DE2853323A1 - Vorrichtung zum anfasen bzw. entgraten von werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zum anfasen bzw. entgraten von werkstueckenInfo
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Description
7821-32 Bremen, d. 7. Dezember 1978
Vv21 B/B/we
Vereinigte Flugtechnische Werke-Fokker Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Vorrichtung zum Anfasen bzw. Entgraten von Werkstücken
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anfasen bzw. Entgraten
von Werkstücken, bestehend aus einem über eine Antriebsmaschine angetriebenen Bearbeitungswerkzeug.
Es besteht in der Praxis das Problem, Werkstücke fachgerecht anzufasesi
bzw. zu entgraten, ohne daß Riefen oder Kerben entstehen. Dieses Problem ist bei hochbeanspruchten Werkstücken, wie sie beispielsweise im
Flugzeug- und Flugkörperbau auftreten, von besonderer Bedeutung, da Riefen oder Kerben zu Kerbrissen führen können und somit den Ansatz
eines Bruches bilden.
Neben dem Anfasen und Entgraten von Hand unter Verwendung von Feilen,
Schabern und Ziehklingen, die die benannten Fehler nicht ausschließen,
ist es bekannt, Werkstücke begrenzter Größe und mit gradlinigem Fasenverlauf
auf fest zugeordneten Maschinen zu bearbeiten.
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-If-
Heiterhin ist bekannt, mit manuell von einem Bedienungsmann geführte
Handmaschinen einzusetzen* Vorrichtungen dieser Art können aber ebenfalls nur bei Werkstücken mit gradlinigem Fasenverlauf
eingesetzt werden. Es besteht hierbei der Nachteil, daß durch die unsichere Führbarkeit, das Werkzeug durch leichtes Verkanten außer
Eingriff gerät.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine universell einsetzbare einfache Vorrichtung zu schaffen, die auch den Einsatz für einen
gekrümmten und verwundenen Fasenverlauf gewährleistet und die Bedienung durch weniger geschickte Fachkräfte ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß ein
Kugelfräser in einem Abtastkopf mit einem prismenartigen Führungsteil angeordnet ist, wobei der Abtastkopf um eine Antriebsachse
des Kugelfräsers und das Führungsteil im Abtastkopf in eine um 90
gegenüber der Antriebsachse versetzten Achse derart schwenkbar angeordnet sind, daß alle Bewegungen um den Mittelpunkt des Kugelfräsers
ausgeführt werden.
Durch diese Ausbildung wird der Vorteil erzielt, daß ein Verkanten
bei der Handhabung nicht auftritt und durch die. Zuordnung des prismenartigen Führungsteils zum Kugelfräser immer eine gleichmäßige
Bearbeitung unabhängig von der Lage der Antriebsmaschine und des Abtastkopfes erfolgt. Hierdurch ist es möglich, die Vorrichtung an der
anzufäsenden Bauteilkante, auch bei Formteilen verschiedenster Art,
entlangzuführen.
Um eine gute Handhabung zu ermöglichen und eine einfache Führung um
eine Achse zu schaffen, wird weiterhin vorgeschlagen, daß der Abtastkopf einen Griffkörper aufweist und über eine Führungshülse in
Verlängerung der Antriebsmaschine drehbar angeordnet ist·
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— 2r "
Zur Ausbildung einer vielseitigen Vorrichtung ist weiterhin vorgesehen,
daß der Abtastkopf mit dem Kugelfräser und dem Griffkörper
austauschbar über eine Schraubverbindung mit der Antriebsmaschine gekoppelt ist. Hierdurch ist es möglich, unterschiedliche Abtastkörper
zum Einsatz zu bringen.
Eine gute Führung wird dadurch gewährleistet, daß die Antriebsmaschine
ι
net sind·
net sind·
maschine und der Griffkörper in einem Winkel von etwa 90 angeord-
Um unterschiedliche Fasenstärke einzustellen bzw. den Führungskanten
Rechung zu tragen, ist vorgesehen, daß der prismenartige Führungsteil über seitliche Lagerzapfen im Abtastkopf austauschbar angeordnet
ist. Darüber hinaus ist es hierdurch möglich, eine einfache Ausbildung der Schwenkachse zu schaffen.
Zur Einstellung der Fasenstärke wird in Ausgestaltung der Erfindung
vorgeschlagen, daß der prisraenartige Führungsteil über' Stellmittel im Abtastkopf gegenüber dem Kugelfräser verschwenkbar angeordnet ist.
Damit eine gute Freigängigkeit der Vorrichtung mit geringem Aufwand
durchführbar ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der im prismenartigen
Führungsteil liegende mittlere Bearbeitungspunkt derartig angeordnet ist, daß sich für den Abtastkopf beidseitig ein freier Schwenkbereich
von etwa 35 ergibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 im Teilschnitt,
Fig. 3 eine Draufsicht gemäß Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie IV-IV der Fig. 2 und
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— 4 —
\Q-
Fig. 5 einen Schnitt gemäß Linie V-V der Fig. 2.
Die dargestellt Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Antriebsmaschine
1 als Handhabe, die über eine ÜberKurfmutter 2 als
Verbindungsteil mit einem Kugelfräser 3 gekoppelt ist und diesen
antreibt. Hierbei i'st der Kugelfräser 3 in einem Abtastkopf 4 mit einem prismenartigen Führungsteil 5 angeordnet, der zusätzlich
einen Griffkörper 6 besitzt. Dieser Griffkörper 6 nimmt zu der Antriebsmaschine 1 einen Winkel von etwa 90 ein.
antreibt. Hierbei i'st der Kugelfräser 3 in einem Abtastkopf 4 mit einem prismenartigen Führungsteil 5 angeordnet, der zusätzlich
einen Griffkörper 6 besitzt. Dieser Griffkörper 6 nimmt zu der Antriebsmaschine 1 einen Winkel von etwa 90 ein.
Der Abtastkopf 4 ist über eine Führungshülse 7 des Griffkörpers 6 zentrisch zur Antriebsachse 8 der Antriebsmaschine 1 mit Kugelfräser
3 geführt, so daß eine Drehbewegung um die Mittelachse des Kugelfräsers 3 ermöglicht wird.
Tn diesem Ausführungsbeispiel ist der Griffkörper 6 in Axialrichtung
einstellbar und durch eine Schraube 22 entsprechend auf der
Führungshülse 7 festsetzbar.
Führungshülse 7 festsetzbar.
Im Abtastkopf 4 ist ein prismenartiges Führungsteil 5 über zwei
seitliche Lagerzapfen 9 schwenkbar angeordnet, wobei die gebildete Achse 10 gegenüber der Antriebsachse 8 um 90 versetzt angeordnet ist und einer Mittelachse des Kugelfräsers 3 entspricht. Das Füh— rungsteil 5 nimmt das eigentliche Prisma 11 auf, das der Bearbeitungskante eines Werkstücks 12 zugeordnet wird.
seitliche Lagerzapfen 9 schwenkbar angeordnet, wobei die gebildete Achse 10 gegenüber der Antriebsachse 8 um 90 versetzt angeordnet ist und einer Mittelachse des Kugelfräsers 3 entspricht. Das Füh— rungsteil 5 nimmt das eigentliche Prisma 11 auf, das der Bearbeitungskante eines Werkstücks 12 zugeordnet wird.
Durch die Führungshülse 7 und die zugeordnete Anordnung des Führungs—
teils 4 über die Lagerzapfen 9 ist es möglich, daß alle Bewegungen um den Mittelpunkt 13 des Kugelfräsers 3 ausgeführt werden. Hierdurch
ist es möglich, bei festgelegtem prismenartigen Führungsteil 4 an der Bearbeitungskante des Werkstückes 12 den Griffkörper
mit der Antriebsmaschine 1 zu verschwenken und somit in eine bequeme Haltestellung zu bringen, ohne daß die Zuordnung des Kugelfräsers
zum Prisma 11 verändert wird, womit der Bearbeitungspunkt 23 beibehalten wird.
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Zum leichten Auswechseln des prismenartigen Führungsteils 5 sind
die Lagerzapfen 9 über Federn 14 am Abtastkopf 4 mittels Schrauben
15 gehalten.
Zur Einstellung und Variation einer Fasenstärke 16 ist ein verstellbarer
Einsatzkörper 17 im Abtastkopf 4 angeordnet, der das Führungsteil 5 trägt· Hierzu.ist ein Exzenterbolzen l8 angeordnet,
der den Einsatzkörper 17 um einen Schwenkzapfen 19 verstellt. Über eine Klemmschraube 20 ist der Einsatzkörper 17 entsprechend festsetzbaro
Die Verdrehung und damit die Einstellung der Fasenstärke ist über eine zugeordnete Skala 21 ablesbar und bestimmbar.
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Claims (6)
- 7821-32 Bremen, d. 7. Dezember 1978Vv21 B/B/weVereinigte Flugtechnische Werke-Fokker Gesellschaft mit beschränkter HaftungPatentansprücheVorrichtung zum Anfasen bzw. Entgraten von Werkstücken, bestehend aus einem über eine Antriebsmaschine angetriebenen Bearbeitungs-.werkzeug, dadurch gekennzei chne t, daß ein Kugelfräser (3) in einem Abtastkopf (4) mit einem prismenartigen Führungsteil (5) angeordnet ist, wobei der Abtastkopf (4) um eine Antriebsachse (8) des Kugelfräsers (3) und das Führungsteil (5) im Abtastkopf (4) in eine um 90 gegenüber der Antriebsachse (8) versetzten Achse (1O) derart schwenkbar angeordnet sind, daß alle Bewegungen um den Mittelpunkt (13) des Kugelfräsers (3) ausführbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf (4) einen Griffkörper (6) aufweist und über eine Führungshülse (7) in Verlängerung der Antriebsmaschine (l) drehbar angeordnet ist.— 2 —Q30026/0113
- 3· Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf (4) mit dem Kugelfräser (3) und dem Griffkörper (6) austauschbar über eine Schraubverbindung (2) mit der Antriebsmaschine (l) gekoppelt ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß das Piihrungsteil (5) über zwei seitliche Lagerzapfen (9) schwenkbar ist und die gebildete Achse (lO) gegenüber der Antriebsachse (8) um 90 versetzt ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der prismenartige Führungsteil (5) über seitliche Lagerzapfen (9) im Abtastkopf (4) austauschbar angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der prismenartige Führungsteil (5) über Stellmittel (l8) im Abtastkopf (4) gegenüber dem Kugelfräser (3) verschwenkbar um Punkt (19) angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der im prismenartigen Führungsteil (5) liegende mittlere Bearbeitungspunkt derartig angeordnet ist, daß sich für den Abtastkopf (4) beidseitig ein freier Schwenkbereich von etwa 35 ergibt.030026/0113
Priority Applications (4)
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| US06/102,037 US4279554A (en) | 1978-12-09 | 1979-12-10 | Tool for deburring, chamfering, trimming, and removing edges of workpieces |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2853323A DE2853323C2 (de) | 1978-12-09 | 1978-12-09 | Handfräsvorrichtung zum Anfasen bzw. Entgraten von Werkstückskanten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2853323C2 DE2853323C2 (de) | 1984-11-22 |
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Family Applications (1)
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