[go: up one dir, main page]

DE2804270A1 - Artilleriegeschoss mit bodensogreduzierung - Google Patents

Artilleriegeschoss mit bodensogreduzierung

Info

Publication number
DE2804270A1
DE2804270A1 DE19782804270 DE2804270A DE2804270A1 DE 2804270 A1 DE2804270 A1 DE 2804270A1 DE 19782804270 DE19782804270 DE 19782804270 DE 2804270 A DE2804270 A DE 2804270A DE 2804270 A1 DE2804270 A1 DE 2804270A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
projectile
propellant charge
area
projectile according
outlet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19782804270
Other languages
English (en)
Other versions
DE2804270C2 (de
Inventor
Nils-Eric Gunners
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gunners Nils-Eric Vaesterhanige Se Hellgren Ru
Original Assignee
GUNNERS NILS ERIC
HELLGREN RUNE VALENTIN
LIJEGREN TORSTEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=25773744&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE2804270(A1) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Priority to US05/816,184 priority Critical patent/US4213393A/en
Application filed by GUNNERS NILS ERIC, HELLGREN RUNE VALENTIN, LIJEGREN TORSTEN filed Critical GUNNERS NILS ERIC
Priority to DE2804270A priority patent/DE2804270C2/de
Priority to TR2070579A priority patent/TR20705A/xx
Publication of DE2804270A1 publication Critical patent/DE2804270A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2804270C2 publication Critical patent/DE2804270C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/32Range-reducing or range-increasing arrangements; Fall-retarding means
    • F42B10/38Range-increasing arrangements
    • F42B10/40Range-increasing arrangements with combustion of a slow-burning charge, e.g. fumers, base-bleed projectiles

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
A. GRÜNECKER
QP1--ING.
H. KINKELDEY
W. STOCKMAlR
OR-ING. ■ AeE (CALTSM
K. SCHUMANN
Oft RER. NAT. ■ DIPU-PKYa
P. H. JAKOB G. BEZOLD
ER. RERNAT.· OIH-CHEM.
8 MÜNCHEN
MAXIMILIANSTRASSE
P 12 401
1. Fet>. 1978
Nils-Erik Gunners
Furudalsvägen 10, S-137 00 VÄSTEEHANUTGE
Rune Valentin Hellgreen
Södermannagatan 18, S-116 23 STOCKHOLM
Torsten Liljegren
Sandavägsn 28, S-140 32 GRÜDINGE
Artilleriegeschoß mit Bodensogreduzierung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Artilleriegeschoß
mit einer Einrichtung zur Verringerung des Bodensogs
und damit zur Steigerung der Reichweite bei verringerter Streuung.
Um die Reichvreite von Artilleriegeschossen zu vergrößern, wurde bereits vorgeschlagen, im hinteren Teil des Geschosses einen Raketenantrieb anzuordnen. Derartige Geschosse
telefon (oea> aaases
TSLSX O5-2S38O
TELEKOPiERER
sind unter der Bezeichnung EAP- (Hocket Assisted Projectiles)-Geschosse bekannt. Der Raketenantrieb hat jedoch verschiedene Kachteile, da selbst geringfügige Änderungen des Zündzeitpunkts und des Raketenschubs beträchtliche Änderungen der Reichweite verursachen können. Der genaue Zündzeitpunkt und damit die Flugbahn des Geschosses sind äußerst schwer bestimmbar. Daher schlagen RAP-Geschosse, selbst wenn sie anscheinend vollkommen gleich sind und von der gleichen Stelle abgeschossen werden, in einem ziemlich ausgebreiteten Zielgebiet auf.
Zur Beseitigung der Artilleriegeschossen mit Raketen-Hilfsantrieb anhaftenden Mängel wurde als Alternative vorgeschlagen, den Bodensog von Geschossen zu verringern. Bei einem Artilleriegeschoß bildet sich im Fluge unmittelbar hinter dem Geschoß eine Unterdruclczone aus, welche auf das Geschoß eine als Bodensog bezeichnete Kraft ausübt und die Geschwindigkeit des Geschosses verringert. Die Bodensogreduzierung stellt eine vollständig andere Lösung für dieses Problem dar, da hierbei kein zusätzlicher Raketenschub zur Anwendung kommt.
Der Bodensog trägt einen beträchtlich großen Anteil zum Gesamtwiderstand des Geschosses bei und ergibt sich daraus, daß der Luftdruck am Boden des Geschosses aufgrund des Abreißens der Strömung niedriger ist als der umgebende Luftdruck. Durch Injizieren eines Massenstroms aus dem hinteren Ende des Geschosses in die Bodenströmung läßt sich der Bodendruck erhöhen und damit der Bodensog verringern. Wird der Ausstoß des Massenstroms mit der Freisetzung von Wärme, beispielsweise durch Verbrennung, kombiniert, so läßt sich der Bodendruck nocht weiter erhöhen.
Der vorstehend beschriebene, durch den Massenstrom und die Freisetzung von Wärme erzielte Effekt unterscheidet sich vom Raketenantrieb hauptsächlich dadurch, daß die durch den Massenstrom ausgeübten Reaktionskräfte im Vergleich zu der durch den erhöhten Bodendruck erzielten Verringerung des Widerstands sehr klein sind. Um jedoch den Effekt der Bodensogreduzierung in einem möglicht großen Maße ausnützen zu können, ist der am Geschoßboden austretende Massenstrom über einen möglichst großen Teil der Flugzeit aufrechtzuerhalten.
Es ist bekannt, kleinkalibrige Geschosse von ca. 30 mm und weniger mit Leucht- oder Rauchspursätζen zu versehen, welche bei derartigen Geschossen eine gewisse Verringerung des Bodensogs bewirken können. Siehe beispielsweise US-PS 3 086 009· Derartige Spursätze brennen jedoch sehr schnell, gewöhnlich innerhalb weniger Sekunden ab, sind also für eine Verringerung des Bodensogs über eine längere Zeitspanne nicht verwendbar. Die verwendeten Brennsätze bestehen gewöhnlich aus einem steifen, nur wenig elastischen Treibstoff mit einem relativ hohen Metallgehalt von beispielsweise ca. 35%> so daß ihre Verbrennungsgase einen großen Anteil an festen Verbrennungsrückständen enthalten, welche nicht zur Verringerung des Bodensogs beitragen. Außerdem eignen sich diese Brennsätze zumeist nur für Geschosse von kleinem Kaliber von etwa 30 mm und weniger und geringer Reichweite von etwa 4000 m oder gar nur 300 bis 400 ra, obgleich ihre Verwendung in Geschossen größeren Kalibers auch schon vorgeschlagen wurde.
Die im Hinblick auf den Bodensog eines Raketenantriebs auftretenden Schwierigkeiten sowie Einrichtungen zur Verringerung des Bodensogs sind in der US-PS 3 885 385 beschrieben.
909831/0498
Die Erzeugung des notwendigen Basis-Massenstroms bringt im Falle eines sich schnell bewegenden Geschosses gewisse praktische Schwierigkeiten mit sich, da die ausgestoßene Masse von einem innerhalb des Geschosses angeordneten System geliefert v/erden muß. Insgesamt läßt sich daher feststellen, daß für das Problem, die Wirkung des Bodensogs auf ein Artilleriegeschoß zu verringern, bisher noch keine befriedigende Lösung gefunden wurde.
Ein Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Artilleriegeschosses mit einer Einrichtung zum Verringern des Bodensogs, welche die Erzielung einer optimalen Reichweite und eine Verringerung der Streuung ermöglicht. Zur Erreichung dieses Ziels schafft die Erfindung ein insbesondere in seinem hinteren Teil neuartig gestaltetes Geschoß in Kombination mit einem besonders geeigneten Brennstoff- und Zündladungsanordnung.
Gemäß der Erfindung hat ein aus einem Rohr verschießbares Artilleriegeschoß mit Bodensogreduzierung einen Geschoßkörper mit einem Bodenteil, welches einen verengten Gasausläß und eine mit diesem strömungsverbundene, durch Wandungen innerhalb des Geschoßkörpers begrenzte Brennkammer aufweist. Die Brennkammer und der verengte Auslaß bilden zusammen mit einem in der Brennkammer angeordneten, eine brennstoffreiche Zusammensetzung aufweisenden Brennsatz, welcher· eine beim Austritt des Geschosses aus der Rohrmündung zündbare Abbrandflache aufweist, eine Einrichtung zum Verringern des Bodensogs durch den Ausstoß eines gasförmigen Massenstroms und Freisetzung von Wärme in die bzw. in der Bodenströmung zur Erhöhung des Bodendrucks im nahen Bodenbereich und Verringerung des Bodensogs ohne die Erzeugung eines Raketenschubs durch Überschreitung des Umgebungsdrucks im Bereich der Bodenströmung.
809831/0491
Die Austrittsfläche des verengten Auslasses, die Abbrandfläche und Masse des Treibstoffs und die statische Abbrandgeschwindigkeit des Treibstoffs stehen in einer solchen Beziehung zueinander, daß sich ein niedriger gasförmiger Massenstrom vom Austritt des Geschosses aus der. Rohrmündung über einen beträchtlichen Teil der Flugzeit aufrechterhalten läßt und daß der Druck innerhalb, der Brennkammer während des Flugs den Bodendruck nur um einen geringfügigen Betrag von ca. 0,01 bis ca. 0,5 Bar übersteigt. Die Brennkammer enthhält vorzugsweise eine Zündeinrichtung zum Aufrechterhalten der Verbrennung des Treibstoffs beim Austritt des Geschosses aus der Rohrmündung.
Zwischen der Gesamtfläche des Bodens (A, ), der Fläche des verengten Gasauslasses (A, ) und dem dimensionslosen Massenstrom des ausgestoßenen Gases (I) besteht im Bereich der Sohrmündung die Beziehung
A-./A,
—γ— = wenigstens 10.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele"der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Längsschnittansicht des hinteren Teils eines Artilleriegeschosses,
Fig. 2 eine Längsschnittansicht und eine Stirnansicht eines Brennsatzes in einer Ausführungsform,
Fig. 3 eine Längsschnittansicht eines Artilleriegeschosses,
Fig. 4 eine grafische Darstellung der Eeichweitensteigerung als Funktion der Treibstoff masse und des Verjüngungswinkels des Geschoßzapfens,
309831/0498
/IQ
Fig. 5 eine grafische Darstellung der Bodensogreduzierung als Funktion der Beziehung zwischen den Abmessungen des Auslasses und der Gesamtfläche des Bodens und
Pig. 6 eine grafische Darstellung der in Fig. 5 dargestellten Beziehungen in Beziehung auf den dimensionslosen Hassenstrom.
Fig. 1 zeigt das hintere Teil einer Artilleriegranate 1 mit herkömmlichen Führungsbändern 2 und einer hinteren Abschlußwand 3· An der Granate 1 ist mittels eines Gewindes 4 ein muffenförmiges Gehäuse 5 befestigt, an dessen hinterem Ende eine Bodenplatte 6 mittels eines v/eiteren Gewindes 7 befestigt ist. Die Bodenplatte 6 hat wenigstens eine Auslaßöffnung 8, welche in Bezug auf die Abbrandfläche einer im folgenden beschriebenen Treibladung 9 eine bestimmte Querschnittsfläche aufweist und zunächst mittels einer schützenden Berstscheibe etwa aus Aluminiumfolie od. dergl. verschlossen sein kann. Das muffenförmige Gehäuse 5 stellt eine Brennkammer dar, in welcher die vorzugsweise entlang ihrem äußeren Umfang und an ihren Stirnseiten von einem Abbrandschutz überdeckte Treibladung 9 untergebracht ist. Ein in die Endwand 3 der Granate eingesetztes Zündergehäuse 13 hat eine Anzahl von Löchern 11 und enthält eine Zündladung
Da der Geschoßwiderstand im ersten Teil der Flugbahn am höchsten ist, kommt es darauf an, daß die Treibladung unmittelbar beim Austritt aus der Rohrmündung gezündet wird, so daß der Ausstoß des Massenstroms und die Freisetzung von Wärme sofort nach dem Abschuß beginnt. Die Zündung kann mittels eines durch die Beschleunigung beim Abschuß betätigbaren elektrischen oder mechanischen Zünders erfolgen, oder auch, in vereinfachter Weise, mittels der heißen Verbrennungsgase im Geschützrohr.
909831/0498
Dabei genügt die Zündung der Treibladung durch, die heißen Verbrennungsgase allein jedoch nicht, da die Treibladung durch den beim Verlassen der Rohrmündung in der Brennkammer auftretenden starken Druckabfall, beispielsweise von ca. 600 Bar auf 1 Bar wieder gelöscht werden kann. Aus diesem Grunde ist eine Hilfszündung notwendig. In einer besonders vorteilhaften Ausführung enthält das Geschoß eine Zündeinrichtung mit einem pyrotechnisehen Brennstoff, welcher nur in sehr geringem Maße auf Druckänderungen reagiert.
Der pyrotechnische Zünder enthält einen Brennstoff, welcher bei der Verbrennung hauptsächlich feste Rückstände freisetzt und in der Beziehung einem Rauchspur-Brennsatz ähnelt. Ist der Anteil an gasförmigen Verbrennungsrückständen sehr niedrig, so muß der Zünder möglichst nahe an der Oberfläche der Treibladung angeordnet sein. Der pyrotedhnische Zünder kann aus mehreren Schichten von verschiedener Zusammensetzung geformt sein, wobei von einer der Schichten ein höherer Anteil an gasförmigen Verbrennungsrückständen freigesetzt
Beim Abfeuern des Geschützes werden die Treibladung sowie auch die pyrotechnische Zündladung von den Verbrennungsgasen im Rohr gezündet. Unmittelbar nachdem das Geschoß dann die Rohrmündung verlassen hat, wird die Treibladung erneut vom pyrotechnisehen Zünder gezündet. Ein geeigneter Zündbrennstoff, welcher durch den starken Druckabfall beim Verlassen der Mündung nicht gelöscht wird, setzt sich beispielsweise zusammen aus 4-9,5% Zirkonhydrid, 4-9,5% Bleidioxid und 1% eines organischen Binders. Es sind jedoch auch andere bekannte Zündbrennstoffe verwendbar.
Eine Gesamtansicht des Artilleriegeschosses zeigt Fig. mit den in Pig. Λ verwendeten entsprechenden Bezugszeichen.
009831/0498
Der Druck innerhalb der Brennkammer ist vorzugsweise so zu bestimmen, daß er den Bodendruck nur wenig, beispielsweise um ca. 0,01 bis 0,5 Bar übersteigt. Dadurch ergibt sich eine niedrige Brenngeschwindigkeit und daher ein sehr geringer Hassenstrom, so daß eine lange Brennzeit erzielbar ist. Der niedrige Verbrennungsdruck ergibt außerdem eine Gasströmung im Unterschallbereich und verringert dadurch die Temperaturempfindlichkeit im Vergleich zu den bei Raketenantrieb herrschenden Bedingungen.
Die Bewegungsgröße der ausströmenden Gase ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung ziemlich klein, so daß die auf das Geschoß einwirkenden Reaktionskräfte im Hinblick auf den Widerstand vernachlässigbar sind.
Da für die wirksame Verringerung des Bodensogs nur ein sehr kleiner rlassenstrom notwendig ist, kann die dazu vei'vrendete Einrichtung ein niedriges Gewicht und kleine Ab^nsunFcen haben. 3ei einem ^U3 eines Rohr verschießbaren Artilleriegeschoß hat ein solcher, den Bodensog reduzierender Brennsatz von gegebener Größe eine beträchtlich stärkere Wirkung als ein RAP-Raketenantrieb mit der gleichen Brennstoffmenge. Um den durch die Beschleunigung beim Abschuß und durch den Drall des Geschosses hervorgerufenen hohen mechanischen Druck- und Zugspannungen wide: stehen zu können, muß der Brennoder Treibstoff eine hohe Zerreiß- und Verformungsfestigkeit haben. Geeignete mechanische Eigenschaften haben beispielsweise Composite-Treibstoffe, etwa mit Polybutadien als Binder und Ammoniumperchlorat als Sauerstoffträger. Composite-Treibstoffe sind in diesem Bereich allgemein bekannt. Sie setzen sich aus einem gummiartigen Binder oder Bronnstoff, etwa Polybutadien, und einem nit diesem vermischten Sauerstoffträger, etwa Ammoniumperchlorat zusammen. Je nach der anteiligen Zusammensetzung eines nolchen -Treibstoffs lannnn sich seine
9831/0496
Ab
physikalischen Eigenschaften variieren. Der in dem erxindungsgemäßen Geschoß verwendete Brennstoff muß einerseits widerstandsfähig genug sein, damit die Treibladung unter der beim Abschuß auftretenden Stoßbelastung nicht zerreißt, darf andererseits jedoch nicht übermäßig flexibel sein, damit er sich unter dieser Belastung nicht zu stark verformt. Aus Rohren verschießbare Geschosse sind beim Abschuß sehr starken Stoßbelastungen und im Fluge sehr starken Drallkräften unterworfen. Diese Kräfte sind sehr verschieden von denen, welche beim Abschuß und während des Fluges auf eine Rakete einwirken. Unter diesen Voraussetzungen ist die Zusammensetzung des Treibstoffs für die Verwendung im Rahmen der Erfindung zu bestimmen. Dabei muß die Verbrennung des Treibstoffs bei einem statischen Druck bis hinab auf ca. 0,1 Bar gewährleistet sein.
Durch ::eeip:nete Formgebung der Treibladung lassen sich die auf die33 einwirkenden ..rufte und Spannungen verringern, so daß auch ein weniger elastischer Treibstoff verwendet werden kann, etwa ein zweibasiger Treibstoff mit Nitrozellulose. Bei einer zylinder- oder rohrförmigen Treibladung lassen sich die Kräfte und Spannungen durch Unterteilen der Ladung in Segmente verringern.
Der ausgestoßene Massenstrom soll sich als Funktion der Zeit verringern, da sich die Geschwindigkeit des Geschosses sowie die Dichte der umgebenden Luft ebenfalls verringern. Ein solcher abnehmender Massenstrom ist durch entsprechende Formgebung der Treibladung und eine den Abbrand verhindernde Abdeckung gewisser Oberflächen derselben erzielbar.
Eine Möglichkeit für die Erzielung unterschiedlicher degressiver Massensbröae und verschiedener Brenndauern besteht darin, eine rohrförnige Treibladung in eine
9 09831/0 4 98
größere oder kleinere Anzahl von Segmenten au unterteilen und ihre Umfangs- und Stirnflächen abbrandverhindernd zu verkleiden. Sine solche Unterteilung der Treibladung vermindert auch die erwähnte Gefahr der Rißbildung durch Fliehkräfte.
S1Xg. 2 zeigt eine geeignete Form einer Treibladung, in welcher diese in zwei Segaente 15 unterteilt ist und die Umfangs- und Stirnflächen mit einer abbrandverhindernden Verkleidung versehen sind.
Bei einem in Fig. 1 und 3 dargestellten typischen Artilleriegeschoß mit einem Gesamtgewicht von 18,5 kg hat die Treibladung ein Gewicht von lediglich 0,330 kg bei eineu Länge von 57 mm, einem Außendurchmesser von 76 mia und einem Innendurchmesser von 25 mm- Der Auslaß in der Bodenplatte hat einen Durchmesser von 25 mm. Um den gewKr.schcen degressiven !.'^"snfluB beim Abbrand der 'Treibl "d'i.nir ^u erzielen. i=;fc diese in zwei Segmente unterteilt, so daß die Abbrandflache zu Begin eine Aus-
2
dehnung von 93 cm und bei Brennschluß eine solche von
66 cm hat. Dies ergibt ein Verhältnis von 19 bzw. 13 : zwischen der Abbrandfläche und dem 4-,'9 cm großen Querschnitt des Auslasses zu Beginn bzw. am Ende der Brenndauer.
Bei einem herkömmlichen 105 mm Artilleriegeschoß mit einer den Bodensog verringernden Einrichtung der beschrie benen Art und Große, deren Treibstoff 85% Ammoniumperchlorat und 15% Polybutadien enthielt, wurde eine Reichweitensteigerung um 25% erzielt, wovon 12% auf die Verringerung des Bodensogs und der Rest auf die Gewichfes— erhöhung um ca. 2 kg zurückzuführen ist. Eine G?reibladuru: i::i Gewicut von nur 0,300 kg, beatehena aus 75% Ammoniumperchlorat und 25% Polybutadien erbrachte eine weibere Reichweitensbeigerung uu insgesamt 26%.
909831/0491
Die größere Keichweitensteigeruns ist dabei das Ergebnis der Verwendung eines Treibstoffs mit einem höheren Gehalt an Brennstoff, d.h. an Polybutadien, welcher eine stärkere Nachverbrennung im Bereich nahe dan Geschoßboden zur Folge, hat. Bei einem 120 mm Artilleriegeschoß wurde mit einem .nur etwas größeren Bodenbrennsats eine Heichweitensteigerung von 25% erzielt, welche allein auf die Verringerung des Bodensogs zurückzuführen ist. Zur Erzielung einer günstigen Eeichweitensteigerung enthält der Treibstoff vorzugsweise ca. 50 bis 90% Ammoniumperchlorat. Bei einem 155 πα Geschoß ist mit einer Treibladung von 0,8 bis 2 kg eine starke Reduzierung des Bodensogs erzielbar, während für 75 mtn Geschosse eine Treibladung von ca. 0,1 bis 0,2 kg verwendbar ist.
Bei der Ver\\rendung von Brennstoffreichen Treibstoffen hat die Bodenplatte vorzugsweise mehrere Auslässe von eir!':r gogobsnen Ge-HairA-^ue-rachniV.tsgr'äße. Mit einer sol- · c^. .-^I Anordnung ist eine stärkere Nachverbrennung an der Bodenseite des Geschosses erzielbar.
Die Erfindung ist nicht auf Ausführungsformen beschränkt, in denen die Brennkammer im hinteren Teil des Geschosses angeordnet ist. Die Brennkammer kann vielmehr an beliebiger Stelle im Geschoß angeordnet sein, solange sie nur in Strömungsverbindung mit dem Geschoßboden steht und die Quwrschnittsgröße des Auslasses auf die Abbrandfläche und die Brenngeschwindigkeit der Treibladung abgestimmt ist. Der Treibstoff enthält einen chemischen oder mechanischen Sauerstoffträger und einen mehr oder weniger energiereichen Brennstoff, welcher gewisse Änderungen der Beziehung zwischen der Abbrandflache und dem AuslaßquprschniV; erforderlich nnchen kann. Bekannte Composite-Rakotentreibstoffcsind mit Vorteil verwendbar, wobei br-'--rmri off reiche Treibstoffe den Vorzug verdienen.
Ö 0 9 8 3 1 / 0 h 9 g BAD ORIGINAL
2604270
Die gebräuchliche Verwendung von Hohlboden-Artilleriegeschossen ermöglicht eine Eeichweitensteigerung auf äußerst einfache Weise. Eine brennstoffreiche Treibladung kann zusammen mit einem geeigneten Zünder in das hohle Bodenteil eingesetzt und von einer wenigstens einen Gasauslaß aufweisenden Bodenplatte darin festgehalten v/erden. Die Bodenplatte kann mit einem Außengeinde in ein entsprechendes Innengewinde am hinteren Ende des hohlen Bodenteils eingeschraubt werden. Dank dem niedrigen Verbrennungsdruck der Treibladung, welcher den Bodendruck um nur 0,01 bis 0,5 Bar übersteigt, braucht die Wandung des hohlen Bodenteils des Geschosses nicht verstärkt zu werden. Dabei bleibt auch das für die Sprengladung des Geschosses vorgesehene Volumen in vollen Maße erhalten, die Sprengladung braucht also nicht verkleinert zu werden. Darin unterscheidet sich das erfindungsgemäße Geschoß vorteilhaft von einem bekannton EAP-Geschoü, v;-.l:i;o" oin boträcLir-lich höheren G=T-; .i cht e.ufyfei-sc, ein rrl'ßeres Volumen beansprucht unü, da die Brennkammer innerhalb des Geschützrohrs abgeschlossen is::, eine größere Wandstärke erfordert, um den hohen Drücken und Beschleunigungskräften standhalten zu können.
Je nach der Grö e und Leistungsfähigkeit des Bodenbrennsatzes läßt sich die Wirkung der Verringerung des Bodensogs durch die Verwendung eines sich in einem Winkel von 0 bis 6 verjüngenden Bodenteils oder Geschoßzapfens weiter verbessern. Eine Verkleinerung des Verjüngungswinkels wurde schon immer als vorteilhaft angesehen, da sich hierdurch die Stabilität im Flug verbessern läßt, so daß längere Geschosse mit verringertem Wellenwiderstand und dadurch erhöhter Reichweite verwendet werden können. Bei herkömmlichen Geschossen bewirkt jedoch die Verkleinerung des Verjüngungswinkels am Geschoßzapfen eine Zunahme des Bodensogs, weshalb zur Erzielung einer
909831/0498
DAD ORIGINAL
günstigen Reichweite ein größerer Verjüngungswinkel in Bereich von ca. 6 bis 9 angewendet v/erden inußbe.
Fig. LY zeigt eine grafische Darstellung der bei im übrigen gleichartigen Geschossen durch "Vergrößerung der Treibladung erzielbaren Reichweitensteigerung. Die strichpunktierte Kurve bezieht sich auf ein EAP-Geschoß mit einem Zapfen-Verjüngungswinkel von 6 bis 7°5 die gestrichelte Kurve auf ein erfindungsgetnäßes Geschoß mit einem Verjüngungswinkel von 6 , die ausgezogene Kurve auf ein erfindungsgemäßes Geschoß mit einem Verjüngungswinkel von 0° und die strich-doppelpunktierte Kurve auf ein Eauchspurgeschoß mit einem Verjüngungswinkel von 7?3 · Aus der Darstellung ist die mit dem erfindungsgemäßen Geschoß erzielbare Eelchweitensteigerung deutlich zu erkennen. Ferner ist zu erkennen., daß das erfindungsgemäße Geschoß mit einem Verjüngungswinkel dec Ce^choBsnOfenn von 6 wenigstens bin zu einen I'reib- l£.(l-in.rn~ev\ cht von Γ',6 kg :'.,ar -:- Lne beträchtlich größere Reichweite hat als das liauchspur- und das RAP-Geschoß, daß jedoch das erfindungsgenäße Geschoß mit einem Verjüngungswinkel von O0 bei einem Treibladungsgewicht; von mehr als ca. 1,1 kg eine noch stärkere Reichweitensteigerung ermöglicht.
Abgesehen von der verbesserten Stabilität entlang der Flugbahn ermöglicht die Verkleinerung des Verjüngungswinkels des Geschoßsapfens die Verwendung einer Treibladung mit größerem Durchmesser, insgesamt also mit größeren Abmessungen. Die Größe der Treibladung ist jedoch nicht im Hinblick auf größte Brenndauer zu bestimmen, sondern im Hinblick auf die größte Reichweite. Die Brenndauer soll sich über einen beträchtlichen x'eil, wenigstens etwa j3O/6 der Geschoßflugzeit erstrecken. Zur Erzielung der größten Reichweiten beträgt die Brenn-
BAD
909831/0498
2604270
- J* -4t
dauer gewöhnlich et v/a 50?' der Flugzeit. Da die Brenndauer jedoch nach der größten Reichweite des jeweiligen Kalibers bestimmt ist, kann sie bei kleineren Schußentfex'nungen mehr als 50?i der Flugzeit betragen. Über diesen Punkt hinaus ist die Wirkung der Bodensogverringerung vernachlässigbar. Berücksichtigt man diese Tatsache in Verbindung mit dem zusätzlichen Gewicht und Volumen der Treibladung und der entsprechenden Verringerung des für die Sprengladung nutzbaren Volumens, so ist die größte Reichweite gewöhnlich dann erzielbar, wenn die Treibladung für eine sich über etwa 50% der· Flugzeit erstrekkende Brenndauer ausgelegt ist. Dabei kann die Treibladung jedoch auch für eine längere Brenndauer von beispielsweise 60% der Geschoßflugzeit ausgelegt sein.
Das Gehäuse für die Treibladung ist vorzugsweise aus Aluminium oder einem anderen leichteren Werkstoff, so daß luv 2:)ae-ibz-~jn.nsrxtz inr^/er-.v.nt ein nördlichst niedr-Lraa GfwL^'.t erh;"t. Die Ii.rsnr_k.ira~e:' k^nn auoh ~us Stahl _iil: einer Auskleidung aus Aluminium oder einem anderen leichten Werkstoff sein.
Um die größtmögliche Wirkung der Bodensogreduzierung zu erzielen, wird der Gesamt-Hassenstrom vorzugsweise als Funktion des Auslaßquerschnitts in bezug auf die Abbrandflache der Treibladung bestimmt. Beim Verlassen der Rohrmündung beträgt das Verhältnis zwischen der Abbrandfläche und dem Auslaßquörschnitt vorzugsweise etwa 10 : bis 80 : 1, insbesondere etwa 15 : 1 bis 45 : 1. Die Einhaltung dieser Beziehung wirkt sich günstig auf die Steuerung des Massenstroms der Gase und auf die Erzie-Lum: einer angemessenen Bodensogreduzierung während des Fl.ur:s der, Geschosses aus. Ist der Auslaß zu klein, so ergibt sich innerhalb der Brennkammer ein Druckanstieg und damit eine Art Raketenantrieb anstelle der angestrebten Bodensogreduzierung. Damit dies auch in großen Flughöhen
909831/049S
nicht eintritt, soll die Abbrandflache sich vorzugsweise stetig verkleinern, so daß das genannte Verhältnis bei Brennschluß nicht mehr als ca. 20 : Λ beträgt. Bei Verwendung einer Treibladung mit einer Brenngeschwindigkeit von ca- 1,5 ium/sec bei einem Druck von 1 Bar soll das Verhältnis zxcLschen der Abbrandfläche und dem Auslaßquerschnitt nicht größer sein als ca. 50 :1, um damit die Wirkung eines Raketenantriebs zu vermeiden, in welchem Falle sich nämlich die Brenndauer erheblich verkürzen und der liassenstroia sehr erheblich zunehmen würde. Ist andererseits der Auslaßquerschnitt zu groß, so ist die verbleibende Bodenplatte unter Umständen zu klein, um die Treibladung unter den auftretenden Belastungen sicher zu stützen, so daß unerwünschte Verformungen eintreten können. Außerdem reicht in einem solchen Falle die Treibladung nicht aus, einen für die Verringerung des Bodensogs ausreichenden Strom von Verbrennungsgasen über einen geni;-.vnä großen Aircoil dor Plugzeit ces Geschosses aufrechtzuerhalten. Ir:. lot r.t err-n Felle ergibt- sich socit eine ähnliche Wirkung wie bei den eingangs erörterten Rauch- oder Leuchtspur-Brennsätzen.
Die Einhaltung der vorstehend angegebenen Beziehungen zivischen dem Auslaßqu- rschnitt und der Abbrandfläche ist also wesentlich für die Erzielung der Vorteile gemäß der Erfindung. In diesem Zusammenhang ist zu betonen, daß die Treibladung nicht dazu dienen soll, ähnlich einem Raketentriebwerk eine Reaktionskraft zu erzeugen, d.h. als einen in Richtung der Flugbahn auf das Geschoß einwirkenden Schub, sondern lediglich dazu, eine ITiederdruckströaung aus vorwiegend gasförmigen Verbrennungsprodukt en aufrechtzuerhalten, um datalt den im Flug auf das Geschoß einwirkenden Bodensog zu reduzieren.
Für die optimale Wirkungsweise des erfiiidungagemäßen Geschosses is'· es ferner wesentlich, die verschiedenen
909831/0498 -;: ^3i-
ίο
Parameter in Hinblick auf die Erzielung einer größtmöglichen Verringerung des Eodensogs zu bestimmen. Der Ausiaßquerschnitt, die Abbrandflache, die Kasse der in der Brennkammer^ enthaltenen Treibladung und die statische Brenngesch'.vindigkeit der Treibladung sind also derart aufeinander abzustimmen, daß vom Verlassen der ßohrraündung an über einen beträchtlichen Teil der Flugzeit des Geschosses ein zur Verringerung des Bodensogs ausreichender gasförmiger Massenstrom erzeugt werden kann. Der Ausiaßquerschnitt und die Hasse der Treibladung wurden vorstehend bereits erörtert. Die Abbrandflache der Treibladung ergibt sich aus deren Form und Abmessungen, welche ebenfalls vorstehend erörtert warden. Die Brenngeschwindigkeit ergibt sich aus der Zusammensetzung des Treibstoffs und liegt gewöhnlich im Bereich von 0,7 bis 1,5 iiia/sec bei einem statischen Druck von 1 Bar.
Ό'*::- Wrii.Tenp4 rom dfr n-rr':^·-- ·:-:""-:i G\t3? ist eine Funktion TeL:'n:'o:' l-'-'t .-.r-.c. und '\-.-:.\ -·1ο d'.---ΐπαίοπ^ΐοη1-:;. ^lengenstromwert ausgedrückt worden. Der dimensionslose Iien-rrenstro"!wert I bestimmt sich nach der Beziehung
worin fc, dei1 iiassenstrom durch den verengten Auslaß, ]°° die Dichte der umgebenden Atmosphäre ,Ii00 die Fluggeschwindigkeit und A, die Gesamt-Bodenflache des Geschosses ist. Das Verhältnis zwischen den Auslaßquerschnitt A, und der Gesamt-Bodenflache Δ, des Geschosses ändert sicli bei gegebenem Ifessenstrom. Je größer der Kaspenntron ist, ura so größer muß dc?σ Verhält nis L%/kx sein, um die Fröß;::,ic<-liche Reduzierung des Bod'-nrorr; "u οΐτ-iolon.
Fip. l) zeigt in grafischer Darstellung die erzielte Bodensogreduzierung /J D in bezug auf das Verhältnis
909831/0^98
wobei jede Kurve einen anderen dimensionslosen Heiigenstromwerb darstellt, v/elcher für die jeweilige Kurve konstant genalten wurde. Vie aan anhand dieser Kurven erkennt, führte die Vergrößerung des Verhältnisses Α,/Α, bei jedem durch eine der Kurven dargestellten konstanten Hengenstromwerb an einem bestimmten Punkt zu einem Höchstwert der Bodensogreduzierung, welche dann von dem betreffenden Punkt; an im wesentlichen konstant blieb. Durch eine zweckmäßige Bestimmung der Werte I und A, /A, läßt sich also die jeweils größtmögliche Bodensogreduzierung erzielen.
Fig. 6 zeigt eine grafische Darstellung, in welcher sämtliche in Fig. 5 gezeigten Kurven überlagert sind. Diese Darstellung wurde durch Auftragen der für die Kurven in Fig. 5 verv/endeten Daten erhalten und gibt die Beziehung
VAb
zu
wieder. Der Ausdruck der Bodensogreduzierung /] D in Form des jeweiligen Wertes geteilt durch die Kubikwurzel von I erwies sich als notwendig, um die Daten von verschiedenen Werten I in einer im wesentlichen überlagerten Kurve zusammenzufassen. Wie man aus dieser Darstellung erkennt, ist die größte Bodensogreduzierung dann erzielbar, wenn
das Verhältnis I wenigstens etwa 10 und insbesondere wenigstens etwa 20 beträgt. Ein größeres Verhältnis Ah/Ab
erbringt keine nennenswerte Zunahme der Bodensogreduzierung.
Das erfindungsgeinäße Artilieriegeschoß bietet in der Hauptsache die folgenden Vorteile:
Eine beträchtliche Reichweitensteigerung bei einem gegebenen Gewicht der Treibladung, eine verbesserte Stabilität, da während des Fluges
909831/0A98
BAD
28Ü4270
keine Steigerung der Geschwindigkeit erfolgt, eine verringerte ballistische Streuung, dank den niedrigen Drücken in der Brennkammer die Möglichkeit, leichte Werkstoffe von preririger Zugfestigkeit zn verwenden,
geringsten Raumbedarf für den Bodenbrennnatz (Beispiele: zur Erzielung der gleichen Eeichweitensteigerung für ein 155 mm Geschoß entspricht eine Treibladung von 2,6 kg bei einem RAP-Geschoß einer solchen von 1,2 kg in einem Geschoß gemäß der Erfindung, entsprechend dem Raumbedarf von ca. 1,5 kg Sprengstoff), der kleinere Verjüngungswinkel des Geschoßzapfens ermöglicht die Verwendung einer Treibladung mit größerem Durchmesser und verringerter Tiefe, die Verwendung von Aluminium für die Brennkammer oder Teile derselben verlagert den Schwerpunkt vorwärts und ernörlicn!; die Unterbringung einer größeren und wirksameren La Jung. Die Briiinkansar kann größere Länge und größeren Durchmesser haben als anderenfalls möglich, so daß sie eine größere Ladung aufnehmen kann.
Neben den vorstehend insbesondere im Vergleich zu RAP-Geschossen angeführten Vorteilen ist das erfindungsgemäße Geschoß auch wesentlich leistungsfähiger als ein Geschoß mit Rauchspurbrennsatz. Da bei dem erfindungsgemäßen Geschoß heiße gasförmige Verbrennungsprodukte während eines großen Teils der Flugzeit freigesetzt werden, beträgt die Bodensogreduzierung bis zum Dreifachen der mit einem Rauchspurgeschoß erzielbaren, so daß sich dank der stärkeren Bodensogreduzierung und der längeren Brenndauer ein-i bsträchn liehe lieichweiten^oigerunp: ergib!:.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern erstreckt sich auf die verschiedensten Abv/andlungen desselben.
90 9831/049$

Claims (14)

  1. 28Q4270
    PATENTANWÄLTE A. GRUNECKER
    dipl-ing.
    H. KINKELDEY
    Da-ING.
    W. STOCKMAIR
    DRING.· AeElCALTECHl
    K. SCHUMANN
    . DR RER NAT. · DtPU-PHYS
    P. H. JAKOB
    G. BEZOLD
    DRRERMSt-DlPL-CHEM.
    8 MÜNCHEN
    MAXiMlLlANSTRASSE
    P_a_t_e_n_t_a_n._s P_^_ü_c_h e
    IJ HohrartilleriefTeschoß sit Bodensogreduzierung, gekennzeichnet durch einen Geschoßkörper (1) mit einem einen verengten Auslaß (8) auf-. v/eisenden Boden (6), durch eine innerhalb des Geschoßkörpers durch Wandungen (3, 5) begrenzte und mit dem Auslaß strömungsverbundene Brennkammer, und durch eine aus der Brennkammer, dem Auslaß und einer in der Brenn-' kammer angeordnete Treibladung (9) aus einem brennstoffreichen Treibstoff mit einer beim Verlassen der Rohrmündung zündbaren Abbrandfläche gebildete Einrichtung zum Reduzieren des Bodensogs durch den Ausstoß eines gesteuerten, schwachen Gas-Massenstroms in den bodennahen Bereich hinter dem Geschoßkörper und Freisetzung von Wärme in diesem Bereich, zum Erhöhen des Drucks im bodennahen Bereich und Verringern des Bodensogs des Geschosses ohne Raketenantriebswirkung, wobei die Austrittsfläche des verengten Auslasses,, die Abbrandfläche und die Masse der in der Brennkammer angeordneten Treibladung und die statische Brenngeschwindigkeit der
    §09831/0496
    ORJGlNAL INSPECTED
    TELEFON (OS9) 22 28 82 TELEX OS-29 380 TELEGRAMME MONAPAT TELEKOP1ERER
    28Ü427Q
    'Treibladung so aufeinander abgestimmt sind, daß sich der Ausstoß des schwachen Gas-Massenstroms vom Verlassen der Rohrmündung an über einen beträchtlichen Teil der Flugzeit des Geschosses fortsetzt und daß der Druck innerhalb der Brennkammer den Druck im bodennahen Bereich während der Flugzeit des Geschosses nur geringfügig um einen Betrag von 0,01 bis 0,5 Bar übersteigt.
  2. 2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nahe der Treibladung (9) oder in Berührung mit dieser eine pyrotechnische Zündeinrichtung (11 bis 13) zum Aufrechterhalten der Verbrennung der Treibladung beim Verlassen der Rohrmündung angeordnet ist.
  3. 3· Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung (9) in mehrere Segmente (15) unterteil·" ist;.
  4. 4·. Geschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Segmente (15) mit Ausnahme der Abbrandfläche mit einer abbrandverhindernden Verkleidung (10) versehen sind.
  5. 5- Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung (9) eine Brenngeschv/indigkeit von 0,7 bis 1,5 mm/sec bei einem statischen Druck von 1 Bar hat.
  6. 6. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der Abbrandfläche der Treibladung (9) und der Austrittsfläche des verengten Auslasses (8) kleiner als 100 ist.
  7. 7. Geschoß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des Auslasses (8) zwischen 5 und 20% der Bodenfläche des Geschosses ausmacht.
    §09831/0491
  8. 8. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Ausstoß des schwachen
    Gas-Massenstroms bei der größten Reichweite vom Verlassen der Rohrmündung an über wenigstens 30% der Flugzeit des Geschosses fortsetzt.
  9. 9. Geschoß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Ausstoß des schwachen
    Gas-Massenstrotns bei der größten Reichweite vom Verlassen der Rohrmündung an über ca. 60% der Flugzeit des
    Geschosses fortsetzt.
  10. 10. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verjünungswinkel des Geschoßzapfens 0 bis 6° beträgt.
  11. 11. Geschoß nach Anspruch 5 ·> dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung bis hinab zu einen statischen Druck von ca. 0,1 Bar brennxähig ist.
  12. 12. Geschoß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung (9) aus einem
    Composite-Treibstoff mit ca. 50 bis 90% Ammoniumperchlorat und ca. 10 bis 15% eines eine hohe Zerreißfestigkeit
    aufweisenden Polymers ist.
  13. 13· Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtfläche des Bodens (6),
    der Querschnitt des verengten Auslasses (8) und der
    dimensionsIose Mengenstromwert des ausgestoßenen
    Gases so aufeinander abgestimmt sind, daß im wesentlichen die größtmögliche Bodensogreduzierung erzielbar ist.
  14. 14. Geschoß nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
    13. dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen
    909831/0418
    der Gesamtfläche (A,) des Bodens (6), der Querschnittsfläche (A,) des verengten Auslasses (8) und dem ·
    dimensionslosen Mengenstromwert (i) des ausgestoßenen
    Gases bestehende Beziehung
    VAb
    I
    an der Rohrmündung wenigstens gleich 10 ist.
    15· Geschoß nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die. genannte Beziehung an der Rohrmündung wenigstens gleich 20 ist.
    909831/CU88
DE2804270A 1977-07-15 1978-02-01 Vorrichtung zur Bodensogreduzierung an einem Artilleriegeschoß Expired DE2804270C2 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/816,184 US4213393A (en) 1977-07-15 1977-07-15 Gun projectile arranged with a base drag reducing system
DE2804270A DE2804270C2 (de) 1977-07-15 1978-02-01 Vorrichtung zur Bodensogreduzierung an einem Artilleriegeschoß
TR2070579A TR20705A (tr) 1978-02-01 1979-02-01 Yer cekimi azaltilmis topcu mermisi

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/816,184 US4213393A (en) 1977-07-15 1977-07-15 Gun projectile arranged with a base drag reducing system
DE2804270A DE2804270C2 (de) 1977-07-15 1978-02-01 Vorrichtung zur Bodensogreduzierung an einem Artilleriegeschoß

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2804270A1 true DE2804270A1 (de) 1979-08-02
DE2804270C2 DE2804270C2 (de) 1985-03-28

Family

ID=25773744

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2804270A Expired DE2804270C2 (de) 1977-07-15 1978-02-01 Vorrichtung zur Bodensogreduzierung an einem Artilleriegeschoß

Country Status (2)

Country Link
US (1) US4213393A (de)
DE (1) DE2804270C2 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3142802A1 (de) * 1980-10-28 1982-06-24 Aktiebolaget Bofors, 69180 Bofors Verfahren und vorrichtung zur reduzierung des basiswiderstandes von geschossen
EP0321444A3 (de) * 1987-12-16 1989-09-06 NORICUM MASCHINENBAU UND HANDEL GESELLSCHAFT m.b.H. Treibsatz für eine Einrichtung zur Verringerung des Bodensoges an Artilleriegeschossen

Families Citing this family (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IL64778A0 (en) * 1981-01-20 1982-03-31 Fides Treuhand Gmbh Missile system
DE3246380A1 (de) * 1982-12-15 1984-06-20 Diehl GmbH & Co, 8500 Nürnberg Vorrichtung zur reduzierung des bodenwiderstandes bei geschossen
FR2570485B1 (fr) * 1984-09-19 1987-09-11 France Etat Armement Projectile d'artillerie a portee accrue
FR2572512B1 (fr) * 1984-10-25 1987-09-25 Luchaire Sa Dispositif, adaptable sur engins ou munitions, tels que projectiles d'artillerie, destine a reduire leur trainee de culot
FR2583157B1 (fr) * 1985-06-06 1987-11-20 Poudres & Explosifs Ste Nale Allumeur destine aux chargements generateurs de gaz des obus
SE460872B (sv) * 1986-09-05 1989-11-27 Kurt Goeran Andersson Basfloedesaggregatet foer granater och projektiler
SE461477B (sv) * 1987-02-10 1990-02-19 Bofors Ab Anordning vid ett basfloedesaggregat
EP0315618A1 (de) * 1987-11-04 1989-05-10 NORICUM MASCHINENBAU UND HANDEL GESELLSCHAFT m.b.H. Treibsatz
US5056436A (en) * 1988-10-03 1991-10-15 Loral Aerospace Corp. Solid pyrotechnic compositions for projectile base-bleed systems
AT390834B (de) * 1988-12-07 1990-07-10 Noricum Maschinenbau Handel Gasgenerator
SE508403C2 (sv) 1996-12-15 1998-10-05 Gunners Nils Erik Basflödesaggregat
US7717280B2 (en) * 2006-12-13 2010-05-18 Aerojet-General Corporation Two-piece aft closure for a rocket motor case
US7823510B1 (en) 2008-05-14 2010-11-02 Pratt & Whitney Rocketdyne, Inc. Extended range projectile
US7891298B2 (en) 2008-05-14 2011-02-22 Pratt & Whitney Rocketdyne, Inc. Guided projectile
US8291828B2 (en) 2010-03-04 2012-10-23 Glasser Alan Z High velocity ammunition round
DE102014109077A1 (de) 2014-06-27 2015-12-31 Rheinmetall Waffe Munition Gmbh Artilleriegeschoss
EP3601939B1 (de) 2017-03-29 2024-05-29 Next Dynamics Corp. Verbessertes geschoss
WO2023272387A1 (en) 2021-06-29 2023-01-05 Next Dynamics Corp. Bullet system with multiple drag-reducing capabilities

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE7533757U (de) * 1975-10-23 1976-03-04 (Schweden) Artilleriegeschoss

Family Cites Families (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR510303A (fr) 1920-02-19 1920-12-02 Eugene Alexandre Huguenard Amélioration des propriétés balistiques des projectiles
US3018203A (en) * 1958-03-31 1962-01-23 Phillips Petroleum Co Solid propellant and a process for its preparation
GB1037743A (en) 1962-05-09 1966-08-03 Dynamit Nobel Ag Improvements in or relating to cartridges for firing projectiles and the like
US3224191A (en) * 1963-05-20 1965-12-21 Thiokol Chemical Corp Rocket motor construction
US3494285A (en) * 1968-03-29 1970-02-10 Us Army Tracer projectile for rifles
GB1221203A (en) 1968-06-06 1971-02-03 Usm Corp Improvements in cartridges
US3628457A (en) * 1968-12-24 1971-12-21 Ingemar Arnold Magnusson Rocket-assisted projectile or gun-boosted rocket with supported propellant grain
LU58593A1 (de) 1969-05-07 1971-06-25
US3698321A (en) * 1969-10-29 1972-10-17 Thiokol Chemical Corp Rocket assisted projectile
IL37938A (en) 1970-10-19 1975-08-31 Digid Ministerio De Defensa De Self-propelling ballistic projectile totally expelled upon firing
US3754507A (en) * 1972-05-30 1973-08-28 Us Navy Penetrator projectile
US3886009A (en) * 1973-12-13 1975-05-27 Us Health Projectile containing pyrotechnic composition for reducing base drag thereof
US4003313A (en) * 1975-06-10 1977-01-18 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army Projectile
US3988990A (en) * 1975-09-03 1976-11-02 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army Projectile
US4091732A (en) * 1976-07-06 1978-05-30 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy Fuel injection

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE7533757U (de) * 1975-10-23 1976-03-04 (Schweden) Artilleriegeschoss

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3142802A1 (de) * 1980-10-28 1982-06-24 Aktiebolaget Bofors, 69180 Bofors Verfahren und vorrichtung zur reduzierung des basiswiderstandes von geschossen
US4756252A (en) * 1980-10-28 1988-07-12 Aktiebolaget Bofors Device for reducing the base resistance of airborne projectiles
EP0321444A3 (de) * 1987-12-16 1989-09-06 NORICUM MASCHINENBAU UND HANDEL GESELLSCHAFT m.b.H. Treibsatz für eine Einrichtung zur Verringerung des Bodensoges an Artilleriegeschossen

Also Published As

Publication number Publication date
US4213393A (en) 1980-07-22
DE2804270C2 (de) 1985-03-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2804270A1 (de) Artilleriegeschoss mit bodensogreduzierung
DE2809497A1 (de) Abschussbehaelter fuer die dueppelung von lenkwaffen
DE864527C (de) Hohlladungsgeschoss
EP0842390A1 (de) Patronierte munition
DE8224901U1 (de) Geschoss fuer handfeuerwaffen und gewehre sowie mit einem solchen geschoss versehene patrone
DE2130703A1 (de) Geschoss mit kleiner Reichweite
DE3416787A1 (de) Panzerbrechendes geschoss
DE69502041T2 (de) Mit einer Hülse versehene teleskopische Patrone die kein Leitrohr hat
DE2547528C2 (de) Artilleriegeschoß mit erhöhter Reichweite
EP0151676B1 (de) Geschoss mit einem Nutzlastteil und einem Antriebsteil
DE2557293A1 (de) Uebungsgeschoss
DE4445989A1 (de) Patrone mit einer Patronenhülse und einem Pfeilgeschoß
DE3221039C2 (de) Aus einem Abschußrohr abschießbarer Flugkörper
DE1553990A1 (de) Raketen-Boostersystem
DE4042344A1 (de) Langstab-wuchtgeschoss
DE2830119A1 (de) Nebelladung fuer raketen und geschosse
DE3028933C1 (de) Hochbelastbarer Nebelformkoerper mit Breitbandtarnwirkung
DE3541399C2 (de) Uebungsgeschoss fuer mittelkalibrige bis grosskalibrige uebungspatronen
DE3048595A1 (de) &#34;gefechtskopf fuer tarn- und/oder taeuschzwecke&#34;
EP3578791B1 (de) Verfahren zum zweistufigen abbrennen eines festbrennstoff-raketenmotors sowie festbrennstoff-raketenmotor
DE3308381A1 (de) Hohlladung
DE4126793C1 (de) Tandemgefechtskopf
DE3113406A1 (de) &#34;anzuendkette fuer treibladungen von rohrwaffen&#34;
DE2752844A1 (de) Mit unterschiedlichen schussweiten durch veraenderung der treibladung verschiessbarer gefechtskopf
DE1170714B (de) Treibladung fuer Pulverraketen

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: GUNNERS, NILS-ERIC, VAESTERHANIGE, SE HELLGREN, RU

D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8368 Opposition refused due to inadmissibility
8339 Ceased/non-payment of the annual fee