DE2845299A1 - Schuetzenlose webmaschine - Google Patents
Schuetzenlose webmaschineInfo
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Description
Dipl.-lng. H.-P. Lieck Patentanwalt Maximiliansplatz 10 D-8000 München 2 Tel.(089)220821
Rossville Mills, Inc.
P 215 01
P 215 01
BESCHREIBUNG
Schützenlose Webmaschine
Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine, vorzugsweise
zum Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport, mit speer- oder lanzenförmigen Greifern zum Eintragen von
Schüssen mit ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden in das Gewebe, einer Schußfadenmuster-Steuervorrichtung,
mit der sich entsprechend dem Gewebemuster gewünschte Schußfäden in im voraus festgelegten Zeitintervallen
an der Einlaufseite der Webmaschine den Greifern selektiv
vorlegen lassen, einer Schneidvorrichtung an der Einlaufseite der Webmaschine zum Abschneiden der ausgewählten Schußfäden,
sobald sie vom Greifer erfaßt worden sind, so daß der Greifer ein freies Ende des ausgewählten Schußfadens einträgt, und
mit einer Kantenschervorrichtung zum Abschneiden der aus dem in der Webmaschine vorwärtstransportierten Gewebe nach außen
herausragenden losen Schußfadenenden.
Pur das Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport, insbesondere
von Geweben aus gröberen Garnen, die als Polsteroder Möbelstoffe u.dgl. verwendet werden, setzt die Textilindustrie
in immer stärkerem Maße schützenlose Webmaschinen der eingangs beschriebenen Gattung ein. Solche Webmaschinen
mit starren harpunen-, speer- oder lanzenförmigen Doppel-Greifern werden z.B. von der Lindauer Dornier Gesellschaft GmbH,
Lindau/Bodensee hergestellt und vertrieben.
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Bei diesem schützenlosen Webmaschinen-Typ wird an jeder Seite
des Gewebes eine unechte Kante mit einem "Springschuß"-Bereich
bzw. einem kettfadenfreien Bereich gewebt, der an jeder Seite des Gewebes die normale Kantenleiste des Gewebes von der unechten
Kante trennt. Diese unechten Kantenabschnitte halten die von den normalen Kantenleisten des Gewebes nach außen
herausragenden losen Schußfäden so, daß sie im kettfadenfreien Bereich des Gewebes von den Kantenschervorrichtungen
abgeschnitten werden können, und halten ferner die abgeschnittenen Enden derjenigen Schußfäden an der Einlaufseite der Webmaschine,
für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des
Gewebes noch nicht abgerufen worden ist, so daß diese Schußfäden gespannt gehalten werden und nicht durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung
oder Schußfadenwechselvorrichtung zurücklaufen. Nachdem diese unechten Kanten mit der Kantenschervorrichtung
abgeschnitten worden sind und die vorstehend beschriebenen Aufgaben erfüllt haben, werden sie als Abfall
ausge schieden.
Es liegt auf der Hand, daß die Mehrlängenan Schußgarn zusammen
mit den zusätzlichen Längen an Kettgarn, die zum Weben solcher unechter Kanten benötigt werden, die Kosten des Gewebes erhöhen
und die Nutzbreite beschränken, auf die das sich ergebende Gewebe auf einer bestimmten Webmaschine gewebt
werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine schützenlose Webmaschine der eingangs beschriebenen Gattung zu
schaffen, welche die bei solchen Webmaschinen bisher bestandene Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten,
zum Weben von unechten Kanten, die die beschriebenen Positionier- und Haltefunktionen erfüllen und bisher von der
Kantenschervorrichtung als Abfall abgeschnitten wurden, ausschaltet.
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Diese Aufgabe ist mit der in Anspruch. 1 und hinsichtlich
vorteilhafter Ausgestaltungen in den Unteransprüchen
gekennzeichneten Webmaschine gelöst.
Demgemäß ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung eine Positionier-
und Haltevorrichtung, die die losen abgeschnittenen
und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zum Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung in Stellung bringt und festhält
und vorzugsweise die Enden derjenigen Schußfäden an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermag,
für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des
Gewebes noch nicht abgerufen worden ist. Die letztgenannten Schußfäden werden im folgenden als Warteschußfäden bezeichnet.
Zwischen der Schußanschlagstelle am Gewebe und der Kantenschervorrichtung
ist eine Greif- und Ausrichtevorrichtung angeordnet, welche die nach dem Eintrag mit den Greifern über die Kantenleisten
des fertigen Gewebes- überstehenden, abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zu greifen und im
wesentlichen nach außen zu richten vermag. Eine der Greif- und Ausrichtevorrichtung nachgeschaltete und nahe der Kantenschervorrichtung
angeordnete Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung vermag (1) die aus dem Gewebe herausragenden,
nach außen gerichteten abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden zu übernehmen, (2) solche Schußfäden
während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung zu halten, (3) vorzugsweise mit der Greif- und Ausrichtevorrichtung
zum weiteren Unter spannunghalt en der abgeschnittenen
Enden der WarteSchußfäden zusammenzuwirken, und (4) lose
Schußfadenabschnitte nach dem vollständigen Abschneiden zu entfernen.
Vorzugsweise weist die Greif- und Ausrichtevorrichtung ein Rad auf, das nahe und über der Gewebekante in Richtung der
Gewebebewegung in der Webmaschine frei drehbar angeordnet
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ist, und eine getriebene Welle, die unter dem Gewebe quer zu diesem angeordnet und in Richtung der G-ewebebewegung in
der Webmaschine drehantreibbar ist und mit dem Rad einen
im wesentlichen weiten Walzenspalt bildet. Hierdurch werden die aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht
abgeschnittenen Schußfadenenden während der Vorwärtsbewegung
des Gewebes in der Webmaschine im zwischen dem Rad und der Welle gebildeten Walzenspalt aufgenommen, zwischen Rad und
Welle erfaßt und während der Drehung des Rades und der Welle im wesentlichen nach außen gerichtet, damit sie von der
Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung übernommen und gehalten werden können.
Vorzugsweise hat die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung einen Du.senabschnitt mit einem offenen vorderen Ende zur
Übernahme der abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen
Schußfadenabschnitte aus der Greif- und Ausrichtevorrichtung sowie einem offenen Seitenteil, das -gegen das Gewebe gerichtet
ist und sich vom offenen vorderen Ende den Düsenabschnitt entlang bis zu einer Stelle nahe der Kantenschervorrichtung
erstreckt, um die Schußfäden während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung zu halten.
Die vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verbesserungen
sind insbesondere auf eine schützenlose Greifer-Webmaschine zum Herstellen von Geweben mit Musterungsrapport anwendbar,
bei denen einige der Schußfäden in der Musterung erst repetiert werden, nachdem die Kantenschervorrichtung solche
Schußfäden an der Einlaufseite abgeschnitten hat. Die genannten Verbesserungen sind jedoch auch auf denselben Webmaschinen-Typ
anwendbar, auf dem von Musterungsrapport nahezu freie Gewebe hergestellt werden. Auch ist ein Greif- und Ausrichterad
an der der Einlaufseite entgegengesetzten Seite der Webmaschine
nicht unbedingt notwendig, bringt andererseits aber auch dort Vorteile.
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Der Erfindungsgegenstand ist auch hinsichtlich des Aufbaues
der Kantenschervorrichtung verbessert, die gemäß der Erfindung vorzugsweise eine Scheren-Schneidvorrichtung aufweist,
bei der zwei Schneidmesser an ihren hinteren Enden beweglich miteinander so verbunden sind, daß sie in geöffnetem Zustand
eine nach der Seite V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung bilden, welche die abzuschneidenden Schußfäden aufnimmt
und sich zum Abschneiden der Schußfäden schließen läßt, und eine mit der Schneidvorrichtung verbundene Betätigungsvorrichtung
, welche die Schneidvorrichtung in gewünschten Zeitintervallen zum Abschneiden der Schußfäden
während der Bewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch zu öffnen und zu schließen vermag.
Wenngleich bisher verschiedene Vorrichtungen, einige davon mit Vakuum-Halteeinrichtungen, zum Abschneiden von aus den
Kantenleisten von Geweben herausragenden losen Schußfäden vorgeschlagen worden sind, ist keine dieser herkömmlichen
Vorrichtungen für die kombinierten Punktionen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen vorgeschlagen worden, nämlich (1) zum
Positionieren und Halten von aus den Kantenleisten des Gewebes herausragenden losen Schußfäden zum Abschneiden mit
der Kantenschervorrichtung, und (2) zum Unterspannunghalten der abgeschnittenen Enden der WarteSchußfäden an der Einlaufseite
der Webmaschine, wodurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben von unechten
Kanten ausgeschaltet wird, welche solche Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von der Kantenschervorrichtung
als Abfall abgeschnitten wurden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht von bestimmten Teilen einer herkömmlichen schützenlosen Webmaschine mit
starren Doppel-Greifern,
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Pig. 2 eine Pig. 1 ähnliche Schrägansicht von Teilen einer erfindungsgemäß verbesserten schützenlosen
Webmaschine mit starren Doppel-Greifern,
Fig. 3 eine Teildraufsicht einer herkömmlichen schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern an
ihrer Einlaufseite,
Pig. 4 eine Pig. 3 ähnliche Teildraufsicht einer schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern an
ihrer Einlaufseite, welche die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen verdeutlicht,
Fig. 5 den Schnitt 5-5 in Fig. 3 durch früher verwendete
Vorrichtungen, und
Pig. 6 den Pig. 5 ähnlichen Schnitt 6-6 in Fig. 4, der
die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen verdeutlicht.
In den Zeichnungen sind nur zur Sache gehörige Teile einer schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern dargestellt,
die insbesondere zum Weben von Polster- bzw. Möbelstoffen und anderen Gewebearten mit Musterungsrapport
geeignet ist, der durch selektives Eintragen von Schüssen mit ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden
in gewünschten Zeitintervallen erzielt wird, wobei ■ einige dieser Schußfäden im Musterungsrapport jeweils nur
in beträchtlichen Zeitabständen repetiert werden. Diese Webmaschinen lassen sich auch zum Herstellen von nahezu
rapportfreien Mustern einsetzen; die erfindungsgemäßen Verbesserungen sind auch hierauf anwendbar. Derartige
schützenlose Webmaschinen mit starren Doppel-Greifern sind der Textilfach elt bekannt; eine vollständige Darstellung
und Beschreibung solcher Webmaschinen wird als zum Verständnis der erfindungsgemäß verbesserten Vorrichtungen nicht erforderlich
erachtet und daher im folgenden weggelassen.
Soweit jedoch die erfindungsgemäßen Vorrichtungen die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, des
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Webens von unechten Kanten an jeder Seite des Gewebes "beim Herstellen desselben in solchen schützenlosen Webmaschinen
mit starren Doppel-Greifern ausschalten und die Punktionen solcher unechter Kanten erfüllen, ist sowohl
der herkömmliche Aufbau solcher Webmaschinen, die an jeder Seite des Gewebes unechte Kanten erzeugen, in den
Fig. 1, 3 und 5 als
auch der erfindungsgemäße Aufbau solcher Webmaschinen mit
den verbesserten Vorrichtungen gemäß der Erfindung in den Fig. 2, 4 und 6 dargestellt, um einen bequemen Vergleich
und ein sofortiges Verständnis der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen.
Sowohl bei der herkömmlichen als auch bei der erfindungsgemäßen schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern
erstreckt sich gemäß d?r Zeichnung eine Vielzahl von Kettfaden W von einem nicht gezeichneten Kettbaum zu einem
Webeblatt 10, das an der Lade der Webmaschine angeordnet ist und zwischen seinen Zähnen die Kettfaden W aufnimmt,
die zu einem Fach 11 oder einer Fadenöffnung getrennt werden, durch welches während des Webens Schußfäden F
eingetragen werden können, die vom Webeblatt 10 während des Vorwärtshubes in seiner Hin- und Herbewegung an der
Anschlagstelle 12 an das Gewebe angeschlagen werden. Das Eintragen der Schußfäden F durch das Fach 11 geschieht mit
harpunen- bzw. speer- oder lanzenförmigen, starren Greifern 14, von denen der Greifer 14 an der entsprechend der Zeichnung
linken Seite, der Einlaufseite, einen ausgewählten Schußfaden F, der von einem nicht gezeichneten Spulenrahmen
abläuft, durch eine Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 oder Schußfadenwechselvorrichtung erhält und ihn durch
das Fach 11 hindurch zwischen Kettfaden W bis im wesentlichen
in die Mitte der Webmaschine einführt, wo der andere Greifer 14 den Schußfaden F übernimmt und in an sich bekannter
Weise den Eintrag des Schußfadens 11 durch das Fach 11
zwischen Kettfäden W zu Ende führt.
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#»9847/0530
Die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 erhält vom " Spulenrahmen jeden Schußfaden F aus der Vielzahl von
Schußfäden F einzeln und legt den gewünschten Schußfaden F in an sich bekannter Weise entsprechend dem Musterungsrapport des Gewebes in vorbestimmten Zeitintervallen
an der Einlauf sei te der Webmaschine dem G-reifer 14 vor.
An der Einlaufseite der Webmaschine ist eine Schneidvorrichtung 18 angeordnet, die den ausgewählten Schußfaden
F nach Übernahme durch den Greifer 14 abschneidet, so daß der Greifer 14 ein abgeschnittenes freies Ende
des ausgewählten Schußfadens F durch das Fach 11 hindurch zwischen den Kettfaden W einträgt.
Nachdem die so eingetragenen Schußfäden F vom Webeblatt 10 an der Anschlagstelle 12 an das Gewebe angeschlagen
worden sind, ragen lose abgeschnittene Enden F1 der Schußfäden
F aus der Kantenleiste S des Gewebes an der der Einlaufseite entgegengesetzten, entsprechend der Zeichnung
rechten Seite heraus und, nachdem die Schneidvorrichtung 18 den betrachteten Schußfaden F während seines nächsten
Eintrages in das Gewebe mit dem Greifer 14 abgeschnitten hat, liegen an der Einlaufseite, entsprechend der Zeichnung
die linke Seite, lose abgeschnittene Enden F1 von Schußfäden
F vor. Diejenigen Enden F" von nachstehend Warteschußfäden genannten Schußfäden F, die in das Gewebe eingetragen
worden sind, im Musterungsrapport des Gewebes jedoch noch nicht abgerufen wurden, werden jedoch an der Einlaufseite
der Webmaschine nicht abgeschnitten, sondern erstrecken sich von der Kantenleiste S des Gewebes aus zurück durch die
Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 bis zum Spulenrahmen (sh. Fig. 3 und 4).
Zum Be- oder Abschneiden der aus jeder Kantenleiste S des Gewebes nach außen ragenden Enden F1 und F" der losen Schußfäden
F während der Vorwärtsbewegung des Gewebes in der Webmaschine sind Kantenschervorrichtungen 20 vorgesehen. Die
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Kantenschervorrichtungen 20 schneiden die losen abgeschnittenen
Schußfadenenden F1 an der der Einlaufseite entgegengesetzten
Seite der Webmaschine ab, damit sich eine glatte Kantenleiste ergibt. Außerdem beschneiden die Kantenschervorrichtungen
20 an der Einlaufseite der Webmaschine sowohl die abgeschnittenen Enden P1 der Schußfäden P, die für einen
Wiederholungseintrag bereits abgerufen wurden, als auch die nicht abgeschnittenen Enden P" von Schußfäden P, die aus dem
Gewebe nach außen herausragen und sich durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung
16 zurückerstrecken.
Damit die Enden P1 und P" der Schußfäden P an jeder Seite
des Gewebes von den Kantenschervorrichtungen 20 einwandfrei abgeschnitten werden können, müssen sie im wesentlichen nach
außen gerichtet ungefähr quer zum Gewebe gehalten werden. Wegen der normalen Schwerkraftwirkung und der Bewegung des
Gewebes durch die Webmaschine hindurch haben diese abgeschnittenen Enden P* der SchußfädenN P das Bestreben, eine lage in
der Längsrichtung des Gewebes einzunehmen, statt sich quer nach außen auszurichten. Dieses Bestreben wird an der Einlaufseite
der Webmaschine durch die Wirkung der nicht abgeschnittenen Enden PJ' der Warte Schußfäden P noch verstärkt, welche die
abgeschnittenen Enden P1 der Schußfäden P in Richtung der
Kantenleiste S des Gewebes zurückdrängen. Ferner muß eine Einrichtung vorhanden sein, welche die abgeschnittenen Enden
P" der WarteSchußfäden P nach dem Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen
20 zu halten vermag, andernfalls diese WarteSchußfäden P nicht gespannt gehalten würden und das
Bestreben hätten, durch die Schußfadenmuster-Steuervorrichtung 16 hindurch zum Spulenrahmen zurückzulaufen und eine nicht
gezeichnete Ausschaltvorrichtung in der Webmaschine zu betätigen, welche die Webmaschine stillsetzen würde.
Wie in Pig. 1 und 3 dargestellt, wurden bisher diese Positionier- und Haltefunktionen dadurch erfüllt, daß an jeder Seite
an die normalen Kantenleisten S des Gewebes unechte Kanten PS
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angewebt wurden, unter Belassung eines "Überspringerbereiches" oder kettfadenfreien Bereiches zwischen den unechten Kanten
PS und den normalen Kantenleisten S des Gewebes. Solche "Überspringerbereiche" lassen sich durch Nichteinziehen von
Kettfaden in diesen Bereichen erzielen. Wie in Fig. 1 und 3 deutlich zu erkennen, werden die aus den normalen Kantenleisten
S des Gewebes nach außen herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F* und F" der Schußfäden
F zum Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 von den unechten Kanten FS in der richtigen Schnittstellung
gehalten. Außerdem halten die unechten Kanten FS die Warte Schußfäden F nach dem Abschneiden mit äai Kantenschervorrichtungen
20 weiterhin gespannt. Jedoch werden gemäß Fig. 1 durch das Anweben solcher unechter Kanten FS
zusammen mit den verwendeten Kettfäden W große Flächen, wie sie mit den Abschnitten B der Schußfäden F angedeutet
sind, vergeudet. Außerdem wird die nutzbare Gewebebreite A, die in einer solchen Webmaschine herstellbar ist, durch
die von den unechten Kanten FS eingenommenen Bereiche B verkleinert.
Die vorstehend beschriebenen Webvorgänge und der beschriebene Aufbau von schiitζenlo sen Webmaschinen mit starren Doppel-Greifern
sind der Textilfachwelt bekannt; weitere Erläuterungen und bildliche Darstellungen solcher Webmaschinen und ihrer
Arbeitsweise werden für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht als notwendig erachtet.
Erfindungsgemäß sind gemäß Fig. 2, 4 und 6 Positionier- und Haltevorrichtungen vorgesehen, die die losen Enden F* und F"
der Schußfäden F zum Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 in Stellung bringen und f e sthalteh und die Enden
F" der WaretSchußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine
weiter gespannt zu halten vermögen und dadurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben
unechter Kanten FS ausschalten, welche die genannten Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von den Kantenscher
vorrichtungen 20 als Abfall abgeschnitten wurden.
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Die Positionier- und Haltevorrichtungen gemäß der Erfindung weisen eine in ihrer Gesamtheit mit 30 bezeichnete Greif-
und Ausrichtevorrichtung auf, die zwischen der Anschlagstelle 12 am Gewebe und den Kantenschervorrichtungen 20
an der Webmaschine angeordnet ist und die nach dem Eintragen in das Gewebe mit den Greifern 14 aus den Kantenleisten
S des Gewebes herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P* und F" der Schußfäden F
zu greifen und im wesentlichen nach außen zu richten vermag. Die Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 hat wenigstens
ein, vorzugsweise zwei Räder 31» die je nahe und über der
zugehörigen Längskante S des Gewebes an jeder Seite desselben in der Bewegungsrichtung des Gewebes in der Webmaschine
frei drehbar angeordnet sind. Die Räder 31 können an jedem beliebigen, zweckdienlichen Hilfsmittel, beispielsweise
an einem Arm 32 (Pig. 6) gelagert sein, der aus einem
beliebigen zweckdienlichen Rahmenabschnitt oder anderen Bauteil 33 der Webmaschine herausragt. Die Greif- und Ausrichte
vorrichtung 30 hat ferner eine getriebene Welle 34, die ein schon vorhandenes Bauteil der Webmaschine bildet,
unter dem Gewebe angeordnet ist, sich quer zu diesem über jede der Kantenleisten S hinaus erstreckt, in Richtung der
Gewebebewegung durch die Webmaschine hindurch drehantreibbar ist und gemäß Fig. 6 mit jedem der Räder 31 einen im
wesentlichen weiten Walzenspalt 35 bildet.
Die Räder 31 weisen gemäß Fig. 6 vorzugsweise im wesentlichen
glatte Außenflächen auf, in denen Nuten 36 von im wesentlichen
halbkreisförmiger Querschnittsgestalt ausgebildet sind, die sich in Richtung der Schußfäden P erstrecken. Diese Formgebung
unterstützt die Greif- und Ausrichtewirkung der Räder 31·
Bei der vorstehend beschriebenen Ausbildung der Greif- und AusrichteVorrichtung 30 werden während der Vorwärtsbewegung
des Gewebes durch die Webmaschine hindurch die an der Einlaufseite der Webmaschine aus dem Gewebe nach außen ragenden
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abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und P"
der Schußfäden P und die an der anderen, der Einlaufseite der Webmaschine entgegengesetzten Seite aus dem Gewebe
herausragenden abgeschnittenen Enden P' der Schußfäden,? in den zugehörigen, zwischen den entsprechenden Rädern 31
und der Welle 34 gebildeten Walzenspalten 35 aufgenommen, zwischen Rad 31 und Welle 34 erfaßt und während der Drehung
der Räder 31 und der Welle 34 im wesentlichen nach außen
gerichtet (sh. Pig. 4). Dieses Greifen und nach außen Ausrichten der Enden Pf und P" der Schußfäden P an der Einlaufseite
der Webmaschine durch die Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 wird deutlich erkennbar beim Vergleich der in
Pig. 4 dargestellten Lage dieser abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden P1 und P" der Schußfäden P an der
Einlaufseite der Webmaschine mit der in Pig. 3 gezeichneten Lage, welche die abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen
Enden P1 und F" der Schußfäden P bei Nichtvorhandensein
der Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 einnehmen wurden.
Die erfindungsgemäßen Positionier- und Haltevorrichtungen weisen ferner je in ihrer Gesamtheit mit 40 bezeichnete
Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtungen auf, die in Richtung der Gewebebewegung durch die Webmaschine hindurch den Greif-
und Ausrichtevorrichtungen 30 nachgeschaltet und je nahe
der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 angeordnet sind. Die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung 40 übernimmt von
der Greif- und Ausrichtevorrichtung 30 die aus der zugehörigen
Kantenleiste S des Gewebes herausragenden, nach außen gerichteten abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen
Enden P' und F" der Schußfäden P und hält diese Schußfäden P während des Abschneidens mit den Kantenschervorrichtungen
20 fest. Ferner wirken die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtungen 40 gemäß Fig. 4 mit den Greif- und
Ausrichtevorrichtungen 30 zusammen, um die Enden F" der
Warteschußfäden P weiter unter Spannung zu halten. Weiterhin entfernt die Vakuum-Halte- und Absaugvorrichtung 40
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lose Abschnitte I1111 der Schußfäden F nach, ihrem vollständigen
Abschneiden (sh. Fig. 4).
Die Vakuum-Halte- und Absaugvorrichtung 40 hat einen Düsenabschnitt
42 mit einem offenen vorderen Ende 43 zur Übernahme der abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und
F" der Schußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine und
der abgeschnittenen Enden F1 der Schußfäden F an der anderen
Seite der Webmaschine von der zugehörigen Greif- und Ausrichtevorrichtung 30. Jeder Düsenabschnitt 42 hat ferner
ein offenes Seitenteil 44, das gegen das Gewebe weist und sich vom offenen vorderen Ende 43 dem Düsenabschnitt 42 entlang
bis zu einer Stelle ungefähr in der Nähe der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 erstreckt, um die Enden F1 und F"
der Schußfäden F während des Abschneidens mit der zugehörigen Kantenschervorrichtung 20 festzuhalten (sh. Fig. 4).
Die Vakuum-Halte- und -Absaugvarichtungen 40 haben ferner
getrennte leitungen 46, die an einem Ende an den zugehörigen Düsenabschnitt 42 und am anderen Ende an einen gemeinsamen
Abfallgarnsammelbehälter 47 angeschlossen sind, der abgetrennte Abschnitte F' *' der Schußfäden F aufnimmt und mit
einem Deckel versehen ist, der sich zum Herausnehmen der darin gesammelten Garnabfälle öffnen läßt. Gemäß Fig. 2 ist an den
Abfallgarnsammelbehälter 47 ein zweckdienliches Gebläse 48 angeschlossen, das einen Saugluftstrom durch den Abfallgarnsammelbehälter
47, die leitungen 46 und die Düsenabschnitte 42 hindurch zu erzeugen vermag.
Die Erfindung schafft ferner Verbesserungen im Aufbau der Kantenschervorrichtungen 20 gegenüber dem früher in einer
schützenlosen Webmaschine mit starren Doppel-Greifern verwendeten Aufbau. Wie sich insbesondere in Fig. 5 erkennen
läßt, weisen die herkömmlichen Kantenschervorrichtungen 20 ein Paar Messer 51,52 auf, von denen das Messer 51 an einem
.Scharnier 53 beweglich gelagert und mit einem Hebelarm 54 betriebsmäßig verbunden ist, der an seinem äußeren Ende
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ein Steuerkurvenhubglied 55 trägt, das mit der Außenfläche einer an der Welle 34 angeordneten Steuerkurve 56 in Eingriff
bringbar ist. Wenn das Steuerkurvenhubglied 55 während der Antriebsdrehung der Welle 34 der Kurvenfläche der Steuerkurve
56 folgt, wird das Messer 51 zum Beschneiden der Kanten !leisten S in und außer Schneideingriff mit dem Messer 52
bewegt.
Durch die Konfiguration der Messer 51 und 52 wurden jedoch Schwierigkeiten hervorgerufen, insofern als die Messer 51
und 52 in ihren hinteren Abschnitten eine Öffnung 57 aufweisen, bei der während der Intervalle zwischen den mit den
Messern 51 und 52 ausgeführten Schneidvorgängen die Tendenz zum Ansammeln von Schußfäden' F darin bestand, was dazu
führte, daß diese Schußfäden F von den herkömmlich ausgebildeten Kantenschervorrichtungen 20 nicht abgeschnitten
wurden.
Erfindungsgemäß ist eine verbesserte Scheren-Schneidvorrichtung (Fig. 6) vorgesehen, bei der zwei Messer 60 und 61 an ihren
hinteren Enden an einem Scharnier 62 beweglich so miteinander verbunden sind, daß sie in geöffnetem Zustand eine nach der
Seite V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung 63 bilden, welche darin die abzuschneidenden Schußfäden F aufnimmt
und sich durch die Wirkung eines Hebels 64 schließen läßt, der mit dem Hebelarm 54 verbunden ist, welcher sich
unter dem Einfluß des an der angetriebenen Steuerkurve 56 anliegenden Steuerkurvenhubgliedes 55 bewegt. Weil die
Messer 60 und 61 eine V-förmige, am V-Scheitel geschlossene Öffnung 63 haben, wird durch die in Pig. 6 dargestellte,
zur Durchführung der Erfindung verwendete verbesserte Kantenschervorrichtung
20 das bei der herkömmlich ausgebildeten Kantenschervorrichtung 20 gemäß Fig. 5 aufgetretene Problem
der Ansammlung von Schußfäden F in einem Raum am hinteren Ende derartiger Messer beseitigt.
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Die Erfindung schafft also eine Positionier- und Haltevorrichtung,
welche die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Enden F1 und F" von Schußfäden F zum Abschneiden
mit den Kantenschervorrichtungen 20 in Stellung bringt und festhält und die Enden F" der als Warteschußfäden
bezeichneten Schußfäden F an der Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten vermag, für die
nach dem Abschneiden mit den Kantenschervorrichtungen 20 ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes
noch nicht abgerufen worden ist, und dadurch die bisherige Notwendigkeit, und die damit verbundenen Kosten, zum Weben
von unechten Kanten FS ausschaltet, die solche Positionier- und Haltefunktionen erfüllten und von den Kantenschervorrichtungen
20 als Abfall abgeschnitten wurden. Eine weitere durch die Erfindung herbeigeführte Verbesserung
betrifft die Schneidvorrichtung der Kantenschervorrichtung, durch die bei den herkömmlichen Kantenschervorrichtungen
aufgetretene Schwierigkeiten beseitigt werden.
Die mit den Vorrichtungen nach der Erfindung erzielten Einsparungen
ergeben sich aus der vorstehenden Beschreibung. Die mit ihnen erzielten Einsparungen werden auf etwa 19 mm
Schußfäden an jeder Seite oder etwa 38 mm Schußfaden für
jeden Eintrag geschätzt. Dadurch wird bei Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Webmaschine die als Abfall
abgetrennte Schußgarnmenge effektiv um 25$ verringert und,
da in jeder unechten Kante acht Kettfäden verwendet wurden, werden außerdem insgesamt sechzehn Kettfäden eingespart.
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Claims (5)
1. Schützenlose Webmaschine, vorzugsweise zum Herstellen
von Geweben mit Musterungsrapport, mit speer- oder lanzenförmigen Greifern zum Eintragen von Schüssen mit
ausgewählten Schußfäden aus einer Vielzahl von Schußfäden in das Gewebe, einer Schußfadenmuster-Steuervorrichtung,
mit der sich entsprechend dem Gewebemuster gewünschte Schußfäden in im voraus festgelegten Zeitintervallen an
der Einlaufseite der Webmaschine den Greifern selektiv
vorlegen lassen, einer Schneidvorrichtung an der Einlaufseite der Webmaschine zum Abschneiden der ausgewählten
Schußfäden, sobald sie vom Greifer erfaßt worden sind, so daß der Greifer ein freies Ende des ausgewählten
Schußfadens einträgt, und mit einer Kantenschervorrichtung zum Abschneiden der aus dem in der Webmaschine vorwärtstransportierten
Gewebe nach außen herausragenden losen Schußfadenenden, dadurch gekennzeichnet ,
daß eine Positionier- und Haltevorrichtung, die die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden
(F', F") zum Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung
(20) in Stellung bringt und festhält und vorzugsweise die Enden (F") derjenigen Schußfäden (F) an der
Einlaufseite der Webmaschine weiter gespannt zu halten
vermag, für die nach dem Abschneiden mit der Kantenschervorrichtung (20) ein Wiederholungseintrag im Musterungsrapport des Gewebes noch nicht abgerufen worden ist
(Warteschußfäden), eine zwischen der Schußanschlagstelle (12)
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ORfGlNAL INSPECTED
am Gewebe und der Kantenschervorrichtung (20) angeordnete Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) aufweist, welche die
nach dem Eintragen in das Gewebe mit den Greifern (14) aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht
abgeschnittenen Schußfadenenden (F1, F") zu greifen und
im wesentlichen nach außen zu richten vermag, und eine der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) nachgeschaltete
und nahe der Kantenschervorrichtung (20) angeordnete Vakuum-Halte- und -Absaugvarichtung (40), die von der
Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) die aus dem Gewebe herausragenden, nach außen gerichteten abgeschnittenen
und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (Pf, F") zu
übernehmen, solche Schußfäden (F) während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung (20) zu halten, vorzugsweise
mit der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) zum weiteren Unterspannunghalten der abgeschnittenen Enden
(F") der WarteSchußfäden (F) zusammenzuwirken und lose
Schußfadenabschnitte (F111) nach dem vollständigen Abschneiden
zu entfernen vermag.
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Greif- und Ausrichtevorrichtung
(30) ein Rad (31) aufweist, das nahe und über der Gewebekante (S) in Richtung der Gewebebewegung in der Webmaschine
frei drehbar angeordnet ist, und eine getriebene Welle (34), die unter dem Gewebe quer zu diesem angeordnet und in
Richtung der Gewebebewegung in der Webmaschine drehantreibbar ist und mit dem Rad (31) einen im wesentlichen
weiten Walzenspalt (35) bildet, wobei die aus dem Gewebe herausragenden abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen
Schußfadenenden (F1, F") während der Vorwärtsbewegung des Gewebes in der Webmaschine im zwischen dem Rad (31)
und der Welle (34) gebildeten Walzenspalt (35) aufgenommen, zwischen Rad (31) und Welle (34) erfaßt und während
der Drehung des Rades (31) und der Welle (34) im wesentlichen nach außen gerichtet werden, damit sie von der
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Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung (40) übernommen
und gehalten werden können.
3. Webmaschine nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet
, daß das Rad (31) eine im wesentlichen glatte Außenfläche hat, in der sich Nuten (36) von im
wesentlichen halbkreisförmigem Querschnitt in der Richtung der Schußfäden (P) erstrecken.
4. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet
, daß die Vakuum-Halte- und -Absaugvorrichtung (40) einen Düsenabschnitt (42) mit einem
offenen vorderen Ende (43) zur Übernahme von abgeschnittenen
und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (P1 , F") aus der Greif- und Ausrichtevorrichtung (30) sowie einem
offenen Seitenteil (44) hat, das gegen das Gewebe gerichtet ist und sich vom offenen vorderen Ende (43) dem
Düsenabschnitt (42) entlang bis zu einer Stelle nahe der Kantenschervorrichtung (20) erstreckt, um die
Schußfäden (P) während des Abschneidens mit der Kantenschervorrichtung (20) zu halten, eine Leitung (46), die
an einem Ende an den Düsenabschnitt (42) angeschlossen ist, einen Abfallgarnsammelbehälter (47), der an das
andere Ende der Leitung (46) angeschlossen ist, um abgeschnittene Schußfadenabschnitte (P1, P", P'11) aufzunehmen,
und ein Gebläse (4S), das mit dem Abfallgarns
ammeibehält er (47) verbunden ist, um einen Saugluft strom durch den Abfallgarnsammelbehälter (47)» die
Leitung (46) und den Düsenabschnitt (42) hindurch zu erzeugen.
5. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die Kantenschervorrichtung (20) eine Scheren-Schneidvorrichtung aufweist, bei der zwei
Schneidmesser (60,61) an ihren hinteren Enden beweglich miteinander so verbunden sind, daß sie in geöffnetem
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Zustand eine nach der Seite V-förmige, am V-Scheitel
geschlossene Öffnung (63) bilden, welche darin die abzuschneidenden Schußfäden (F) aufnimmt und sich zum
Abschneiden der Schußfäden (P) schließen läßt, und eine mit der Schneidvorrichtung verbundene Betätigungsvorrichtung
(Hebel 64, Hebelarm 54, Steuerkurvenhubglied 55, Steuerkurve 56), welche die Schneidvorrichtung in gewünschten
Zeitintervallen zum Abschneiden der Schußfäden
(P) während der Bewegung des Gewebes durch die Webmaschine hindurch zu öffnen und zu schließen vermag.
Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Positionier- und
Haltevorrichtungen für die losen abgeschnittenen und nicht abgeschnittenen Schußfadenenden (P1, P") an jeder
Seite des Gewebes angeordnet sind, um die frühere Notwendigkeit zum Weben einer unechten Kante (PS) an jeder
Gewebeseite auszuschalten.
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