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DE2852209A1 - Schneidplatte, insbesondere wendeschneidplatte viereckiger, insbesondere quadratischer, gestalt - Google Patents

Schneidplatte, insbesondere wendeschneidplatte viereckiger, insbesondere quadratischer, gestalt

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Publication number
DE2852209A1
DE2852209A1 DE19782852209 DE2852209A DE2852209A1 DE 2852209 A1 DE2852209 A1 DE 2852209A1 DE 19782852209 DE19782852209 DE 19782852209 DE 2852209 A DE2852209 A DE 2852209A DE 2852209 A1 DE2852209 A1 DE 2852209A1
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DE
Germany
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cutting
narrow
edges
back surface
cutting edges
Prior art date
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Application number
DE19782852209
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English (en)
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DE2852209C2 (de
Inventor
Wolfgang Hoene
Gerhard Tuerk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bilz Hermann & Co GmbH
Original Assignee
Bilz Hermann & Co GmbH
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Publication date
Application filed by Bilz Hermann & Co GmbH filed Critical Bilz Hermann & Co GmbH
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B27/00Tools for turning or boring machines; Tools of a similar kind in general; Accessories therefor
    • B23B27/14Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material
    • B23B27/16Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material with exchangeable cutting bits or cutting inserts, e.g. able to be clamped
    • B23B27/1614Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material with exchangeable cutting bits or cutting inserts, e.g. able to be clamped with plate-like cutting inserts of special shape clamped against the walls of the recess in the shank by a clamping member acting upon the wall of a hole in the insert
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B2200/00Details of cutting inserts
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling Tools (AREA)

Description

  • Schneidplatte, insbesondere Wendeschneidplatte
  • viereckiger, insbesondere quadrntischer, Gestalt Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneidplatte, insbesondere eine Wendeschneidplatte viereckiger, insbesondere quadrntischer, Gestalt für Bohr- und/ oder Senkwerkzeuge oder -köpfe, mit von der vorderen Brustflöche zur RUckenfläche hin abfallenden Schmalflächen und zwischen letzteren und der Brustfläche im Kantenbereich gebildeten Schneidkanten, wobei jeweils zwei uber Eck aneinandergrenzende Schmalflächen und die Rückenfläche beim Einspannen der Schneidplatte den Sitz sichernde Anlageflächen bilden.
  • Schneidplatten, insbesondere Wendeschneidplatten, dieser Art sind eben und bestehen meist aus Hartmetall. Sie werden mittels eingesenkten Kegelkopfschrauben am Schneidkopf des Werkzeuges lösbar befestigt. Meist wird der Schneidkopf mit zwei Schneidplatten ausgerustet, die im wesentlichen innerhalb einer Diametralen verlaufen und z.B. mit einem Spanwinkel von 00 parallel zur Werkzeugmittelachse und in axialer Richtung ausgerichtet sind. Jeweils eine Längskante der Schneidplatten steht dabei geringfügig axial über das stirnseitige Schneidkopfende über und bewirkt mit ihrer Schneidkante die Zerspanung. Die andere, an letztere ueber Eck angrenzende und radial außen verlaufende Längskante steht radial Uber und überfährt beim Bohr- oder Senkvorgang die bereits hergestellt Bohrungswandung. Bekannte Wéndeschneidplatten dieser Art sind an allen vie; Längskanten mit Schneidkanten versehen. Jede an die Schneidkante ruckseiiig angrenzende Schmalfläche ist als Freifläche 0 gestaltet, die zur Rückenfläche hin unter einem Freiwinkel von z.B. 5 oder 70 abfallend verläuft. Der Freiwinkel ist standardisiert und für die Freifläche der entsprechend der jeweiligen Einspannung die Zerspanungsarbeit ausführenden Schneidkante notwendig. Dies bedingt, daß dann auch die rückseitig der radial außen verlaufenden Längskante jeder Schneidplatte befindliche Freifläche diesen Freiwinkel hat, sich somit also in sehr geringem Abstand von der Wandung der erzeugten Bohrung befindet. Bei Werkzeugmaschinen mit nicht besonders steifer und aufwendiger Spindel lagerung und/oder bei vor allem kleineren, herzustellenden Bohrungen kann dieser geringe Radialabstand zwischen Bohrungswandung und äußerer Freifläche dazu führen, daß letztere in Beruhrung mit der Bohrungswandung gelangt, mit evtl. starker Preßwirkung und Hitzeentwicklung dazwischen, bedingt durch den starken Reibungskontakt.
  • Daraus können Beschädigungen der Bohrungswandung, unpräzise Bohrungen und vorzeitiger Verschleiß oder Brüche der Schneidplatten resultieren. Will man derartiges vermeiden, müssen Werkzeugmaschinen mit besonders steifer und somit aufwendiger Spindel lagerung eingesetzt werden, die eine genaue Zentrierung des Werkzeuges im Bohrloch sicherstellen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schneidplatte, insbesondere Wendeschneidplatte, der eingangs genannten Art zu schaffen, die es gestattet, auch unter Einsatz von hinsichtlich der Spindellagewng weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen hochpräzise Bohrungen herzustellen ohne Gefahr von Beschädigungen der Bohrungswandung und vorschnellem Verschleiß oder gar Brüchen der Schneidplat#n.
  • Die Aufgabe ist bei einer Schneidplatte, insbesondere Wendeschneidplatte, der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß lediglich an zwei einander gegenüberliegenden Längskanten Schneidkanten vorgesehen sind, deren angrenzende Schmalflächen als mit Freiwinkel zur Rückenfläche hin abgeschrägte Freiflächen gestaltet sind, und daß die Schmalflächen der beiden übrigen, einander gegenüberliegenden, schneidkantenfreien Längskanten jeweils eine von der Längskante ausgehende und sich über einen Teil der Schmalfläche zur Rückenfläche hin erstreckende Führungsfläcne aufweisen, die im Querschnitt mit zu den Schneidkanten paralleler Schnittebene gesehen entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens verläuft, dessen Radius zumindest im wesentlichen auf denjenigen der herzustellenden Bohrung abgestimmt ist.
  • Durch die erfindungsgemäße Gestaltung ist erreicht, daß beim Zerspanen die jeweils radial außen befindliche, rückseitig an die Längskante anschließende Schmalfläche mit ihrer fasenartigen Führungsfläche, deren Krümmung an die Zylinderwandung der herzustellenden Bohrung angepaßt ist, entlang der Zylinderwandung der Bohrung mit Radialcbstützung und -führung umläuft. Das Werkzeug wird somit über diese bogenförmigen, fasenartigen Ftihrungsflächen radial zentriert und geführt. Dadurch können auch auf weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen, deren Spindel lagerung nicht besonders hochwertig und steif, und somit teuer, gestaltet ist, hochpräzise Zerspanungsarbeiten durchgeführt werden, ohne Gefahr von Beschädigungen der hergestellten Bohrungswandung oder eines vorzeitigen Verschleißes oder gar Bruches der Schneidplatten Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß sich an die bogenförmige Führungsfläche der Schmalfläche der beiden schneidkantenfreien Längskanten jeweils eine zur Rückenfleche hin mit gleichem Freiwinkel wie die Freiflächen abgeschrägte Teilfläche anschließt, die beim Einspannen der Schneidplatte vorzugsweise jeweils eine Anlogefläche bildet. Hierdurch ist erreicht, daß die Schneidplatte nach wie vor beim Einspannen mit ihrer Teilfläche Anlage und Abstützung an den werkzeugseitig vorgesehenen, dem Freiwinkel entsprechend geschrägten Aufnahmen erfährt und somit eine zuverlässige und feste Einspannung garnnflert ist, ohne dazu werkzeugseitig die Aufnahmen ändern zu müssen.
  • Dadurch ist auch die nachträgliche Ausrüstung vorhandener Schneidköpfe mit erfi ndungsgemäßen Schneidplatten problemlos möglich.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß der sich an die bogenförmige Führungsfläche, insbesondere die abgeschrägte Teilfläche,der Schmalfläche der beiden schneidkantenfreien Längskanten anschließende Flächenbereich mit gegenuber dem Freiwinkel größerer Schräge zur Rückenfläche hin überleitet. Durch diesen Flächenbereich mit gegenüber dem Freiwinkel größerer Schräge ist erreicht, daß selbst bei kleinen, herzustellenden Bohrungen jeglicher Berührungskontakt der radial äußeren Schmalflächen rückseitig der bogenförmigen Führungsfläche, vor allem auch dort, wo die Schmalfläche an die Rückenfläche der Schneidplatte angrenzt, mit der Bohrungswandung ausgeschlossen ist. Auch Bohrungen kleinen Durchmessers sind daher ohne eingangs aufgezeig # Schwierigkeiten herstellbar.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung gezeigten Ausfuhrungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine stirnseitige Ansicht auf das untere Ende eines Bohr- und Senkwerkzeuges mit gestrichelt angedeuteter Bohrlochwandung, Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht einer Wendeschneidplatte in Richtung des Pfeiles II des Werkzeuges in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt enlang der Linie 111-111 in Fig. 2 mit gestrichelt angedeutetem Teil des Werkzeuges, Fig. 4 einen Ausschnitt IV eines Teiles der Wendeschneidplatte in Fig. 3, in demgegenüber größerem Maßstab, Fig. 5 einen Schnitt der Wendeschneidplatte entlang der Linie V-V in Fig. 2.
  • In Fig. 1 ist ein Werkzeug 10, z.B. Bohrer und/oder Senker, gezeigt, das einen Schaft 11 und einen Schneidkopf 12 am stirnseitigen Ende aufweist.
  • Der Schneidkopf 12 trägt zwei ebene Wendeschneidplatten 13 und 14 z.B.
  • aus Hartmetall, die jeweils in zugeordneten Aufnahmen 15 bzw. 16 eingespannt und mittels nicht weiter gezeigter, eingesenkter Kegelkopfschrauben lösbar befestigt sind. Die Wendeschneidplatten 13 und 14 verlaufen im wesentlichen entlang einer Diametralen, d.h. mit Umfangswinkel von 1800 voneinander. Sie sind mit einem Spanwinkel von 0o parallel zur Mittelachse 17 und in axialer Richtung ausgerichtet. Mittels der Wendeschneidplatten 13 und 14 ist beim gezeigten Åusführungsbeispiel eine nicht sichtbare, zuvor mit kleinerem Durchmesser erstellte Bohrung auf die Bohrung 18 (gestrichelt) mit entsprechend der Geometrie des Werkzeuges 10 größerem Bohrlochdurchmesser aufbohrbar. Die Arbeitsrichtung verläuft gemäß Fig. 1 und dortigem Pfeil 19 im Gegenuhrzeigersinn.
  • Die besondere Gestaltung der Wendeschneidplatten 13 und 14 ist nachfolgend der besseren Übersicht wegen anhand von Fig. 2 - 5 am Beispiel der Wendeschneidplatte 13 erläutert.
  • Die Wendeschneidplatte 13 besitzt viereckige, und zwar quadratische Gestalt.
  • Sie hat eine im wesentlichen ebene, vordere Brustfläche 20 und rückseitige RUckenfläche 21. Wie insbesondere Fig. 3 und 5 zeigen, besitzt die Wendeschneidplatte 13 zwischen der Brustfläche 20 und Rückenfläche 21 an allen vier Seiten jeweils Schmalflächen 22 - 25, die von der Brustfläche 20 zur Rückenfläche 21 hin abfallen. Jeweils zwei über Eck aneinandergrenzende Schmalflächen, hier die Schmalflächen 23 und 25, und ferner die Rückenfläche 21 bilden beim Einspannen (Fig. 1) der Schneidplatte 13 den Sitz in der Aufnahme 15 sichernde Anlageflächen. Die Schneidplatte 13 liegt dabei mit ihrer Rückenfläche 21 satt an einer zugeordneten Fläche der Aufnahme 15 an. Ferner steht die Schneidplatte 13 mit ihrer in Fig. 3 rechten Schmalfläche 25 in fester Anlageberührung mit einer Seitenfläche 26 der Aufnahme 15. Nicht sichtbar ist in Fig. 1, daß ferner in gleicher Weise, wie zuvor beschrieben, die Schneidplatte 13 auch mit ihrer in Fig. 5 unteren Schmalfläche 23 in fester Anlageberührung mit einer zugeordneten, in Fig. 1 nicht sichtbaren Seitenfläche der Aufnahme 15 steht.
  • Im Kantenbereich an allen vier Rändern zwischen der Brustfläche 20 und den vier Schmalflächen 22 - 25 sind jeweils vier Längskanten 27 - 30 gebildet, von denen die jeweils einander gegenüberliegenden parallel zueinander verlaufen.
  • In die Brustfläche 20 ist im Bereich jeder Längskante 27 - 30 eine dazu im wesentlichen parallele, ausgetiefte Spannut 31 - 34 eingearbeitet.
  • Die Anordnung ist nun so getroffen, daß lediglich die in Fig. 2 und 5 obere Längskante 27 und die dieser gegenüberliegende, untere Längskante 28 als Schneidkante ausgebildet und wirksam ist. Die Längskanten 27 und 28 sind daher nachfolgend als Schneidkanten bezeichnet. Die an die Schneidkanten 27, 28 angrenzenden Schmalflächen 22 bzw. 23 sind als zur Rückenfläche 21 hin abgeschrägte Freiflächen gestaltet, die einen Freiwinkel von z.B.
  • 70 besitzen. Demgemäß sind die Schmalflächen 22 und 23 nachfolgend als Freiflächen bezeichnet. Beim in Fig. 1 gezeigten Werkzeug 10 wird die Zerspanungsarbeit hinsichtlich der Wendeschneidplatte 13 daher von der Schneidkante 27 geleistet, die in Richtung der Mittelachse 17 über das stirnseitige Ende des Schneidkopfes 12 zumindest geringfügig übersteht, was für die gesamte, rückseitig daran angrenzende Freifläche 22 gilt. Soll die gegenüberliegende Schneidkante 28 zur Zerspanungsarbeit herangezogen werden, wird die Wendeschneidplatte 13, nach Lösen der Befestigung, um 1800 gedreht und wieder in der Aufnahme 15 fixiert. Dann erfolgt die Zerspanung durch die andere, nun stirnseitig überstehende Schneidkante 28 mit rückseitiger Freifläche 23.
  • Die beiden übrigen Längskanten 29 und 30 haben hingegen nicht die Funktion von Schneidkanten. Die sich rückseitig an diese Längskanten 29, 30 anschließenden Schmalflächen 24 bzw. 25 weisen jeweils eine Führungsfläche 35 bzw. 36 auf. Jede Führungsfläche 35, 36 geht von der zugeordneten Längskante 29 bzw. 30 aus und erstreckt sich über einen Teil der Schmalfläche 24 bzw. 25 in Richtung zur Rückenfläche 21 hin. Das Erstreckungsmaß in dieser Richtung ist in Fig. 3 mit a angedeutet. Wichtig ist, daß jede Führungsfläche 35, 36 im Querschnitt mit zu den Schneidkanten 27, 28 paralleler Schnittebene, also in Fig. 3 gesehen, entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens verläuft. Der Kreisbogenabschnitt der Führungsfläche 35 ist in Fig. 3 gleich demjenigen der Bohrung 18. Der Radius des Kreisbogenabschnittes der FührungsFläche 35 ist mit r1 eingezeichnet. Der Radius der in Fig. 3 rechten, kreisbogenförmigen Führungsfläche 36 ist genauso groß gewählt und in Fig. 3 mit r2 eingezeichnet. Die Radien rl bzw. r2 sind generell zumindest im wesentlichen auf den Radius der herzustellenden Bohrung abgestimmt, also beim gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 entsprechend dem Radius der Bohrung 18 gewählt. Es versteht sich jedoch, daß mittels der beschriebenen Wendeschneidplatte 13 auch Bohrungen z.B. aufgebohrt werden können, die einen kleineren oder auch in Grenzen größeren Radius besitzen, als die bogenförmigen Führungsflächen 35, 36.
  • An die bogenförmigen Führungsflächen 35 und 36 der Schmalfläche 24 bzw.
  • 25 schließt sich jeweils eine zur Rückenfläche 21 hin mit gleichem Freiwinkel, wie die Freiflächen 22, 23, also mit 70 Freiwinkel, abgeschrägte Teilfläche 37 bzw. 38 an. Das Erstreckungsmaß jeder Teilfläche 37 bzw. 38 ist in Fig. 3 jeweils mit b angedeutet. Ersichtlich ist, daß jede Teilfläche 37, 38 nicht mit Freiwinkel von 70 bis hin zur Rückenfläche 21 verläuft. Vielmehr schließt sich an jede Teilfläche 37, 38 ein weiterer Flächenbereich 39 bzw. 40 an, der zur Rückenfläche 21 hin überleitet. Von besonderer Bedeutung ist, daß jeder Flächenbereich 39, 40 zur Rückenfläche 21 hin mit beachtlich größerer Schräge abfällt, als dem Freiwinkel von 70 z.B.
  • der Teilflächen 37 bzw. 38. Der Erstreckungsbereich der Flächenbereiche 39, 40 ist in Fig. 3 mit c angedeutet.
  • Beim gezeigten Einspannzustand der Wendeschneidplatte 13 steht von deren in Fig. 3 rechter Schmalfläche 25 zumindest die Teilfläche 38 mit Freiwinkel von 70 in fester Anlageberührung mit der entsprechend geschrägten Seitenfläche 26 der zugeordneten Aufnahme 15. Betrachtet man in Fig. 3 und 4 die beim Bohrvorgang radial außen liegende, linke Schmalfläche 24 der Wendeschneidplatte 13, so ist sofort erkennbar, daß letztere mit ihrer bogenförmigen Führungsfläche 35 entlang der Wandung der Bohrung 18 mit Radialabstutzung und -führung umläuft. Da die andere Wendeschneidplatte 14 in völlig gleicher Weise gestaltet ist, sind die Verhältnisse auf der in Fig. 1 rechten Seite ebenso. Das Werkzeug 10 wird somit innerhalb der Bohrung 18 radial einwandfrei zentriert und geführt. Dadurch können auch auf weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen, deren Spindellagerung nicht besonders steif und aufwendig gestaltet ist, qualitativ hochwertige Bohrungen 18 mit hoher Oberflächengüte hergestellt werden, ohne die Gefahr einer Beschädigung der hergestellten Bohrungswandung oder eines vorzeitigen Verschleißes oder gar Bruches der Wendeschneidplatten 13 und 14.
  • Durch die bei der Wendeschneidplatte 13 auf beiden Schmalseiten 24 und 25 vorgesehenen Teilflächen 37 bzw. 38 mit Freiwinkel von z.B. 70 ist erreicht, daß jede Wendeschneidplatte nach wie vor beim Einspannen mit ihrer Teilfläche, z.B. der Teilfläche 38 der Wendeschneidplatte 13,feste Anlage und Abstützung an den werkzeugseitig vorgesehenen, dem Freiwinkel entsprechend geschrägten Aufnahmen, z.B. der Seitenfläche 26 der Aufnahme 15, erfährt und somit eine zuverlässige, feste Einspannung garantiert ist, ohne dazu werkzeugseitig die Aufnahmen nun besonders anpassen oder ändern zu müssen. Dies macht es möglich, vorhandene Schneidköpfe auch nachträglich mit beschriebenen Wendeschneidplatten 13, 14 auszurüsten.
  • Durch den stark abgeschrägten Flächenbereich 39, 40 ist erreicht, daß selbst bei kleinen herzustellenden Bohrungen 18 jeglicher Berührungskontakt der radial äußeren Schmalflächen 24 bzw.25, vor allem auch dort, wo der Übergang in die Rückenfläche 21 erfolgt, mit der Wandung der Bohrung 18 ausgeschlossen ist. Somit sind Bohrungen auch sehr kleiner Durchmesser herstellbar, ohne daß die eingangs beschriebenen Schwierigkeiten bestehen.
  • Wird die Wendeschneidplatte 13, wie eingangs erläutert, so gewendet, daß statt der in Fig. 2 oberen Schneidkante 27 nun die dortige, untere Schneidkante 28 die Zerspanungsarbeit leistet, so befindet sich dann die in Fig. 3 rechte, bogenförmige Führungsfläche 36 radial außen. Dann erfolgt die radiale Führung und Zentrierung in der Bohrung 18 durch die nun außen liegende, bogenförmige Führungsfläche 36. Die abgeschrägte Teilfläche 37 ist dann fest an die Seitenfläche 26 der Aufnahme 15 angepreßt.
  • Leerseite

Claims (3)

  1. Patentansprüche neidplatte, insbesondere Wendeschneidplatte viereckiger, insbesondere quadratischer, Gestalt für Bohr- und/oder Senkwerkzeuge oder -köpfe, mit von der vorderen Brustfläche zur Rückenfläche hin abfallenden Schmalflächen und zwischen letzteren und der Brustfläche im Kantenbereich gebildeten Schneidkanten, wobei jeweils zwei über Eck aneinandergrenzende Schmalflächen und die Rückenfläche beim Einspannen der Schneidplatte den Sitz sichernde Anlageflächen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich an zwei einander gegenüberliegenden Längskanten Schneidkanten (27, 28) vorgesehen sind, deren angrenzende Schmalflächen als mit Freiwinkel zur Rückenfläche ( 21 ) hin abgeschrägte Freiflächen ( 22 bzw. 23 ) gestaltet sind, und daß die Schmalflächen ( 24, 25 ) der beiden übrigen, einander gegenüberliegenden, schneidkantenfreien Langskanten ( 29 bzw. 30 ) jeweils eine von der Längskante ( 29, 30 ) ausgehende und sich über einen Teil der Schmalfläche ( 24 bzw. 25 ) zur Rückenfläche ( 21 ) hin erstreckende Führungsfläche ( 35 bzw. 36 ) aufweisen, die im Querschnitt mit zu den Schneidkanten ( 27, 28 ) paralleler Schnittebene (Fig. 3) gesehen entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens ( 18 ) verlauft, dessen Radius (rl bzw. r2) zumindest im wesentlichen auf denjenigen der herzustellenden Bohrung ( 18 ) abgestimmt ist.
  2. 2. Schneidplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die bogenförmige Führungsfläche ( 35, 36 ) der Schmalfläche ( 24 bzw.
    25 ) der beiden schneidkantenfreien Längskanten ( 29 bzw. 30 ) jeweils eine zur Rückenfläche ( 21 ) hin mit gleichem Freiwinkel wie die Freiflächen ( 22, 23 ) abgeschrägte Teilfläche ( 37, 38 ) anschließt, die beim Einspannen der Schneidplatte ( 13 ) vorzugsweise jeweils eine Anlagefläche bildet.
  3. 3. Schneidplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der sich an die bogenförmige Führungsfiäche ( 35, 36 ), insbesondere die abgeschrägte Teilfläche ( 37, 38 ), der Schmalfläche ( 24 bzw. 25 ) der beiden schneidkantenfreien Löngskanten ( 29 bzw. 30 ) anschließende Flächenbereich ( 39 bzw. 40. ) mit gegenüber dem Freiwinkel größerer Schräge zur Rückenfläche ( 21 ) hin überleitet.
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