[go: up one dir, main page]

DE2845299A1 - Schuetzenlose webmaschine - Google Patents

Schuetzenlose webmaschine

Info

Publication number
DE2845299A1
DE2845299A1 DE19782845299 DE2845299A DE2845299A1 DE 2845299 A1 DE2845299 A1 DE 2845299A1 DE 19782845299 DE19782845299 DE 19782845299 DE 2845299 A DE2845299 A DE 2845299A DE 2845299 A1 DE2845299 A1 DE 2845299A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
cut
weft
loom
weft threads
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19782845299
Other languages
English (en)
Other versions
DE2845299C2 (de
Inventor
Edd Houston Kendrick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROSSVILLE MILLS Inc
Original Assignee
ROSSVILLE MILLS Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROSSVILLE MILLS Inc filed Critical ROSSVILLE MILLS Inc
Publication of DE2845299A1 publication Critical patent/DE2845299A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2845299C2 publication Critical patent/DE2845299C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/70Devices for cutting weft threads
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/50Cutting, holding, manipulating, or disposing of, weft ends
    • D03D45/62Disposing of waste pieces of cut weft end

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

Dipl.-lng. H.-P. Lieck Patentanwalt Maximiliansplatz 10 D-8000 München 2 Tel.(089)220821
Rossville Mills, Inc.
P 215 01
BESCHREIBUNG
Schützenlose Webmaschine
Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine, vorzugsweise zum Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport, mit speer- oder lanzenförmigen Greifern zum Eintragen von Schüssen mit ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden in das Gewebe, einer Schußfadenmuster-Steuervorrichtung, mit der sich entsprechend dem Gewebemuster gewünschte Schußfäden in im voraus festgelegten Zeitintervallen an der Einlaufseite der Webmaschine den Greifern selektiv vorlegen lassen, einer Schneidvorrichtung an der Einlaufseite der Webmaschine zum Abschneiden der ausgewählten Schußfäden, sobald sie vom Greifer erfaßt worden sind, so daß der Greifer ein freies Ende des ausgewählten Schußfadens einträgt, und mit einer Kantenschervorrichtung zum Abschneiden der aus dem in der Webmaschine vorwärtstransportierten Gewebe nach außen herausragenden losen Schußfadenenden.
Pur das Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport, insbesondere von Geweben aus gröberen Garnen, die als Polsteroder Möbelstoffe u.dgl. verwendet werden, setzt die Textilindustrie in immer stärkerem Maße schützenlose Webmaschinen der eingangs beschriebenen Gattung ein. Solche Webmaschinen mit starren harpunen-, speer- oder lanzenförmigen Doppel-Greifern werden z.B. von der Lindauer Dornier Gesellschaft GmbH, Lindau/Bodensee hergestellt und vertrieben.
/6 809847/0539
Bei diesem schützenlosen Webmaschinen-Typ wird an jeder Seite des Gewebes eine unechte Kante mit einem "Springschuß"-Bereich bzw. einem kettfadenfreien Bereich gewebt, der an jeder Seite des Gewebes die normale Kantenleiste des Gewebes von der unechten Kante trennt. Diese unechten Kantenabschnitte halten die von den normalen Kantenleisten des Gewebes nach außen herausragenden losen Schußfäden so, daß sie im kettfadenfreien Bereich des Gewebes von den Kantenschervorrichtungen abgeschnitten werden können, und halten ferner die abgeschnittenen Enden derjenigen Schußfäden an der Einlaufseite der Webmaschine, für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes noch nicht abgerufen worden ist, so daß diese Schußfäden gespannt gehalten werden und nicht durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung oder Schußfadenwechselvorrichtung zurücklaufen. Nachdem diese unechten Kanten mit der Kantenschervorrichtung abgeschnitten worden sind und die vorstehend beschriebenen Aufgaben erfüllt haben, werden sie als Abfall ausge schieden.
Es liegt auf der Hand, daß die Mehrlängenan Schußgarn zusammen mit den zusätzlichen Längen an Kettgarn, die zum Weben solcher unechter Kanten benötigt werden, die Kosten des Gewebes erhöhen und die Nutzbreite beschränken, auf die das sich ergebende Gewebe auf einer bestimmten Webmaschine gewebt werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine schützenlose Webmaschine der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, welche die bei solchen Webmaschinen bisher bestandene Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben von unechten Kanten, die die beschriebenen Positionier- und Haltefunktionen erfüllen und bisher von der Kantenschervorrichtung als Abfall abgeschnitten wurden, ausschaltet.
/7 909847/0539
Diese Aufgabe ist mit der in Anspruch. 1 und hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen in den Unteransprüchen gekennzeichneten Webmaschine gelöst.
Demgemäß ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung eine Positionier- und Haltevorrichtung, die die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zum Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung in Stellung bringt und festhält und vorzugsweise die Enden derjenigen Schußfäden an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermag, für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes noch nicht abgerufen worden ist. Die letztgenannten Schußfäden werden im folgenden als Warteschußfäden bezeichnet.
Zwischen der Schußanschlagstelle am Gewebe und der Kantenschervorrichtung ist eine Greif- und Ausrichtevorrichtung angeordnet, welche die nach dem Eintrag mit den Greifern über die Kantenleisten des fertigen Gewebes- überstehenden, abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zu greifen und im wesentlichen nach außen zu richten vermag. Eine der Greif- und Ausrichtevorrichtung nachgeschaltete und nahe der Kantenschervorrichtung angeordnete Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung vermag (1) die aus dem Gewebe herausragenden, nach außen gerichteten abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zu übernehmen, (2) solche Schußfäden während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung zu halten, (3) vorzugsweise mit der Greif- und Ausrichtevorrichtung zum weiteren Unter spannunghalt en der abgeschnittenen Enden der WarteSchußfäden zusammenzuwirken, und (4) lose Schußfadenabschnitte nach dem vollständigen Abschneiden zu entfernen.
Vorzugsweise weist die Greif- und Ausrichtevorrichtung ein Rad auf, das nahe und über der Gewebekante in Richtung der Gewebebewegung in der Webmaschine frei drehbar angeordnet
/8 9098Α7/Ο53Θ
ist, und eine getriebene Welle, die unter dem Gewebe quer zu diesem angeordnet und in Richtung der G-ewebebewegung in der Webmaschine drehantreibbar ist und mit dem Rad einen im wesentlichen weiten Walzenspalt bildet. Hierdurch werden die aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden während der Vorwärtsbewegung des Gewebes in der Webmaschine im zwischen dem Rad und der Welle gebildeten Walzenspalt aufgenommen, zwischen Rad und Welle erfaßt und während der Drehung des Rades und der Welle im wesentlichen nach außen gerichtet, damit sie von der Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung übernommen und gehalten werden können.
Vorzugsweise hat die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung einen Du.senabschnitt mit einem offenen vorderen Ende zur Übernahme der abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenabschnitte aus der Greif- und Ausrichtevorrichtung sowie einem offenen Seitenteil, das -gegen das Gewebe gerichtet ist und sich vom offenen vorderen Ende den Düsenabschnitt entlang bis zu einer Stelle nahe der Kantenschervorrichtung erstreckt, um die Schußfäden während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung zu halten.
Die vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verbesserungen sind insbesondere auf eine schützenlose Greifer-Webmaschine zum Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport anwendbar, bei denen einige der Schußfäden in der Musterung erst repetiert werden, nachdem die Kantenschervorrichtung solche Schußfäden an der Einlaufseite abgeschnitten hat. Die genannten Verbesserungen sind jedoch auch auf denselben Webmaschinen-Typ anwendbar, auf dem von Musterungsrapport nahezu freie Gewebe hergestellt werden. Auch ist ein Greif- und Ausrichterad an der der Einlaufseite entgegengesetzten Seite der Webmaschine nicht unbedingt notwendig, bringt andererseits aber auch dort Vorteile.
/9 909847/0539
Der Erfindungsgegenstand ist auch hinsichtlich des Aufbaues der Kantenschervorrichtung verbessert, die gemäß der Erfindung vorzugsweise eine Scheren-Schneidvorrichtung aufweist, bei der zwei Schneidmesser an ihren hinteren Enden beweglich miteinander so verbunden sind, daß sie in geöffnetem Zustand eine nach der Seite V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung bilden, welche die abzuschneidenden Schußfäden aufnimmt und sich zum Abschneiden der Schußfäden schließen läßt, und eine mit der Schneidvorrichtung verbundene Betätigungsvorrichtung , welche die Schneidvorrichtung in gewünschten Zeitintervallen zum Abschneiden der Schußfäden während der Bewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch zu öffnen und zu schließen vermag.
Wenngleich bisher verschiedene Vorrichtungen, einige davon mit Vakuum-Halteeinrichtungen, zum Abschneiden von aus den Kantenleisten von Geweben herausragenden losen Schußfäden vorgeschlagen worden sind, ist keine dieser herkömmlichen Vorrichtungen für die kombinierten Punktionen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen vorgeschlagen worden, nämlich (1) zum Positionieren und Halten von aus den Kantenleisten des Gewebes herausragenden losen Schußfäden zum Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung, und (2) zum Unterspannunghalten der abgeschnittenen Enden der WarteSchußfäden an der Einlaufseite der Webmaschine, wodurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben von unechten Kanten ausgeschaltet wird, welche solche Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von der Kantenschervorrichtung als Abfall abgeschnitten wurden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht von bestimmten Teilen einer herkömmlichen schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern,
909847/0539
Pig. 2 eine Pig. 1 ähnliche Schrägansicht von Teilen einer erfindungsgemäß verbesserten schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern,
Fig. 3 eine Teildraufsicht einer herkömmlichen schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern an ihrer Einlaufseite,
Pig. 4 eine Pig. 3 ähnliche Teildraufsicht einer schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern an ihrer Einlaufseite, welche die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen verdeutlicht,
Fig. 5 den Schnitt 5-5 in Fig. 3 durch früher verwendete Vorrichtungen, und
Pig. 6 den Pig. 5 ähnlichen Schnitt 6-6 in Fig. 4, der die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen verdeutlicht.
In den Zeichnungen sind nur zur Sache gehörige Teile einer schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern dargestellt, die insbesondere zum Weben von Polster- bzw. Möbelstoffen und anderen Gewebearten mit Musterungsrapport geeignet ist, der durch selektives Eintragen von Schüssen mit ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden in gewünschten Zeitintervallen erzielt wird, wobei ■ einige dieser Schußfäden im Musterungsrapport jeweils nur in beträchtlichen Zeitabständen repetiert werden. Diese Webmaschinen lassen sich auch zum Herstellen von nahezu rapportfreien Mustern einsetzen; die erfindungsgemäßen Verbesserungen sind auch hierauf anwendbar. Derartige schützenlose Webmaschinen mit starren Doppel-Greifern sind der Textilfach elt bekannt; eine vollständige Darstellung und Beschreibung solcher Webmaschinen wird als zum Verständnis der erfindungsgemäß verbesserten Vorrichtungen nicht erforderlich erachtet und daher im folgenden weggelassen.
Soweit jedoch die erfindungsgemäßen Vorrichtungen die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, des
909047/0539
Webens von unechten Kanten an jeder Seite des Gewebes "beim Herstellen desselben in solchen schützenlosen Webmaschinen mit starren Doppel-Greifern ausschalten und die Punktionen solcher unechter Kanten erfüllen, ist sowohl der herkömmliche Aufbau solcher Webmaschinen, die an jeder Seite des Gewebes unechte Kanten erzeugen, in den
Fig. 1, 3 und 5 als
auch der erfindungsgemäße Aufbau solcher Webmaschinen mit den verbesserten Vorrichtungen gemäß der Erfindung in den Fig. 2, 4 und 6 dargestellt, um einen bequemen Vergleich und ein sofortiges Verständnis der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen.
Sowohl bei der herkömmlichen als auch bei der erfindungsgemäßen schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern erstreckt sich gemäß d?r Zeichnung eine Vielzahl von Kettfaden W von einem nicht gezeichneten Kettbaum zu einem Webeblatt 10, das an der Lade der Webmaschine angeordnet ist und zwischen seinen Zähnen die Kettfaden W aufnimmt, die zu einem Fach 11 oder einer Fadenöffnung getrennt werden, durch welches während des Webens Schußfäden F eingetragen werden können, die vom Webeblatt 10 während des Vorwärtshubes in seiner Hin- und Herbewegung an der Anschlagstelle 12 an das Gewebe angeschlagen werden. Das Eintragen der Schußfäden F durch das Fach 11 geschieht mit harpunen- bzw. speer- oder lanzenförmigen, starren Greifern 14, von denen der Greifer 14 an der entsprechend der Zeichnung linken Seite, der Einlaufseite, einen ausgewählten Schußfaden F, der von einem nicht gezeichneten Spulenrahmen abläuft, durch eine Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 oder Schußfadenwechselvorrichtung erhält und ihn durch das Fach 11 hindurch zwischen Kettfaden W bis im wesentlichen in die Mitte der Webmaschine einführt, wo der andere Greifer 14 den Schußfaden F übernimmt und in an sich bekannter Weise den Eintrag des Schußfadens 11 durch das Fach 11 zwischen Kettfäden W zu Ende führt.
/12
#»9847/0530
Die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 erhält vom " Spulenrahmen jeden Schußfaden F aus der Vielzahl von Schußfäden F einzeln und legt den gewünschten Schußfaden F in an sich bekannter Weise entsprechend dem Musterungsrapport des Gewebes in vorbestimmten Zeitintervallen an der Einlauf sei te der Webmaschine dem G-reifer 14 vor. An der Einlaufseite der Webmaschine ist eine Schneidvorrichtung 18 angeordnet, die den ausgewählten Schußfaden F nach Übernahme durch den Greifer 14 abschneidet, so daß der Greifer 14 ein abgeschnittenes freies Ende des ausgewählten Schußfadens F durch das Fach 11 hindurch zwischen den Kettfaden W einträgt.
Nachdem die so eingetragenen Schußfäden F vom Webeblatt 10 an der Anschlagstelle 12 an das Gewebe angeschlagen worden sind, ragen lose abgeschnittene Enden F1 der Schußfäden F aus der Kantenleiste S des Gewebes an der der Einlaufseite entgegengesetzten, entsprechend der Zeichnung rechten Seite heraus und, nachdem die Schneidvorrichtung 18 den betrachteten Schußfaden F während seines nächsten Eintrages in das Gewebe mit dem Greifer 14 abgeschnitten hat, liegen an der Einlaufseite, entsprechend der Zeichnung die linke Seite, lose abgeschnittene Enden F1 von Schußfäden F vor. Diejenigen Enden F" von nachstehend Warteschußfäden genannten Schußfäden F, die in das Gewebe eingetragen worden sind, im Musterungsrapport des Gewebes jedoch noch nicht abgerufen wurden, werden jedoch an der Einlaufseite der Webmaschine nicht abgeschnitten, sondern erstrecken sich von der Kantenleiste S des Gewebes aus zurück durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 bis zum Spulenrahmen (sh. Fig. 3 und 4).
Zum Be- oder Abschneiden der aus jeder Kantenleiste S des Gewebes nach außen ragenden Enden F1 und F" der losen Schußfäden F während der Vorwärtsbewegung des Gewebes in der Webmaschine sind Kantenschervorrichtungen 20 vorgesehen. Die
/13 B098W/0539
Kantenschervorrichtungen 20 schneiden die losen abgeschnittenen Schußfadenenden F1 an der der Einlaufseite entgegengesetzten Seite der Webmaschine ab, damit sich eine glatte Kantenleiste ergibt. Außerdem beschneiden die Kantenschervorrichtungen 20 an der Einlaufseite der Webmaschine sowohl die abgeschnittenen Enden P1 der Schußfäden P, die für einen Wiederholungseintrag bereits abgerufen wurden, als auch die nicht abgeschnittenen Enden P" von Schußfäden P, die aus dem Gewebe nach außen herausragen und sich durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 zurückerstrecken.
Damit die Enden P1 und P" der Schußfäden P an jeder Seite des Gewebes von den Kantenschervorrichtungen 20 einwandfrei abgeschnitten werden können, müssen sie im wesentlichen nach außen gerichtet ungefähr quer zum Gewebe gehalten werden. Wegen der normalen Schwerkraftwirkung und der Bewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch haben diese abgeschnittenen Enden P* der SchußfädenN P das Bestreben, eine lage in der Längsrichtung des Gewebes einzunehmen, statt sich quer nach außen auszurichten. Dieses Bestreben wird an der Einlaufseite der Webmaschine durch die Wirkung der nicht abgeschnittenen Enden PJ' der Warte Schußfäden P noch verstärkt, welche die abgeschnittenen Enden P1 der Schußfäden P in Richtung der Kantenleiste S des Gewebes zurückdrängen. Ferner muß eine Einrichtung vorhanden sein, welche die abgeschnittenen Enden P" der WarteSchußfäden P nach dem Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 zu halten vermag, andernfalls diese WarteSchußfäden P nicht gespannt gehalten würden und das Bestreben hätten, durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 hindurch zum Spulenrahmen zurückzulaufen und eine nicht gezeichnete Ausschaltvorrichtung in der Webmaschine zu betätigen, welche die Webmaschine stillsetzen würde.
Wie in Pig. 1 und 3 dargestellt, wurden bisher diese Positionier- und Haltefunktionen dadurch erfüllt, daß an jeder Seite an die normalen Kantenleisten S des Gewebes unechte Kanten PS
/H 809847/0539
angewebt wurden, unter Belassung eines "Überspringerbereiches" oder kettfadenfreien Bereiches zwischen den unechten Kanten PS und den normalen Kantenleisten S des Gewebes. Solche "Überspringerbereiche" lassen sich durch Nichteinziehen von Kettfaden in diesen Bereichen erzielen. Wie in Fig. 1 und 3 deutlich zu erkennen, werden die aus den normalen Kantenleisten S des Gewebes nach außen herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F* und F" der Schußfäden F zum Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 von den unechten Kanten FS in der richtigen Schnittstellung gehalten. Außerdem halten die unechten Kanten FS die Warte Schußfäden F nach dem Abschneiden mit äai Kantenschervorrichtungen 20 weiterhin gespannt. Jedoch werden gemäß Fig. 1 durch das Anweben solcher unechter Kanten FS zusammen mit den verwendeten Kettfäden W große Flächen, wie sie mit den Abschnitten B der Schußfäden F angedeutet sind, vergeudet. Außerdem wird die nutzbare Gewebebreite A, die in einer solchen Webmaschine herstellbar ist, durch die von den unechten Kanten FS eingenommenen Bereiche B verkleinert.
Die vorstehend beschriebenen Webvorgänge und der beschriebene Aufbau von schiitζenlo sen Webmaschinen mit starren Doppel-Greifern sind der Textilfachwelt bekannt; weitere Erläuterungen und bildliche Darstellungen solcher Webmaschinen und ihrer Arbeitsweise werden für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht als notwendig erachtet.
Erfindungsgemäß sind gemäß Fig. 2, 4 und 6 Positionier- und Haltevorrichtungen vorgesehen, die die losen Enden F* und F" der Schußfäden F zum Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 in Stellung bringen und f e sthalteh und die Enden F" der WaretSchußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermögen und dadurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben unechter Kanten FS ausschalten, welche die genannten Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von den Kantenscher vorrichtungen 20 als Abfall abgeschnitten wurden.
009847/0539 /15
Die Positionier- und Haltevorrichtungen gemäß der Erfindung weisen eine in ihrer Gesamtheit mit 30 bezeichnete Greif- und Ausrichtevorrichtung auf, die zwischen der Anschlagstelle 12 am Gewebe und den Kantenschervorrichtungen 20 an der Webmaschine angeordnet ist und die nach dem Eintragen in das Gewebe mit den Greifern 14 aus den Kantenleisten S des Gewebes herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P* und F" der Schußfäden F zu greifen und im wesentlichen nach außen zu richten vermag. Die Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 hat wenigstens ein, vorzugsweise zwei Räder 31» die je nahe und über der zugehörigen Längskante S des Gewebes an jeder Seite desselben in der Bewegungsrichtung des Gewebes in der Webmaschine frei drehbar angeordnet sind. Die Räder 31 können an jedem beliebigen, zweckdienlichen Hilfsmittel, beispielsweise an einem Arm 32 (Pig. 6) gelagert sein, der aus einem beliebigen zweckdienlichen Rahmenabschnitt oder anderen Bauteil 33 der Webmaschine herausragt. Die Greif- und Ausrichte vorrichtung 30 hat ferner eine getriebene Welle 34, die ein schon vorhandenes Bauteil der Webmaschine bildet, unter dem Gewebe angeordnet ist, sich quer zu diesem über jede der Kantenleisten S hinaus erstreckt, in Richtung der Gewebebewegung durch die Webmaschine hindurch drehantreibbar ist und gemäß Fig. 6 mit jedem der Räder 31 einen im wesentlichen weiten Walzenspalt 35 bildet.
Die Räder 31 weisen gemäß Fig. 6 vorzugsweise im wesentlichen glatte Außenflächen auf, in denen Nuten 36 von im wesentlichen halbkreisförmiger Querschnittsgestalt ausgebildet sind, die sich in Richtung der Schußfäden P erstrecken. Diese Formgebung unterstützt die Greif- und Ausrichtewirkung der Räder 31·
Bei der vorstehend beschriebenen Ausbildung der Greif- und AusrichteVorrichtung 30 werden während der Vorwärtsbewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch die an der Einlaufseite der Webmaschine aus dem Gewebe nach außen ragenden
909847/0539
abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und P" der Schußfäden P und die an der anderen, der Einlaufseite der Webmaschine entgegengesetzten Seite aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen Enden P' der Schußfäden,? in den zugehörigen, zwischen den entsprechenden Rädern 31 und der Welle 34 gebildeten Walzenspalten 35 aufgenommen, zwischen Rad 31 und Welle 34 erfaßt und während der Drehung der Räder 31 und der Welle 34 im wesentlichen nach außen gerichtet (sh. Pig. 4). Dieses Greifen und nach außen Ausrichten der Enden Pf und P" der Schußfäden P an der Einlaufseite der Webmaschine durch die Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 wird deutlich erkennbar beim Vergleich der in Pig. 4 dargestellten Lage dieser abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P1 und P" der Schußfäden P an der Einlaufseite der Webmaschine mit der in Pig. 3 gezeichneten Lage, welche die abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P1 und F" der Schußfäden P bei Nichtvorhandensein der Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 einnehmen wurden.
Die erfindungsgemäßen Positionier- und Haltevorrichtungen weisen ferner je in ihrer Gesamtheit mit 40 bezeichnete Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtungen auf, die in Richtung der Gewebebewegung durch die Webmaschine hindurch den Greif- und Ausrichtevorrichtungen 30 nachgeschaltet und je nahe der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 angeordnet sind. Die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung 40 übernimmt von der Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 die aus der zugehörigen Kantenleiste S des Gewebes herausragenden, nach außen gerichteten abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P' und F" der Schußfäden P und hält diese Schußfäden P während des Abschneidens mit den Kantenschervorrichtungen 20 fest. Ferner wirken die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtungen 40 gemäß Fig. 4 mit den Greif- und Ausrichtevorrichtungen 30 zusammen, um die Enden F" der Warteschußfäden P weiter unter Spannung zu halten. Weiterhin entfernt die Vakuum-Halte- und Absaugvorrichtung 40
/17 909847/0539
lose Abschnitte I1111 der Schußfäden F nach, ihrem vollständigen Abschneiden (sh. Fig. 4).
Die Vakuum-Halte- und Absaugvorrichtung 40 hat einen Düsenabschnitt 42 mit einem offenen vorderen Ende 43 zur Übernahme der abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und F" der Schußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine und der abgeschnittenen Enden F1 der Schußfäden F an der anderen Seite der Webmaschine von der zugehörigen Greif- und Ausrichtevorrichtung 30. Jeder Düsenabschnitt 42 hat ferner ein offenes Seitenteil 44, das gegen das Gewebe weist und sich vom offenen vorderen Ende 43 dem Düsenabschnitt 42 entlang bis zu einer Stelle ungefähr in der Nähe der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 erstreckt, um die Enden F1 und F" der Schußfäden F während des Abschneidens mit der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 festzuhalten (sh. Fig. 4).
Die Vakuum-Halte- und -Absaugvarichtungen 40 haben ferner getrennte leitungen 46, die an einem Ende an den zugehörigen Düsenabschnitt 42 und am anderen Ende an einen gemeinsamen Abfallgarnsammelbehälter 47 angeschlossen sind, der abgetrennte Abschnitte F' *' der Schußfäden F aufnimmt und mit einem Deckel versehen ist, der sich zum Herausnehmen der darin gesammelten Garnabfälle öffnen läßt. Gemäß Fig. 2 ist an den Abfallgarnsammelbehälter 47 ein zweckdienliches Gebläse 48 angeschlossen, das einen Saugluftstrom durch den Abfallgarnsammelbehälter 47, die leitungen 46 und die Düsenabschnitte 42 hindurch zu erzeugen vermag.
Die Erfindung schafft ferner Verbesserungen im Aufbau der Kantenschervorrichtungen 20 gegenüber dem früher in einer schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern verwendeten Aufbau. Wie sich insbesondere in Fig. 5 erkennen läßt, weisen die herkömmlichen Kantenschervorrichtungen 20 ein Paar Messer 51,52 auf, von denen das Messer 51 an einem .Scharnier 53 beweglich gelagert und mit einem Hebelarm 54 betriebsmäßig verbunden ist, der an seinem äußeren Ende
/18 809347/0539
ein Steuerkurvenhubglied 55 trägt, das mit der Außenfläche einer an der Welle 34 angeordneten Steuerkurve 56 in Eingriff bringbar ist. Wenn das Steuerkurvenhubglied 55 während der Antriebsdrehung der Welle 34 der Kurvenfläche der Steuerkurve 56 folgt, wird das Messer 51 zum Beschneiden der Kanten !leisten S in und außer Schneideingriff mit dem Messer 52 bewegt.
Durch die Konfiguration der Messer 51 und 52 wurden jedoch Schwierigkeiten hervorgerufen, insofern als die Messer 51 und 52 in ihren hinteren Abschnitten eine Öffnung 57 aufweisen, bei der während der Intervalle zwischen den mit den Messern 51 und 52 ausgeführten Schneidvorgängen die Tendenz zum Ansammeln von Schußfäden' F darin bestand, was dazu führte, daß diese Schußfäden F von den herkömmlich ausgebildeten Kantenschervorrichtungen 20 nicht abgeschnitten wurden.
Erfindungsgemäß ist eine verbesserte Scheren-Schneidvorrichtung (Fig. 6) vorgesehen, bei der zwei Messer 60 und 61 an ihren hinteren Enden an einem Scharnier 62 beweglich so miteinander verbunden sind, daß sie in geöffnetem Zustand eine nach der Seite V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung 63 bilden, welche darin die abzuschneidenden Schußfäden F aufnimmt und sich durch die Wirkung eines Hebels 64 schließen läßt, der mit dem Hebelarm 54 verbunden ist, welcher sich unter dem Einfluß des an der angetriebenen Steuerkurve 56 anliegenden Steuerkurvenhubgliedes 55 bewegt. Weil die Messer 60 und 61 eine V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung 63 haben, wird durch die in Pig. 6 dargestellte, zur Durchführung der Erfindung verwendete verbesserte Kantenschervorrichtung 20 das bei der herkömmlich ausgebildeten Kantenschervorrichtung 20 gemäß Fig. 5 aufgetretene Problem der Ansammlung von Schußfäden F in einem Raum am hinteren Ende derartiger Messer beseitigt.
/19 809847/0539
2845239
Die Erfindung schafft also eine Positionier- und Haltevorrichtung, welche die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und F" von Schußfäden F zum Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 in Stellung bringt und festhält und die Enden F" der als Warteschußfäden bezeichneten Schußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermag, für die nach dem Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes noch nicht abgerufen worden ist, und dadurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben von unechten Kanten FS ausschaltet, die solche Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von den Kantenschervorrichtungen 20 als Abfall abgeschnitten wurden. Eine weitere durch die Erfindung herbeigeführte Verbesserung betrifft die Schneidvorrichtung der Kantenschervorrichtung, durch die bei den herkömmlichen Kantenschervorrichtungen aufgetretene Schwierigkeiten beseitigt werden.
Die mit den Vorrichtungen nach der Erfindung erzielten Einsparungen ergeben sich aus der vorstehenden Beschreibung. Die mit ihnen erzielten Einsparungen werden auf etwa 19 mm Schußfäden an jeder Seite oder etwa 38 mm Schußfaden für jeden Eintrag geschätzt. Dadurch wird bei Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Webmaschine die als Abfall abgetrennte Schußgarnmenge effektiv um 25$ verringert und, da in jeder unechten Kante acht Kettfäden verwendet wurden, werden außerdem insgesamt sechzehn Kettfäden eingespart.
809847/0530

Claims (5)

Dipl.-Ing. H.-P. LiöCk Patentanwalt Maximiliansplatz 10 D-8000 München 2 Tel.(089)220821 Rossville Mills, Inc. P 215 01 ANSPRÜCHE
1. Schützenlose Webmaschine, vorzugsweise zum Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport, mit speer- oder lanzenförmigen Greifern zum Eintragen von Schüssen mit ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden in das Gewebe, einer Schußfadenmuster-Steuervorrichtung, mit der sich entsprechend dem Gewebemuster gewünschte Schußfäden in im voraus festgelegten Zeitintervallen an der Einlaufseite der Webmaschine den Greifern selektiv vorlegen lassen, einer Schneidvorrichtung an der Einlaufseite der Webmaschine zum Abschneiden der ausgewählten Schußfäden, sobald sie vom Greifer erfaßt worden sind, so daß der Greifer ein freies Ende des ausgewählten Schußfadens einträgt, und mit einer Kantenschervorrichtung zum Abschneiden der aus dem in der Webmaschine vorwärtstransportierten Gewebe nach außen herausragenden losen Schußfadenenden, dadurch gekennzeichnet , daß eine Positionier- und Haltevorrichtung, die die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (F', F") zum Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung (20) in Stellung bringt und festhält und vorzugsweise die Enden (F") derjenigen Schußfäden (F) an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermag, für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung (20) ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes noch nicht abgerufen worden ist (Warteschußfäden), eine zwischen der Schußanschlagstelle (12)
809847/0539
ORfGlNAL INSPECTED
am Gewebe und der Kantenschervorrichtung (20) angeordnete Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) aufweist, welche die nach dem Eintragen in das Gewebe mit den Greifern (14) aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (F1, F") zu greifen und im wesentlichen nach außen zu richten vermag, und eine der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) nachgeschaltete und nahe der Kantenschervorrichtung (20) angeordnete Vakuum-Halte- und -Absaugvarichtung (40), die von der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) die aus dem Gewebe herausragenden, nach außen gerichteten abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (Pf, F") zu übernehmen, solche Schußfäden (F) während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung (20) zu halten, vorzugsweise mit der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) zum weiteren Unterspannunghalten der abgeschnittenen Enden (F") der WarteSchußfäden (F) zusammenzuwirken und lose Schußfadenabschnitte (F111) nach dem vollständigen Abschneiden zu entfernen vermag.
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) ein Rad (31) aufweist, das nahe und über der Gewebekante (S) in Richtung der Gewebebewegung in der Webmaschine frei drehbar angeordnet ist, und eine getriebene Welle (34), die unter dem Gewebe quer zu diesem angeordnet und in Richtung der Gewebebewegung in der Webmaschine drehantreibbar ist und mit dem Rad (31) einen im wesentlichen weiten Walzenspalt (35) bildet, wobei die aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (F1, F") während der Vorwärtsbewegung des Gewebes in der Webmaschine im zwischen dem Rad (31) und der Welle (34) gebildeten Walzenspalt (35) aufgenommen, zwischen Rad (31) und Welle (34) erfaßt und während der Drehung des Rades (31) und der Welle (34) im wesentlichen nach außen gerichtet werden, damit sie von der
/3 909847/0530
Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung (40) übernommen und gehalten werden können.
3. Webmaschine nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet , daß das Rad (31) eine im wesentlichen glatte Außenfläche hat, in der sich Nuten (36) von im wesentlichen halbkreisförmigem Querschnitt in der Richtung der Schußfäden (P) erstrecken.
4. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet , daß die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung (40) einen Düsenabschnitt (42) mit einem offenen vorderen Ende (43) zur Übernahme von abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (P1 , F") aus der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) sowie einem offenen Seitenteil (44) hat, das gegen das Gewebe gerichtet ist und sich vom offenen vorderen Ende (43) dem Düsenabschnitt (42) entlang bis zu einer Stelle nahe der Kantenschervorrichtung (20) erstreckt, um die Schußfäden (P) während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung (20) zu halten, eine Leitung (46), die an einem Ende an den Düsenabschnitt (42) angeschlossen ist, einen Abfallgarnsammelbehälter (47), der an das andere Ende der Leitung (46) angeschlossen ist, um abgeschnittene Schußfadenabschnitte (P1, P", P'11) aufzunehmen, und ein Gebläse (4S), das mit dem Abfallgarns ammeibehält er (47) verbunden ist, um einen Saugluft strom durch den Abfallgarnsammelbehälter (47)» die Leitung (46) und den Düsenabschnitt (42) hindurch zu erzeugen.
5. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet, daß die Kantenschervorrichtung (20) eine Scheren-Schneidvorrichtung aufweist, bei der zwei Schneidmesser (60,61) an ihren hinteren Enden beweglich miteinander so verbunden sind, daß sie in geöffnetem
/4
909847/0530
Zustand eine nach der Seite V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung (63) bilden, welche darin die abzuschneidenden Schußfäden (F) aufnimmt und sich zum Abschneiden der Schußfäden (P) schließen läßt, und eine mit der Schneidvorrichtung verbundene Betätigungsvorrichtung (Hebel 64, Hebelarm 54, Steuerkurvenhubglied 55, Steuerkurve 56), welche die Schneidvorrichtung in gewünschten Zeitintervallen zum Abschneiden der Schußfäden (P) während der Bewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch zu öffnen und zu schließen vermag.
Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Positionier- und Haltevorrichtungen für die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (P1, P") an jeder Seite des Gewebes angeordnet sind, um die frühere Notwendigkeit zum Weben einer unechten Kante (PS) an jeder Gewebeseite auszuschalten.
909847/0539
DE2845299A 1978-05-17 1978-10-18 Schützenlose Greifer-Webmaschine Expired DE2845299C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/906,982 US4185667A (en) 1978-05-17 1978-05-17 Positioning and holding mechanisms for filling yarns in a shuttleless loom

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2845299A1 true DE2845299A1 (de) 1979-11-22
DE2845299C2 DE2845299C2 (de) 1983-10-20

Family

ID=25423344

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2845299A Expired DE2845299C2 (de) 1978-05-17 1978-10-18 Schützenlose Greifer-Webmaschine

Country Status (8)

Country Link
US (1) US4185667A (de)
BE (1) BE872409A (de)
CA (1) CA1085268A (de)
CH (1) CH635625A5 (de)
DE (1) DE2845299C2 (de)
FR (1) FR2426106A1 (de)
GB (1) GB2021161B (de)
IT (1) IT1107225B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0127719A1 (de) * 1983-06-06 1984-12-12 Maschinenfabrik Sulzer-Rüti Ag Vorrichtung zum Abziehen von abgetrennten Gewebeteilen auf einer Webmaschine

Families Citing this family (20)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
KR860002101B1 (ko) * 1982-05-11 1986-11-25 가부시기 가이샤 도요다 지도우 쇽기세이사꾸쇼 젯트직기에 있어서 위사처리방법 및 그 장치
NL8202215A (nl) * 1982-06-01 1984-01-02 Rueti Te Strake Bv Spoelloze weefmachine, voorzien van middelen voor het uit het weefvak verwijderen van defecte inslagdraden.
US4453572A (en) * 1982-07-26 1984-06-12 Burlington Industries, Inc. Method and apparatus for waste selvage removal
US4498504A (en) * 1982-09-23 1985-02-12 Burlington Industries, Inc. Filling fringe waste reduction
US4513791A (en) * 1983-02-01 1985-04-30 Burlington Industries, Inc. Leno selvaging and stretch nozzle system
US4699182A (en) * 1984-06-04 1987-10-13 Burlington Industries, Inc. Fringe reduction mechanism
CH664385A5 (de) * 1984-12-18 1988-02-29 Sulzer Ag Projektilwebmaschine.
BE1005398A5 (nl) * 1991-09-20 1993-07-13 Wiele Michel Van De Nv Ontstoffingsinstallatie voor machines.
DE59306205D1 (de) * 1993-09-20 1997-05-22 Rueti Ag Maschf Anordnung zum Vorlegen von Schussfäden
BE1007850A3 (nl) * 1993-12-01 1995-11-07 Picanol Nv Werkwijze en weefmachine met een voeding voor inslagdraden.
US5467802A (en) * 1994-01-21 1995-11-21 The Bentley-Harris Manufacturing Company Woven sleeve with integral lacing cord
DE59607833D1 (de) * 1996-05-31 2001-11-08 Sulzer Textil Ag Rueti Webmaschine, insbesondere Reihenfachwebmaschine
DE19743611C2 (de) * 1997-10-02 2001-05-23 Dornier Gmbh Lindauer Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von sortenreinem Schußfadenabfall aus Fangleisten
DE19806953C2 (de) * 1998-02-19 2000-03-02 Dornier Gmbh Lindauer Schneideinrichtung in Webmaschinen
JP3157776B2 (ja) * 1998-04-17 2001-04-16 津田駒工業株式会社 織機の起動方法
IT1301981B1 (it) * 1998-07-31 2000-07-20 Somet Soc Mec Tessile Dispositivo di compattazione e scarico dello scarto di trama inun'apparecchiatura di evacuazione dello scarto di trama per telai di
JP2000328399A (ja) * 1999-05-19 2000-11-28 Tsudakoma Corp 緯糸先端の処理方法および処理装置
CN107475871A (zh) * 2017-08-25 2017-12-15 浙江理工大学 一种无梭织机纯气动可控多纬折入边装置
CN110195287B (zh) * 2019-06-12 2024-05-07 青岛天一红旗特种织机科技有限公司 一种小纬密玻璃纤维喷气织机布边装置
BE1028436B1 (nl) * 2020-06-25 2022-01-31 Vandewiele Nv Geleidingsinrichting in een grijperweefmachine, grijperweefmachine en werkwijze voor het omvormen van een grijperweefmachine

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1410749A1 (de) * 1960-05-31 1968-10-10 Esquius Jose Figuerola Anordnung an schuetzenlosen Webstuehlen
DE1535283B1 (de) * 1962-12-21 1970-08-06 Ancet Victor Marie Joseph Saugduese zum Ansaugen von ueber die Gewebekante ueberstehenden Schussfadenenden bei auf Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Spulen hergestellten Geweben und zum Absaugen der abgeschnittenen Schussfadenenden
DE6608954U (de) * 1968-02-02 1972-01-05 Guesken Fa J Einrichtung zum spannen und halten der abgeschnittenen schussfadenenden an greiferwebmaschinen mit einfacher schussfadeneintragung.
DE2509664A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-09 Scheibler Peltzer & Co Schussfadensteuereinrichtung fuer webmaschinen

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH106527A (de) * 1923-12-13 1924-09-01 Strohmeier Ernst Fadenabschneidvorrichtung an Webstühlen mit Schusswechselapparat.
BE757859A (nl) * 1969-10-22 1971-04-01 Strake Maschf Nv Weefmachine
IT999226B (it) * 1973-11-06 1976-02-20 Nuovo Pignone Spa Procedimento e dispositivi per ot tenere il ripiego nel passo di en trambi i capi del filo di trama in un tessuto realizzato con un telaio senza navetta ad alimentazione con tinua dei fili di trama

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1410749A1 (de) * 1960-05-31 1968-10-10 Esquius Jose Figuerola Anordnung an schuetzenlosen Webstuehlen
DE1535283B1 (de) * 1962-12-21 1970-08-06 Ancet Victor Marie Joseph Saugduese zum Ansaugen von ueber die Gewebekante ueberstehenden Schussfadenenden bei auf Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Spulen hergestellten Geweben und zum Absaugen der abgeschnittenen Schussfadenenden
DE6608954U (de) * 1968-02-02 1972-01-05 Guesken Fa J Einrichtung zum spannen und halten der abgeschnittenen schussfadenenden an greiferwebmaschinen mit einfacher schussfadeneintragung.
DE2509664A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-09 Scheibler Peltzer & Co Schussfadensteuereinrichtung fuer webmaschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0127719A1 (de) * 1983-06-06 1984-12-12 Maschinenfabrik Sulzer-Rüti Ag Vorrichtung zum Abziehen von abgetrennten Gewebeteilen auf einer Webmaschine

Also Published As

Publication number Publication date
BE872409A (fr) 1979-05-30
CH635625A5 (de) 1983-04-15
IT7851165A0 (it) 1978-09-20
FR2426106A1 (fr) 1979-12-14
GB2021161B (en) 1982-07-14
CA1085268A (en) 1980-09-09
GB2021161A (en) 1979-11-28
DE2845299C2 (de) 1983-10-20
IT1107225B (it) 1985-11-25
FR2426106B1 (de) 1983-07-22
US4185667A (en) 1980-01-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2845299A1 (de) Schuetzenlose webmaschine
DE3319059C2 (de)
EP0878570B1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Gewebes mit Gewebeleisten und wenigstens einer Fangleiste auf Webmschinen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP0778364B1 (de) Verfahren und Webmaschine zur Handhabung eines Schussfadens
EP1120485B1 (de) Webmaschine zum Herstellen eines Drehergewebes
DE10140488A1 (de) Verbindungsstelle von zwei Garnenden
DE3240569C1 (de) Vorrichtung an einer schuetzenlosen Webmaschine zum Bilden einer Gewebekante
EP0562213B1 (de) Luftleistenlegervorrichtung für Webmaschinen
DE1535414B1 (de) Verfahren zum Bilden von verduennten Einlegekanten beim Herstellen von Geweben auf Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Vorratsspulen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE19548846C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Schußfadens
DE69112240T4 (de) Vorrichtung zum automatischen Entweben an Webmaschinen mit mechanischem Schusseintrag.
EP0022226B1 (de) Düsenwebmaschine
DE102005028124A1 (de) Frottierwebmaschine
DE2947399A1 (de) Vorrichtung an schuetzenlosen webmaschinen zur uebergabe der schussfadenspitze
DE10336006B4 (de) Vorrichtung an einer Webmaschine zum Bilden von Dreherkanten
EP1786963B1 (de) Verfahren zum klemmen von schussfäden, klemmvorrichtung und webmaschine mit wenigstens einer klemmvorrichtung für schussfäden
CH619993A5 (en) Weaving machine
DE3721116C2 (de)
DE1410749A1 (de) Anordnung an schuetzenlosen Webstuehlen
EP0363705A1 (de) Luftwebmaschine mit einer Vorrichtung zur Entfernung eines fehlerhaften Schussfadens aus dem Webfach
DE137350C (de)
DE3248557C2 (de)
DE255428C (de)
DE1535292C3 (de) Greiferwebstuhl fur Doppelgewebe
CH300551A (de) Verfahren und Einrichtung zum Durchschneiden von eingetragenen Schussfäden während des Webens auf Greiferwebmaschinen.

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
8181 Inventor (new situation)

Free format text: KENDRICK, EDD HOUSTON, CLEVELAND, TENN., US

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee