DE285492C - - Google Patents
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- DE285492C DE285492C DENDAT285492D DE285492DA DE285492C DE 285492 C DE285492 C DE 285492C DE NDAT285492 D DENDAT285492 D DE NDAT285492D DE 285492D A DE285492D A DE 285492DA DE 285492 C DE285492 C DE 285492C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
Landscapes
- Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENT!
Die Anwendung des Parlographen, Dikta-, phons, Telautographen und aller ähnlichen
Apparate stößt im geschäftlichen Leben immer noch auf Schwierigkeiten, welche in dem Umstände
liegen, daß das die Sprache aufnehmende und auf die Wachswalze übertragende
Konstruktionselement dieser Apparate zu seiner Betätigung viel Kraft beansprucht. Infolgedessen
muß man beim Diktaphon und beim
ίο Parlographen, bei welchen Apparaten es sich
darum handelt, Gedanken und Berichte durch direktes Draufsprechen auf die Wachswalze
eines Phonographen oder Grammophons für eine gewisse Zeit festzuhalten, mit sehr lauter
Stimme sprechen, um das Gesprochene beim Repetieren des Apparates klar hören zu können.
Stehen nun mehrere Parlographen oder Diktaphone in demselben Zimmer, so stören
die Sprechenden sich gegenseitig. Ebenso ist
so es bisher nicht gelungen, beim Telautographen
die Aufzeichnung von Telephongesprächen so empfindlich zu erhalten, daß eine allgemeine
Anwendung dieses Apparates im öffentlichen Fernsprechverkehr möglich wäre. Verbesserungen
nach allen diesen verschiedenen Richtungen sind äußerst erwünscht. Sie können erzielt werden durch ein und dasselbe Mittel,
indem man nicht die unmittelbare Einwirkung der Stimme der in den Parlographen sprechenden Person oder der aus einer Telephonleitung
ankommenden Sprechströme benutzt, sondern mit Zwischenschaltung eines elektrischen Verstärkungsapparates arbeitet.
Derartige elektrische Verstärkungsapparate vermögen außerordentliche Schallwirkungen ohne
wesentliche Beeinträchtigung der Läuttreue zu erzielen. Sie geben z. B. das mit leiser Stimme
in ein Mikrophon oder einen anderen elektrischen Äufnahmeapparat Gesprochene mit
lauter Stimme, und das mit lauter Stimme Gesprochene mit übernatürlich lauter Stimme
wieder. Läßt man also die den Parlographen benutzende Person nicht unmittelbar in diesen,
sondern in ein Mikrophon sprechen, und zwar mit gewöhnlicher Stimme, und schaltet man
zwischen dieses Mikrophon und den Parlographen einen elektrischen Verstärkungsapparat
mit eigener Stromquelle, der die vom Sprechenden im Mikrophon erzeugten schwachen
Ströme auf ein Vielfaches, beispielsweise auf einen bereits experimentell erzielten 25 fachen
Wert verstärkt, wobei diese verstärkten Ströme dann auf ein mit der Membran des Parlographen
gekuppeltes starkes Telephon wirken, so erzielt man hinreichende und ebenso starke
Eindrücke in der Wachswalze, als ob der Sprechende unmittelbar (ohne Verstärkungsapparat) mit lauter Stimme die Wachswalze
besprochen hätte. Man hat dabei noch alle sonstigen Vorteile des elektrischen Sprechbetriebes.
So braucht z. B. die den Parlographen besprechende Person sich nicht in das Zimmer
zu begeben, in dem die Parlographen stehen, sondern kann an ihrem gewöhnlichen Arbeitsplatz
bleiben, von wo aus elelektrische Leitungsdrähte zu den Parlographen führen/ Die
Parlographen können in schallsicheren Kassetten untergebracht werden, so daß sie einander
nicht stören usf.
Bei der Aufzeichnung von Telephongesprä-
chen, die aus der Stadtfernsprecheinrichtung oder aus einer langen Fernleitung ankommen
können, wird der elektrische Verstärkungsapparat sinngemäß zwischen das ankommende
Ende der Telephonleitung (das Ende, an welchem die Aufzeichnung erfolgen soll) und den
Parlographen bzw. den Telautographen geschaltet.
In nachfolgendem ist nun eine genaue Be-Schreibung einer speziellen Anordnung nach
der Erfindung gegeben.
α ist die Walze des Aufzeichnungsapparates,
welche sich gleichmäßig dreht, und um welche der Stanniolstreifen oder der Wachszylinder für
die Aufnahme herumgelegt ist, b ist der Schreibstift und c die Membran. Vor der
Membran oder in diesem Fall in Verbindung mit einem Hebel ist das Magnetsystem d angeordnet.
Die Zuführungsleitung e steht mit den Kondensatoren f und g und mit den
Drosselspulen h und der Batterie i in Verbindung. Die Batterie dient zur Speisung des
Mikrophons k. Das Mikrophon k bildet mit
der Membran /und mit dem Elektromagnetsystem m das Telephonrelais zum Verstärken
' der in der Fernsprechleitung η bzw. der vom Arbeitsplatz des Diktierenden ankommenden
Fernsprechströme. Wenn in das Mikrophon 0 hineingesprochen wird, so wird das Elektromagnetsystem
m des Telephonrelais beeinflußt und die Membran I in Schwingungen versetzt.
Hierdurch entstehen im Mikrophon k starke . Widerstandsänderungen im Batteriestromkreis
und in der Leitung e entsprechende Strom-Schwankungen, durch welche das Magnetsystem
d des Aufzeichnungsapparates beeinflußt wird. Die Membran c gerät in heftige
Schwingungen und, der Schreibstift an der Membran c macht daher tiefe Eindrücke in
die Wachswalze oder den Stanniolbelag der Walze a.
Bei Verwendung mehrerer Aufzeichnungsvorrichtungen kann für deren Stromversorgung
eine gemeinsame Energiequelle benutzt werden. Die in den einzelnen Batterieabzweigungen
liegenden Drosselspulen h schützen dann die einzelnen Stromkreise vor gegenseitigen
Beeinflussungen. Die Kondensatoren f und g des mit dem Mikrophonstromkreis
gekoppelten Stromkreises e des Aufzeichnungsmagneten d schützen den Elektromagneten
gegen Stromfluß der Energiequelle * und bewirken somit, daß nur die durch das Mikrophon
k erzeugten Ströme auf diesen einen Einfluß haben.
Natürlich kann an Stelle des in der Zeichnung dargestellten Telephonrelais auch jede
andere relaisartige Einrichtung zum Verstärken von Sprechströmen Verwendung finden, wie
beispielsweise Lampenrelais aller Art usw.
Claims (2)
1. Einrichtung zur elektromagnetischen Aufzeichnung von Tönen, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Stromkreis des aufnehmenden Mikrophons und den Empfangselektromagneten
des Aufnahmeapparates ein Telephonrelais eingeschaltet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke
des Anschlusses des Telephonrelais an eine für mehrere Einrichtungen zu benutzende
Zentralenergiequelle (*) der Stromkreis des Telephonrelais mit Drosselspulen (h) ausgerüstet
ist und seinen Strom durch eine kapazitive Koppelung (f, g) auf einen auf
den Empfangsmagneten wirkenden Stromkreis (β) überträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285492C true DE285492C (de) |
Family
ID=540878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285492D Active DE285492C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285492C (de) |
-
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