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Die Erfindung geht aus von einer Schalteinrichtung gemäß den
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Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Die heute in der Praxis üblichen Schalteinrichtungen sind so ausgelegt,
daß über den Fahrtrichtungsschalter in zwei Arbeitsraststellungen direkt einer der
beiden Blinklampenstromkreise geschlossen wird und diese Arbeitsraststellungen nach
dem Durchfahren der Kurve durch einen Auslösenocken an der Lenksäule des Kraftfahrzeuges
auf mechanischem Wege aufgehoben werden. Wegen dieser mechanischen Rückstellung
muß der Fahrtrichtungsschalter als Lenkstockschalter unmittelbar an der Lenksäule
des Kraftfahrzeuges befestigt sein.
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Aus der DE-OS 2 460 918 oder der DE-OS 2 433 301 sind bereits Schalteinrichtungen
bekannt, bei denen die Rückstellung auf elektrischem Wege bewerkstelligt wird. Fahrtrichtungsschalter
und Rückstelleinrichtung können dann als separate Einheiten unabhängig voneinander
an geeigneter Stelle im Kraftfahrzeug untergebracht werden, weil lediglich elektrische,
aber keine mechanischen Verbindungen zwischen diesen Einheiten notwendig sind.
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Bei diesen bekannten Ausführungen wird ein die Drehrichtung des Lenkrades
kennzeichendes Rückstellsignal auf elektronischem Wege gebildet, was mit einem enormen
Aufwand verbunden ist.
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Dabei sind außerdem Schalter notwendig, die in Abhängigkeit von der
Lenkraddrehung geschaltet werden, wobei dann ausgewertet wird, welcher Schalter
zuerst schaltet. Derartige Systeme sind deshalb störanfällig.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit möglichst einfachen
Mitteln, vorzugsweise unter Verwendung serienmäßiger Bauteile eine Schalt einrichtung
zu schaffen, bei der die Rückstellung ohne elektronische Signalauswertung über einfache
elektrische Schalter erfolgt und die betriebssicher arbeitet.
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Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des
Anspruches 1 gelöst. Während bei den bekannten Systemen die beiden Schalter der
Rückstelleinrichtung jeweils in beiden Drehrichtungen,allerdings in unterschiedlicher
Reihenfolge betätigt werden, wird erfindungsgemäß jeweils nur ein Schalter bei jeder
Drehrichtung betätigt'der dann über ein Stellglied den Blinklampenstromkreis unterbricht.
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Der Grundgedanke der Erfindung läßt sich auf verschiedene Arten realisieren.
Bei einer Ausführung nach Anspruch 2 und 3 wird ein üblicher Lenkstockschalter verwendet,
aber der mechanische Auslösemechanismus zum Rückstellen des Schalters durch ein
elektrisches Stellglied ersetzt. Bei dieser Ausführung wird das Stellglied nur zur
Auslösung der Rastung in den Arbeitsstellungen kurzzeitig angesteuert.
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Bei einer zweiten Ausführung entsprechend den Ansprüchen 2 und 4 wird
ein üblicher Lenkstockschalter verwendet, aber die Rastung in den Arbeitsstellungen
durch das Stellglied bewerkstelligt.
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Das Stellglied wird mit dem Einschalten des Fahrtrichtungsschalters
erregt und über die Rückstelleinrichtung wieder entregt, wobei dann die Arretierung
aufgehoben wird und sich der Schalthebel selbsttätig in seine Ruhestellung zurückstellt.
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Dabei kann die Arretierung durch das Stellglied auf mechanische Art
oder gemäß Anspruch 5 auf elektromagnetische Art bewerkstelligt werden. Die elektromagnetische
Arretierung wird dabei bevorzugt, weil sie absolut verschließfrei arbeitet.
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Bei einer dritten Ausführung gemäß Anspruch 6 wird das Stellglied
auch zum Einschalten des Blinklampenstromkreises ausgenutzt. Die den Blinklampenstromkreis
schließenden Schaltbrücken werden also nicht direkt auf manuellem Weg umgestellt,
sondern über den manuell betätigbaren Fahrtrichtungsschalter werden die Stellglieder
angesteuert, die dann während der Blinkzeit die Schaltbrücken in den Arbeitsstellungen
halten. Sobald das Stellglied abgeschaltet ist, stellen sich die Schaltbrücken wieder
selbsttätig in ihre Ruhelage zurück.
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In allen Fällen ist ein Schalter der Rückstelleinrichtung direkt in
den Steuerstromkreis des Stellgliedes eingeschleift, so daß eine betriebssichere
Rückstellung gewährleistet ist und außerdem eine aufwendige elektronische Auswerteschaltung
entfällt.
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Außerdem wird das Stellglied jeweils in Reihe über den Fahrtrichtungsschalter
angesteuert, so daß jeweils nur ein Stellglied wirksam wird. In Verbindung mit Anspruch
11 ist dabei eine Ausbildung des Fahrtrichtungsschalters als Tastschalter möglich,
wobei die Ansprüche 12 und 13 Möglichkeiten zum manuellen Unterbrechen der Blinklampenstromkreise
ohne Wirksamwerden der Rückstelleinrichtung aufzeigen.
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Gemäß den Ansprüchen 13 und 14 läßt sich die Schalteinrichtung leicht
derart erweitern, daß auch ein sogenanntes Fahrbahnwechselblinken bzw. ein Warnlichtblinken
möglich ist. Dabei werden beim Warnlichtblinken die Blinklampen nicht direkt, sondern
über die von den Stellgliedern betätigten Schaltbrücken angesteuert, weil dann die
Umschaltkontakte des Warnblinkschalters einseitig miteinander verbunden sein können.
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Damit nicht versehentlich beim Abschalten eines Blinklampenstromkreises
der andere eingeschaltet wird, wird man mit Vorteil eine Ausführung nach den Ansprüchen
16 bis 20 einsetzen. Mit den Merkmalen der Ansprüche 19 und 20 wird dabei sichergestellt,
daß bei gleichzeitiger Betätigung beider Drucktasten nicht beide Stellglieder zugleich
angesteuert werden und damit ungewollt ein Warnblinken aller Blinklampen ausgelöst
würde.
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In den Ansprüchen 21 bis 24 sind bevorzugte Ausführungen des Fahrtrichtungsschalters
und in den Ansprüchen 25 bis 31 bevorzugte Ausführungen der Rückstelleinrichtung
gekennzeichnet.
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Wichtig ist vor allem auch die monostabile Ausbildung der Schalter
gemäß Anspruch 31. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß unabhängig von der Stellung
des Betätigungshebels, also ggf. auch in Kurvenfahrt, jeder Blinklampenstromkreis
geschlossen werden kann.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Schaltbild einer ersten Ausführungsform, Fig.
2 ein Schaltbild einer zweiten Ausführungsform mit einem anderen Fahrtrichtungsschalter
und einer anderen Rückstelleinrichtung, Fig. 3 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt
durch die Rückstelleinrichtung nach Fig. 2, Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel
mit elektromagnetischer Arretierung, Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel mit
mechanischer Arretierung und magnetischer Rückstellung, Fig. 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel
mit nur einem Stellglied, Fig. 7 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt im Bereich
des Stellgliedes, Fig. 8 weitere Ausführungsbeispiele eines Fahrtrichtungsu. 9 schalters
in schematischer Darstellung, Fig.10 weitere Ausführungsformen einer Rückstelleinu.
11 richtung in schematischer Darstellung, Fig.12 ein Schaltbild einer weiteren Ausführtmgsform
mit einem Stromstoßrelais als Stellglied, Fig.13 ein Schaltbild ähnlich Fig. 12
mit Drucktasten und einem zusätzlichen Ruhestromrelais und Fig.14 ein Schaltbild
ähnlich Fig. 12 mit gegenseitiger Verriegelung der Stellglieder.
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In Fig. 1 ist mit 10 der Fahrtrichtungsschalter bezeichnet, der zwei
miteinander gekuppelte Kontaktfinger 11 und 12 aufweist, die manuell in zwei selbstrückstellende
Zwischenstellungen und in zwei selbstrückstellende Arbeitsstellungen umschaltbar
sind.
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Der Kontaktfinger 11 berührt in der gezeichneten Neutralstellung die
zwei Kontaktbahnen 13 und 14, in den Zwischenschaltstellungen für Fahrbahnwechselblinken
und in den Arbeitsstellungen aber jeweilsnur die eine oder andere Kontaktbahn.
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In den Arbeitsstellungen berührt der Kontaktfinger 11 außerdem einen
der beiden Festkontakte 15,16, während der zweite Kontaktfinger 12 in den Zwischenschaltstellungen
auf einen der Kontakte 17,18 aufgeschaltet ist. Mit dem Kontaktfinger 11 ist außerdem
eine Löschtaste 19 elektrisch leitend verbunden, die in der gezeichneten Ruhestellung
einen Stromkreis schließt und diesen Stromkreis.unterbricht, wenn der nur symbolisch
dargestellte Betätigungshebel des Fahrtrichtungsschalters in einer von der normalen
Schwenkbewegung abweichenden Bahn verstellt wird.
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Mit 20 ist der Warnblinkschalter bezeichnet, der vier miteinander
gekoppelte Kontaktbrücken aufweist. Über die Kontaktbrücke 21 wird der Stromkreis
zur Löschtaste 19 geschaltet, über die Kontaktbrücken 22 und 23 können beide Blinklampenstromkreise
zugleich angesteuert werden und über die Kontaktbrücke 24 wird der in üblicher Weise
aufgebaute Taktgenerator oder Blinkgeber 25 entweder über den Zündschalter 26 oder
direkt mit dem Pluspol der Batterie 27 verbunden. Bei 28 und 29 sind die Blinklampen
rechts und links am Fahrzeug angedeutet.
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Das Stellglied 30 weist eine Relais spule 31 auf, über die eine Schaltbrücke
32 und ein Schließerkontakt 33 gesteuert werden.
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Die Relaisspule 31 ist einerseits an den Festkontakt 16 des Fahrtrichtungsschalters
und andererseits an eine Kontaktfederzunge 43 einer Rückstelleinrichtung 40 angeschlossen.
Die Schaltbrücke 32 schaltet über die Leitungen 34 und 35 den Stromkreis für die
Blinklampen 28. Der Schließerkontakt 33 schaltet über die Leitungen 36,37 Kontaktbahn
14, Kontaktfinger 11, Löschtaste 19, Leitung 38, Kontaktbrücke 21 einen Selbsthaltekreis
zum Pluspol der Batterie 27. Dieser Selbsthaltekreis bleibt in der gezeichneten
Neutralstellung des Fahrtrichtungsschalters geschlossen und überbrückt praktisch
den Ansteuerstromkreis der Relaisspule 31 über den Kontaktfinger 11 und den Festkontakt
15.
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Die Rückstelleinrichtung 40 besteht aus zwei Schaltern 41 und 42 mit
jeweils einer Kontaktfederzunge 43, die gegeneinander vorgespannt sind und in der
gezeichneten Ruhestellung beide an einem Betätigungshebel 44 elektrisch leitend
anliegen. Der Betätigungshebel 44 ist mit Masse 45 verbunden.
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Der Betätigungshebel 44 ist schwenkbar gelagert und kann von einem
Auslösenocken 46 an der Lenksäule ausgelenkt werden. Bei einer Drehbewegung der
Lenksäule entgegen dem Uhrzeigersinn wird der Betätigtuigshebel im Uhrzeigersinn
verschlfenkt, so daß das als gemeinsamer Gegenkontakt ausgebildete Ende gegen die
Kontaktfederzunge 43 des Schalters 42 drückt und diese auslenkt.
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Die vorgespannte Kontaktfederzunge 43 des anderen Schalters 41 folgt
dieser Bewegung bis sie an den Anschlag 49 anstößt. Dann wird die Verbindung zwischen
der Relais spule 31 und Masse 45 unterbrochen. Wird der Auslösenocken 46 weiter
verschwenkt, wird der Betätigungshebel 44 in seine Neutralstellung durch die Kraft
der Kontaktfederzungen 43 zurückgestellt.
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Wesentlich ist, daß die Schalter 41 und 42 wechselweise und drehrichtungsabhängig
betätigt werden.
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Bei einer bestimmten Lenkraddrehung wird jeweils nur ein Schalter
umgestellt, während der Schaltzustand des anderen beibehalten bleibt. Der Schalter
41 schaltet zur Relaisspule 31 Masse durch, während die Relais spule 31 über den
Fahrtrichtungsschalter an den Pluspol schaltbar ist. Diese Art der Reihenschaltung
hat den Vorteil eines geringeren Verdrahtungsaufwandes.
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Denkbar ist auch eine Ausführung, bei der die Relais spule einseitig
an Masse angeschlossen ist und der Schalter 41 zwischen Relaisspule und Fahrtrichtungsschalter
eingeschleift ist, doch müßten dann zu dem Schalter 41 der Rückstelleinrichtung
zwei Kabel verlegt werden, während bei der gezeigten Ausführung lediglich ein Kabel
erforderlich ist, weil der Betätigungshebel an Masse, also direkt an die Karosserie
des Fahrzeuges angeschlossen werden kann, Bei Betätigung des Fahrtrichtungsschalters
10 in die Zwischenschaltstellung wird die entsprechende Blinklampe 28 über die Leitung
34, Kontaktfinger 12 und Festkontakt 18 direkt mit dem Ausgang des Blinkgebcrs 25
verbunden.
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In der Arbeitsstellung wird über den Zündschalter 26, Kontaktbrücke
21, Leitung 38, Löschtaste 19, Kontaktfinger 11, Festkontakt 16 die Relaisspule
31 angesteuert und erregt, da: der Schalter 41 in der Neutralstellung eine Verbindung
zu Masse 45 herstellt. Damit wird die Schaltbrücke 32 geschlossen und über die Leitungen
34 und 35 die Blinklampe 28 an den Ausgang des Blinkgebers 25 angeschlossen. Zugleich
wird der Selbsthaltekreis über den Sclnließerkontakt 33 geschlossen, so daß der
Kontaktfinger 11 in die gezeichnete Neutralstellung zurückgestellt werden kann,
ohne daß dadurch der Blinklampenstromkreis unterbrochen wird. Die Relaisspule 31
wird aber entregt, wenn der zugehörige Schalter 41 der Rückstelleinrichtung öffnet.
Dies ist aber nur dann der Fall, wenn das Lenkrad nach Durchfahren einer Kurve in
der durch die Blinklampe 28 gekennzeichneten Richtung zurückgestellt wird. Beim
Einschlagen des Lenkrades in der vorgesehenen und angezeigten Richtung wird dagegen
der Schalter 41 nicht betätigt.
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Außerdem kann die Relais spule 31 durch Betätigung der Löschtaste
19 entregt werden, die in den Selbsthaltekreis eingeschleift ist. Darüberhinaus
kann die Relaisspule 31 entregt werden, wenn der Kontaktfinger 11 in Richtung auf
den Festkontakt 15 verschwenkt wird und dabei von der Kontaktbahn 14, die ebenfalls
in den Selbsthaltekreis eingeschleift ist, abhebt. Durch diese Art der gegenseitigen
Verknüpfung der Ansteuerung beider Stellglieder 30 bzw. 30a wird sichergestellt,
daß beim Einschalten des einen Blinklampenstromkreises der andere auf jeden Fall
unterbrochen ist.
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Bei Betätigung des Warnblinkschalters 20 werden über die Kontaktbrücken
22 und 23 beide Stellglieder 30 uzw. 30a zugleich angesteuert. Dabei wird über die
Kontaktbrücke 24 der Blinkgeber 25 unter Umgehung des Zündschalters 26 direkt mit
der Spannungsquelle 27 verbunden und zugleich die Spannungszuführung zum Fahrtrichtungsschalter
über die Kontaktbrücke 21 unterbrochen.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich von dem nach
Fig. 1 nur durch eine andere Ausbildung des Fahrtrichtungsschalters und der Rückstelleinrichtung,
funktioniert aber im Prinzip wie die Ausführung nach Fig. 1. Der Fahrtrichtungsschalter
ist aus zwei unabhängig voneinander betätigbaren Tastschaltern 50 und 51 aufgebaut,
die beide identisch sind. Ein Umschaltkontakt 52 verbindet in der Ruhestellung einen
an die Leitung 38 angeschlossenen Kontakt 53 mit einem Festkontakt 54, der über
eine Leitung 55 mit dem Schließerkontakt 33 des Stellgliedes 30a verbunden ist.
In der Arbeitsstellung berührt der Umschaltkontakt 52 den Festkontakt 16, über den
die Relaisspule 31 angesteuert wird.
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Bevor jedoch der Umschaltkontakt 52 auf dem Festkontakt 16 anliegt,
stellt ein zweiter Umschaltkontakt, der dem Kontaktfinger 12 entspricht, eine Verbindung
zwischen dem Ausgang des Blinkgebers 25 und der Blinklampe 28 über den Festkontakt
18 her. Wesentlich ist auch bei dieser Ausführung, daß der Selbsthaltekreis des
einen Stellgliedes über den Umschaltkontakt 52 des dem anderen Stellglied zugeordneten
Tastschalters geschlossen bzw. unterbrochen wird, so daß bei Betätigung des einen
Tastschalters und damit bei Ansteuerung des einen Stellgliedes das andere mit Sicherheit
entregt wird.
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Bei der Rückstelleinrichtung nach den Fig. 2 und 3 liegen die beiden
Kontaktfederzungen 43 der beiden Schalter 41 bzw. 42 an einem gemeinsamen Festkontakt
60 an, der mit Masse verbunden ist. In den Betätigungshebel 44 sind zwei Lagerstifte
61 eingepreßt, an dentnsich eine Blattfeder 62 abstützt, deren Enden in Aufnahmen63
einerTragplatte 64 eingelegt sind.
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Die Blattfeder 62 sorgt dafür, daß der Betätigungshebel in die gezeichnete
Neutralstellung zurückfedert, wobei die Lagerstifte 61 in entsprechende Abstützbuchten
65 eingreifen. Wenn der Auslösenocken 46 gegen den Finger 66 des Betätigungshebels
44 stößt, wird dieser je nach Drehrichtung um einen der Lagerstifte 61 verschwenift.
Dabei wird durch die unterschiedlichen Drehpunlite,die seitlich aus der Mitte des
Betätigungshebels 44 versetzt sind, erreicht, daß die Spitze des Fingers 66 schon
bei einem kleinen Verschlfenkwinkel die Bahn des Auslösenockens 46 verläßt. Wenn
man diesen Finger 66 anspitzt, haben die
Schalter 41 und 42 praktisch
monostabiles Verhalten. Die Kontaktfederzungen 43 federn selbsttätig nach jeder
Schaltbewegung in ihre Ruhelage zurück, auch wenn der Auslösenocken seine Auslösestellung
beibehält, weil sich der Betätigungshebel auch in axialer Richtung verstellen kann.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen wird also die Schaltbrücke
durch das Stellglied in die Arbeitsstellung gebracht und kehrt selbsttätig in seine
Ruhestellung zurück, sobald das Stellglied entregt ist. Der Fahrtrichtungsschalter
schaltet nur den Steuerstrom für das Stellglied, aber im normalen Blinkbetrieb nicht
den Betriebsstrom für die Blinklampen.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 hat der Fahrtrichtungsschalt
er ein verstellbares Schaltglied 69 mit zwei Kontaktbrücken 70 und 71, die mit den
Festkontakten 72 bis 77 zusammenarbeiten. Der Festkontakt 73 ist an den Ausgang
des Blinkgebers 25 angeschlossen, an die Festkontakte 74,72 sind direkt die Blinklampen
28,29 angeschlossen. Zur Ansteuerung der Stellglieder 30,30a dient der mit dem Pluspol
der Spannungsquelle verbundene Festkontakt 76, der über die Kontaktbrücke 71 wechselweise
mit einem der Festkontakte 75 bzw. 77 verbindbar ist.
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Die Stellglieder 30,30a sind über die Schalter 41,42 der Rückstelleinrichtung
an diese Festkontakte 75, 77 angeschlossen.
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Mit dem Schaltglied 69 sind zwei Weicheisenbügel 78 verbunden, die
in den Arbeitsstellungen an den als Stellglieder dienenden Magneten 30,30a anliegen.
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Bei dieser Ausführung wird also die als Schaltbrücke im Blinklampenstromkreis
anzusehende Kontaktbrücke 70 manuell über den Fahrtrichtungsschalter verstellt.
In den Arbeitsstellungen werden zugleich die Stellglieder angesteuert, die damit
diebeibekannten Lenkstockschaltern mechanische Arretierung des Schaltgliedes auf
magnetischem Wege bewerkstelligen.
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Die Arretierung wird aufgehoben, sobald der zugehörige Schalter 41
oder 42 der Rückstelleinrichtung anspricht, worauf das Schaltglied 63sich über den
in bekannter Weise an einer Rückstellfeder federnd abgestützten Rückstellbolzen
selbsttätig zurückstellt.
Bei dieser Ausführung ist also keine
Arretierung mittels Rastnasen vorhanden, sondern eine verschließfreie magnetische
Arretierung gegeben. Das Schaltglied kann entgegen der Magnetkraft von Hand zurückgestellt
werden, wobei sich die Rückstellkraft auch nach längerer Betriebszeit nicht ändert.
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Die Rückstelleinrichtung hat nun zwei Betätigungshebel 80, 81 mit
je einem Langloch 82, in das die Bolzen 83 hineintauchen.
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Wenn einer der Auslösenocken 46 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt
wird, stößt er gegen eine Nase 85 des Betätigungshebels 80, der damit um den Bolzen
83 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wie das rechts gestrichelt dargestellt ist.
Der Schalter 41 wird dabei betätigt. Eine Verschwenkung des Auslösenockens 46 in
Richtung des Uhrzeigersinnes bewirkt eine Verschiebung des Betätigungshebels 80
in Pfeilrichtung A, ohne daß der Schalter betätigt wird. Diese Verschiebung ist
links gestrichelt angedeutet, wobei natürlich die Drehrichtungen bezüglich des linken
Betätigungshebels 81 genau entgegengesetzt ist.
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In Fig. 5 ist ein Fahrtrichtungsschalter dargestellt, bei dem das
bewegliche Schaltglied 69 einen Rastnocken aufweist, der in den Arbeitsstellungen
in drehbeweglich und federnd aneinander abgestützten Haltekammern 93 einrasten kann.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Schaltglied 69 in den Arbeitsstellungen
also in bekannter Weise mechanisch arretierbar.
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Die Zurückstellung erfolgt allerdings wieder über ein Stellglied 94,
in Form eines Elektromagneten,der bei Erregung beide Halteklammern 93 verschwenkt
und damit die Arretierung freigibt.
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Bei dieser Ausführung ist eine verschließfreie Arretierung nicht gegeben,
vorteilhaft ist aber, daß das Stellglied nur kurzzeitig angesteuert werden muß.
Bei einer nicht näher dargestellten Schalteinrichtung für diese Ausführung sind
die Schalter der Rückstelleinrichtung als Schließer auszubilden.
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Bei der Ausführung nach den Fig. 6 und 7 wird das Schaltglied 69 mit
der Schaltbrücke 32 wiederum manuell verstellt, wobei in beiden Arbeitsstellungen
ein Stellglied 96 erregt wird, dessen Anker 97 mit einer beidseitig angeschrägten
Rastfläche in Ausnehmungen 98 im Schaltglied eingreift. Bei dieser Ausführung ist
wiederum eine mechanische Arretierung gegeben, die aber
elektromagnetisch
freigegeben wird. Eine Zurückstellung per Hand ist unter Überwindung der Magnethaltekraft
möglich. Bei dieser Ausführung ist wichtig, daß über den Fahrtrichtungsschalter
jeweils nur einer der beiden Schalter 41,42 der Rückstelleinrichtung, die an das
gemeinsame Stellglied angeschlossen sind, angesteuert wird.
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Fig. 8 zeigt schematisch eine Ausführung, bei der ein federbelasteter
Anker 100 eines Stellgliedes 30 in den Arbeitsstellungen in Aussparungen 101 am
Schaltglied 69 eingreifen kann. Zur Freigabe der Arretierung wird das Stellglied
kurzzeitig erregt, Bei der Ausführung nach Fig. 9 ist der Anker 100 zwar auch federbelastet,
aber in umgekehrter Richtung. Hier muß das Stellglied 30 während der Blinkzeit erregt
sein. Nach Ablauf der Blinkzeit wird die Arretierung durch die Kraft der Druckfeder
102 gelöst.
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Die Fig. 10 und 11 zeigen Ausführungsvarianten der Rückstelleinrichtung,
deren Funktion im wesentlichen der Ausführung nach Fig. 4 entspricht. Wichtig ist,
daß die Schalter wechselweise drehrichtungsabhängig betätigt sind und daß bei einer
Ausführung mit zwei Betätigungshebeln der Betätigungshebel je nach Drehrichtung
des Auslösenockens auf verschiedenen Bahnen verschwenkt wird. Die eine Bahn ist
durch Verschiebung des Bolzens 83 im Langloch 82, die andere Bahn durch Drehbewegung
um den Bolzen 83 charakterisiert. Nur bei einer Drehbewegung wird der zugehörige
Schalter bei der Ausführung nach Fig. 10 betätigt, während bei der Ausführung nach
Fig. 11 eine Betätigung des Schalters nur bei einer Verschiebebewegung ausgelöst
wird.
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Bei den Ausführungen nach den Fig. 12 bis 14 ist das Stellglied 30
als bistabiles Schalt element ausgebildet und durch ein Stromrelais 110 mit zwei
Schaltbrücken 111 bzw. 112 realisiert. Die eine Schaltbrücke 111 schaltet den Blinklampenstromkreis,
die andere Schaltbrücke 112 verbindet einen Schalter 41 der Rückstelleinrichtung
40 mit dem Steuereingang 113 des Stromstoßrelais 110.
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Ein Kontaktfinger 12 des Fahrtrichtungsschalters 10 steuert in beiden
Schaltrichtungen jeweils zwei Festkontakte 115,116 an, von denen der eine mit dem
Steuereingang 113 des einen Stellgliedes 30 und der andere über die Schaltbrücke
112 des anderen Stellgliedes 30a mit dessen Steuereingang verbunden ist.
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Das Stromstoßrelais 110 arbeitet derart, daß bei einem kurzen Impuls
am Steuereingang 113 die Schaltbrücken 111,112 in ihre Arbeitslage umgestellt werden
und dort verbleiben, auch wenn der Steuereingang 113 wieder spannungslos ist. Bei
dem nächsten Impuls am Steuereingang werden die Schaltbrücken wieder in ihre stabile
Ruhelage zurückgestellt.
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Das Signal am Steuereingang 113 wird entweder vom Fahrtrichtungsschalter
oder von dem zugehörigen Schalter 41,42 der Rückstelleinrichtung 40 ausgelöst. Letzteres
allerdings nur, wenn die Schaltbrücke 112 in die Arbeitslage umgestellt ist.
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Wird der Fahrtrichtungsschalter 10 kurz in der einen oder anderen
Richtung angetippt, wird also das entsprechende Ruhestromrelais erregt und schaltet
die Schaltbrücken um. Die Blinklampen leuchten auf. Ein erneutes Antippen des Fahrtrichtungsschalters
in derselben Richtung setzt das Ruhestromrelais zurück. Die Blinklampen erlöschen.
Bei dieser Ausführung wird auf eine zusätzliche Schaltstellung für das Fahrbahnwechselblinken
verzichtet.
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Sollte ein Stellglied in der Arbeitslage sein, wird bei Betätigung
des Fahrtrichtungsschalter in der anderen Schaltrichtung über die Schaltbrücke 112
das Stromrelais dieses Stellgliedes angesteuert und zurückgesetzt. Bei dieser Ausführung
kann also manuell ein Blinklampenstromkreis ausgeschaltet werden, ohne daß die Gefahr
besteht, daß dabei zugleich wenn auch nur kurzzeitig der andere Blinklampenstromkreis
angesteuert wird.
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Bei der Ausführung nach Fig. 13 ist der Fahrtrichtungsschalter durch
zwei unabhängig voneinander betätigbare Drucktastenschalter realisiert. Hierbei
besteht nun die Gefahr, daß bei gleichzeitiger Betätigung beider Drucktasten beide
Blinklampenstromkreise geschlossen werden.
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Um diesen allerdings mehr theoretischen Mangel zu beseitigen, wird
über zusätzliche Kontaktbrücken 120,121 ein Steuerstromkreis für ein Ruhestromrelais
122 geschlossen, dessen Öffnerkontakt 123 die Spannungsversorgung unterbricht. Der
Öffnerkontakt 123 ist also praktisch in den Erregerstromkreis für die Stellglieder
eingeschleift.
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Fig. 14 zeigt schließlich eine Ausführung, bei der auf das Ruhestromrelais
verzichtet werden kann, denn über je einen Ruhekontakt 140,141 sind die Drucktasten
gegeneinander verriegelt.
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Nur in der Ruhestellung der einen Drucktaste kann über die andere
Drucktaste das zugeordnete Stellglied angesteuert werden.
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Werden beide Drucktasten absolut gleichzeitig betätigt, ist der Stromkreis
zu beiden Stellgliedern unterbrochen.
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