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DE285164C - - Google Patents

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Publication number
DE285164C
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DE
Germany
Prior art keywords
relay
armature
officer
circuit
contact
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT285164D
Other languages
English (en)
Publication of DE285164C publication Critical patent/DE285164C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/08Manual exchanges using connecting means other than cords

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 285164 KLASSE 21«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechsystfeme und verfolgt den Zweck, im Amte Mittel vorzusehen, durch welche den im anrufenden Amte befindlichen Beamtinnen ermöglicht wird, den in einem anderen Amte zur Weiterschaltung der Verbindung angestellten Beamtinnen die erforderlichen Benachrichtigungen zukommen zu lassen. Die Beamtinnen auf diesem zweiten Amte (oder im allgemeinen
ίο jene Beamtinnen, welche Anrufe von einer Beamtin aus an eine Sprechstelle weiterschalten) werden ohne Zutun der ersten Beamtin von dem Namen oder der Nummer der anzurufenden Sprechstelle benachrichtigt. Dadurch, daß also die vom anrufenden Teilnehmer angerufene Beamtin mit einer zweiten Beamtin nicht in Verkehr zu treten hat, werden die ersten Beamtinnen entlastet und der Gesprächsverkehr kann sich viel rascher abspielen als in den bekannten Telephonsystemen.
Wird ein Anschluß hergestellt, so ist mit jener Leitung, die zur zweiten, die Verbindung vervollständigenden Beamtin führt, ein Telephonograph oder irgendeine andere, die Sprache wiedergebende Vorrichtung verbunden. Wenn also diese Beamtin durch diese Vorrichtung benachrichtigt wird, welche Nummer angerufen werden soll, so nimmt sie einen Leiter, der an die Sprechvorrichtung angeschlossen ist, und verbindet diesen Leiter mit der angerufenen Sprechstelle. Es wird dadurch die Notwendigkeit umgangen, daß diese zweite Beamtin von der ersten, mit dem anrufenden Teilnehmer in Verbindung stehenden Beamtin die Nummer des anzurufenden Teilnehmers oder die Nummer oder ^Bezeichnung der zu benutzenden Amtsleitung zu erfahren hat.
In der benutzten Ausführungsform der Erfindung wird wahlweise ein gerade unbesetztes Telegraphon zur Aufnahme und Wiedergabe der Sprache mit dem anrufenden Teilnehmer verbunden, und diese Vorrichtung empfängt die Aufzeichnung der Nummer und des Amtes des zu rufenden Teilnehmers. Diese Aufzeichnung wird durch das Einsprechen des rufenden Teilnehmers in sein Mikrophon hergestellt. Die erste Beamtin verbindet dieses Telegraphon mit einer Amtsleitung, welche zur ausgewählten zweiten Beamtin führt, und diese zweite Beamtin horcht nun das Telegraphon ab, ohne sich um den anrufenden Teilnehmer oder die erste Beamtin zu kümmern. Je nach der Wiedergabe der Aufzeichnung des Telephonographen vervollständigt diese Beamtin dann die Verbindung.
Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform der Erfindung dar, und zwar ist
Fig. ι das Stromschema im allgemeinen, während die '
Fig. 2, 3, 4 und 5 aneinandergereiht die verschiedenen Stromkreise im einzelnen darstellen.
Von den Sprechstellen, beispielsweise 200 und 201, 300 und 301, erstrecken sich Fernsprechleitungen nach den Klinken 3 an, den Arbeitsplätzen A der ersten Beamtinnen und
nach den Klinken 4 an den Arbeitsplätzen B
, der zweiten Beamtinnen. Vom anrufenden Teilnehmer, z. B. 200, wird ein Schalter C in Bewegung gesetzt, und dieser Schalter wählt eine unbesetzte Leitung E aus, und gleichzeitig wählt der Schalter C auch einen unbesetzten Telephonographen F aus, der daraufhin mit der ausgewählten Leitung E unter Vermittlung eines Wählerschalters G in Verbindung tritt.
Der anrufende Teilnehmer 200 spricht die Nummer der gewünschten Sprechstelle in sein Mikrophon, und diese Nummer wird auf dem Telephonographen -F, der vorher ausgewählt war, nunmehr aufgezeichnet. Sobald die ausgewählte erste Beamtin in A in ihrem Telephon H die Nummer der angerufenen Sprechstelle (oder irgendeine andere, die Gruppe oder Klasse dieser Nebenstelle wiedergebende Bezeichnung) gehört hat — diese erste Beamtin muß nicht unbedingt auch die Nummerbezeichnung der anzurufenden Stelle abwarten—, setzt sie den Stöpsel 5 der ausgewählten Leitung in die Klinke 6 der Amtsleitung / ein, welche nach dem Amt oder Gruppenschaltbreitt des anzurufenden Teilnehmers geht. Durch die Einsetzung dieses Stöpsels wird nun wieder ein Wählerschalter K in Bewegung gesetzt, welcher eine weitere unbesetzte Leitung L und eine unbeschäftigte Beamtin in dem zweiten Amt B herauswählt. Die auf diese Weise ausgewählte zweite Beamtin hört nun die Nummernbezeichnung der anrufenden Stelle, und zwar hört sie diese von dem Telephonographen F aus, und sie prüft nun eine Klinke der anzurufenden Leitung und vervollständigt die Verbindung, wenn die Leitung unbesetzt ist. Zur Vervollständigung der Verbindung dienen die bei 7 angedeuteten Stöpsel, bei deren Einsetzen der ausgewählte Telephonograph F aus dem Stromkreis ausgeschaltet und wieder in unbesetzten Zustand gebracht wird. Ist jedoch die angerufene Sprechstelle gerade beschäftigt, so wird der Verbindungsstöpsel 7 in eine besondere Klinke 8 eingesetzt, die dem anrufenden Teilnehmer das Besetztsignal übermittelt und gleichzeitig auch den ausgewählten Telephonographen F in seine frühere Unbesetztstellung zurückführt. Die Übermittlung des Besetztsignals an den anrufenden Teilnehmer ist so bekannt, daß eine weitere Erörterung dieser Schaltung nicht notwendig erscheint. Weiter unten wird beschrieben, wie beim Aufhängen des Hörers an der anzurufenden Teilnehmerstelle der Telephonograph abgeschaltet wird.
Weder die eine noch die andere Beamtin (in A oder B) muß in diesem Falle die Nummernbezeichnung der gewünschten Sprechstelle dem anrufenden Teilnehmer (200) nachsprechen oder diese Bezeichnung wiederholen, da ihr ja die Bezeichnung von dem Telephonographen übermittelt wird.
Unter Bezugnahme auf die einzelnen Fig. 2 bis 5 seien nun die Stromkreise beschrieben.
Die Sprechstellen sind in bekannter Weise mit einem Hakenschalter 9, dem Hörer 10, dem Mikrophon il, dem Wecker 12 und dem Kondensator 13 ausgerüstet. Bei Einleitung eines Anrufes durch Abnehmen des Fernhörers wird von der geerdeten Amtsbatterie aus folgender Stromkreis geschlossen: von der geerdeten Amtsbatterie 14 durch die obere Wicklung eines Relais 15 zum Ruhekontakt am oberen Anker des Relais 16, durch diesen Anker, den Ruhekontakt am oberen Anker des Relais 17, die Sprechstelle 200, zum unteren Anker des Relais-17, dessen Ruhekontakt, den ersten unteren Anker des Relais 16 und dessen Ruhekontakt, durch die untere Windung des Relais 15 zur Erde. Die Erregung des Relais 15 schließt nun folgende Stromkreise:
Von den geerdeten unteren Ankern des Relais 15, die Arbeitskontakte dieses Ankers, ein Relais 28 nebst Batterie einerseits und einen Drehmagneten 18, durch ein träge arbeitendes Unterbrecherrelais 19 und dessen Anker, den Schaltarm 20 des Wählerschalters und zur geerdeten Batterie 14 anderseits. Sämtliche Batterien 14 sind natürlich nur eine Batterie. Der die Drehung des Wählerschälters einleitende Magnet 18 bewegt nunmehr die Schaltarme 21, 22, 23 und 24 so lange, bis der Arm 22 auf einen nicht geerdeten Kontakt auftrifft. Wenn dieses der Fall ist, wird der Stromkreis eines Prüfmagneten 25 geöffnet. Dieser Stromkreis war vorher durch Erregung des Drehmagneten 18 folgendermaßen geschlossen. Von der geerdeten Batterie 14, durch das Prüfungsrelais 25, den Arbeitskontakt des Drehmagneten 18 und durch dessen Anker zur Erde. Die Erregung des Prüfmagneten 25 hat in bekannter Weise zur Folge, daß die Steuerschalter 20, 26 und 27 in ihre zweite Stellung gelangen.
Die Steuerschalter 20, in dieser zweiten Stellung angelangt, unterbrechen natürlich den Stromkreis durch den Drehungsmagneten 18, so daß nunmehr die Schaltarme 21, 22, 23 und 24 in Stillstand versetzt werden. In seiner zweiten oder Endstellung schließt der Steuerschalter 20 folgenden Stromkreis:
Von der geerdeten Batterie 14, Steuerschalter 20, Relais 16, Arbeitskontakt und Anker eines träge arbeitenden Relais 28 und Erde. Das Relais 16 zieht nunmehr seine beiden Anker an und unterbricht dadurch den Stromkreis des Relais 15, so daß auch infolge des stromlosen Zustandes in diesem Relais 15 der Stromkreis 14, 28, Arbeitskontakt und Anker von 15, Erde, 14, für das träge Relais 28 geöffnet wird. Das Relais 28 läßt seinen Anker los und schaltet auf diese Weise die Erdung des Relais 16 an diesem Anker ab. An Stelle dieser Erdung tritt eine andere Erdverbindung für das Relais 16.
Diese ersetzende Erdverbindung kommt durch ein Relais 67 zustande, wie weiter unten beschrieben wird. Das Relais 67 wird erregt, wenn die betreffende Beamtin ausgewählt ist, und dadurch wird der Arbeitskontakt dieses Relais 67 durch den Anker mit der Erde ver- .! bunden. Der weiter unten beschriebene Stromkreis geht von der Erdung des Relais 67 durch den Anker des Relais 67, dessen Arbeitskontakt zum Ruhekontakt am unteren Anker eines Relais 31, Wählerarme 22, 26, Relais 16 und Wählerarm 20 zur Batterie 14. Die Erregung des Relais 16 hat nämlich zur Folge, daß die Schaltarme 21 und .24 unter Vermittlung der Arbeitskontakte dieses Relais die Leitung des anrufenden Teilnehmers verlängern. Dadurch wird ein Relais 29 in Brücke zur anrufenden Sprechstelle 200 unter Vermittlung der Anker und Ruhekontakte zweier. Relais 30, 31 gelegt.
Das Relais 29, dessen obere Windung mit der geerdeten Batterie 14, und dessen untere Windung mit der Erde in Verbindung steht, wird also erregt, da der Stromkreis zur Sprechstelle 200 durch die Schaltarme 21,24 geschlossen ist, und dieses Relais 29 zieht nunmehr seine Anker an.
Bewegt sich der obere Anker des Relais 29 nach abwärts, so schließt er vorübergehend einen-Kontakt 32, während bei seiner Rückkehr-Stellung ein solcher vorübergehender Schluß des Kontaktes 32 nicht stattfindet. Der Stromkreis, der unter Vermittlung des Kontaktes 32 zustande kommt, und der gleich wieder unterbrochen wird, ist folgender: Von dem geerdeten oberen Anker des Relais 29 durch den Kontakt 32 zum ersten unteren Anker eines Relais 33 und dessen Ruhekontakt (Fig. 5), oberer Anker und Ruhekontakt eines Relais 34 und dessen Wicklung, Schalter 35, Ruhekontakt und Anker eines Relais 36 und zur geerdeten Batterie 14. Obwohl nun dieser Stromkreis nur augenblicklich geschlossen wird, so stellt das nunmehr erregte Relais 34 folgenden Haltestromkreis her: vom untersten geerdeten Anker und Ruhekontakt des Relais 33 zum zweiten oberen Anker und Arbeitskontakt des Relais 34, durch dieses Relais, den Schalter 35, den Ruhekontakt und Anker des Relais 36 und Batterie 14.
Der untere Doppelanker des Relais 34 wird hierdurch angezogen, und da der erste untere Anker geerdet ist, so schließt dieser einen Stromkreis durch den Drehmagneten 37, ein träge arbeitendes Relais 38, dessen Anker und Ruhekontakt, Steuerarm 39 eines Wählerschalters, welcher sich in seiner Anfangsstellung befindet, zur geerdeten Batterie 14. Der Drehmagnet 37 dreht nun den Wählerschalter, der die Arme 40, 41, 42, 43 und .44 hat, so lange,, bis der Arm 43 auf einen ungeerdeten Kontakt auftrifft. Ist dies der Fall, so wird der Stromkreis Erde bei 29 (Fig. 3), 43 (Fig. 5), 46, 45, 14, Erde durch einen Prüfmagneten 45 geöffnet, dessen Stromkreis gleich bei der Erregung des Drehmagneten 37 und bei Anziehung des geerdeten Ankers dieses Magneten geschlossen wurde. Die Unterbrechung des Stromes in dem Relais 45 hat zur Folge, daß die Steuerschalter 39, 46, 47 und 48 in ihre zweite Stellung gebracht werden. Gelangt der Steuerschalter 39 in die zweite Stellung, so öffent er den Stromkreis des Drehmagneten 37 und die Schaltarme 40 bis 44 werden zum Stillstand gebracht.
Die Schaltarme 40 bis 44 bilden einen Teil eines Wählerschalters, der dazu dient, eine Vorrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Schallwellen mit der anrufenden Leitung in Verbindung zu bringen, und diese Schaltarme werden in Verbindung mit den anrufenden Teilnehmern dadurch festgehalten, daß die Erdung von dem zum Arm 43 gehörigen Kontakt entfernt wird. Diese Erdung wird von dem betreffenden Kontakt dadurch abgeschaltet, daß das Relais 29 (Fig. 3) erregt wird. Der untere Anker des Relais 29 verbindet diese Kontakte mit der .Erde, solange das Relais 29 nicht erregt ist.
Jede Leitungsverbindung hat ein derartiges Relais 29 und der untere Anker eines jeden dieser Relais gehört zu einem bestimmten Kontakt für jeden Arm 43 einer Gruppe von Schaltern G, so daß die in entsprechender Anordnung in den verschiedenen Schaltern vorhandenen Kontakte für den Arm 43 in Vielfachverbindung sind. Sind alle Schalter G unbesetzt, so wird der oberste benutzt, ohne daß die übrigen der gleichen Gruppe in Mitleidenschaft gezogen werden. Ist der oberste Schalter der Gruppe dagegen beschäftigt, so wird der nächstliegende Schalter G dazu benutzt, eine anrufende Leitung auszuwählen, indem er die Verbindung von den Kontakten 32 (Fig. 3) nach dem ersten unteren Anker und Ruhekontakt des Relais 33 (Fig. 5) im nächstliegenden Schalter herstellt. Die Herstellung dieser Verbindung kommt entweder über den Arbeitskontakt des ersten unteren Ankers an dem besetzten Relais 33 zum nächstliegenden unbesetzten Schalter G und dessen ersten Anker und Ruhekontakt des Relais 33 zustande oder über den Ruhekontakt des Relais 33 und den Arbeitskontakt des erregten Relais 34 des besetzten Schalters.
Befindet sich der Steuerschaltann 48 in seiner zweiten Stellung, so wird ein Stromkreis durch das Relais 30 (Fig. 3) über dem Schaltarm 42 und dem von diesem Schaltarm besetzten Kontakt geschlossen. Die Eerregung des Relais 30 hat zur Folge, daß der Stromkreis des Relais 29 unterbrochen wird; letzteres läßt seine Anker los und der untere Anker stellt nun die Erdung für den betreffenden Kontakt des Schaltarmes 43 und den Prüfmagneten 45 am Wählerschalter G her, so daß andere Schaltarme nicht auf dem gleichen Kontakt bzw. dessen
Vielfachkontakten stehenbleiben und so daß also die Auswahl dieser Verbindungsleitung £ (Fig. i) von anderen Schaltern nicht vorweg-. genommen werden kann. Die Anker des erregten Relais 30 werden gegen ihre Arbeitskontakte hingezogen und verbinden dadurch die Schaltarme 41 und 40 mit den Zweigen der anrufenden Leitung. Diese Zweige werden bis zu den obersten Ankern eines Relais 50 verlängert, da das Relais 33 seine oberen Anker auch gegen die Arbeitskontakte hin angezogen hat. Dieses Relais 33 ist nun, da sich der Steuerschalter 39 in seiner zweiten Stellung befindet, durch den Strom 14, 39,33, Arbeitskontakt und Anker von 34, Erde, 14 erregt. Durch die Erregung des Relais 33 wird auch der Haltestromkreis für das Relais 34 geöffnet, und die Erdung beim Relais 34, welche von dem ersten unteren Anker des Relais 34 herrührt, wird ersetzt durch die Erdung am linken Anker des Relais 51, welches nun über die oberen Anker von 33, die Arme 40,41, die Anker von 30 und 31, die Arme 21 und 24 und die Anker von 16 und 17 in Brücke zu der anrufenden Sprechstelle 200 geschaltet ist.
Auf diese Weise wird ein Stromkreis vom geerdeten rechten Anker des Relais 51, dessen Arbeitskontakt, den Anker eines Relais 52 und dessen Ruhekontakt, zu einem Motor 53 und durch die Batterie 14 geschlossen. Der Motor 53 wird dadurch in Drehung versetzt und treibt auf diese Weise einen Stahldraht oder ein flaches Band 54 an, welches einen Teil eines bekannten, zur Aufzeichnung und Wiedergabe von 5 Schallwellen dienenden Telephonographen bildet. Dieses Band 54 bewegt sich zwischen den Polen eines Aufzeichnungsmagneten 55 hindurch und dieser Magnet liegt in einem geschlossenen Ortsstromkreis der Sekundärwindung 56 und einer Batterie .57.- Die Primärwindung 58 liegt jedoch analog dem Relais 51 in Brücke zu den Leitungen der anrufenden Sprechstelle 200, da diese Leitungen bis zu den oberen Ankern des Relais 50 hin verlängert sind. Eine frühere Aufzeichnung von Schallwellen auf dem Stahlband 54 wird durch einen Auslöschmagneten 59 entfernt, zwischen dessen Polen das Band auch hindurchgeht. Diese Auslösung der früheren Aufzeichnung findet statt, sobald die zweite Beamtin die Verbindung mit dem gerufenen Teil-. nehmer vervollständigt hat. Diese Auslöschung wird weiter unten beschrieben. Der Stromkreis für diesen Auslöschmagneten 59 wird durch den untersten Anker des Relais 50 und dessen Ruhekontakt geschlossen. Das Band 54 setzt seine Bewegung fort, bis es einen vollständigen Kreislauf vollendet hat, worauf zwei Kontakte 60 zeitweise von einem Finger 61 einer Scheibe 62 geschlossen werden. Diese Scheibe wird vom Motor 53 angetrieben und der vorübergehende Schluß der Kontakte 60 vervollständigt den Stromkreis für das Relais 52, das dann seinen Anker anzieht und auf diese Weise den Stromkreis des Motors 53 unterbricht. Gleichzeitig stellt dieses Relais 52 einen Haltestromkreis für sich selbst her, der von der Batterie 14 durch das Relais, seinen Arbeitskontakt und Anker nach dem rechten Arbeitskontakt des Relais 51 und dessen Anker zur Erde geht. Zur Drehung des Motors 53 dient ein Kontaktfinger 63, der bei der Drehung der Scheibe 62 einen Teil des Motorstromkreises bildet und unter Vermittlung dieser Scheibe an die geerdete Bürste 64 angeschlossen ist. Hat die Scheibe 62 ihre normale Lage erreicht, so greift der Finger 63 auf ein isoliertes Stück der Scheibe ein und öffnet dadurch den Stromkreis Erde, 14, 53, 63, 62, 64, Erde des Motors 53 und stellt diesen ab.
Gleichzeitig mit der Verbindung des Aufzeichnungsmagneten 55 mit der rufenden Teilnehmerleitung wird auch das Telephon H der ersten ausgewählten' Beamtin im Amt A an den anrufenden Teilnehmer 200 angeschlossen. Dazu dient das Paar von Ruhekontakten eines Relais
65 (Kg. 3)· · ■ · ■ .
Die Wiederauswählung einer bereits gewählten Beamtin im Amt A wird durch ein Relais 66 verhindert, welches mit der anrufenden Teilnehmerleitung in Brücke geschaltet. ist und dessen unterer Anker den Stromkreis für ein Relais 67 schließt. An jedem Arbeitsplatz A einer solchen Beamtin befindet sich ein Relais 67 und dieses Relais hat ebensoviel geerdete Anker, als Leitungsverbindungen E zu dem Arbeitsplatz gehören. Je ein Arbeitskontakt eines solchen Ankers ist an eine Leitungsverbindung angeschlossen. Das Relais 67 wird jedesmal erregt, wenn das Relais 66, das den gleichen Leitungsverbindungen gemeinsam ist wie Relais 67, erregt ist, da der unterste Anker des Relais 31 einer ausgewählten Leitungsverbindung mit einem Arbeitskontakt der Anker des Relais 67 verbunden ist. Die Erdung des Ankers zum Relais tritt dann an Stelle der bisherigen, durch den Anker des Relais 28 be- wirkten Erdung des Relais 16. Das Relais 66 wird über die Ruhekontakte und Anker von 65, die Arme 21, 24, die Arbeits- und Ruhekontakte sowie Anker von 16 und 17 und die Sprechstelle .200 erregt. Durch die Berührung des Ankers des Relais 67 mit dem dazugehörigen Arbeitskontakt wird der unterste Anker des Relais 31 an Erde gelegt, um so. die Auswahl einer unbesetzten Leitungsverbindung E in jener Gruppe, die zur Ausrüstung H der betreffenden Beamtin gehört, zu verhindern.
Wünscht beispielsweise ein anrufender Teilnehmer 200 Verbindung mit dem Amt IV und der Teilnehmernummer 3436, so spricht er die vollständige Bezeichnung »Amt vier, drei vier drei sechs« in sein Telephon und die Schallwellen werden auf dem .Stahlband 54 aufgezeichnet.
Die einhorchende und über die Ruhekontakte und Anker von 65 (Fig. 3) gleichzeitig mit dem Telephonographen F (über die Anker von 31, . 30, 33 und 50) und die Leitung E angeschaltete, vom anrufenden Teilnehmer selbsttätig' ausgewählte Beamtin setzt den Stöpsel 5 der ausgewählten Leitungsverbindung in die Amtsleitungsklinke 6 ein, welche den Ausläufer einer zum Amt B führenden Leitung bildet. Die beiden Federn dieser Klinke sind mit den beiden oberen Ankern eines Relais 68 verbunden. Die Relaisspule selbst ist jedoch an den Klinkenkörper angeschlossen. Wird nun der Stöpsel in diese Klinke eingesetzt, so wird dadurch der Stromkreis für das Relais 68 auf folgendem Wege hergestellt: Erde, Relais 68, Klinkenkörper 6, Stöpselkörper, Relais 69 und 65, Batterie, Erde. Dadurch werden also die Relais 68, 69 und 65 erregt. Letzteres zieht seine Anker an und öffnet dadurch den Stromkreis des Relais 66, dessen Anker nach unten fällt und dadurch auch den Stromkreis des Relais 67 unterbricht. Der Beamtenabfrageapparat H ist nunmehr wieder in einem Zustande, in welchem er einem anderen anrufenden Teilnehmer zugänglich ist. Die Anruflampen 70, von denen je eine zu einer Leitungsverlängerung E gehört, geben der Beamtin an, welcher Stöpsel zur Verlängerung der Leitungsverbindung zu benutzen ist. Verliert das Relais 67 seine Erregung, so wird die Erdung des Ankers dieses Relais 67 am untersten Anker des Relais 65 ersetzt, so daß andere Wählerschalter C den bereits ausgewählten Stöpsel 5 nicht wieder auswählen können. Die Erregung des Relais 65 hat zur Folge, daß das Überwachungsrelais 71 der rufenden Teilnehmerleitung zu dieser in Brücke geschaltet wird.
Wenn der Stöpsel 5 in eine Klinke 6 eingesetzt worden ist, so stellt der untere Anker des Relais 68 den Stromkreis für ein träge arbeitendes Relais 72 und den Drehmagneten J^ unter Vermittlung des Steuerschalters 74, der sich in seiner ersten Stellung befindet, her. Der Drehmagnet 73 bewegt nun die Schaltarme 75, 76 und JJ, bis der Arm 77 auf einen ungeerdeten Kontakt auftrifft. "Ist letzteres der Fall, so wird der Prüfungsmagnet 78 stromlos. Dieser Prüfungsmagnet 78 wurde erregt bei Stromdurchfluß durch den Drehmagneten 73, und die Abschaltung des Relais 78 hat nun zur Folge, daß die Steuerschalter 74, 79 in ihre zweite oder Endstellung bewegt werden. Der Steuerschalter 74 unterbricht dabei den Stromkreis des Drehmagneten 73 und die Arme 75, 76 und 77 werden so in Stillstand versetzt. Der Steuerschalter 74 schließt in seiner zweiten Stellung, die er jetzt einnimmt, einen' Stromkreis von der Batterie durch ein Relais 80 und den unteren Anker des noch in Erregung befindlichen Relais
68. Das Relais 80 zieht seine Anker an und verlängert dadurch die anrufende Teilnehmerstelle 200 bis zu den Armen 75 und 76, welch letztere sich gerade dann auf Kontakten befinden, die mit "dem Stöpsel 7 verbunden sind. Die Relais 68 und 80, die Wählerschaltarme 75, 76 und 77 und die dazugehörige Ausrüstung kann, wenn dies wünschenswert erscheint, an dem Amt untergebracht sein, zu welchem auch der anrufende Teilnehmer gehört. Die Leiter, welche von den Kontakten, die von den Armen 75, 76 und Jj bestrichen werden, ausgehen, führen jedoch, zum zweiten Amte B.
Jedes Amt, in welchem sich besondere Beamtinnen (B) befinden, die zur Vervollständigung einer von einer anderen Beamtin (^4) eingeleiteten Verbindung angestellt sind, hat eine Anzahl von Klinken 6 und eine Gruppe von Schaltern K, wobei jeder Gruppe dieser Schalter eine Klinke 6 zugeteilt ist. Ähnlich angeordnete Kontakte für die Schaltarme 75, 76 und 77 jeder Gruppe von Wählerschaltern K sind in Vielfachanordnung vorhanden. Diese Vielfachanordnung ist vorzugsweise auch in dem zum anrufenden Teilnehmer 200 gehörigen Amte (A) wiederholt. Der Schalter K in jenem Amte, zu welchem nun der angerufene Teilnehmer 201 gehört, wird von der ersten Beamtin in A willkürlich-gewählt, bis der Arm jy auf einen ungeerdeten Kontakt auftrifft und dadurch die anrufende Leitung, wie oben erwähnt, nach einem Stöpsel 7 hin verlängert, der sich am Arbeitsplatz einer Amtleitungsbeamtin im Amte B des angerufenen Teilnehmers befindet, Die auf diese Weise ausgewählte zweite Beamtin ist unbeschäftigt und vervollständigt die Verbindung. Die Leiter, welche von den Kontakten der Wählerschaltarme 75, 76, ηη ausgehen, sind unter diesen Beamtinnen verteilt.
Jede Verlängerung L enthält nun ein Relais 81, welches in Brücke zur anrufenden Teilnehmerleitung geschaltet ist, solange die Anker eines Relais 82 gegen ihre Ruhekontakte anliegen. Die Leitung L ist über die Arme 75, 76, die Arbeitskontakte und Anker von 8o, 68, Klinkenstöpsel 6, 5, Anker und Arbeitskontakt von 69 und die Relais 83, 84 mit der geerdeten Batterie 14 verbunden. Das Relais 81 befindet sich dann in Reihenschaltung mit dem Überwachungsrelais 83 und einem Differentialrelais 84. Es befinden sich wohl die beiden Relais 83 und 84 im Stromkreis, das Relais 84 ist jedoch unerregt, da sich seine beiden Windungen gegenseitig derart beeinflussen, daß sich ihre Wirkung aufhebt.
Bei Erregung des Relais 83 wird über Schaltarme 47 und 44 (Fig. 5) der Stromkreis durch das Relais 50 geschlossen. (Batterie 14, Relais 50, Schaltarme 47, 44, Anker und Ruhekontakt am Relais 87, Arbeitskontakt und Anker am Relais 83, Erde). Das Relais 50 zieht seinen Anker an und unterbricht dadurch den Stromkreis durch den Auslöschmagneten 59. Wird
bei Entfernung des Stöpsels aus der Klinke die Erregung des Relais 83 unterbrochen, so tritt der Auslöschmagnet in Wirkung.
Durch die Anker des erretgen Relais 81 wird nun die telephonische Ausrüstung der zweiten Beamtin, die bei 85 angedeutet ist, in Verbindung gebracht mit den Zweigen der Leitungsverbindung L, und zwar sind auch hier, ähnlich dem Relais 67, mit der größeren Anzahl von Ankern Mittel in Form eines Relais 86 vorgesehen, die verhindern, daß irgendein anderer Wählerschalter K die zweite Beamtin 85 auswählt, welche gerade beschäftigt ist. Bei der Erregung des Relais 83 wird durch dessen geerdeten unteren Anker ein Stromkreis durch den Anker des Relais 87, den S ehalt arm 44 und dessen Kontakt, den Steuerschalter 47, in seiner zweiten Stellung zum Relais 50 und durch die Batterie 14 geschlossen. Die Erregung des
ao Relais 50 hat zur Folge, daß die beiden oberen Anker dieses Relais angezogen werden und dadurch den Stromkreis der Primärwindung 58 öffnen. Diese Primärwindung in Verbindung mit der Sekundärwicklung 56 war bis jetzt notwendig, um die Bezeichnung des anzurufenden Teilnehmers in dem Telegraphon F festzulegen. Wird nun die Primärwindung 58 abgeschaltet, so findet in dieser Vorrichtung keine weitere Aufzeichnung von Schallwellen mehr statt. Die Arbeitsköntakte der oberen Anker des Relais 50, welche jetzt von den Ankern berührt werden, bringen die Sekundärwindung 88 in Brücke über die Arbeitskontakte und Anker von 50, 33, die Arme 40, 41, die Anker, Arbeits- und Ruhekontakte von 30, 31, die Arme 21, 24 und die Anker, Arbeits- und Ruhekontakte von 16, 17 zu der Sprechleitung des rufenden Teilnehmers 200, die nunmehr zur zweiten Beamtin bei B von der Abzweigung bei E über die Arbeitskontakte und Anker von 65, 69, 68, 80, 82 und die Schaltteile 5, 6, 75, 76, geht. Da auch der untere Anker des Relais 50 angezogen wird, so wird der Stromkreis jedes Magneten 59 unterbrochen, der die »Aufzeichnungen« auf dem Stahlband 54 wieder vernichtet. Der andere untere Anker des Relais 50 schließt den Stromkreis Erde, Anker und Arbeitskontakt von 50, Motor 53, Batterie 14, Erde, des Motors 53 und versetzt damit das Band 54 in Bewegung. Es werden dadurch in dem Wiedergabemagneten 89 Ströme induziert, die denen entsprechen, welche durch die Sprache in dem Hörer 90 induziert werden. Dieser Magnet 89 liegt im Stromkreis mit dem Hörer 90. Das Diaphragma in dem Hörer wird nun entsprechend den Schallwellen in Schwingungen versetzt, so daß der Hörer die Bezeichnung der angerufenen Nebenstelle wiederholt. Dieser Hörer 90 spricht die Bezeichnung in ein Mikrophon 91 hinein, das in einem Stromkreis mit der Induktionsspule 92 liegt. Die Sekundärwindung dieser Spule 92 ist bei 88 angedeutet. Der Motor 53'bleibt im Betrieb, bis die ausgewählte zweite Beamtin bei B über die Arbeitskontakte und Anker von 50, 33, Arme 40, 41, die Anker, Arbeits- und Ruhekontakte von 30,31,65,69,68,80,82 und die Scbaltteile 5,. 6, 75, 76 die Bezeichnung der gewünschten Sprechstelle durch die Spule 88 verstanden hat, worauf diese Beamtin den ausgewählten Stöpsel 7 in die Klinke 4 der gewünschten Sprechstelle 201 einsetzt. Bei dieser Einfügung schließt der Körper des Stöpsels 7 und der Ring der Klinke 4 den Stromkreis 14, 82, 93, 7, 4, Anker und Arbeitskontakt des Trennrelais von 201,17, Erde, 14 für zwei Relais 93 und 82. Wird das Relais 82 erregt, so öffnen dessen beide Anker den Stromkreis des Relais 81. Auch der Stromkreis eines träge arbeitenden Relais 94, der durch Anziehung der Anker des Relais 81 geschlossen worden ist, wird nun unterbrochen. Der Anker des Relais 94 bleibt jedoch noch in angezogener Stellung, um so einen Stromkreis durch den obersten Anker des Relais 81, dessen Ruhekontakt, den Arbeitskontakt und Anker des Relais 94, den oberen Zweig der Leituhgsverbindung L, den Arm 75 und die obersten Arbeitskontakte und Anker der Relais 80, 68, 69, zur oberen Windung der Relais 83 und 84 herzustellen, und da nunmehr sich die Wirkung der beiden Windungen in dem Relais 84 nicht mehr ausgleicht, so wird der Anker des Relais 84 angezogen und auf diese Weise wird ein Strom- und Haltestromkreis für das Relais 87 geschlossen. Das Relais 87 zieht seine Anker an und schließt auf diese Weise den Stromkreis Erde, Batterie, 31, Arbeitskontakte und Anker von 87 und 84, Erde durch das Relais 31. Die beiden am Relais 31 liegenden Anker öffnen den Stromkreis des Relais 51 (Fig. 5), welches vorher noch in Brücke zur anrufenden Spiechstelle 200 gelegen war. Der linke Anker des Relais 51 unterbricht dadurch den Stromkreis Erde, Anker und Arbeitskontakt von 51, 33, 39, 14, Erde für das Relais 33. Der unterste Anker dieses Relais ist geerdet und der der Erdung zunächst gelegene Kontakt ist mit dem untersten Anker des Relais 34 verbunden, so daß bei Schluß eines Schalters 95 ein Strom durch den Äuslösemagneten 36 geschlossen wird. Dieser Magnet bringt nun den ausgewählten Schalter G in die ursprüngliche Lage zurück. Es sei hier erwähnt, daß der Schalter 35 nur dann geöffnet wird, wenn die Arme 40, 41, 42, 43 und 44 über ihre gewöhnliche Streichbahn hinausgehen und so die Auslösung des Relais 34 verursachen. Es wird dann auch das Relais 36 stromlos und der Schalter G geht in die erste Stellung zurück. Der Schalter 35 ist also nur vorgesehen, um im Notfalle gedrückt zu werden, d. h. wenn der Wählerschalter G nicht richtig funktionieren sollte. Der Stromkreis für das Relais 50 wird nun beim Steuerschalter 47 geöffnet, der auf
seine erste Stellung zurückkehrt und dadurch den Stromkreis des Motors 53 am unteren Anker des Relais 50 unterbricht. Der Motor bleibt jedoch so lange im Betrieb, bis der Kontakt 63 mit einem isolierten Stück m der Scheibe 62 in Eingriff gerät. Damit ist nun die Ausrüstung des ersten Wählerschalters und des von ihm ausgewählten Telephonographen F in die ursprüngliche Stellung zurückgebracht.
Ein Weckerschalter 96 (Fig. 4) dient dazu, Weckstrom an die angerufene Sprechstelle 201 zu senden. Der untere Anker des durch den Strom 14, 97, Arbeitskontakt und Anker des Relais 93, 96, 7, 3, Arbeitskontakte und Anker
von 17, 201 erregten Überwachungsrelais 97 für die angerufene Stelle 201 beherrscht das Relais 98, dessen linke Windung nur geringen Widerstand besitzt. Die rechte Spule in dem Stromkreis 14, 84, 83, Anker von 69, 5, 6, Anker von 68, 80, Arme 75, 76, L und am Anker von 82 liegende Spule des Relais 98 hat hohen Widerstand und verhindert dadurch, daß das Relais 83. (Fig. 3) durch diese Spule hindurch die Schaltung beeinflußt. Die erste, vom anrufenden Teilnehmer 200 benachrichtigte Beamtin in A hat demnach die Verbindung Zwischen den beiden Sprechstellen 200 und 201 nun unter sich. Die zweite Beamtin in B entfernt die von ihr eingesetzte Stöpselschnur nicht eher, bis die erste Beamtin den Stöpsel 5 aus der Klinke 6 entfernt. Wird dieser Stöpsel herausgenommen, so leuchtet das Überwachungssignal 99 (Fig. 4) vor der zweiten: Beamtin auf, da die in dem Stromkreis Erde, 14, 84, 83, Arbeitskontakt und Anker von 69, 68, 80, Arme 75, 76, L, Anker und Arbeitskontakte von 82, 98 liegende rechte Windung des Relais 98 von der Einfügung des Stöpsels 5 in die Klinke 6 bei ihrer Erregung abhängt. Die erste Beamtin in A entfernt diesen
Stöpsel 5, wenn sie durch die Überwachungssignale 100 und 101, welche in dem Stromkreis 14, 100, 101, Anker und Ruhekontakte der Relais 71, 83, Arbeitskontakt und Anker des Relais 65, Erde, 14 liegen, und die je den Zustand an der angerufenen oder rufenden Sprechstelle andeuten, aufleuchten. Die Entfernung des Stöpsels 5 aus der Klinke verursacht, daß das Relais 65 stromlos wird. Es läßt seine Anker fallen und öffnet dadurch den Stromkreis 14, 20 (Fig. 2), 16, 26, 22, untersten Anker bei 31 (Fig. 3), Arbeitskontakt und Anker von 65, Erde, 14 des Relais 16, so daß die von der angerufenen Sprechstelle 200 beeinflußten Schaltvorrichtungen im Amte wieder auf ihre Ruhelage kommen. Der unterste Anker des Relais 16 vervollständigt über den untersten Anker und Ruhekontakt des Relais 28 den Stromkreis durch den Auslösemagneten 102 und den vorher geschlossenen Schalter 103, so daß nunmehr die Arme 21, 22, 23, 24 sowie die Steuerschaltarme 20, 26 und 27 in die Anfangsstellung zurückkehren. Die Entfernung des Stöpsels 5 aus der Klinke 6 hatte auch die öffnung des Stromkreises durch das Relais 68 zur Folge. Der abfallende Anker dieses Relais stellt unter Vermittlung des Schalters 105, der vorher geschlossen wurde, den Stromkreis durch den Auslösemagneten 104 her, und dieser Auslösemagnet führt die Schaltarme 75, 76, yy sowie die Steuerschalter 74 und 79 in ihre ursprüngliche Stellung zurück. Der Körper des Stöpsels 7, der von der zweiten Beamtin in B nunmehr aus der Klinke 4 herausgenommen wird, bildete einen Teil des vorher bestehenden Stromkreises durch die Relais 93 und 82. Diese Relais werden stromlos und damit werden auch die sämtlichen Schaltvorrichtungen im Amte B wieder auf ihre ursprüngliche Stellung gebracht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fernsprechsystem, in welchem Beamtinnen anrufende Sprechstellen mit Leitungsverlängerungen verbinden, die zu anderen Beamtinnen führen und von welch letzteren aus die anrufende Stelle mit der angerufenen verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß der anrufende Teilnehmer (200) ein unbeschäftigte Beamtin (.4) in bekannter Weise durch einen Wahlmechanismus (C) auswählt und dabei durch einen go anderen Wählerschalter (G) einen Telephonographen (F) am Amt auswählt, durch welchen die mit der ersten Beamtin (A) verbundene zweite Beamtin (B) von der Rufnummer des gerufenen Teilnehmers Nachrieht erhält, da der Telephonograph die vom rufenden Teilnehmer ausgesprochene Bezeichnung der gerufenen Stelle aufzeichnet und wiederholt, so daß die zweite Beamtin, ohne von der ersten Beamtin benachrichtigt worden zu sein, die Verbindung mit dem gerufenen Teilnehmer (201) in bekannter Weise vollenden kann.
2. Fernsprechsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den TeIe-Phonographen (F) auswählende Schalter (G) mit der vom Wählermechanismus (C) zur ersten Beamtin (A) führenden Leitung (E) verbunden ist, so daß die erste Beamtin die von dem anrufenden Teilnehmer (200) ausgesprochene Bezeichnung der gewünschten Teilnehmerstelle (201) durch den Telephonographen erfährt, ohne daß es notwendig wäre, bei einem Mißverständnis oder bei Unklarheit der Aussprache noch einmal den rufenden Teilnehmer abzufragen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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