DE174863C - - Google Patents
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- DE174863C DE174863C DENDAT174863D DE174863DA DE174863C DE 174863 C DE174863 C DE 174863C DE NDAT174863 D DENDAT174863 D DE NDAT174863D DE 174863D A DE174863D A DE 174863DA DE 174863 C DE174863 C DE 174863C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B19/00—Programme-controlled sewing machines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
"PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52«. GRUPPE
Zierstichnähmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1905 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zweinadel-Nähmaschinen zur Herstellung von
Zierstichen und Stickereien, und betrifft insbesondere diejenige Klasse von Nähmaschinen,
bei welchen ein hin- und herschwingender Fadenvorleger einen Zierfaden durch Hin-
und Herschwingen zwischen die beiden Stichreihen einwebt, durch welche der Zierfaden
auf der Oberfläche des Stoffes befestigt
ίο wird.
Bei der neuen Maschine sind die auf- und niederbeweglichen Nadelstangen in einem seitlich
beweglichen Rahmen gelagert, welcher mit einer schrittweise bewegten Hubscheibe verbunden ist, die ihrerseits den Nadeln eine
Reihe aufeinander folgender Bewegungsstufen erteilt, d. h. die Nadeln erst in einer Richtung
und dann in der anderen, quer zu dem Vorschub des Stoffes bewegt, anstatt, wie zur Herstellung derartiger Ziernähte bisher
üblich, den Stoff oder das Werkstück unter der Stichbildungsvorrichtung zu verschieben.
Der Greifer unter der Arbeitsplatte ist so mit dem Nadelstangenrahmen verbunden, daß
er den quer und seitlich gerichteten Bewegungen desselben folgt, wodurch stets die
richtige Stellung der Nadeln und des Greifers zueinander gesichert wird. Ebenso ist der
hin- und hergehende Zierfadenvorleger mit dem Nadelstangenrahmen verbunden, so daß
auch dieser stets in der richtigen Stellung zu den seitlich sich bewegenden Nadeln verbleibt.
Um den Einstich bezw. Austritt der Nadeln in das richtige Verhältnis zu dem Greifer zu bringen und das Auslassen von.35
Stichen zu verhüten, ist die eine der Nadeln an einer Hilfsnadelstange befestigt, die nachgiebig
mit der anderen oder Hauptnadelstange verbunden ist und durch einen Anschlag überwacht wird, welcher ihre Abwärtsbewegung
begrenzt, bevor die Nadel der Hauptnadelstange ihren Abwärtsstich ganz vollendet
hat. Auf diese Weise wird, die eine Nadel für einen Augenblick angehalten, während
die andere Nadel, deren Schlinge zuerst von dem Greifer erfaßt wird, ihren Abwärtshub
vollendet und ihren Aufwärtshub wieder beginnt, derart, daß die Schlingen, welche von
den beiden Nadeln gebildet werden, dieselbe Größe haben, wenn sie von dem Greifer erfaßt
werden. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die zuletzt von dem Greifer erfaßte
Schlinge nicht so groß wird, daß sie von dem Greifer zur Seite geschoben und ausgelassen werden kann, wie dies öfter bei
Nähmaschinen mit zwei Nadeln und einem Greifer vorkommt.
Bei der neuen Maschine ist der Drehpunkt des Antriebhebels für den Stoffvorschub mit
der seitlich sich bewegenden Stichbildungsvorrichtung verbunden, so daß die Größe
der Vorschubbewegungen bei der Herstellung von Stickmustern, wie Zacken usw., während
der Herstellung eines jeden Musters selbsttätig geregelt wird, indem der Vorschub
gegen oder an den Spitzen der Zacken kleiner
und gegen oder in der Mitte der Zacken großer ausfällt, um eine mehr vollkommene
Stickerei oder Ziersticharbeit zu erzielen.
Auf den Zeichnungen stellen Fig. ι und 2 die beiden Seitenansichten einer der Erfindung
gemäß eingerichteten Zierstichnähmaschine dar; Fig. 3 ist eine Ansicht derselben
von unten; Fig. 4 stellt eine Stirnansicht der Maschine dar; Fig. 5 und 6 zeigen
in gesonderten Darstellungen die Anordnung der beiden Nadelstangen und des Greifers;
Fig. 7 erläutert die federnde Verbindung des
■ Zierfadenvorlegers mit seinem Hebel; Fig. 8
erläutert die Einrichtung des Fadenhebers für den Zierfaden; Fig. 9 zeigt die feststehende
Hubscheibe, welche die Bewegung des Zierfadenvorlegers bestimmt; Fig. 10 und 12 veranschaulichen
verschiedene auswechselbare Hubscheiben zur Herstellung verschiedener
Ziermuster, wie solche z. B. in den Fig. 11 bezw. 13 dargestellt sind.
Im oberen Teil des Armes 12 lagert die Antriebwelle 14, an deren vorderes Ende die
Hauptnadelstange 15 in bekannter Weise angeschlossen
ist. Die Welle 14 trägt eine Nuttrommel 16, in welche ein Zapfen eines
bei 18 am Arm 12 drehbar angebrachten Hebels 17 eingreift, der durch eine Schiene 19
mit einem um Zapfen 21 drehbaren Schwingstück 20 verbunden ist. Letzteres ist mit
federnden Klemmstücken 22 versehen, welche gegen den Rand einer Hubscheibe 23 wirken
und dieser in bekannter Weise eine schrittweise erfolgende Umdrehung erteilen. Die
Schiene 19 kann in einer Nut 24 des Hebels 17 verstellt werden, je nachdem man den
Ausschlag des Schwingstückes 20 bezw. die Geschwindigkeit der Umdrehung der Hubscheibe
23 regeln will, wonach sich wiederum die Formen der Ziermuster, Zacken usw. richten.
In die auf der hinteren Seite der Scheibe 23 befindliche Nut 25 greift ein Zapfen 26 eines
zu einem Winkel gebogenen Hebels 27 ein, dessen wagerechter Arm an dem Rahmen 28
für die Hauptnadelstange 15 mit Nadel 29 angeschlossen ist (Fig. 5). Infolge dieser
Verbindung erteilt die Nut- oder Hubscheibe 23 dem Nadelstangenrahmen bezw.
den darin gelagerten Nadelstangen 15 und 30 mit ihren Nadeln 29 bezw. 31 eine seitliche,
d.h. quer zur Vorschubrichtung des Arbeitsstückes gerichtete Bewegung, und zwar für
eine Reihe aufeinander folgender Stiche, erst in der einen und dann in der anderen Richtung.
Die Hilfsnadelstange 30 lagert in einem Schlitz der Hauptnadelstange und wird durch
eine Feder 34 (Fig. 6) gewöhnlich in ihrer unteren Endstellung gehalten, so daß ihre
Nadel 31 etwas tiefer steht als die Nadel 29 der Stange 15 (Fig. 5). Erreicht beim Abwärtshub
der Nadelstangen die Nadel 31 ihre tiefste Stichstellung, so wird sie in dieser
Stellung durch einen Zapfen 35 der Nadelstange 30 gesichert, welcher sich gegen einen
Anschlag des Nadelstangenrahmens 28 legt und die Nadelstange festhält. Infolge der
federnden Verbindung zwischen den beiden Nadelstangen geht dann die Nadelstange 15
noch so weit herab, bis sich das öhr ihrer Nadel 29 mit dem öhr der Nadel 31 auf
gleicher oder ungefähr gleicher Höhe befindet. Beim Aufwärtshub der Nadelstangen
wird von dem von links nach rechts schwingenden Greifer 36 (Fig. 6) zunächst die Fadenschlinge
der Nadel 29 erfaßt, welche dann ihren Aufwärtshub fortsetzt, wobei ihre Nadelstange
die bis dahin festgehaltene Nadelstange 30 mit hoch zieht. Die Nadel 31
wirft hierbei eine Fadenschlinge von geeigneter Größe aus, die alsdann von der Greiferspitze . erfaßt wird. Als geeignet große
Fadenschlingen für den bei der vorliegenden Maschine zur Verwendung kommenden Greifer
haben die Schlingen zu gelten, welche gebildet werden, wenn die Nadeln aus ihrer tiefsten.
Stellung ungefähr einen halben Millimeter ihres Aufwärtshubes ausgeführt haben. Infolge
der federnden Verbindung der beiden Nadelstangen werden von den in gewisser Entfernung voneinander stehenden beiden
Nadeln stets Fadenschlingen von gleicher und richtiger Größe für die Greiferspitze gebildet
werden, wodurch das Auslassen von Stichen vermieden wird, was bekanntlich dann einzutreten pflegt, wenn die Fadenschlinge
der einen Nadel zu klein oder die der anderen Nadel zu groß ausfällt. Eine zu große
Fadenschlinge wird besonders, wenn der Faden fest gedreht und zu Schleifenbildungen
neigt, leicht durch die Greiferspitze beiseite geschoben, anstatt von ihr erfaßt zu werden.
Um möglichst große seitliche Bewegungen der Stichbildungsvorrichtungen quer zur Riehtungslinie
des Stoffvorschubes zu ermöglichen behufs Herstellung von wellenförmigen Zacken oder anderen Ziermustern von beträchtlicher
Breite, wird der Greifer mit den Nadeln seitlich bewegt und stets in der richtigen
Stellung zu diesen erhalten. Zu diesem Zweck ist der durch die Arbeitsplatte 13 hinabreichende
senkrechte Arm des zu einem Winkel gebogenen Hebels 27 durch eine Stange 2>7 mit dem Greiferrahmen 38 verbunden,
welcher mit Ansätzen 39 in Lagern 40 der Arbeitsplatte verschiebbar gelagert
ist. Das Greifergehäuse mit der Greiferbahn 41 ist an dem Greiferrahmen 38
befestigt. Die Greiferwelle 42 und ihre Antriebwelle 43 lagern ebenfalls in dem Greiferrahmen
und nehmen an dessen seitlichen Be-
JL-
SJ
wegungen teil. Die der Antriebwelle 43 vorgelagerte Schwingwelle 44 erhält ihre Schwingbewegungen
von der stehenden Welle 49 durch einen Kurbelantrieb 45, 46, welcher an einen Kurbelarm am hinteren Ende der
Welle 44 angreift. Das vordere Ende dieser Welle umfaßt mit einem geschlitzten Kurbelarm
47 einen langen Kurbelzapfen 48 der Welle 43, welcher eine beträchtliche Längsverschiebung
der Welle 43 bezw. des sie tragenden Rahmens 38 gestattet, ohne daß die Kurbelverbindung 47, 48 dadurch unterbrochen
wird. Mit Hilfe der gewählten Übertragung können Schwingbewegungen von mehr als i8o° dem Greifer 36 erteilt werden.
Bei der Herstellung von wellenförmigen Zacken oder Verzierungen ist es wünschenswert,
daß der Vorschub des Stoffes gegen das Ende oder die Spitzen der Zacken hin etwas verringert, gegen die Mitte hin aber
etwas vergrößert wird, damit die Enden oder Hörner solcher Zacken von dem Zierfaden
gut.dicht bedeckt sind. Bei der vorliegenden Maschine wird die die .Horizontalverschiebung
des Stoffschiebers vermittelnde Stoffschieber-Stange 50 durch einen in Richtung des Stoffvorschubes
schwingenden und in seiner Längsrichtung hin- und herbewegten Antriebhebel 51
bewegt, welcher mit einer an seinem hinteren Ende angebrachten Gabel .52 eine Hubscheibe
53 der senkrechten Welle 49 umfaßt. Der Drehzapfen 54 des Hebels 51 wird
von einer Schiene 55 getragen, die mit Hilfe einer Klemmschraube 56 verstellbar an der
Stange 37 befestigt ist, welche den nach unten zeigenden Arm des Hebels 27 mit dem
Greiferrahmen verbindet, so daß, wenn die Nadeln und der Greifer bei Herstellung von
Zacken seitlich oder quer zur Vorschubrichtung verschoben werden, der Drehzapfen 54
selbsttätig damit verschoben wird, wodurch sich der Vorschub für den Stoff selbsttätig
ändert, derart, daß er nach der Mitte der Zierarbei't (Zacken) größer, nach den Enden
derselben hin aber kleiner wird. Der Vorschub kann mittels Hand geregelt werden,
indem man die Klemmschraube 56 löst und im Schlitz 57 der Schiene 37 verschiebt und
dadurch die Schiene 55 bezw. den Zapfen 54 näher an die Stoffschieberstange 50 heranrückt
oder davon entfernt.
An einem im vorderen Teil des Armes 12 sitzenden Wirbelzapfen 58 ist mittels einer
Schraube 59 ein Hebel 60 befestigt, an dessen unterem Ende der Zierfadenvorleger 61 angebracht
ist, welcher vor den Nadeln hin- und herschwingt. Die Verbindung zwischen dem Hebel 60 ■ und dem Fadenvorleger 61
ist federnd; eine Feder 62 ist bestrebt, das untere Ende des Vorlegers 61 dicht auf
dem Stoff zu halten. Der Schaft des Vorlegers 61 besitzt eine Nase 63, die über
einen an der Drückerfußstange 66 angebrachten Ansatz 64, 65 ragt, so daß, wenn der Drückerfuß 67 bezw. seine Stange 66
z. B. mittels eines Exzenterhebels 95 angehoben wird, auch der Zierfadenvorleger 61
vom Stoff abgehoben wird, und umgekehrt.
Der Hebel 60 erhält seine Schwingbewegung durch eine Zugstange 68 von einem
am Arm 12 drehbar befestigten Hebel 69, welcher mit einem geeigneten Zapfen in eine
Nuttrommel 70 der Welle 14 eingreift. Die Zugstange 68 greift nicht unmittelbar a!h den
Fadenvorleger 61 an, sondern an das obere Ende eines in den Antrieb eingeschalteten
Hebels 71 (Fig. 1), der mittels Zapfen 74
(Fig. ι und 4) an den Vorleger 60 angelenkt ist, während sein unteres Ende durch
Schraube 73 und Wirbelzapfen 72 mit dem Nadelstangenrahmen 28 verbunden ist.
Für den Anschluß des vorderen Endes der Zugstange 68 ist das obere Ende des Hebels
71 mit einem Gabelstück 75 versehen, welches mit einem 'Rollzapfen 76 in eine am
Maschinenarm 12 angebrachte, bogenförmige Schlitzführung JJ eingreift (Fig. 4 und 9).
Der Rollzapfen 76 mag mit Spielraum in den Schlitz der feststehenden Bogenführung Jj
eingepaßt sein, und es kann in solchem Falle die Bewegung des Zapfens durch eine Feder 78
unterstützt werden, welche den Hebel 60 mit dem Nähmaschmenarm verbindet.
Durch die Art des gewählten Antriebes wird der .Zwischenhebel Ji einmal vom
Nadelstangenrahmen 28 aus so verstellt, daß der Fadenvorleger 61 die erforderliche Lage
zu den Stichbildungswerkzeugen erhält und außerdem von der Kurventrommel 70 aus hin- und hergeschwungen, um den Zierfaden
abwechselnd in den Bereich der einen und der anderen Nadel zu bringen.
Der Zierfaden läuft von der Spule 79 durch eine Spannvorrichtung 80, durch Fadenführerösen
81 (Fig. ι und 8), welche sich auf einer verstellbaren Platte 82 befinden,
die sich auf Träger 84 führt und mittels Klemmschraube 83 festgestellt werden kann,
und durch Ösen 85, 86, 87 und 88 nach dem Fadenvorleger 61. Die. Ösen 85 und 86 sind
so dicht wie möglich an die Drehachsen der Hebel 69 bezw. 60 herangerückt. Zwischen
den Ösen 81 (Fig. 8) greift an den Zierfaden ein am Hebel 17. befestigter Fadenheber 89
an, welcher nicht nur den aufgenähten Zierfaden festzieht, sondern auch von der Spule 79
neuen Faden abzieht. Das Festziehen des Zierfadens durch den Fadenheber 89 wird dadurch ermöglicht, daß der· Zierfaden nach
Verlassen der Spannvorrichtung frei nach dem Vorleger 61 läuft und der Fadenheber
zwischen Spannvorrichtung und Fadenvor-
Claims (7)
- leger angreift. Das Abziehen von neuem Zierfaden von der Spule 79 kann, dem Abstand der beiden Nadeln entsprechend, durch Einstellen' der Platte 82 geregelt werden, indem dadurch die Abziehwirkung des Fadenhebers 89 verringert oder vergrößert wird, derart, daß ζ. B. eine Verschiebung der Platte 82 nach hinten einen entsprechend größeren oder kleineren Teil des Ausschlages des Hebels 89 unwirksam macht, wodurch natürlich ein entsprechend kürzeres Fadenstück von der Spule abgezogen wird.Mit Hilfe der vorbeschriebenen Zierstichnähmaschine können die verschiedensten Formen von Ziermustern hergestellt werden. Hat z. B. die Nut 25 der Scheibe 23 die in Fig. 10 gezeigte Form, so erzeugt die Maschine ein glattes Zackenmuster der in Fig. 11 gezeigten Art; hat dagegen die Nutscheibe die in Fig. 12 gezeigte Form, so entsteht ein Ziermuster von dem in Fig. 13 dargestellten Aussehen. Diese Muster können dadurch noch weiter verändert werden, daß man den Vorschub des Stoffes oder die Geschwindigkeit der Nutscheibe 23 oder beides zusammen ändert. Mit Hilfe dieser soeben erwähnten Einstellungen oder Abänderungen und einer Anzahl auswechselbarer Nutscheiben 23 mit verschieden geformten Nuten läßt sich eine sehr große Anzahl verschiedenartiger Ziermuster herstellen.Soll eine gerade Naht mit oder ohne Zierfaden hergestellt werden (letzteres ist durch einfaches Fortlassen des Zierfadens zu erzielen), so braucht man die Schiene 19 nur so mit dem Hebel 17 zu verbinden, daß der Verbindungspunkt mit dem Drehpunkt 18 des Hebels 17 zusammenfällt.Die Vorrichtung zum Verschieben des Greifers, um diesen zu jeder Zeit in der richtigen Stellung zu den Nadeln zu erhalten, sowie auch die bewegliche Anordnung, d. h. die Verschiebbarkeit der Nadeln gegeneinander, ermöglichen die Anwendung weit voneinander abstehender Nadeln mit nur einem einzigen Greifer und die Herstellung breiterer Ziermuster, als solche mit den für gleiche Zwecke bekannten Maschinen bislang hergestellt werden konnten.Pate ν τ-An Sprüche:I. Eine Zierstichnähmaschine mit mehreren Nadeln, einem Greifer und einem Zierfadenvorleger, welcher den Zierfaden quer zur Richtung der Stiche legt, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (27) zum gleichzeitigen Verschieben der Nadeln (29, 31) und des Greifers (36) für eine Anzahl einander folgender Stiche quer zur Vorschubrichtung des Stoffes.
- 2. Eine Zierstichnähmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubvorrichtung (51) für den Stoff selbsttätig derart beeinflußt wird, daß die Größe der Stoffvorschubbewegung für eine Reihe aufeinander folgender Stiche abwechselnd vergrößert und verringert wird, so daß ζ. B. bei Herstellung von Zackenmustern der Vorschub gegen die Mitte der Zacken vergrößert und gegen die Enden der Zacken verkleinert wird.
- 3. Eine Zierstichnähmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Zierfadenvorleger (61) mit dem Nadel-Stangenrahmen (28) verbunden ist, wodurch seine Arbeitsstellung selbsttätig geändert wird, sobald die Stichbildungsvorrichtung (29, 31, 36) ihre Lage ändert, so daß der Zierfadenvorleger stets in der richtigen Arbeitsstellung zu den Nadeln (29, 31) verbleibt.
- 4. Eine Zierstichnähmaschine nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Nadeln (29, 31) und den Greifer (36) von einer Nut oder Hubscheibe (25, 23) aus bewegender _ Hebel (27) mit dem Antriebhebel (51) für den Stoffschieber derart verbunden ist, daß diese A'erbindung (37, 55) für den Antriebhebel (51) einen Drehpunkt (54) bildet, dessen Lage bei Verschiebung der Stichbildungsvorrichtung (29, 31, 36) geändert wird, wodurch sich dann die Vorschubgröße für den Stoffschieber selbsttätig ändert.
- 5. Eine Zierstichnähmaschine nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb des Fadenvorlegers (60, 61) zwischen der von einem Antriebhebel (69) angetriebenen Antriebzugstange (68) und dem am Maschinenarm (12) angelenkten Zierfadenvorleger (60, 61) ein Zwischenhebel (71) eingeschaltet ist, der drehbar (74) am Fadenvorleger (60, 61) und am Nadelstangenrahmen (28) angebracht ist, derart, daß dieser Zwischenhebel (71) einmal vom Nadelstangenrahmen (28) aus verstellt wird, um den Fadenvorleger (60, 61) in richtiger Lage zu den Stichbildungswerkzeugen (29, 31, 36) zu halten und gleichzeitig von der antreibenden Kurventrommel (70) bezw. der Antriebzugstange (68) aus hin- und hergeschwungen wird, um den Zierfaden abwechselnd in den Bereich der einen und der anderen Nadel zu bringen.
- 6. Eine Zierstichnähmaschine nach Anpruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zierfadenvorleger (61) mit seinem Traghebel (60) federnd (62) verbunden und mit einem Ansatz (63) ausgerüstetist, .unter welchen ein Ansatz des Stoffdrückers (66, 67) faßt, der den Zierfadenvorleger ebenfalls mit hochnimmt, sobald man den Stoffdrücker anhebt.
- 7. Eine Zierstichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Nadel (31) von einer Hilfsnadelstange (30) getragen wird, die eine von der Hauptnadelstange (15) unabhängige senkrechte Verschiebung ausführen kann, derart, daß die Abwärtsbewegung der Hilfsnadelstange (30) begrenzt (35) wird, bevor die Hauptnadelstange (15) ihren Abwärtshub beendet hat, und daß, nachdem die letztere ihren Aufwärtshub angefangen hat, die Hilfsnadelstange wieder in ihre ursprüngliche Lage zur Hauptnadelstange zurückkehrt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE174863C true DE174863C (de) |
Family
ID=439569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT174863D Active DE174863C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE174863C (de) |
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- DE DENDAT174863D patent/DE174863C/de active Active
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