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DE284919C - - Google Patents

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Publication number
DE284919C
DE284919C DENDAT284919D DE284919DA DE284919C DE 284919 C DE284919 C DE 284919C DE NDAT284919 D DENDAT284919 D DE NDAT284919D DE 284919D A DE284919D A DE 284919DA DE 284919 C DE284919 C DE 284919C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
game
knee
pitch
harmonium
games
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT284919D
Other languages
English (en)
Publication of DE284919C publication Critical patent/DE284919C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B1/00General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus
    • G10B1/08General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of harmoniums, i.e. reed organs

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Pinball Game Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 284919 -KLASSE 51 a. GRUPPE
CARL PAUL JUNGE in DUISBURG.
Harmonium. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1914 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Harmonium, welches als Orchester- wie auch als Soloinstrument in Verwendung kommen kann und sich einerseits durch den vergrößerten Tonumfang beiderseitiger Halbspiele, andererseits durch schnellen Klangfarbenwechsel auszeichnen soll. Die Einfachheit der Konstruktion bietet hierbei die Möglichkeit einer billigen Herstellung.
Die Neuerung besteht darin, daß die Windkammern zwei in der Querrichtung des Ventilbodens verlaufende Registerteilungen aufweisen, von welchen die eine zwischen dem ersten linken Spiele und dem vollen Werk, die zweite zwischen dem zweiten und dritten rechten Spiele angeordnet ist.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiele, und zwar zeigt:
Fig. ι das Harmonium in schaubildlicher Ansicht,
Fig. 2 dasselbe in der Vorderansicht nach Abnahme der Vorderwand mit teilweisem Längsschnitt,
Fig. 3 die Unteransicht des Ventilbodens,
Fig. 4 die Draufsicht, und
Fig. 5 den Schnitt desselben nach A-B der Fig. 2, während
Fig. 6 und 7 die Disposition der Register anordnung darstellen.
Es bezeichnet 1 die Tretschemel, 2 die Schöpf bälge, 3 die Windkanäle, 4 die Wind- ^ TaHe~ünd~5"den"Ventilboden. Die obere Fläche des letzteren ist durch die in der Längs- und Querrichtung verlaufenden Lederwülste 6, 7, 8 geteilt, welche zur Aufnahme der die Windkammern 9 des ersten, 10 des zweiten, 11 des dritten, 12 des vierten Spieles bildenden Zwischenwände 13 dienen.
Durch die Windkammerteilung 7, 8 werden, wie aus Fig. 6 und 7 ersichtlich, die linken Halbspiele m durch die zwischen α b und c d liegenden Töne bereichert und hierdurch der bisherige Tonumfang α e auf d f vergrößert. Ferner ermöglicht diese Ausbildung der Windkammern die Anordnung der mechanischen Register -p im Diskant mit einem Tonumfang g h. Zwecks Erzielung der durch die Windkammerteilung 7,8 entstehenden neuen Tonverbindungen sind die vermehrten Ventil-Öffnungen 14 aller Spiele in der Längsrichtung mit teilweise gemeinsamen Ventilklappen 15 versehen. Die rechten Halbspiele η sind hierbei auf drei Oktaven verlängert (Fig. 1 und 7), wodurch ein Gesamttonumfang k I der rechten Halbspiele entsteht. Dieser Disakanttonumfang ermöglicht das richtige Verwenden der Blasinstrumente. Vor allem können hier die Soli der Klarinette, welche mit dem linken Halbspiele Bourdon das zweite Spiel bildet, mit

Claims (4)

dem eigenen Klarinettenregister gespielt werden. Die neuen Diskantobertöne bieten auch < die Möglichkeit der erforderlichen Spielweise des vollen Werkes (Grand-Jeu). Das erste Spiel klingt eine Oktave höher als das zweite und erhält im rechten Halbspiel die Flöte, im linken hingegen das Cello. Zur Erzielung eines natürlichen zur täuschenden Nachahmung des letzten Instrumentes ίο notwendigen Vibratos können die Zungen der Cellopartie (drei Oktaven) doppelreihig eingebaut und schwebend gestimmt sein. Das dritte Spiel klingt zwei Oktaven höher als das zweite und enthält rechts das Flageolett und links die Viola. Das in der Tonhöhe des zweiten Spieles liegende vierte Spiel weist rechts Oboe (ohne Forteregister — Englisch Horn) und links Fagott auf. Durch diese Tonhöhe erreicht man einen der Klanglage der betreffenden Orchesterinstrumente entsprechenden Zusammenklang der Klarinette, der Oboe und der Flöte. Durch die Kombination des ersten, zweiten und vierten Spieles entstehen die naturgetreuen Klangeffekte der Blechinstrumente Waldhorn, Trompete und Posaune in einer dem Orchester entsprechenden Tonstärke und Ausdrucksfähigkeit. Die Klanghöhe des vierten Spieles ermöglicht das Verwenden der Oboe, des Waldhornes und der Trompete als Solostimmen in Verbindung mit den mechanischen Registern 0 (Fig. 6) des ersten und dritten Spieles. Außerdem kann durch die gleiche Tonhöhe des zweiten und vierten Spieles die Diskant- und Baßverstärkung des zweiten Spieles durch das vierte Spiel beliebig verändert werden. Zur Erreichung dieser Zwecke erfolgt die Betätigung der Ventilklappen 15 des ersten, zweiten und vierten Spieles durch Stimmleisten 16, welche an der Unterseite des Venbodens 5 durch Scharniere 17 gelenkig befestigt sind und von den .Registerzügen 18 durch die Abstrakten 19 in üblicher Weise bewegt werden. Die entsprechende Stimmleistenverbindung des ersten, zweiten und vierten Spieles bildet ein fünftes und sechstes Spiel, von welchem das erste beiderseits Waldhorn, das zweite rechts Trompete und links Posaune enthält. Hierdurch wird eine wesentlich starke, orchestrale Klangfülle dieser Blasinstrumente erzielt. Das fünfte Spiel besteht aus der Kombination der in gleicher Tonhöhe stehenden zweiten und vierten Halbspiele, welche bei Ausschaltung der Forteregister die Klangfarbe des Waldhornes besitzen.. Das sechste Spiel erhält durch die Vereinigung der Halbspiele Bourdon und Fagott einen wirksamen Posaunenton, während im Diskant die Kombination der Klarinette und der Oboe mit den oberen Sourdinen des ersten Spieles eine Nachahmung der Trompete ergibt. Diese Stimmleistenanordnung ermöglicht auch, die mechanischen Register 0 und p (Fig. 6) sowie die unabhängig von beiden Halbspielen des zweiten und vierten Spieles angeordneten Ventilklappen 15' gleichzeitig mit dem Hauptregister in Tätigkeit zu setzen. Das volle Werk (Grand-Jeu) verbindet das zweite Spiel mit dem Diskant des vierten und der oberen Sourdine des ersten Spieles, wodurch eine orchestralharmonische Klangwirkung dieses Registers erreicht wird, denn das Grand-Jeu des Orchesterharmoniums soll nicht den Charakter einer Orgel oder eines Hausharmoniums, sondern die Klangwirkung einer Orchesterbläsergruppe imitieren. Da das beschriebene System speziell für das Orchester in Verwendung gelangen soll und im Orchester die Expression dauernd zum Ausdruck kommt, so ist der Magazinbalg wie auch das Expressionsregister entbehrlich und deshalb auch in Fortfall gebracht. Hierdurch werden die Herstellungskosten des Werkes verringert. Zum Zwecke einer raschen und ununterbrochenen Klangfarbenabwechslung dienen die an der Vorderwand 20 des Harmoniums angeordneten Kniehebel 21, 22, 23, 24 und Kniedrücker 25,26, welche die sechs Halbspiele des ersten, zweiten und vierten Spieles einzein oder in Kombination durch Drücken der an die Stimmleisten 16 angreifenden Stangen 27 betätigen. Die Kniehebel 21 (Fagott) und 22 (Cello) werden mit dem linken Knie, die Kniehebel 23 (Flöte) und 24 (Oboe) mit dem rechten Knie nach links bzw. rechts geklappt. Die Kniedrücker 25 (Bourdon) und 26 (Klarinette) hingegen werden nach vorn in das Harmonium gedrückt. Es können aber mit dem linken Knie in Kombination der Kniehebel 21 bzw. der Kniehebel 22 mit dem Kniedrücker 25, und mit dem rechten Knie die Kniehebel 23 bzw. 24 mit dem Kniedrücker 26 zu gleicher Zeit zur Wirkung gelangen. Durch diese Kombination entstehen die Nachahmungen des Waldhornes, der Trompete und der Posaune. Die Kniehebel sind zweckentsprechend nach einwärts gebogen und zur bequemeren Betätigung an ihren Enden mit Rollen 28 versehen. Pate NT-A ν Sprüche:
1. Harmonium, dadurch gekennzeichnet, daß die Windkammern (9,10,11,12) zwei in der Querrichtung verlaufende Zwischenwände (13) aufweisen.
2. Harmonium gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Ventilboden (5) gelenkig angeordneten Stimmleisten (16) so auf die einzelnen Halbspiele verteilt sind, daß durch die Verbindung
der auf das erste, zweite und vierte Spiel verteilten Stimmleisten miteinander, wie auch durch die der Tonhöhe des zweiten Spieles gleiche Tonhöhe des vierten Spieles ein fünftes Spiel (Waldhorn) und ein sech-'stes Spiel (Posaune und Trompete) gebildet werden kann.
3. Harmonium gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite und vierte Spiel je eine mittlere Ventilklappe (15') aufweisen, welche von den linken und rechten Halbspielen abwechselnd durch am Ventilboden (5) gelenkig angeordnete und auf die einzelnen Halbspiele verteilte Stimmleisten (16) betätigt werden können.
4. Harmonium gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der die zweiten Spiele betätigenden Kniedrücker (25, 26) Kniehebel (21, 22, 23,, 24) angeordnet sind, welche an den Stimmleisten des ersten, zweiten und vierten Spieles angreifen und so gestaltet sind, daß sie einzeln oder in Verbindung mit den Kniedrückern zur Wirkung gelangen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reichsdrUCkerei.
DENDAT284919D Active DE284919C (de)

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DE (1) DE284919C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748611C (de) * 1938-02-20 1944-11-06 Heinz Hinkel In mehrere Teile zerlegbares Kleinharmonium
US5359843A (en) * 1992-04-29 1994-11-01 Innovatex Automatisierungstechnik Gmbh Method and apparatus for supplying empty bobbins to and removing yarn packages from textile machines

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748611C (de) * 1938-02-20 1944-11-06 Heinz Hinkel In mehrere Teile zerlegbares Kleinharmonium
US5359843A (en) * 1992-04-29 1994-11-01 Innovatex Automatisierungstechnik Gmbh Method and apparatus for supplying empty bobbins to and removing yarn packages from textile machines

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