DE2857469C2 - Vorrichtung zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes eines Walzwerkes - Google Patents
Vorrichtung zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes eines WalzwerkesInfo
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Description
3. Vorrichtung nacb Ansprv:h 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dichtungskeil (4) um eine waagerechte Achse (10) schwenkbar angeordnet
und durch Federkraft gegen eine Anschlagfläche (15) des Dichtungsbolzens (3) angepreßt ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß ein am Walzenwerkgehäuse (9)
befestigter Zylinder (21), ein in diesem zwischen zwei Endstellungen verschiebbar angeordneter
Kolben (22) und ein zwischen dem Zylinder (21) und dem Kolben (22) angeordneter, mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbarer Druckraum (23) vorgesehen
sind, daß der Kolben (22) bei anstehendem Hydraulikdruck im Druckraum (23) in seiner inneren
Endstellung und bei fehlendem Hydraulikdruck aufgrund der auf den Kolben (22) wirkenden
Federkraft in seiner äußeren Endstellung verweilt, und daß der Dichtungsbolzen (3) in einer axialen
Bohrung des Kolbens (22) fest einstellbar angcor '-net ist und entsprechend den Endstellungen des
Kolbens (22) sich in seiner an die Walzen (1) angestellten Betriebsstellung bzw. von den Walzen
(1) abgehobenen Außerbetriebsstellung befindet
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch mehrere in Bohrungen (24) des Zylinders (21)
angeordnete Schraubenfedern (26), weiche an einem am Kolben (22) befestigten Flansch (25) anpressen
und auf diesen die bei fehlendem Hydraulikdruck im Drückfäum (23) zur Zurückstellung des Kolbens (22)
in seine äußere Endstellung notwendige Rückstellkraft ausüben.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (25) mittels einer auf das
Kolbenende aufgeschraubten Schraubenmutter (27) auf dem Kolben (22) befestigt ist, und daß im Flansch
(25) eine senkrecht zur Kolbenachse verlaufende
Gewindebohrung vorgesehen ist, in welche eine
Stellschraube (29) eingeschraubt ist, die durch die Kolbenwand hindurch dringt und zur Verstellung
bzw. Befestigung des Dichtungsbolzens (3) in der Kolbenbohrung über eine Paßfeder (30) ausgebildet
ist
7, Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine federbelastete Ziehvorrichtung (13) für
den Dichtungskeil (4), mit einem mit dem Dichtungskeil (4) fest verbundenen Federträgerbolzcn (16),
welcher durch das Walzwerkgehäuse (9) hindurchdringt und an seinem Ende eine Schraubenmutter
(17) aufweist, welche eine auf dem Walzwerkgehäuse (9) abgestützte Druckfeder (14) derart zusammendrückt daß diese den Dichtungskeil (4) in
Richtung von den Walzen (1) weg beauschlagt und ihn mit dem Dichtungsbolzen (3) im Eingriff hält
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur seitlichen
Abdichtung des Walzenspaltes eines Walzwerkes, insbesondere zur Verwendung bei der Flockierung von
ölsaaten, mit einem den Mahlspalt abdichtenden, parallel zu den Walzenachsen ausgerichteten Dichtungsbolzen, der in axialer Richtung verschiebbar
angeordnet und an vüe Endflächen der Walzen bis zur Berührung anstellbar ist und mit einem oberhalb des
Dichtungsbolzens angeordneten, den Einzugsspalt abdichtend begrenzenden Dichtungskeil.
Walzwerke der hier angesprochenen Art haben als Werkzeuge zwei im Betrieb gegeneinander gepreßte
Walzen, deren Walzenspalt das zu verarbeitende Produkt von oben zugeführt wird; beim Durchgang des
Produktes durch den Walzenspalt wird dieses — je nach Anwendung — zerkleinert oder flockiert. Eine gesteuerte Stellvorrichtung sorgt hierbei in Abhängigkeit von
der Gutzufuhr dafür, daß die Walzen nur bei zuströmendem Produkt geg?neine:nder gepreßt werden, d.h. in die Betriebsstellung eingerückt sind,
dagegen im Falle einer Unterbrechung des Gutzustromes in die Außerbetriebsstellung ausgerückt werden.
Damit während des Mahlens bzw. Flockierens das Gut unter der Wirkung des Walzendruckes nicht
seitlich, d. h. an den Endflächen der Walzen, aus dem Walzenspalt herausgepreßt wird, sieht man hier
Abdichtungsvorrichtungen vor, die den Walzenspalt sowie den Einzugsspalt begrenzen und abdichten.
Die CH-PS 1 00 694 lehrt eine derartige Abdichtungsvorrichtung mit rechteckiger Abdichtungsplatte, welche
im Bereich des Walzenspaltes verschiebebeweglich am Walzengerüst gelagert ist und durch eine vorspannbare
Feder an die zugeordneten Endflächen der Walzen gedrückt wird.
Eine weitere, aus dem DE-GM 17 02 618 bekannte Abdichtungsvorrichtung für Walzwerke besitzt als
seitliches Abdichtungselement für den Einzugsspalt einen keilähnlichen Dichtungsbacken, der Teil eines
Einschüttkastens ist, und als seitliches Abdichtungselement für den Mahlspalt einen von einer Ausnehmung im
Dichtungsbacken aufgenommenen Dichtungsbolzen, den eine Stellschraube axial gegen die Endflächen der
Walzen preßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Abdichtungsvorrichtungen der eingangs zitierten Art dahingehend zu verbessern, daß die mit den Walzenendflächen
in Berührung kommenden Dichtungselemente in Form
von Dichtungskeil und Dichtungsbolzen keinerlei Beeinträchtigung oder gar Beschädigung erfahren,
wenn sich die Walzen im ausgerückten Zustand bzw. in der Außerbetriebstellung befinden und hierbei aufgrund
von Fertigungstoleranzen schräg, d. h. nicht achsparallel, zu den Dichtungselementen liegen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dichtungsbolzen entgegen einer Federkraft
durch eine hydraulische Kraft an die Endflächen der Walzen anstellbur ist, wobei der diese hydraulische
Kraft bewirkende Hydraulikdruck nur im Normalbetrieb des Walzwerkes, d. h. bei gegeneinander gepreßten
Walzen, ansteht, beim Ausrücken der Walzen aber fehlt, und daß der Dichtungskeil in Wirkverbindung mit
dem Dichtungsbolzen steht. Durch diese Ausbildung bleiben beim Ausrücken der Walzen in die Außerbetriebsstellung
— im Gegensatz zu den Dichtungsvorrichtungen vom Stande der Technik — Dichtungskeil
und Dichtungsbolzen nicht in ihrer Betriebsstellung fixiert, sondern werden freigegeben, so daß sie durch die
Federkraft von den Walzen abgehoben bzw. von diesen weg gestellt werden können und auf diese Weise
jedwede Möglichkeit zur Beschädigung der Dichtungselemente durch Reibwirkung ausgeschlossen wird.
Benutzt man als Stellvorrichtung für die Walzen des Walzwerkes eine hydraulisch gesteuerte Anpreßvorrichtung,
welche bei ordnungsgemäßer Gutzufuhr die Walzen in die Betriebsstellung einrückt und gegeneinander
preßt und bei Unterbrechung der Gutzufuhr in die Außerbetriebsstellung ausrückt, so können gesonderte
Stellmittel für den Dichtungsbolzen eingespart werden, indem dessen Rückstellbewegung in Abhängigkeit von
der Stellbewegung der Walzen gebracht wird. In weiterer Ausgestaltung der neuen Abdichtungsvorrichtung
wird diese Abhängigkeit der besagten Stellbewegung der Dichtungselemente nach einem wesentlichen
Erfindungsmerkmal dadurch erzielt, daß die Bewegung des Dichtungsbolzens mit der Bewegung der Anpreßvorrichtung
derart hydraulisch gekoppelt ist, daß der Hydraulikdruck auf dem Dichtungsbolzen und den
Walzen zur gleichen Zeit ansteht bzw. fehlt.
Eine in bezug auf die erfindungsgemäße Kopplung vorteilhafte konstruktive Ausführungsform besteht
nach weiteren Erfindungsmerkmalen darin, daß der Dichtungskeil um eine waagerechte Achse schwenkbar
angeordnet und durch Federkraft gegen eine Anschlagfläche des Dichtungsbolzens angepreßt ist und daß als
Stellmittel für den Dichtungsbolzen ein am Walzwerksgehäuse befestigter Zylindei, ein in diesem zwischen
zwei Endstellungen verschiebbar angeordneter Kolben und ein zwischen dem Zylinder und dem Kolben
angeordneter, mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbarer Druckraum vorgesehen sind, wobei der Kolben bei
anstehendem Hydraulikdruck im Druckraum in seiner inneren Endstellung und bei fehlendem Hydraulikdruck
aufgrund der auf den Kolben wirkenden Federkraft in seiner äußeren Endstellung verweilt, und daß der
Dichtungsbolzen in einer axialen Bohrung des Kolbens fest einstellbar angeordnet ist und entsprechend den
Endstellungen des Kolbens sich in seiner an die Walzen angestellten Betriebsstellung bzws von den Walzen
abgehobenen Außerbetriebsstellung befindet. Zum Erzeugen der Federkraft dienen nach anderen Erfindungsmerkmalen
mehrere in Bohrungen des Zylinders angeordnete Schraubenfedern, welche an einem am
Kolben befestigten Flansch anpressen und auf diesen
die bei fehlendem Hydraulikdruck im Druckraum zum Zurückstellen des Kolbens in seine äußere Endstellung
notwendige Rückstellkraft ausüben; hierbei ist der Flansch zweckmäßig mittels einer auf das Kolbenende
aufgeschraubten Schraubenmutter auf dem Kolben befestigt und in ihm eine senkrecht zur Kolbenachse
verlaufende Gewindebohrung vorgesehen, in weiche eine Stellschraube eingeschraubt ist, die durch die
Kolbenwand hindurchdringt und zum Verstellen bzw. Befestigen des Dichtungsbolzens in der Kolbenbohrung
mittels einer Paßfeder dient
ίο Als baulich einfache Möglichkeit zum Verschwenken
des Dichtungskeiles in die Außerbetriebsstellung ist erfindungsgemäß eine federbelastete Ziehvorrichtung
angeordnet, die einen mit denn Dichtungskeil fest verbundenen Federträgerbolzen hat, welcher durch das
Walzwerksgehäuse hindurchdringt und an seinem Ende eine Schraubenmutter aufweist, weiche eine auf dem
Walzwerksgehäuse abgestützte Druckfeder derart zusammendrückt, daß diese den Dichtungskeil in
Richtung von den Walzen weg beaufschlagt und ihn mit
den Dichtungsbolzen im Eingriff hält.
In der Zeichnung ist ein Ausführunj,;oeispiei wiedergegeben,
anhand dessen die Walzenabdichungsvorrichtung nach der Erfindung nachfolgend weiter erläutert
wird. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Walzenspaltabdichtungs-'Orrichtung
mit einem Dichtungsbolzen und einem Dichtungskeil,
Fig. 2 eine Ansicht des Dichtungsbolzens und Dichtungskeils der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles
II in Fig. 1,
F i g. 3 teilweise einen der F i g. 1 entsprechenden
Längsschnitt durch den Dichtungsbolzenmechanismus im größeren Maßstab sowie
Fig.4 eine Ansicht des Dichtungsbolzenmechanismus in Richtung des Pfeiles IV in F i g. 3.
Fig.4 eine Ansicht des Dichtungsbolzenmechanismus in Richtung des Pfeiles IV in F i g. 3.
Je eine Walzenspaltabdichtungsvorrichtung ist an jedem Ende der Walzen 1 angeordnet, deren horizontale
Mittelebene mit 2 bezeichnet ist (F i g.!, 2). Jede der Walzenspaltabdichtungsvorrichtungen besitzt eKien
Dichtungsbolzen 3 und einen oberhalb desselben angeordneten Dichtungskeil 4. Der Dichtungsbolzen 3
ist zu uem sich im Niveau der Mittelebene 2 befindlichen
Mahlspalt 5 so angeordnet, daß er diesen unmittelbar abdichtet, wogegen der Dichtungskeil 4 vor oberhalb
des Mahlspaltes 5 gelegenen Bereichen der Walzenendflächen 8 liegt und somit den oberhalb des Mahlspaltes 5
befindlichen Einzugsspalt 6 seitlich begrenzt und abdichtet.
Der Dichtungskeil 4 ist auf einer Schwenkachse 10
Der Dichtungskeil 4 ist auf einer Schwenkachse 10
so angeordnet, die lediglich durch ihre gedachte Längsachse
angedeutet und in vertikalen Abstand von der Längsachse 12 des Dichtungsbolzens 3 plaziert ist. Eine
federbelastete Ziehvorrichtung 13 mit Druckfeder 14 sorg» d£.'"ür, daß der Dichtungskeil 4 durch Federkraft
mit der Anschlagfläche 15 einer mit dem Dichtungsbolzen 3 bewegungsmäßig zu einer Einheit verbundenen
Paßfeder 30 in Berührungskontakt ist und daß dieser Berührungskontakt während einer axialen Verschiebung
des Dichtungsbolzens 3 aufrechterhalten wird. Die Ziehvorrichtung 13 weist einen mit dem Dichtungskeil 4
fest verbundenen Federträgerbolzen 16 auf, der durch eine Bohrung des Walzwerksgehäuses 9 hindurchdringt
und an seinem freien Ende die Schraubenmutter 17 aufnimmt, mit welcher die auf dem Gehäuse 9 über die
Unterlegescheibe 18 abgestützte Druckfeder 14 derart vorgespannt ist, daß ihre Federkraft ständig im Sinne
des besagten Berührungskontaktes auf den Dichtungskeil 4 einwirkt. Der Federträgerbolzen 16 ist mit einer
rechteckigen Platte 19 verschweißt, die ihrerseits mit
dem Dichtungskeil 4 durch Schrauben 20 fest verbunden ist.
Der aus den Fig. 1, 3 und 4 ersichtliche, zum axialen
Verschieben des Dichtungsbolzens 3 vorgesehene Mechanismus 11 umfaßt einen mit dem Walzenwerksgehäuse
9 fest verbundenen, beispielsweise angeschraubten, Zylinder 21 sowie einen in diesem zwischen
zwei Endstellungen verschiebebeweglichen Kolben 22. Zwischen dem Kolben 22 und dem Zylinder 21 befindet
sich ein Druckraum 23, der aus einer nichtdargestellten, handelsüblichen Druckquelle mit einer Hydraulikflüssigkeit
beaufschlagbar ist. Ein bis zu einem Ansatz auf das Ende des Kolbens 22 aufgeschobener und auf diesem
mittels einer Mutter 27 befestigter Flansch 25 weist eine senkrecht zur Kolbenachse verlaufende Gewindebohrung
auf, in welche eine Stellschraube 19 eingeschraubt ist. Diese dringt durch eine Borhung im Kolben 22
hindurch und dieni zum kräiischiüssigcn Befestigen des
in der Kolbenbohrung unabhängig verstellbar angeordneten Dichtungsbolzens 3 am Kolben 22 unter
Vermittlung der entsprechend ausgebildeten Paßfeder 30.
In mehreren gleichmäßig am Umfang verteilten Bohrungen 24 des Zylinders 21 sind Schraubenfedern 26
angeordnet und zwischen die Bodenflächen der Bohrungen 24 und die innere Stirnfläche 34 des
Flansches 25 gespannt. Die Schraubenfedern 26 drängen den Kolben 22 in seine äußere Endstellung, in
welcher sein Ansatz 32 gegen einen als Anschlagfläche dienenden Ansatz 33 des Zylinders 21 liegt. Durch
Beaufschlagen des Druckraumes 23 mit Hydraulikflüssigkeit wird der Kolben 22 entgegen der Druckkraft der
Schraubenfedern 26 in Richtung auf die Endflächen 8 der Walzen 1 in seine innere Endstellung verschoben. In
dieser Endstellung liegt die innere Stirnfläche 34 des Flansches 25 an der als Anschlagfläche dienenden
äußeren Stirnfläche 28 des Zylinders 21 (Stellung gemäß F ig. 3).
Der in der Kolbenbohrung befestigte Dichtungsbolzen 3 bewegt sich gemeinsam mit dem Kolben 22 und
nimmt entsprechend zu den beiden Endstellungen des letzteren ebenfalls zwei Endstellungen ein. In seiner der
inneren Endstellung des Kolbens 22 entsprechenden, durch anstehendem Hydraulikdruck im Druckraum 23
hervorgerufenen Betriebsstellung ist der Dichtungsbolzen 3 an die Walzen 1 herangestellt. In seiner der
äußeren Endstellung des Kolbens 22 entsprechenden, bei fehlendem Hydraulikdruck im Druckraum 23 durch
die Schraubenfedern 26 bewirkten Außerbetriebsstellung ist der Dichtungsbolzen 3 von den Walzen 1
abgehoben.
Der vorangehend beschriebene Mechanismus 11 zum
ίο axialen Verschieben des Dichtungsbolzens 3 kann
besonders vorteilhaft bei jenen Walzwerken eingesetzt werden, bei welchen eine hydraulisch gesteuerte
Anpreßvorrichtung die Walzen nur in Betrieb, d. h. bei strömendem Produkt, gegeneinander preßt und bei
fehlendem Produktstrom voneinander abhebt bzw. ausrückt. Hierbei wird die axiale Bewegung des
Dichtungsbolzens 3 zweckmäßig mit der Bewegung der " Anpreßvorrichtung derart hydraulisch gekoppelt, daß
der Hydra'.'likdnick auf dem Kolben 22 und damit auf
dem Dichtungsbolzen 3 zur gleichen Zeit wie auf den Walzen 1 ansteht bzw. fehlt. Bei einer solchen Kopplung
befindet sich der Dichtungsbolzen 3 bei gegeneinander gepreßten Walzen 1, also bei vorhandenem Produktstrom,
in seiner Betriebsstellung, d. h. ist an die Walzenendflächen 8 herangestellt, und bei ausgerückten
Walzen 1, also bei fehlendem Produktstrom, in seiner Außerbetriebsstellung, in welcher er von den Walzenendfläck
O.n 8 abgehoben ist. Auf diese Weise wird ein
Beschädigen des im Betrieb mit den Walzenendflächen 8 in Berührung stehenden Dichtungsbolzens 3 durch
Reibung zwischen ihm und Wen ersteren sicher vermieden, wenn die Walzen 1 ausgerückt sind
(Außerbetriebsstellung) und dabei eine Walze oder beide nicht achsparallel zum Dichtungsbolzen 3 liegt
bzw. liegen.
Durch die Schwenkbeweglichkeit des Dichtungskeiles 4 um seine Schwenkachse 10 einerseits und durch die
Wirkung der Ziehvorrichtung 13 andererseits wird des weiteren erreicht, daß sich beim Ausrücken der Walzen
•»ο 1 gleichzeitig mit dem Dichtungsbolzen 3 auch der
Dichtungskeil 4 in die Außerbetriebsstellung zurück bewegt, so daß also nicht nur der Dichtungsbolzen 3
sondern auch der Dichtungskeil 4 vor Beschädigung infolge Reibung geschützt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes eines Walzwerkes, insbesondere zur
Verwendung bei der Flockierung von ölsaaten, mit einem den Mahlspalt (5) abdichtenden, parallel zu
den Walzenachsen ausgerichteten Dichtungsbolzen (3), der in axialer Richtung verschiebbar angeordnet
und an die Endflächen (8) der Walzen (1) bis zur Berührung anstellbar ist, und mit einem oberhalb des ι ο
Dichtungsbolzens (3) angeordneten, den Einzugsspalt (6) abdichtend begrenzenden Dichtungskeil (4),
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsbolzen (3) entgegen einer Federkraft durch
eine hydraulische Kraft an die Endflächen (8) der is
Walzen (1) anstellbar ist, wobei der diese hydraulische Kraft bewirkende Hydraulikdruck nur im
Normalbetrieb des Walzwerkes, d. h. bei gegeneinander gepreßten Walzen (1), ansteht, beim Ausrükken der Walzen (1) aber fehlt, und daß der
Dichtungskeil (4) in Wirkverbindung mit dem Dichtungsbolzen (3) steht
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das
Walzwerk eine hydraulisch gesteuerte Anpreßvorrichtung aufweist, um die Walzen (1) bei strömen-
dem Produkt aneinanderzupressen und bei fehlendem Produkt auszurücken, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung des Dichtungsbolzens (3) mit der Bewegung der Anpreßvorrichtung derart hydraulisch gekoppelt ist, daß der Hydraulikdruck auf dem
Dichtungsbolzen (3) und den Walzen (1) zur gleichen Zeit ansteht i>zw. fehlt
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