Stufe nämlich abgeschaltet wird, so werden die Träger in das Gate des statischen Induktionstransistors T1 injiziert und
heben das Gatepotential an. Sodann wird der Treibertransistor T1 dieser Stufe abgeschaltet und die Ausgangsklemme wird mit
einer niedrigen Spannung verbunden. Somit liefert eine Ausgangsklemme 23 eine invertierte Ausgangsgröße. In Fig. 1OA ist der
Injektor(oder Last)-Transistor T- durch einen lateralen Bipolartransistor
gebildet, der eine p+-Type-Emitterzone 18, eine η -Type-Basiszone
12' und eine p+-Type-Collectorzone 14 aufweist, und
der Treiber (oder Inverter)-Transistor T1 wird gebildet durch
einen umgedrehten statischen Induktionstransistor mit einer η -Type-Sourcezone 11, einer η -Type-Zone 12 und einer η -Type-Drainzone
13 und einer p+-Type-Gatezone 14. Die Gatezone 14,
die eine Zone gemeinsam mit der Drainzone des Bipolartransistors
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T9 ist, umgibt die Kanalzone 12, um die Stromkanalzone zu definieren.
Die Gatezone 14 ist tief in die n~-Type-Zone 12 hinein ausgebildet, um so den Source-Gate-Abstand zu reduzieren, da dieser
statische Induktionstransistor zur umgedrehten oder umgekehrten Bauart gehört. Elektroden 28, 24, 21, 23 und 24 werden auf den
Gatezonen 18 bzw. 14 bzw. 11 bzw. 13 bzw. 14 ausgebildet. Wenn eine positive Signalspannung an die Eingangsklemme 24 angelegt
wird, so wird der Strom (Löcher) zur Collectorzone 14 geleitet und darinnen gespeichert. Sodann steigt das Gatepotential
an, um den η-Kanal SIT T. einzuschalten. Es sei hier bemerkt, daß
dann, wenn das Gatepotential ansteigt, Löcher von der p+-Type-Gatezone
in die η -Type-Kanalzone injiziert werden können. Die positive Ladung in der Kanalzone 12 hilft mit bei der Einleitung
der Injektion von Elektronen von der Sourcezone 11. Auf diese Weise wird der Kanalwiderstand reduziert, um einen großen Drainstrom
mit einer kleinen Versorgungsspannung zu erzeugen. Da ferner
ein vorwärtsvorgespannter statischer Induktionstransistor das Vorhandensein eines Gatestroms gestattet, kann der SIT T-als
eine Stromsenke (Abfluß) arbeiten, um die Änderung der Größe des durch den Injektortransistor T9 injizierten Stroms zu reduzieren.
Auf diese Weise liefert diese I L-Struktur einen Hochgeschwindigkeitsbetrieb zusammen mit einer kleinen Gatekapazität.
Man erkennt ohne weiteres, daß eine große Ausfächerung dadurch
vorgesehen werden kann, daß man die Anzahl der Drainzonen vergrößert, wobei jede von einer gemeinsamen Gatezone umgeben ist.
Da der Injektortransistor zumeist als eine konstante Stromquelle dient, kann er mit irgendeiner Type eines Transistors ausgebildet
sein, und zwar beispielsweise mit den folgenden: Bipolartransistor, Sperrschicht-Feldeffekttransistor, Feldeffekttransistor mit isoliertem
Gate oder statischer Induktionstransistor.
Der SIT gemäß der Erfindung kann einen Betrieb mit hoher Geschwindigkeit
bei niedriger Verlustleistung durchführen, und zwar unter Verwendung einer Vorwärtsgatevorspannung und kann
selbst einen Teil einer konventionellen bipolaren Transistorschaltung ersetzen.
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Es seien nunmehr weitere Ausführungsbeispiele von SIT-IC's beschrieben,
die für Bipolar-IC's verwendet werden können. Es
ist klar, daß die Leitfähigkeitstypen der entsprechenden HaIbleiterelemente
dadurch umgekehrt werden können, daß man die Polarität der Versorgungsspannungen umkehrt. Ferner kann ein
Teil der in den Zeichnungen gezeigten SITs durch Bipolartransistoren ersetzt werden.
Fig. 11 zeigt eine emittergekoppelte Logik (ECL) oder Strommodelogik
(CML). In der Schaltung werden Eingangssignale an die Gates der Eingangs-SITs QA und QB angelegt, die mit einem Drainwiderstand
R1 und einem Sourcewiderstand R. verbunden sind. Ein
Bezuq ϊ- oder Referenz-SIT QR ist mit einem Drainwiderstand R2
und dem gemeinsamen Sourcewiderstand R. verbunden. Wenn ein Eingangssignal A und/oder B angelegt ist, so wird der Eingangs-SIT
QA und/oder QB eingeschaltet, und die gemeinsame Drainspannung verringert sich (NOR-Logik). Ferner wird der IR-Spannungsabfall
am Widerstand R, ansteigen, um den Bezugs-SIT QR auszuschalten,
um dessen Drainspannung anzuheben (ODER-Logik). Diese NOR- und ODER-Logiksignale werden in den Ausgangs-SITs QO1 und QO2 verstärkt
(Impedanztransformation), um Niederimpedanzausgänge zu erzeugen. Der Bezugs-SIT QR wird mit einer Konstantbezugsspannung
versorgt, die von einer Bezugsspannungsschaltung V _ CKT geliefert wird, in der ein Bipolartransistor mit einem Widerstand
verbunden ist, um eine Konstantspannung am Punkt R zu erzeugen.
Dioden D werden zur Temperaturkompensation verwendet. Ähnliche Bezugsspannungsschaltungen werden auch bei den folgenden
Ausführungsbeispielen benutzt.
Bei Hochgeschwindigkeits-Halbleiter-ICs wird die Betriebs- oder
Operationsgeschwindigkeit durch die begleitende Kapazität beeinflußt, die dem Laden und Entladen ausgesetzt ist. In der
Schaltung gemäß Fig. 11 sind sämtliche Drain-, Gate- und Source-Zonen der Eingangs- und Bezugs-SITs QA, QB und QR der Spannungsänderung ausgesetzt. Auf diese Weise ist die Arbeitsgeschwindigkeit
begrenzt. Zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit wird vorzugsweise die Anzahl der Spannungsänderungen ausgesetzten Zonen
reduziert.
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Fig. 12 zeigt eine Abwandlung, bei der die Drains der Input-SITs
QA und QB direkt mit der konstanten Versorgungsspannung V verbunden
sind und ein Zwischen-SIT QI verwendet wird. Die Eingangs-SITs QA und QB erzeugen ein ODER-Signal an ihren Sources und der
Zwischen-SIT QI invertiert dieses ODER-Signal in ein NOR-Signal. Die Ausgangs-SITs QO- und QO2 führen die Impedanztransformation
durch. Bei dieser Schaltung wird der Widerstand R1. als eine Last
für die Eingangs-SITs verwendet. Wenn Stabilität im Spannungsniveau am Eingang des Zwischen-SIT OI gewünscht wird, so kann der
Lastwiderstand R5 durch eine Parallelschaltung eines Widerstands
R und eines SIT Q2 ersetzt werden, vergleiche Fig. 13A, was
eine Konstantspannungscharakteristik, wie in Fig. 13B gezeigt,
ergibt.
Wenn ferner die Strominstabilität ein Problem wird, so kann ein Strombegrenzungs-Feldeffekttransistor in Serie mit den Eingangs-SITs
geschaltet werden.
Die Fig. 14 A und 14B zeigen Emitterfolgerlogik(EFL)-Schaltungen
eines 3-Eingangs-UND-Gatters. Drei p-Kanal-Eingangs-SITs sind
parallelgeschaltet und ein n-Kanal-Mehrfach-Drain-SIT ist in
einer Sourcefolgeanordnung damit verbunden. Die Last für die Eingangs-SITs kann ein Widerstand R.. (Fig. 14A) sein oder eine
Parallelverbindung eines Konstantspannungs-SIT Q^ und eines Widerstands
R11 (Fig. 14B). In der EFL-Schaltung sind die Eingangs-SITs
QA, QB und QC normalerweise im "Ein"-Zustand befindlich, so daß die Sourcespannung nur dann hoch wird, wenn sämtliche Eingänge
A, B und C sich auf einem hohen Niveau befinden und sämtliche Eingangs-SITs QA, QB und QC abgeschaltet sind. Der Sourcefolger-SIT
QO bildet eine verstärkte UND-Ausgangsgröße. Das Ersetzen eines Lastwiderstandes durch eine Parallelverbindung
aus einem SIT der Konstantspannungstype und einem Widerstand ist dann effektiv, wenn die Ausfächerung groß ist und wenn die Spannungsveränderung
infolge der Verteilung der entsprechenden Eingangstransistoren nicht vernachlässigbar ist. Fig. 15A zeigt
eine Nicht-Schwellenlogik (NTL)-Schaltung, bei der Eingangs-SITs QA und QB parallel miteinander geschaltet sind und in Serie mit
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einem Lastwiderstand R1 . Ein Kondensator C schließt die
Wechselstromkomponente an der Source der Eingangs-SITs mit Erde
kurz. Fig. 15B zeigt eine Abwandlung der Nicht-Schwellenlogikschaltung,
wobei der Lastwiderstand R1 in Fig. 15A durch eine
Parallelschaltung aus einem SIT Q. der Konstantspannungstype
und einem Widerstand R1 ? ersetzt ist. Ferner ist ein Widerstand
R* in Fig. 15A durch eine Parallelschaltung aus einem Konstantspannungstype-SIT
Q5 und einem Widerstand R _ ersetzt. In den
Fig. 15A und 15B wird das NOR-Signal an der gemeinsamen Drainzone der Eingangs-SITs QA bzw. QB vorgesehen.
Fig. 16 zeigt eine 3-Eingangs-NOR-Logikschaltung/ bei der drei
Eingangs-SITs QA, QB und QC parallel miteinander geschaltet sind und in Serie mit der Parallelschaltung aus einem Konstantspannungstype-SIT
Q. und einem Widerstand R1- liegen. Die Fig. T7
zeigt eine 3-Eingangs-Widerstandstransistorlogik (RTL)-Schaltung, welche ein NOR-Gate oder Gatter bildet, wobei drei Eingangssignale
A, B und C an die Eingangs-SITs QA, QB und QC durch Widerstände RA bzw. RB bzw. RC angelegt sind. Die RCL-Schaltung hat
denNachteil, daß die Arbeitsgeschwindigkeit durch die Eingangswiderstände reduziert wird.
Fig. 18 zeigt eine Diodentransistorlogik (DTL)-Schaltung, bei
der drei Eingangsgrößen A, B und C über normalerweise sich im "Ein"-Zustand befindliche Dioden DA, DB und DC angelegt werden,
um ein ÜND-Signal an der gemeinsamen Anode zu liefern.
Ein SIT QO wird zur Invertierung des UND-Signals verwendet und zur Lieferung eines verstärkten NAND-(nicht UND-)Signals.
Fig. 19 zeigt eine Transistor-Transistorlogik (TTL)-Schaltung, bei der drei Eingangsgrößen auf einen normalerweise sich im
Ein-Zustand befindlichen eingangsseitig dreifach ausgefächerten
SIT QI gegeben werden, um ein UND-Signal an der gemeinsamen Source vorzusehen. Das UND-Signal wird durch die SITs Q1 bis Q.
invertiert und verstärkt, um ein NAND-Signal zu liefern.
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28045Q0
Wie oben beschrieben, liefert der statische Induktionstransistor mit einem Stromkanal, der bei der Gatevorspannung Null übereingeschnürt
ist, einen hohen Geschwindigkeitsbetrieb und kann einen Bipolartransistor ersetzen, ohne daß eine drastische Änderung
in der Schaltungskonstruktion erforderlich ist. Ferner kann diese Substitution nur in einem Teil des Gesamtsystems erfolgen.
Bei einem Punch-Through-Bipolartransistor ist die Basiszone fast
oder vollständig abgeschnürt (pinched off; verarmt), so daß Träger durch die Basiszone stoßen können. Das Vorhandensein des
Punch-Through-Bipolartransistors ist zwar bekannt, aber wurde im einzelnen nicht untersucht.
Es sei nunmehr wiederum auf die Fig. 1A-1C eingegangen, wo die
Basiszone 2 beispielsweise mit einer dünnen p-Type-Zone von niedriger Störstellenkonzentration gebildet ist, während die Verarmungsschichten
von den Grenzschichten aus wachsen, welche mit der η -Type-Emitter- und Collector-Zone 1 und 3 gebildet werden,
um die effektive Basiszone des Flachpotentialteils zu reduzieren. Wo das Potentialprofil der Bandextrema einen Gradienten
zeigt, werden freie Ladungsträger aus dem unteren Energieteil herausfließen und keine freien Ladungsträger zurücklassen, so
daß nur die ionisierten Störstellenatome zurückbleiben. Wenn fast kein Flachbandteil (d.h. eine neutrale Zone) in der Basiszone
zurückbleibt, so ist die Basiszone abgeschnürt (pinched off) und dient als eine Potentialsperre für die sich von der Emitterzone
wegbewegenden Elektronen. Eine derartige verarmte Basiszone hat die Tendenz, den Charakter der Widerstandssteuerung
zu verlieren. In einem solchen verarmten Zustand kann die Höhe der Potentialbarriere grundsätzlich kapazitiv durch die Basis-
und Collectorspannungen gesteuert werden. Somit wird der Collector
strom bei einem Anstieg der Collectorspannung ansteigen. Der Punch-Through-Bipolartransistor ähnelt dem in dieser Beschreibung
beschriebenen statischen Induktionstransistor hinsichtlich dieses Aspektes des Vorhandenseins einer kapazitiv steuerbaren
Barrierenhöhe bei Basis- und Drainspannungen Null. Im Punch-Through-Bipolartransistor
kann die Barrierenhöhe in den meisten
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- as -
%% 2BÜ4SÜ0
Fällen oberhalb ungefähr 1/2 des verbotenen Spalts(Band) bei Basis*
und Collectorspannungen Null liegen, um einen breiteren Dynamikbereich
als beim statischen Induktlonstransletor zu liefern, wobei
aber die ionisierten Stärstelienatome in der Basiszone die
gleiche Polarität besitzen wie die von der Emitterzone zu inji= zierenden Träger. Auf diese Weise kann der Puneh-Through-Bipolar**
transistor ein Leistungsvermögen aufweisen, welches etwas schlechter ist als das des statischen Induktionstransistors,
kann aber als ein guter Ersatz für den statischen Induktionstransistor
verwendet werden. Da die Basiszone im wesentlichen abgeschnürt (pinched off; verarmt) ist, werden die Ladungsträger
zu einer Driftbewegung durch das darin aufgebaute elektrische Feld veranlaßt und die Speicherung von MinoritätstrMgern ist
sehr klein, um eine gute Hoehfrequenzleistung und höhen Ge=
schwindigkeitsbetrieb vorzusehen. Da ferner die Gatekapazität infolge der im wesentlichen abgeschnürten und dünnen Basiszone
sehr klein ist, wird der Leistungsverbrauch wr-^er vermindert
und die Operationsgeschwindigkeit wird erhöht. Diese Vorteile treten am deutlichsten zutage, wenn die Puneh=Through=Transistaren
in integrierten Schaltungen verwendet werden.
Ausführungsbeispiele von integrierten Sehaitungsstrukturen mit
dem oben beschriebenen Puneit-Through=Bipoiartransistor werden
im folgenden beschrieben.
Die Fig. 20 und 21 zeigen I L-Sehaltungsstrukturen einschließlich des Punch-Through-Bipolartransistors gemäß der Erfindung.
Bei der Struktur der umgedrehten statischen InduktionstransistO'-ren
der Vertikal-Bauart unterbricht eine dünne p^Type-Zone einen
n-Type-Kanal benachbart zur Drainzone (Fig. 20) und In der Mitte
dieses Kanals (Fig. 21).
Eine n~-Type~Zone 32 - vgl. die eben genannten Figuren - wird
auf einer n+~Type-Zone 31 ausgebildet. Ein lateraler Bipolartransistor wird durch die η -Type-Zone 32 und die p-Type-Zonen
34 und 36 gebildet. Die p-Type-Zone 36 dient als ein Emitter
dos Tnjektortransistors,und die p-Type-Zone 34 dient sowohl als
nin Collector dos Injektortransistors als auch als die Gate-
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zone des ursprünglich beabsichtigten Treiber-SIT. Eine dünne
p-Type-Schicht oder Lage 34* verbindet die p-Type-Zonen 34 und trennt die n-Type-Strombahn in den Source (Emitter)-Teil
und den Drain(Collector)-Teil.
Wenn eine Zone einer entgegengesetzten Leitfähigkeitstype in der Strombahn eines Unipolartransistors vorhanden ist, so sollte
der Transistor nicht mehr ein Unipolartransistor genannt werden, sondern Bipolartransistor. Dieser Bipolartransistor
der umgedrehten Bauart wird mit einer η -Type-Emitterzone 31,
einer η -Type-Zone 32, einer dünnen p-Type-Basiszone 34' und einer η -Type-Collectorzone 33 gebildet, und zwar mit oder
ohne einer dazwischenliegenden η -Type-Zone 35 zwischen der p-Type-Zone 34' und der η -Type-Collectorzone 33. Die dicke
ρ -Type-Zone 34, die an die dünne p-Type-Zone 34' anstößt, wird
als eine Gatezone bezeichnet. Elektroden 46, 44 und 43 sind auf den Zonen 36, 34 und 33 ausgebildet, um als Emitter- und Collector-Elektroden
des Injektortransistors zu dienen bzw. als die Collectorelektrode des Treibertransistors. Ein Isolierfilm
bedeckt die die Metallkontaktfläche bixdenden anderen Oberflächen.
Die Basiszone 34' ist dünn und besitzt eine niedrige Störstellenkonzentration,
so daß sie im wesentlichen abgeschnürt (pinched off) mit den Verarmungsschichten ist, welche durch
das eingebaute Potential alleine wachsen, welches zwischen den Emitter- und Basis-Zonen existiert, und zwischen den Basis- und
Collector-Zonen. In diesen Ausführungsbeispielen können die p-Type-Zonen 34' durch Rückverteilung der p-Type-Störstellen
aus der p-Type-Zone 34 gebildet werden. Sodann nimmt die Störstellenkonzentration
und die Dicke der p-Type-Zone 34 ab, wenn sie näher zur Mitte hin verläuft. Die Höhe der an den p-Type-Zonen
34' gebildeten Potentialbarriere ist die kleinste am Mittelteil infolge des grundsätzlichen Charakters der kapazitiven
Steuerung, und möglicherweise infolge einer zugemessen Störstellenkonzentration,
wie oben beschrieben. In dieser Hinsicht wird die gleiche Leistungsfähigkeit wie beim statischen Induktionstransistor in den Punch-Through-Bipolartransistoren dieser Aus-
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2BU4500
führungsbeispiele erwartet und es wurde gefunden, daß diese Verhältnisse auch existieren. Es ist somit erwiesen, daß der
Punch-Through-Bipolartransistor als ein Ersatz für den SIT herstellbar
ist.
Wenn die Basiszone eine extrem kleine Dicke besitzt und eine exzessiv niedrige Störstellenkonzentration, so werden die Energiepositionen
der Bandextrema in der Basiszone fast die gleichen wie diejenigen der Emitter- und Collectorzonen. In einem solchen
Fall ist praktisch keine Potentialbarriere vorhanden und der Transistor verliert die Steuerfähigkeit des Hauptstromes, der
durch eine Steuerspannung oder einen Steuerstrom gesteuert werden S"ll.
Daher wird der Ausdruck "im wesentlichen abgeschnürte Basiszone" als eine Basiszone definiert, die größtenteils verarmt ist,
aber ein Fermi-Niveau unterschiedlich von dem der Emitterzone besitzt, so daß die Basiszone eine Potentialbarriere für die
vom Emitter zum Collector fließenden Ladungsträger bildet, und daß die Höhe der Potentialbarriere grundsätzlich kapazitiv
durch die Gate- und Collector-Spannungen steuerbar ist. Die effektive Basiszone (neutrale Basiszone) ist außerordentlich
dünn und besitzt eine sehr kleine parasitäre Kapazität. Daher ist der Trägerspeichereffekt vernachlässigbar klein und eine
sehr hohe Betriebsgeschwindigkeit wird erzeugt. Die vom Emitter zum Collector fließenden Träger laufen über die durch die im
wesentlichen abgeschnürte Basiszone gebildete Potentialbarriere und werden zur Collectorseite injiziert und werden durch ein
durch die Collectorspannung aufgebautes elektrisches Feld zu einer Driftbewegung veranlaßt. Es scheint nahezu kein Effekt
der Speicherung von Minoritätsträgern aufzutreten. Wenn offensichtlich die Basisvorspannung eingestellt ist, um hinreichend
in Vorwärtsrichtung zu wirken, so können die Minoritätsträger von der Gatezone 34 in die Emitterzone 33 durch die Basiszone
34' injiziert werden. In ainem solchen Fall besitzt die Basiszone 34' die Eigenschaft einer üblichen Basiszone des Bipolartransistors.
Die Gatezone 34 kann dick ausgebildet sein und kann
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2BuAbUO
stark dotiert sein, so daß der Widerstand der Zone 34 vernachlässigbar
ist.
Man erkennt, daß bei diesen wie auch den folgenden Ausführungsbeispielen verschiedene Abwandlungen und Änderungen im Rahmen
der Erfindung möglich sind.
Fig. 22 zeigt ein gemessenes Beispiel der Strom/Spannungs-Kennlinien
eines Punch-Through-Bipolartransistors, der in den Ausführungsbeispielen
der Erfindung verwendbar ist. Es sei ins Auge gefaßt, daß die Basiszone noch nicht vollständig nur durch
das eingebaute Potential abgeschnürt ist, da die Zone C bipolarartige Kennlinien oder Eigenschaften zeigt. Wenn jedoch
die Basisvorspannung und/oder die Drainspannung mehr in Vorwärtsrichtung wirkt, so wird der Drainstrom ansteigen, um, wie in
Zone D gezeigt, nicht gesättigte Eigenschaften zu zeigen, was
anzeigt, dass die Basiszone abgeschnürt wird und die Barrierenhöhe als allmählich durch einen Anstieg in der Drainspannung
heruntergezogen wird. Eine Verminderung der Barrierenhöhe führt zu einer Erhöhung des Collectorstroms. Die Zone C kann gesteuert
werden, um entweder breit oder schmal (oder Null) zu sein, und zwar durch Steuerung des Ausmaßes der Abschnürung (pinch off)
der Basiszone. Wenn die Ladungsträger von der Emitterzone in die Basiszone diffundieren, so folgt der Collectorstrom einem
Exponentialgesetz in einer kleinen Drainspannungszone. Wenn der
Widerstand den Trägertransport beeinflußt, so kann eine Widerstandscharakteristik
auch auftreten. Wenn die Basiszone vollkommen nur durch das eingebaute Potential abgeschnürt ist, so
wird das Anlegen einer Collectorspannung unmittelbar die Potentialbarriere absenken, und die Knicke bei der niedrigen Collectorspannung
verschwinden größtenteils.
Wie man aus der obigen Feststellung ersieht, kann der Punch-Through-Bipolartransistor
in der gleichen Betriebsart verwendet werden wie der übliche Bipolartransistor. Der Collectorstrom
kann durch die Vorwnrtsbasisvorspannung und auch durch die
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-■-:,-Γ.ίΜ. INSPECTED
Collectorspannung gesteuert werden.
Die Dicke der Barrierenlage oder -schicht sollte bestimmt werden durch die Betrachtung des gewünschten Ausgangsstroms. Wenn
ein großer Laststrom gefordert ist, beispielsweise zum Betreiben eines TTL-Gatters, so sollte die Barrierenlage hinreichend
dünn und an einer Stelle hinreichend nahe der Emitterzone ausgebildet sein.
Ähnlich den vorangegangenen Ausführungsbeispielen können verschiedene
integrierte Schaltungen mit dem oben erwähnten Punch-Throuch-Transistor gebildet werden.
Fig. 23 zeigt ein Schaltbild der I L-Schaltungsstrukturen der
Fig. 20 und 21 mit dem Punch-Through-Treibertransistor T1 und
einem lateralen Bipolarinjektor-Transistor T-. Die Struktur der integrierten Halbleitervorrichtung kann geändert oder modifiziert
werden gemäß dem Fachwissen und der vorstehenden Beschreibung. Der Injektortransistor T9 kann durch einen üblichen
Feldeffekttransistor, einen statischen Induktionstransistor
oder einen Punch-Through-Transistor ersetzt werden. Es ist ebenfalls möglich, den Injektortransistor T2 durch den Punch-Through-Transistor
zu bilden, und den Treibertransistor T1 durch einen statischen Induktionstransistor.
Sämtliche Typen von Logikschaltungen können durch entsprechen-
2 de Kombination einer Vielzahl dieser I L-Schaltungseinheit
gebildet werden. Fig. 24 zeigt eine NOR-ODER-Schaltung mit
2
drei I L-Einheiten. Zwei Eingangsgrößen sind jeweils an zwei
2
I L-Einheiten angelegt. Ein Paar von Ausgangsgrößen der zwei
Eingangs-I L-Einheiten sind kombiniert zur Lieferung einer NOR-Ausgangsgröße,
wohingegen ein anderes Paar ähnlicher Ausgangs-
2 2
großen der zwei I L-Einheiten an eine Ausgangs-I L-Einheit
geliefert werden, um ein invertiertes NOR-Signal zu erzeugen, d.h. ein ODER-Signal, und zwar an der Drain des Ausgangstreibertransistors
TO1 .
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28Ü4500
Fig. 25 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Punch-Through-Transistors
mit einer im wesentlichen abgeschnürten Basiszone, die ihrerseits eine dünne Potentialbarrierenlage für die Träger
in der Emitterzone bildet. Auf einem p-Type-Substrat ist eine
η -Type-Zone 55 und ebenfalls eine n-Type-Zone 54 ausgebildet, die beide als eine Collectorzone dienen. Eine p-Type-Basiszone
52 ist durch eine ρ -Type-Elektrodenherausführzone 53 umgeben.
Eine η -Type-Emitterzone 51 wird in der p-Type-Basiszone 52 gebildet. Eine n+-Type-Zone 55' zur Herausführung der Collectorelektrode
ist von der Oberfläche aus zur n+-Type-Collectorzone 55 gebildet. Eine Emitterelektrode ist mit einer dotierten
polykristallinen Siliciumzone 51' gebildet und ein Metallfilm
58 ist darauf ausgebildet. Eine Basiselektrode 59 und eine Collectorelektrode 60 sind aus Metallfilmen gebildet. Der Transistor
ist vom Substrat isoliert, und zwar durch herausgeschnittene Nuten in der Seitenbahn und auch durch die pn-Grenzschicht.
Die Oberflächen des Halbleiterkörpers,mit Ausnahme der Elektrodenkontaktflache,sind
mit einem Passivierungsfilm 56 bedeckt, beispielsweise gebildet mit Siliciumoxid, Siliciumnitrid,
Aluminiumoxid oder Kombinationen daraus. Die weggeschnittenen oder ausgenommenen Nuten sind mit einem Isoliermaterial gefüllt,
beispielsweise mit einem einen hohen Widerstandswert aufweisenden polykristallinen Silicium oder einem Isolierharz
wie beispielsweise Polyimid. Die Störstellenkonzentration der
+ 18
η -Type-Emitterzone 51 liegt in der Größenordnung von 10 bis
21 -3
10 cm , diejenige der p-Type-Basiszone 52 liegt in der Grös-
12 16 ~3
senordnung von 10 bis 10 cm , diejenige der η-Type -Collectorzone
liegt in der Größenordnung von 10 bis 10 cm , diejenige der Basiselektroden-Herausführ-p -Type-Zone 53 liegt
in der Größenordnung von 10 bis 10 cm und diejenige der η -Type-Collectorzone 55 liegt in der Größenordnung von 10
bis 10 cm . Die Dicke und die Störstellenkonzentration der p-Type-Basiszone 52 ist derart gewählt, daß die Basiszone 52
im wesentlichen durch die eingebauten Potentiale auf beiden Seiten abgeschnürt werden kann.
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Verschiedene Abwandlungen und Änderungen sind bei diesen Beispielen
möglich. Beispielsweise können die isolierenden ausgenommenen Nuten irgendeine Querschnittsform besitzen. Ein pnp-Transistor
kann einfach dadurch gebildet werden, daß man die Leitfähigkeitstypen umkehrt. Die einzig erforderliche Konstruktionsbedingung besteht darinnen, daß die Basiszone im wesentlichen abgeschnürt
sein muß und daß sie eine dünne Potentialbarrierenschicht im Strompfad in der Hauptbetriebszone des Transistors
zurückläßt.
Der Punch-Through-Transistor mit diesemMerkmal hat die Vorteile, daß der Minoritätsträgerspeichereffekt auf sehr kleine Werte reduziert
werden kann, und daß die Basiskapazität (sowohl die Emit- ■ ter-Basis- als auch die Basis-Collector-Kapazitäten) stark reduziert
werden können. Diese Vorteile liefern eine sehr hohe Betriebsgeschwindigkeit, und sie treten ferner deutlich bei Verwendung
in integrierten Schaltungen zutage. Alle bislang existierenden bipolaren integrierten Schaltungsverfahren, wie beispielsweise
ECL, EFL, NTL, DTL, RTL7 TTL, statische RAM, dynamische RAM
und ROM, können direkt angewandt werden, um die oben beschriebenen Punch-Through-Transistoren zu benutzen. Eine ins einzelne
gehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele typischer Bauarten integrierter Halbleiterschaltungen wird im folgenden gegeben.
Fig. 26 zeigt eine emittergekoppelte Logik (ECL)-Schaltung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Zwei Eingangsgrößen
A und B werden an die Bipolartransistoren QA und QB der Punch-Through-Type angelegt, und die NOR-Logik und ODER-Logikausgangsgrößen
werden durch Bipolartransistoren QO1 und QO2 der Punch-Through-Type
geliefert. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Bipolartransistoren,mit Ausnahme des in der Bezugsspannungsschaltung
verwendeten Bipolartransistors, Bipolartransistoren der Punch-Through-Bauart, obwohl einige durch die üblichen Bipolartransistoren
ersetzt werden können.
Fig. 27 zeigt eine weitere emittergekoppelte Logik (ECL)-Schaltung
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Collectoren
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der Eingangstransistoren QA und QB sind direkt mit der Versorgungsspannungsleitung
V verbunden und daher wird die Spannungsände-
cc
rung dieser Collectorzonen eliminiert und der Einfluß der diese Zonen begleitenden Kapazitäten wird ebenfalls eliminiert, wodurch
man einen verbesserten Hochgeschwindigkeits-Betrieb der Schaltung, verglichen mit der Vorrichtung gemäß Fig. 26, erreicht.
Fig. 28 zeigt eine Emitterfolgerlogik (EFL)-Schaltung gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Drei Eingangsgrößen A, B und C werden durch Bipolartransistoren QA bzw. QB bzw. QC angelegt
und logische ÜND-Ausgangsgrößen werden über einen Mehrfachsourceausgangs-Bipolartransistor
QO abgegeben. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden Bipolartransistoren sowohl der pnp- als auch
der npn-Typen gemischt verwendet, um ein 3-Eingangs-UND-Gatter zu bilden. Dieses Ausführungsbeispiel besteht aus einer ziemlich
kleinen Anzahl von Halbleiterelementen und einer großen Anzahl von Elektroden, die mit Konstantspannungsversorgungen verbunden
sind. Daher ist die Verlustleistung klein und es ergibt sich ein verbesserter Hochgeschwindigkeitsbetrieb. Ferner kann die Integrationsdichte
stärkt verbessert werden. Der Widerstand R1 kann
effektiv durch eine Parallelschaltung aus einem Widerstand und einer Konstantspannungsvorrichtung ersetzt werden, wie beispielsweise
den zuvor beschriebenen statischen Induktionstransistor.
Fig. 29 zeigt eine Nicht-Schwellenlogik {NTL)-Schaltung gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei zwei Eingangsgrößen A und B an Eingangstransistoren QA und QB der Punch-Through-Type
angelegt werden, um eine NOR-Logikausgangsgröße zu erzeugen. Da ferner die Minoritätsträgerspeicherung in der Basiszone vernachlässigbar
klein ist, kann auf den Kondensator C verzichtet werden. Ferner können, wie oben erwähnt, die Widerstände R1 und
R. effektiv durch Konstantspannungsschaltungen, wie in Fig. 15B
gezeigt, ersetzt werden.
Fig. 30 zeigt ein statisches RAM, aufgebaut aus Punch-Through-Bipolartransistoren
gemäß dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel. Die Transistoren T11 und T-. „ sind mit Adressenleitungen und Lese-
und Schreibleitungen über die Emitter verbunden.
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- 3S -
Der Bipolartransistor mit einer im wesentlichen eingeschnürten Basiszone kann einerseits als ein Ersatz eines üblichen Bipolartransistors
verwendet werden und andererseits als ein Ersatz für einen statischen Induktionstransistor der Vorwärtsgatevorspannungs-Bauart.
Auf diese Weise können sämtliche diese Transistoren verwendenden Schaltungen mit derartigen Bipolartransistoren
gebildet werden, wodurch man die Vorteile beider Typen beibehält.
Die Fig. 31A und 31B zeigen ein I L-Inverterschaltbild und
einen schematischen Querschnitt einer integrierten Halbleiterstruktur, die diese Schaltung gemäß der Erfindung verkörpert.
Ein Metalloxidhalbleiter-Feldeffekttransistor (MOS-FET) wird als ein Injektortransistor T„ verwendet, und ein Bipolartransistor
der Punch-Through-Type wird als ein Treibertransistor T1 benutzt.
Die Anzahl der Ausgangsklemmen kann praktisch willkürlich vergrößert werden. Der Injektortransistor T2 ist nicht auf
einen Enhancement- oder Anreicherungs-Betriebsart-FET beschränkt, sondern kann auch ein Depressionsmode-FET oder ein Bipolartransistor
sein. In Fig. 31B ist der Injektortransistor T2 mit einer P Typesourcezone
66 ausgebildet, einer η -^'pe-Zone 62, einer
ρ -Type-Drainzone und einer gemeinsamen Gatedrainelektrode 68, wohingegen ein Treibertransistor mit einer n-Type-Emitterzone
61 ausgebildet ist, einer n~-Type-Emitterzone, einer dünnen
p-Type-Basiszone 63, einer p+-Type-Gatezone 64, einer n~-Type-Collectorzone
65', einer η -Type-Collectorzone 65 und schließlich
einer Collectorelektrode 67. Die Basiszone 63 kann dicht und benachbart zur Emitterzone 61 ausgebildet sein, um einen
großen Ausgangsstrom vorzusehen. In einem solchen Fall kann die P -Type-Gatezone 64 eingedrückt sein, um die Emitterbasiskapazität
abzusenken.
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2 Fig. 32A und 32B zeigen eine weitere I L-Inverterschaltung und
einen schematischen Querschnitt einer integrierten Halbleiterschaltung, welche diese Schaltung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung verkörpert, wobei ein MOS-SIT als Injektortransistor
T2 verwendet wird und ein Bipolartransistor der
Punch-Through-Type als Treibertransistor T1 Verwendung findet.
Die Struktur der Fig. 32B ist fast gleich der der Fig. 31B. In Fig. 32B bezeichnet das Bezugszeichen 69 die Kanalzone versehen
mit einem Metalloxidhalbleitergate. Wie oben beschrieben, liefern verschiedene Kombinationen der I L-Schaltungen verschiedene Typen
von Logikschaltungen, die hohe Schaltgeschwindigkeits-Operationen bei niedriger Verlustleistung liefern.
Die Fig. 33A und 33B zeigen ein dynamisches RAM-Zellenschaltungsdiagramm
unter Verwendung eines Bipolartransistors der Punch-Through-Type gemäß der Erfindung und einen schematischen Querschnitt
einer integrierten Halbleiterschaltungsstruktur, welche
diese Schaltung erfindungsgemäß verkörpert. Wortleitungen oder Adressenleitungen sind bei 71 und 72 dargestellt und eine Bit-Leitung
oder Datenleitung ist mit 73 bezeichnet. Ein lateraler pnp-Type-Transistor T1,- weist eine ρ -Type-Zone 71, eine η -Type-.Zone
75 und eine p-Type-Zone 74 auf, die Emitter bzw. Basis bzw. Collector bilden. Ferner wird ein npn-Transistor T16 gebildet
durch eine Emitterzone 72, eine Basiszone 74 und eine Collectorzone 73. Die ρ -Type-Zone 71 und die η -Type-Zone 72 bilden die
Wortleitungen oder Adressenleitungen. Die n+-Type-Zone 73 repräsentiert
die Bit-Leitung oder Datenleitung. Die elektrische Ladung wird in einem Kondensator gespeichert, der zwischen der
Basis und dem Collector des Transistors T16 gebildet ist. Diese
Struktur kann zur Bildung einer Matrix einer gewünschten Anzahl von Einheiten verwendet werden, um so einen dynamischen RAM-Speicher
zu bilden. Die p-Type-Zone 74 zwischen der η -Type-Zone 72 und der η -Type-Zone 73 befindet sich im Zustand des Fast-Abgeschnürtwerdens
bei der Gatevorspannung Null. Es ist offensichtlich, daß das Paar aus η -Type-Zone 72 und p-Type-Zone 74 und auch
das Paar aus η -Type-Zone 72 und p-Type-Zone 74 nicht notwendiger-
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kl
weise angrenzend aneinander angeordnet sein muß.
Fig. 34A und 34B zeigen eine dynamische RAM-Zellenschaltung und einen entsprechenden Querschnitt einer integrierten Halbleiterstruktur
gemäß der Erfindung. Eine dynamische RAM-Zelle kann aufgebaut sein aus einem Bipolartransistor, der eine vollkommen
abgeschnürte (pinch off) Basiszone besitzt. Wenn die Basiszone vollständig abgeschnürt ist, so kann die "Ein/Aus"-Steuerung des
Transistors erreicht werden durch die Veränderung der Höhe der Potentialbarriere, ohne die Notwendigkeit,einen elektrischen
Strom durch die Basiszone fließen zu lassen, wie dies bei üblichen Bipolartransistoren zu bemerken ist. Das Bezugszeichen 81
bezeichnet einen Bipolartransistor der Punch-Through-Type und Bezugszeichen 82 in Fig. 34A repräsentiert einen Kondensator,
der mit der p-Type-Zone 86, der ρ -Type-Zone 87 und der η -Type-Zone 85, gezeigt in Fig. 34B, gebildet ist. Die Wortleitung oder
Adressenleitung ist mit 63 bezeichnet, und die Bit-Leitung oder Datenleitung wird mit 64 bezeichnet. Die Basiszone des Bipolartransistors
61 ist vollständig abgeschnürt, und die Potentialbarriere wird durch die Basisspannung gesteuert, d.h. das Wortleitungssignal,
um die Ein/Aus-Steuerung des Transistors zu erreichen, und somit die Lese- und Schreiboperationen der Speicherzelle
zu erhalten.
Ferner kann die obige Struktur angewandt werden auch bei einer 3-Transistor-dynamischen-RAM-Zellen-Struktur, einer 4-Transistordynamischen-RAM-Zellenstruktur
und einer 6-Transistor-statischen-RAM-Zellenstruktur (vgl. japanische Patentanmeldung 52-4633 entsprechend
DT-OS 28 o1 o85.7 ). Es ist möglich, ein ROM zu bilden, bei dem Daten während des Maskenmusterverfahrens in einen
Isolierfilm eingeschrieben werden. Es ist auch möglich, ein Schieberegister durch die Zellen dieses Ausführungsbrispiels zu bilden
(vgl. die japanische Patentanmeldung 52-4633). Die in den Figuren 33A, 33B, 34A und 34B gezeigten Speicherzellen ermöglichen Lese-
und Schreibvorgänge mit hoher Geschwindigkeit bei geringer Verlustleistung.
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28ü4bÜQ
Fig. 35 zeigt eine Konstantspannungsvorrichtung als Planarstruktur
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der als eine Konstantspannungsvorrichtung dienende Bipolartransistor ist
durch eine Basisspannung steuerbar. Diese Konstantspannungsvorrichtung ist ähnlich dem Konstantspannungs-SIT, bei dem Stromänderung
praktisch keine Änderung der Ausgangsspannung hervorrufen kann (vgl. die japanische Patentanmeldung, eingereicht am 7. Feb.
1977 mit dem Titel "Integrierte Halbleitervorrichtung".) Bei der dargestellten Vorrichtung wird der Emitter in der Nachbarschaft
des Collectors ausgebildet und somit ist der Serienwiderstand und der Collectorwiderstand klein. Dadurch kann die Collectorspannung
leicht die Potentialbarriere steuern, und somit kann eine Konstantspannungsvorrichtung gebildet werden.
Die p-Type-Zone 90 wird zwischen Emitterzone 84 und Collectorzone 85 ausgebildet und ist vollständig abgeschnürt, wodurch
die Potentialbarriere reduziert wird unmittelbar nach Anlegen einer Collectorspannung. Die Größe des Stromflusses kann auch
durch die Länge der Zone 90 gesteuert werden, die sich in der Richtung senkrecht zur Oberfläche der Zeichenebene erstreckt.
Empfohlene StörStellenkonzentrationen sind die folgenden: Ungefähr
10 bis 10 cm"3 in den n+-Type-Zonen 84, 85 und 95;
ungefähr 10 bis 10 cm in der ρ -Type-Zone 83; ungefähr
13 17-3 13
10 bis 10 cm in der n-Type-Zone 91 und ungefähr 10
17 -3
bis 10 cm in der p-Type-Zone 90. Offensichtlich können diese
Werte auch entsprechend der beabsichtigten Verwendung und entsprechend des verfügbaren Herstellungsverfahrens variiert werden.
Fig. 36 zeigt ein weiteres Gebilde einer Konstantspannungsvorrichtung
mit Lateralstruktur gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Beschreibung hinsichtlich Fig. 35 gilt auch
für dieses Ausführungsbeispiel. In diesem Fall ist die Störstellenkonzentration
einer η -Type-Zone 91 ungefähr 10 bis 10 cm , Die Dicke der p-Type-Zone 90 kann dünn ausgebildet werden, und
zwar für den Zweck des Vorsehens einer guten Charakteristik der Konstantspannungsvorrichtung.
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Fig. 37 zeigt die Kennlinien des Collectorstroms (in Mikroampere) , abhängig von der Collectorspannung (V), wobei ein
Leistungsbeispiel der erfindungsgemäßen Konstantspannungsvorrichtung
dargestellt ist. Die Kennlinien sind in großem Umfang veränderbar, und zwar entsprechend der Wahl der Breite (Dicke),
der Störstellenkonzentration und der Fläche der Basiszone. Beispielsweise kann ein hoher Wert der Konstantspannung bei V =
BE
durch Verschmälerung der Basiszone erreicht werden. Wenn ein
derartiger Konstantspannungs-Bipolartransistor als ein Injektortransistor
verwendet wird, so kann der Spannungspegel genau gesteuert
werden, und zwar ohne beeinflußt zu werden durch die Anzahl der mit dem Eingangsgate (d.h. der Anzahl der Eingangsfäcberung)
verbundenen Transistoren. Daher können die obigen Konstantspannungstransxstoren vorteilhafterweise in logischen
Gatter-Gebilden Verwendung finden, wie sie zuvor in Verbindung mit dem statischen Induktionstransistor IC beschrieben wurden.
Fig. 38 zeigt eine NOR-Gateschaltung mit drei Eingängen gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Versorgungspannung wird durch eine Parallelschaltung aus einem Bipolartransistor
T., o und einem Widerstand R__ angelegt. Der Ausgangs-
1 ο JU
spannungspegel wird kaum durch die Anzahl der Eingänge beeinflußt.
Dies bedeutet, daß der NOR-Logikausgangsspannungspegel im Falle
des Ankommens von einem "1"-Eingangssignal sich nicht von dem Pegel unterscheidet, der im Falle des Ankommens von drei "1"-Eingangssignalen
auftritt.
Fig. 39 zeigt den Teil einer allgemeinen Logikschaltung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Drei Eingangsgrößen A,
B und C werden an die drei Eingangstransistoren QA bzw. QB bzw. QC angelegt, um ein NOR-Signal an der gemeinsamen Drain zu erzeugen.
Dieses NOR-Signal wird direkt an die darauffolgende Stufe einerseits geliefert und andererseits durch einen Invertertransistor QO in
ein ODER-Signal umgewandelt. Die Verwendung dieses ODER- Signals kann beliebig bestimmt werden.
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28Ü45QQ
Obwohl die obige Beschreibung auf verschiedene Ausführungsbeispiele
Bezug nahm, so ist die Erfindung doch nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise kann die dünne
Basiszone des Punch-Through-Bipolartransistors direkt mit einer Metallelektrode (beispielsweise Schottkey-Elektrode) verbunden
werden oder aber mit einer Metallelektrode durch einen Isolierfilm (MIS-Elektrode). Die Transistoren sowohl der SIT-Type als
auch der Punch-Through-Type gemäß der Erfindung können beide einen Hochgeschwindigkeitsbetrieb liefern, während sie als ein
Ersatz eines Bipolartransistors dienen, und zwar selbst nur in einem Teil eines Gesamtsystems. Das übliche Schaltungsverfahren
von Bipolartransistoren kann direkt benutzt werden, um integrierte Schaltungen mit höherer Geschwindigkeit zu erzeugen,
welche die erfindungsgemäßen Transistoren benutzen. Ferner
kann das erfindungsgemäß verwendete Halbleitermaterial ausgewählt werden aus den folgenden: Silicium, Germanium, Verbindungen
der III-V Gruppen des Periodensystems und anderer Halblei termaterialen. Beispielsweise sind Galliumarsenid und andere
Weitbandspalt-Halbleiter geeignet zur Erzeugung einer höheren Barrierenhöhe, d.h. zur Erzeugung eines breiteren Dynamikbereichs.
Ferner können die erfindungsgemäßen Transistoren und ICs hergestellt
werden unter Verwendung üblicher Herstellungsverfahren. Beispielsweise können vorteilhafterweise Ionenimplantationsverfahren
benutzt werden.
Zusammenfassend sieht die Erfindung somit eine neue Art eines
Feldeffekttransistors vor, der eine nicht gesättigte Kennlinie besitzt, d.h. es wird ein statischer Induktionstransistor
(SIT) vorgeschlagen, der derart modifiziert ist, daß er als ein Ersatz für irgendeinen konventionellen Bipolartransistor in
einer gegebenen Schaltung dienen kann. Der Gate-zu-Gate-Abstand und die Storstellenkonzentration der Kanalzone eines SIT sind
dabei erfindungsgemäße derart ausgewählt, daß der Kanal durch die Verarmungslage bei einer vorbestimmten Gatevorspannung in
Durchlaßrichtung abgeschnürt ist. Wenn die angelegte Vorwärtsgatevorspannung unterhalb eines gewissen Niveaus liegt, so
steigt der Drainstrom grundsätzlich exponentiell an mit einer
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Erhöhung der Drainspannung über eine Schwellenspannung hinaus, wohingegen dann, wenn die angelegte Gatevorspannung sich oberhalb
des bestimmten Wertes befindet, der Drainstrom schnell ansteigt mit einem schnellen Anstieg der Drainspannung.
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