DE2800683A1 - Gas-ueberwachungsvorrichtung - Google Patents
Gas-ueberwachungsvorrichtungInfo
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Description
Patentanwälte D:pl.-ing. Curt Wallach
Dipl.-Ing. Günther Koch
Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach
& Dipl.-fng. Rainer Feldkamp
D-8000 München 2 ■ Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 24 02 75 · Telex 5 29 513 wakai d
Datum: 9„ Januar I978
Unser Zeichen: 16 1".9 K/Nil
Anmelder: British Steel Corporation
Grosvenor Place
London S.W.I., England
London S.W.I., England
Bezeichnung: Gas-Überwachungsvorrichtung
809829/0749
Die Erfindung "bezieht sich auf eine Gas-Überwachungsvorrichtung
und insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf eine überwachungsvorrichtung, die in der Lage ist, auf das
Vorhandensein toxischer Gase innerhalb der Umgebungsluft anzusprechen, z. B. auf Kohlenmonoxyd.
Die Erfindung befaßt sich mit Überwachungsvorrichtungen, bei denen der Gassensor aus einem elektrisch erhitzten
Halbleiterelement besteht, dessen Widerstand sich als Funktion des adsorbierten Gases ändert. Derartige Gassensoren
enthalten im typischen Falle ein geeignet gedoptes Metalloxyd, und derartige Sensoren sind im einzelnen beispielsweise
in der GB-PS 1 374 575 und in dem Artikel
"Solid State Detectors for Carbon Monoxide" in Ann. occup. Hyg., Band 18, S. 63-68, beschrieben.
Sensoren dieser Bauart werden allgemein in einen Arm einer Brückenschaltung oder einer anderen Widerstandsmeßschaltung
derart eingeschaltet, daß Änderungen des Widerstandswertes, die durch Veränderung der Konzentration eines Bestandteils
der Umgebung des Sensors hervorgerufen werden, festgestellt und registriert werden können. Die relative
Empfindlichkeit des Sensors gegenüber verschiedenen Bestandteilen kann dadurch modifiziert werden, daß die Arbeitstemperatur
des Haltleiterelementes in bestimmter Weise gewählt wird,und eine bestimmte Temperatur zur Feststellung
spezieller Gase wird dadurch eingestellt, daß der Heizstrom für das Sensorelement beeinflußt wird.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Sensortemperatur, die erforderlich ist, um das Sensorelement frei von absorbiertem
Gas zu halten, für die meisten Gase nur eine relativ
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niedrige Empfindlichkeit ergibt. Das Fehlen der Empfindlichkeit wird insbesondere merklich, wenn die Konzentration
von Kohlenstoffmonoxyd in der Umgebungsluft industrieller
Einrichtungen überwacht werden soll, und der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Empfindlichkeit
einer Gas-Überwachungsvorrichtung zu verbessern.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Heizgerät des Halbleiter-Gassensors an eine variable
Spannungsquelle angeschaltet ist, deren Ausgang gemäß der Konzentration des zu prüfenden Gases eingestellt wird.
Es hat sich gezeigt, daß für die meisten Gase durch Absenken der !Temperatur des Sensorelementes ein Ansteigen der
Empfindlichkeit erlangt werden kann, abgesehen von der progressiven Elementvergiftung, die durch die schnellere
Absorption des Gases bei niedriger Temperatur auftritt. Die Zeitdauer, während der das Element bei der niedrigeren
Temperatur arbeiten kann, hängt sowohl von dem erzeugten Temperaturabfall ab als auch von der Konzentration des gewählten
Gases, das überwacht werden soll.
Um einen unnötigen Betrieb des Sensorelementes bei verminderter Temperatur zu vermeiden, wird die Spannungsquelle
so gesteuert, daß der normale Buheeingang des Heizgerätes nur dann vermindert wird, wenn die Konzentration des gewählten
Gases über einen vorgewählten Pegel ansteigt.
Nach dem Betrieb mit verminderter Temperatur kann die erhöhte Menge des im Sensorelement absorbierten Gases wieder
abgestoßen werden, indem die Temperatur des Sensorelementes über den normalen Ruhearbeitspegel angehoben wird, wo
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ein Gleichgewicht zwischen absorbiertem und abgestoßenem Gas aufrechterhalten wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung spricht das Sensorheizgerät auch auf ein weiteres Steuersignal an,
welches repräsentativ ist für eine Konzentration des gewählten Gases über einem zweiten höheren Schwellwert, bei
dem der Sensor Gas mit einer Rate absorbiert, die eine noch schnellere Vergiftung zur Folge hat. In diesem Fall
wird automatisch die EingangsSpannung des Heizgerätes über
den Ruhepegel angehoben, um das Sensorelement auf eine Temperatur zu bringen, bei der die Rate der Gasabsorption
vermindert wird. Wenn auch diese höhere Temperatur allgemein eine Verminderung der Empfindlichkeit nach sich
zieht, so wird diese Verminderung durch die höheren Konzentrationen des überwachten Gases kompensiert.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. Die einzige Figur der
Zeichnung zeigt ein Schaltbild einer Kohlenmonoxydüberwachungsvorrichtung
mit einer Heizvorrichtung für den Sensor mit mehreren Spannungen.
Die Überwachungsvorrichtung weist einen Halbleiter-Sensor
2 auf, der in einem Gehäuse 4 enthalten ist, der ein eingebautes Widerstandsheizelement 6 besitzt. Das Heizelement
6 hält den Sensor 2 auf einer vorgewählten Temperatur und wird von einer Spannungsquelle 8 erregt. Die Spannungsquelle 8 liefert am Ausgang 10 verschiedene abgestufte
Spannungen, die selektiv durch die Steuereingänge 12, 14 gewählt werden.
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Die Spannungsquelle 8 wird zusammen mit der übrigen Schaltung
von einer Primärbatterie oder einer Sekundärbatterie 17 erregt.
Der Sensor 2 liegt in einem Arm einer Brückenschaltung, die einen Spannungsteiler 18 enthält. Der Spannungsausgang
vom Abgriff des Spannungsteilers 18 ist ein Haß für den Widerstandswert des Sensors 2, was wiederum repräsentativ
ist für die Konzentration des Kohlenmonoxyds an der aktiven Oberfläche des Sensorelementes.
Der Stromeingang nach der Brückenschaltung erfolgt über eine stabilisierte Potentialdifferenz, die von einer
Leuchtdiode 20 erhalten wird, welche die Charakteristiken einer Zener-Diode aufweist. Die Diode 20 bildet einen
Teil einer Reihenschaltung von Leuchtdioden 20, 22, 24, die zwischen die positive Klemme und die negative Klemme
der Batterie 18 geschaltet sind. Die Diode 22 liefert eine Anzeige des Ladungspegels der Batterie 18, während
die Diode 24 einen Spannungsabfall bewirkt, der es den Dioden 20 und 22 ermöglicht, die erforderlichen Betriebspotentialdifferenzen
zu liefern.
Der Ausgang des Spannungsteilers 18 wird gleichzeitig
einem Differentialkomparatorverstärker 26 und Differentialverstärkern
28 und 30 zugeführt. Die Differentialverstärker 28 und 30 sind so ausgebildet, daß sie Spannungsausgänge
liefern, wenn der Eingang vom Spannungsteiler jeweils relativ niedrige bzw. hohe Pegel überschreitet.
Der Verstärker 26 ist beispielsweise so ausgebildet, daß er einen Ausgang erzeugt, wenn das Eingangssignal einen
Wert überschreitet, welcher einen unteren Ansprechpegel
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— ο —
von Kohlenmonoxyd in der zu überwachenden Umgebung von etwa
25 ppm (parts pro million) entspricht. Wenn der untere
Schwellwert überschritten wird, dann liefert der Ausgang des Verstärkers ein Steuersignal, welches die Stromquelle
8 von einer Buheausgangsspannung von 5*0 V auf eine niedrigere
Ausgangsspannung von 4,25 V umschaltet. Bei Verwendung eines Sensors der Type "Figaro 812" erzeugt eine
Heizspannung von 5>O T eine Sensortemperatur, bei der adsorbiertes
und abgestoßenes Eohlenmonoxyd im wesentlichen im Gleichgewicht gehalten werden, jedoch mit einer relativ
niedrigen Empfindlichkeit für Kohlenmonoxyd. Bei der Temperatur, welche bei einer verminderten Spannung von 4,25 V
erzeugt wird, erhöht sich die Empfindlichkeit für Kohlenstoff
monoxyd um einen Faktor von etwa 5» abgesehen von der
Tatsache, daß eine progressive Vergiftung bzw. Verunreinigung des Elementes infolge der höheren Eate der Gasadsorption
auftritt, die eine Folge der geringeren Emissionsrate ist. Wenn die Kohlenstoffmonoxyd-Konzentration nicht ungefähr
800 ppm überschreitet, dann kann die niedrigere Temperatur während einer genügenden Zeitdauer aufrechterhalten
werden, um eine bedeutsame Messung durchzuführen, ohne
daß die Empfindlichkeit merklich verringert wird.
Änderungen der Konzentration von Kohlenmonoxyd schlagen sich in der Ausgangsspannung des Potentialteilers 18 nieder
und sie werden einem Komparatorverstärkermodul 26 zugeführt. Das Verstärkermodul 26 besitzt mehrere individuelle
Verstärkerkreise, die aufeinanderfolgend eine Leitungsmatrix 32 von Leuchtdioden aktivieren, welche eine
Anzeige der Konzentration liefern. Gewählte Ausgänge des Verstärkers 26, die für spezifische Konzentrationen repräsentativ
sind, aktivieren eine oder mehrere Alarm-
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vorrichtungen, beispielsweise einen Audiotransponder 34-.
(Lautsprecher). Der Lautsprecher kann durch eine Licht emittierende Vorrichtung ersetzt sein, die kontinuierlich
oder intermittierend arbeitet.
Ein Ausgang des Potentialteilers 18, der eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxyd anzeigt, z. B. 800 ppm und mehr,
und so stark ist, daß eine schnelle Verunreinigung des Sensorelementes 2 zu befürchten ist, bewirkt eine Aktivierung
des Verstärkers 30, der die Spannungsquelle 8 so steuert, daß eine höhere Ausgangsspannung von 6,5 V für
das Heizelement geliefert wird. Wie erwähnt, vermindert die erhöhte Sensortemperatur bei diesem Spannungseingang
des Heizgerätes beträchtlich die Rate, mit der der Sensor verschmutzt bzw. vergiftet wird, obgleich die Empfindlichkeit
gegenüber Kohlenmonoxyd absinkt, aber es ergibt sich eine Stabilität während jener Zeitdauer, während der die
Messung durchgeführt wird.
TJm genügend hohe Anzeigepegel trotz vermindei'ter Empfindlichkeit
des Sensors bei höheren Temperaturen, die durch Spannungen von 6,5 V erzeugt werden, aufrechtzuerhalten,
wird ein Signal direkt von dem Steuersignal mit dem höheren Pegel der Anzeigeschaltung zugeführt, um diese in
Alarmstellung zu versetzen.
Es wird ein Zeitgeber 36 aktiviert, wenn die Schaltung zuerst
angeschaltet wird, und diese bewirkt eine Steuerung der Spannungsquelle 8 in dem Sinne, daß eine Heizspannung
erzeugt wird, die den Sensor 2 auf einer Temperatur hält, bei welcher er das während der vorangegangenen Ruheperiode
adsorbierte Gas abstoßen kann.
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Ein Brückenlinearisierungskreis 38 ist mit einem Komparatorverstärker
26 und mit Verstärkern 28 und 30 verbunden, um eine konstante Empfindlichkeit des Überwachungsgerätes
insgesamt zu erreichen, und zwar unabhängig von Empfindlichkeitsänderungen des Sensors 2, die durch Änderungen
der Betriebstemperatur veranlaßt sind. Eine weitere Kompensation hinsichtlich der Empfindlichkeitsänderung mit
der Temperatur wird durch einen Thermistor bewirkt, der auf die Temperatur des Sensorgehäuses anspricht und ein
Kompensationssignal der Schaltung 38 liefert.
Um zu gewährleisten, daß die Heizspannung auf 5*0 V zurückkehrt,
wenn die Gaskonzentration auf einen Pegel fällt, bei dem die erste Änderung der Heizspannung auftritt,
ist es notwendig zu gewährleisten, daß die Bückschaltung bei einem Pegel erfolgt, der in direkter Beziehung
zum Ansteigen der Empfindlichkeit erhöht ist, die durch die anfängliche Verminderung der Heizspannung erzeugt
wurde. Dies kann dadurch geschehen, daß ein Signal von dem 4,25 V Heizsteuersignal dem ersten Schaltbezugspegel
des Komparatorverstärkers zugeführt wird.
Die Erfindung wurde vorstehend in Verbindung mit der Überwachung des Kohlenmonoxydgehalts in der Luft beschrieben.
Die Erfindung ist jedoch in gleicher Weise auch anwendbar für die Überwachung anderer Gase. Die Temperatur, bei der
der Sensor arbeitet, kann gemäß dem zu überwachenden Gas und gemäß der spezifischen Empfindlichkeit eingestellt
werden, die unter verschiedenen Umgebungsbedingungen erforderlich ist.
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Claims (10)
1.) Gas-tJberwachungsvorrichtung mit einem Gassensor der
Bauart mit erwärmtem Halbleiter, dadurch gekennzeichnet, daß ein Heizgerät für das Sensorelement an eine
variable Spannungsquelle angeschaltet ist, deren Ausgang sich gemäß der Konzentration des zu prüfenden
Gases ändert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der Spannungsquelle unter einen Ruhepegel
vermindert wird, wenn die Gaskonzentration über einen vorgewählten Schwellwert ansteigt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang der Spannungsquelle über den Euhepegel erhöht wird, wenn die Gaskonzentration über einen weiteren
Pegel ansteigt, der höher ist als der Schwellwert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitgeber die Dauer bestimmt, während der der
Spannungeausgang über dem Buhepegel liegt.
5· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannungsquelle durch ein Signal gesteuert wird, welches vom Sensorelement geliefert wird und die Gaskonzentration umfaßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
ORiGIMAL INSPECTED
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daß die Quelle durch unabhängige Signale gesteuert
wird, die getrennten Eingängen zugeführt werden und den Schwellwertpegel und weiteren Gaskonzentrationspegel
darstellen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die unabhängigen Signale von Differentialverstärkern
erlangt werden, die auf den Ausgang des Sensorelementes und auf Bezugseingänge ansprechen, die den
Schwellwert bzw. weitere Gaskonzentrationspegel darstellen.
8. "Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß durch ein vom Sensorelement abgeleitetes Signal eine Anzeigevorrichtung und/oder eine
Alarmvorrichtung aktiviert werden.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Signalübertragungskreis den Ausgang des Sensorelementes modifiziert, um Änderungen in
der Empfindlichkeit gegenüber dem Gas zu kompensieren, die durch Änderungen der dem Heizelement zugeführten
Leistung bedingt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß eine auf die Temperatur des Sensorelementgehäuses
ansprechende Einrichtung eine Kompensation der durch die Temperatur eingeführten Veränderung
der Elementempfindlichkeit bewirkt.
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