DE2845191A1 - Selbststabilisierender schwimmender turm - Google Patents
Selbststabilisierender schwimmender turmInfo
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Description
Iceberg Transport International
(ITI) ltd.
43» avenue de Friedland
F-75008 PARIS
Selbstetabilisierf«r esc
'schwimmender Turm
Die Erfindung bezieht sich auf einen sich selbst stabilisierenden schwimmenden Turm zum Einsatz auf hoher See,
dessen vertikale Auf- und Niederbewegungen eine kleinere Amplitude aufweisen, als die vertikalen Bewegungen der
Meeresoberfläche.
Die Ausbeutung des Reichtumes der Meere erfordert es
auf hoher See, Anlagen aller möglichen Art zu betreiben und diese an bestimmten Stellen des Meeres oberhalb oder
in einer bestimmten Tiefe unterhalb der Meeresoberfläche unbeweglich festzusetzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist
die Ausbeutung im Festlandsockel vor den Küsten der Kontinente vorkommenden Erdöllager. Die industrielle
Nutzung insbesondere tafelförmiger Eisberge erfordert gleichfalls Schwimmkörper der gleichen Art, um den Eisberg
zu verzurren, zu schleppen, zu schützen und auszubeuten. Da die Vorräte bedeutend und die tafelförmigen Eisberge
von einer Dicke bis zu 2oo m sind, und da die Ausrüstungen zur Nutzung der Eisberge schleppbar sein müssen, ist die
Verwendung von Schwimmkörpern angezeigt. Ein hierfür geeigneter Schwimmkörper sollte gegenüber dem
Angriff des Wellenganges oder der Dünung relativ unbeweglich sein. Man sagt eine ideale Dünung ist gekennzeichnet
durch eine bestimmte Richtung und Geschwindigkeit des Wellenganges, eine bestimmte Periode und eine bestimmte
Länge und Höhe der Wellen, wobei die Dünungshöhe die
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vertikale Höhe bis zum Wellenkamm ist und zehn Meter
erreichen kann. Mit anderen Worten, für einen im Meer stabilisierten Schwimmkörper ist die Höhe der Dünung der
Unterschied zwischen dem vorübergehend höchsten und dem geringsten Wasserstand. Die auf hoher See anzutreffende
Dünung besteht jedoch aus zwei einander überlagernden Dünungen mit unterschiedlicher Wellenlänge, die sich auch
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fortpflanzen und durch das Überschlagen von Wellen entstehen, was man üblicherweise
als "Dünung zweiter Ordnung " bezeichnet. Diese Dünung zweiter Ordnung erfordert besondere Maßnahmen bei der
Konstruktion von Schwimmkörpern der in Rede stehenden Art. Wenn auch Dünungen von mehr als zwölf bis flinfzehn Meter Höhe
selten sind und die größte bisher bekanntgewordene Welle eine Höhe von etwa dreißig Metern erreicht hat, so müssen
doch nichtsdestoweniger insbesondere aus Sicherheitsgründen auch sehr hohe Dünungen bei der Konstruktion von Schwimmkörpern
in Betracht gezogen werden.
Ein auf hoher See schwimmender Schwimmkörper ist durch den Angriff der Meeresoberfläche hervorgerufenen Bewegungen
unterworfen, welche ihm sowohl vertikale als auch Neigungsbewegungen verleihen.
Die Amplitude vertikaler Bewegungen schwimmender Körper stimmt in ihrer Größenordnung mit der Höhe der Dünung überein
und ändert sich dieser entsprechend. Das Anwachsen des Auftriebes des Schwimmkörpers ist eine Folge des in Bezug auf
seine Eintauchtiefe vorübergehend sehr stark ansteigenden Meeresspiegels, wie es durch eine Welle verursacht wird,
währen die Verringerung des Auftriebes des Schwimmkörpers eine Folge des in Bezug auf seine Eintauchtiefe vorübergehend
sehr starken Absinkens des Meeresspiegels ist. Um die Amplitude der durch den Angriff der Meeresoberfläche
erzeugten Bewegungen des Schwimmkörpers zu verringern, ist es notwendig, daß die den mit seiner Masse übereinstimmenden
normalen Auftrieb des Schwimmkörpers verändernden vorübergehenden Erhöhungen bzw. Vertiefungen des Wasserspiegels
von der Erzeugung einer Auftriebswirkung ausgeschlossen werden. Daraus folgt im wesentlichen, daß das untergetauchte
Volumen des Schwimmkörpers auf der einen Seite soweit als möglich von der Wasseroberfläche entfernt sein muß und auf
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der anderen Seite die horizontale Oberfläche des Schwimmkörpers
an der Wasserlinie möglichst klein sein muß. Es ist bekannt, daß ein im Wasser schwimmender vertikaler
Stab, der sog. Proudsche Stab, dessen Durchmesser und damit dessen horizontale Eintauchfläche i.n Bezug auf seine
länge gering ist, diesem Prinzip am ehesten entspricht, da sein eingetauchtes Volumen von der Wasseroberfläche
entfernt ist. Desgleichen entsprechen Schwimmgerüste oder schwimmende Plattformen, wie sie für Unterwasserbohrungen
verwendet werden, diesem Prinzip. Bei diesen Konstruktionen ist der Hauptteil ihres Auftriebsvolumens unterhalb der
Wasseroberfläche konzentriert und über im wesentlichen vertikale Zylinder von in Bezug auf die Gesamtkonstruktion
geringem Volumens getragen. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß in diesem Pail der Durchmesser im Bereich der Wasserlinie
gering ist, um eine geringe Oberfläche zu erhalten. Zum anderen kann die Umgürtung tafelförmiger Eisberge
zum Schütze gegen Erosion, zur Befestigung der Schlepp- und Zurrleinen, zurBefestigung von Isolierschilden vorteilhaft
durch die Anwendung schwimmender Zylinder oder von schwimmenden Türmen dargestellt werden, wobei die Schwimmkörper
oder schwimmenden Türme gleichmäßige Abstände haben und entfaltbare, lockere Schutzhüllen tragen, die an
ihnen über Metallkabel oder Kunststoffkabel oder auch
Textilfaserkabel aufgehängt sind. Der Durchmesser der schwimmenden Türe ist dabei ausreichend bemessen, um die
durch vertikale Vorhänge oder Panelle gebildeten Schutzhüllen an horizontalen Auslegern oder Ketten aufhängen zu
können, wobei die Schutzhüllen an zwei benachbarten Schwimmtürmen einander gegenüberliegend aufgehängt und dieser Art
stabilisiert sind.
Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik betrifft die vorliegende Erfindung einen auf hoher See einsetzbaren
schwimmenden Turm, der in Bezug auf die maximale Amplitude der Dünung und der Veränderungen der Höhe der
Meeresoberfläche den nachfolgend dargelegten technischen Bedingungen entspricht:
-4-
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Sie Amplitude der vertikalen Bewegungen des schwimmenden
Turmes ist unterhalb von 2o #.
Die Eintauchtiefe des schwimmenden Turmes unterschreitet nicht 15o i».
Die die Wasseroberfläche überragende Höhe des schwimmenden
Turmes soll auf 33 # reduziert sein.
Die Gesamthöhe des schwimmenden Turmes liegt unterhalb von
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Schwimmturmkonstruktion
vor, die aus einer vertikalen, zylindrischen äusseren Umfangswandung und einer horizontalen, diese
in zwei Zylinderabschnitte unterteilenden Trennwand besteht. Der untere Zylinderabschnitt ist aus einem Kranz flutbarer
Auftriebskörper gebildet, welche einen glockenförmigen, teilweise mit Luft gefüllten Auftriebsraum umschliessen,
wobei dieser luftgefüllte Auftriebsraum hinsiftitlich der
vertikalen Bewegungen des Turmes als pneumatischer Stoßdämpfer und im ganzen als Ballast wirkt. Der obere Zylinderabschnitt
kommuniziert mit dem Meer.
Gemäß einer ersten Verwirklichungsform der Erfindung ist der obere Zylinderabschnitt als einteilige Dämpferkammer
ausgebildet. Die Oberfläche des oberen Zylinderabschnittes ist über einen Winkelbereich von I80 ° hin mit regelmäßig
angeordneten Durchbrüchen versehen, während sie über den restlichen Winkelbereich von 18o° hin an derjenigen
Seite geschlossen ist, an welcher der Turm an einer zu schützenden Oberfläche, beispielsweise der vertikalen
Seitenfläche eines tafelförmigen Eisberges anliegt. Gemäß einer zweiten Verwirklichungsform der Erfindung ist die
gesamte Oberfläche des oberen Zylinderabschnittes mit regelmäßig angeordneten Durchbrüchen versehen. In diesem
Fall ist eine zur äusseren vertikalen Zylinderwandung innenliegende koaxiale, gleichfalls vertikale Zylinderwandung
vorgesehen, welche einerseits im oberen Zylinderabschnitt eine ringförmige Dämpfertammer bildet und
andererseits im unteren ZyIInderabschnitt die Trennwandung
zwischen dem glockenförmigen Auftriebsraum und dem Hing von flutbaren Auftriebskörpern, deren äussere Trennwand
zum Meer hin durch die äussere Zylinderwandung
909821/Ottf "
gebildet ist, bildet. Damit eich der innere Zylinder mit Meerwasser
füllt, ist die den oberen Zylinderabschnitt bildende innenliegende zylindrische Umfangswandung oberhalb der
horizontalen Trennwand mit Durchbrüchen versehen. Um einen raschen Ausgleich des Wasserspiegels innerhalb des innenliegenden
Zylinders zu gewährleisten, weisen die Durchbrüche eine dem Gesamtquerschnitt des innenliegenden Zylinders
gegenüber insgesamt größere Querschnittsfläche auf. Dadurch gleicht sich der Wasserdruck zwischen der Innen- und der
Aussenseite des oberen Zylinderabschnittes mindestens zum überwiegenden Teil aus, so daß die Kraft der Wellen durch die
zwischen dem inneren und dem äusseren Zylinder gebildete ringförmige Dämpferkammer abgebaut wird.
Eine weitere Verbesserung der Dämpferwirkung kann dadurch erreicht werden, daß zwischen den Umfangswandungen des inneren ·
und des äusseren Zylinders radial gerichtete, ebene und sich über die gesamte Höhe des Turmes hin erstreckende Trennwände
angeordnet werden. Dadurch wird im oberen Abschnitt des Turmes zwischen dem innenliegenden und dem aussenliegenden Zylinderabschnitt
ein Kranz, von Dämpferkammern gebildet. Im unteren
Teil des Turmes bilden die radial gerichteten Trennwände zwischen dem innen- und dem aussenliegenden Zylinder die
seitlichen Begrenzungen der flutbaren Auftriebskörper, welche kranzförmig angeordnet sind. Darüber hinaus können
die vertikalen Trennwände vertikale Versteifungen des unteren Abschnittes bilden und sich über den unteren Teil des äusseren
Zylinders hinaus erstrecken. Der gleichfalls über den unteren Teil des äusseren Zylinders hinaus erstreckte innere Zylinder
kann einen großen Ballast aufnehmen. Horizontal gerichtete Verstärkungsplatten, deren Durchmesser demjenigen der
äusseren Zylinderwandung entspricht, bilden dabei einen zusätzlichen Widerstand gegen vertikale Bewegungen des
schwimmenden Turmes. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen,
daß horizontale Platten zur Erhöhung der Stabilität in vertikaler Richtung bereits Hr nach dem Prinzip eines
Froudschen Stabes konstruierte Bojen vorgeschlagen worden waren. Diese bekannten horizontalen Platten überragen in dessen den
Körper der Boje sehr weit, im grundsätzlichen Gegensatz zu den horizontalen Verstärkungen des schwimmenden Turmes
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nach der vorliegenden Erfindung.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen schwimmenden Turmes wird darin gesehen, daß er mit Hilfe einer Gleitschalung
sehr leicht herstellbar ist. Der Turm weist über seine gesamte Höhe hin eine gleichbleibende Querschnittsform
auf, ausgenommen lediglich die horizontalen Trennwände, die einen vollständigen oder teilweisen Abschluß
des Turminneren dienen. Die äussere Umfangswandung kann durch einen eingeschnürten Zylinder, dessen Basis oder
Grundrißform rosettenförmig aus Kreissegmenten gebildet ist, wobei die Kreissegmente Segmente eines Kreises mit geringerem
Durchmesser als der den vertikalen Trennwänden umbeschriebene Kreis sind.
Die flutbaren Auftriebskörper, von denen wenigstens acht verwendet werden, sind wenigstens teilweise mit Luft gefüllt.
Die flutbaren Auftriebskörper können mit Meerwasser gefüllt werden, um die Eintauchtiefe oder die Neigung des
schwimmenden Turmes einregeln zu können. TJm die Bewegungen des Meerwassers innerhalb der Auftriebskörper zu verringern,
sind einerseits Trennwände vorgesehen und ist andererseits vorgesehen, daß die in ihnen enthaltene luft unter
einem Druck steht, durch den gleichzeitig der von aussen wirkende Wasserdruck des Meeres ausgeglichen wird.
Als Ballast wird normalerweise Meerwasser verwendet, jedoch ist es auch möglich, die Brennstoffvorräte für Vortriebseinheiten
als Ballast in einigen der flutbaren Auftriebskörper unterzubringen.
Im Zentrum des Kranzes flutbarer Auftriebskörper ist die mittlere zylindrische Wandung durch eine auch die Auftriebskörper
bildende Abschlußwandung, welche darüber hinaus auch einen glockenförmigen in seiner oberen Hälfte mit Luft,
in seinem unteren Teil mit Wasser gefüllten Auftriebsraum begrenzt, verschlossen. Die im glockenförmigen Auftriebsraum eingeschlossene Luft befindet sich natürlich unter
einem der Eintauchtiefe des Turmes entsprechenden Druck, insbesondere einem Druck, welcher dem Gewicht derjenigen
Wassersäule entspricht, welche sich zwischen der Ebene des momentanen Wasserstandes und der Ebene der Trennlinie
zwischen Wasser und Luft im Inneren des glockenförmigen
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4,
Auftriebsraumes befindet.
Wenn daher in Folge der Dünung des Meeres, in dem der Turm schwimmt, einen der Ebene des Wasserspiegels bei ruhigem
Wasser gegenüber erhöhte Lage des Wasserspiegels bewirkt, wird sich auch die den Druck auf die in dem glockenförmigen
Auftriebsraum bestimmende Wassersäule erhöhen, wodurch das Volumen der im glockenförmigen Auftriebsraum enthaltenen
Luft verringert wird. Diese Volumensverringerung und damit die Auftriebsverringerung kompensiert die aus der durch das
vorübergehende Ansteigen des Wasserstandes vergrößerten Eintauchtiefe des Turmes herrührende zusätzliche Auftriebskraft.
Daher weist der Turm auch bei vergrößerter Eintauchtiefe einen im wesentlichen gleichbleibenden Auftrieb
auf und zeigt keine Tendenz aufzusteigen. Umgekehrt bewirkt ein durch die Dünung hervorgerufenes
vorübergehendes Absinken des Wasserspiegels unter die Ebene des ruhigen Wassers eine Verringerung der Höhe derjenigen
Wassersäule, die den auf die im glockenförmigen Hohlraum eingeschlossene Luft wirkenden Druck bestimmt, wodurch das
Luftvolumen im glockenförmigen Auftriebsraum und damit der Gesamtauftrieb des Turmes vergrößert werden und sich daher
die Auftriebsverringerung des Turmes in Folge seiner geringeren Eintauchtiefe wiederum ausgleicht. Trotz der
Verringerung seiner Eintauchtiefe wirkt auf den Turm auch hierbei eine im wesentlichen gleichbleibende Auftriebskraft,
so daß der Turm keine Tendenz zum Absinken zeigt. Damit ein Ausgleich zwischen der Volumensänderung der im
glockenförmigen Auftriebsraum enthaltenen Luft und der Änderung des eingetauchten Volumens des Turmes im Bereich
der Wasserlinie erfolgen kann, müssen beide Volumina von gleicher Größenordnung sein. Um dies zu erreichen, ist die
Höhe der im glockenförmigen Auftriebsraum eingeschlossenen Luft in der Weise bestimmt, als ihre durch die sie bewirkenden,
entsprechenden Änderungen der momentanen Wasserspiegelhöhe ausgedrückten Volumensänderungen annähernd
dem jeweiligen Abstand der im Bereich der Wasserlinie eingetauchten horizontalen Fläche des Schwimmturmes
von der Trennlinie zwischen Luft und Wasser im Inneren des glockenförmigen Auftriebsraumes entsprechen soll.
909821/04§2"
Der erfindungsgemäße schwimmende Turm kann entsprechend
seiner Verwendung mit zusätzlichen Aufbauten versehen werden. Diese Aufbauten sind an sich bekannt und nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung an Hand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
im einzelnen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt die
In der Zeichnung zeigt die
Figur 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen , schwimmenden Turm;
Figur 2 einen Querschnitt durch den schwimmenden Turm gemäß Figur 1 entlang der Linie I - I;
Figur 3 einen Querschnitt durch den schwimmenden Turm gemäß Figur 1 entlang der Linie II - II ;
Figur 4 einen Längsschnitt durch eine andere Verwirklichungsform eines erfindungsgemäßen schwimmenden Turmes;
Figur 5 eine schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemäßen,
schwimmenden Turmes, gemäß Figur 4;
Figur 6 einen Querschnitt durch eine dritte Verwirklichungsform
des erfindungsgemäßen, schwimmenden Turmes1
Die Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine erste Verwirklichungsform eines erfindungsgemäßen, im Meer 1
schwimmenden Turmes. Der schwimmende Turm besteht aus einer vertikalen, zylindrischen Aussenwandung 2 und ist
mittels einer horizontalen Abschlußwand 3 in zwei an ihren Enden offene Abschnitte unterteilt. Der untere Abschnitt
besteht aus einem Kranz von wenigstens acht flutbaren Auftriebskörpern 4. Die Auftriebskörper 4 umgrenzen einen
glockenförmigen, teilweise mit Luft 6 gefüllten Auftriebsraum 5. Die flutbaren Auftriebskörper 4 sind wenigstens
teilweise mit Meerwasser gefüllt, und dienen der Stabilisierung des schwimmenden Turmes. Der glockenförmige
Auftriebsraum 5 wirkt in Bezug auf die vertikalen Bewegungen des schwimmenden Turmes als pneumatischer
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Stoßdämpfer. Die flutbaren Auftriebskörper 4- sind begrenzt
von der horizontalen Abschlußwand 3, einer unteren ringförmigen Abschlußwand 8 und einesteils durch die Aussenumfangswandung
2, andernteils durch eine zylindrische, innenliegende Trennwand 7.Die innenliegende Trennwand 7
unterragt nach unten hin die aussenliegende Umfangswandung
2 und besitzt einen eine horizontale Verstärkungsplatte 9 bildenden Ringkragen, dessen Durchmesser dem Durchmesser
der äusseren Zylinderwandung 2 entspricht. Die der seitlichen gegenseitigen Unterteilung der flutbaren Auftriebskörper 4
dienenden vertikalen Trennwände erstrecken sich nach unten über die Auftriebskörper 4 hinaus in den Bereich zwischen der
unteren Abschlußwandung 8 und dem die horizontale Versteifungsplatte bildenden Ringkragen 9. Die Trennwände 1o bilden
somit eine vertikale Verstärkung für die zylindrische Trennwand 7, welche Meerwasser als Ballast umgibt.
Der obere, durch die äussere Zylinderwandung gebildete Zylinderabschnitt ist über einen Winkelbereich von 18o° hin
mit regelmäßig angeordneten Ausnehmungen versehen. Über seinen restlichen, gleichfalls 18o° Winkelgrad betragenden
Umfangsteil hin weist der Schwimmturm in seinem oberen Abschnitt eine geschlossene Umfangswandung auf. Die Durchbrüche
in der Umfangswandung des oberen Abschnittes des Turmes sind von derjenigen Art, wie sie in dem
US-Patent 3 383 869, hinterlegt am 18. Januar 1965, erteilt
am 2o. Mai 1968, beschrieben ist. Der Innenraum des oberen
Abschnittes des Zylinders bildet daher eine einheitliche Dämpferkammer.
Die Figur 2 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch den schwimmenden Turm gemäß Figur 1, aus dem die Anordnung
der Durchbrüche in der äusseren Zylinderwandung deutlich wird.
Die Figur 3 ist gleichfalls ein horizontaler Querschnitt durch den in der Figur 1 gezeigten schwimmenden Turm. Die
flutbaren Auftriebskörper 4 sind begrenzt durch die äussere Umfangswandung 2, die zylindrische Trennwand 7 und die
vertikalen Trennwände 1o.
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Die Figur 4 ist ein vertikaler Längsschnitt durch eine andere Verwirklichungsform eines erfindungsgemäßen
schwimmenden Turmes. Die äussere, vertikale und zylindrische Umfangswandung 2 ist durch eine horizontale Trennwand 3
in zwei nach aussen offene Zylinderabschnitte unterteilt. Eine vertikale, innenliegende und zur äusseren Zylinderwandung
2 koaxiale Zylinderwandung 11 bildet hierbei im oberen Abschnitt des Turmes eine ringförmige Dämpferkammer
12 und im unteren Abschnitt des Turmes die Trennwand zwischen dem glockenförmigen Auftriebsraum 5 und den
flutbaren Auftriebskörpern 4.
Wie insbesondere aus der eine teilweise aufgebrochene schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemäßen
Schwimmturmes der Verwirklichungsform gemäß 4 darstellenden
Figur 5 erkennbar, kann bei dieser Ausführungsform das Meerwasser in die ringförmige Dämpferkammer 12 durch rechteckige
Durchbrechungen der äusseren Umfangswandung 2 eindringen. Diese Durchbrüche können auch einen kreisrunden
Querschnitt aufweisen. Bei einer Bewegung des Meeresspiegels wird ein Teil der jeweiligen Welle durch die
nicht durchbrochenen Bereiche der äusseren Umfangswandung 2 gebrochen, während ein anderer Teil der Welle in die
ringförmige Dämpferkammer 12 eindringt und sich an der inneren Zylinderwandung 11 bricht. Die innere Zylinderwandung
11 weist in der Nähe der horizontalen Abschlußwandung
3 angeordnete Durchbrechungen auf, welche einen raschen AusgHe ich des Wasserstandes zwischen dem ringförmigen
Dämpferraum und dem Innenraum in der Zylinderwandung 11 gewährleisten. Diese Durchbrechungen der
inneren Zylinderwandung 11 weisen insgesamt einen größeren
Querschnitt auf, als die innere Zylinderwandung 11 selbst.
Daher ist der durch die ringförmige Dämpferkammer 12 auf die innere Zylinderwandung 11 ausgeübte Druck teilweise
ausgeglichen durch den Gegendruck im Innern der Zylinderwandung 11 des schwimmenden Turmes. Der untere Abschnitt
des schwimmenden Turmes besteht aus einem Kranz flutbarer Auftriebskörper 4, welche wenigstens teilweise mit Meerwasser
1 gefüllt sind. Diese Auftriebskörper 4 sind untereinander durch vertikale Trennwände 1o abgeteilt,
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-YC-
ty
28Λ5191
welche die die Decke bildende horizontale Abschlußwand 3 mit der ringförmigen, den Boden bildenden Abschlußwand 8
der Auftriebskörper 4 verbinden.
Die Figur 6 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen schwimmenden Turm. Diese Schnittdarstellung
zeigt im einzelnen eine äussere Umfangswandung 2, welche abweichend von der Figur 3 keinen kreisrunden Grundriß
aufweist. Die äussere Umfangswandung 2 besitzt zwischen zwei vertikalen Trennwänden 1o einen geringeren Halbmesser,als
denjenigen Halbmesser, welcher ein den Trennwänden 1o umbeschriebener
Kreis aufweist. Aus dieser speziellen Anordnung resultiert eine verbesserte Widerstandsfähigkeit der äusseren
Umfangswandung gegen die Angriffe der Meeresoberfläche. Es ist weiterhin hervorzuheben, daß die ringförmige Dämpferkammer
12 durch vertikale, radial gerichtete Trennwände unterteilt werden kann. Zu diesem Zwecke kann man ebene Trennwände
zwischen der inneren Umfangswandung 11 und der äusseren Umfangswandung 2 über die gesamte Höhe des schwimmenden
Turmes hin anordnen. In diesem Falle ist der horizontale Querschnitt des Turmes an jeder Stelle dem in der Figur
oder Figur 6 gezeigten horizontalen Querschnitt. Der Vertikalschnitt des Turmes entspricht dem in der Figur 4-gezeigten.
Der oben beschriebene schwimmende Turm ist erfindungsgemäß unter Verwendung einer Gleitschalung aus Beton hergestellt.
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e e r s e
ι f
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE :M .)j Selbststabilisierender öchwimmender Turm zum Einsatz auf hoher See, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer äusseren aufrechtstehenden zylindrischen Umfangswandung (2) besteht, die über eine horizontale Trennwand (3) in zwei jeweils einseitig offene Abschnitte unterteilt ist und deren unterer Zylinderabschnitt aus einem einen glockenförmigen, teilweise mit Luft gefüllten und als pneumatischer Stoßdämpfer für die vertikalen Bewegungen des Turmes dienenden Auftriebsraum (5) einschließenden Kranz von flutbaren Auftriebskörpern (4-), die im notwendigen Umfang gleichzeitig auch einen Ballast bilden, besteht, während der Innenraum des oberen Zylinderabschnittes mit dem Meer in Verbindung steht.2.) Schwimmturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Zylinderabschnitt als einteilige Dämpferkammer ausgebildet ist und über einen Winkelbereich von 18o mit regelmäßig angeordneten Durchbrüchen versehen ist.3.) Schwimmturm nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte obere Zylinderabschnitt mit regelmäßig angeordneten Durchbrüchen versehen ist.4.) Schwimmturra nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur äusseren vertikalen ZyIinderwaidung (2) koaxial gerichtet, innenliegend und gleichfalls vertikal eine innere Zylinderwandung (11) vorgesehen ist, welche im oberen Zylinderabschnitt zusammen mit der äusseren Zylinderwandung (2) eine ringförmige Dämpferkammer (12) bildet und andererseits im unteren Zylinderabschnitt die Trennwandung zwischen dem glockenförmigen Auftriebsraum (5) und dem Kranz flutbarer Auftriebskörper (4), deren äusserer Abschluß zum Meer hin durch909821/0482
- 13 -die äussere Zylinderwandung (2) gebildet ist, darstellt.5.) Schwimmturm nach Anspruch 4, dadurch gekennzelehnet, daß die eine obere Zylinderhalfte bildende, innenliegende zylindrische Umfangswandung oberhalb der horizontalen Trennwand (3) mit Durchbrächen versehen ist, die ein Befallen des oberen inneren Zylinderabschnittes mit Wasser gewährleisten.6.) Schwimmturm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche in der innenliegenden Zylinderwandung insgesamt eine größere Querschnittsfläche aufweisen, als der innenliegende Zylinder.7.) Schwimmturm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der aussenliegenden (2) und der innenliegenden Zylinderwandung (11) über die gesamte Höhe des Turmes hin reichende glattflächige, radial gerichtete Trennwände (1o) angeordnet sind, welche die ringförmige Dämpferkammer (12) in einen Kranz voneinander getrennter Dämpferkammerη unterteilen und die im unteren Zylinderabschnitt des Turmes die gegenseitige Abgrenzung zwischen den benachbarten flutbaren Auftriebskörpern (4) darstellen.8.) Schwimmturm nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innenliegende Zylinderwandung (11) und die vertikalen Trennwände (io) die aussenliegende Zylinderwandung (2) nach unten hin überragen und eine als radialer Ringkragen (9) ausgebildete Verstärkungsplatte tragen, wobei der Durchmesser der Verstärkungsplatte (9) dem Durchmesser der aussenliegenden Zylinderwandung (2) entspricht.9.) Schwimmturm nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er unter Verwendung einer Gleitschalung aus Beton hergestellt ist.- 14 -909821/04821o.) Schwimmturm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die innere (11) als auch die äussere Zylinderwandung (12) über die gesamte Turmhohe hin eine gleichbleibende Querschnittsform aufweisen.11.) Schwimmturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äussere Umfangswandung eine rosettenförmige Grundrißform besitzt, bei der der Halbmesser der die einzelnen Rosettenbögen bildenden Kreise geringer ist, als der Halbmesser des den vertikalen Trennwänden (io) umbesohriebenen Kreises.*2.) Schwimmturm nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kranz flutbarer Auftriebskörper (4) wenigstens acht solcher Auftriebskörper umfaßt und daß ein Teil dieser Auftriebskörper die Brennstoffvorräte für den Turm möglicherweise zugeordnete Vortriebseinheiten aufnimmt.13.) Schwimmturm nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die in den flutbaren Auftriebskörpern (4) vorhandene Luft unter einem Überdruck steht.909821/0482
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