DE286445C - - Google Patents
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- DE286445C DE286445C DENDAT286445D DE286445DA DE286445C DE 286445 C DE286445 C DE 286445C DE NDAT286445 D DENDAT286445 D DE NDAT286445D DE 286445D A DE286445D A DE 286445DA DE 286445 C DE286445 C DE 286445C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B21/00—Sewing machines with devices for automatically controlling movement of work-carrier relative to stitch-forming mechanism in order to obtain particular configuration of seam, e.g. programme-controlled for sewing collars, for attaching pockets
- D05B21/002—Sewing machines with devices for automatically controlling movement of work-carrier relative to stitch-forming mechanism in order to obtain particular configuration of seam, e.g. programme-controlled for sewing collars, for attaching pockets consisting of lateral displacement of the workpieces by a feed-dog or a fluted presser foot
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B73/00—Casings
- D05B73/04—Lower casings
- D05B73/12—Slides; Needle plates
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 286445 KLASSE 52«. GRUPPE
Zickzack-Sticknähmaschine. Zusatz zum Patent 285210.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1914 ab. Längste Dauer: 12. Februar 1929.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Zickzack-Sticknähmaschine nach dem Patent
285210. Bei der Ausführung nach diesem Hauptpatent kann man nur Plattstickfiguren
herstellen, deren Mittellinien gerade verlaufen, nicht aber Plattstickfiguren mit geschweift
oder schräg liegenden Mittellinien, keine bestickten länglichen Löcher und keine nur mit
einer schmalen gebogenen Randlinie umstickten Figuren.
Diesem Mangel abzuhelfen ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
In der Zeichnung ist die Platte der neuen Zickzack-Stickmaschine im Schnitt und Grundriß
in Fig. 1 und 2 dargestellt. Fig. 3, 4, 5 zeigen die geschweiften Stickereifiguren, welche
außer den gerade verlaufenden nach Fig. 6 und 7 auf der gleichen Maschine zu sticken sind.
Der untere Fortrückungsschieber b und der Stichbreitenstellhebel w sind in gleicher Weise
angeordnet und durch auswechselbar, von Hand gedrehte Kurven I, f hin und her
schiebbar, wie bei dem Hauptpatent.
Auf dem quer zur Nadelschwingung geführten Stoffschieber b, wie solcher auch bei
dem Hauptpatent vorhanden ist, wird nun ein zweiter Schieber D angebracht, dessen
Führung rechtwinklig zur Führung des ersteren steht. Die Öffnung E in der Mitte des
oberen neuen Stoffschiebers D ist so groß gemacht, daß sie bei der größten Quer- und
Längsverschiebung nicht an die Erhöhung c anstößt, welche das Stichloch der Stichplatte
umgibt und die mit der Oberfläche des oberen Fortrückungsschiebers D eine Ebene bildet.
Die hin und her gehende Verschiebung des oberen Stoffschiebers D erfolgt unter Vermittelung
eines zweiarmigen Hebels F durch eine Kurve G, welche mit den beiden bekannten
Kurven I, f zum Verschieben des unteren Fortrückungsschiebers b und des Stichbrei
tenstellhebels w auf der gleichen Welle sitzt und von der gleichen Handkurbel η gedreht
wird. Die Feder H zieht den oberen Stoffschieber D stets nach vorn der Stickerin
zu, so daß die am rechten Ende des zweiarmigen Hebels F sitzende Rolle K stets an
der Kurve G anliegt.
Der obere Fortrückungsschieber D bildet mit den auf dem unteren Stoffschieber b befestigten
Führungsleisten L1, L2 eine Ebene.
Zum sicheren Festhalten des Stoffes auf den Stoffschiebern b, D durch die Hand der
Stickerin sind seitlich der Nadel auf der Führungsleiste L1 und vor und hinter der Nadel
im oberen Schieber D Vertiefungen P angebracht, in welche der Stoff durch die Finger
der Stickerin gedrückt wird.
Sollen geschweifte Plattstickfiguren gestickt werden, so drückt die Stickerin den zu be-
stickenden Stoff mit der linken Hand in die Vertiefungen des oberen Schiebers D, setzt
die Maschine in Tätigkeit und dreht mit der rechten Hand die Handkurbel und die drei
damit verbundenen Kurven I, f, G.
Sollen dagegen gerade Plattstickfiguren gestickt werden, so hat die Stickerin lediglich
den Stoff auf die Führungsleiste L1 des unteren St off Schiebers b zu drücken. Der obere
ίο Stoffschieber D schiebt sich dann während
des Stickens frei unter der Stickerei hinweg, ohne dieselbe zu bewegen.
Durch den Wechsel der Druckstellen wird also sofort eine geschweifte oder eine gerade
Stickereifigur mit den gleichen Must er kurven erzeugt.
Sollen längliche Löcher bestickt werden, so setzt man zunächst die für diese Arbeit vorgesehenen
drei Musterkurven auf die drehbare Hülse des Zapfens g und schaltet den Stichbreitenstellhebel
w durch Herausschrauben der Flügelschraube C aus, so daß er bei der Drehung
der Handkurbel η keine Bewegung macht und die Stichbreite gleich Null ist, bringt
nun den mit geraden Einschnitten für die zu stickenden Löcher versehenen Stoff so unter
die Nadel, daß der Einschnitt rechts von der Nadel und in der Längsrichtung der Maschinenplatte
liegt. Jetzt ist die Maschine in Bewegung zu setzen, der Stoff mit der linken Hand auf die Oberfläche des Schiebers D zu
drücken und die Handkurbel η ein oder mehrere Male schnell herumzudrehen. Hierdurch
entsteht eine Steppstichnaht mit Stichlängen von etwa 1 bis 2 mm um den geraden Einschnitt
des Stoffes, der die Form eines länglichen Loches hat. Diese Umnähung wird bei allen
für die länglichen Löcher vorher eingeschlagenen Einschnitte des Stoffes vorgenommen,
hiernach die Stichbreitenverstellung der Maschine durch Anschrauben des Lenkers υ mittels
Schraube C wieder eingeschaltet und der Stoff mit seinem geraden Einschnitt in der
gleichen Lage unter die Nadel gebracht, wie beim Umnähen. Jetzt setzt man die Maschine
in Tätigkeit, drückt den Stoff auf den Schieber D und dreht die Handkurbel η ein
oder mehrere Male herum. Die hin und her schwingende Nadel faßt dann bei jedem Überstich
einmal in den geraden Einschnitt des Stoffes und das andere Mal dicht hinter die
zuvor gemachte Umnähung. Der innerhalb der Umnähung liegende Stoff wird dadurch vom Einschnitt ab- an die Umnähungsnaht
herangezogen und bildet mit der Überstickung einen vorstehenden, glatten Lochrand von
länglicher Form.
Die Stichbreiten-Musterkurve ist so gestaltet, daß die Nadel einerseits dem geraden
Einschnitt folgt und anderseits der bogenförmigen Umnähung.
Wenn an Stelle der länglichen Löcher mit einer schmalen Randlinie umgebene Formen
in vollem Stoff gestickt werden sollen, so schaltet man den Stichbreitensteilhebel w durch
Herausnehmen der Flügelschraube C von der Musterkurvenbewegung aus und stellt den
Stichbreitensteilhebel w für eine etwa 1 mm breite Überstickung an der am Maschinenarm
befindlichen und bekannten Einstellskala fest (nicht gezeichnet), drückt den zu bestickenden
Stoff auf den oberen Schieber D, setzt die Maschine in Tätigkeit und dreht die
Handkurbel η ein oder mehrere Male herum. Es entsteht dann eine gestickte schmale, in
sich zurücklaufende Randlinie im vollen Stoff, die die Form eines Blattes oder länglichen
Loches aufweist.
Wie aus vorstehenden Erläuterungen der verschiedenartigen Anwendung hervorgeht, ist
durch die Hinzufügung des zweiten, in der Nadelschwingrichtung hin und her bewegten
Stoffschiebers die Maschine nach dem Hauptpatent bedeutend vielseitiger geworden.
Claims (2)
1. Zickzack-Sticknähmaschine, deren Stoffverschiebung
und Stichbreitenverstellung durch Musterkurven erfolgt, nach Patent 285210, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Stoffschieber (L1, L2) ein zweiter, mit
dem ersten in einer Ebene liegender Stoffschieber rechtwinklig zur Bewegungsrichtung
des ersten Stoffschiebers geführt ist, so daß der zu bestickende Stoff wahlweise
auf einen der Schieber durch die Hand der Stickerin gepreßt werden kann, um durch den Druckstellenwechsel gerade oder
geschweift verlaufende Plattstickfiguren oder auch längliche Löcher mit mehrfachen
überanderliegenden Stichlagen sticken zu können.
2. Zickzack-Sticknähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
drei für Stoff vorschub und Stichbrei ten verstellung vorgesehenen Musterkurven (G, f, I)
durch eine Handkurbel (n) bewegt werden, um bei ausgeschalteter Stichbreitenverstellung
(ν, C, w) längliche Löcher mit größeren Steppstichen schnell umnähen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286445C true DE286445C (de) |
Family
ID=541767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286445D Active DE286445C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286445C (de) |
-
0
- DE DENDAT286445D patent/DE286445C/de active Active
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