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DE284921C - - Google Patents

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DE284921C
DE284921C DENDAT284921D DE284921DA DE284921C DE 284921 C DE284921 C DE 284921C DE NDAT284921 D DENDAT284921 D DE NDAT284921D DE 284921D A DE284921D A DE 284921DA DE 284921 C DE284921 C DE 284921C
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DE
Germany
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mandrel
tape
workpiece
paper
glue
Prior art date
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DENDAT284921D
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English (en)
Publication of DE284921C publication Critical patent/DE284921C/de
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVi 284921 KLASSE 54/.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung von Kotelettmanschetten oder ähnlichen Gegenständen. Die Maschine besteht im wesentlichen aus einem Dorn, um welchen die Materialstreifen spiralförmig gewunden werden, wobei die letzte Wicklung in geeigneter Weise mit den vorhergehenden vereinigt wird. Die Erfindung ist insbesondere anwendbar zur Herstellung von für angerichtete Speisen bestimmten Papierverzierungen, die aus einem röhrenförmigen Stengel und darauf angeordneten Verzierungen bestehen und welche über den Knochen von Geflügel-· Schenkeln, Rippenstücken oder sonstigen Fleischteilen geschoben werden können, wobei selbstverständlich diese Verzierungen auch für alle anderen Zwecke Verwendung finden können.
Zufolge der Erfindung ist die Maschine mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Vorschub eines streifenförmigen Materials, insbesondere Papier, ausgestattet, welches von einer Rolle abgewickelt und einem dem Werkstück die gewünschte Form gebenden Dorn zugeführt wird. Durch geeignete Vorrichtungen, welche nacheinander.zur Wirkung kommen, wird der Papierstreifen zuerst nahe der einen Kante durch Zerschlitzen fransenartig ausgestaltet, das zerschlitzte Ende zusammengefaltet und von dem mit gefranster Kante versehenen .Streifen einzelne Werkstücke abgeschnitten. Sodann wird dieses Werkstück durch eine weitere Vorrichtung um den Dorn zwecks Herstellung der fertigen Verzierung gewickelt, so daß ein röhrenförmiger Stengel entsteht, während die letzte Wicklung des Stengeis in geeigneter Weise befestigt wird. Schließlich ist eine geeignete Vorrichtung zum Abstreifen des fertigen Gegenstandes vom Dorn vorgesehen.
Mit dem Dorn wirkt eine Greifervorrichtung zusammen, welche das vordere Ende des Werkstückes erfaßt, bevor der Dorn zwecks Erzeugung der Spiralwindung inDrehung versetzt wird.
Es ist ferner dafür Sorge getragen, daß die Wicklungen des Werkstückes während des Wickelvorganges in geeigneter Weise gespannt gehalten werden.
. Es wird ein verschiebbarer Kopf, der eine Reihe von Dornen trägt, verwendet, die nacheinander einer Materialzuführungsstelle gegenüber eingestellt werden, so daß mehrere Werkstücke nacheinander in Manschettenform aus-
geführt werden. Dadurch wird die Leistung der Maschine in bezug auf ihre Geschwindigkeit erhöht.
Schließlich sind Einrichtungen zum Festhalten der fertigen Manschetten für einen bestimmten Zeitabschnitt vorgesehen, so daß der Klebstoff zur Befestigung der letzten Wicklung Zeit zum Festwerden hat.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den beiliegenden Zeichnungen in einer Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt einer die Erfindungsmerkmale aufweisenden Maschine, und zAvar nach Linie i-i der Fig. 2.
Fig. 2 ist eine Oberansicht in teilweisem Längsschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1, wobei einige Teile weggebrochen sind.
Fig. 3 ist ein senkrechter Querschnitt der Maschine nach Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Teilschnitt durch die den Kopf antreibende Einrichtung, und zwar geschnitten nach Linie 4-4 der Fig. 3.
Fig. 5 zeigt in vergrößertem Maßstabe und teilweisem Schnitt den den röhrenförmigen Teil der Verzierung herstellenden Dorn, wobei ebenfalls einige Teile weggebrochen und einige Teile in vollen Linien gezeichnet sind.
Fig. 6 ist ein Querschnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5 zwecks Veranschaulichung des Antriebes für den Dorn.
Fig. 7 ist ein ähnlicher Querschnitt durch den Dorn zur Veranschaulichung der Stellung, welche der Dorn im Ruhezustande einnimmt, nachdem er eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen zwecks Herstellung der Manschette ausgeführt hat.
Fig. 8 veranschaulicht die Laufbahn, gegen welche sich ein an dem Dorn angeordneter Rillenrand zur Regulierung der Abstreifvorrichtung anlegt.
Fig. 9 und 10 sind weitere Querschnitte des Dornes nach Linie 9-9 bzw. 10-10 der Fig. 5 und zeigen diesen Dorn im Beginn der Herstellung des Stengels des Manschettenrohres und sodann weiter in der Stellung, wenn der Dorn ein Viertel einer Umdrehung ausgeführt hat.
Fig. 11 ist ein Querschnitt nach Linie 11-11 der Fig. 5 in Richtung des dargestellten Pfeiles und zeigt den Dorn nach einer vollständigen Reihe von Drehungen und nachdem der Stengel der Manschette darauf aufgewickelt ist, und zwar in dem Zeitraum des Trocknens und bevor die Verzierung vom Dorn abgestreift wird.
Fig. 12 ist ein Querschnitt der die Kante der Papierbahn umlegenden Faltvorrichtung, geschnitten nach Linie 12-12 der Fig. 2.
Fig. 13 zeigt in vergrößertem Maßstabe die winklige Stellung des Dornes in bezug auf die Papierbahn in dem Augenblick, in welchem das vordere Ende des Werkstückes von der Greifervorrichtung des Dornes erfaßt ist.
Fig. 14 ist eine der Fig. 13 entsprechende Ansicht, jedoch ist das Werkstück etwa zur Hälfte auf den Dorn aufgewickelt.
Fig. 15 zeigt eines der flachen Werkstücke, die Klebstofflinie und die abgeschrägte Kante, und
Fig. 16 ist eine Ansicht der vollständigen Manschette.
Die Seitenrahmen 1, 1 der Maschine sind auf einer Grundplatte 2 befestigt. In den Seitenrahmen ruht an dem einen Ende der Maschine die Papierrolle A, von der das Papier aufwärts und über eine Führungsrolle 3 und sodann zwischen Walzen 4, 41, 5, 51 und 6, 61 weitergeführt wird. Die oberen Walzen 4, 5 und 6 jedes Satzes der Vorschubwalze ruhen mittels ihrer Achsen in an den Seitenrahmen 1 angebrachten Lagern. Diese Achsen tragen Stirnräder 7 j 8 und 9. Die.Achse der Zwischenvorschubwalze 5 trägt außerdem ein Kettenrad 10, so daß sämtlichen Vorschubwalzen durch die Triebe 11 und 12, welche mit den Stirnrädern 7, 8 und 9 in Eingriff stehen, entsprechender Antrieb erteilt wird. In einem geeigneten Gehäuse, das an dem der Papierrolle A gegenüberliegenden Ende des Rahmens ι vorgesehen ist, ist eine Kurbelwelle 13 gelagert, die von irgendeiner geeigneten Kraftquelle aus ihren Antrieb erhält.
Die Kurbelwelle trägt ein Kettenrad 14, welches in Kettenverbindung mit dem Kettenrad 10 der Vorschubrolle 5 steht. Das Kettenrad 10 besitzt außerdem einen zweiten Kettenzahnkranz io1, welcher durch eine Kette mit einem Kettenrad 15 in Verbindung steht, das auf einer Welle 16 angeordnet ist, die in Lagern der Seitenteile 1 am Zuführende für das Papierband ruht. Auf der Welle 16 ist eine sich drehende, als Messerwalze ausgebildete Schneideinrichtung 17 angebracht, die zusammen mit einer amboßartigen Einrichtung 18 auf den den Walzen 6, 61 zugeführten Papierstreifen, welcher die Schneideinrichtung passieren muß, wirkt. Zwischen der Schlitz- oder Schneideinrichtung 17, 18 und den Vorschubwalzen 4,4* ist eine Faltvorrichtung in Form einer entsprechend gestalteten, an den Rahmenteilen befestigten Platte 19 angeordnet. Diese Platte ist an dem einen Ende allmählich hoch- und zurückgebogen, so daß sie eine offene Öse bildet, welche den Papierstreifen nach Maßgabe seines Vorrückens entsprcchend auf sich zusammenfaltet (Fig.'12).
An den Seitenrahmen 1 ist ein Bügel 20 mit einem quergerichteten Messer 21 angeordnet, mit welchem ein schräg gerichtetes Messer 211 verbunden ist. Diese Schneideinrichtung dient dazu, das Papierband in der Querrichtung in Werkstücke bestimmter Größe zu zerschnei-
den. Der Bügel 20, welcher drehbar am Rahmen 1 befestigt ist, besitzt unter Federdruck stehende Arme 22, auf deren freies Ende Zug- I stangen 23 einwirken, die von Hebeln 221 be- : tätigt werden. Diese Hebel 221 sind drehbar j auf einem vom Rahmen 1 hervorstehenden j Zapfen gelagert und stehen unter der Wirkung j einer Daumenscheibe. Der Hebel 221 trägt eine Druckrolle, welche sich auf dem Umfang einer Daumenscheibe 24 abwälzt, die auf der Hauptkurbelwell'e 13 befestigt ist und an ihrem Umfang vier in gleicher Entfernung voneinander angeordnete vorstehende Nasen trägt, welche nacheinander die Hebel 221 und 22 zum Ausschlag und dadurch die Schneideinrichtung zur Wirkung bringen.
Auf einem von dem einen Ende der Seitenrahmen ι sich erstreckenden Arm ist ein Klebstoffbehälter 25 angeordnet, der mit einem auf und nieder verschiebbaren Mundstück 251 ausgestattet ist, welches sich durch den Behälter erstreckt und dessen unteres Ende sich im normalen Zustande um ein geringes höher befindet als die Ebene, auf welcher die Papierbahn vorrückt. Diese Düse geht durch den Behälter hindurch und steht unter der Wirkung eines am Messerbügel 20 befestigten Fingers 26. Bei jeder Abwärtsbewegung des . Messerbügels wird daher die Düse abwärts bewegt, und ihr Fußteil wird infolgedessen eine geringe Menge Klebstoff auf dem Papier verteilen, und zwar während das letztere durchschnitten wird. Die Einrichtung zur Verteilung des Klebstoffes bildet keinen Teil der Erfindung;-jede andere geeignete Einrichtung kann zu diesem Zwecke Verwendung finden. Ein weiterer Klebstoffbehälter 27 ruht auf dem Rahmen 1 zwischen dem vorderen Ende der Formplatte 19 und.der Schlitzeinrichtung 17 und 18 und dient dazu, Klebstoff in Form einer Linie auf das darunter vorrückende Papierband gelangen zu lassen. Der Klebstoff kann in Form eines ununterbrochenen Stromes oder in Form von Tropfen aus dem Behälter dem Papierband zugeführt werden.
Wie insbesondere aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, ruht das hintere Ende der Kurbelwelle 13 in einem von dem Fuß 28 getragenen Lager. Der untere Teil des Fußes ist mit der Grundplatte 2 verbunden, während sei-n oberer Teil in ein festes ringförmiges Gehäuse 29 übergeht, in dessen zentraler Nabe 30 eine Welle 31 gelagert ist. An dem einen Ende der Welle 31 sitzt ein mit Armen ausgestatteter Kopf 32, während das andere Ende ein Sperrrad 33 trägt, dem Bewegung durch ein Paar unter Federwirkung stehender Klauen 34, 34 erteilt wird, die auf auf der Welle 31 lose aufsitzenden Armen 35, 351 befestigt sind. Diese Arme sind mit ihrem freien Ende mit den Kurbeln 36, 361 der Kurbelwelle mittels der Kurbelstangen 37 verbunden. AVie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, ist jeder Arm des Kopfes 32 am äußeren Ende mit einer Hülse ausgestattet, welche Lager 40 für einen Dorn 41 bildet, wobei das das Werkstück aufnehmende Ende jedes Domes schräg zur Achse des Kopfes gerichtet ist. Um diese Achse und senkrecht zu den Vorschubrollen 6, 61 können die Dorne sich drehen.
Zwischen jedem Paar von Lagern 40 des Kopfes und an dem Dorn 41 befestigt ist ein Zahnrad 42 angebracht, welches in einen hülsenförmigen Teil ausläuft, der auf der ringförmigen Führung 44 gleitet. Diese ringförmige Führung 44 erstreckt sich über die Hälfte des Umfanges des Gehäuses 29. Die entgegengesetzte, in der Zeichnung als untere dargestellte Hälfte des Gehäuses 29 weist einen Außenzahnkranz 45 auf, auf welchem die Räder 42 sich abwälzen, so daß die Dorne eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen während einer halben Drehung des Kopfes ausführen müssen. Sobald die Stirnräder 42 außer Eingriff mit dem letzten Zahn der \^erzahnung 45 kommen, werden die Dorne 41 gegen Drehung dadurch gesichert, daß die Getriebehülse 43 und der Zahnstangenteil 44 gegeneinander gleiten.
Jeder Dorn wird dem Vorschubpunkt zwi- go sehen den Vorschubrollen 6, 61 gegenüber gebracht und hält sodann einen Augenblick in seiner Drehung still, infolge der absatzweisen Bewegung, welche dem Kopf 32 durch die Kurbelwelle und die mit der Sperrklinke und dem Sperradmechanismus des Spindelkopfes 31 zusammenhängenden Teile erteilt wird. Jeder Dorn 41 trägt einen unter Federwirkung stehenden Greifer 46 (Fig. 5), dessen Schaft 461 durch eine Querbohrung nahe der Basis des das Werkstück aufnehmenden Teiles des Dornes hindurchgeht. Der Schaft des Greiferfingers ist mit einem federnden Hebel 47 verbunden, der seinerseits an dem Körper des Dornes befestigt ist. Im normalen Zustande ruht der Greiferfinger infolge der Wirkung der Feder 47 in einem abgeflachten Teil des Dornes. Er wird zwecks Freigabe des Raumes zwischen ihm und dem Dorn durch einen Arm 48 eines Schwinghebels nach außen bewegt, der an einer in dem Stern gelagerten Spindel 49 drehbar gelagert ist. Ein zweiter Arm 481 dieses Schwinghebels ist nach außen und nach der dem Arm 48 entgegengesetzten Seite der Spindel verlängert. Der Arm 481 dient als Träger für einen Druckfuß 50, der sich in der Längsrichtung des Arbeitsendes des Dornes erstreckt und einen Sitz trägt, in welchem der Greiferfinger ruht, sobald dieser nach außen gedrückt oder geöffnet wird. Der ! Druckfuß trägt außerdem erweiterte Zungen ' 51, welche in Verbindung mit dem Dorn eine
Aufnahmeöffnung für das vordere Ende eines von dem Papierstreifen A abgeschnittenen Werkstückes bilden. Sobald der Dorn seine ■augenblickliche Ruhestellung gegenüber der ■ 5 Abgabestelle zwischen den Vorschubrollen 6, 61 einnimmt, wird der Druckfuß gleichzeitig mit der Greifklaue geöffnet, um das Werkstück aufzunehmen. Die Öffnungsbewegung des Greiferfingers des Druckfußes wird durch
ίο Eingreifen eines unter Federdruck stehenden Armes 48" herbeigeführt, der an der Spindel 49 des hin und her schwingenden Hebels 48, 481 befestigt ist. An dem Arm 48" ist eine Nase angeordnet, welche an einer festen Daumenscheibe 491 entlang gleitet, die von der entsprechenden Seite des festen Gehäuses 29 hervorsteht. Der den Druckfuß tragende Arm und verschiedene Zubehörteile zu dem Greiferfinger sind hinter dem Arbeitsende des Dornes so angeordnet, daß sie den erforderlichen Spielraum für das Vorrücken des Papierwerkstückes um das Arbeitsende des Dornes schaffen.
Nachdem aus einem Werkstück eine vollständige Manschette hergestellt ist, ist es erforderlich, diese vom Dornende abzustreifen. Zu diesem Zweck ist der Dorn mit einem Paar einander gegenüber befindlicher Längsnuten 52 versehen, in denen die Schenkel 53 des Abstreifers ruhen. Die Schenkel 53 sind über das hintere Ende des Dornes verlängert und dort durch eine mit einer ringförmigen Nut ausgestattete Kappe 54 verbunden, welche in Eingriff mit einer Gleitschiene 55 des Gehäuses 29 steht. Die vorderen Enden der Abstreifschenkel 53 weisen seitlich vorstehende Füße 531 auf, die über die Oberfläche des Dornes hervorstehen und hinter die hintere Kante des röhrenförmigen Stengels einer fertigen Manschette greifen. Zufolge der Gestalt der Laufschiene 55 (Fig. 8) werden die Füße 531 der Abstreiffinger sich in einer bestimmten Stellung des Sternes gegen das äußere Ende des Dornes zu bewegen und dadurch die fertige Manschette während der Drehung des Kopfes abstreifen.
Die Dorne werden vorteilhafterweise schwach kegelförmig gestaltet, um das Abstreifen der fertigen Manschetten zu erleichtern und um gleichzeitig dem röhrenförmigen Stengel einer fertigen Manschette C (Fig. 16) eine geringe Erweiterung zu geben, mittels deren sie leicht auf den Knochen des Fleisches o. dgl. aufgeschoben werden kann.
Für die unter Federwirkung stehende Einrichtung, mittels deren die erste Falte des Werkstückes auf dem Dorn festgehalten wird, kann auch irgendeine andere geeignete Vorrichtung, beispielsweise eine Saugvorrichtung, verwendet werden.
Bei jedem Umlauf der Maschine wird also eine Reihe fertiger Manschetten (Fig. 16) abgegeben, die aus Werkstücken B (Fig. 15) hergestellt sind.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Der unter den Schlitzrollen sich entlang bewegende Papierstreifen wird nahe der einen Kante perforiert oder geschlitzt, und es wird Klebstoff in Form einer Linie ζ auf die Oberfläche gebracht (Fig. 2 und 15). Der Papierstreifen läuft dann durch die Formplatte 19, und seine perforierte oder geschlitzte Kante wird hier zwecks Herstellung eines Saumes umgefaltet, der nachher durch die Klebstofflinie verbunden wird, wenn das Papierband durch die Rollen 4, 41 geführt wird. Die geschlitzte und zusammengefaltete Kante des Papierstreifens wird bei dem Vorschub nach den Dornen hin nicht gebrochen, da an diesem Teil die Vorschubwalzen nicht miteinander in Berührung kommen. Nachdem der gefaltete Streifen den ersten Walzensatz 4, 41 passiert hat, wird er in Werkstücke in der aus Fig. 15 ersichtlichen Form geschnitten, jedoch sind die Werkstücke bereits zusammengefaltet und geklebt. Das Messer 211 der Schneideinrichtung stellt eine schräge Kante λ- (Fig. 15) her, deren Richtung annähernd im rechten Winkel zur Achse des Dornes, auf welchen das Werkstück aufgewickelt wird, steht.
Gleichzeitig mit dem Abtrennen eines Werkstückes wird ein Klebstofftupfen y von dem Behälter 25 an der einen Ecke des Werkstückes nahe der schrägen Kante χ aufgegeben, und darauf wird das Werkstück dem Dorn mittels der Vorschubrollen 5, 51, 6, 61 zugeführt, wobei die Rolle 6 mit einer Nut 6" ausgestattet ist, so daß der Klebstofftupfen nicht berührt wird. Das vordere Ende des Werk-Stückes gelangt nun zwischen Dorn und Druckfuß in die in Fig. 13 gezeichnete Stellung, und in demselben Augenblick wird der Greiferfinger infolge der Einwirkung seiner Daumenscheibe 491 freigegeben. Infolgedessen hält der Finger 46 die vordere Ecke des Werkstückes auf dem Dorn fest, während dieser eine planetenartige Bewegung um die Achse des Kopfes 32 beschreibt. Gleichzeitig mit dem Freigeben des Greiferfingers kommt der Druckfuß in Berührung mit dem Dorn, und da dieser sich dreht, so wird eine Spannung auf den Papierstreifen ausgeübt. Wenn der Dorn bei seiner planetenartigen Bewegung den Streifen fester anzieht, als er von den Rollen 6, 61 vorgeschoben wird, kommt eine Einrichtung zur Wirkung, welche das Gleiten der Vorschubrolle 6 gestattet und damit einen Ausgleich für die Unterschiede derBewegung gibt. Zu dem Zweck ist eine Feder angeordnet, durch welche die Rolle bei normaler Spannung auf ihrer Spindel festgehalten wird.
Zufolge der Winkelstellung, welche der Dorn in bezug auf das vordere Ende des Werkstückes einnimmt, wird dieses beim Drehen des, Domes spiralförmig auf letzteren aufgewickelt werden, und wenn die letzte Windung aufgewickelt ist, so wird die Kante der letzten Windung in bezug auf den Dorn geradeliegeii zufolge des schrägen Ausschnittes χ an der hinteren Kante, an deren Ecke Klebstoff vorher aufgetragen ist. Sobald die letzte Wicklung ausgeführt ist, wird die den Klebstofftupfen enthaltende Stelle zwischen demDruckfuß und der Oberfläche des Dornes zusammengepreßt und in dieser Stellung festgehalten, da das Antriebsrad 42 des Dornes nunmehr das gezahnte Segment 45 verlassen hat und mit seinem Schuhteil in gleitendem Eingriff mit der Schiene 44 steht.
Bevor eine Manschette fertiggestellt wird, ist der nächstfolgende Dorn in die Stellung gekommen, in der ihm ein Werkstück zugeführt wird. Die fertige Manschette wird jedoch erst von dem Dorn abgestreift, kurz bevor er in die Stellung zum Erfassen eines zweiten Werkstückes gelangt. Das Abstreifen wird durch die entsprechend gestaltete Laufbahn 55 herbeigeführt, durch welche der Abstreifmechanismus 53, 54 sich gegen das Abstreifende des Dornes 41 bewegt und dadurch die vollständige Manschette entfernt. ' Kurz bevor der Manschettenstengel vom Dorn abgestreift wird, werden die Arme 48, 481 des unter Federwirkung stehenden Hebels infolge der Einwirkung der Daumenscheibe 491 auf den Hebel 48" betätigt, so daß der Druckfuß 50 und der Greiferfinger 46 den Stengel der Manschette loslassen, damit die Abstreifvorrichtung 53 in Wirkung treten kann.
Zufolge des Umstandes, daß vier Dorne 41 an dem Kopf 32 vorgesehen sind, werden vier verschiedene absatzweise Bewegungen dieser Dorne hervorgerufen, und damit die Dorne sich den Vorschubrollen genau gegenüber einstellen können, ist ein unter Federwirkung stehender Schuh 56 vorgesehen, der am Gehäuse 29 befestigt ist und mit abgeflachten Stellen der Spindel 31 in Berührung steht. Infolgedessen werden bei jeder Drehung des Kopfes vier vollständige Manschetten gebildet, und es ist genügend Zeit zwischen der BiI-dung der einzelnen Manschetten und ihrer Abstreifung, daß der Klebstoff zwischen den letzten Windungen genügend trocknen kann.
An Stelle der dauernd angeordneten Dorne zum Aufrollen der Manschetten können auch abnehmbare Schafte vorgesehen sein, auf welche die Stengel der Manschetten aufgerollt und auf welchen sie zusammengeklebt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zur Herstellung von röhrenartigen Gebilden aus Papier o. dgl., insbesondere Kotelettmanschetten, aus einem von einer Spule sich abwickelnden Bande, gekennzeichnet durch eine Schneideinrichtung, welche fortlaufend Quereinschnitte in dem Band anbringt, eine Einrichtung (Behälter 27), von welcher Klebstoff in Form einer Linie auf das Materialband aufgetragen wird, eine Faltvorrichtung (19), welche das Band etwa um die Längsmittellinie des geschlitzten Bandteiles faltet, ein Rollenpaar (4, 41), welches die umgefaltete Kante gegen den mit Klebstoff versehenen Teil des Materialbandes drückt, eine Schneidvorrichtung (21,2I1), welche das Band in dem herzustellenden Gegenstand entsprechende Werkstücke schneidet und abtrennt, wobei gleichzeitig von einem geeigneten Behälter aus ein Klebstofftupfen in einer Ecke des Werkstückes angebracht wird, eine Wickelvorrichtung (41), welche die einzelnen Werkstücke erfaßt und in die gewünschte Röhrenform wickelt und von der die fertigen Gebilde abgestreift werden.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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