DE2800383C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stapelvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In einer normalerweise gebräuchlichen Bogenherstellungsanlage wird eine
breite Papierbahn kontinuierlich durch einen Längsschneider mit ro
tierenden Kreismessern geführt, die die Bahn längs teilen, wonach die
Streifen zu einzelnen Bogen quer geschnitten werden. Die so zugeschnitte
nen Bogen werden dann wechselweise dem einen oder anderen eines
Paares von Stapeltischen zugeführt, je nach der Einstellung des Zulau
fes. Wenn ein Stapeltisch Bogen in Stapeln aufnimmt, ist der zweite
Stapeltisch in Abgabestellung. Jeder Stapeltisch ist mit einer hin- und
hergehenden Stoßvorrichtung versehen, die die gebildeten Bogenstapel
von einem Stapeltisch auf einen Abgabeförderer übergeben.
Eine solche Stapelvorrichtung benötigt mindestens eine Trennvorrichtung
zwischen den Stapeln.
Aus der nicht vorveröffentlichten DE 26 27 390 A 1 ist es bekannt, dafür
eine dünne langgestreckte Trenneinrichtung vorzusehen, die auch in
Bewegungsrichtung der Bogen ablaufenden Elemente aufweist.
Bei einer anderen wandartigen, von oberhalb des Bogenstapels gehalterten
Trennvorrichtung wird Vibration angewendet. Hierbei können jedoch
die unteren Bogen
eines Stapels unter der Trennvorrichtung und damit außerhalb der Bündig
lage zu liegen kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu
grunde, eine Stapelvorrichtung mit einer verbesserten Trennvor
richtung zum stapelweisen Getrennthalten der einlaufenden Bogen zu
schaffen.
Die Lösung ergibt sich aus den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
Es wird hierdurch vermieden, daß sich unte
re Blätter unter eine von oben eingeführte Trennvorrichtung legen kön
nen.
Weitere Ausgestaltungen einer Stapelvorrichtung mit der
Trennvorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 9 angegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine teilweise schematische Darstellung in Seitenansicht
einer Stapelvorrichtung, die mit einer Trennvor
richtung versehen werden kann,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Stapelvorrichtung,
teilweise abgebrochen, zur Darstellung
des Mechanismus zum Bewegen des Stapeltisches in die
Aufnahme- und Abgabestellung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Paar von Trennvorrichtungen
innerhalb des Staplers nach Fig. 2,
Fig. 4 ein vergrößerter teilweiser Querschnitt einer Trenn
vorrichtung in der auf dem Stapeltisch anliegenden
Position, in der die einlaufenden Bogen voneinander
getrennt gehalten werden,
Fig. 5 ein Querschnitt ähnlich Fig. 4 während des Hochziehens
einer Trennvorrichtung nach fertiggebildeten Bogen
stapeln und
Fig. 6 die zurückgezogene Stellung der Trennvorrichtung vor
dem Weitertransport der gebildeten Bogenstapel.
Die Trennvorrichtung kann in Verbin
dung mit einer konventionellen Stapelvorrichtung benutzt werden,
von der ein Teil in Fig. 1 dargestellt ist. Hier erkennt man einen
Ablagetisch 10, der um eine Welle 11 schwenkbar ist. Der Ablagetisch 10
trägt eine Anschlagvorrichtung 12 für eine Mehrzahl von Bogen,
die dem Ablagetisch 10 über ein Paar Bandförderer 14
und 15 zugeführt werden. Wenn die Beschickung des Ablagetisches 10
vollendet ist, wird er um die Schwenkachse 11 in die gestrichelt dar
gestellte Lage abgeschwenkt, wonach die Anschlagvorrichtung 12 einen Bogen
stapel 13 auf eine Fördervorrichtung 16 vorstößt.
In Fig. 2 und 3 erkennt man einen Teil eines ortsfesten Rahmens 17,
an dem eine nach unten offene Tragschiene 18 befestigt ist. Diese Trag
schiene 18 trägt eine Mehrzahl von Trennvorrichtungen 19.
Die Trennvorrichtungen 19 sind über ein Paar
von Führungen 20 seitlich verstellbar, um den Abstand zweier Trenn
vorrichtungen 19 voneinander an verschiedene Blattbreiten anpassen zu
können. Die Trennvorrichtungen 19 können in der eingestellten Position
mittels Klemmvorrichtungen 21 (Fig. 3) an der Tragschiene 18 festge
klemmt werden.
Die Trennvorrichtungen 19 sind so angeordnet, daß sie mit einem um eine
Schwenkachse 23 schwenkbaren Stapeltisch 22 zusammenwirken. Der Stapel
tisch 22 trägt eine Stoßvorrichtung 24, die als Anschlag für die einlau
fenden Bogen dient, wenn diese auf der Oberfläche des Stapeltisches
22 abgelegt werden. Über die Stoßvorrichtung 24 können ein oder mehrere
seitlich benachbarte Bogenstapel 13 auf eine Fördervorrichtung 16 übergeben
werden, wie in Verbindung mit Fig. 1 bereits erläutert.
Der gesamte Stapeltisch 22 ist von einer horizontalen Abgabestellung,
die in voll ausgezogenen Linien dargestellt ist, in eine geneigte, in
strichpunktierten Linien dargestellte Ladestellung bewegbar. Zur Aus
führung der Schwenkbewegung um die Schwenkachse 23 ist eine Kette 25
vorgesehen, die um ein Kettenrad 26 herumgelegt ist und zwischen einem
Paar von Endschaltern 27 und 28 betrieben wird. Der Stapeltisch 22
trägt ein Getriebegehäuse 29 mit einem Antriebsmotor 30 zum Bewegen von
mehreren Schleppketten zum hin- und hergehenden Antrieb für die Stoß
vorrichtung 24.
Bei der in strichpunktierten Linien dargestellten Ladestellung bringt
ein Förderband 31 Bogen auf die geneigte Oberfläche des Stapeltisches
22, und zwar zwischen ein Paar von miteinander fluchtenden Trennvorrich
tungen 19. Der Aufbau einer einzelnen Trennvorrichtung 19 ist am besten
aus Fig. 4, 5 und 6 zu ersehen. Jede Trennvorrichtung 19 umfaßt einen
relativ dünnen mittleren Wandkern 33, dessen Außenflächen mit einem Paar von
biegsamen Streifen 34, 35 beklebt sind. Als Material für diese Strei
fen wird Polyäthylen mit einer Dicke von zirka 0,13 mm empfohlen. Die
biegsamen Enden der Streifen 34, 35 erstrecken sich bis über die Unter
kante des Wandkerns 33 und bilden trichterförmig aufgespreizte Fußenden 36,
37. Diese biegsamen Fußenden 36, 37 sind durch ein biegsames Scharnierteil
38 miteinander verbunden, das mit den Fußenden 36, 37 verklebt ist und das
untere Ende des Wandkerns 33 abschließt. Das biegsame Scharnierteil 38 wird
ebenfalls vorzugsweise aus einem dünnen Polyäthylenband mit etwa 0,13 mm
Dicke ausgeführt. Das Scharnierteil 38 gibt den Fußenden 36, 37 die
erforderliche Spannkraft zum Aufspreizen, wann immer die Trennvorrich
tung 19 gegen die Oberfläche 32 des Stapeltisches 22 gedrückt wird.
Wenn ein Stapelvorgang beispielsweise für zwei seitlich benachbarte
Bogenstapel 13 vollendet ist und der Stapeltisch 22 abwärts in die Abgabestel
lung verschwenkt wird, findet eine Relativbewegung zwischen den ortsfesten
Trennvorrichtungen 19 und den abwärts gehenden Bogenstapeln 13 statt. Hierbei
falten sich die biegsamen Fußenden 36, 37 wie auch das biegsame Schar
nierteil 38 einwärts zusammen, wie Fig. 5 zeigt, so daß die Trennvorrich
tung 19 durch das Abschwenken des Stapeltisches 22 aus den Zwischen
räumen zwischen benachbarten Bogenstapeln 13 zurückgezogen werden.
Nachdem in der waagerechten Ablagestellung des Stapeltisches 22 die
Trennvorrichtungen 19 vollständig zurückgezogen sind, nehmen die biegsamen
Fußenden 36, 37 wieder ihre trichterförmig aufgespreizte Lage zueinander
ein, was durch das biegsame Scharnierteil 38 unterstützt wird.
Claims (9)
1. Stapelvorrichtung für nebeneinander liegende Bogenstapel, mit
einem Stapeltisch (22) zur Aufnahme von mindestens zwei
Bogenstapeln (13) und mit mindestens einer wandartigen, oberhalb der Bogenstapel (13) gehalterten
Trennvorrichtung (19) zum
stapelweisen Getrennthalten der einlaufenden Bogen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (19) aus einem relativ
dünnen mittleren Wandkern (33) mit einem Paar von biegsamen, unterhalb der
Unterkante des Wandkerns (33) trichterförmig aufgespreizten Fußenden 36, 37 be
steht, die bei einer Herausziehbewegung der
Trennvorrichtung (19) einwärts zusammenklappbar
sind.
2. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fußenden (36, 37) aus einem Paar von an den Außenflächen des Wandkerns (33)
befestigten biegsamen Streifen (34, 35) bestehen, deren freie Enden sich
bis unterhalb der Unterkante des Wandkerns (33) erstrecken.
3. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fußenden (36, 37) aus einem einzigen Element bestehen, das sich quer
zur Unterkante des Wandkerns (33) erstreckt.
4. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußenden (36, 37) aus biegsamem Kunststoff bestehen.
5. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußenden (36, 37) mit dem mittleren Wandkern (33) verklebt sind.
6. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußenden (36, 37) durch ein biegsames Scharnierteil (38) ver
bunden sind.
7. Stapelvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Scharnierteil (38) aus Kunststoff besteht.
8. Stapelvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Scharnierteil (38) mit den Fußenden (36, 37) verklebt ist.
9. Stapelvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Bewegbarkeit
der Trennvorrichtung (19) von einer ersten Posi
tion mit an der Oberfläche (32) des Stapeltisches (22) anliegenden aufgespreizten Fußenden (36, 37)
in eine zweite Position
mit Abstand von der Tischoberfläche.
Applications Claiming Priority (1)
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