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DE2800302A1 - Lagerstabiler, schnell haertbarer epoxidharzklebstoff - Google Patents

Lagerstabiler, schnell haertbarer epoxidharzklebstoff

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Publication number
DE2800302A1
DE2800302A1 DE19782800302 DE2800302A DE2800302A1 DE 2800302 A1 DE2800302 A1 DE 2800302A1 DE 19782800302 DE19782800302 DE 19782800302 DE 2800302 A DE2800302 A DE 2800302A DE 2800302 A1 DE2800302 A1 DE 2800302A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
epoxy resin
resin adhesive
acrylic acid
adhesive according
bisphenol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782800302
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Lehmann
Helmut Dr Zondler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE2800302A1 publication Critical patent/DE2800302A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/50Amines
    • C08G59/5093Complexes of amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J163/00Adhesives based on epoxy resins; Adhesives based on derivatives of epoxy resins
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2666/00Composition of polymers characterized by a further compound in the blend, being organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials, non-macromolecular organic substances, inorganic substances or characterized by their function in the composition
    • C08L2666/02Organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)
  • Manufacturing Of Multi-Layer Textile Fabrics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Dr. F. Zumstein ser.. Dr. E. Assmar.n - Dr. R. Koenigsberger Dipl.-Phys. R. Holzbauer - Diol.-Mg. F. Kiingseii.en - Dr. F. Zumsjtein iun.
PATENTANWÄLTE χ. 0 U U J U Z
8000 München 2 · BräuhausstraSe 4 · Telefon Sammel Nr 225341 - Telegramme Zumpat · Telex 529979
Case 3-10924/+
CIBA-GEIGX AG, CH-4-002 Basel / Schweiz
Lagerstabiler, schnell härtbarer Epoxidharzklebstoff
Die Erfindung betrifft lagerstabile, bereits bei Temperaturen zwischen 80° und UOO0C genügend schnell härtbare Epoxidharzmassen, welche speziell als Klebstoffe Verwendung finden.
Es ist bereits eine ganze Reihe von verschiedenartigen, für Verklebungen geeigneten Einkomponenten-Epoxidharzen mit einer guten Lagerstabilität bekannt. Ein älteres bekanntes System besteht beispielsweise aus dem eigentlichen Epoxidharz auf Basis Bisphenol A oder einem anderen Polyphenol und Dicyandiamid als Härter. Dieses Einkomponenten-Harz, welches vorwiegend als Pulver angewendet wird, weist aber den Nachteil auf, dass es nur
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ί?
bei Temperaturen von liber 1OO°C gehärtet werden kann. Werden in obigen Epoxidharzen anstelle von Dicyandiamid aromatische oder cycloaliphatische Amine in Lösung oder im Schmelzfluss eingearbeitet, so gelangt man zu Einkomponenten-Epoxidharzen, welche zwar den Vorteil rascher Härtung auch bei tieferen Temperaturen aufweisen, welche aber gleichzeitig eine unbefriedigende Lagerstabilität besitzen.
Recht wertvolle lagerstabile Epoxidharzklebstoffe stellen allerdings die in dem US-Patent 3,860,541 beanspruchten Systeme dar, welche als wesentliche Bestandteile eine cyclische Polyglycidylverbindung mit einer Erweichungstemperatur zwischen 40° und 1400C, ein freie Aminogruppen aufweisendes Addukt aus einem Epoxidharz und einem aromatischen oder cycloaliphatischen Amin und Triäthylentetramin oder ein Polyaminoamid dimerisierter Fettsäuren enthalten.
Unter Anwendung derartiger Klebstoffe können immerhi..i durch eine 10 Minuten währende Härtung bei 1200C gute Haftwerte erzielt werden. Die Zugscherfestigkeit nach DIN 53 283 beträgt etwa 20 N/mm und die Rollenschälfestigkeit nach British Standard DTD 5577 etwa 4 N/mm. Wendet man dagegen bei der Härtung noch tiefere Temperaturen , beispielsweise 800C an, so sind für eine noch brauchbare Verklebung längere Zeiten, etwa 60 Minuten erforderlich. Man kommt dann auf eine Zugscherfestigkeit von nur 5 N/mm .
In den US-Patenten 3,519,576 und 3,520,905 sind in der Tabelle III flüssige Epoxidharzgemische erwähnt, welche als Härter kristalline Polyaminealze von mehrwertigen
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Phenolen (beispielsweise Aethylendiamin-Bisphenol-A) enthalten. Derartige flüssige Harzsysteme sind selbstverständlich praktisch nicht lagerbeständig. Die "pot-life"-Werte liegen bei 1 Tag. Alle weiteren in diesen beiden US Patentschriften erwähnten Epoxidharzsysteme weisen entweder den Nachteil auf, dass sie ebenfalls nicht genügend lagerstabil sind oder dass eine Härtung bei Temperaturen von 90° bis 1000C nicht in genügend kurzer Zeit durchführbar ist oder nicht zu einer genügend festen Haftung führt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung von genügend lagerstabilen Epoxidharzklebstoffen, welche unter Anwendung von noch kürzeren Härtungszeiten bei Härtungstemperaturen zwischen 80° und 1000C zu noch festeren Verklebungen führen, als sie die Epoxidharzgemische des beschriebenen Standes der Technik bei Härtungen bis 1000C liefern können. Die Lösung dieses technischen Problems ist besonders dort von grosser Bedeutung, wo Kunststoffe mit verhältnismässig niedrigen Erweichungsbereichen, wie ABS-Polymerisate, Polyäthylen und PVC, in möglichst hoher Stückzahl verklebt werden sollen. Als Beispiel ist hier besonders die Ski-Industrie anzuführen.
Gegenstand der Erfindung ist ein lagerstabiler, schnellhärtender Epoxidharzklebstoff, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er
I. a) eine Polyglycidylverbindung mit durchschnittlich mehr als einer Glycidylgruppe im Molekül und mit einer Erweichungstemperatur zwischen 40° und 900C,
b) ein Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g NjN-Dimethyl-ljS-diaminopropan,
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_ c) ein ABS-Pfropfpolymerisat und
d) ein Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester mit einem Schmelzbereich von 70° bis 1100C enthält,
wobei in diesem Epoxidharzklebstoff auf 1 Aequivalent Glycidylgruppen 0,5 bis 1,5 Aequivalente an Stickstoff gebundene Wasserstoffatome des Aethylendiamins und des N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropans kommen, und auf 100 Gewichtsteile der Polyglyeidylverbindung 3 bis 30 Gewichtsteile ABS-Pfropfpolymerisat und 3 bis 20 Gewichtsteile Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester kommen, und
II.) als feines heterogenes Pulver, gegebenenfalls zu Tabletten oder Granulaten aufgebaut, vorliegt, wobei in einer Kategorie der Partikel die jeweilige Polyglycidylverbindung und in einer anderen Kategorie der Partikel das Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropan enthalten ist und die Partikel einer dritten Kategorie aus dem Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester bestehen.
Ueberraschend konnte die Aufgabe der Erfindung durch die erfindungsgemässe Komposition gelöst werden. Bei Härtungen bei 900C (10 Minuten) konnte die Rollenschälfestigkeit entsprechender Verklebungen immerhin auf 6 bis 9 N/mm gegenüber 4 N/mm bei dem System gemäss dem US-Patent 3,860,541 gesteigert werden.
Die erfindungsgemässen Epoxidharzklebstoffe enthalten als Polyglycidylverbindung (a) vorzugsweise feste Bisphenol-A-Epoxidharze oder glycidylierte Phenol- oder Kresolnovolake. Grundsätzlich sind auch Gemische solcher
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« ο
festen und flüssigen Glycidy!verbindungen einsetzbar, soweit solche Gemische eine Erweichungstemperatur zwischen 40° und 900C aufweisen.
Das in dem erfindungsgemässen Klebstoff enthaltene Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Ditnethyl-l,3-diaminopropan wird in einfacher Weise durch Zusammenschmelzen aller Ausgangsprodukte hergestellt. Grundsätzlich ist aber auch eine Herstellung in Lösung möglich, an die sich die Wiederabtrennung des Lösungsmittels anschliesst.
Eine Vorzugsform der erfindungsgemässen Klebstoffe stellen solche dar, welche als Kopolymerisat (d) solche enthalten, welche 87 bis 91 Gew.-% Aethylen, 3 bis 5 Gew.-% Acrylsäure und 6 bis 8 Gew.-70 Acrylsäureester kopolymerisiert enthalten.
Die erfindungsgemässen Klebstoffe stellen, mit dem blossen Auge betrachtet,weitgehend einheitliche Pulver dar. In Wirklichkeit handelt es sich aber um mehrphasige Pulver mit einer kolloidalen bis grobdispersen Verteilung. Im allgemeinen weisen die Pulver nur 3 Kategorien von Partikeln auf. In der einen Kategorie sind das jeweilige Epoxidharz und gegebenenfalls weitere nicht reagierende Mischungsbestandteile enthalten. Die zweite Kategorie enthält das als Härter wirkende Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropan und gegebenenfalls weitere nicht reagierende Mischungsbestandteile. Dabei kann das ABS-Pfropfpolymerisat in einem der beiden Pulver oder in beiden enthalten sein. Die Partikel der dritten Kategorie bestehen aus dem Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acr}Tlsäure-
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ester mit einem Schmelzbereich von 70° bis 11O°C.
Grundsätzlich kann der erfindungsgemässe Klebstoff jedoch auch als heterogenes Pulver vorliegen, welches mehr als 3 Kategorien von Partikeln enthält. D.h. unter anderem, dass das Pulvergemisch ausser den beiden die reagierenden Komponenten enthaltenden Kategorien und der aus dem Kopolymerisat bestehenden Kategorie weitere nicht reagierende Bestandteile als besondere Kategorien von Partikeln enthalten kann.
Als nichtreagierende Bestandteile sind vor allen Dingen Füllstoffe, wie beispielsweise Kaolin, Kreide, Quarzmehl, Schiefermehl, Schwerspat, Talk und Lithopone zu nennen.
• Die Herstellung der erfindungsgemässen Klebstoffpulver erfolgt beispielsweise in der Weise, dass man zunächst die Polyglyeidy!verbindung und das· Salz aus Aethylendiamin, Bisphenol-A und N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropati getrennt mahlt und danach die beiden entstandenen feinen Pulver einfach mit dem ABS-Pfropfpolymerisatpulver und dem Aethylen-Acrylsäure-Acrylsäureester-Kopolymerisat-Pulver und gegebenenfalls mit weiteren Pulvern nicht reagierender Mischungsbestandteile solange intensiv mischt, bis ein homogenes Pulver entstanden ist. Abgewandelt kann man auch so arbeiten, dass man vor der Herstellung der Einzelpulver alle nicht reagierenden Bestandteile oder einen Teil derselben vorzugsweise durch Einschmelzen in die Polyglycidylverbindung oder -in das Salz aus Aethylendiamin, Bisphenol-A und N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropan einmischt. Danach erfolgt dann die Mahlung zur Herstellung der Einzelpulver und schliesslich wieder das Zusammenmischen derselben zum erfindungsgemässen Klebstoff.
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Grundsätzlich kann auch auf die Herstellung aller oder einzelner Einzelpulver verzichtet werden, nämlich dann, wenn das kompakte Material der Vorprodukte gemeinsam in einer Mühle zu einem homogenen Pulver gemahlen wird.
Die erfindungsgemässen Epoxidharzklebstoffe weisen jedoch nicht unbedingt die ursprüngliche Pulverform auf, sondern sie sind auch in die Granulat-Form überführbar. Hierfür ist beispielsweise das bekannte Verfahren der sogenannten "Aufbaugranulierung" anwendbar. Sehr gleichförmige Granulate erhält man unter Anwendung von Tablettierungsmaschinen.
Die Hauptanwendung der erfindungsgemässen Epoxidharzklebstoffe liegt auf dem Gebiet des Skibaus. Dabei kommen vorwiegend pulverförmige, aber auch granulierte Massen
zur Anwendung. ^
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, bei Verklebungen mit den erfindungsgemässen Epoxidharzklebstoffen beschichtete Faservliese, Gewebe, Platten oder Folien aus Kunststoffen, Glas oder dergleichen als Zwischenschicht zwischen den zu verklebenden Flächen zu verwenden. Dies führt beispielsweise im Skibau zu einer elastischen Verstärkung des Schichtkörpers.
Bei der Herstellung derartiger mit den erfindungsgemässen Klebstoffen beschichteter Faservliese oder dergleichen modifiziert man die Ausgangssubsträte vorzugsweise vorher mit einem Primer. Als Primer kommen beispielsweise Thermoplaste wie z.B. Polyvinylformal oder -butyral oder thermoplastische Epoxidharze vom Phenoxy-Typ in Frage. Sie werden in Lösung auf das Substrat aufgebracht. Auf das noch
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feuchte Substrat wird der erfindungsgemässe Epoxidharzklebstoff in Pulverform aufgestreut und danach erfolgt die Trocknung.
Ebenso eignen sich als Primer flüssige Bisphenol-A-Harze, welche als Härter Polyamine (beispielsweise Versamide) enthalten und welche bei P^aumtemperatur vernetzen. Sind derartige Harzsysteme dünnflüssig, so kann man sie unverdünnt als Primer verwenden; andernfalls erfolgt der Einsatz in Form der Lösungen. Auch in diesem Fall wird das feuchte, mit dem Primer versehene Substrat mit der pulverförmigen, erfindungsger'issen Epoxidharzmasse bestreut. Nach dem Trocknen des Körpers und dem Härten des Primers wird das überschüssige nichthaftende Pulver entfernt.
In vielen Fällen erübrigt sich auch die Anwendung eines Primers. In derartigen Fällen wird das pulverförmige er-, findungsgemässe Pulver kalt aufgepresst.
Die beschriebenen mit dem erfindungsgemässen Klebstoff beschichteten Faservliese und dergleichen sind ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung.
Grundsätzlich können die erfindungsgemässen Epoxidharzklebstoffe auch als Pressmassen oder für die Pulverbeschichtung, für das Wirbelsinterverfahren eingesetzt werden.
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Beispiel 1
Es wird eine Harzkomponente wie folgt hergestellt. 72 g eines bei Raumtemperatur festen Bisphenol-A-Epoxidharzes mit einem Epoxidäquivalent von 1043 werden mit 7 g eines flüssigen Bisphenol-A-Epoxidharzes mit einem Epoxidäquivalent von 190 bei 1300C zusammengeschmolzen und mit 21 g Schwerspat vermischt. Nach dem Abkühlen wird die feste Mischung in einer Schlagmühle zu einem Pulver mit Korngrössen zwischen 60 und 300 μ gemahlen.
Wgo.ter wird ein Härter für das Epoxidharz wie folgt hergestellt. 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropan werden soweit erhitzt (etwa auf 1200C), dass eine homogene Schmelze entsteht. Danach werden unter Rühren 14 g eines pulverförmigen ABS-Pfropfpolymerisates (Novodur A-50 der Bayer AG), dessen Korngrösse weniger als 500 μ beträgt und welches eine Dichte von 1 g/ml und ein Schüttgewicht von 320 g/l aufweist, zugegeben. Die so entstandene Suspension wird auf Raumtemperatur abgekühlt, wobei die Gesamtvaischung erstarrt. Mittels einer Schlagmühle wird die erstarrte Schmelze zu einem Pulver vermählen, welches in der Korngrösse unter 500 μ liegt.
100 g des Harzkomponenten-Pulvers werden mit 10 g des pulverförmigen Härters, mit 5 g eines Kopolymerisates aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester (Lupolenpulver A 2910 der BASF AG) mit einer Korngrösse von weniger als 300 μ und mit 0,5 g eines durch Hydrolyse von Siliciumtetrachlorid in der Knallgasflamme hergestellten Kieselsäurepulvers (Aerosil 2431/380 der Firma Degussa AG) intensiv vermischt. Das auf diese Weise gewonnene feinpulverige Produkt stellt einen Epoxidharzklebstoff gemäss der Er-
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findung dar, welcher folgende Merkmale aufweist.
Erweichungspunkt (Koflerbank) : 48° bis 580C Lagerstabilität bei 20 bis 25°C : mehr als 6 Monate
Härtungszeit bei 800C : 20 Minuten Zugscherfestigkeit
(DIN 53283)":
, ■ · ' 8-10 N/mm2
Rollenschälfestigkeit (British Standard DTD 5577): 3-5 N/mm
Härtungszeit bei 90 C : 10 Minuten Zugscherfestigkeit
(DIN 53283): 15-17 N/mm2
Härtungszeit bei 100 C : 8 Minuten
Rollenschälfestigkeit (British Standard DTD 5577):
6-9 N/mm
Vergleichsbeispiel
Es wird dieselbe Harzkomponente wie in Beispiel 1 verwendet.
Härter wird wie folgt hergestellt« 1 Mol Aethylendiamin und 1 Mol Bisphenol-A werden zusammengeschmolzen. Nach dem Erstarren bei Raumtemperatur wird ein Pulver mit einer Korngrb'sse von unter 500 u hergestellt.
100 g des Harzkomponenten-Pulvers werden mit 0,5 g Kieselsäurepulver (Aerosil) und 7,2 g des Härters bei Raumtemperatur intensiv vermischt. Es entsteht ein rieselfähiges Einkomponenten-Klebstoffpulver mit folgenden Eigenschaften.
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Erweichungspunkt (Koflerbank) : 50° bis 600C Lagerstabilität bei 20 bis 25°C : mehr als 6 Monate Härtung bei 90° bis 1000C : 10 Minuten
Dabei erhaltene Prüfwerte:
Zugscherfestigkeit (DIN 53283) : 5 bis 7 N/mm2
Rollenschälfestigkeit (British Standard DTD 5577) : 0,8 bis
1,5 N/mm
Beispiel 2
83 g eines festen Epoxidkrcsolnovolaks mit einem Epoxidäquivalent von 230 werden bei 130 C geschmolzen und mit 17 g Schwerspat vermischt, abgekühlt und zu einem Pulver mit einer Korngrö'sse zwischen 100 und 300 μ gemahlen.
100 g dieses Harzpulvers werden mit 26 g des in Beispiel 1 beschriebenen pulverförmigen Härters, sowie mit 0,5 g "Aerosil" (Degussa) und 5 g eines Co-polymerpulvers aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester ("Lupolenpulver A 2910" der BASF) mit einer Korngrösse von weniger als 300 μ während 5 Minuten intensiv vermischt, wobei ein pulverförmiger Einkomponentenklebstoff mit nachfolgend aufgeführte! Eigenschaften entsteht:
Erweichungspunkt (Koflerbank) : 66-70 C
Lagerstabilität bei 20-25°C : > 6 Monate
Härtungszeit bei 90°C , : 8-10 Min.
Härtungszeit bei l00°C : 10-12 Min.
Zugscherfestigkeit (DIN 53283) : 8-11 N/mm2 Rollens chälfes tigkeit
(British Standard DTD 5577) : 2-3 N/mm
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Claims (8)

Patentansprüche
1. Lagerstabiler,schnellhärtender Epoxidharzklebstoff, dadurch gekennzeichnet, dass er
I. a) eine Polyglycidy!verbindung mit durchschnittlich mehr als einer Glycidy!gruppe im Molekül und mit einer Erweichungstemperatur zwischen 40° und 900C,
b) ein Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g NjN-Dimethyl-ljS-diaminopropan,
c) ein ABS-Pfropfpolymerisat und
d) ein Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester mit einem Schmelzbereich von 70° bis 1100C enthält,
wobei in diesem Epoxidharzklebstoff auf 1 Aequivalent Glycidy!gruppen 0,5 bis 1,5 Aequivalente an Stickstoff gebundene Wasserstoffatome des Aethylendiamins und des N,N-Dimethyl-l,3-diaminopropans kommen, und auf 100 Gewichtsteile der Polyglycidylverbindung 3 bis 30 Gewichtsteile ABS-Pfropfpolymerisat und 3 bis 20 Gewichtsteile Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester kommen,
und
II.) als feines heterogenes Pulver, gegebenenfalls zu Tabletten oder Granulaten aufgebaut, vorliegt, wobei in einer Kategorie der Partikel die jeweilige Polyglyeidy!verbindung und in einer anderen Kategorie der Partikel das Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Dimethyl-1,3-
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ORlGiNAL !NSFECTED
diaminopropan enthalten ist und die Partikel einer dritten Kategorie aus dem Kopolymerisat aus Aethylen, Acrylsäure und Acrylsäureester bestehen.
2. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyglyeidy!verbindung (a) ein Bisphenol-A-Epoxidharz ist.
3. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyglycicylverbindung (ε) ein glyeidylierter Phenol- oder Kresolnovolak ist.
4. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopolymerisat (d) 87 bis 91 Gew.-% Aethylen, 3 bis 5 Gew.-% Acrylsäure und 6 bis 8 Gew.-% Acrylsäureester enthält.
5. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er als feines heterogenes Pulver vorliegt, welches nur 3 Kategorien von Partikeln aufweist.
6. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er als feines heterogenes Pulver vorliegt, welches ausser den beiden die jeweiligen PoIyglycidy!verbindung einerseits und das Salz aus 1 Mol Aethylendiamin, 1 Mol Bisphenol-A und 2 g N,N-Dimethyl-1,3-diaminopropan andererseits enthaltenden Kategorien und der aus dem Kopolymerisat (d) bestehenden Kategorie
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von Partikeln noch weitere Kategorien von Partikeln, welche übrige Grundbestandteile des Klebstoffs enthalten, aufweist.
7. Epoxidharzklebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er als feines heterogenes Pulver in Form eines Aufbaugranulates oder in Form von Tabletten vorliegt.
8. Mit einem Epoxidharzklebstoff gemäss Anspruch beschichtete Faservliese, Gewebe, Platten oder Folien aus Kunststoffen, Glas oder dergleichen, vorzugsweise aus Polyethylenterephthalat oder Polyamid.
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DE19782800302 1977-01-07 1978-01-04 Lagerstabiler, schnell haertbarer epoxidharzklebstoff Withdrawn DE2800302A1 (de)

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