DE2850068A1 - Abseil-regelbremse - Google Patents
Abseil-regelbremseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Regelbremse für ein Sicherheitsseil,
das von Personen verwendet wird, die auf schrägen Flächen, zum Beispiel einem Steildach, einer Felsenwand
und dergleichen arbeiten. Hierbei wird häufig ein Sicherheitsseil verwendet, das an einer bleibenden oberen
Verankerungsstelle gesichert ist. Der Arbeiter hält sich entweder an dem Seil fest oder bindet sich an dieses an,
was häufig zur Folge hat, daß er von dem Seil nicht ausreichend gegen einen Absturz gesichert ist.
Für Personen, die auf einer Schrägfläche arbeiten, ist es häufig schwierig, während des Arbeitens das Seil festzuhalten,
und es ist oft für sie unpraktisch, sich an dem Seil festzubinden, weil dies bedeutet, daß sie sich jedesmal
selbst anbinden und abbinden müssen, wenn sie sich auf der Schräge nach oben oder nach unten bewegen möchten. Auf
einer Schrägfläche arbeitende Personen sind häufig bezüglich ihrer Sicherung an dem Seil recht sorglos und Abstürze
können eine ernsthafte Verletzung oder den Tod zur Folge haben.
Es ist bekannt, Sicherheitsseile mit einer Regelbremse oder Absturzsicherungsvorrichtungen auszustatten. Bei diesen
Vorrichtungen handelt es sich um einstellbare Bremseinrichtungen oder Abstürζsicherungen, die auf dem Seil verriegelt
werden, wenn scharf an ihm gezogen wird.
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Bekannte Regelbremsen oder Absturzsicherungsvorrichtungen
haben manchen Nachteil. Insbesondere die Tatsache, daß bekannte Vorrichtungen zylindrisch gestaltet sind und das
Seil durch die Vorrichtung hindurchläuft, kann zur Folge haben, daß die Vorrichtung unter bestimmten Umständen
nicht funktioniert, zum Beispiel, wenn auf dem Seil haftendes Eis oder Fremdkörper, wie Sand, Späne und dergleichen
in den Zylinder fallen und Fehlfunktionen auslösen.
Ein anderer Mangel ist darin zu sehen, daß die bekannten Vorrichtungen häufig von der Wirkung von Stahlfedern abhängig
sind, um überhaupt arbeiten zu können. Wenn solche Federn brechen oder aus irgendeinem anderen Grunde nicht
richtig funktionieren, versagt die Vorrichtung und das Seil kann im allgemeinen frei durch die Vorrichtung hindurchlaufen.
Bekannte Regelbremsen oder Absturzsicherungsvorrichtungen sind häufig kompliziert gestaltet und deshalb teuer in
der Herstellung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und sichere Regelbremse zu schaffen, die sich einfach und
preiswürdig herstellen läßt und zuverlässig arbeitet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Regelbremse vorzugsweise
drei zur Bildung eines dreiteiligen Gelenkes gelenkig miteinander verbundene Teile aufweist, von denen jeder
ein Loch enthält, dessen Größe der Dicke des Sicherheitsseils angepaßt ist. Die sich auf der Schräge abwärts
bewegende Person befestigt sich selbst durch bekannte Mittel unter Verwendung von Sicherheitsgurtzeug an einem dieser
Teile.
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Bei der Aufwärts- oder Abwärtsbewegung auf der Schräge wird die Regelbremse in jeder Richtung einfach längs
des Seiles bewegt. Wenn jedoch die Person abstürzt oder an dem Teil, an dem sie befestigt ist,zieht, wird die Vorrichtung
sofort auf dem Seil verriegelt und festgehalten, so daß sie nicht abstürzen kann, selbst wenn das Seil mit
Eis, Öl und dergleichen bedeckt ist.
Die Regelbremse gemäß der Erfindung kann auch für ein senkrechtes Abseilen verwendet werden,zum Beispiel bei einem
Feuerrettungsseil,und in diesem Falle wird sie in der gleichen
Weise bedient, wie in Verbindung mit einer Schrägfläche.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand in der Zeichnung veranschaulichter Beispiele erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Regelbremse in einer eine senkrechte Bewegung längs des Seiles gestattenden
Stellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Regelbremse in einer eine Bewegung längs des Seiles verhindernden Stellung,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Regelbremse,
Figuren 4 und 5 eine abgewandelte Ausführungsform der
Erfindung,
Figuren 6, 7 und 8 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Die Regelbremse besteht aus drei Gelenkteilen, und zwar einem oberen Teil 1 , einem mittleren Teil 2 und einem unteren
Teil 3, wobei die drei Teile mittels durch die Gelenke hindurchgesteckter Bolzen 4 miteinander verbunden sind. Jeder
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Teil 1, 2, 3 weist ein Loch 5 auf, durch das ein Seil 6
hindurchgeführt ist. Die Dicke des Seiles 6 hängt von der Seilfestigkeit ab und beträgt im allgemeinen 15 bis 18 mm.
Der untere Teil 3 ist mit einem zweiten Loch' 7 versehen, an dem Gurtzeug 10 befestigbar ist (Fig. 2). In den Figuren
1, 2, 6 und 7 gestrichelt dargestellte Stahlfedern 8 können um die beiden Bolzen 4 herum angeordnet sein, die sich über
die benachbarten Teile erstrecken, um zusätzlich zu gewährleisten, daß die Regelbremse sich schnell in die Verriegelungsstellung
gemäß Figur 2 bewegt, wobei die Vorrichtung sich zur zufriedenstellenden Funktion jedoch nicht auf die
Wirkung der Federn verläßt.
Figur 1 zeigt die Regelbremse in einer Stellung, die eine senkrechte Bewegung längs des Seiles erlaubt. Sobald die
Regelbremse gelöst wird, verursachen die Federn 8 ihre Streckung in Richtung der Pfeile 9, so daß die Regelbremse
schnell die in Figur 2 dargestellte auseinandergezogene Position einnimmt. In ihrer auseinandergezogenen Position
verhindert die Regelbremse einen Durchlauf des Seiles 6 durch die Löcher 5 in den Teilen 1, 2 und 3. Eine mittels
des Gurtzeuges 10 an dem unteren Teil 3 der Regelbremse befestigte Person braucht nur bei Bewegung der Regelbremse
entlang des Seiles 6 auf diese zu achten.
Figur 3 zeigt,wie die Bolzen 4 unter Verwendung von Verriegelungsstiften
11 oder anderen Befestigungsteilen gesichert sein können.
Figuren 4 und 5 veranschaulichen eine etwas abgewandelte Version der erfindungsgemäßen Regelbremse. Hierbei sind an
dem unteren Teil 3 zwei Hebel 13 befestigt, die mittels eines Bolzens 14 an einem Ende und eines Trägers 15 am anderen
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Ende fest miteinander verbunden sind. Am Träger 15 ist
das Gurtzeug 10 angebracht, und die beiden Hebel schwenken in der gleichen Ebene wie die Gelenkteile 1, 2 und 3
um eine Befestigungsstelle 12 am unteren Ende des unteren Teiles 3.
Figur 5 läßt klar erkennen, daß die beiden Hebel 13 ein
weiteres Mittel zur Verhinderung des Seildurchlaufes durch die Bremse darstellen, indem der Verbindungsbolzen
14 das Seil 6 fest gegen den unteren Teil 3 preßt, wenn
das Gurtzeug 10 einem nach unten gerichteten Druck ausgesetzt wird. Diese abgewandelte Regelbremse ist vollständig
sicher, sogar dann, wenn das Seil 6 nicht die geeignete Dicke in bezug auf die Löcher 5 hat oder mit Öl und
dergleichen bedeckt ist.
Figuren 6, 7 und 8 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Hebelanordnung 13 mittels eines
Handgriffes 16 auseinandergezogen wird, der um einen Bolzen
15 schwenkbar ist, an dem das Gurtzeug 10 befestigt
ist. Der Handgriff 16 enthält einen Anschlag 17, der die
Bewegung des Handgriffes 16 in bezug auf die Hebelanordnung
13 dadurch begrenzt, daß der Anschlag 17 gegen die Hebelanordnung 13 zur Anlage kommt, wenn der Handgriff 16
um seine Gelenkstelle 15 verschwenkt wird (Fig. 7 und 8).
In dieser Stellung wirkt der Handgriff 16 als Verlängerung
eines Armes der Hebelanordnung 13 und durch Ziehen an dem Handgriff 16 kann eine in dem Gurtzeug 10 hängende
Person die Hebelanordnung 13 um die Gelenkstelle 12
drehen, um den von dem Bolzen 14 und dem Gelenkteil 3 auf das Seil 6 ausgeübten Druck zu verringern. Die Person ist
dadurch in der Lage, an dem Seil 6 herabzugleiten - vorausgesetzt, daß die Löcher 5 in den Teilen 1, 2 und
3 in bezug auf den Durchmesser des Seiles 6 verhältnismäßig
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groß sind.
Zweck dieser weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
die Schaffung einer Regelbremse,mit deren Hilfe eine in
dem Gurtzeug 10 hängende Person mit einer kontrollierten Geschwindigkeit an dem Seil herabgleiten kann. Wenn die
Geschwindigkeit zu hoch ist, zieht die Person einfach weniger stark an dem Handgriff 16,wodurch die Hebelanordnung
13 sich etwas drehen kann, um den von dem Bolzen 14 und dem Teil 3 auf das Seil 6 ausgeübten Druck zu steigern und
damit die Geschwindigkeit zu verringern, mit der das Seil 6 durch die Regelbremse hindurchlaufen kann. Wenn die Person
den Gleitvorgang vollständig beenden will, läßt sie einfach den Handgriff 16 los und die Regelbremse wird fest
auf dem Seil 6 verriegelt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung enthält eine
Feder, die den Handgriff 16 veranlaßt, sich aus der Arbeitsstellung,
in der er eine Verlängerung eines Armes der Hebelanordnung 13 bildet, in eine Ruhestellung, etwa
parallel zur Hebelanordnung 13 zu drehen. In seiner Ruhestellung liegt der Handgriff gegen einen Stift 19 an, der
von dem Bolzen 14 ausgeht (Fig. 6).
Die Regelbremse kann selbstverständlich in vielen verschiedenen Größen hergestellt werden, einschließlich sehr
kleiner Ausführungen, die zur Spannung von Seilschlaufen (Gyropes) Hängematten usw. geeignet sind.
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. J-
L e e r s e i t
Claims (6)
- ANSPRÜCHEMj Abseil-Regelbremse, die längs eines Seiles beweglich xst und bei Zugausübung fest auf dem Seil verriegelbar ist, gekennzeichnet durch vorzugsweise drei Teile, die einen oberen Teil (1), einen mittleren Teil (2) und einen unteren Teil (3) aufweisen, die alle drei miteinander gelenkig verbunden und jeweils, mit einem Loch (5) versehen sind, durch das das Seil (6) hindurchläuft und durch eine Befestigungsstelle für ein Sicherheitsgurtzeug (10) an dem unteren Teil (3).
- 2. Abseil-Regelbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Gelenkstellen der Teile (1,2,3) Federn (8) so vorgesehen sind, daß sie die Teile (1,2,3) in eine ausgestreckte Stellung bewegen, sobald diese aufgrund einer Bewegung entlang des Seiles (6) freigegeben sind, wodurch sich eine weitere Sicherheit für die schnelle und sichere Verriegelung der Regelbremse auf dem Seil (6) ergibt.909822/0633INSPECTED
- 3. Abseil-Regelbremse nach Anspruch 1, dadu rch gekennz eichnet, daß der untere Teil (3) über eine Gelenkstelle mit einer Hebelanordnung (13) verbunden ist, die an einem Ende einen Verbindungsbolzen (14) und am anderen Ende einen Verbindungsträger (15) aufweist, der außerdem als Befestigungsstelle für das Gurtzeug (10) dient.
- 4. Abseil-Regelbremse nach Anspruch 3, dadu rch gekennz eichnet, daß der Arm der Hebelanordnung (13),an dem das Gurtzeug (10) befestigt ist, von einem Handgriff (16) verlängert wird.
- 5. Abseil-Regelbremse nach Anspruch 4, dadu rch gekennz eichnet, daß der Handgriff (16) um die Stelle schwenkbar ist, an der er mit der Hebelanordnung (13) verbunden ist, so daß er aus seiner Arbeitsstellung,in der er eine nicht unbedingt geradlinige Verlängerung der Hebelanordnung (13) bildet, in eine Ruhestellung drehbar ist, in der er etwa parallel zur Hebelanordnung (13) verläuft.
- 6. Abseil-Regelbremse nach Anspruch 5, dadurch gekennz eichnet, daß der Handgriff (16) federbelastet ist, um nach der Benutzung automatisch in seine Ruhestellung zurückzukehren.909822/0633
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